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Full text of "Die päpstlichen Kanzleiordnungen von 1200-1500"

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DIE 



PÄPSTLICHEN KANZLEIORDNUNGEN 



VON 1200-1500. 



GESAMMELT UND HERAUSGEGEBEN 

VON 

DR MICHAEL TANGL, 

PRIVATDOCENTEN AN DER UNIVERSITÄT WIEN. 




INNSBRUCK, 
VERLAG DER WAGNER'SCHEN UNIVERSITÄTS-BUCHHANDLUNG. 

1894. 



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DRUCK DER WAGNERSCHEN TTNIVERSlTÄTS-BUCHDRUCKEREl. 



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129077 

MAY 6 1909 



Vorwort. 

Die Arbeit, die ich hiemit der Oeffentlichkeit übergebe, stellt sich 
die Aufgabe, die officiellen Verordnungen der päpstlichen Kanzlei von 
1200 — 1500, oder genauer von Coelestin IIL bis zum Tod Alexan- 
ders VI. (1191 — 1503) zu sammeln. Unter officiellen Verordnungen 
verstehe ich diejenigen, die von Päpsten oder Vicekanzlern er 
lassen und in den Amtsbüchern der Kanzlei gebucht sind. Zur 
Eintragung und Sammlung dieser Kanzleiordnungen diente in 
erster Linie das officielle Handbuch der Kanzlei, der Liber Provin- 
cialis, wie es seit dem 13. Jahrhundert, oder Liber Cancellariae, wie 
es von 1380 an hiess. In seinen verschiedenen Ueberlieferungsformen 
bildet es auch die wesentliche Grundlage der vorliegenden Arbeit, 
ohne sich mit ihr jedoch völlig zu decken. 

Unter Johann XXII. hört das Kanzleibuch auf, einheitlich zu 
sein. Es zweigen sich zunächst die Begulae Cancellariae, wenig später 
auch das Taxbuch ab. Beide in sich geschlossenen Gebiete haben seit- 
her bereits selbstständige Bearbeitung erfahren. Es ist also von da 
an nur ein Theil des Kanzleibuchs, der uns hier beschäftigt, allerdings 
der wichtigste : der „Liber Constitutionum Cancellariae", der die allge- 
meinen normativen Verfügungen enthielt. Aber auch bezüglich der 
Verwertung dieses Theiles ergaben sich weitere Einschränkungen. Be- 
reits das Kanzleibuch des 13. Jahrhunderts enthält Stücke, wie die 
Brevis Nota über das erste Lyoner Concil oder die Verordnungen 
Friedrichs II. und Honorius' III. gegen die Ketzer, deren Eintragung 
seinerzeit als wünschenswert erachtet worden sein mochte, die aber 
heute für die Kenntnis der Organisation und des Geschäftsgangs der 
Kanzlei völlig belanglos sind. 1 ) Für das 14. und 15. Jahrhundert 

*) Anders verhält sich die Sache mit dem Provinciale ; auch das Bisthums- 
verzeichniaa ist an sich nicht Quelle für die Kenntnis der Kanzleiorganisation, 
konnte aber als Kern des späteren Kanzleibuchs und sicherster Prüfstein für 
Alter und Güte der einzelnen Hss. bei der Ausgabe nicht übergangen werden. 

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IV Vorwort. 

war eine Auswahl vollends dringend geboten, sollte sich nicht der 
Benutzer das für das Eanzleiwesen wirklich Bedeutsame aus dem 
Wust von Reservationsbullen, Privilegien und Indulgenzen mühsam 
hervorsuchen. 

Glaubte ich mich also einerseits mit einer nach bestimmten Ge- 
sichtspunkten vorgenommenen Auslese aus dem Eanzleibuch begnügen 
zu sollen, so musste ich andererseits wiederholt über dasselbe hinaus- 
greifen. 

Der Liber Cancellariae hat stets vorwiegend aber zu keiner Zeit 
ausschliesslich zur Eintragung der Kanzleiordnungen gedient. Für 
die frühesten Stücke kommt sein älterer Genosse, der Liber Censuum, 
mit in Betracht (unten Constit. I. II.); andere VerfügungeÄ haben in 
Form der Einzelscheda oder des Entwurfs selbstständige, von der 
Fassung des Kanzleibuchs mehrfach abweichende Verbreitung gefun- 
den. (Constit. II, IV, IX und einzelne Eide). Seit der Errichtung des 
Scriptorencollegs durch Eugen IV. tritt das Statutenbuch der Scrip- 
toren als neue Quelle für c*ie Kanzleigeschichte hinzu. (Constit. 
XXXVIII, LH, LIII, LVI; für den officiellen Charakter vgl. die Publi- 
cationsnotiz S. 215.) Zu allen Zeiten hat ferner das Register als 
Codex authenticus zur Eintragung curialer Verfügungen gegolten. So 
sind uns die Anordnungen Clemens' V. und Johanns XXII. über die 
Zahl der Scriptoren (Constit. X, XIV), Gregors XI. über die Scriptores 
litterarum secretarum (Constit. XX.) Callixts III. über die Abbrevia- 
toren (Constit. XLI.) nur in den Registern erhalten. Andere sind im 
Kanzleibuch erst später als einfache Kopien nachgetragen, während 
die ursprüngliche und officielle Eintragung im Register erfolgt war. 
(Constit. XLVI, XLVII, L.) 

Diese gleich dem Kanzleibuch streng officiellen Quellen habe ich 
in den mir bekannt gewordenen Ueberlieferungen zur Ergänzung her- 
angezogen. Dagegen glaubte ich vor all den zahlreichen Formel- 
sammlungen rein privaten oder doch nicht erweisbar officiellen Cha- 
rakters Halt machen zu sollen, wollte ich nicht Gefahr laufen, jede 
feste Scheidewand zu verlieren und Umfang und Abschluss meiner 
Ausgabe ins Ungemessene hinauszurücken. Aus diesem Grunde habe 
ich auch die Aufnahme des mit der Unterweisung über die Ausstattung 
der litterae cum filo serico und cum filo canapis beginnenden Formel- 
buchs, von dem ich eine Reihe von Ueberlieferungen gesammelt hatte 
(vgl. Mittheil. d. Instituts f. österr. GF. 12, 189), hier unterlassen und 
niuss dasselbe gesonderter Bearbeitung vorbehalten. 

Der Umstand, dass ich einerseits nur eine Auswahl aus dem 
Kanzleibuch bot, andererseits wieder darüber hinausgieng, war auch 



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Vorwort. V 

für die Anordnung des Stoffes massgebend. Ich habe ihn systematisch 
zu gliedern versucht und mich dazu für umso eher berechtigt gehalten, 
als sich das gesammte Material in die von mir geschiedenen Gruppen 
zwanglos einreihte und andererseits die beiden wesentlichen Ueber- 
lieferungen des älteren Kanzleibuchs weder ganz vollständig sind, noch 
in der Reihenfolge völlig übereinstimmen, eine gewisse Willkür in der 
Anordnung durch den Herausgeber also nicht zu vermeiden war. 1 ) 

Eine besondere Rechtfertigung bedarf noch die Anfügung der 5. 
ganz ausserhalb des Kanzleibuchs stehenden Gruppe Reformationes. 
Auch sie theilt mit dem übrigen Material den streng officiellen Ur- 
sprung; es sind von den betreffenden Päpsten selbst veranlasste Ent- 
würfe oder die entsprechenden Vorarbeiten hiezu. (vgl. unten S. 361 
die Bemerkungen über die Enquete unter Alexander VI.) Wenn sie 
auch Entwürfe geblieben und nie rechtskräftig geworden sind, so ist 
ihr Wert für die Kenntnis des päpstlichen Kanzleiwesens doch ein 
ganz bedeutender. Von den langathmigen, oft schwer verständlichen 
Constitutionen aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts hebt sich die 
knappe, klare Sprache vortheilhaft ab. Ueber die Befugnisse wich- 
tiger Beamten wie der Secretäre und Referendare, von denen die Con- 
stitutionen völlig schweigen, erhalten wir hier die einzig näheren 
Auskünfte.. Die eingehenden Reform Verhandlungen aus der Zeit Ale- 
xanders VI., die heftigen Angriffe der Unterbeamten wider den Chef 
(Reform VI.), die gegenseitigen Anschuldigungen von Bureau zu Bu- 
reau (Reform. VII, VIII, IX) bieten endlich ein treffliches Stimmungs- 
bild voij. der heillosen Verwirrung, in welche die päpstliche Kanzlei 
um die Neige des 15. Jahrhunderts gerathen war. 

Auch der Zeitgrenze meiner Ausgabe seien einige Worte gewidmet. 
Gegen den Ausgangskunkt dürften sich ernste Einwendungen kaum 
erheben; er fallt zusammen mit dem nachweisbaren Beginn officieller 
Kanzleiordnungen überhaupt. Grösserer Rechtfertigung bedarf der 
Endpunkt. Wie so oft bei ähnlichen Arbeiten ist er auch bei der 
mein igen ein Compromiss zwischen Wollen und Können. Bei den 
nicht immer erquicklichen Arbeitsverhältnissen in Rom, bei der karg 
bemessenen, überdies durch allerlei unversehene Ferialtage einge- 
engten Arbeitszeit 2 ) musste ich froh sein, bei Schluss meines Aufent- 
haltes, der sich zunächst weder verlängern noch erneuern liess, an 
einem leidlich guten Abschnitt angelangt zu sein: dem Pontificat 



*) Die Scheidung in die von mir gewählten Gruppen tritt überdies in der 
Anlage des älteren Kanzleibuchs ziemlich deutlich hervor. 

*) Der Nothrui, den Holder-Egger imN. Archiv 17, 465, hierüber ergehen liess, 
ist jedem, der einmal in Rom gearbeitet hat, aus der Seele gesprochen. 



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VI Vorwort. 

Alexanders VI. als der Zeit, da die Miswirtschaft an der Curie so 
ziemlich zur Höhe gediehen und der letzte grosse Reformversuch ge- 
scheitert war. Einen wirklichen Abschluss böte nur etwa das Ende 
des Tridentiner Concils. Ueber die Weiterbildung und Umwandlung 
der päpstlichen Kanzlei unter dem Eindruck der Reformationsbewegung, 
dem Einfluss des grossen Concils und der damit verbundenen Neu- 
ordnung der gesammten Kirchen Verfassung überhaupt ist in Born noch 
reiches Material zu heben. Hoffentlich ist es mir in absehbarer Zeit 
gegönnt, diese Arbeiten wieder aufnehmen und fortsetzen zu können. 
Aus diesem Gesichtspunkte habe ich einzelne Constitutionen hier 
übergangen, die wie die Neuordnung des Sekretärcollegs durch Inno- 
cenz VIII. („Non debet reprehensibile" Bull. Rom. 5, 330 ff.) zeitlich 
zwar in den Rahmen meiner Ausgabe fallen, sachlich aber sosehr mit 
der Legislative der Päpste des 16. Jahrhunderts verknüpft sind, dass 
ich sie nicht aus dem Zusammenhang reissen zu dürfen glaubte. 

Die Ausgabe enthält zu etwa gleichen Theilen Neues und Wie- 
derholung von bereits früher Bekanntem. Letztere rechtfertigt sich 
in den meisten Fällen aus der besseren handschriftlichen Grundlage 
des Neudrucks. Dass ich vor dem alten und seltenen Druck Ciani- 
pini's und dem schwerfällig zu benützenden und dabei oft recht min- 
derwertigen Text des Bullarium Romanum nicht Halt machte, wird 
mir kaum jemand ernstlich übel nehmen; eher, dass ich auch den 
grössten Theil der erst vor wenigen Jahren durch ErJer bekannt ge- 
wordenen Constitutionen und Formeln, allerdings in anderem und 
weiterem Zusammenhang, wieder zum Abdruck bringe. Dem, was Er- 
lers Buch wirklich bietet, ist durch meine Ausgabe keine Concurrenz 
geschaffen. Die Entstehungsart beider Arbeiten ist eben grundver- 
schieden. Erler gieng von Dietrich von Nieheim und seiner literari- 
schen Thätigkeit aus und* gelangte dabei auch zum Kanzleibuch, wäh- 
rend bei mir das sachliche Interesse an letzterem durchaus überwog, 
das persönliche an dem Antheil Dietrichs dagegen zurücktrat. Wem 
daran liegt, speciell das Kanzleibuch von 1380 in nach Inhalt und 
Reihenfolge getreuer und vollständiger Wiedergabe zu benützen, der 
wird nach wie vor zu Erlers Liber Cancellariae greifen müssen. 

Darüber, dass es mir durch meine Ausgabe nicht gelungen ist, 
Abschliessendes zu schaffen, gebe ich mich keiner Täuschung hin. Ich 
selbst stelle unten gegen Schluss der Einleitung einzelne Acta deper- 
dita zusammen, die aufzufinden mir nicht gelungen ist. Genaue 
Nachprüfung wird vielleicht auch die Auswahl, die ich aus dem spä- 
teren Kanzleibuch traf, da und dort unzureichend finden, obwohl ich 
nichts wesentliches übergangen zu haben glaube. Dazu kommt noch 



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Vorwort. VII 

ein Weiteres. Ich erwähnte schon, dass neben dem Kanzleibuch zu 
jeder Zeit auch das Register Quelle für die curialen Verfügungen ge- 
blieben ist. • Bei der gewaltigen Anzahl von Bänden würde jedoch 
der Erfolg einer Arbeit, die es unternähme, sie lediglich nach Kanzlei- 
ordnungen systematisch zu durchforschen, mit der aufgewandten Zeit 
und Mühe in keinem Verhältnis stehen. Als subsidiäre Quelle können 
die Register auch nur nebenbei für diese Frage untersucht werden. 
Ich selbst habe, als ich einen grossen Theil der Register von Bene- 
dict XII. bis Johann XXIII. zu anderen Zwecken durchnahm, auch 
darauf geachtet, allerdings zu einer Zeit, da der Plan zu dieser Aus- 
gabe noch nicht gereift war. Die Register Martins V. und Eugens IV. 
hat Ottenthai seinerzeit durchprüft und das wesentliche Ergebnis für 
Kanzleigeschichte aus ihnen veröffentlicht. Die Untersuchung der Register 
auö der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts steht noch aus. 

Wird sich also als Nachlese noch so manches Neue ergeben, so 
dürfte anderes in besserer Ueberlieferung zutage kommen. Was be- 
züglich der Suche nach Ueberlieferungen des Kanzleibuchs noch zu 
thun bleibt, führe ich unten in der Einleitung näher aus. 

Mein Zweck ist völlig erreicht, wenn es mir gelungen ist, für 
die Lehre von den Papsturkunden des späteren Mittelalters ein brauch- 
bares Hilfsbuch, sozusagen einen „Codex diplomaticus cancellariae apo- 
stolicae", zu schaffen und das Interesse der Forschung für diese 
Fragen neu zu beleben und in Flus» zu bringen. 

Selbst aus Studien über das päpstliche Kanzlei wesen hervor- 
gegangen, wendet sich die Ausgabe in erster Linie an den Diploma- 
tiker; daneben wird der Canonist manchen neuen Ausschluss aus ihr 
schöpfen, und auch für die allgemeine und Kirchengeschichte dürfte 
sie nicht ganz bedeutungslos sein. Die Organisation der grossen 
curialen Expeditionsbehörde, die mit der ganzen christlichen Welt in 
lebhaftestem Wechselverkehr stand, beansprucht an sich unser Interesse. 
Die Schäden aber, die hier vom 15. Jahrhundert an immer bedenk- 
licher einrissen, haben zur allgemeinen Verbitterung wider die Curie 
und damit zum Ausbruch der Reformationsbewegung mehr beigetragen, 
als man bisher zuzugeben bereit ist. 1 ) 

Es obliegt mir schliesslich, für die vielfache Anregung und För- 
derung, die mir im Laufe meiner Arbeit zutheil geworden ist, nach 
allen Seiten meinen tiefstgefühlten Dank auszusprechen : in erster Linie 
dem hohen k. k. Ministerium für Cultus und Unterricht, dem Director 



*) Vgl. die in ähnlichem Sinn gehaltene Aeueserung Pastors, Gesch. d. 
Päpste 2, 556. 



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VIII Vorwort. 

des Istituto Austriaco di studi storici in Born, Herrn Hofrath v. Sickel, 
den Herren P. Heinrich Denifle und D. Pietro Wenzel vom vaticani- 
schen Archiv, den Praefecten der ßibliotheca Vaticana Pf Bollig nnd 
Monsignore Carini, dem Bibliothekar der Bibl. Barberini in Born, D. 
Alessandro Pieralisi, dem Bector des spanischen Collegs zu Bologna, 
Commendatore Boa Yrazoqui, den Herren Professoren Mühlbacher in Wien 
und Kaltenbrunner und v. Ottenthai in Innsbruck. Die Vorstehungen 
der Bibliothfcque nationale in Paris und der kgl. Hof- und Staats- 
bibliothek in München haben mir einzelne Handschriften und seltene 
Drucke in zuvorkommender Weise nach Wien zur Benützung zuge- 
sandt. An den beiden heimischen Bibliotheken fand ich bei meiner 
Arbeit stets liebenswürdiges Entgegenkommen und wirksame Förde- 
rung. Für gütige Besorgung von nachträglichen Auskünften, Colla- 
tionen und Abschriften bin ich Herrn Professor Böhricht in Berlin 
und den Herren Doctoren Knott, Mayr, Novaöek, Starzer, Steinherz 
und Teige verpflichtet. Ihnen allen sage ich nochmals meinen besten 
Dank. 

Wien im September 1894. 

M. Tangl. 



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Einleitung. 

Der Liber Cancellariae Apostolieae. 

Wer den Namen Liber Cancellariae nennt, weckt damit von* 
selbst die Erinnerung an den alten Liber Diurnus, das officielle Hand- 
buch der päpstlichen Kanzlei, dessen früheste Formeln in die Zeit 
Gregors des Grossen zurückreichen, dessen Theilsammlungen im Lauf 
des 7. und 8. Jahrhunderts entstanden sind, dessen Abschluss um die 
Wende des 8. und 9. Jahrhunderts erfolgt ist. Die Spuren der Be- 
nützung des alten Kanzleibuchs reichen dann bis in die Zeiten Gre- 
gors VIL 

Kardinal Deusdedit, selbst einer der Neuerer , ein Rufer im 
Streit um die Schaffung einey weltbeherrschenden Hierarchie, ist zu- 
gleich der letzte, der den alten Liber Diurnus kennt und citirt. In 
den neuen Bahnen, die das Papstthum seither einschlug, war für die 
alten Formeln kein Baum mehr. Neue, den veränderten Verhältnissen 
angepasste, treten an ihre Stelle, ohne jedoch sofort auchTzu einem 
neuen Formel buch, ähnlich dem alten Diurnus, zusammengefasst zu 
werden. Es vergehen vielmehr anderthalb Jahrhunderte, bis wir 
wieder Anfänge eines neuen officiellen Kanzleibuchs nachzuweisen ver- 
mögen. Der alte Diurnus folgt dem Papstthum von den Anfangen 
des Primats bis zum Wetterleuchten des Kampfs zwischen Sacerdotium 
und Imperium, der neue Liber Cancellariae findet es auf der Hohe 
der Macht und geleitet es thalab bis tief, ins Reformationszeitalter. 
Zwischen beiden herrschen Wechsel und Werden, liegt der Kampf 
um Reform und Weltherrschaft. 

Das- neue Kanzleibuch ist uns erst für das 15. Jahrhun- 
dert im Original erhalten, für die frühere Zeit aber nur ab- 
schriftlich überliefert und zwar für das 13. Jahrhundert in dop- 
pelter Form: erstens in einer etwa 1280 entstandenen Kopie, 1 ) zwei- 

*) Cod. 275 des spanischen Collegs zu Bologna. (H.) Bruchstücke daraus ver- 
öffentlichte Merkel, Documenta aliquot quae ad Romani pontificis notarios et 



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X Einleitung. 

teils in einer Abschrift, deren Anfertigung der päpstliche Scriptor 
«und Abbreviator Dietrich von Nieheim im Jahre 1380 im Auftrag 
Urbans VI. besorgte. 1 ) 

Keine der beiden Uebeflieferungen ist vollständig. Daher 
kommt es, dass bei Dietrich Aufzeichnungen fehlen, die im Bo- 
logneser Codex stehen und umgekehrt. Als Ergänzung zu beiden 
tritt hinzu ein dem 2. Band der Papierregister Clemens' VI. 
beigebundenes Formelbuch, das unter Johann XXII. geschrieben wor- 
den ist, dabei aber versprengte Stücke aus viel früherer Zeit gesam- 
melt hat, die uns in den beiden früher erwähnten Handschriften 
fehlen ; hieher gehören ein paar der ältesten Eide und die Taxordnung 
aus dem 13. Jahrhundert. 

Auch die Reihenfolge der Aufzeichnungen ist im Bologneser Codex 
und bei Dietrich mehrfach verschieden. Im grossen und ganzen aber 
decken sich Inhalt und Aufeinanderfolge doch so, dass sie sichere 
Rückschlüsse auf Inhalt und Eigenart des Codex authenticus gestatten. 
Und hier tritt uns gleich ein wesentlicher Unterschied gegenüber dem 
alten Liber Diurnus entgegen. Enthielt letzterer nur eine Muster- 
sammlung von Formeln, so ist das neuere Eanzleibuch wesentlich 
reichhaltiger, und diese Mannigfaltigkeit muss ersetzen, was den ein- 
zelnen Eintragungen und Formeln an historischem Wert gegenüber 
manchen der wichtigen und vielumstritteneij Formeln des Diurnus mangelt. 

Das Kanzleibuch des 13. Jahrhunderts setzt sich im wesentlichen 
aus folgenden Gruppen zusammen: 1. aus dem sogenannten Provin- 
ciale, dem Bisthumskatalog. 2. aus einer Formelsammlung. 3. aus 
einer Sammlung von Eiden, 4. aus Aufzeichnungen und Verordnungen 
über den Geschäftsgang in der Kanzlei, über Rechte, Pflichten und 
Bezüge der Beamten derselben; und diese scheiden sich wieder in 
Aufzeichnungen des Gewohnheitsrechtes, die aber durch die Eintra- 
gung ins Kanzleibuch officielle Geltung erlangten, und in eigentliche 
Erlässe, in denen der Papst selbst oder in seinem Auftrag der Vice- 
kanzler als Gesetzgeber für die Kanzlei auftreten. — Suchen wir nun 
die Entstehung der einzelnen Gruppen zu verfolgen, so gelangen wir 
zurück in den Ausgang des 12. Jahrhunderts und nicht in die Kanzlei 
sondern in die Camera apostolica. 



curiales pertinent, Ar eh. stör. Ital. Append. 5, 131 f. Näheres siehe unten im 
Verzeichniss der benützten Hss. 

») Or. Hb. Cod. Paris, lat. 4169 (E), daraus etwa 2 Jahrzehnte später ab- 
geleitet Cod. Ottob. lat. 911 (0). Aus E mit Beibehaltung der Reihenfolge und 
vollständiger Wiedergabe des Inhalts abgedruckt bei Erler, der Liber Cancel- 
lariae Apostolicae vom Jahre 1380, Leipzig 1888. 



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Einleitung. XI 

Da ich gleich hier und später wiederholt auf die eigenartigen 
Verhältnisse und Wandlungen, die in der Kanzleileitung im letzten Jahr- 
zehnt des 12. und in den beiden ersten des 13. Jahrhunderts vor sich 
giengen, zurückkommen muss, halte ich es für zweckmässig, der 
eigentlichen Untersuchung über den Liber Cancellariae . eine kurze 
Uebersicht über die Entwicklung des Kanzleramts vorauszuschicken. 1 ) 

An der Spitze der Kanzlei stand im 12. Jahrhundert der Kanzler. 
Das Amt war mit dem Kardinalsrang verbunden, blieb durch den 
Wechsel der Pontificate unberührt und wurde nach dem Ableben des 
jeweiligen Inhabers meist nach kurzer Vacanz weiterverliehen. Eine 
bedeutende Störung hierin trat nur ein, als am 7. September 1159 
Roland, der Kanzler der drei vorangegangenen Päpste, als Alexander III. 
den päpstlichen Thron bestieg. Fortan blieb das Kanzleramt Jahre 
lang unbesetzt. Erst nach Beendigung des grossen Schismas schritt 
der Papst im Jahre 1178 wieder zu* Ernennung eines Kanzlers. 2 ) 
Seine Wahl fiel auf den Kardinalpriester Albert von Morra, der nun- 
mehr bis 1187 Kanzler blieb und sich unter anderm durch seinen 
Tractat über den Cursus um die päpstliche Kanzlei verdient gemacht 
hat 8 ) Seine Arbeit und die des gleichzeitigen Notars Trasmund 
scheinen zwar, obwohl sie- von den leitenden Männern ausgiengen, 
rein privaten Charakter getragen zu haben, in der Geschichte des 
officiellen Kanzleibuchs sind sie aber als die ersten wieder erkenn- 
baren Versuche zur Aufzeichnung von Formeln und Kanzleibrauch 
immerhin zu nennen. 

Gegen Ende der Amtsführung Alberts, in den, Pontificat Ur- 
bans III., fallt eine Neuerung in der Form der Stellvertretung. Stell- 
vertretung des Kanzlers ist das ganze 12. Jahrhundert hindurch an 
der Hand der Datirungen der grossen Privilegien häufig nachzu- 
weisen. 4 ) Sie trat von Fall zu Fall während der zeitweiligen Ab- 
wesenheit des Kanzlers von der Curie oder der Erledigung des Kanzler- 



l ) Bei der Anführung von Personalnotizen habe ich mich dabei auf daa 
notwendigste beschränkt, da die betreffenden Listen bei Jaffe-Löwenfeld und 
danach zusammenhängend und übersichtlich bei Breslau ÜL. 1, 200 ff. verlässlich 
und erschöpfend zusammengestellt sind. 

*) Der Subdiacon Hermann, der erst als Scriptor dann als Notar von 1159 
bis 1165 die Stellvertretung geführt hatte, datirte auch noch kurze Zeit, nach- 
dem er Kardinal geworden war, führt aber als solcher nicht den Kanzlertitel. 
Bei der an der Curie sorgfältig durchgebildeten Scheidung der Titel halte ich es t 
daher nicht für gerechtfertigt, ihn in der Kanzlerliste zu fuhren, (vgl. dagegen 
Bresslau ÜL. 1, 201 A. 1.) 

*) Bresslau 1, 588. 

4 ) Vgl. die Zusammenstellung bei Bresslau 1, 204. 



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XII Einleitung. 

amtes ein. Und zwar waren es meist Männer aus der Kanzlei, die 
zu solcher Zeit die Ämtsleitung übernahmen, seltener Kardinäle; 
und nur letztere führten den Titel „ Kanzler - Stellvertreter • mit 
Nennung des Kardinalkanzlers, den sie zeitweilig ersetzten, während 
erstere nur mit der Bezeichnung des Ranges erscheinen, den sie in 
der Hierarchie oder in der Kanzlei einnahmen. 1 ) In solcher Weise war 
auch der Kanzler Albert von Morra 1185 und zu Anfang 1186 durch 
den Notar Trasmund vertreten worden. Aber bereits am 31. Mai 
1186 erscheint zum erstenmal der Laterancanoniker Moses, mit dem 
Beisatz „vicem agens cancellarii 11 . Nach dem Tod Urbans III. bestieg 
Albert von Morra als Gregor VIII. den päpstlichen Stuhl, und aber- 
mals trat nun wie einst bei. Alexander III. nach der Wahl des Kanz- 
lers zum Papst eine längere Vacanz in der Kanzlerwürde ein. Weder 
Gregor VIII. noch Clemens III. schritten zur Ernennung eines Kanz- 
lers. In der Datirung der Privilegien erscheint ausschliesslich der 
Laterancanoniker und seit 1188 Subdiacon der römischen Kirche 
Moses als m vicem agens cancellarii *, welchen Titel er also genau in 
der Weise fortführte, als noch der Kardinalkanzler Albert über ihm 
gestanden hatte. In dem einen Fall datirte er anstelle des Kanzlers, 
in dem andern anstelle eines Kanzlers. Auch von Coelestin III. 
wurde er zunächst in gleicher Eigenschaft übernommen; am 20. Mai 
1191 datirt er zum letztenmal als „vicem agens cancellarii". Nunmehr 
triti aber ein Wechsel ein. Vom 3. Juni 1191 bis zum 1. Oktober 
1194 erscheint in der Datumzeile Aegidius Kardinaldiacon von S. 
Niccolö in Carcere Tulliano, aber ohne jeden Amtstitel, und nur aus- 
nahmsweise noch Moses, aber einfach als „sanctae Romanae ecclesiae 
subdiaconus Lateranensis canonicus." Gerade dass dieser Mann das 
„vicem agens cancellarii", das er sowohl bei Lebzeiten des Kanzlers 
als zur Zeit der Erledigung des Kanzleramtes ausnahmslos geführt 
hatte, nunmehr ebenso regelmässig weglässt, scheint mir von mass- 
gebender Bedeutung. Ein Kanzler war auch von Coelestin III. nicht 
ernannt worden. Kardinal Aegidius nennt sich niemals als solchen, 
und Moses datirt nicht mehr an Kanzlers statt. Aber die Stelle wurde, 
wie aus denselben Gründen hervorgeht, auch nicht mehr als offene 
geführt Es musste also gleich in der ersten Zeit Coelestins III. in 
irgend anderer Weise über die Kanzleileitung verfügt worden sein. 



• *) So lautet die Datumzeile Ende 1157, als Kardinal Roland als Legat von 
der Curie abwesend war : datum per manus Alberti S. Adriani diaconi cardinalis 
vicem domini Rolandi sancte Romane ecclesie presbiteri cardinalis et cancellarii 
gerentis ; vgl. dagegen : datum per manus Hermanni sancte Romane ecclesie sub- 
diaconi et notarii. Vgl. auch Bresslau UL. 1, 203. 



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Einleitung. XIII 

Ueber das Wie gestattet die Entwicklung in der Folgezeit vielleicht 
einen ßückschluss. Mit dem 1. Oktober 1194 verschwindet Kardinal 
Aegidius vom Schauplatz^ und seit dem 5. November 1194 erscheint 
in der Datumzeile ausschliesslich Gencius, Kardinaldiacon von S. Lucia 
in Orthea, aber nicht als Kanzler, sondern als Kämmerer. 1 ) 

Gencius Savelli, der seit Clemens III. das Amt des Kämmerers 
bekleidete, ist der bekannte Verfasser des Liber Censuum ecclesiae 
Romanae. und darin liegt wohl der Erklärungsgrund für die eben be- 
rührten ganz eigenartigen Verhältnisse. Das Werk sollte nach dem 
eigenen Zeugnis des Cencius vor ähnlichen älteren Arbeiten, die er 
„semiplena nee authentice scripta 44 nennt, zwei Dinge voraus haben: 2 ) 
Vollständigkeit und streng officiellen Charakter. Zweifellos hatte der 
Papst seinem Kämmerer hiezu auch alle Hilfsmittel und Hilfskräfte 
zur Verfügung gestellt. Ueber diese verfügte aber vor allem die päpst- 
liche Kanzlei. Sicher ist, dass ein Scriptor der Kanzlei, Willelmus 
Rofio, die Reinschrift des Zinsbuches der Kammer besorgt hat Er 
führt den Titel: clericus eiusdem camere ac cancellarie domini pape 
scriptor, eine Cumulirung, die im 15. Jahrhundert, dieser Blütezeit 
der Aemterhäufung, mehrfach zu belegen ist, zu Ende des 12. aber 
auffällt. 

Meiner Ansicht nach war gleich in der ersten Zeit Coelestins III. 
das Personal der Kanzlei wenigstens theilweise dem Kämmerer Cen- 
cius unterstellt worden ; nach dem Abgang des Kardinals Aegidius 
wurde die Kanzlei völlig mit der Kammer vereinigt. 

Es war dadurch ein Ausnahmezustand geschaffen, wie er früher 
und später niemals vorgekommen ist; und als solcher lässt er sich 
am besten aus der Hast und Schroffheit erkennen, mit der Innocenz III. 
gleich zu Beginn seiner Regierung mit den völlig aus dem Geleis ge- 
rathenen Verhältnissen aufgeräumt hat. Cencius gieng sofort seines 
einflussreichen Amtes verlustig und blieb die ganze Regierung Inno- 
cenz' HI. hindurch kalt gestellt. In der Kanzlei lebte der alte Kanzler- 
titel wieder auf. Es wurde zwar zunächst noch kein Kanzler ernannt, 
aber die leitenden Notare Raimund, Blasius und Johannes datirten 



l ) Bresslau 1, 201 A. 4 und Hinschius, Kirchenrecht 1, 439 A. 7 berufen 
sich darauf, dass dem Cencius auf zwei bei Mabillon, Museum Italicum 2, 166 
mitgetheilten Inschriften der Kanzlertitel beigelegt wird (cancellarius excelsae 
Urbis) : aber das beweist doch nur., dass er thatsächlich Amt, Stellung und Rechte des 
Kanzlers einnahm; officiell hat er beide Aemter nur, unter dem Titel „domini 
papae camerarius" versehen. Fahre, Etüde sur le Liber Censuum S. 3 lässt ihn 
mit ungenauer Anwendung des erst seit 1216 aufgekommenen Titels Vice- 
kanzler sein. 

*) Vgl. die Vorrede zum Liber Censuum in Fabre's Ausgabe. 



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XIV Einleitung. 

fortan wieder an Kanzlers statt, wie einst Moses vor Coelestin III. 1 ) 
Im Jahre 1205 endlich schritt der Papst wieder zur Ernennung eines 
Kardinalkanzlers. Von 1205 bis Ende 1212 erscheint in der Datum- 
zeile der grossen Privilegien Johannes, Kardinaldiacon von S. Maria 
in Cosmedin, als sancte Romane ecclesie cancellarius. Mit ihm schliesst 
die Reihe der Kardinalkanzler der römischen Kirche; denn nach 
seineift Tod gieng Innocenz III. nicht sofort an die Neubesetzung; es 
trat vielmehr wieder Stellvertretung ein. Als aber Innocenz III. ge- 
storben war, brachte die Papstwahl wieder eine Ueberraschung. Cen- 
cius, der unter Coelestin III. allmächtige, unter Innocenz HL zurück- 
gesetzte, gieng aus dem Wahlgang von Perugia am 18. Juli 1216 als 
Papst Honorius III. hervor. Es war nicht anders zu erwarten, als 
dass er irgendwie gegen die Verfügungen seines Vorgängers reagiren 
und an die Verhältnisse unter denen er selbst einst die Kanzlei ge- 
leitet hatte, anknüpfen würde. Und das geschah denn auch. Er hat 
der Kanzlei zwar ihre Selbstständigkeit belassen, aber die Stellung 
des Kanzleichefs dauernd herabgedrückt. Die Kanzlerwürde, die nach 
dem Herkommen der Curie mit dem Kardinalat verknüpft war, wurde 
nunmehr überhaupt aufgelassen. Dem entsprach auch eine sprachliche 
Neuerung. Anstelle des „vicem agens cancellarii", wodurch bis- 
her die jeweilige vorübergehende Vertretung bezeichnet worden war, 
führte der nunmehr ständige Amtsleiter den Titel „sanctae Romanae 
ecclesiae vicecancellarius" ; als solcher erscheint zuerst am 11. Novem- 
ber 1216 schon wenige Monate nach der Wahl Honorius' III. Ray- 
nerius, Prior von St. Fridian in Lucca. Die Massregel Honorius 7 III. 
war einerseits eine fiscalische, andererseits durch die Rivalität zwischen 
Kanzlei und Kammer beeinflusst. Der Papst hat dabei den ehemaligen 
Kämmerer nicht verleugnet. Der Chef der Expeditionsbehörde sollte 
vor dem der Verwaltungsbehörde nichts voraushaben, und da dem 
Kämmereramt der Kardinalsrang nicht an sich zukam, wurde er auch 
dem Kanzleramt genommen oder richtiger das Kanzleramt in der 
bisherigen Form aufgelassen. 

Die Neuerung Honorius 1 III. hat sich das ganze 13. Jahrhundert 
hindurch fast ohne Schwankungen dauernd behauptet. An die Stelle 

*) Vgl. Delisle, Memoire sur les actea d'lnnocent III. S. 44. Wenn in einem 
in der Collectio bullarum sacros. basilicae Vaticanae 1, 80 gedruckten Privileg 
(Mathaeo abbati Heremi Maiellanae „Justis religiosorum desideriis") von Ende 
April 1199 die Datumzeile lautet: Datum Laterani per manus Raynaldi domini 
papae notarii camerarii vicem agentis, so ist dies vielleicht nur Ueber- 
lieferungsfehler der, wie der Herausgeber (Anm. e) zugibt, keineswegs correc- 
ten Kopie. Andernfalls wäre es eine wichtige Reminiscenz an die eben vor- 
angegangenen Verhältnisse. 



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Einleitung. XV 

des Kirchenförsten, der als Kardinal im Staatsrath der Curie, dem 
Consistorium, sass, in den politischen Tagesfragen mitsprach, an der 
Kirchenregierung theilnahm und dadurch sowie durch Legationen der 
Kanzlei auf längere oder kürzere Zeit entzogen war, traten Männer 
von meist gelehrter Vorbildung 1 ), die ihre Carrifere vielfach in der 
Kanzlei selbst genommen hatten und mit den ihnen zunächst unter- 
stehenden Beamten, den Notaren, dem Corrector und dem Auditor 
contradictarum, in enger amtlicher und gesellschaftlicher Berührung 
standen. Dass dies gerade zur Zeit der Ausgestaltung und Godifici- 
rung des Geschäftsganges geschah, wurde für den Charakter des Amtes 
für alle Zukunft von entscheidender Bedeutung. Es wurde dadurch 
die aUmählige Loslösung des Kauzleichefs von jedem engeren Zu- 
sammenhang mit Kanzlei und Kanzleigeschäft verhindert. Auch als 
der Vicekanzler längst wieder Kardinal geworden war, blieb er in 
erster Linie Bureauchef. 

Die dauernde Vereinigung des Vicekanzleramts mit dem Kardi- 
nalat trat zu Beginn der Avignonesischen Zeit ein, 2 ) ohne dass man 
jedoch wieder zum alten Kanzlertitel zurückgriff, sei es, dass der 
Vicekanzlertitel sich im Amtsleben bereits zu sehr eingebürgert hatte, 
sei es, dass man von der Anschauung ausgieng, dass der oberste Chef 
der Kanzlei und eigentliche cancellarius der Papst selbst sei, der 
durch Signirung der Suppliken, durch die Entscheidung über die lit- 
terae legendae und durch die Beeinflussung der politischen Corre- 
spondenz reichlichen persönlichen Antheil an den Geschäften der 
Kanzlei nahm. 

Nachdem wir diese Verhältnisse, auf die ich noch wiederholt zu 
verweisen haben werde, im Zusammenhang verfolgt haben, führt uns 
unsere Untersuchung zurück zu dem Mann, dem die Kanzleileitung 
die entscheidende Umgestaltung verdankt, und zu seinem Werk, dem 
Liber Censuum. Cencius hat der Aufzählung der Zehentbezüge der 
römischen Kirche den Bisthumskatalog zugrunde gelegt. Aufzeich- 
nungen über die Metropolitan- und Diöcesanverfassung waren an der 
römischen Curie von Alters her geführt worden. 8 ) Und auch der Ge- 
danke, diese Liste für das Zehentregister zu verwerten, ist nicht neu. 



l ) Der Vicekanzler Innocenz* IV., Wilhelm, führt den Titel magister scola- 
nim Parmensium" (vgl. S. 60) und Richardus de Senis, Vicekanzler Bonifaz VIII. 
war Mitarbeiter am Liber Sextus Decretalium (vgl. die Promulgationsbulle). 

*) Bresslau UL. 1, 210. 

») Vgl. Rattinger „Der Patriarchatssprengel Constantinopel zur Zeit der 
Lateinerherrschaft", Hisl Jahrb. 2, 39—41. Vgl. überdies das Provmciale aus 
dem Albinos bei Cenni, Monumenta dominationis pontificiae 2, S. XIV. ff. 



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XVI Einleitung. 

Bereits das wenige Jahre vor dem Cencius fertig gestellte Zinsbuch 
des Albinus ist danach geführt. 1 ) Dem Cencius fällt auch hierin nicht 
das Verdienst der Erfindung, wohl aber das der gewandten und sorg- 
faltigen Verwertung zu. Ein Vergleich der nur um etwa 4 Jahre 
auseinander liegenden Arbeiten zeigt, dass Cencius eine vollständige 
Eevision und Neuredaktion der vielfach lückenhaften Liste des Albi- 
nus vorgenommen hat. 

Die Bisthumsliste des Eammerbuchs wurde dann zum Adressbuch 
der Kanzlei umgestaltet. Aus der Aufzählung des Cencius: in archi- 
episcopatu Panormitano, in episcopatu Agrigentino, in episcopatu Ma- 
zarensi, in episcopatu Milevitano wurde: Panormitana metropolis hos 
habet suffraganeos : Agrigentinum, Mazarensem, Milevitanum. In dieser 
Form hat das Provinciale bereits im Jahre 1200 bestanden. Wir be- 
sitzen hiefär das Zeugnis des Giraldus Cambrensis, dessen Werk „De 
iure et statu Menevensis ecclesiae" auch sonst eine wahre Fundgrube 
für Rechtsleben und Geschäftsgang am Hof Innocenz' IIL bildet. 2 ) 
Der Mann ist eine eigenartige Erscheinung. Aus vornehmem britischen 
Geschlecht entsprossen, kämpft er für die Unabhängigkeit der Kirche 
von Wallis gegen Canterbury, als überzeugter Anhänger des Papal- 
systems und strammer Reformer verficht er den engen Anschluss an 
Born und eifert gegen die Priesterehe nnd andere provincielle Eigen- 
arten in der britischen Kirche. Nach Born war er 1199 gekommen, 
um einerseits die Anerkennung seiner Wahl zum Bischof von St. Da- 
vids, andererseits die Unabhängigkeit seiner Kirche durchzusetzen. 
Allein gerade der Kampf nach zwei Seiten hin ward ihm verderblich. 
Von Canterbury als Brite heftig befehdet und von den eigenen 
Stammesgenossen als Eiferer imstich gelassen, verlor er seinen Process 
in dem Augenblick, als er die letzte Mark Silber an der Curie ver- 
wechselt hatte. 

Die Unterredung mit Innocenz III., die uns hier zu beschäftigen 
hat, fallt ins Jahr 1199 — 1200. Da das Verhältnis der Kirche von 
Wallis zu Canterbury zur Sprache gebracht war, liess der Papst das 
Begister holen, in dem alle Erzbisthümer und Bisthümer der Reihe 
nach verzeichnet standen; 3 ) und da las man folgendes: Cantuarien- 



*) Cenni 1. c. S. XXXLX. ff. 

*) Das Verdienst als erster darauf aufmerksam gemacht zu haben, gebührt 
Denifle (Archiv f. Lit. u. Kirchengeschichte des Mittelalt. 2, 56 A. 5). 

8 ) Giraldus Cambrensis, de iure et statu Menevensis ecclesiae, distinet IL 
opp. ed. Brewer 3, 165: precep it papa registrum afferri, ubi de universo flde- 
lium orbe singulorum regnomm tarn metropoles per ordinem quam earum quoque 
Buffraganeae numerantur ecclesiae pontificales. 



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Einleitung. XVII 

sis metropolis suffraganeas habet ecclesias istas: Eoffensem, Londo- 
niensem etc. ; es folgte dann die Rubrik „De Wallia", worauf der 
Text fortfuhr: In Wallia Meneveusis ecclesia, Landavensis, ßango- 
riensis et de Sancto Assaph. Wir sehen, die Fassung ist bereits die 
des Diöcesankatalogs, in der Weise, dass das Erzbisthum an der Spitze 
steht und die ßisthümer im Accusativ folgen; aber nur diese älteste 
Fassung des reinen Provinciale und der Cenciustext haben die Rubrik 
„Wallia" und die Aufzählung der Walliser Bisthümer im Nominativ 
gemein, während in den zahlreichen späteren Texten des Provinciale 
auf Heliensem, den letzten englischen Suffragan von Canterbury, ohne 
jeden Absatz und im Accusativ folgen: Menevensem, Landavensem, 
Bangorensem, de Sancto Asaph. Zwischen beiden Gruppen fallt eben 
der Process Giralds, nach dessen ungünstigem Ausgang jeder Best 
einer Sonderstellung der Walliser Kirche wie in Wirklichkeit so auch 
im officiellen Bisthumskatalog der römischen Curie verschwand. 

Für die Abzweigung des nur in diesem kargen Bruchstück er- 
haltenen ältesten Provinciale aus dem Liber Censuum bleibt uns also 
der kurze Zeitraum von etwa 7 Jahren (1192 — 1199); ob sie noch 
unter der Amtsführung des Cencius selbst oder in der ersten Zeit In- 
nocenz' III. erfolgte, muss dahingestellt bleiben. 

Von diesem Zeitpunkt an hat das Provinciale zahlreiche und ver- 
schiedenartige Verbreitung gefunden. Vor allem wurde es in der 
Kanzlei weitergeführt und ergänzt, ohne dass auf zwei Jahrhunderte 
hinaus je wieder eine völlige Umarbeitung stattgefunden hätte. Neue 
Bisthümer und Metropolitansitze wurden in die bisherige Liste ein- 
gefügt oder, wie die griechisch-bulgarischen, angereiht, ohne dass der 
ursprüngliche Bestand dadurch berührt wurde. Riga, Prag und Thou- 
louse blieben beispielsweise auch weiterhin als Suflragane von Bremen, 
Mainz und Narbonne stehen. 1 ) Ausserdem aber sind zu verschiedenen 
Zeiten Abschriften aus dem Provinciale gemacht und wieder einzeln 
verbreitet worden. 2 ) 

*) Vgl. Erler, Liber Cancellariae S. XVI. Es scheint mir der wesentliche 
Fehler in der schon erwähnten trefflichen Arbeit Rattingers, dass er (Hist. Jahrb. 
2, 38 und 42) die Fortfuhrung des Provinciale wenigen bestimmten Redaktionen 
zuweist und dafür auch bestimmte Verfasser sucht, nämlich für die Umarbeitung 
von c. 1210 abermals den Cencius und für die spätere im 14. Jahrhundert den 
Kardinal Nikolaus Roselli. 

*) Vgl. die Zusammenstellung der Ausgaben bei Rattinger, 1. c. 25—26 und 
Röhricht, Bibliotheca geographica Palaestinae S. 7—8; ferner die bei Fabre, le 
Liber Censuum, S. 51 A. genannten Hss. Für Kopirung an der Curie selbst vgl. 
Ehrle, Historia bibliothecae Romanoi;um pontificum, S. 163 Nr. 32 : Die II. men- 
sis septembris [sc. 1346] solvimus Roberto Carpentarii clerico pro scribendo 

T»ngl , Pipstl. Kanzleiordnungen. II 



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XVIII Einleitung. 

Auf die zahlreichen Ausgaben und noch zahlreicheren Hand- 
schriften einzugehen, würde Zweck und Rahmen dieser Darlegung 
weit überschreiten. Nur die wenigen Handschriften, die uns das 
Provinciale in Verbindung mit dem Kanzleibuch oder Theilen des- 
selben überliefern, werden hier kurz zu berücksichtigen sein; denn die 
Ueberlieferung des Provinciale gibt dabei eine Handhabe zur Beur- 
theilung von Alter, Güte und gegenseitigem Verhältnis der Hand- 
schriften. — Die nahe Verwandtschaft zum Cencius tritt besonders 
bei der ältesten Handschrift, dem Bologneser Codex 275 (H) deutlich 
hervor. In beiden fehlen mehrere italienische Bisthümer: Marsico 
unter Salerno und Cajazzo unter Gapua, deren Bischofsreihe seit dem 
8. Jahrhundert ziemlich vollständig überliefert ist, wohl nur aus Ver- 
sehen; andere, wie S. Leonis unter S. Severino, Sapi unter Sorrent, 
Sagone unter Pisa, Nebbio unter Genua, sind zwar alten Ursprungs, 
scheinen aber im 12. und 13. Jahrhundert theils ganz erloschen zu 
sein theils nur ein schattenhaftes Dasein gefristet zu haben. 1 ) H und 
Cencius haben auch gemeinsam die Doppeleinreihung von Arbe, Sinj 
und Nona unter Zara und Spalato. Eine weitere nahe Verwandtschaft 
ergibt sich bei Antivari. Obwohl im 12. Jahrhundert bereits Erzbis- 
thuin, wurde es von Cencius irrthümlich als Suffragan von Bagusa 
eingestellt. 2 ) Dem entspricht nun, dass auch H nach dem letzten 
Suflragan von Bagusa Biduanensem im Accusativ fortfahrt Antiva- 



uno provincialiin pargamenacontinentenomina omni um eccle- 
siarum cathedralium et titulorum dominorum cardinalium XX. 
8ol. In der päpstlichen Kammer wurde das Provinciale spater noch zur alpha- 
betischen Liste der Bisthümer und Erzbisthümer umgestaltet, wobei neben den 
Namen die Höhe des im Falle der Neubesetzung zu zahlenden servitium com- 
mune verzeichnet stand. Eine dieser seit dem 15. Jahrhundert sehr zahlreichen 
H8s. hat Döllinger, Materialien zur polit. u. Kirchengeschichte der 6 letzten Jahr- 
hunderte 2, 1 ff. veröffentlicht. Vgl. auch Ehrle 1. c. 166 Nr. 35: Die 
IX. mensis septembris [sc. 1354] soluti fuerunt Johanni Annoü clerico com- 
moranti Avinione pro scribendo in pergameno tabulam provin- 
cialem cum summis serviciorum pro camera apostolica necessa- 
riorum V. flor. 

') Für die Einzelheiten und Belege verweise ich auf die ausführlichen sach- 
lichen Anmerkungen bei Fabre. Nur soweit dessen Cenciusausgabe bisher reicht, 
konnte der Vergleich mit Sicherheit durchgeführt werden, da die erst von Fabre 
vorgenommene strenge Scheidung zwischen ursprünglichem Bestand und späteren 
Nachtragen hiefür noth wendige Voraussetzung ist. 

*) Dies hatte unter anderem zur Folge, dass Innocenz III. in der ersten 
Zeit seines Pontificats dem Erwählten von Antivari durch seine Legaten das 
Pallium übersandte, ihnen aber sofort schrieb, ob sie denn nicht im Liber Cen- 
suum gelesen hätten, dass Antivari gar nicht Erzbisthum sei. (Potth. 566, 567, 
Fabre, Etüde sur le Liber Censuum S. 4). 



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Einleitung. • XIX 

rensem und hiezu erst vermerkt: hie est metropolis et sequentes sunt 
eius suffiraganei. 1 ) Gemeinsam in H, dem Kanzleibuch Dietrichs von 
Nieheim (E) und dem Gencius ist auch Rieti den suburbicaren Bis- 
thümern angereiht, während es früher bei Albinus 2 ) und in späteren 
Ueberlieferungen des Provinciale 8 ) unter Spoleto erscheint. Gerade 
dies führt uns auf einen engbegreuzten Zeitraum. Rieti gehörte von 
Alters her und auch wieder seit dem 2. Jahrzehnt des 13. Jahrhun- 
derts zum Herzogthum Spoleto. 4 ) Nur ganz vorübergehend wprd es 
zum Patrimonium geschlagen, als Coelestin III. unmittelbar nach dem 
Tod Heinrichs VI. in der letzten Zeit seines Pontificats den beschei- 
denen Anfang zu den späteren Recuperationen dadurch machte, dass 
er Rieti als Eigenthum der römischen Kirche erklärte. 5 ) Diesem Vor- 
gang entsprach es, dass der Name im Liber Gensuum unter .,in Mar- 
sia", wo er ursprünglich verzeichnet stand, getilgt und neben Tivoli 
unmittelbar den suburbicaren Bisthümern angereiht wurde. 6 ) In die- 
ser Form gieng , die Liste des Cencius ins Provinciale der Kanzlei und 
die daraus abgeleiteten Handschriften H und E über. Zwischen dem 
Cencius und unseren Handschriften ergibt sich nur ein wichtiger 
Unterschied in der Anordnung. Cencius führt nach den suburbicaren 
Bisthümern nur noch die der römischen Campagna an, geht dann zu 
den sicilischen und unteritalischen Kirchenprovinzen über, reiht nun 
erst die Bisthümer in Marsien und dem römischen Tuscien an und 
lasst die im Herzogthum Spoleto erst nach der Kirchenprovinz Pisa 
folgen. In der späteren Ueberlieferung aber finden wir alle unmittel- 
bar unter Rom stehenden mittelitalischen Bisthümer in geschlossener 
Reihe vereinigt. Der beste Beweis der späteren Ueberarbeitung ist 
hiebei, dass diese Zusammenstellung in H mit der Ueberschrift : „lsti 
sunt episcopi sub Romano pontifice, qui non sunt in alterius provincia 
constituti" auf dem ersten Blatt getrennt dem eigentlichen Beginn des 
Provinciale. „In civitate Romana sunt quinque ecclesie que patriarchie 
dieuntur" vorangessellt ist. 7 ) In die kurze Spanne Zeit zwischen beiden 



') Ausser H nur noch die eine Hs. bei Schelstrate, Antiquitas ecclesiae 
Seite 751. 

*) Cenni, Monumenta dominationis pontificiae 2, XL. In der ebenda 
S. XXXIV enthaltenen Liste der exempten Bisthümer erscheint es unter „In Marsia." 

•) Schelstrate 1. c. 747. Miraeus, Notitia episcopatuum orbis Christiani 2. 
Hs. C. meiner Ausgabe. 

4 ) Picker, Forschungen zur Reichs- und Rechtsgeschichte Italiens, 2, 243; 
noch 1185 gebietet dort Konrad v. Uerslingen, der Herzog von Spoleto. 

*) Ficker 1. c. 2, 370. 

fl ) Fabre le Liber Censuum. S. 11 und 15. 

7 ) In gleicher Weise in der ältesten bisher veröffentlichten selbststandigen 

II* 



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XX * Einleitung. 

Bearbeitungen fällt die durch die Recuperationen Innocenz' III. her- 
beigeführte Umwälzung. 

Die Aufzählung der Bisthümer im Ducat von Born, der Cam- 
pagna, im römischen und langobardischen Tuscien, im Herzogthum 
Spoleto, der Mark Ancona und der Bomagna bedeutet eben nicht nur 
ein kirchliches sondern von nun an auch ein politisches Ganze, den 
durch Innocenz III. geschaffenen Kirchenstaat. 1 ) 

Versuchen wir es nun, das Alter des in H überlieferten Provin- 
ciale festzustellen, so finden wir die c. 1210—1212 durchgeführte Or- 
ganisation der griechischen Kirche bereits aufgenommen, 2 ) Interamna, 
das bis 1218 mit Spoleto vereinigt war, von diesem getrennt 3 ) und 
unter den Suffraganen von Salzburg bereits auch Ghiemsee (1215), 
Seckau (1218) und Lavant (1225— 28.) 4 ) 

Minder sicher lässt sich die Grenze nach oben hin ziehen. Es 
fehlt unter den ungarischen Bisthümern das Anfang 1229 gegründete 
Sirmium 6 ); und wir gelangten dadurch zu einer ganz eng gezogenen 
Grenze. Allein H hat an dieser Stelle überhaupt eine grössere Lücke, 
indem alle Namen von Waradiensem (unter Kalocza) bis Lubucensem 
(unter Gnesen) fehlen. Es muss also völlig dahingestellt bleiben, ob 
H den Namen Sirmium in seiner Vorlage bereits vorfand oder 
nicht. Hervorzuheben ist ferner, dass diese Auslassung nicht der 
einzige Flüchtigkeitsfehler in H. ist; es fehlen ausserdem Sarsina 
(unter Bavenna), Corbavia (unter Spalato) Soissons (unter Beims), 

Ueberlieferung des Provinciale (2. Jahrzehnt des 13. Jahrh.) bei Schelstrate 1. c. 
2, 747. Auch im Cod. authenticus des Cencius wurden eine Reihe von den 
neuen Verhältnissen Rechnung tragenden Correcturen angebracht; vgl. darüber 
Fahre, S. 51 A., der auch die Verschiedenheiten der ihm bekaunten Provinciale- 
Hss. daraufhin eingehend verfolgt. 

! ) Einen davon wesentlich verschiedenen Charakter trägt das aus Albinus 
geschöpfte Verzeichnis aller exempten Bisthümer (Cenni. 1. c. 2, XX XIV), das 
neben den mittelitalischen auch die langobardischen, burgundischen, spanischen 
und schottischen enthält. 

>) Rattinger 1. c. 30, 32. 

8 ) Die Abtrennung verfugte Honorius III. am 13. Jänner 1218 (Bull. Roman. 
Ed. Taurin. 3, 337). 

<) Die Vorverhandlungen über die Gründung fallen ins Jahr 1225; 1226 
wurde die Gründung selbst vollzogen; aber erst am 10. Mai 1228 setzte Erzb. 
Eberhard von Salzburg das Verhältnis der neuen Diöcese endgiltig fest und 4 
Tage später wurde der seit 1227 als „electus" nachweisbare erste Bischof Ulrich 
feierlich geweiht, (vgl. Meiller, Salzburger Regesten S. 235 ff. Nr. 291, 292, 300, 
317, 318.) Für Eintragung des Namens im officiellen Verzeichnis der Curie 
scheint mir eher das spätere Stadium wahrscheinlich. 

*) Vgl. die Bullen vom 20. Jänner 1229 (Bull. Roman. Ed. Taurinensis 3, 
442) und vom 3. März 1229 (Theiner, Monum. Hung. 1, 88 Nr. 158, 159). 



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Einleitung. XXI 

Bath (Wells) und Norwich (unter Canterbury), durchaus Namen, die 
sich im Cencius und E finden, demnach auch in der Vorlage von H 
gestanden haben dürften. Die Zahl der Auslassungen ist gegenüber 
den rund 1000 Namen nicht bedeutend; bestimmte Schlüsse aus dem 
Wegbleiben eines einzelnen Namens zu ziehen, ist aber trotzdem miss- 
lich. Mit Sicherheit wird man nur nach dem Fehlen ganzer Gruppen 
urtheilen können. 1 ) Nun vermissen wir die um die Mitte de3 13. Jahr- 
hunderts errichteten italischen Bisthümer Aquila [1257], Atri [1252] 
und Noli [1246] 2 ); auch die 1244 erfolgte Uebertragung des Bischofs- 
sitzes von Antibes nach Grosse ist noch nicht berücksichtigt 8 ) ; es fehlt 
das Erzbisthum Riga mit allen seinen Suffraganen. Der Erzbischof 
von „Livland, Esthland und Preussen" erhielt von Papst Alexander IV. 
am 20. Jänner 1255 die Erlaubnis, seinen ständigen Sitz in Riga zu 
nehmen und am 31. März desselben Jahres wurden die Rechte des 
neuen Erzbisthums bestätigt. 4 ) Allein die Organisation der Livlän- 
dischen Kirchenprovinz hatte sich nicht mit einem Schlag vollzogen 
sondern war das Ergebnis einer halbhundertjährigen Entwicklung. 
Bereits 1211 — 12 ist das 1224 nach Dorpat übertragene Bisthum Leal 
nachweisbar 6 ), das von Semgallen seit 1219 6 ), ohne dass wir sie in 
unserer und anderen gleichzeitigen Provinciale-Handschriften fänden. 
Das zeigt wohl, dass man erst dann zur Eintragung schritt, als 1255 
die Metropolitanverfassung endgiltig festgestellt war. Von den neu- 
gegründeten Bisthümern in Spanien fehlt die ganze Kirchenprovinz 
Sevilla [Ei-zbisthum seit 1249] 7 ) und das seit 1255 bestehende Bis- 
thum Badajoz; 8 ) endlich Mallorca [unter Tarragona]. Am 15. Juli 
1337 gab Gregor IX. Auftrag, für die Besetzung des Bischofsitzes zu 
sorgen, und am 12. Okt. 1238 wird ein Bischof Raimund genannt; 
aber bereits am 20. Dec. 1230 hatte Gregor IX. den Wunsch des 



l ) Zu demselben Schluss gelangt auch Erler 1. c. XVIII. So dürfte auch der 
Umstand, dass das Bisthum Sithia auf Greta in H fehlt und in £ erst von an- 
derer Hand eingefügt ist, auf einen Mangel der gemeinsamen Vorlage zurückzu- 
führen sein. Vgl. Rattinger l. c. 33 A. 2. und andererseits Simonsfeld, Beiträge 
zum p&petl. Kanzleiwesen, Sitzungsberichte der k. bair. Akad. d. Wiese na eh. phil. 
Classe, 1890, 2, 220. 

*) Potth. 16740, 14547, 12192. 

•) Gallia Christiana 3, 1145 und 1158—59. 

*) Bunge, Iivländ. ÜB. 1, 361 Nr. 279 und 364 Nr. 282. 

*) Bnnge, 1. c. 230 Nr. 23 und 2, 64 Nr. 61, 69 Nr. 64. 

a ) Bunge 1. c. 2, 49 Nr. 43. 

*) Potth. 13379-80. 

8) Potth. 16066. 



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XXII Einleitung. 

Königs von Arragonien, in Mallorka ein Bisthum zu gründen, zuge- 
stimmt und ihn aufgefordert, dasselbe entsprechend zu dotiren. 1 ) 

Nach allem können wir sagen, dass das im Bologneser Codex 
überlieferte Provinciale der Zeit um 1230 entspricht. 

Anderthalb Jahrhunderte später hat Dietrich von Nieheim das 
Provinciale aus derselben Quelle, dem authentischen Kanzleibuch, auf- 
gezeichnet (E) und bringt nun alle unter Bonifaz VIII., Johann XXII. 
und Clemens VI. vorgenommenen Aenderungen. Ob er dabei die viel- 
fach vermerkten genauen Daten in seiner Vorlage fand, oder ob wir 
die Hinzufügung derselben seiner historischen Ader verdanken, muss 
dahingestellt bleiben. 

Eine um etwa 2 Jahrzehnte jüngere Kopie aus E, der Cod. Ottob. 
lat. 911 (0) nahm dann noch die in E von anderer Hand nachge- 
tragenen Aenderungen unter Urban VI. und Bonifaz IX. in den Con- 
text auf, so dass wir die Ausgestaltung des Provinciale im Kanzlei- 
buch durch rund zwei Jahrhunderte verfolgen können. 

Zwischen H und E fällt das Provinciale im Formelbuch aus dem 
2. Band der Papierregister Clemens' VT. (C) Es ist unter Johann XXII. 
geschrieben und enthält die Neugründungen Bonifaz' VIII., von denen 
Johannes XXII aber nur Vabres unter Poitou, immerhin ein Zeichen, 
dass der Schreiber von der am 13. August 1317 erfolgten Neugrün- 
dung bereits Kunde hatte. Im übrigen weicht C in Lesearten und 
Reihenfolge so ab, dass eine directe Herleitung von C aus dem offi- 
ciellen Provinciale ausgeschlossen ist. 

Mit dem Provinciale war ein für den Amtsverkehr der 
Kanzlei unentbehrliches Handbuch geschaffen, an dass ich im Lauf 
der Zeit Verordnungen, Eide und Formeln naturgemäss angliedern 
konnten. Der Bisthumskatalog hat denn auch als Kern und ältester 
Theil dem Kanzleibuch bis weit ins 14. Jahrhundert hinein den 
Namen gegeben. Es hiess Liber Provincialis, einfach Provincialis oder 
Provincialis Cancellariae 2 ) ; erst 1380 begegnet* in den Trans- 

*) Potth. 8638, 10415, Garns, Kirchengeschichte Spaniens 3, 1. Abth. 216. 
Auvray, Reg. Greg. IX. Nr. 523—24. Die Sicherheit eines daraus zu ziehenden 
Schlusses wird dadurch beeinträchtigt, dass der Name auch in E fehlt, ein Man- 
gel der gemeinsamen Vorlage also wahrscheinlich ist. 

9 ) Vgl. zunächst die Citate im Eanzleibuch selbst: S. 40, Juramenta VI. c- 
d. tazationes scriptas et insertas in provinciali cancellarie. S. 62, Con. 
stitutiones V mit Verweisung auf I. : sicut in provinciali scriptum est. S. 65, 
VII. 1 mit Verweisung auf II. 3 : prout in provinciali cancellariae ple- 
nius continetur S. 82, IX. 89: item de hiis que continentur in provinciali. 
S. 30), Formulae C I. 6: secundum quod sunt in provinciali. 8. ut est in 
provinciali. 9: uf poneretur in provinciali. 11: indulgentias in pro- 
vinciali cancellarie scriptas. 



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Einleitung. XXIII 

sompten Dietrichs von Nieheim zum erstenmal dafür die Bezeichnung 
„Liber Cancellariae", die von da an die herrschende geworden ist. 

Suchen wir nun die allmählige Angliederung der Kanzleiordnun- 
gen an das Provinciale zu verfolgen, so haben wir bei den älteren 
Theilen zwischen Entstehung überhaupt und Aufnahme ins Kanzlei- 
buch wohl zu scheiden; denn während sich die letztere vor dem 3. 
Jahrzehnt des 13. Jahrhunderts nicht nachweisen lässt, reicht das 
Alter einzelner Bestimmungen noch in das 12. Jahrhundert zurück. 
Die eine dieser Verfügungen regelt die Bezüge der Kanzlei an Geld 
und Naturalien. 1 ) Da als Kanzleichef noch der Kanzler genannt wird, 
ist sie jedenfalls vor 1216 entstanden. 2 ) Einen weiteren Anhaltspunkt 
gibt der Schlusssatz. Die Eintragung erfolgte ursprünglich nicht im 
Kanzleibuch, das in dieser Weise wohl noch nicht bestand, sondern 
im Liber Censuum und wurde daraus erst später für das erstere kopirt 
und zwar von der letzten Seite der 11. Lage. Fahre schloss 
daraus mit Recht, dass das Citat auf den Codex authenticus weise. 
Leider fehlen jetzt aber gerade in jener Handschrift, die alle Merk- 
male dieser Authenticität trägt, dem Cod. Vat. lat. 8486, die 10. und 
11. Lage. Aus dem daraus abgeleiteten Cod. Biccardianus 228 kennen 
wir aber wenigstens den Inhalt der fehlenden Blätter verlässlich und 
daraus wird in der That wahrscheinlich, dass unmittelbar nach dem 
Senatoreneid als Nr. 60 und 61 als letzte Eintragung auf der nun 
fehlenden 11. Lage stand: de procuratione, que datur curie Romane 
und de procuratione que datur pape et cardinalibus. 8 ) Infolge dieser 
Lücke in der Handschrift sind wir auch nicht in der Lage festzu- 
stellen, ob die Eintragung von erster Hand herrührt, also bereits 1 192 



Ausserhalb des Kanzleibuchs: Originalbulle Gregors IX. für das Kloster 
Seitz vom 17. Nov. 1228 mit dem Vermerk: ascultetur cum provintiali 
(Diekamp, Mittheil. d. Instituts f. österr. GF. 3, 600). Innocenz IV. 1247 April 
9 .für das Hospiz auf dem grossen St. Bernhard (Registereintragung) ut habetur 
in pro vinciali cancellari ae (Acta pontificum Helvetica 1, 199 Nr. 320; 
vgl. Mittheil. d. Institut f. österr. GF. 13, 639). Bulle „Cum ad sacrosanctae" 
Johanns XXII. (Extravag. Johannis XXIL tit. 13. Friedberg Corp. iur. can. 2, 
1218) : secundum taxationem litterarum ipsarum, quae inlibro provincial 
invenitur esse conscripta. 

S. 53 Constit. I. 

*) Bresslan, UL. 1, 257 Nr. 30. 

•) Vgl. darüber Fahre, Etüde sur le Liber Censuum 171—172 und 200 A. 
1; derselbe in Melanges d'archäologie et d'histoire 3, 342 A. 4 und 350 und 
meine Ausführungen in Mittheil. d. Instituts f. österr. GF. 14, 498—99. Damit 
stimmt auch, dass Merkel, Arch. stör. Ital. append. 5, 151 Nr. XU aus Cod. Ric- 
car<J. unmittelbar nach dem Senatoreneid unser Stück „Cum datur procuratio" 
druckt. 



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XXIV Einleitung. 

erfolgte, oder erst später nachgetragen wurde. 1 ) Der eigenartigen 
Stellung des Cencius und der kanzlerlosen Zeit entspricht sie auch 
inhaltlich vollkommen. — Pabre hat aus dem erwähnten Citat noch 
einen weiteren Schluss gezogen. 2 } Frühestens im Jahre 1236 wurden an 
der Spitze der Handschrift eine Lage und zwei Doppelblätter eingefügt, 3 ) 
dadurch wurde, meint Fabre, die ursprünglich 11. Lage zur 12. Nur 
bis 1236 konnte daher der Kopist das heutige f. 98, auf dem die 
Eintragung gestanden haben musste, als das letzte Blatt der 11. Lage 
bezeichnen; die Uebertragung des Stückes in den Liber Cancellariae 
müsse daher vor 1236 erfolgt sein. — So bestechend der Schluss auf 
den ersten Blick scheint und so willkommen er für die Geschichte des 
Kanzleibuchs wäre, erweist er sich bei näherer Erwägung doch als ziemlich 
unsicher. Zwar besass der Liber Censuum weder eine ursprüngliche 
noch eine spätere Lagenbezeichnung/) so dass der Kopist die Lage 
auf der die Eintragung stand, nicht einfach ablesen konnte sondern 
nachzählen musste; ob aber einem curialen Schreiber nicht soviel 
Unterscheidungsvermögen zuzutrauen ist, dass er seine Zählung auch 
nach 1236 unbekümmert um seitherige Einschiebsel erst auf f. 11 bei 
„Incipit liber censuum" etc. begann und daher mit f. 98 nach wie 
vor beim letzten Blatt der 11. Lage anlangte, scheint mir denn doch 
zu erwägen. 

Ein sicherer terminus ad quem ist der Verweis in Constit. V. 4, 
der die Eintragung ins Kanzleibuch als bereits erfolgt voraussetzt. — 
Ungefähr derselben Zeit wie Nr. I gehört die älteste uns erhaltene 
Verfügung über die Erledigung der Petitionen an. 5 ) Bresslau setzte 
sie in die Mitte des 13. Jahrhunderts 6 ) und schloss dies aus der Form 
„breviator", die in gleicher Weise in den Kanzleiverordnungen des 
Lyoner Concils bezeugt 7 ) ist. Es ist richtig, dass die Conceptsbeamten 
bald darauf abbreviatores hiessen; 8 ) wie lange sie aber schon früher 
und zwar unter dem Namen breviatores bestanden, müssen wir bei 
dem Mangel an irgendwelchen Nachrichten darüber ganz dahingestellt 



! ) Ich habe dementsprechend als Zeitgrenzen in der Ausgabe angenommen : 
1192 (Ursprüngliche Anlage des Liber Censuum) und 1216 (Aufhören des Kanz- 
lertitels). 

*) Etüde 200 A. 1. 

») Jetzt f. 1—10. 

4 ) Freundliche Mittheilung des Herrn Dr. Teige, 

8 ) S. 53. Constit. II. 

«) ÜL. 1, 257—258. 

*) S. 58. Constit. HI. 14. 

*) So bereits unter Alezander IV. Constit. IV. 4, wenn der Text Dietrichs v. 
Nieheim an dieser Stelle verlässlich ist. 



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Einleitung. XXV 

* 

sein lassen. 1 ) Ich möchte eine genauere Einreihung aus der Fassung 
des ersten Absatzes zu begründen versuchen. Als Mittelspersonen 
zwischen Papst und Notaren, aus deren Händen letztere die Petitionen 
entgegen nehmen, werden genannt: „einer der Kardinäle, ein Kaplan 
oder der Kämmerer". Es lässt dies auf einen Ausnahmszustand 
schliessen ; denn die Petitionen oder, wie sie seit dem 14. Jahrhundert 
officiell biessen, Suppliken vertheilte späterhin stets der Vicekanzler 
und in früherer Zeit dementsprechend der Kanzler. Eine Gegenüber- 
stellung unseres Stücks zur ältesten Fassung des Abbreviatoreneides 
wird dies noch besonders klar machen. 



Iuramenta IX. a. 
Item non recipient (sc. brevia- 
tores) petitiones simplices preter 
eas, que sibi de communi data pro- 1 
venient nisi de mandato vicecan- 
cellarii seu notarii. 



Constitutiones II. 1. 
Nullus omnino notarius petitio- 
nes recipiat nisi que fuerint in 
communi data recepte vel quas 
dominus papa tradiderit aut ali- 
quis cardinalium cappella- 
nus quoque vel camerarius. 

Im Abbreviatoreneid tritt der Notar als unmittelbarer Vorgesetz- 
ter hinzu, über demselben steht nur der Vicekanzler. Es gab nur 
eine Zeit, wo an der Spitze der Kanzlei weder ein Kanzler noch 
ein Vicekanzler stand, sondern drei Männner sich in die Einflussnahme 
auf die Kanzlei thefilten: Der Kardinal Aegidius (aliquis cardinalium), 
bei dessen Verhinderung der Subdiacon Moses (capellanus) und Cen- 



l ) Ich möchte aus der Zeit Innocenz III. nur das Jahr 1201 herausgreifen. 
Der Notar Blasius leitete damals die Kanzlei [Bresslau 1, 206], kam daher für 
die Conceptarbeit wohl kaum in Betracht, während gleichzeitig Notar Philipp 
als Begleiter des Kardinals Guido von Palestrina sich in Deutschland aufhielt. 
]Böhmer-Ficker-Winkelmann Nr. 5726, 5743 u. a.]. So blieben von der Sieben- 
zahl der Notare für den eigentlichen Dienst fünf. Ob diese imstande waren, den 
unter Innocenz III. gewaltig gesteigerten Geschäftskreis allein zu bewältigen, ist 
denn doch mehr als fraglich. Gerade dass der Notar Philipp und später an- 
lässlich der Albigenser- Wirren Milo auf lange Zeit fern von der Curie weilen 
konnten, scheint darauf hinzudeuten, dass in solchen Fällen für Ersatz und Stell- 
vertretung an der Curie gesorgt war. Eine bestimmtere Organisation der Abbre- 
viaturen vollzog sich allerdings erst später, wie denn in unserer Constitution 
zwar der Name breviator genannt wird, aber im Gegensatz zum späteren Abbre- 
viatoreneid bei Erledigung der Petitionen die Notare nach aussen hin als einzig ver- 
antwortlich erscheinen. Dass die Regelung des Geschäftsgangs speciell im Peti- 
tionsbureau, der data communis, weiter zurückreicht, als man bisher angenommen 
hatte, ist jetzt auch durch Auvray, Note sur un traite" des requötes en cour de 
Rome du XÜI« siecle (Melanges d'archeologie et d'histoire, 10, 112 ff., 251 ff.) 
bezeugt; Verfasser des daselbst mitgetheilten „libellus de formis petitionum secundum 
cursum Romane curie u ist der 1227 verstorbene Kardinal Guala. 



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XXVI Einleitung. 

cias (camerarius). So sehen wir, dass die Fassung unserer Stelle ein- 
zig und allein den eigenartigen Verhältnissen unter Coelestin III. 
entspricht 

Auch diese Verordnung fand Aufnahme in den Liber Censuum, 
und eben das Verhältnis beider Ueberlieferungen gibt uns Anhalts- 
punkte zu weiteren Schlüssen. Die Verordnung steht im Cod. Vat. 
lat. 8486 auf f. 170 1 als Nr. CCIX unter dem Titel „Institutio cancel- 
larie super petdtionibus dandis et recipiendis" und ist von derselben 
Hand geschrieben, die nach Fabre um 1236 die ersten umfassenden 
Nachträge dem Liber Censuum beifügte. 1 ) Die Frage der Entstehung 
wird dadurch keineswegs berührt. Kammer und Kanzlei waren da- 
mals längst wieder vollständig getrennt; auch steht unsere Constitu- 
tion mitten in der Gesellschaft von älteren vom Beginn des 13. bis 
ins 12. und selbst ins Ende des 11. Jahrhunderts zurückreichenden 
•Stücken 2 ); die ganze Gruppe trägt daher weniger den Charakter einer 
Fortsetzung, als den einer Nachlese zum ursprünglichen Bestand. Die 
erste Aufzeichnung wird wohl auf einem Einzelblatt erfolgt sein, 8 ) 
ebenso wie die Eidesformeln ursprünglich auf Einzelblättern aufge- 
zeichnet und erst später gesammelt worden sind. Diese scheda scheint 
die gemeinsame Quelle für die Eintragung in Kanzlei und Kammer 
geworden zu sein; nur bewahrt auch hier das Kammerbuch die ur- 
sprüngliche Form (Nr. 1 — 10), während die Kanzleieintragung eine 
erweiterte Fassung bietet Nr. 10, das die Verlesung im Petitions- 
bureau, der data communis, verfügt, wurde fortgelassen, da die Ein- 
tragung ins Kanzleibuch selbst einer Publication für immerwährende 
Zeiten gleichkam und die zeitweilige Verlesung der Kanzleiverord- 
nungen, die im 14. und 15. Jahrhundert ausdrücklich verfügt wird, 
auch im 13. Jh. bereits üblich gewesen sein dürfte. Dafür erhielt die 
Verordnung in der Kanzlei eine bedeutende Fortsetzung (Nr. 11 — 17), 4 ) 
die ersten Punkte derselben halten sich in der Fassung noch an die 
ursprüngliche Form (Nr. 1 Nullus notarius ... recipiat, Nr. 12 Item 
oinnes procuratores ...recedant); so beginnt auch noch Nr. 13 
mit: Item nullus procurator habens concubinam admittatur, setzt 



f ) Daher die Altersbestimmung in der Ausgabe: 1192 (frühester Entste- 
hungszeit aus sachlichen Gründen) — 1236 (erste erhaltene Niederschrift.) 

*) Melanges 3, 360—61 Nr. 203—218; diese Gruppe bildet auf f. 167—174 
auch eine gemeinsame Lage. 

8 ) Auch die Verfugung über die litterae legendae wurde 1278 Nikolaus IIL 
als „cedula" vorgelegt (S. 72 Constit. IX.) 

<) Dieser Theil hätte in der Ausgabe streng genommen durch kleineren 
Druck gekennzeichnet werden sollen. 



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Einleitung. XXVII 

aber unmittelbar darauf fort: Item excommunicamus omnes pro- 
curatores tenentes manifeste concupinam. Entscheidend ist dann 
Nr. 14: Presenti decreto statuimus, ut procuratores archi- 
episcoporum etc. simul et semel omnes petitiones secundum sta- 
tntum nostrum et predecessoris nostri porrigant per se 
ipsos quantotius poterunt. Wir erfahren, dass der Papst selbst es ist, 
der eine gleichlautende Verfügung eines Vorgängers bestätigt. Diese 
Verfügung ist aber nichts anderes als eben der ursprüngliche Bestand 
unseres Stücks, dessen Nr. 5 „Omnes tarnen petitiones quas promo- 
vendas suscepit simul et semel exhibeat u bereits genau dasselbe ver- 
fügte, was in Nr. 14 ein späterer Papst erneuerte und bestätigte. Als 
den praedecessor glaube ich Coelestin III. erwiesen zu haben ; weniger 
sicher lässt sich der Nachfolger feststellen. Für Zuweisung von Streit- 
sachen an einen Kardinal als Auditor finden sich im Register Inno- 
cenz III. zahlreiche Belege; dass dem Procurator der Partei zwei 
Curialadvocaten zur Seite stehen und dass er persönlich in der Au- 
dientia litterarum contradictarum zu erscheinen hat, schildert uns 
aus dem Jahre 1205 die Chronik von Evesham. 1 ) Innocenz III. als 
unmittelbarer Nachfolger ist daher bereits möglich; die Fortsetzung 
kann aber auch einem der folgenden Päpste aus der ersten Hälfte des 
13. Jahrhunderts angehören. 

Die erste Berufung auf die Eintragung unserer Verfügung findet 
sich erst in den Kanzleiregeln aus der zweiten Hälfte des 13. Jahr- 
hunderts : Constit. VII. 1. : Consueverunt . . . notarii legere . . , . peti- 
tiones exceptis dignitatibus episcopatuum etc., quas legere non debe- 
bant, prout in provinciali cancellarie plenius continetur 
(vgl. II. 3). Es ist dies zugleich ein Beweis dafür, dass die Reihen- 
folge in der uns jetzt erhaltenen Ueberlieferung des Kanzleibuchs 
keinen sicheren Anhaltspunkt für das Alter der einzelnen Stücke zu 
bieten vermag; denn Nr. VII steht in H auf p. 92, Nr. II aber erst 
auf p. 105. (Dietrich v. Nieheim hat unsere Constitution in sein 
Kanzleibuch nicht aufgenommen); ebenso steht Constit. V. in H auf 
p. 89 in E auf f. 87, Constit. I. dagegen, die in ersterer als bereits 
eingetragen citirt wird, in H auf p. 105 in E auf f. 88. 

Die erste sicher zu datirende Verfügung (Constit. III.) führt uns 
in die Zeit des ersten Lyoner Concils. Demjenigen, was ich darüber 
in der Einleitung zum betreffenden Stück S. 56 bemerkte, habe ich 
wenig hinzuzufügen. Aus den Canones des Concils wurde eine Aus- 
wahl von solchen Bestimmungen getroffen, die auch für die Thätigkeit 
der Kanzlei in Betracht kamen (Nr. 2 — 9); ihnen wurden weitere die 

*) Chronicon abbatiae de Evesham ed. Macray S. 145 f. 152 f. 



XXVIII Einleitung. 

Kanzlei allein berührende Verfügungen angereiht (Nr. 10 — 18). Die 
Bestimmungen richten sich durchaus in allgemeinen Worten gegen 
die Bestechlichkeit der atrialen Beamten und die Uebervortheilung 
der Parteien. Nur die rechtmässigen und hergebrachten Abgaben sind 
zulässig. 1 ) Die Curie soll vom Vorwurf der Geldgier reingewaschen 
und den Verläumdern jeder Anhaltspunkt zu Angriffen entzogen 
werden. 2 ) 

Dieser üble Ruf haftete der römischen Curie allerdings längst an, 
und zwar waren es zunächst nicht die Gegner der Päpste gewesen, 
die diese Dinge zur Sprache brachten, sondern warme Anhänger der 
Curie, zugleich aber auch eifrige Vorkämpfer der Kirchenreform. In 
diesem Sinn hatte zuerst Bernhard von Clairvaux Eugen III. gegen- 
über seine Stimme erhoben, Johann von Salisbury und Gerhoch von 
Beichersberg waren ihm hierin gefolgt. Was bei diesen Männern 
wohlgemeinte, eindringliche Mahnung war, wurde im Munde der 
Gegner zum gehässigen Angriff und beissenden Spott. Diese Rich- 
tung tritt am schärfsten hervor in den Liedern der Vaganten. Die 
Missbräuche an der Curie zu geissein, war an sich ein dankbares 
Thema ) wurde es noch in gewandte, witzige Form gekleidet, dann 
wanderte der lustige Reim eines Spottgedichts von Mund zu Mund und 
erlaugte allgemeine Verbreitung. 8 ) 

Gegen diese Angriffe der Vaganten wendet sich nun in höchst 
merkwürdiger Weise der letzte Absatz unserer Constitution: Item 
cum multi vitam pro sua voluntate ducentes sepe curiam 
nostram, ubi culpa non suffuit, suis oblocutionibus offuscarint et illius 
famam usque hodie detractationibus impetere non desistant etc. Es 
wird verfügt, dass in Zukunft jedermann für eine 20 solidi überstei- 
gende Zahlung eine schriftliche Bestätigung erhalten solle, damit er 
sich seinen Auftraggebern über die Höhe der Kosten auszuweisen ver- 



') Consi III. 13 Excipimus tarnen iusta ac solita salaria laborantium in 
eißdem. So glaube ich das iusticia solita der Hs. emendiren zu sollen, während 
sich Erler 1. c. 133 durch Verweisung des Wortes iusticia in den vorhergehenden 
Satz behalf. 

*) S. 57, Constit. m. 10. 

8 ) Carmina Burana, Bibl. d. liter. Vereins zu Stuttgart 16, 1 ff. Die 
schärfsten sind S. 13 Nr. XIX, Strofe 4 ff. „Roma caput mundi est sed nil 
capit mundum", und S. 22 Nr. XXI. Initium sancti evangelii secundum marcas 
argenti ; vgl. auch S. 23 Nr. XXIa. Bezeichnend für die weite Verbreitung ist, 
dass Giraldus Cambrensis eines der genannten Spottgedichte „Roma caput mundi 
est" in theilweise veränderter Form kennt (Speculum ecclesiae ; opp. ed. Brewer 
4, 291). Als Verfasser nennt er Golias, das bekannte Haupt der Vaganten. 



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Einleitung. XXIX 

möge. 1 ) Wenn nun kurze Zeit nach diesen Verfügungen Taxvermerke 
auf den päpstlichen Bullen auftauchen, so wird man die Neuerung 
wohl damit in Zusammenhang bringen und sie als Quittung an die 
Partei über die Höhe der Kanzleitaxe auffassen können. 

Durch die besprochenen allgemeinen Bestimmungen auf dem ersten 
Lyoner Concil war auch die Frage einer Regelung des Taxwesens in 
der Kanzlei in Fluss gerathen. Die folgende Verordnung (Constit. IV.) 
bedeutet darin einen weiteren Schritt durch Schaffung der ersten 
uns erhaltenen Taxliste. Ich hatte in meiner Abhandlung über 
das Taxwesen der päpstlichen Kanzlei diese Liste dem Pontificat 
Alexander's IV. zuweisen zu können geglaubt 2 ) ; die Gründe hieiür hielt 
ich unten S. 59 aufrecht und versuchte mit Benützung der beiden mir be- 
kannten Ueberlieferungen die Gesammtverfügung Alexanders IV. 
beziehungsweise die Publication derselben durch den Vicekanzler zu 
reconstruiren. Dass Dietrich von Nieheim für seine Abschrift des Kanz- 
leibuchs die veralteten Punkte strich und daher die Verordnung nur 
verstümmelt bietet, scheint mit genügend erwiesen. Einer Erörterung 
bedarf aber der Umstand, dass im Formelbach des Registrum Cle- 
mentis der Beginn fehlt und der Text erst mit Nr. 5 einsetzt. Die 
Erklärung scheint mir in dem Umstand gegeben, dass letztere Ueber- 
lieferung nur die ursprünglich wohl auf Einzelblatt aufgezeichnete 
Taxordnung enthalt, während bei der Eintragung ins Kanzleibuch der 
Vicekanzler noch die Publication mehrerer mündlicher Aufträge des 
Papstes vorangehen liess. 8 ) Daraus erklärt sich auch das eigenthüm- 
liche Schwanken in der Fassung. Der Text beginnt in IV. 1 sub- 
iectiv im Singular mit Ego . . . vicecancellarius moneo . . ., ad vo- 
luntatem meam, fahrt aber schon mit IV. 4 in obiectiver Fassung 
fort: mandato vicecancellarii semper salvo und geht endlich dort, 
wo die schriftliche Vorlage einsetzt, in die erste Person pluralis über : 
Circa salarium . . . duximus providendum. 

Noch ein anderes Moment ist bei der Frage zu beachten. So- 
wohl Diekamp 4 ) als mir war bei der Darstellung des Taxwesens im 
13. Jahrhundert eine wichtige Stelle in den Gesta Innocentii III. c. 
41 5 ) entgangen, die ich hier nachtrage: Inter omnes itaque pestes 
habuit venalitatem exosam, cogitans qualiter eam posset a Bomana 

*) S. 59 Constit. III. 18, ut per illas de quantitate servitii possit veritas 
obtineri. 

*) Mittheil. d. Instituts f. öaterr. GF. 13,9. 

■) De mandato . . . domini Alexandri . . summi pontificia facto michi ora- 
culo vive vocis. 

*) Mittheil. d. Instituts f. österr. GF. 4, 509—510. 

°) Baluze, 1, 17. 



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XXX Einleitung. 

curia extirpare. Statim ergo fecit edictum, ut nullus offi- 
cialium curiae suae quicquam exigeret praeter solos 
scriptores et bullatores, quibus tarnen certum modum 
praefixit, districte praecipiens, ut singuli suum officium gratis im- 
penderent, recepturi gratanter, si quid eis gratuito dona- 
retur. Daraus könnte man immerhin schliessen, dass bereits Inno- 
cenz III. nicht nur allgemeine Verfügungen sondern bereits eine be- 
stimmte Taxordnung erlassen habe, und sich versucht fühlen, die im 
Registrum Clementis überlieferte Taxliste hieher einzureihen. Dies 
erweist sich jedoch aus folgenden Erwägungen als unzulässig. Inno- 
cenz III. nahm in der Triukgelderfrage eineu äusserst milden Staud- 
punkt ein, indem er nur die Erpressung verbot, dagegen die Annahme 
freiwilliger Geschenke ausdrücklich gestattete. Dass durch diese merk- 
würdige Auslegung der „venalitas" das Gespenst der Bestechlichkeit 
von der Curie nicht zu bannen war, liegt auf der Hand ; und so ver- 
tritt denn auch die erhaltene Taxordnung den gerade entgegengesetzten 
Standpunkt, indem sie auch die Annahme freiwillig gebotener Ge- 
schenke mit der Excommunication belegt 1 ) Die Einreihung zu Ale- 
xander IV. wird demnach auch dadurch nicht berührt. Wohl aber 
wird der Gesichtspunkt im Auge zu behalten sein, dass Alexander IV. 
damit nichts völlig neues schuf sondern an bereits bestehende ältere 
Verfügungen anknüpfte. 

Die einzige bestimmt datirte Kanzleiordnung aus dem 13. Jahr- 
hundert ist der Erlass Nikolaus 1 III. über die litterae dandae et legen- 
dae vom 12. Februar 1278, der uns einerseits als ursprünglicher Ent- 
wurf und andererseits als daraus erfolgte Ueberarbeitung im Kanzlei- 
buch erhalten ist. Bezüglich des Verhältnisses der verschiedenen 
Ueberiieferungen verweise ich auf meine Ausführungen in der Vorbe- 
merkung zur Ausgabe des betreffenden Stücks. 2 ) 

War es bei den bisher besprochenen Eintragungen schon oft schwer, be- 
stimmte Anhaltspunkte für eine annähernde Datirung zu finden, so ist dies 
bei Constit. Nr. V — VIII, den sogenannten Jura et consuetudines cancel- 
lariae, in noch höherem Masse der Fall. Die Einreihung zwischen Nr. IV 
nud IX gieng von der Erwägung aus, dass die Aufzeichnungen nicht über das 
erste Lyoner Concil zurückreichen und sich wiederholt auf die frü- 
heren Verfügungen als bereits im Kanzleibuch eingetragen berufen 



*) S. 60 Constit. IV. 5 . . . duximus providendum, quod, scriptores ultra 
taxationem . . . nichil exigant vel eciam sponte oblatum recipiant; 
et si quis contrafecerit, dans et recipiens excommunicacionis sententia eint 
astricti. 

*) S. 69 ff. Constit. IX. vgl auch Zusätze und Berichtigungen S. 429. 



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Einleitung. 



XXXI 



und andererseits vor die Constitution Nikolaus' III. von 1278 fallen 
dürften ; denn letztere kommt der Abfassungszeit der Bologneser Hand- 
schrift bereits so nahe, dass eine Einreihung nach 1278 unwahr- 
scheinlich wird. Bei der Reihenfolge der Stücke habe ich mich 
gegenüber Dietrich von Nieheim an die ältere und verlässlichere Bolog- 
neser Handschrift gehalten. 

Im einzelnen finden sich doch Anhaltspunkte, die Entstehungszeit 
auch hier wenigstens annähernd zu begrenzen. 1 ) Vor allem ergibt 
sich, dass VI — VIII nicht gleichzeitig sondern später entstanden sind 
als V; denn einzelne Punkte von V werden in VI und VTl 
wiederholt und ergänzt und zwar in der Weise, dass dasjenige, was 
in V als in der Gegenwart zu Recht bestehend erscheint, in VI und 
VII als hergebrachte Gewohnheit wiederkehrt. 

V. 4. I VII. 11. 

Item si curie . . . fiat procuratio Consuevit autem habere can- 



in cibis, cancellaria debet reci- 
pere pro duobus cardinalibus. 

V. 10. 

Item debent habere . . . unuin 
somarium, quandocunque curia 
transfert se de loco ad locum, 
ad portandum coquinam et alia 
utensilia ad opus mense cancellarie. 
V. 11. 

Item si aliqua vasa enea sive 
ferrea necessaria sint coquine can- 
cellarie, quilibet notarius debet 
ponere partem suam tarn ad emen- 
dum quam ad reparandum illa. 

Dass der Schluss nicht trügerisch ist, ersehen wir aus VII. 1 
und II. 3, wo dasselbe sprachliche Verhältnis wiederkehrt mit der 
ausdrücklichen Berufung, dass die eine Bestimmung bereits im Kanz- 
leibuch eingetragen sei. 



cellaria in procurationibus et en- 
xenniis, quantum habent duo car- 
dinales. 

VI. 3. 
Et quando curia transfere- 
batur de loco ad locum, sump- 
tibus camere papalis portabatur 
(sc. suppellex cancellarie). 

VI. 3. 
Item omnes supplex, que per- 
tinebat ad mensam et coquinam, 
communi contributione emeba- 
tur. • 



n. 3. 

Nullus (sc. notarius) . . . petitio- 
nes . . . exhibeat. 



VII. 1. 
. . . quas legere non debe- 
bant, prout in provinciali cancel- 
larie plenius continetur. 



«) Vgl. die Datirungsversuche Bresslaus, UL. 1, 256—257 Nr. 18, 19, 30. 



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XXXII Einleitung. 

Auch wenn in VII. 13 austeile der in V. 9 festgesetzten Mate- 
riallieferung für den Hufbeschlag der Pferde ein Geldpauschale ge- 
treten ist, so verweist dies auf spätere Verhältnisse. 

In V. 24 nnd 28 werden als herrschende Münze genannt die 
solidi und denarii Provisini, in VII. 13 kehren sie als solidi Provisini 
antiqui wieder; daneben setzt die Erwähnung der parvi Turonenses 
antiqui die Bekanntschaft mit den grossi Turonenses bereits voraus. 

Gelangen wir daher zun) Schluss, Nr. V einerseits und Nr. VI 
bis VIII andererseits bezüglich ihrer Entstehungszeit auseinander zu 
halten, so gilt es noch, die beiden Gruppen annähernd einzureihen. 
Die erste feste Handhabe für beide bietet der Vicekanzlertitel ; 1216 
ist also als sicherer terminus a quo gegeben. Nr. V und in Wieder- 
holung und näherer Ausführung desselben auch VI und VII enthalten 
eingehende Bestimmungen über Unterkunft, Verpflegung und Versor- 
gung der Kanzlei auf Reisen. Solche Verfügungen waren für die 
häufige Residenzverlegung der Curie nach Anagni, Ferentino oder 
Viterbo, Orte die durchaus in einem Tag zu erreichen waren, wohl 
nicht nöthig. V. 4 erwähnt die Verpflegung der Curie durch einen 
Erzbischof oder Bischof. Nun gab es von Rom nördlich keinen Erz- 
bischof bis Pisa und Ravenna und südlich nicht bis Capua und Bene- 
vent. Es muss sich also um grössere Reisen oder um eine bekannte 
grosse Reise handeln, die weit über das Gebiet von Rom hinausgieng ; 
und da kommt wohl in erster Linie in Betracht die Verlegung der 
Curie nach Lyon. In der Nacht des 28. Juni 1244 war Innocenz IV. 
mit nur 5 Begleitern von Civita Castellana der Meeresküste zugeeilt, 
wo Genuesische Galeeren seiner harrten. Die Kanzlei folgte damals 
wohl mit der Mehrzahl der Kardinäle auf dem Landweg nach. In 
Genua sammelte sich die Curie wieder um den Papst und von dort 
gieugs im gemeinsamen Zug nach Lyon weiter. Die Erlebnisse und 
Erfahrungen dieser Reise scheinen mir den Consuetudines zunächst 
zugrunde zu liegen. In Lyon galt es dann, den unterbrochenen 
und gestörten Geschäftsgang der Kanzlei wieder ins Geleise zu bringen. 
Durch ein halbes Jahr mangeln aus jener Zeit alle Registereintragungen *), 
und der Biograph des Papstes, Nicolaus de Curbio, berichtet, dass da- 
mals von langer Zeit her angewachsene Rückstände aufgearbeitet 
wurden. 2 ) In jener Zeit war ferner, wie wir noch sehen werden, die 



») Das 1. Pontificatsjahr ßchliesst mit aus Civita Castellana von Ende Juni 
1244 datirten Bullen (Berger Nr. 740—747), während die ersten Eintragungen 
aus dem 2. Pontificatsjahr (Berger Nr. 748 ff.) vom December 1244 und aus Lyon 
datiren. 

2 ) Muratori SS. 3 rr. Ital. 3 a, Vita Innoc. IV. c. XVI. „Ibi ergo curia 



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Einleitung. XXXIII 

imLiber Prövincialis enthaltene Formelsammlung bereits zumAbschluss ge- 
bracht worden, und auch an den Verhandlungen des Concils selbst 
hat die Kanzlei regen Antheil genommen. 1 ) Wir werden daher kaum 
fehl gehen, wenn wir das ältere Stück der Consuetudines dieser Zeit 
zuweisen. Dagegen werden Nr. VI — VTH beträchtlich gegen die Zeit 
Nicolaus' III. und die Constitution von 1278 hinaufzurücken sein. Auf 
die entscheidenden Gründe hiefür hat bereits Bresslau aufmerksam ge- 
macht. 2 ) Wenn in VII. 13 der parvi Turonenses antiqui gedacht 
wird, so setzt dies die erst in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts er- 
folgte Prägung der neuen grossi Turonenses bereits voraus. VII. 19 
setzt die Zahl der Notare auf 6 statt früher auf 7 fest. Die Herab- 
minderung erfolgte erst unter Alexander IV. Der Aufzeichnung VII. 7 
liegt die Verordnung IV. 7 — 9 bereits zugrunde; 'dementsprechend 
spricht VII. 9, 10 schon von der taxatio an ti q ua. Dass auch Nr. VIII, 
das an und für sich keine chronologischen Merkmale trägt, in diese 
Zeit fallt, beweist der ebenfalls schon von Bresslau hervorgehobene 
Umstand, dass die Vertheilung der Naturalbezüge nur auf 6 Notare 
berechnet ist, also mit VII. 19 sich deckt. 3 ) 

Innerhalb des verfügbaren Spielraumes wird man die Aufzeich- 
nungen Nr. VI — VIII. am ehesten mit der Zeit Gregors X. in Ver- 
bindung bringen können, da sich nach der mehr als zweijährigen 
Sedisvacanz eine Revision der Kanzleiordnung als wünschenswert her- 
ausgestellt haben mochte. 4 ) 

Verhältnissmäsig schlimm steht es mit der Ueberlieferung der 
Amtseide aus dem 13. Jahrhundert. Die Bologneser Handschrift ent- 
hält nur wenige ; dass dabei von Vollständigkeit keine Bede sein kann, 



iam quasi castrornm acie ordinata innumeris de eunetis mundi partibus tanquam 
ad Romam alteram confluentibus coepit apostolatus officium exercere tarn viri- 
liter quam prudenter . . . Causas enim non solum tempore vacationis exortas verum 
etiam a longis retro temporibus a suis predecessoribus indecisas sub brevissimo 
tempori8 spatio sua industri sapientia terminabat. 

*) Mittheil. d. Instituts f. österr. GP. 12, 249 f. 

») ÜL. 256 Nr. 19. 

») Bresslau, UL. 1, 216 A. 7. Dem VertheilungBmodus von VIII. 1 entspricht 
auch vollkommen VII. 12, während eine ähnliche im Reg. dementia V. Appendix 
tom. 1, p. 3 mitgetheilte Liste bereits andere Münze und andere Zahlen aufweist. 
Die Geltung unserer Verfugungen erseheint dadurch auch nach oben hin auf das 
13. Jahrhundert beschränkt. 

<) Der unter Gregor X. aufgezeichnete Ordo Romanus s. XIII. weist An- 
klänge mit VI. 8 nnd VIII. 9 auf; Mabillon, Museum Ital. 2, 234: Eodem die 
(sc nativitatis domini) omnes penitentiarii cum eorum famulis et elemosinarius 
hebdomadarius et vicecancellarius cum tota cancellaria veniunt 
videre papam et papa dat omnibus species et vinum. 

T * n % 1 , Päpstl . KonzleiordirangeD. Hl 

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XXXIV Einleitung. 

beweist die bedeutende Nachlese, die gerade hiefür das Formelbuch 
aus dem % Band der Papierregister Clemens' VI. bietet. Erst die 
Kanzleibücher des 14. und 15. Jahrhunderts enthalten reichhaltige 
Sammlungen. Und doch reicht gerade diese Gruppe neben dem Bis- 
thumsverzeiehnis vielleicht am weitesten zurück. Eidesleistung nach 
bestimmter Formel ist zu Beginn des Pontificats Innocenz' III. bereits 
gang und gäbe. So leistet am Tag nach der Krönung der Stadtprae- 
fect Petrus den Fidelitätseid, seit Innocenz III. wurde auch den neu- 
gewählten Bischöfen der Obödienzeid immer allgemeiner abgefordert; 
auch der Liber Censuum enthielt bereits einzelne Eidesformeln. Da 
ist es mehr als wahrscheinlich, dass auch die curialen Beamten ihre 
Amtseide nach bestimmten Formeln ablegten. 

Der Vicekanzlereid hat in der uns überlieferten Form von Jo- 
hann XXII. bis Martin V. unverändert fortbestanden. 1 ) Merkel ver- 
öffentlichte als Nr. XII seiner Documenta aliquot aus den beiden 
Cencius-Handschriften der Biccardiana in Florenz einen Zusatz zum 
Vicekanzlereid, der sich mit dem letzten Theil unseres Textes: Et 
officiales ac familiäres meos iuramento adstringam etc. deckt Der 
Zusatz fallt jedenfalls vor Johann XXII. Zum ursprünglichen Be- 
stand des Cencius gehört er nicht, 2 ) und auch in dem in der ersten 
Hälfte des 13. Jahrhunderts entstandenen Cod. Riccard. 228 3 ) ist er 
vielleicht erst von späterer Hand eingefügt. Einreihung des Zusatzes 
in die 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts wird aus diesen Erwägungen 
wahrscheinlich; der Kern des Eides reicht weiter, vielleicht bis 1216 
zurück. Der Eid der familiäres vicecancellarii ist mit dem Zusatz 
zum Vicekanzlereid gleichzeitig und hat wohl die Veranlassung dazu 
gebildet. 

Zwei der wichtigsten Eide, der der Notare und der des Correctors, 
sind uns erst aus einer Zeit erhalten, zu der die Bedeutung dieser 
Beamten gegenüber anderen neu emporgekommenen bereits wesent- 
lich zurückgetreten war. Für die ungleich grössere Wichtigkeit der 
beiden Aemter im 13. Jahrhundert lassen sie sichere Rückschlüsse 
nicht zu. 

Der Scriptoreneid erwähnt in der älteren Fassung noch den 
Kanzler, ist also vor 1216 entstanden, fortan übrigens mit alleiniger 
Ersetzung des „cancellarii" durch ^vicecancellarii" unverändert ge- 
blieben. 4 ) 



l ) Vgl. S. 33 Anm. a. 

*) Er fehlt in der Inhaltsangabe bei Fabre, Melanges 3, 342 A. 4. 

8 ) Fabre, Etüde tur le Liber Censuum 180. 

«) Bresslau, ÜL. 1, 255 Nr. 9. 



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Einleitung. XXXV 

Von einer Reihe älterer Aufzeichnungen, die sieh schon formell 
von den späteren dadurch unterscheiden, dass sie nicht den Wortlaut 
sondern nur den Inhalt des Eides geben, sind uns nur drei Bruch- 
stücke erhalten : S. 43 Nr. IX. „Jurabunt breviatores 1 ', S. 47 Zusatz 
zu Nr. XII. „Jurent eciam procuratores" und S. 48 Nr. XIV „Jura- 
bunt examinatores." Die Form „breviatores" macht Einreihung vor 
Mitte des 13. Jahrhunderts wahrscheinlich. 

Die Eide für Auditoren und Notare der Rota (Juram. X. XL) sind 
durch Johann XXII . angeordnet und von da an unverändert geblieben. 

Grösseren Wandel weisen die Rescribendareide auf. Das genaue 
Eingehen auf Tax- und Münzwesen in denselben und der grosse 
Wechsel, dem diese Dinge im Laufe der Zeit unterworfen waren, haben 
auch eine Veränderung der Eide mit sich gebracht, und diese bieten 
dadurch Anhaltspunkte zu engerer zeitlicher Begrenzung. Allem An- 
scheine nach hat erst die Regelung des Taxwesens die Ausgestaltung 
dieses Amtes und die Festsetzung seiner Befugnisse zur Folge gehabt. 
Demgemäss beruft sich bereits die älteste Fassung des Rescribendar- 
eides (Juram. VI. a) aui die im Kanzleibuch verzeichnete Taxe; und 
ich glaube nicht fehlzugehen, weun ich die Entstehung dieser ältesten 
Eidesformel mit der Auflichtung der Taxliste in unmittelbaren Zu- 
sammenhang bringe. 1 ) Das Amt war ursprünglich einheitlich; der 
Distributor notarum nennt sich gleichzeitig Rescribendar (quousque 
fuero rescribendarius) und zu seinen Befugnissen zählt die Vertheilung 
sowohl der Concepte als der litterae rescribendae. Das Recht, den 
Distributor zu ernennen, theilte der Vicekanzler mit den Notaren. 
Das Streben desselben, aus seiner Stellung als primus inter pares 
gegenüber den Notaren hinauszukommen, führte später zur Einschrän- 
kung des Amtes auf die Vertheilung der Concepte, während für die 
Vertheilung der litterae rescribendae eine neue Stelle geschaffen wurde, 
deren Verleihung dem Vicekanzler allein zustand. 2 ) Diesen Verhält- 
nissen entspricht die Fassungvon Juram. VI. b und Constit. VII. 10 — 11. 
Neuen Wandel erfuhren beide Aemter durch die unter Johann XXII. 
erfolgte völlige Trennung der Cancellaria iustitiae vom Gratialbureau. 
Zweitheilung und Namen blieben, aber die Befugnisse änderten sich, 
so zwar, dass der Rescribendar ausschliesslich im Gratialbureau, der 
Distributor ausschliesslich im Justizbureau seines Amtes waltete; bei- 
den oblag innerhalb ihres Wirkungskreises sowohl die Vertheilung 
und Taxirung der Concepte als auch der litterae rescribendae. Beide 

*) Vgl. darüber auch meine Ausführungen in Mittheil. d. Instituts f. österr. 
GP. 13, 10. 

>) Vgl. die theilweise abweichende Darstellung bei Bresslau, UL. 1, 223, 
dem Juram. VI. a noch nicht vorlag. 

III- 



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XXXVI Einleitung. 

ernannte der Vicekanzler allein; von einem Miternennungsrecht der 
Notare ist weiter nicht mehr die Rede. 1 ) 

Eine ganz bestimmte Datirung gewinnen wir endlich noch aus 
dem Obödienzeid des Erzbischofs (Juram. XVIII). Derselbe beginnt 
im Bologneser Codex : „Ego ß. archiepiscopus Taraconensis . . . fidelis 
et obediens ero . . . domino meo pape Q." Es ist dies Baimund von 
Pennafort, der berühmte Compilator der Dekretalensammlung Gre- 
gors IX., der nach Fertigstellung des Werkes 1234 mit dem Erzbis- 
thumTaragona belohnt wurde, darauf aber sehr bald wieder verzichtete. 2 ) 
Dass gerade die damals für ihn entworfene Eidesformel Eintragung 
ins Kanzleibuch fand, legt uns den Zusammenhang zwischen der all- 
gemeinen codificatorischen Thätigkeit an der Curie überhaupt und der 
speciellen in der Kanzlei nahe. 8 ) 

Eine umfangreiche Gruppe des älteren Kanzleibuchs bilden die 
Formeln. 4 ) Hier gilt es zunächst Entstehungszeit der Sammlung und 
Aufkommen der einzelnen Formeln zu scheiden, das der Formel zu- 
grunde liegende concrete Beispiel zu finden, beziehungsweise festzu- 
stellen, seit wann Bullen von gleicher Fassung die päpstliche Kanzlei 
verlassen haben. Ich gebe diese Vorarbeit in Form einer dem Schlüsse 
der Einleitung angefügten Tabelle, die bei der Mangelhaftigkeit der 
Ordensbullarien auf Vollständigkeit allerdings keinen Anspruch erhebt. 

Viel näher als bei den Formeln des alten Liber Diurnns berühren 
sich bei denen des neuen Kanzleibuchs Zeit der Entstehung und der 
Sammlung: beide fallen wesentlich in die erste Hälfte des 13. Jahr- 
hunderts. Von den 74 verschiedenen Formelanfangen sind 48 vor 
1198 überhaupt nicht nachweisbar, 12 weitere sind an der Hand der 
Neubearbeitung der Jafffe'schen Regesten für das 12. Jahrhundert 
zwar bereits zu belegen — hieher gehören die ganz allgemeinen „Justis 
petentium", „Cum a nobis petitur", „Solet annuere" und „Pervenit 
ad nos 41 , — der Inhalt der betreffenden Briefe weicht aber von dem 
der Formeln ganz ab; nur 14 Arengen, beziehungsweise 18 Formeln 
waren in gleicher oder ähnlicher Fassung seit der zweiten Hälfte des 
12. Jahrhunderts in der päpstlichen Kanzlei in Gebranch. 



*) Vgl. die Titel in Juram. VI. c und d: ego rescribendarius, ego 
distributor und die entsprechende Nebeneinanderstellung beider in der Con- 
stitution Johanns XXII. „Qui exacti temporis" (S. 114, Constii XIII. 19). Die 
Bezeichnung „rescribendariuB de gratia 4 * und „de iustitia" dürfte vielleicht erst 
von Dietrich von Nieheim hinzugefugt sein. Für die spätere Entwicklung vgl. 
meine Ausfuhrungen in Mittheil. d. Instituts f. österr. GF. 13, 50. 

*) Schulte, Gesch. d. Quellen u. Lit des canon. Rechts 2, 408. 

•) Mittheil. d. Instituts 12, 188. 

<) unten Nr. I-CI. 



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Einleitung. XXXVII 

Erler hat bereits, hervorgehoben, dass die Sammlung nach be- 
stimmtem Plan angelegt ist. 1 ) Und dieser Plan lässt sich an der auch 
in der Ausgabe beibehaltenen Reihenfolge der Bologneser Handschrift 
noch klarer erkennen als am Kanzleibuch von 1380. Die Sammlung 
gliedert sich folgendennassen : A. Privilegien, und zwar: 1. Gister- 
cienser. 2. Cistercienserinnen. 3. Praemonstratenser, (Einzelklöster), 
Augustiner, Benedictiner. 4. Praemonstratenser (Mutterkloster). 5. 
Karthäuser. 6. Pranciscanerinnen. 7. Templer. 8. Johanniter. 9. Deut- 
scher Orden. 10. Bischöfe. 11. Erzbischöfe. 12. Juden. B. Aus- 
führungsbestimmungen und kleinere Schutzbriefe für die exempten 
Orden, 2 ) und zwar: Nr. 13—29 für die Cister/eienser, Nr. 30—55 für 
die Bitterorden. C. Bullen für die Hospize. Nr. 56^-61. D. Schutz- . 
briefe zu Gunsten der Bettelorden und zwar: Nr. 62 — 89 für die 
Dominikaner, Nr. 90 — 100 für die Minoriten. 

So geringfügig die Zahl dieser Formeln gegenüber dem ausge- 
breiteten und vielgestaltigen Geschäftskreis der päpstlichen Kanzlei 
erscheint, bilden sie doch ein in sich geschlossenes Ganze und unter- 
scheiden sich von den zahlreichen privaten Sammlungen, den Sum- 
mae oder Artes dictandi noch durch einen besonderen Umstand, der 
sich aus dem Begriff des Privilegiums herleitet. Privilegien sind vom 
gemeinen Recht abweichende Rechtsbegünstigungen ; sie schaffen 
neues und zwar Specialrecht. 8 ) Die Sammlung aller Begünstigungen 
und Vorrechte, welche die Curie in wechselndem Ausmass den ver- 
schiedenen Orden gewährte, war dementsprechend mehr als eine blosse 
Aneinanderreihung von Stilmustern, sie war zugleich Rechtsaufzeich- 
nung, und daraus erklärt sich wohl auch die officielle Form, in der 
sie erfolgte. Zu einer Codificirung der Privilegien hatte aber das 4. 
Lateranconcil von 1215 bestimmten Anlass gegeben. Von den Cano- 
nes des Concils, das sich auch sonst mehrfach mit dem Verhältnis 
zwischen Weltgeistlichkeit und Orden beschäftigte, kommen hiefür 
besonders zwei in Betracht: 4 ) § 13, der die Gründung neuer Orden 
untersagte, und § 55, der die in den Privilegien des 12. Jahrhunderts 
am meisten schwankende Frage bezüglich der Entrichtung der Zehenten 
endgiltig regelte. 6 ) 



*) Einleitung 8. XIX 

*) Fflr die Scheidung von exempten Orden vgl. u. S. 73, Constit. IX. 7, 8. 
•) Hinschius, Kirchenrecht 3, 805. 
«) Mansi 22, 1002, 1042. 

8 ) Vgl. darüber Erler S. XX und meine Ausführungen im Arch. f. österr. 
Gesch. 76, 293 f. 



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XXXVIII Einleitung. 

An letztere Bestimmung knüpft denn auch gleich der Beginn 
unserer Sammlung an, 1 ) und der Verweis auf das „Concilium gene- 
rale" kehrt dann im folgenden immer wieder. Auch bei denjenigen 
Formeln, die wie Nr. IV, VII und VIII sonst wörtlich aus viel frü- 
herer Zeit entnommen sind, ist die Zehentklausel gemäss den Satzungen 
des 4. Lateranconcils umgeändert. 

Bin fester Ausgangspunkt für die Entstehung unserer Formel- 
sammlung ist also durch das 4. Lateranconcil gegeben. Es fragt sich 
nur, wie viele Zeit danach bis zur thatsächlichen Codificirung ver- 
strichen ist. Darüber stehen sich bisher zwei Ansichten gegenüber. 
Während Erler, der erste Herausgeber dieser Formelsammlung, ange- 
nommen hatte, dass sie in der ersten Zeit Innocenz' IV. entstanden 
sei, 2 ) setzte sie Simonsfeld erst in die 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts. 8 ) 
Er wies darauf hin, dass die Formel „Devotionis vestre" 4 ) einer am 
31. Mai 1265 von Clemens IV. erlassenen Bulle entspreche; ausserdem 
enthalte die Sammlung im Bologneser Codex zwei Privilegien für den 
Cistercienser- und Prediger-Orden vom 3. und 9. Juni 1265 und über- 
dies eine Reihe undatirter Formeln, deren Entstehung theilwöise erst 
in die Zeit Urbans IV. falle. 

Allein Simonsfeld hat dabei übersehen, dass die Fortsetzung 
unserer Formelsammlung bereits aus den ersten Jahren Alexanders IV. 
bestimmte Zeugnisse für den Bestand derselben enthält. 5 ) Führt uns 
dies allein schon dazu, mit Erler die Sammlung im grossen und ganzen 
und vereinzelte Nachträge auseinanderzuhalten und die Entstehungszeit 
der ersteren unabhängig von der Datirung der letzteren zu ermitteln, 
so werden wir darin auch noch durch das handschriftliche Verhältnis 
bestärkt In allen von Simonsfeld hervorgehobenen Fällen weichen 
die beiden Ueberlieferungen unserer Formelsammlung von einander ab. 
Es zeigt sich, dass die Compilatoren von H und E nur den Grundstock 
der Sammlung übereinstimmend wiedergaben, während sie bei der 
Aufnahme späterer Zusätze und Nachträge ihre eigenen Wege giengen. 
Die beiden Privilegien für Cistercienser und Dominikaner Potth, 
Nr. 19175 und 19185 — es sind übrigens Bullen, nicht Formeln 
und stehen daher mit der übrigen Sammlung in keinem inneren Zu- 

! ) unten S. 223, Ueberschrift von Formel I. 

*) S. XXV. 

•) „Beiträge zum päpstl. Kanzleiwesen im Mittelalter", Sitzungsberichte d. 
k. bair. Akad. d. Wiss. phil. hist. Cl. 1890, S. 221 ff.; vgl. S. 223: „demnach 
dürfte diese Sammlung von Privilegien nicht früher als in die zweite Hälfte des 
13. Jahrhunderts zu setzen sein. 41 

<) unten S. 275 Anm. 

*) unten S. 300 Form. Cl. 4 und 6 ff. 



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Einleitung. XXXIX 

sammenhang — finden sich nur in H, die Bulle „Devotionis vestre" 
und die Fortsetzung, die sich an die Formelsammlung reihte (Nr. Gl), 
nur in E. 

Die Beachtung dieses Verhältnisses giebt uns wohl auch den 
Schlüssel zur Lösung der einzig verwickelten Frage der Cistercienser- 
briefe, bezüglich deren Simonsfeld allerdings sehr bemerkenswerte Ein- 
wände erhoben hat. l ) Sie betrifft die Formeln 13 — 29, Ausföhmngs- 
bestimmungen, um die Cistercienser im Genüsse einzelner ihnen ver- 
liehener Vorrechte zu schützen. Diese theilen sich wieder in zwei 
Gruppen : 1) Formel 13 — 20, nur in R in vollem Wortlaut überliefert, 
in E nur mit den Anfängen und in theil weise abweichender und er- 
weiterter Fassung angeführt. 2) Formel 21 — 29, in H und E nach 
Wortlaut und Reihenfolge gleich enthalten.- 

Diesem Gegensatz in der handschriftlichen Ueberlieferung ent- 
spricht nun auch ein bedeutsamer Unterschied in der Entstehungszeit. 
Von der zweiten Gruppe lassen sich die Formeln Nr. 21 — 27 aus der* 
Zeit Gregors IX. nachweisen, einzelne davon sind in der ersten Zeit 
Innocenz' IV. gleichlautend wiederholt. F. 28 und 29 reichen in noch 
frühere Zeit zurück, die Fassung im Formelbuch entspricht aber spä- 
terer Ueberarbeitung. F. 28 ist von Honorius III., Gregor IX. und 
Innocenz IV. in einer von der Formel stark abweichenden Fassung aus- 
gestellt 2 ) Eine Bulle aus der späteren Zeit Innocenz' IV. nähert sich 
zwar der Formel, 8 ) doch fehlt noch die Klausel: „et si pro mona- 
steriis de novo fundandis tales possessiones pia fidelium devotione 
collate eis fuerint aut empte, committantur aliis excolende, a quibus 
ectlesiis decime persolvantur." Erst eine Ausfertigung unter Alexan- 
der IV. vom 9. Sept. 1255 deckt sich vollständig mit der Formel. 4 ) 

Schritt für Schritt lässt sich die Ausgestaltung der letzten Formel 
Nr. 29 „Non absque dolore" verfolgen. 5 ) Das Incipit taucht zum 
erstenmal auf in IL 15356, 1185 Jänner 23, für die Johanniter. 6 ) Die 
Formel ist wesentlich bereits dieselbe, Einzelheiten weichen noch stark 
ab. Näher noch schliesst sich ein Beispiel aus der Zeit Innocenz' III. 



l ) L c. S. 221—222. 

*) Honorius III. 1224 Nov. 11 (Henriquez, Priv. ord. Cisterc. 60 Nr. 12) 1225 
März 4 (Monuments pour servir ä Thistoire des provinces du Namur etc. 2, 27) 
Gregor EX. 1230 Jan. 7 (Dugdale, Monast Anglic. 5, 601 Nr. 27) Innocenz IV. 
1244 April 8 (Monum. 39 Nr. 32). 

«) Innocenz IV. 1250 Okt 7 (Weech Cod. dipl Salem. 295 Nr. 264.) 

«) Wirtemberg. ÜB. 5, 123. 

ö ) Ich gebe von der sehr häufig ausgefertigten Formel nur einige charak- 
teristische Beispiele. 

8 ) Pflugk-Harttung, Acta pontificum 2, 391. 



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XL Einleitung. 

vom 26. Nov. 1212 an; 1 ) weil es aber vor das Lateranconcil fallt, 
lautet die Zehentclausel „vel decimas laborum vel nutrimentorum 
ipsorum", der Zusatz „de terris habitis ante concilium gene- 
rale 1 ' fehlt, dagegen folgt zum Schluss eine Fortsetzung „de 
monachis autem et canonicis regularibus id servetur" etc. Eine 
Bulle Honorius' III. vom 15. Sept. 1216*) enthält die Zehent- 
clausel bereits gleich der Formel, zum Schluss aber noch eine Fort- 
setzung „Villas autem in quibus bona predictorum fratrom vel homi- 
num suorum per violentiam detenta fuerint, quamdiu ibi sunt, inter- 
dicti sententie supponatis." Gleichlautend damit ist eine Urkunde 
Gregors IX. für das Kloster Bebenhausen; 8 ) dagegen hat eine wenig 
spätere Ausfertigung vom 2. Mai 1231 für das Kloster Schönthai 4 ) 
den erwähnten Schlusssatz bereits abgestossen, nur mangelt gegen- 
über der Formel noch die Klausel „ante quod susceperunt eiusdem 
ordinis instituta u . Eine Bulle Innocenz' IV. endlich vom 8. April 
1244 fiir das Kloster Maulbronn stimmt wörtlich mit der Formel 
überein. 6 ) Die Formeln 21 — 29 waren daher unter Gregor IX. um 
das Jahr 1235 bereits in Geltung und sind auch unverändert ge- 
blieben, nur bei F. 28 und 29 wurden unter Innocenz IV. und Ale- 
xander IV. noch Klauseln und Zusätze eingefügt. 

Anders steht die Sache bei der Gruppe 13—20. Hievon tauchen 
Nr. 13, 14 und 19 in der ersten Hälfte des Jahres 1244 auf, also 
gerade zu der Zeit, die wir gleich als die Abschlusszeit der Sammlung 
im grossen und ganzen kennen lernen werden. Nr. 15 — 17 kann ich 
erst aus den Jahren 1245 und 1246, Nr. 20 erst unter Alexander IV. 
nachweisen. 6 ) 

Ein weiteres Stadium verweist nun in die Zeit Urbans IV. Unter 
ihm erfolgte eine Reihe von Privilegienbestätigungen für die Cister- 

l ) Monum. 2, 18. 

*) ebenda 2, 21 Nr. 13. 

«) Wirtemberg. ÜB. 3, 247. 

«) ebenda 2, 283. 

5 ) ebenda 4, 77. 

fl ) S. die Nachweiße unten in der Tabelle. Bei Formel 18 dürfte vielleicht 
ein Irrthum in der Eintragung obwalten. Unter der Arenga „Solet annuere" 
wird den Cisterciensern Zehentfreiheit „de animalium nutrimentis" etc. zuge- 
standen (Diplomatarium Arna-Magnaenum ed. Thorkelin 1, 140 Innocenz IV. 1244 
März 1), während ihnen die in der Formel enthaltene allgemeine Privilegienbe- 
stätigung unter der ähnlichen Arenga „Annuere consuevit sedes apostolica piis 
votis et honestis petentium precibus favorem benivolum impertiri" ertheilt wird 
(Thorkelin 1, 141, Innocenz IV. 1244 März 2). Bis auf unbedeutende Abweichungen 
gleichlautend mit der Formel ist die Bulle Alexanders IV. von 1256 Juni 11 für das 
Benedictinerklobter Komburg (Wirtemberg. ÜB. 5, 158). 



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Einleitung. XLI 

cienser; die meisten wurden wörtlich nach den bestehenden Formeln 
wiederholt, bei • anderen wurden geringfügige Aenderungen vorge- 
nommen; so wurde bei F. 13 der Schluss etwas abgeändert, bei F. 15 
trat das „ad instar Innocentii IV. predecessoris nostri" hinzu, F. 17 
„Meritis sacre religionis" wurde in anderer Fassung ausgestellt 1 ) Neu 
hinzu kamen die Formeln „Religionis vestre 41 und „Sacre vestre reli- 
gionis." 2 ) 

Wir haben also einen Grundstock von Formeln zu scheiden, der 
1244 bereits vorhanden sein konnte, und eine Reihe von Nachträgen 
und Zusätzen. H bringt den Wortlaut der Nachträge aus der Zeit 
Innocenz' IV. und Alexanders IV. und F. 13 und 15 mit den unter 
Urban IV. vorgenommenen Veränderungen, E bringt statt dessen so- 
zusagen ein Regest der letzten Redaktion: „Dominus Urbanus papa 
concessit has iudulgentias Cisterciensibus u etc. 

Ein ganz ähnliches Verhältnis obwaltet bei Formel VI. Die Regel 
für die „moniales inclusae S. Damiani" gab Kardinal Ugolino, der 
spätere Papst Gregor IX., als päpstlicher Legat. 8 ) Ein Privileg, das er 
am 26. Aug. 1235 für das in der Formel genannte S. Gregor- und 
Marienkloster in Ascoli ausstellte,*) stimmt auch bereits mit der 
Formel überein; nur fehlt natürlich der Zusatz im § 3 „et formulam 
vite vestre a felicis recordationis G. papa predecessore nostro ordini 
vestro traditam, cum adhuc esset in minori oflicio constitutum" Der 
Zeit Gregors IX. entspsicht auch der in der Formel und dem Privileg 
von 1235 genannte Bischof M. v. Ascoli — es ist Marcellinus (1230— 1237). 

Die ursprüngliche Eintragung muss also auf das Privileg von 1235 
zurückgehen; aber keine der beiden Ueberlieferungen bringt sie un- 
verändert. H schaltet den oben angeführten Zusatz ein, den ich zum 
erstenmal in einem Privileg für Santo Spirito in Penne vom 9. Nov. 
1252 5 ) nachweisen kann. Durch Urban IV. erhielt der Orden am 
18. Oct. 1264 eine neue Regel und den nunmehr ausschliesslichen 
Namen Clarissinen. 6 ) Diesem Stadium entspricht die Ueberlieferung 
in E, die überdies, da sie Urban IV. als bereits verstorben erwähnt, 
erst nach 1264 entstanden sein kann. 7 ) 

*) Urban IV. 1262 Mai 15 (Henriquez 73 Nr. 39). 

») 1262 Mai 6 (Henriquez 72 Nr. 37.) 

») Sbaralea, Bullar. Franciscan. 1, 394 inserirt in die Bestätigung Inno- 
cenz' IV. von 1245 Nov. 13. 

♦) Sbaralea 1, 172. 

*) Sbaralea 1, 637. 

*) Sbaralea 2, 509. 

*) Das erste der Fassung von E entsprechende Beispiel bietet ein Privileg 
vom 23. März 1266 für das Kloster „Montis Lucii", Sbaralea 3, 375. 



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XLII Einleitung. 

Wesentlich einfacher steht die Frage bezüglich derjenigen For- 
meln, bei denen H und E übereinstimmen. Ein Blick in die Tabelle 
lehrt, dass der grössere Theil derselben auf Innocenz III. und mehr 
noch auf Honorius III. und Gregor IX. zurückgeht, ein kleinerer 
Theil entstammt der Zeit Innocenz IV. Ueber diese geht keine hin- 
aus. 1 ) Nur für die Gruppe Kr. 56—61, Schutzbriefe für die beiden 
Hospitale von Altopascio (zwischen Lucca und Pistoja) und Santo 
Spirito in Born ist es mir nicht gelungen Belege beizubringen. 8 ) Aber 
der Bestand dieser Gruppe wird für die erste Zeit Innocenz' IV. einer- 
seits durch die auf unsere Formeln bereits Bezug nehmenden Nach- 
träge, 8 ) andererseits durch eine gleich nnten zu besprechende Kegister- 
eintragung vom Jahre 1247 bezeugt. Sichere Schlüsse lassen sich 
besonders aus den die Bettelorden betreffenden Formeln (Nr. 62 — 100) 
ziehen. Die Untersuchung dieser Gruppe hat bereits Erler abschliessend 
durchgeführt, 4 ) so dass ich lediglich auf seine Ausführungen verweisen 
und die wesentlichen Ergebnisse derselben wiederholen kann. Von 
den 38 Formeln gehen 22 auf Honorius III. nnd Gregor IX. zurück ; 
sie alle sind in der ersten Regierungszeit Innocenz' IV. (1243 — 1244) 
neu ausgefertigt und dabei theilweise abgeändert, 5 ) 16 weitere sind 
damals neu hinzugefügt worden. Die Fassung der Formeln entspricht 
dabei genau der Ausfertigung unter Innocenz IV.; dagegen ist Nr. 75 
von Innocenz IV. am 27. Juli 1246 in etwas erweiterter Gestalt 
wiederholt, die Formel schliesst sich aber der ursprünglichen Fassung 
vom 6. April 1244 an. Daraus hat Erler geschlossen, dass die Formel- 
sammlung „im Beginn von Innocenz' IV. Pontificat abgetasst wurde." 

Ausser durch die Nachträge erhalten wir dafür noch ein ganz 
bestimmtes Zeugnis durch die Registereintragung eines Privilegs für 
das Hospiz auf dem grossen St. Bernhard vom 9. April 1247. 6 ) Die 

') Wenn F. 48 „Querelam dilectorum filiorum" in der Ausfertigung für den 
deutschen Orden erst aus der Zeit Alexanders IV. zu belegen ist, so widerspricht 
dies nicht, dass die der Formel zugrunde liegende Ausfertigung für die Templer 
in der Gascogne in frühere Zeit zurückreichen kann. Andernfalls wäre hier ein 
vereinzelter späterer Nachtrag zu verzeichnen. 

*) Win schlecht es hier noch mit der Ueberlieferung beziehungsweise den 
Drucken bestellt ist, mag daraus ersehen werden, dass von den bestimmt datirten 
Beispielen des Nachtrags F. CI. nur zwei nachzuweisen sind : F. CI. 1 = Berger, 
Reg. d'Innocent IV. Nr. 381, 1243, Dec. 8 und F. CI. 2 = Potth. 15050 aber 
vom 7. Juli 1253 datirt. 

*) Vgl. insbesondere CI. 4. 

*) s. xxin-xxv. 

6 ) Vgl. Erler 1. c. und unten in der Tabelle die Anmerkung zu F. 63, 65, 
78 und 90. 

*) BernouUi, Acta pontificum Helvetica, 1, 198—199: vgl. dazu Mittheil d. 
Instituts f. Osten:. GF. 13, 639. 



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Einleitung. XLIH 

Fassung des Privilegs deckt sich vollkommen mit der Formel LVI 
für Altopascio. Der Text im Eegister, beziehungsweise dem der ße- 
gistereintragung in dem Fall wohl zugrunde liegenden Goncept, läuft 
nur bis zur Nennung des Eigennamens und verweist für das weitere 
einfach auf die Formel: etc. ut habetur in provinciali can- 
cellarie usque in finem. 

Zur Bestimmung der Grenze nach oben dürfte auch noch der 
Umstand geltend gemacht werden können, dass das vom 2. Jänner 
1245 datirte Einberufungsschreiben zum Lyoner Concil, Potth. 11493 
in H als letztes Stück an die Formelsammlung sich anreiht. 1 ) Die 
Zeit von der Flucht aus Givita Gastellana bis zur Ankunft in Lyon 
(Ende Juni bis Anfang December 1244) kommt für unsere Frage ausser 
Betracht, da die Kanzlei damals so gut wie aufgelöst war. 2 ) Es bleiben 
also für den Abschluss der Formelsammlung zwei Möglichkeiten : die 
erste Hälfte des Jahres 1244, oder die erste Zeit des Aufenthaltes zu 
Lyon. Für die erstere Annahme spricht der Umstand, dass die jüngsten 
datirbaren Stücke auffallend stark dieser Zeit angehören. Den For- 
meln 65, 71 und 76 entsprechen Bullen vom 6. April 1244, F. 1b ist 
vom 7. F. 89 vom 21. April, F. 88. und 87 vom 17. und 24. Juni 
datirt; die letzteren Stücke sind bereits in Civita Castellana ausge- 
gestellt und dürften demnach unmittelbar vor der Flucht des Papstes 
eingetragen sein; sie schliessen zugleich die Beihe der Dominicaner 
Privilegien. 

Die oben erwähnte Begistereintragung vom 9. April 1247 habe 
ich an anderer Stelle als das älteste datirte Zeugnis für den Bestand 
der im Liber Provincialis vereinigten Formelsammlung bezeichnet. 8 ) 
Ich mus8 dies jetzt dahin einschränken, dass ich sie nur als frühestes 
Zeugnis für den Abschluss der Sammlung gelten lassen kann, wäh- 
rend ich für den Bestand einer ursprünglichen Theilsammlung seither 
auf einen älteren Beleg aufmerksam geworden bin. Das Original eines 
Privilegs für die Karthause Seitz vom 17. November 1228 4 ) trägt am 
oberen Band den Vermerk: ascultetur cum provintiali. 5 ) Ende 
1228 war demnach die Formel für das Karthäuser-Privileg bereits in 
den Liber Ptovincialis eingetragen, und zwar, wie wir bestimmt an- 
nehmen dürfen, nicht sie allein, sondern eben der Grundstock der 



*) Vgl. darüber Mittheil. d. Institute f. österr. GF. 12, 248. 
») Vgl o. S. xxxn. 

«) Mittheil. d. Instituts f. österr. GF. 13, 640. 
<) Zahn, ÜB. d. Herzogthums Steiermark 2, 346. 

*) Diekamp, Zum päpstlichen Urkundenwesen des XI. XII. und der ersten 
Hälfte des XIII. Jahrhunderte, Mittheil, des Instituts f. österr. GF. 3, 600. 



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XLIV Einleitung. 

ganzen Sammlung. Woraus dieser bestanden haben kann, darüber 
gibt uns wieder ein Blick in die Tabelle den raschesten Aufschluss. 
Es waren die Privilegien für die eigentlichen Mönchsorden (mit Aus- 
schluss von P. 6), für die Bitterorden und vielleicht auch das 
für Erzbischöfe, Bischöfe und Juden, ferner die gesammten kleineren 
Schutzbriefe und Ausführungsbestimmungen für die Bitterorden (etwa 
mit Ausnahme von Nr. 48), vielleicht auch bereits einzelne Formeln 
für Cistercieaiser und Bettelorden. 

Der Kern unserer Sammlung konnte also bereits damals im 
Kanzleibuch vereinigt sein. Erlers Annahme, die auch ich theile, dass 
die Sammlung nach bestimmtem Plan und wesentlich in einem Guss 
erfolgt sei, x ) wird dadurch nicht erschüttert. Nur wird zwischen einer 
ersten einheitlichen Anlage und späteren Fortsetzungen geschieden und 
die Zeit dieser ersten Anlage bedeutend hinaufgerückt. Halten wir 
am 4. Lateranconcil als Ausgangspunkt fest, so gelangen wir dadurch 
zu ganz engen Grenzen: 1215—1228. Da das letzte Lebensjahr 
Innocenz 1 III. kaum mehr in Betracht kommen dürfte, bleibt der Pon- 
tificat Honorius' IQ. oder die erste Zeit Gregors IX. 

Gerade an der Grenze beider Pontificate, Ende 1226 und 1227,* 
stand Sinibald Fieschi, der spätere Papst Innocenz IV., an der Spitze 
der päpstlichen Kauzlei. 8 ) Wenn hier eine Vermuthung gestattet ist, 
so möchte ich annehmen, dass er damals als Kanzleichef begann, was 
er später als Papst erweitert und vollendet hat. In jenen Jahren 
war ja die codificatorische Thätigkeit an der Curie auch auf ver- 
wandtem Gebiet voll in Fluss. 1226 veröffentlichte Honorius III. seine 
Decretalensammlung, gleich zu Beginn seiner Begierung begann Gre- 
gor IX. die viel umfassenderen Vorarbeiten zu der seinigen. 8 ) 

1228 war der Grundstock der Sammlung bereits da und wahr- 
scheinlich kurz zuvor entstanden. In den späteren Jahren Gregors IX 
mögen vereinzelte Nachträga vorgenommen worden sein. Sicher ist 
dann unter Innocenz IV. 1244 eine umfassende Bevision und Ergänzung 
der Sammlung erfolgt. Einzelne Formeln wurden entsprechend um- 
geändert, ausserdem wurden ganze Gruppen neu hinzugefügt, so der 
eine Theil der Cistercienser-Urkunden und die grosse Gruppe der 
Schutzbriefe für die Bettelorden und wahrscheinlich auch für die Ho- 
spitale von Santo Spirito und Altopascio. 

Damit war die ursprüngliche Sammlung abgeschlossen, und nun 
reihten sich an sie ganz ähnlich wie beim Liber Censuum Nachträge 



*) S. XIX. 

*) Bresslau, ÜL. 1, 207—208. 

8 ) Schulte, Gesoh. d. Quellen u. Ldt. des canon. Rechts, 1, 90 und 2, 4. 



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Einleitung. XLV 

in doppelter Form: einerseits als Fortsetzung der ursprünglichen 
Sammlung (F. CI.), andererseits als Einschiebsel und Zusätze zu den 
bereits bestehenden Formeln. Dieser Art gehört die Ueberarbeitung 
von F. 13 und 15 und die Einschaltung der Formel Devotionis vestre 
und der Constitutionen für Dominicaner und Cistercienser, Potth. 
19175 und 19185, an. 

In dieser Weise lässt sich die Weiterbildung der Privilegien- 
sammlung durch die Poniificate Alexanders IV., Urbans 1Y. und Cle- 
mens 9 IV. verfolgen. 

Der Vermerk auf dem Seiter Privileg und die Registereintragung 
der Urkunde für das Hospiz anf dem grossen St. Bernhard geben uns 
auch Aufechluss über die doppelte Art der Benützung, der unsere 
Formelsammlung in der Eanzlei zugeführt wurde. Sie diente einer- 
seits als Nachschlagebuch in zweifelhatten Fällen, andererseits als Vor- 
lage bei Anfertigung des Concepts und der Reinschrift. 1 ) 

Dass im 13. Jahrhundert neben der officiellen eine Reihe an- 
derer Formelsammlungen zum Handgebrauch in der päpstlichen Kanzlei 
gedient haben, ist nicht zweifelhaft. Ich stimme insbesondere der 
Annahme Bresslaus 2 ) vollkommen bei, dass der Verhandlung von 1278 
über die litterae legendae et dandae die in den betreffenden Absätzen 
des Entwurfs nur mit kurzen Schlagworten bezeichneten Formeln 
selbst zugrunde gelegt waren. Eine oflficielle Sammlung und Buchung 
derselben ist jedoch nicht nachzuweisen. 8 ) 

Es dürfte sich empfehlen, die bisherigen Ausführungen über das 
Eanzleibuch des 13. Jahrhunderts kurz zusammenzufassen. Kern des- 
selben war das Bisthumsverzeichnis, das um das Jahr 1200 bereits 
selbstständig von der Fassung des Liber Censuum bestand. Im Jahre 
1228 hatten sich bereits der Grundstock der Privilegiensammlung, 
wahrscheinlich auch einige der ältesten Eide und Constit. I und II 
daran geschlossen. Eine wesentliche Bereicherung verdankt das Kanzlei- 
buch dem Pontificat Innocenz 1 IV.. Unter ihm wurde die Formel- 
sammlung erweitert und abgeschlossen, einzelne Canones des ersten 
Lyoner Concils und eine officielle Darstellung über den Verlauf des- 
selben, endlich der ältere Theil der Aufzeichnungen über Rechte und 
Gewohnheiten der Kanzlei (Constit. V.) eingetragen. Unter Alexan- 



i) Vgl. Mittheil. d. Institute f. österr. GF. 13, 640. Gegen Erler, der den 
Zweck der Sammlung auf die blosse Vergleichung in strittigen Fällen beschränkt 
wissen wollte, hat bereits Bresslau, HL. 1, 637 A. 4 Einsprache erhoben. 

*) UL. 1, 637-638. 

*) Eine Anzahl derselben findet sich im Formelbuch des Registrum Cle- 
mentis und im Cod. Vindob. 2188. 



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XLV1 Einleitung. 

der IV. kam die älteste Erhaltene Taxliste und der ihr entsprechende 
Rescribendareid hinzu, unter ihm und seinen beiden Nachfolgern 
Urban IV. und Clemens IV. wurde die Formelsammlung durch Nach- 
tzäge und Zusätze bereichert. Unter Nikolaus III. wurde die wichtige 
Verfügung über die geschäftsordnungsmässige Behandlung der päpst- 
lichen Bullen aufgenommen. (Constit. IX.) Kurz vorher, vielleicht 
unter Gregor X., hatten weitere Autzeichnungen über den Kanzlei- 
brauch stattgefunden (Constit. VI — VHL) 

Soweit war die Führung des Kanzleibuchs bis zur Verlegung der 
Curie nach Avignon gediehen. Johann XXII. bereicherte es im Jahre 
1331 durch die drei Constitutionen „Ratio iuris", „Pater familias" und 
„Qui exacti temporis 14 (Constit. XI — XIII.), die für die Kanzleiorgani- 
sation der Folgezeit grundlegend geworden sind. 

In der erstgenannten Bulle Johanns XXII. „Ratio iuris" ist noch 
der Eintragungsbefehl beachtenswert: S. 91: Volumus et statuimus, 
ut ordinationes et statuta nostra huiusmodi de verbo ad verbum in 
cancellarie et predicte audientie litterarum nostrarum 
regestris ex integro conscribantur. Unter „regestrum can- 
cellarie" wird unser Kanzleibuch zu verstehen sein, während wir unter 
dem „regestrum audientie" ein uns nicht erhaltenes oder nicht be- 
kanntes Normalienbuch der Audientia sacri palatii, der späteren Rota, 
vermuthen können. 1 ) „Regestrum Cancellariae (so genannt zum Unter- 
schied von Regestrum litterarum und Regestrum supplicationum) war 
der dem Wesen und Inhalt des Kanzleibuchs entsprechendste Name, 
weiter und richtiger als Liber Provincialis nnd minder farblos als 
Liber, Quaternus oder Quinternus Cancellariae. Aber gerade diese 
richtigste Bezeichnung ist ganz vereinzelt geblieben. Der gleiche Ein- 
tragungsbefehl kehrt nur noch in der ebenfalls für die Rota erlassenen 
Constitution Gregors XI. „Quamvis a felicis" (Constit. XXI) wieder, 
deren Schluss die vielfach wörtliche Benützung der Vorurkunde Jo- 
hannes XXII. deutlich erkennen last. 2 ) 

An den Pontificat Johannes XXII. knüpft sich noch eine weitere 
Neuerung. Schon zu Beginn seiner Regierung hatte der Papst ver- 
einzelte Bestimmungen über Pfründenreservation und die Behandlung 
der entsprechenden Bulleu getroffen. Diese hatten noch gleich den 



*) Ins allgemeine Register wurden die Constitutionen nicht eingetragen. 
Herr Dr. Teige, der jetzt sämmtliche Bände Johanns XXII. Blatt für Blatt durch- 
genommen hat, versichert mir bestimmt, dass sich fceine der drei Constitutionen 
in den Registern findet, während er die im, Kanzleibuch fehlende Constit. XIV. 
im Registerband Nr. 101 vorfand (vgl. unten Zusätze und Berichtigungen S. 450) 

*) Vgl Constit. XXI, 13 nnd XI, 45. 



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Einleitung. XLVTT 

Constitutionen Aufnahme in den alten Liber Provincialis gefunden. l ) 
Als er aber später zusammenhängende Verfügungen darüber erliess 
und dadurch zum Begründer der Eegulae Cancellariae wurde, fanden 
diese sowie ihre fortan ständige Erneuerung und Erweiterung von 
Papst zu Papst Aufnahme in ein selbstständiges von der Constitutio- 
nen- und Formelsammlung unabhängiges Kanzleibuch. 2 ) In ähnlicher 
Weise schritt man ebenfalls noch unter Johann XXII. zur Anlegung 
eines selbstständigen Taxbuches, das im 15. Jahrhundert als Liber 
Johannis XXII. citirt wurde. 3 ) 

Der Begriff „Liber Cancellariae" wird fortan zum Sammelnamen; 
die Bezeichnung kam in gleicher Weise den Constitutionen und den 
Begulae zu und taucht für letztere sogar früher auf als für erstere. 4 ) 
Nur selten wird in genauerer Weise zwischen den beiden Abtheilungen 
geschieden. 6 ) 

Aber auch die Einheitlichkeit des Liber Cancellariae im en- 
geren Sinn, des Constitutionen- und Formelbuchs, hatte bald ein 
Ende. Die Constitution „Decens et necessarium 44 (Constit. XVI.), die 
Benedikt XII. ergänzend zur Bulle „Ratio iuris 44 erliess, fand noch 
Aufnahme in den Liber Provincialis 6 ); als man aber unter den spä- 
teren Avignonesischen Päpsten umfangreichere Neueintragungen begann, 
schuf man dazu ein neues selbstständiges Kanzleibuch, das ergänzend 
zum alten Provincialis trat. Unterrichtet sind wir darüber durch das 



i) Erler 167— 16a 

*) Vgl. Ottenthai, Regulae Cancellariae S. VII ff. und meine Bemerkungen 
in Mittheil. d. Instituts f. österr. GF. 11, 341. 

s) Vgl. darüber Mittheil. 13, 22 ff. insbesondere S. 25 und 30. 

4 ) Reg. Canc. Clement. VII. Nr. 76 (1379 Jan. 25) mandavit quod ita in 
libro cancellarie scriberetur. Für das Constitutionenbuch zum erstenmal 
im Schlusswort zu den Transsumpten Dietrichs von Nieheim gebraucht; dann 
officiell in den Eonstanzer Concordaten und in der Constitution Martins V. „In 
apostolicae dignitatis u unten S. 136 Constit. XXVI. 10. 

8 ) Regul. Canc. Clement. VII. Nr. 119: ita est in libro regularum 
cancellarie, Nr. 131: et hoc mandavit scribi in regulis cancellarie 
ebenso in Nr. 132 und 133. Nr. 136: in libro regularum et ordinatio- 
num. Regal. Bonifatii IX. Nr. 66: et mandavit michi Barthol omeo Francisci, 
ut hoc scriberem et ponerem in regulis dicte cancellarie. Umgekehrt 
lautet die Publicationsnotiz in den Konstanzer Concordaten (Hübler, die Kon- 
stanzer Reformation 165): in libro cancellarie S. R. E., in quo Roma- 
norum pontificum constitutiones solent conscribi. 

fl ) Ob die in den Constitutionen XI und XII enthaltenen Eide (Iuram. IX. 
b. c. X. XL) bereits unter Benedikt XII. oder erst durch Dietrich von Nieheim 
selbstständig aufgezeichnet wurden, lässt sich nicht entscheiden (vgl. die Fassung 
„per felicis recordationis Johannem XXII. gegenüber „per dominum nostrum Jo- 
hannem (t in den Bullen). 



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XLVIII Einleitung. 

Schlusswort, das Dietrich von Nieheim dorn zweiten Theil seines 
Kanzleibuchs anfügte: „Finis secundi libri cancellarie . . . 
de libro eiusdem cancellarie qui inibi vulgariter appel- 
latur „quaternus albus" extracti. 1 ) 

Der Inhalt dieser „neuen Lage" gliedert sich in zwei grosse 
Gruppen: a) Formeln b) päpstliche Constitutionen. Letztere ent- 
halten zum grössten Theil die Bullen, welche die Päpste von Johann XXTL 
bis Urban VI. zur Reservirung der Pfründen speciell in den der 
römischen Kirche unmittelbar unterworfenen Gebieten und den Kirchen- 
provinzen Mittel- und Oberitaliens erliessen. Inhaltlich stehen diese 
Keservationsbullen in naher Verwantschaft zu den Kegulae Cancel- 
lariae, welch letztere wiederholt auf die ihnen zn Grunde liegenden 
Constitutionen verweisen. 2 ) Der Zweck, den man mit der Eintragung 
und Sammlung dieser Constitutionen im Kanzleibuch verfolgte, ist 
leicht einzusehen; sie boten ja die rechtliche Grundlage für einen 
Theil der Vielgeschäftigkeit der päpstlichen Kanzlei, ihr Wortlaut war 
für die Fassnng der Beneficialbullen zu berücksichtigen. 

Heute sind sie lediglich für den Canonisten von Wert und würden 
von dieser Seite allerdings Beachtung und zusammenhängende Bear- 
beitung verdienen 8 ); für die Kenntnis des formellen Geschäftsgangs der 
Kanzlei sind sie belanglos. Ich habe mich daher begnügt, eine genaue 
Inhaltsangabe dieses Theils unten in der Beschreibung der Handschrift 
B zu geben, für die Edition habe ich aus diesem Theil nur zwei Con- 
stitutionen ausgewählt, die in näherer Beziehung zur Kanzlei und den 
mit ihr verwandten und verbundenen Curialbehörden stehen (Constit. 
XV. und XXI.) Auf letztere Constitution wird überdies in der Gesetz- 
gebung Martins V. Bezug genommen. 4 ) 

Wichtiger für unsere Zwecke sind die in diesem Kanzleibuch ver- 
einigten Formeln (unten Form. Nr. CII — CLXXX.) Sie gliedern sich 
wieder in drei Gruppen: Nr. CH — CV, Nr. CVI-CLXIII und 
Nr. CLXIV— CLXXX. 

*) Vgl. darüber meine Ausfuhrungen in Mittheil. d. Instituts f. österr. GF. 
10, 464. Erhalten ist uns der „Quaternus albus* 1 einerseits in der Abschrift 
Dietrichs von Nieheini Cod. ßarberin XXXV. 69., andererseits im Cod. Vat. lat 3984. 

2 ) Vgl. Ottenthai Reg. Urbani V. Nr. 10 : Item idem dominus noster non. 
ian. pontificatus sui anno primo revocavit omnes expectationes concessas per 
predecessorem suum dominum Innocentium, in quibus ius non esset in re ex* 
pectanda quesitum, prout in constitutione super hoc facta plenius 
continetur; die betreffende Bulle steht im Cod. Barb. XXXV. 69 (B) p. 159; 
ebenso decken sich Urban V. Nr. 29 mit B. p. 156, Gregor XI. Nr. 37 mit B. p. 
164, Urban VI. Nr. 5 mit B. p. 171. 

s ) Vgl. jetzt Eubel, Zum päpstl. Reservations- und Provisionswesen, Rom. 
Quart Schrift, 8, 169 ff. 

4 ) „In apostolicae dignitatis" Constit. XXVI. 1. 



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Einleitung. XLIX 

Die erste Gruppe steht noch in enger Beziehung zur Formel- 
sammlung des alten Kanzleibuchs, zu der sie ergänzend tritt. Sie 
enthält die bereits von Delisle veröffentlichte und vielbesprochene An- 
weisung zur Herstellung der grossen Privilegien, reiht daran zwei 
Privilegienmuster für Benediktiner und Augustiner, die im alten Kanzlei- 
buch nur gemeinsaih mit den Praemonstratensern bedacht worden 
waren (Nr. III), und schliesst mit den Eota-Devisen von Innocenz VI. 
bis Urban VI. Formel CHI nennt in Titel und Datumzeile Clemens VI., 
in der Unterschrift und Bota Johann XXII. und bringt zum Schluss 
ein bestimmtes Datum, den 4. April 1343. Diese Aufzeichnung kann 
daher erst unter Clemens VI. entstanden sein, und damit stimmt auch, 
dass die Nachtragung der Eota-Devisen mit Innocenz VI. einsetzt. 1 ) 

Die Ausfertigung der grossen Privilegien, die im 12. Jahrhundert 
und im 13. noch bis auf Gregor IX. zu den häufigsten Urkundenarten 
der päpstlichen Kanzlei gehörten, hatte seit dem Pontificat Innocenz' IV. 
plötzlich abgenommen 2 ) ; im 14. Jahrhundert zählten sie zu den Selten- 
heiten. Die Regeln über die Schreibart der Privilegien wurden dem- 
nach nicht damals aufgezeichnet, als sie häufig angewandt und daher 
auch jedem geläufig waren, sondern gut ein Jahrhundert später, da 
sie selten geübt und daher in Gefahr waren, in Vergessenheit zu ge- 
rathen. 

Ganz anders gestaltet sich die folgende Gruppe. Sie steht in 
keinem Zusammenhang mehr mit der Formelsammlung des Provin- 
cialis, sondern spiegelt die Eigenart der Papsturkunden aus Avigno- 
nesischer Zeit wider. 3 ) Sie umfasst das grosse Gebiet der litterae de 
gratia und enthält im Gegensatz zu den Beneficialbullen, für deren 
Ausgestaltung von Fall zu Fall die Begulae Cancellariae den Schlüssel 
an die Hand gaben, jene Briefe, die nach feststehender Formel aus- 
gefertigt werden konnten. 4 ) Es ist die grosse Masse der Indulgenzen 
und Dispensen. Der Charakter einer auf zahlreichste Wiederholung 
in Einzelfallen berechneten Mustersammlung tritt hier deutlich hervor. 
Vollständigkeit ist sowenig erreicht wie bei der officiellen Sammlung 
aus dem 13. Jahrhundert; aber für einen stattlichen Theil immer 



l ) Einen der seltenen Fälle eines grossen Privilegs aus der Zeit Clemens' VI. 
bringt Tafel 58a der Specimina Vaticana Regestrorum summorum pontificum 
(1350 Sept. 27). Die Rotadevise Clemens 1 VI. ist dieselbe wie die Johanns XXII., 
weshalb in Formel Olli nur letztere eigens angeführt ist. 

*) Vielleicht hängt dies gerade mit der erfolgten Codificirung zusammen. 

8 ) Als etwas Neues wird sie auch im Kanzleibuch durch die Ueberschrift 
„Incipiunt diverse forme litterarum domini pape" (unten S. 307) eingeführt. 

4 ) Es sind die in Constit. XII. 5 genannten litterae gratiosae quae non 
mutantur. 

Tan gl, P4p«U. Kanzleiordnungen. IV 

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L Einleitung. 

wiederkehrender Fälle war damit doch vorgesorgt. Nach Formel 106 
wurden im 6. Pontificatsjahr Innocenz' VI. allein über 600 Briefe aus- 
gefertigt 1 ) ; ihr sowie den Formeln 108, 1 1 1—113, 1 16—1 19, 129—130, 
132 — 133 entsprechen in den Registern jener Zeit Jahr für Jahr 
ganze Lagen. 

Wie die im Kanzleibuch gesammelte Reihe der Reservationsbullen 
mit den Regulae, so stehen die Formeln mit den Taxlisten in nahem 
Zusammenhang. Bezeichnend ist, dass die 6 ersten Formeln genau 
dieselbe Reihenfolge einhalten wie die in der Bulle „Pater familias u 
enthaltenen Ansätze der Abbreviaturen- und Scriptorentaxe (Constit. 
XII. 60 — 65 und 136—142). Bei den weiteren Formeln ändert sich 
zwar die Reihenfolge aber nicht die nahe Beziehung. Die Schlag- 
worte, die in der Taxliste der Bulle „Pater familias" begegnen, wird 
man zum grossen Theil in den Ueberschriften der Formeln wieder- 
finden. Andere Formeln, die in der Bulle „Pater familiär" nicht er- 
wähnt werden, lassen sich aus dem späteren Avignonesischen Taxbuch 
belegen. 2 ) Der bezeichnendste Fall ist folgender: Taxbuch Nr. 13: 
Mandatur provideri in forma que incipit „Dignum arbitra- 
mur", taxatur ad gr. XX; dem entspricht Formel 163. 

So gut wie der Verhandlung unter Nicolaus III. über die litterae 
legendae dürften auch der Taxbulle Johanns XXII. die entsprechenden 
Formeln bereits zugrunde gelegen haben. Ihre Sammlung im neuen 
Kanzleibuch erfolgte allerdings erst beträchtlich später. Im folgenden 
soll versucht werden, die Handhaben, welche die Formeln selbst für 
ihre Einreihung bieten, zusammenzustellen: 

F. 106 fällt jedenfalls vor Gregor XL, da sie unter ihm durch 
Zusätze vermehrt worden ist. F. 111 „Petro tt. s. Martini in Montibus 
presbitero card." Ein Kardinal gleichen Namens und Titels wird in 
Papstbriefen aus den Jahren 1330 und 1335 erwähnt. 3 ) Die Ausfertigung 
der Formel fällt also in die letztere Zeit Johannes XXII. oder in die ersten 
Jahre Benedikts XII. F. 121 und 132 nennen den 1323— 1361 nachweis- 
baren Vicekanzler Petrus, Kardinalbischof von Palestrina. 4 ) F. 1 27 — 128 



>) Mittheil. d. Instituts f. österr. GF. 13, 39. 

') Mittheil. d. Instituts f. österr. GF. 13,77 ff. So deckt sich F. 116-119 
mit Taxb. 30, F. 125 = Taxb. 92, F. 128 = Taxb. 93-94, F. 153 = Taxb. 228, 
F.154u. 176 = Taxb. 123, F. 160 = Taxb. 190, F. 161 = Taxb. 178, F. 164 = Taxb. 
88, F. 166 = Taxb. 163, F. 170 = Taxb. 247, F. 173 = Taxb. 165, F. 174 = 
Taxb. 120, F. 179 = Taxb. 162. 

8 ) Riezler, Vatik. Akten z. deutschen Gesch. in d. Zeit Ludwigs d. Baiern 
Nr. 1420 und 1762; scheint identisch mit dem 1336 verstorbenen Kard. Petrus 
des Chappes (Ciaconius 2, 426). 

4 ) Bresslau UL. 1, 210. Kardinalbischof von Palestrina seit 1323, Vice- 



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Einleitung. LI 

sind gerichtet an einen Erzbischof von Braga, der früher Bischof von 
Lissabon gewesen war. Es ist dies Gonzalo Pereira, der 1326 zum 
Erzbischof von Braga erhoben wurde. Demgemäss ist auch in der 
Formel der Pallienüberreichung Johann XXII. genannt. F. 129 ist 
nach Clemens V. [ausgestellt. F. 130 steht gleichlautend als Bulle 
Johanns XXII. vom 23. Jänner 1327 in den Extravag. comm. 2, 1, 
nur dass in der Formel Johann XXII. als bereits verstorben genannt 
wird. F. 131 ist gerichtet an einen Erzbischof Jakob von Lund; der 
eine dieses Namens von 1253 — 1274 ist ausgeschlossen, weil in der 
Formel Bonifaz VIII. bereits als „predecessor" des ausfertigenden 
Papstes erscheint; bleibt also der andere von 1355 — 1361, und da- 
mit ist die Zugehörigkeit dieser Formel, beziehungsweise ihrer Einzel- 
aasfertigung zum Pontificat Innocenz' VI. sichergestellt. F. 135 nennt 
Clemens V., F. 150 Benedikt XII als verstorben. F. 154 und 158— 
161 sind gerichtet an Maria, die Tochter König Philipps VI. und der 
Königin Johanna von Frankreich. Die Ehe der Eltern währte von 
1313 — 1348; die Bullen fallen jedenfalls vor die Heirat Marias mit 
Johann von Brabant. F. 161 nennt als Papst Johann XXII., dessen 
Pontificat demnach die ganze Gruppe zuzuweisen sein wird. 

Die Sammlung dieser Formeln ist also jedenfalls nach Clemens V. 
und vor Gregor XI entstanden; innerhalb dieser Grenze verweisen 
einige in den Pontificat Johanns XXII., die jüngeren in die Zeit Cle- 
mens' VX und Innocenz 1 VI. 

Dieser zusammenhängenden Gruppe von Formeln folgen nun im 
2. Theil dieses Kanzleibuchs, unter die Reservationsbullen versprengt, 
noch einzelne Nachläufer. Es wird sich vor allem darum handeln, ob 
sich aus den meist bestimmt datirten Constitutionen irgend welche 
Anhaltspunkte ergeben. l ) Es zeigt sich, dass zwei Bullen Benedikts XII. 
denen Johanns XXII. vorangestellt sind und dass den Eintragungen 
aus der Zeit Johanns XXII., Benedikts XII. und Clemens 1 VI. streng 
chronologische Reihenfolge mangelt und sich erst mit einer einzigen 
Ausnahme seit dem Pontificat Innocenz 1 VI. einstellt Die Reserva- 
tionsbullen Johanns XXII. und Benedikts XII. finden sich ferner 
8ämmtlich auch in den Registern, können daher sehr wohl erst später 
aus ihnen gesammelt worden sein. 

Von den Formeln dieser Gruppe nennt F. 165 Johann XXII. als 
bereits verstorben, F. 168 ist von diesem Papst am 9. Febr. 1332 



kanzler seit c. 1330. Dagegen vermag ich einen in F. 122 genannten P. episc 
Tuseulanus aus dem 14. Jahrhundert nicht nachzuweisen; ebensowenig, den in 
F. 125 genannten Bischof von Chios, der als Erzbischof nach Corfu übersetzt wurde. 
Vgl. die Aufzählung unten bei der Beschreibung der Hs. B. 

IV 



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LH Einleitung. 

ausgestellt. F. 170 datirt vom 8. August 1346, F. 171 allgemein aus 
der Zeit Clemens' VI., F. 172 vom 18. August 1347, F. 173 fallt un- 
mittelbar vor das Jubeljahr 1350. Der „Symon electus Cantuariensis" 
in F. 174 ist nicht sicher festzustellen, da es im 14. Jahrhundert drei 
dieses Namens gab; die Wahrscheinlichkeit spricht aber für Symon 
Islip 1349—1366. F. 175 datirt vom 30. Mai 1350. F. 176 fällt 
jedenfalls vor 1360, in welchem Jahre die in ihr genannte Herzogin 
Johanna von Burgund starb. F. 177 gedenkt Ludwigs des Baiern 
als bereits verstorben (also nach 1347). F. 178 nennt als Papst Cle- 
mens VI. und ist gerichtet an N. Bischof von Ostia. N. ist in dem 
Fall nicht etwa eine Abkürzung von Nicolaus sondern die beliebte 
Unbekannte für Eigennamen. Der wahre Name lässt sich aber aus 
den weiteren Angaben der Formel feststellen. Der betreffende war 
zuerst Bischof von Clermont, dann Kardinalpriester von S. Giovanni 
e Paolo und endlich Kardmalbischof von Ostia. Es ist dies niemand 
anderer als Stephan Aubert, der spätere Papst Innocenz VI., seit 
13. Februar 1352 Bischof von Ostia. 1 ) Die Bulle fällt also in die 
letzte Zeit Clemens 1 VI. und dürfte unter seinem Nachfolger, für den 
sie ausgestellt war, Eintragung ins Kanzleibuch gefunden haben. Die 
letzte dieser Formeln endlich Nr. 180 ist von Innocenz VI. selbst 
ausgestellt. 

Auch dieses Kanzleibuch ist uns nur in Abschrift überliefert, die 
betreffenden Handschriften decken sich in Inhalt und Reihenfolge voll- 
ständig *) ; gleichzeitige Belege für das Bestehen der ganzen Formel- 
sammlung oder von Theilen derselben vermag ich nicht zu erbringen. 8 ) 
Es mangelt also an jenen Behelfen, die bei der Formelsammlung des 
13. Jahrhunderts nähere Einsicht in die Entstehungs weise ermöglichten. 



l ) Ciaconius 2, 495. 

*) Cod. Vat. lat. 3984 schaltet nach Constit. XV. f. 77' ff. Nachträge aus 
der Zeit Johannes XXIII und des Konstanzer Concils ein, bemerkt aber ausdrück- 
lich: Hec que ponuntur in hiis tribus foliis et abhinc in presenti sexterno non 
sunt de quaterno cancellarie. 

*) Eine Verwertung des Vorkommens von Formularien in der Bibliothek 
der Päpste (vgl. Ehrle, Historia bibliothecae Romanorum pontificum" S. 54 
Nr. 250 S. 92 Nr. 562) für unsere Zwecke scheint unstatthaft. Die Citate sind 
erstens viel zu unbestimmt, und dann müssen wir das officielle Kanzleibuch mit 
seinen Formeln für jene Zeit im Bureau des Vicekanzlers nicht aber in der päpst- 
lichen Bibliothek vermuthen. Am meisten beachtenswerth erscheint noch eine 
Aufzählung im Inventar von 1375 (Ehrle S. 508 Nr. 805: Thomas v. Capua, 
Nr. 804: Berard v. Neapel, Nr. 805: prima pars formulariorum Nr. 806: 
secunda pars formulariorum, Nr. 807; formularius litterarum, Nr. 808 
— 812: ein Register- und ein Conceptband, dann abermals Thomas von Capua 
und Berard von Neapel. 



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Einleitung. LIII 

Unter den ersten Avignonesischen Päpsten dürfte das neuere 
Kanzleibuch noch in keinem seiner Theile bestanden haben. Es ist 
höchst unwahrscheinlich dass sie in dem Fall ihre eigenen Constitu- 
tionen noch dem alten Provincialis einverleibt hätten. Der Beginn 
des neuen Kanzleibuchs, der Nachtrag zur Privilegiensammlung, weist 
bestimmt auf die Zeit Clemens 1 VI. 1 ) Dass man damals um dieser 
Ergänzung willen allein zur Anlegung eines neuen Kanzleibuchs ge- 
schritten wäre, ist nicht wohl anzunehmen. Meiner Ansicht nach 
dürfte auch der Kern der neuen Formelsammlung Clemens VI. seine 
Entstehung verdanken. Eine bedeutende Rolle in der Weiterbildung 
und Vervollständigung des neuen Kanzleibuchs fällt dann jedenfalls 
Innocenz VI. zu. Die Formeln scheinen damals abgeschlossen worden 
zu sein, nur die Eintragung der Constitutionen wurde unter den letzten 
Avignonesischen Päpsten Urban V. und Gregor XI. noch fortgesetzt 

Im XV. Jahrhundert werden unsere Formeln in der päpstlichen 
Kanzlei als die formae communes (simplices) quaterni (oder quinterni) 
cancellariae citirt. 2 ) 

So war das Kanzleibuch zu Avignon wesentlich erweitert und 
umgestaltet worden. 

Es folgte die Rückkehr der Curie nach Rom, der Tod Gregors XI., 
die Wahl Urbans VI., bald darauf der Abfall der französischen Kar- 
dinäle, die Wahl des Gegenpapstes Clemens 1 VIL und damit der Aus- 
bruch des grossen Schismas — Ereignisse, die auch für die Geschichte 
der päpstlichen Kanzlei von ausschlaggebender Bedeutung geworden 
sind. Der Vicekanzler Petrus von Monterucco hatte den französischen 
Boden niemals verlassen; nach längerem Schwanken schloss er sich 
dem Gegenpapst an, in dessen Gefolge auch ein grosser Theil der 
Curialen, darunter mehrere von den leitenden Männern der päpstlichen 
Kanzlei, zurück nach Avignon zogen. 3 ) 



') 8. o. S. XLTX. 

») Martin V. Reg. Canc. Nr. 72 (Ottenthai S. 201): Item quod nobilibus 
laicis et notabilibus personis ecclesiasticis possit altare portatile, ante diem in 
locis interdictiß, in mortis articulo, tabellionatus officium et cetera commu- 

nia quaterni cancellarie per „Concessum" sub bulla concedere ut 

in forma. Die Constitution Sixtus' IV. „Cum sicut frequentibus (unten S. 424) 
unterscheidet zwischen den „simplices in forma quinterni cancellarie* 4 
und den „non simplices et extra formam quinterni predicti." Vgl. 
auch die Ueberschrift im Cod. Vat. lat. 3984 f. 50: Incipit formularium alias 
quaternu8 cancellarie. 

8 ) Erler, Dietrich von Nieheim S. 41 und Mittheil. d. Instituts f. österr. 
GF. II, 339. 



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LIV Einleitung. 

Zwei Jahre nach seiner Wahl gab Urban VI. den Auftrag, von 
den bisherigen Kanzleibüchern amtliche Abschriften anzulegen. Die 
Arbeit leitete der Scriptor und Abbreviator Dietrich von Nieheim, in- 
dem er Auswahl und Reihenfolge der einzelnen Stücke bestimmte und 
die Durchsicht des fertig gestellten Textes vornahm. 1 ) Dass Dietrich 
die Abschrift nicht eigenhändig anfertigte, hat bereits Erler nachge- 
wiesen. 2 ) Doch scheint mir nichts flir die Annahme Erlers zu sprechen, 
dass Dietrich seine Vorlage zunächst als Concept abgeschrieben habe ; 
ich glaube vielmehr, dass das alte Kanzleibuch selbst als Vorlage für 
die Reinschrift gedient hat. 3 ) 

Die Abschrift der beiden Theile des Kanzleibuchs wurde in den 
Monaten April und Mai 1380 vollendet. 

Bereits Erler brachte den Auftrag Urbans VI. mit der Neuein- 
richtung der Kanzlei in Zusammenhang; er wies auch darauf hin, 
dass wenige Jahre später in ähnlicher Weise eine Abschrift vom 
Liber Censuum genommen wurde. 4 ) Im Anschluss an Erler bezeich- 
nete auch ich in der gesteigerten Notwendigkeit zur Einsicht ins 
Kanzleibuch, hervorgerufen durch das Eindringen zahlreicher homines 
novi in die Kanzlei, den nächsten Entstehungsgrund für die Trans- 
sumpte Dietrichs von Nieheim. 5 ) Hiezu kam vielleicht noch der nicht 
ganz unbegründete Argwohn Urbans VI. gegen seine Umgebung. Zum 
täglichen Gebrauch sollten die amtlichen Kopien des Kanzleibuchs 
dienen, während der Papst die Originale wohl in eigene Verwahrung 
nahm, um sich ihren Besitz bei einem neuen Abfall seiner Curialen 
zu sichern. 

Der grosse Wert der Leistung Dietrichs von Nieheim beruht nicht 
nur darin, dass er eine neue Ueberlieferung des Kanzleibuchs schuf, 
sondern auch darin, dass er sie im angefügten Schlusswort „klar als 
Ableitung aus dem officiellen Kanzleibuch erklärte. 446 ) 



l ) Für den Vorgang giebt das Schlusswort zu beiden Theilen des Kanzlei- 
buchs genaue Auskunft; s. unten bei der Beschreibung der Hss. E und B. 

*) S. VIII. Das Iustitut f. österr. Geschichtsforschung besitzt eine auf Die- 
kamps Veranlassung aufgenommene Photographie des Nachtrags zum Provinciale, 
unten S. 30 Sp. 2 „Isti duo ultimi" etc. Dieser wie es scheint authographe 
Nachtrag schliesst Schriftgleichheit mit dem übrigen Context aus. 

3 ) Gegen Erlers Ansicht hat auch Ottenthai, Mittheil. 9, 679 Einsprache 
erhoben. 

«) S. EX. 

*) Mittheil. 11, 339. 

«) Ottenthai, Regulae Cancellariae S. XXIV. 



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Einleitung. LV 

Nach dem Jahr 1380 gab es in der päpstlichen Kanzlei 4 Exem- 
plare des Kanzleibuchs: 1 ) 

den alten Provincialis P. 

den daraus abgeleiteten Liber I. Cancellariae Dietrichs von Nie- 
heim (Cod. Paris, lat. 4169) E. 

den in Avignon neu angelegten „Quaternus Albus" Q. 

den daraus kopirten Liber II. Cancellariae Dietrichs (Cod. Bar- 
berin. XXXV. 69) B. 

Nur die beiden abgeleiteten Quellen sind heute noch nachweisbar, 
die Originalhandschriften sind seither verschollen. Es ist dies nicht 
nur vom Standpunkt der Kritik der früheren Theile lebhaft zu be- 
klagen, sondern auch wegen der Frage nach der Führung der Nach- 
träge. 

Dass man den alten, nach Dietrichs Zeugnis bereits hart 
mitgenommenen Provincialis 8 ) noch weiter in Gebrauch gelassen hätte, 
ist ganz unwahrscheinlich. 

An E reihte sich zwar eine Fortsetzung (Erler 204 — 214), aber 
dieselbe blieb unbedeutend, enthielt nur Personalien, mit einer einzigen 
Ausnahme (Constit. XXII.) keine normativen Verfügungen und ver- 
siegte mit dem Jahre 1417 gänzlich. Die Erklärung hieflir, die Erler 
S. X noch sehr vorsichtig fasste, klingt jetzt, da wir den zweiten 
Theil des Kanzleibuchs kennen, allerdings viel bestimmter. Die Hand- 
schrift brauchte darum 1417 keineswegs bereits aus der Kanzlei ver- 
schwunden zu sein, sie wurde nur ausser Gebrauch gesetzt; und auch 
dies klärt sich leicht auf. P und E boten für den Curialen des 15. 
Jahrhunderts doch nur mehr historisches Interesse; höchstens dass 
noch die Verfügungen Johanns XXII. ein und das anderemal ins Ge- 
dächtnis gerufen wurden. 

Dagegen enthielten Q und B das für den Historiker zwar minder 
wichtige, für den damaligen Kanzleibeamten aber ungleich actuellere 
Material So erklärt es sich, dass diese Ueberlieferungen des Kanzlei- 
buchs die Träger der Fortsetzung desselben wurden. 

In B beginnen diese Nachträge, in Zug und Tinte stets wechselnd, 
mit Bonifaz IX. und fliessen fort das ganze 15. Jahrhundert hindurch 
bis 1560. Sie nehmen den weitaus grösseren Theil des stattlichen 
Bandes ein und bedingen eigentlich den hohen Wert dieser Hand- 
schrift. Von 1423 an tragen diese Eintragungen nicht nur den Cha- 



') Von rein privaten Abschriften oder unvollständigen Compilationen sehe 
ich hier ab. 

*) Dietrich nennt ihn „non modica vetustate corroBus. 1 ' 



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LVI Einleitung. 

rakter der Gleichzeitigkeit sondern auch der Authenticitäi Die An- 
haltspunkte hiefür sind die nämlichen, auf grund deren wir überhaupt 
Originalurkunden von gleichzeitigen Kopien scheiden; sie bestehen 
in bestimmten Beglaubigungsformen am Schlüsse der Urkunden. Eier 
in unserem Fall sind es die Notizen über die erfolgte Publication in 
der Kanzlei, Unterschriften der hiezu berufenen Beamten und mehr- 
fach eigenhändige Signirungen des Vicekanzlers. 1 ) So tragen die Con- 
stitutionen Martins V. „Bomani pontificis" und „Sanctissimus domi- 
nus noster" in gleicher individueller Schrift die Unterfertigung: 
Jfohannes] Ost[iensis]. 

S. 426 begegnet der Vermerk : Ita est R[odericus] vicecancellarius manu 
propria. Es ist die höchst charakteristische Schrift Rodrigo Borgias, des 
späteren Papstes Alexander VI., die sich in einem im Staatsarchiv zu 
Florenz verwahrten eigenhändigen Schreiben desselben an seine Tochter 
Lucrezia Borgia wiederfindet. Der Bulle Eugens IV. „In eminenti" 
über die Art der Kardinalscreation*) ist p. 278 der im Bullarium 
Bomanum fehlende von mir in Mittheil, des Instituts f. österr. OF. 
10, 466 veröffentlichte Zusatz beigefügt „Lecta et publicata fuit hec 
constitutio de mandato sanctissimi domini nostri pape in audientia 
contradictarum et cancellaria apostolica ... et deinde in quaterno 
isto auttentico de mandato ipsius domini regen tis sie descripta. 
Dazu kommt, dass alle jene Constitutionen, die in der bisher be- 
kannten Literatur als dem Kanzleibuch entnommen genannt werden, 
sich in unserem Codex Barberinianus finden. 3 ) Ueberdies trägt die 



*) Der erste diesbezügliche Vermerk steht p. 253 nach der Bulle Martins V. 
„Romani pontificis" Constit. XXIX. 

*) Bull. Rom. Ed. Taurin. 5,2. 

3 ) Ciampini, de abbreviatorum de parco maiori . . . antiquo statu, etc. S. 9 : 
Martin V. „In apostolice dignitatis" („ex quinterno cancellariae apostolicae") = 
u. Constit. XXVI. p. 12. Martin V. „Romani pontificis" („ex eodem quin* 
terno") = u. Constit. XXIX. p. 17 Eugen IV. „Romani pontificis" („quae in 
laudato quinterno reperitur") = u. Const. XXXVII. p. 21 Abbreviatoreneid („ex 
eodem quinterno") = u. Juram. IX. b. p. 25, 28, Pius IL „Vices illius" und 
„Quo salubrius" (p. 25 „quas ex supra relato quinterno cancellariae apostolicae 
transcripimus") = u. Constit. XLIII, XLIV [Auf zwei weitere Citate Ciampinis komme 
ich später in anderem Zusammenhang zu sprechen.] Hiezu gesellen sich noch im 
Bull. Roman, gedruckte Constitutionen Innocenz' VIII. Dem Abdruck sind keine 
Quellenverweise beigefügt, aber sie enthalten zum Schluss Publicationsnotizen, aus 
denen ihre erfolgte Eintragung ins Kanzleibnch deutlich hervorgeht; sie stehen 
8ämmtlich in unserem Cod. Barberin. XXXV. 69 (B.) und zwar: Bull. Roman. 5, 
311 „Apostolicae camerae" -= B. p. 482. 1. c. 5, 329 „Cum sicut = B. p. 493. 1. 
c. 5, 339 „Finem litibus" — B. 492 und 1. c. 5, 346 „Ofticii nostri debitum" 
= B. 518. 



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Einleitung. LVII 

Handschrift Spuren reichlichster Benützung; die Blätter sind abge- 
griffen, die Schrift oft bis zur Unleserlichkeit abgerieben, die Bänder 
wimmeln von Nachträgen, ungiltige Verfügungen sind getilgt, wider- 
rufene wohl auch herausgeschnitten. 1 ) Auf die Sammlung der Amts- 
eide folgen p. 310 in schöner gothischer Minuskel die Evangelienab- 
schnitte, darauf auf gesondertem Blatt in sorgfältiger Federzeichnung 
das Bild des Gekreuzigten, so dass der Codex augenscheinlich den 
Zweck hatte, bei Beeidigungen der Beamten zugleich als Formular 
und Evangeliar zu dienen; — kurz es haften der Handschrift alle 
Spuren an, dass sie im 15. und 16. Jahrhundert in der päpstlichen 
Kanzlei als neuer „Liber diurnus u gedient hat. Der Codex ist so bis 
1560 geführt und bietet, da er ununterbrochen Schriftproben und 
Unterschriften aus der päpstlichen Kanzlei für die Zeit von fast zwei 
Jahrhunderten enthält, auch für den Palaeographen hohes Interesse. 
Yon dem reichen Inhalt der Handschrift ist es schwer, ein auch 
nur annähernd anschauliches Bild zu entwerfen. Päpstliche Consti- 
tutionen, Privilegien, Ernennungspatente für Vicekanzler und deren 
Stellvertreter, Reservationsbullen, Ablassformeln und Eide wechseln 
mit einander in bunter Folge. Nur die zeitliche Aufeinanderfolge ist, 



*) Tilgung durch Durchstreichen und Herausschneiden fand statt bei der 
durch Paul II. widerrufenen Constitution Pius' II. „Vices illius" (vgl. u. Const. 
XLIII.) Ein besonders deutlicher Fall von Abänderung und Tilgung einer 
Verordnung des Vorgfingers soll hier noch besonders erwähnt werden: p. 350 
steht eine Bulle Callixts III. in Streitigkeiten der Bettelorden mit der Weltgeist- 
lichkeit. „Illius licet" 8. Maria Maggiore, 1456 Aug. 21 ; darunter in indivi- 
dueller Schrift : Jo[hannes] Zamoren[sis] und dann vom Schreiber des Contextes : 
placet ut ponatur in libro cancellarie. A. Die Bulle ist von späterer Hand kräf- 
tig durchstrichen und trägt folgende Randbemerkungen: 1. 1457, 21. mensis 
aprilis mandavit cardinalis Zamorensis regens cancellariam, quod de cetero non 
dentur nee expediantur bulle super ista constitutione. 2. (von anderer Hand) 
cassata et cancellata de mandato S. D. N. Sixti papae IUI., die XIII. augusti 
MCCCCLXXÜ . . 3. (am unteren Rand, wieder von neuer Hand) : Motu proprio etc. 
Venerabili fratri nostro Symoni archiepiscopo Antibarensi venerabilis fratris nostri 
Roderici episcopi Albanensis sanete Romane ecclesie vicecancellarii locumtenenti. 
Mandantins, quatenus constitutionem per felicis recordationis Calixtum papam III. 
predecessorem nostrum contra professores ordinum mendicantium super observa- 
tione etc. . . . que ineipit „Callistus episcopus s. 8. d. ad perp. rei mem. Illius licet 
immeriti vices gerentes in terris" etc. subdata: „Rome apud S. Mariam Maiorem 
a. ine. dominice MCCCCLVI. XII. kal. septembris pont. sui a. seeundo et illius 
executoriales editas et ab eodem Calisto emanatas in libro cancellariae 
aposto lice descriptas casset penitus de eodem libro delet (so 
Hs.) et cancellet, cum nos illas ex certis causis per alias certas litteras revo- 
caverimus et annullaverimus ; von anderer Hand : Placet et ita mandamus. F. die 
XnL aug. 1472. 



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LVIII Einleitung. 

wie bei Originaleintragungen nicht anders zu erwarten, ziemlich streng 
gewahrt. Sie wird nur dann durchbrochen, wenn die eine oder andere 
Verfügung ursprünglich andern Orts, etwa im Register, Eintragung 
gefunden hatte, und im Kanzleibuch erst nachträglich gebucht wurde. 1 ) 

Der Hergang bei Erlassung der Kanzleiordnungen, wie er uns 
aus dem authentischen Kanzleibuch entgegentritt, war folgender: Die 
Verordnungen wurden Zunächst als Entwurf dem Papst vorgelegt. 
Hatten sie die Signatur erhalten, so wurden sie ins Kanzleibuch ein- 
getragen und darauf in der Kanzlei öffentlich verlautbart. 2 ) 

Die Eintragung ins Kanzleibuch entsprach also gleichzeitig der 
Mundirung und Registrirung der Bullen. Der Eintragung wurde dann 
noch eine Notiz über die erfolgte Publicirung angefügt. Damit war 
die Verordnung in Rechtskraft erwachsen. Der Abstand im Datum 
der Erlässe und ihrer Verlautbarung ist meist ein geringer. 3 ) Nur die 
vom 25. April 1457 datirte Ernennung Rodrigo Borgias zum Vice- 
kanzler wurde erst am 3. November desselben Jahres publicirt. 4 ) 

Ist also für die Zeit von 1423 an die Auihenticität unserer Hand- 
schrift ziemlich sicher zu erweisen, so muss sie für die vorhergehende 
Zeit von 1380 — 1423 ebenso bestimmt bestritten werden. Zwar sind 
die Eintragungen auch für diese Zeit von wechselnden Händen und 
daher ganz oder doch nahezu gleichzeitig erfolgt, aber es mangelt 
jeder Vermerk, der sie als authentische kennzeichnen würde. Ausschlag- 
gebend aher ist folgendes: Es fehlen in unserer Handschrift aus 
jener Zeit eine Reihe von Eintragungen, von denen uus bestimmt 
bezeugt ist/ dass sie Aufnahme ins Kanzleibuch gefunden haben. Es 
ist dies die wichtige Gruppe der Konstanzer Concordate 6 ) und der 



*) So steht die Constitution Sixtus' IV. „Divina aeterni" zwischen den Ein- 
tragungen aus der Zeit Innocenz VIII. und Alexanders VI.; vgl. die Vorbemer- 
kung unten 8. 195. 

*) Die Priorität der Eintragung gegenüber der Publicirung wird sichergestellt 
durch die Publikationsnotiz der Eonstanzer Concordate, Hübler, Die Konstanzer 
Reformation S. 165 : in libro cancellariae . . . die quinta decima mensis aprilis 
pontificatus dicti domini nostri papae anno primo conscripta fuerunt ac de simili 
mandato in audientia contradictarum die secunda mensis maii anno quo supra 
lecta et publicata. Dem entspricht auch der Schriftbefund, indem die Publica- 
tionsnotiz in der Mehrzahl der Fälle von anderer Hand beigefugt ist. 

8 ) Vgl. unten S. J65, 183. S. 193 ein Abstand von zwei Monaten. , 

*) B. p. 360. Vgl. Pastor 1, 594 A. 6. Die Registereintragung, auf die er 
sich dort beruft, datart vom 1. Mai. Ueber die verspätete Publicirung vgl. ebenda 
S. 699 (Berufung auf Cod. Barberin. XXXV. 94 f. 184.) 

6 ) Hübler, Die Konstanzer Reformation S. 59, 165, 194, 207 und Walter, 
Fontes iuris ecclesiastici S. 86. 



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Einleitung. LIX 

im Verein mit der Constitution „In apostolicae sedis" erlassene Gusto- 
deneid. l ) 

Die Annahme, dass die betreffenden Eintragungen etwa im Kanzlei- 
buch, äas die Regulae enthielt, erfolgt sei, ist durch die sehr be- 
stimmte Fassung der Publicationsnotiz ausgeschlossen: „in libro 
cancellarie S. ß. E. in quo Romanorum pontificum con- 
stitutiones solent conscribi . . . conscripta fuerunt 2 ) Da 
erübrigt nur der Schluss, dass eine von B verschiedene Handschrift 
in Konstanz und Genf als officielles Kanzleibuch gedient habe, und ' 
alle Wahrscheinlichkeit spricht dabei für die oben mit Q bezeichnete 
seither verschollene Vorlage des zweiten Kanzleibuchs Dietrichs. 8 ) 
Den Liber Provincialis hatte Dietrich als alt und schadhaft bezeichnet; 
von dem Avignonesischen Kanzleibuch, dem „Quatemus albus 44 konnte 
dies wohl nicht gelten. Es reichte mit seinen älteren Bestanden in 
die Zeit Clemens' VI. zurück, stand also 1380 in dem für eine Per- 
gamenthandschrift recht zarten Alter von noch nicht 40 Jahren und musste 
für die nächste Zukunft als vollkommen diensttauglich erscheinen. 
Wenn man demnach auch die Abschrift Dietrichs nach 1380 durch 
Nachträge in der Hauptsache auf dem laufenden erhielt, so hat doch als offi- 
cielIes"Handbuch zunächst die Vorlage weiter gedient und ist erst nach 
der Rückkehr Martins V. nach Rom abgelöst worden. 4 ) Diese Hand- 
schrift, die ich wohl für verschollen, aber nicht für verloren halte, 
zu finden, ist mir nicht geglückt, 6 ) und ich betrachte dies als empfind- 
liche Lücke in meiner Arbeit Nicht nur, dass die Kritik des späteren 
Kanzleibuchs durch diesen Fund auf viel festere Grundlage gestellt 
würde, wäre es vor allem auch von Interesse zu erfahren, was jene 
Handschrift aus späterer Zeit ausser den Konstanzer Concordaten und 
Genfer Reformen noch enthalten hat und inwieweit sie etwa in den 
folgenden Jahrzehnten des 15. Jahrhunderts coneurrirend neben B ge- 
führt worden ist. Nur so viel ist sicher, dass sie zu Ende des 15. 



*) Vgl. unten S. 136, Constit XXVI. und die Vorbemerkung unten S. 422. 

*) Hübler S. 59 erblickt unter dem Liber cancellariae irriger Weise die 
Uegisterbände, wogegen bereits Ottenthai, Mittheil. d. Instituts f. österr. GF. 
Erg. B. 1, 499 A. 1 Einsprache erhoben hat 

*) Ueber die Lückenhaftigkeit der bisher bekannten Handschriften der Eon- 
stanzer Concordate a. Chroust in der „Deutschen Zs. f. Geschichtswissenschaft 4, 
1 ff. Daselbst ist auch der Bestand eines eigenen spanischen Concordate nach- 
gewiesen. Die verschärfte Suche aui diesem Gebiet könnte auch dem Kanzlei- 
buch und seiner Geschichte zugute kommen. 

«) Aehnliche Ablösung und Aufeinanderfolge hat Fabre für Hss. des Liber 
Censuum festgestellt, Etüde sur le Liber Censuum, 4. Kapitel, (vgl. Mittheil. 14,498.) 

*) Vgl. unten im Hss. Verzeichnis die Bemerkung Über Cod. Paris, lat. 4172. 



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LX Einleitung. 

Jahrhunderts aus der Kanzlei bereits abhanden gekommen war. Als 
die von Alexander VI. 1497 eingesetzte Cardinalscommission die Ver- 
ordnungen früherer Päpste sammelte und überprüfte, vermochte sie 
den seinerzeit in Verbindung mit der Genfer Constitution „In apo- 
stolicae dignitatis u eingetragenen Custodeneid nirgends ausfindig zu 
machen. 1 ) 

Ueber die ferneren Schicksale der verschiedenen Exemplare des 
Kanzleibuchs sind nur spärliche Nachrichten zu gewinnen. Der Re- 
formen twurf Pias II. aus dem Jahre 1464 bringt die letzte oflicielle 
Reminiscenz an die Kanzleiordnungen des 13. Jahrhunderts 8 ), und 30 
Jahre später spricht der Entwurf der Reformcommission von libri 
cancellariae und zählt ausser den Constitutionen der Quatrocento- 
Päpste auch jene Johanns XXII. und Benedikts XII. auf. 3 ) In irgend 
welcher Form befand sich demnach das alte Kanzleibuch zu Ende des 
15. Jahrhunderts noch an der Curie, sei es als Original oder als das 
erste Kanzleibuch Dietrichs. 

Im 16. Jahrhundert citirt der Canonist Ludwig Qomez wörtlich 
Stellen aus den alten Consuetudines Cancellariae. 4 ) Er hatte als Zög- 
ling des spanischen Collegs zu Bologna studirt und war unter Cle- 
mens VII. als Auditor Botae nach Rom gekommen, in welcher Stel- 
lung er, nachdem er 1534 Bischof von Sarno geworden war, noch 
bis 1544 verblieb; 1553 starb er zu Sarno. 5 ) Nach Bildungsgang und 
Lebenslauf konnte er also alle uns heute noch bekannten Ueberliefe- 
rungen des Kanzleibuchs eingesehen haben, eventuell auch noch ältere 
und bessere. Eingeschränkt wird die Auswahl dadurch, dass die Hand- 



*) Vgl. unten Reform. X. 18 „cum non reperiatur** und X. 53 „et tarnen eius 
forma ad presens non reperitur." 

*) S. 375 Reform. III. 21. 

») S. 406 Reform. X. 10—11. 

4 ) Gomez, Commentaria in Regulas Cancellariae, Romae, 1540. f. 1 : Circa 
primam quaestionem illud satis compertum est, regulae cancellariae sub Jo. vigesimo- 
secundo initium et originem habuisse. Nam in vetusto quodam mein- 
brano codice, quem vulgares quinternum cancellariae aposto- 
licae vocant, primuB omnium in ordine ponitur Jo. XXII. regu* 
larum author. f. 2* Illud etiam non est omittendum, quod antequam vice- 
cancellarius crearetur cardinalis, una et eadem erat ipsius et notariorum mensa 
semel in die etc. (= Constit VI. 1.) Et quod est magis mirandum, nullus ex 
officialibus ita communiter viventibus medicinam sumere aut sanguinem minuere 
poterant absqus speciali licentia vicecancellarii faciliter obtinenda. ut in prae- 
dicto membrano libro pervetusto latius enarratur, (= Constit. VI. 
7). Ausserdem noch kurze Verweise auf V. 1 und VI. 5. 

6 ) Vgl. über ihn Schulte, Gesch. d. Quellen u. Literatur d. canon. Rechts 
2, 354. 



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Einleitung. LXI 

schrift, aus der Gomez Bruchstücke der Consuetudines citirte, gleich- 
zeitig die ßegulae Cancellariae von Johann XXII. abwärts enthielt. 
Dieser Eigenschaft entspricht unter den mir heute bekannten Hand- 
schriften nur der Cod. Ottob. lat. 911. 

Zu Ende des 17. Jahrhunderts klagt Ciampini, dass ihm ein ähn- 
licher Schatz wie Gomez leider nicht zugänglich sei. 1 ) Damals mussten 
also alle Ueberlieferungen des älteren Eanzleibuchs aus der päpstlichen 
Kanzlei bereits verschwunden sein, da sie sonst ihm als langjährigen 
Beamten derselben nicht entgangen wären. 

Unsere Handschrift B war, wie schon erwähnt, bis zum Jahre 
1560 fortgeführt worden. In die Bibliotheca Barberini kam sie wohl 
durch den Kardinal Francesco Barberini, den berühmten Nepoteu 
Urbaus VIII., dem es während seiner mehrjährigen Thätigkeit als 
Vizekanzler ein leichtes war, von der Handschrift Kenntnis zu er- 
halten und sich in den Besitz derselben zu setzen. 2 ) 

Ich habe seinerzeit die Ansicht ausgesprochen, dass Ciampini den 
Abdruck seiner Constitutionen aus dieser Quelle geschöpft hat. 3 ) Ich 
war darin ausser durch die starke Uebereinstimmung der Lesearten 
noch durch ein äusserliches Merkmal bestärkt worden. Bei der Con- 
stitution Pius 1 II. „Quo salubrius' 1 läuft in B nach Aufzählung der 
Abbreviaturen der Rest der einen und die ganze folgende Zeile leer; 
dasselbe begegnet bei Ciampini S. 28. Allein die Beweiskraft dieser 
Stelle verringerte sich durch die Wahrnehmung, dass sich im Cod. 
Paris, lat. 4172, einer Abschrift aus B, die Lücke in ganz gleicher 
Weise vorfindet, also nicht als Eigentümlichkeit einer einzigen Hand- 
schrift gelten kann. Anderweitige Anhaltspunkte ergaben sich aus 
folgendem: Ciampini citirt an zwei Stellen die Seitenzahl seiner 
Vorlage: S. 42: De juramento praelatorum „ex quinterno cancellariae 
p. 394 u und S. 43 : Deputatio regentis per papam „in praedicto quin- 
terno p. 404. u Die beiden Eintragungen stehen in B auf S. 556 und 
567, während die ältere Poliirung viel niedrigere Zahlen aufweist. 
Der Pariser Codex reicht überhaupt nicht so weit und auch mit der 
zweiten mir bekannten Kopie von B, dem Cod. Barberiu. XXXV. 94 
stimmen die Zahlen nicht. Ciampini hat demnach nicht aus dem 
Original-Codex sondern aus einer derzeit unbekannten Abschrift des- 



*) Ciampini, De S. R. E. vicecancellario, Romae 1697 S. 32: Gomesius in 
proem. regul. uum. 8, ubi de eodem vicecancellario se plura ex quodam mem- 
branico codice desumpsisse scribit. Utinam ad meas talis absconditus 
thesauruß perveniseet nianus! 

*) Vgl. über ihn Ciaconiue 4, 525 ff 

8) Mittheil. d. Instituts f. österr. GF. 11, 341. 



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LXTt Einleitung. 

selben geschöpft; man müsste dann annehmen, dass eine von der 
alten Foliirung und der neueren Paginirung verschiedene Blattbe- 
zeichnung beim Einbinden, wobei die Rander der Handschrift that- 
sächlich hart mitgenommen wurden, 1 ) weggefallen wäre. 

Möge es erneuter Forschung auf dem lange brach gelegenen Ge- 
biet gelingen, so manche Unklarheiten aufzuhellen und noch vor- 
handene Lücken auszufällen. 



Acta deperdita. 

1. Benedikt XII. über die Zahl der Abbreviaturen, (erwähnt S. 180 
in der Constit. Pius' II. „Vices illius 4 ' und S. 198 in der Constit. 
Sixtus* IV. „Divina eterni".) 

2. Urban V. bezüglich der Scriptores litterarum secretarum (citirt 
von Gregor XI. in den Constit. „Statutum per felicis" und „Etsi de 
cunctis 44 unten S. 126 — 127; in letzterer Constitution ist der wesent- 
liche Inhalt wiedergegeben). 

3. Urban V. setzt die Zahl der Scriptores litterarum apostolicarum 
auf 101 fest, (erwähnt in der Bulle Bonifaz' IX. „Ex provisione sa- 
lubri", unten S. 132, Constit. XXIV.) 

4. Kanzleiordnungen der Auditores contradictarum Gotfried von 
Saligny und Petrus von Sortenac (unter Gregor XL) (erwähnt in der 
Constitution Martins V. „In apostolice dignitatis", unten S. 133.) 

5. Martin V. über die Neuordnung des Geschäftsgangs in der 
Kanzlei, 1423 Febr. 4. (bereits am 1. März 1423 als „nimium rigo- 
rpsa" widerrufen; erwähnt in der Constit. Martins V. „Romani pon- 
tificis 44 , unten S. 146.) 



Handschriften- Verzeichnis. 

H. Cod. collegii Hispanki Bononiensis Nr. 275^ 2°, membr. 110 
pag. s. XIII ex (Vgl. über die Hs. : Merkel, Documenta aliquot, quae 
ad Bomani pontificis notarios et curiales pertinent, Arch. storico Ital. 
Append. 5, 135 ff; Simonsfeld, Beiträge zum päpstl. Kanzleiwesen im 



') Vgl. unten S. 160 die Vorbemerkung zu Constit XXXI. 

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Einleitung. LXIII 

Mittelalter, Sitzungsberichte der philos. philolog. u. hist. Cl. der k. 
bayr. Akad. d. Wiss. 1890, B. 2. 218 ff. Bresslau ÜL. 1, 253 und 
meine Ausführungen in Mittheil. d. Instituts f. österr. GF. 12, 248 
und 1,3, 11 £) Holzdeckeleinband mit Lederrücken: in tergo; Pro- 
vinciale omnium ecclesiarum; und 275. Voran gehen 5 Papierblätter 
mit Index s. XVIDL p. 1 — 88 4 Lagen (2 Quinternen und 2 Sexter- 
nen) p. 89—110 ein unvollständiger Sextern, dessen letztes Blatt jetzt 
fehlt (näheres darüber s. Mittheil. 13, 11). Auf der Verso-Seite des 
letzten Blattes der 4 ersten Lagen fortlaufende Bezeichnung I — IUI; 
da das entsprechende Blatt der letzten Lage fehlt, lässt sich nicht 
sicher entscheiden, ob sich diese als Nr. V unmittelbar an die vorher- 
gehenden an&chloss; doch scheint mir der etwaige Verlust einer 
ganzen Lage nicht wahrscheinlich. 

Inhalt: p. 1 — 20 das Provinciale. p. 21—81 die unten S. 229 
bis 299 abgedruckte Formelsammlung (vgl. die Vorbemerkung S. 228). 
p. 82 das Einberufungsschreiben zum 1. Lyoner Concil, Potth. 11493 
und p. 83 die als Brevis Nota bekannte officielle Aufzeichnung über 
den Verlauf des Concils (vgl. darüber Mittheil. d. Instituts f. österr. 
GF. 12, 246 ff.) p. 86—88 leer; p. 89—101 ein Theil der Kanzlei- 
ordnungen aus dem 13. Jahrh., unten S. 61 — 82, Constit. V — IX; der 
Best von p. 101 und p. 102 leer. p. 103: =r Merkel 144 Nr. VI, 
Erler 148 ; ferner Abbreviatoren- und Scriptoreneid, unten S. 37 und 
43, Juram. IX.a und V, p. 104 Obödienzeid des Erzbischofs, unten 
S. 50 Juram. XVIII. p. 105 = unten Constit. I. und II. p. 106 Ver- 
ordnungen Friedrichs II. und Honorius' III. gegen die Ketzer, Erler 
149—153. p. 107—110 leer. 

Schrift: Zwei Hände, von denen die eine das Provinciale, die 
andere alles übrige schrieb: Besonders die letztere gleicht ganz auf- 
fallend der Registerschrift zu Ende des 13. Jahrhunderts. 

Alter: Von Merkel ins 14. Jahrhundert gesetzt, von Simonsfeld 
und mir noch dem 13. zugewiesen. Ausser dem Schriftbefund ist 
hiefür noch zweierlei in Betracht zu ziehen. Die jüngste datirte Ein- 
tragung ist die Constitution Nikolaus 1 III. von 1278. An sie reiht 
sich nach zwei leergelassenen Seiten p. 103 eine Excommunications- 
sentenz gegen alle jene, die an der Curie Bestechung üben oder sich 
bestechen lassen. (Merkel 144 = Erler 148.) Auf sie folgt in H 
und E gleichmässig die älteste Fassung des Abbreviatoreneids und die 
Verordnungen Honorius' III. und Friedrichs II. gegen die Ketzer. 
Mitten zwischen die jüngsten und ältesten bestimmt datirten Stücke 
gestellt, enthält sie selbst weder Papstnamen noch Datirung noch in- 
haltlich irgend welchen Anhaltspunkt hiezu. Die Excommunications- 



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LXIV Einleitung. 

bulle findet sich aber gleichlautend in den Extravag. comm. V, tO 
und im Bull. Roman. 4, 126, in beiden unter dem Namen Bonifaz' VIII. 
die eine Hs. der Extravag. hat noch die Datirung: 1295 Dec. 1. 
(Friedberg, Corp. iur. can. 2, 1310). Ohne die Zuweisung zu Boni- 
faz VIII. a. a. 0. bestreiten zu wollen, möchte ich doch die Ansicht 
vertreten, dass die Excommunicationsbulle von Bonifaz VIII. nicht 
neu geschaffen sondern nur wiederholt worden ist. Eine Straf- 
sentenz gleichen Inhalts findet sich bereits unter den Satzungen 
des ersten Lyoner Concils (u. S. 58 Constit. III. 15) die Excom- 
municationsformel konnte daher lange vor Bonifaz VIII. im Kanz- 
leibuch stehen und bereits von anderen Päpsten gefällt und wiederholt 
worden sein, während in das Corpus iuris gerade die Ausfertigung 
unter Bonifaz VIII. Aufnahme fand. Wiederholung ähnlicher Sen- 
tenzen ist ja auch sonst nachzuweisen. Ich möchte in der Bulle Bo- 
nifaz VIII. daher eher einen terminus ad quem statt a quo für die Ein- 
tragung der Sentenz ins Kanzleibuch erblicken. Einen weiteren An- 
haltspunkt bietet die Bemerkung am unteren Rand von p. 21: Magistri 
Francisci de Bononia Johaunes . . . VII. iunii Villi 6 indict. Die Lesung 
dieser Worte steht fest, unsicher bleibt aber die Deutung des auf 
Johannes folgenden Wortes. Merkel las: „sosp? u „so" ist zwar wahr- 
scheinlich aber nicht sicher; die Schlinge des langen s ist nämlich 
soweit gegen o herabgeführt, dass zwar ein kleiner Absatz zwischen 
beiden noch kenntlich bleibt, eine Lesung „sb" aber nicht völlig aus- 
geschlossen wäre; als dritter Buchstabe ist s sicher, ebenso ist der 
letzte Buchstabe ein s mit durchgelegter Schlinge (entsprechend der 
Kürzung: secundum oderser.) Die Deutung ,,sosp u (so8pes?) scheint mir 
ausgeschlossen und überdies sinnlos ; „soss u wäre die nach dem Schrift- 
befand nächstliegende, dem Sinn nach aber ebenso unbefriedigende 
Lesung. Eine Deutung ermöglichte aber die Annahme eines etwas 
mislungenen sb und dementsprechend sbss = subscripsit; der Sinn 
wäre also etwa : „Geschrieben von Johannes (Sohn) des Magister Fran- 
ciscus von Bologna am 7. Juni einer 9. Indiction", wobei aber die 
Wortstellung noch immer auffallend bleibt. Der Vermerk ist viel 
kleiner geschrieben als der Context; ob von gleicher oder anderer 
Hand ist bei den wenigen Buchstaben und der veränderten Schriftart 
ebenso unsicher zu behaupten als zu verneinen. Der Schriftcharakter 
ist dem übrigen Context wenigstens ähnlich und gleichzeitig. Lässt 
man, ohne über die Deutung des Vermerkes im einzelnen zu rechten, 
die Verwerthung der Indiction IX. für die Datirung der Hs. gelten, 
so gelangt man zu den Jahren 1281 oder 1296, je nachdem man 
1278 oder 1295 als Datum der jüngsten Eintragung annimmt. Ich 



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Einleitung. LXV 

entscheide mich wie gesagt fürs erstere. Als Kopie des Kanzleibuchs, 
das sich ja unter Obhut des Vicekanzlers befand, kann die Es. nur 
in der päpstlichen Kanzlei geschrieben sein; dafür spricht auch die 
zweifellos curiale Schrift In officiellem Dienst scheint sie nie ge- 
standen zu haben. Wahrscheinlich war sie von einem Mitglied der 
Kanzlei zum Privatgebrauch angelegt worden. Nach Bologna dürfte 
sie schon frühzeitig durch den aus Bologna stammenden und mit der 
Stadt in Beziehung stehenden Schreiber oder Besitzer (vgl. den Rand- 
vermerk) gekommen sein. 

E. Cod. Paris, lat. 4169. 2°, niembr. 114 foL Abschrift (be- 
ziehungsweise Auszug) aus dem älteren Kanzleibuch; angelegt im April 
1380 unter Leitung des Scriptors und Abbreviators Dietrich von Nie- 
heim. Vgl den Schlusssatz f. 106': Finis unius libri cancel- 
larie domini nostri pape de mandato reverendissimi patris et domini 
domini Ramnulphi tt. s. Potentiane dignissimi presbiteri cardinalis 
regentis officium cancellarie prefate in absentia reverendissimi patris 
et domini domini Petri tt. s. Anastasie presbiteri cardinalis vicecan- 
cellarii sancte Romane ecclesie per me Theodericum de Nyem 
abbreviatorem et scriptorem litterarum apbstolicarum 
fideliter extracti de libro cancellarie prefate non mo- 
dica vetustate corroso, cum quo presentem librum diligenter 
auscultando in omnibus et per omnia concordavi et per ordinem me- 
liori modo quo potui eius capitula quelibet collocavi cum nonnullarum, 
que tarnen in dicto libro veteri defuere, addicionibus rubricarum. In- 
ceptus et perfectus fuit liber huiusmodi sub anno a 
nativitate domini millesimo trecentesimo octuagesimo, 
indictione tercia, de mense aprili, sanctissimo in Christo patre 
et domino nostro domino Urbano papa VI. sacrosancte Romane ac 
universali ecclesie tunc feliciter presidente. Sorgfältige Beschreibung 
der Hs. bei Erler, der Liber Cancellariae apostolicae vom Jahre 1380, 
S. I ff. Vollständiger Textabdruck genau nach der Anordnung der 
Hs. ebendaselbst. Für einzelne Berichtigungen vgl. Ottenthai in Mit- 
theil d. Instituts f. österr. GF. 9, 679 f. 

0. Cod. Ottob. lat. 911. membr. 2°, s. XV. ine. 

Inhalt: Ist eine Abschrift des Liber L Cancellariae (vgl. darüber 
Mittheil. d. Instituts f. österr. GF. 10, 464) der Anfang fehlt; der 
Text beginnt mit Erler S. 3, Z. 11, huiusmodi rescr[ibendarium nee 
scribam a]liquam litteram und deckt sich bis zum Schluss vollkommen mit 
der Vorlage (doch Finis huius libri cancellarie st. unius); die nun 
folgenden Nachträge sind aber mehrfach verschieden. Zunächst folgen 
die beiden Nachträge Erler 204 von unter sich gleicher, aber vom 

• Tan gl , P&prtl. Kanzleiordnungen. V 



- 



LXVI Einleitung. 

vorhergehenden Context verschiedener Hand; dann aber: Copia littere 
a presidentibus in campo domini Karoli de Duracio prope et contra 
castrum civitatis Lucerie Christianorum hostiliter commorantis omnibns 
et singulis in dicto Castro in fidelitate sanctissimi in Christo patris 
. . . Urbani . . . pape VI. manentibus destinate et ad sonum tibicine 
promulgate die mercurii X. maii VIII. indictione pontificatus anno 
VII; dann eine Formel über Aufnahme eines von der Obödienz des 
Gegenpapstes sich Lossagenden, beides von neuer Hand. Dieselbe 
schreibt dann auch die Nachträge Erler 205 „die ultima februarii", 
aber in theilweise anderer Eeihenfolge. Von ähnlicher Hand folgen 
dann Regulae Cancellariae in einem Zug bis Gregor XII. Nr. 15. 
(Ottenthai S. 88.) 

Die unter Urban VI. und Bonifaz IX. vorgenommenen Aende- 
rungen in der Diöcesaneintheilung, die in E von anderer Hand nach- 
getragen sind, stehen in von gleicher Hand im Context (vgl. u. 
S. 7 Sp. 1). Die Entstehung des Codex dürfte in die späteren Jahre 
Bonifaz' IX. fallen ; die Schrift entspricht der ßegisterschrift jener Zeit. 
Da unser Codex bei den Kanzleiregeln Gregors XII. eine kleine bis 
in die letzte Zeit dieses Papstes reichende, bei Ottenthai fehlende Fort- 
setzung enthält, dürften wir in ihm jenes Exemplar des Kanzleibachs 
erblicken, das der Curie Gregors XII. auch nach dessen Absetzung 
durch das Pisaner Concil verblieben war. 

C. Registr. Avin. Clement. VI. a. I. p. 2. f. 397—450. Ein 
diesem Papierregisterbande beigebundenes Formelbuch s. XIV. Be- 
schreibung und Inhaltsangabe s. in Mittheil. d. Instituts f. österr. GF. 
13, 7; vgl. auch: Vatican. Akten z. deutsch. Geschichte in d. Zeit 
Ludwigs d. B. S. XXIII. Angelegt unter Johann XXII. Der Name 
dieses Papstes wird im Vicekanzlereid genannt; dazu stimmt auch, 
dass das Provinciale in C von den Neugründungen Johanns XXII. 
nur Vabres (unter Poitou) anführt. Wahrscheinlich war eine Vor- 
lage benützt, welche die 1317 — 1318 neugeschaffenen Bisthümer über- 
haupt noch nicht enthielt; nur Vabres, das dem Schreiber vielleicht 
persönlich näher gieng, wurde von ihm selbstständig eingefügt, die 
Anlage dürfte danach in die ersten Jahre Johanns XXII. fallen. Die 
in den Vat. Akten 1. c. erwähnte Eintragung auf f. 450 aus dem 6. 
Pontificatsjahr Clemens' VII. rührt von anderer, jüngerer Hand her, 
wonach zu berichtigen ist, wenn Grauert 1. c. S. XII. das Formel- 
buch „wahrscheinlich der Zeit des Gegenpapstes Clemens' VIL" zuweist. 
— Benützt für das Provinciale, die älteren Eide und Constii II, IV. 

Cod. Marcian. Cl. IV. Nr. 30. chart. s. XV. ine. (Vgl. die Be- 
schreibung der Hs. bei Simonsfeld, Beiträge z. päpstl. Kanzleiwesen 



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Einleitung. LXYQ 

Sitz. Ber. d. k. bair. Akad. d. Wiss. 1890, 2. B. S. 218 ff. und meine 
Bemerkungen in Mittheil. d. Instituts f. österr. GF. 12, 188—189.) 
Enthält auf f. 53' Constit. IX. in der Fassung des Entwurfs. 

B. Cod. Barberin. XXXV. 69. 2°, membr. 694 pag. s. XIV— XVI.. 
(Vgl. meine Fundnotiz in Mittheil. d. Instituts f. österr. GF. 10, 464 f ) 
Pappendeckel-Einband mit grünem Leder überzogen ; auf dem Vorder- 
deckel Kardinalshut mit Barberini- Wappen. 

Inhalt: f. 1 leer, f. 2 — 7 Index, bis Nr. 143 von einer Hand, dann 
von wechselnden Händen geführt f. 9 ein immerwährender julianischer Ka- 
lender, hierauf beginnt der eigentliche Context Derselbe scheidet sich 
in zwei Theile: der I. Theil (pag. 1—174) ist eine 1380 durch Diet- 
rich von Nieheim besorgte Abschrift des Avignonesischen Kanzleibuchs, 
das im Einzelnen folgende Eintragungen enthält: p. 1 — 54 = unten 
S. 303—345, Formulae CII— CLXIII. p. 55 Benedict XII. Ne quis 
mendicantium intret ordines Cisterciensem et monachorum nigrorum 
sine dispensatione pape. „Regulärem vitam professis 44 1335 Jul. 4. 
p. 56. Benedict XII. Super apostatis monasterio exeuntibus ordine et 
habitu relictis. „Pastor bonus 44 1335 Jun. 17. p. 62—64 = Form. 
CLX1V— CLXVIL p. 65 Johann XXII. Reservationsbulle „Ex de- 
bito 44 Extravag. comm. 1, 2 c. 4. p. 67 Reservatio domini Johannis 
in terris ecclesie. „Imminente nobis 44 1319 Sept. 13 (Bull. Rom. ed 
Taurin. 4, 287) p. 68 Reservatio in patriarchatu Aquilegensi et Me- 
diolanensi, Ravennatensi, Januensi et Pisana provinciis. „In aposto- 
lice solicitudinis" 1322 Juli 30 p. 69. Prorogatio reservationum 
in Italia „Dudum videlicet" 1325 März 27. p. 70 Prorogatio reser- 
vationum in provinciis Italic „Olim ad statum 44 1327 März 29. p. 
71 Alia prorogatio reservationum in provinciis Italie. „Circa statum 14 
1329 März 28. p. 72 Restrictio reservationum in Tuscia et terris Ro- 
mane ecclesie subiectis. „Dudum ad statum 44 1329 Dec. 31. p. 73. 
Alia prorogatio reservationum in provinciis Italie. „Dudum circa 44 
1331 März 27. p. 74 Form. CLXVIII. p. 76 Prorogatio reservacionum 
factarum in civitate diocesi et provincia Gradensi. „Circa statum 44 . 
1333 März 28. (ebenso für die Provinzen von Aquileja, Genua, Mai- 
land, Pisa und Ravenna) p. 77 = Form. CLXIX. p. 78 Prorogatio 
reservationum in partibus Tuscie. „Ad statum pacificum 44 1333 Dec. 29 
p. 79 Benedict XII. Benedictes revocat commendas ecclesiarum et 
monasteriorum. „Super gregem 44 1335 Mai 18. p. 80. Decläratio 
quod reservaciones per dominum Johannem papam facte non fuerunt 
revocate. „Dudum felicis recordationis" (undatirt) p. 81. Reservatio 
per dominum Benedictum in terris ecclesie. „Circa confovendum 44 . 
1336 Mai 6. p. 82. Alia reservatio in terris ecclesie. „Attendentes 

V 



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LXVm Einleitung. 

quod". 1338 Juni 2. p. 83 Constitutio domini Benedicti legenda in 
Cena domini. „Excommunicamus et anathematizamus". 1338 April 
16 (Beginn = Erler 153, Fortsetzung aber verschieden), p. 84 Assig- 
natio stipendiorum personis mittendis extra curiam super reformacione 
nionasteriorum et ecclesiaruni. „Cum te ad monasterium u 1336 Juni 
30. p. 85 Revocacio beneficiorum que debeant vacare per assecutionem 
beneficiorum aliorum. „Dudum nos u . 1336 Sept. 22. (Bull. Rom. 4, 
390.) p. 87. Wiederholung von o. p. 79. „Super gregem". p. 87 Re- 
vocacio decimarum regi Francie concessarum extra regnum suum et 
quod levata restituantur. „Ex cotidiana instantia". 1336 Dec. 18. p. 
90 = unten S. 117 Constit. XV. p. 90 Reservatio beneficiorum car- 
dinalium capellanoruin et aliorum Romane ecclesie officialium. „Ad 
regimen" (Extravag. comm. 3, 2 c. 13.) p. 93 Declaratio quod bene- 
ficia, que debeant vacare per assecutionem aliorum beneficiorum, ante 
assecucionem huiusmodi resignata vel permutata sunt apud sedem apo- 
stolicam reservata. „Dudum nos". 1336 Okt. 23. (theilweise wörtliche 
Wiederholung von o. p. 85.) p. 94 Revocacio graciarum generalium 
et aliarum expectacionum per predecessorem factarum. „Experimente 
didicimus" 1335 Dec. 18. p. 97 Ordinatio super procurationibus pre- 
latorum et taxationibus et subsidio. „Vas electionis". 1336 Dec. 18. 
(Extravag. comm. 3, 10.) p. 104 Revocatio decimarum regi Francie 
infra regnum suum concessarum. „Ex cotidiana instantia 11 . 1337 Jan. 
21. p. 106 Constitutio quod impetrantes in forma pauperum non ad- 
mittantur in ecclesiis collegiatis. „Ad providam circumspectionem". 
1341 Okt. 23. p. 108. Clemens VI. Reservatio generalis in Tuscia 
et provinciis Tuscie. „Solicitudo pastoralis t; . 1344 Febr. 14. p. 111 
Prorogatio reservacionum in patriarchatu Aquilegensi et partibus Tuscie. 
„Dudum videlicet". 1344 Febr. 8. p. 111 Processus contra illos qui 
impediunt venientes ad Romanam curiam. „Graves deo" 1346 Febr. 3. 
p. 114 Decernitur reservatio domini Johannis perinde valere acsi littere 
super ea facte fuissent. „Dudum felicis" (undatirt) p. 115 Declaratio 
prima et restitutio relaxacionis graciarum expectancium super reser- 
vacionibus. „Apostolice sedis". 1344 Okt. 1. p. 116 Secunda decla- 
racio relaxacionis predicte. „Provida sedis" 1344 Okt. 19. p. 117 
Declaratio quod reservato beneficio persone regularis quod obtinebat 
in loco in quo erat certus numerus, locus, quem habebat in loco ipso, 
sit eo ipso reservatus. „Apostolice sedis providencia" 1345 Okt. 10. 
p. 118 Declaratio quod loca regularium certum numerum habencium 
remaneant reservata. „Officii nostri debitum" 1346 April 13. p. 
119—120 = Form. CLXX— CLXXI. p. 121 Reservacio in regno Sicilie 
.et terris sub dominio Romane ecclesie existentibus. „Inter cetera 11 . 



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Einleitung. LXIX 

1343 Febr. 6. p. 122 Relaxacio pro expectantibus ad biennium de 
beneficiis reservatis. „Romanus pontifex 44 1344 Okt. 1. p. 123 Reser- 
vacio generalis episcopalium et aliarum collegiatarum ecclesiarum et 
monasteriorum in provinciis. „Dirigentes nostre u 1344 Febr. 13. p. 
124 Revocacio generalis reservacionum domini Johannis pape in pro- 
yinciis Italie et reservacio illorum, de quibus non fuit ordinatum. 
„Super universas". 1344 Febr. 13. p. 127 = Form. CLXXH, CLXXIII. 
p. 128. Declaratur dispensacio duorum in tertio et quarto gradibus se 
attingencium in quarto gradu solummodo obtenta vel obtinenda vali- 
tura, „Nuper proposito". 1344 Juni 3. p. 129—130 = Form. CLXXIV, 
CLXXV. p. 131 Reservacio in terris ecclesie Romane subiectis. „Inter 
solicitudines" 1343 Mai 5. p. 132 Reservacio dignitatum prebendarum 
ecclesiarum et aliorum beneficiorum per assecucionem vacancium vel 
vacaturorum. „Djidum nos 44 1343 Sept. 22. p. 133. Declaracio reser- 
vacionis dignitatum et aliorum beneficiorum per assecucionem vaca- 
turorum (undatirt) p. 134. Processus contra illos qui impediunt rece- 
dentes de curia. „Quos noxie voluntatis 14 (undatirt und unvollständig) 
p. 136—138 = Form. CLXXVI— CLXXIX. p. 138. Revocacio reser- 
vacionum. „Apostolice sedis providencia". 1351 Dec. 6. p. 139. 
Declaracio super revocacione reservacionum. „Dudum videlicet 44 
1352 März 11. p. 140 Declaracio quod forma „perinde valere 44 
vel alia confirmacio ita afficit sicut collacio. „Dudum omnes". 1352 
Juni 19. p. 141. InnocenzVI. Form. CLXXX. p. 142 Revocacio ex- 
pectacionum. „Quia sicut' 1 1353 Jan. 29. p. 145 Revocacio commen- 
darum cathedralium ecclesiarum monasteriorum et aliorum prelaturarum. 
„Pastoris eterni 44 (undatirt.) p. 147. Processus contra offensores cap- 
tores etc. clericorum et aliarum personarum ecclesiasticarum. „Ad repri- 
mendas. 41 1354 Juni 2. p. 151. Quod ordinarii possent conferre personis 
idoneis beneficia vacancia reservata. „Ad ea que 44 . 1362 Jan. 16. p. 
154. Urban V. Declaracio domini Urbani pape V. (betreffend die 
Behandlung der reservirten Pfründen, über die beim Tod Innocenz' VI. 
noch nicht verfügt worden war.) „Dudum felicis 44 . 1363 Febr. 15. 
p. 155. Revocacio privilegiorum prelatorum, quod possent visitare. 
(Widerrufung der durch F. CLII und CLXXIV gewährten Vorrechte.) 
„Regimini8 universalis' 4 1363 Febr. 28. p. 156. Ordinacio de trice- 
sima camere et reductio decime de Francia persolvi consuete. „Paterna 
Caritas 44 . 1363 Febr. 27 (vgl. Ottenthai, Regulae Canc. S. 20 Nr. 29.) 
p. 159. Revocacio expectacionum factarum per Innocentium VI. „Ad ea 
per que 44 1363 Jan. 5 (vgl. Ottenthai 1. c. S. 16 Nr. 10) p. 161 Cle- 
mens IV, Ordinacio de locis vel spaciis ecclesiarum et monasteriorum 
religiosorum. Potth. 20 405. p. 162. Processus contra proscribentes • 



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LXX Einleitung. 

vel relegantes clericos et personas eclesiasticas. „Quia sicut" 1367 
Dec. 10. p. 163. Gregor XI. Quod religiosi cappellani sedis aposto- 
lice suis superioribus teneantur obedire. „Ad Bomani pontificis". 1373 
Nov. 9. p. 164. ßevocacio expectacionum factarum per dominum Ur- 
banum V. „Nuper attendentes". 1371 Jan. 8. (vgl. Ottenthai L c. 30. 
Nr. 37) p. 167 = Constit. XXI. p. 168 = Juram. XIX. p. 170 
„Quod providentes aliis de beneficiis ecclesiasticis nicbil inde capiant 
vel sibi promitti faciant. „Solicite vitari debet". 1375 Okt. 27. p. 171. 
Urban VI. ßevocacio domini Drbani VI. expectacionum factarum per 
Gregorium XI. 1378 April 18. (vgl. Ottenthai 1. c. S. 46 Nr. 5) p. 173 
Ordinacio Urbani VI. de studentibus in locis privilegiatis. „Dudum 
videlicet 14 1380 Jan. 3. p. 174: Schlusswort: „Finis secundi 
libri cancellarie de mandato reverendissimi patris et domini 
domini Rampnulphi tt. sancte Potentiane dignissimi presbiteri cardi- 
nalis regentis officium cancellarie domini nostri pape quoad presens 
per me Theodericum de Nyem scriptorem et abbrevia- 
torem litterarum apostolicarum de libro eiusdem can- 
cellarie qui inibi vulgariter appellatur „quatemus al- 
bus" extracti et fideliter cum eodem quaterno per sin- 
gula concordati collatione matura incepti etperfecti de 
mense maii sub anno a nativitate domini MCCCLXXX, pon- 
tificatus domini nostri domini Urbani pape VI. anno 
tertio. 

Schrift dieses ersten Theils: Zwei Hände; die eine 
schrieb bis p. 65, die andere p. 66 — 174. Erste re Hand ist 
identisch mit der Schrift des ersten Kanzleibuchs (E). 
Die Schrift der zweiten Hand ist etwas kleiner und steifer, auch die 
Form der Kürzungen ist anders. Dazu kommen orthographische Ver- 
schiedenheiten: vorwiegend ci statt ti, sollicitus statt solicitus, Papst- 
titel und die Formeln „Nulli ergo, Si quis autem" werden von dieser 
zweiten Hand häufig ausgeschrieben, während sie von erster Hand 
stets gekürzt sind. Mit Dietrich selbst dürfte auch äiese zweite Hand 
nicht identisch sein. Der Schreiber des ersten Kanzleibuchs begann 
daher auch noch das zweite, wurde aber etwa nach dem ersten Drittel 
von einem andern abgelöst. Als Schreibstoff wurde vielfach Bullen- 
pergament verwendet, an dem bereits Linirung und Plica vorgerichtet 
waren. 

II. Theil p. 175 ff. Nachträge von wechselnden Händen, 
beginnend mit ßonifaz IX. und fortlaufend geführt bis 1560. Von 
p. 253 an diente diese Handschrift als Liber Cancellariae 
authenticus (vgL darüber oben S. LV £). Die auf die Kanzleior- 



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Einleitung. LXXI 

ganisation bezüglichen Verordnungen sind unten S. 132 — 227 abge- 
druckt. In die Bibliotheca Barberini dürfte die Handschrift durch den 
Kardinal Francesco Barberini gekommen sein. 

P. Cod. Paris, lat. 4172, membr. 2°, 300 fol. s. XV. Ist eine 
in einem Zug geschriebene sorgfältige Abschrift von B, mit dem 
auch Inhalt und Reihenfolge der Nachträge vollkommen stimmen ; (es 
fehlt nur am Schluss des zweiten Kanzleibuchs Dietrichs von Nieheim 
die Transsumptionsnotiz „Finis secundi libri cancellarie u etc.) Als 
letzter Nachtrag von gleicher Hand steht f. 279 (= B. p. 415) die 
Ernennung des Alvarus Bischofs von Evora zum Kanzleileiter, 1468 
Juni 18. Unmittelbar nach diesem Datum dürfte auch die Abfassung 
von P. fallen. (Delisle hat die Hs. in seinem Memoire sur les actes 
d'Innocent IIL S. 73 irrig dem 14. Jahrhundert zugewiesen.) f. 
280 — 281 sind leer, fol 285 folgt von anderer Hand das Provinciale, 
£ 296 der Festkalender und f. 299—300 eine Notiz über die Curial- 
ferien. Da der Text von B sorgfältig wiedergegeben und vorzüglich 
erhalten ist, wurde diese Hs. in allen Fällen zur Ergänzung von B 
herangezogen, wo die Schrift in letzterem entweder durch das Be- 
schneiden des Bandes zerstört oder infolge häufiger Benützung abge- 
rieben und beschädigt war (unten Constit. XXXI, XXXV, XLIV.) 

Cod. Barb. XXXV. 94. von Pastor, Gesch. d. Päpste wiederholt 
citirt, ist eine Abschrift von B aus dem Ende des 16. Jahrhunderts. 
Neben B. benützt ftr Constit. L1V. 

V. Cod. Vat. lat. 3984. 2°, chart. 146 fol. s. XV. ine. Wahr- 
scheinlich vom Scriptor L. de Temperiis (1403 — 1411 in der päpst- 
lichen Kanzlei nachweisbar) aus den verschiedenen Theilen des Kanzlei- 
buchs compilirt. (Beschreibung der Hs. bei Ottenthai, Regulae Canc. 
S. XL., dazu meine Ausführungen in Mittbeil. d. Instituts f. österr. 
GF. 11, 340 und 13, 22). Enthält fol. 43—111 das Kanzleibuch 
Dietrichs von Nieheim doch ohne das Schlusswort. Ob V aus B oder 
direkt aus der Vorlage des letzteren, dem Quaternus albus, abgeleitet 
ist, lässt sich nicht sicher entscheiden. Die in B unvollständige Ein- 
tragung p. 134: Processus contra illos, qui impediunt recedentes de 
curia. „Quos noxie voluntatis" bricht auch in V an gleicher Stelle 
mitten im Context ab ; doch kann auch dies auf die gemeinsame Vor- 
lage zurückgehen. Die Hs. wimmelt von Flüchtigkeitsfehlern. 

Cod. PcUat. lat. 647. 4°, chart 321 fol. s. XV. Sammlung von 
Constitutionen und Kanzleiregeln, von einem Mitglied der Kanzlei zu 
eigenem Gebrauch angelegt, (s. die genaue Inhaltsangabe bei de Bossi- 
Stevenson, Bibliothecae apostolicae Vaticauae Codices manuscripti 1. 
B.) benützt für Constit. XXVI. 



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LXXII Einleitung. 

Cod. bibliothecae Corsinianae (Romae) Nr. 874. chart. 4°, 230 f. 
s. XVI— XVII. (Beschreibung und Inhaltsangabe in meinem „Tax- 
wesen", Mittheil. d. Instituts f. österr. GF. 13, 25—26) f. 97 ff: 
Constitutiönes et statuta officii dominorum scriptorum, 
Abschrift und Auszug ans dem Statutenbuch des Scriptorencollegs. 
Quelle für Constit XXXVIII, LH, LIII und LVI. 

Cod. Sessor. 232, jetzt 1239 der Bibliotheca Vtitorio-Emanuele in 
itoro, chart. 4°, s. XVII. Bezeichnet als „Materie di Cancellaria u . 
Gleich der vorhergehenden Hs. abgeleitet aus dem Statutenbuch der 
Scriptoren. Benützt für Constit. XXXVIII und LIL f. 276: Abgren- 
zung der durch die Kanzlei zu expedirenden Sachen gegenüber denen 
der Camera, getroffen durch den Kardinal - Vicekanzler Alexander 
Farnese. 

Cod. Vat. tat 3883. 4°, chart. 174 fol. wechselnde Hände s. XV 
ex. Pappendeckeleinband mit grünem Leder überzogen, darauf Borghese- 
wappen. Vorsteckblatt Pergament: Propositiones et avisamenta pro 
reformatione. R. die Innenseite des Blattes ist eioe zerschnittene 
Bulle. Aus den noch erhaltenen Theilen des Papstnamens ergibt sich 
die Zugehörigheit zu Alexander VI. f. 1 N. Cussa cardinalis pro refor- 
matione. f. 14 — 24 (von derselben Hand) Reformentwurf Sixtus' IV. 
(unten S. 379) f. 25 (neue H.) Reformatio Sixti (betrifft die Poeni- 
tentiarie f. 26 f. (neue H.) A penitentiariis (f. 30 Innocenz VIII. ge* 
nannt.) f. 36 (neue EL) Penitentiaria f. 44 ff. Bullen Eugens IV. In- '■« 
nocenz VIII. und Alexanders VI. die Poenitentiarie betreffend, f. 52. 
Cancellaria f. 53 (neue Hand) = u. S. 386 Reform. V. f. 62 = Con- 
stit. XL VIII. dto. = Constit. XLIX. f. 63 = Constit. LI. f. 64 (neue 
H.) = Reform. VIII. f. 66 (neue H.) = Reform. VII. f. 70 (neue 
Hand) Innocenz VIII. „Etsi de cunctis 1 ' (nur hier erhalten, Schluss 
getrennt auf f. 78.) = Constit. LIV a S. 425- f. 72 (neue H.) = 
Reform. IX. f. 73 (neue H.) -- Reform. VI. f. 74 ff. folgen einzelne 
Conceptblätter (Propositiones) Vorarbeiten zur Redigirung der Reform- 
bulle Alexanders VI., flüchtige Schrift, vielfach durchstrichen, Rand- 
correcturen. f. 80. Regule signature gratiarum f. 84. Regule signa- 
turae commissionum. f. 85. Epitome XXX capitulorum reformatio- 
nis Martini V. que sunt in libro viridi serici cancellarie c. 189. f. 90 
Conclusa; Concepte zum Reformentwurf, corrigirt, mit Randbemerkungen 
versehen, viele Blätter ganz durchstrichen, f. 94'. Secretarii, pro- 
thonotarii Sanctum horum officia sine ipsorum preiu- 
dicio extinguere vel legem dare taxis eorum, et si taxas 
non habent, constituere moderatas; si habent et sint 
immoderate vel eas excedant, novum moderamen eis 



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Einleitung. LXXTTT 

apponere. Et quod de cetero minori precio vendereniur, 
ut facilius moderationem taxarum ferrent. f. 104 Propo- 
nenda: prima bulla: papam et palatium, secunda bulla: cardinales, 
tertia bulla: officiales Romane curie, quarta bulla: generalis. Omnes 
publicabuntur et registrabuntur, ultima imprimetur. (Reform. X. deckt 
sich also wohl mit der dritten der beabsichtigten Reformbullen). Depu- 
tabuntur executores sub nomine officiorum vel dignitatum. Demum 
visitetur et reformetur clerus Romanus. Car[dinalis] Ulixb[onen- 
sis] hoc notavit Von dieser Hand rühren zahlreiche Randbemer- 
kungen und Zusätze her, so auch der oben kopirte über die Sekretäre 
und Prothonotare. f. 158. Capitula conclavis Innocentii VIII. Ueber 
die Entstehungsgeschichte dieser Hs. vgl. u. S. 361 — 362. Eine ge- 
naue Bearbeitung der Conceptblätter, zu der es mir leider an Zeit 
gebrach, würde sich noch verlohnen. 

Cod. Vat. lat. 3884, chart. 4 Ö , 132 fol. s. XVI. ine. Der Anfang 
fehlt; fol. 1 beginnt mit „assistant, non de una tan tum mundi re- 
gione sed de Omnibus nationibus" etc. Fragment eines Reformtractats. 
f. 15 — 24 unten Reform. I. f. 27 — 49 (anscheinend von derselben Hand 
wie das Vorhergehende) Reform. II.: von gleicher Hand folgt dann 
f. 50 : Incipit chronica summorum pontificum, Papstreihe mit Angabe 
der Regierungszeit nach dem alten Schema: sedit annos . menses . . 
dies . . und Todesjahr, f 52' als vorletzter Pius HI. . . . dies XXVI. a. 
d. 1503; es folgt noch Julius II. aber ohne Angabe von Regierungs- 
zeit und Todesjahr. Der Codex ist also unter dem Pontificat Julius 9 II. 
geschrieben, f. 53 Constitution Martins V. „In apostolice dignitatis 44 
(u. Constit. XXVI.) f. 64' Martin V. „Romani pontificis 44 (u. Constit. 
XXIX.) f. 73. f. Constitutionum reformationis Romane curie ab Ale- 
xandro VL pont. max. prohemium (u. Reform. X.) f. 110: Fuerunt 
ista composita a bone memorie rev mo cardinali Neapolitano (Oliviero 
Caraffa f 1511). pro reformatione status pontificis Alexandri VI. et 
eins palatii et curie. f. 118 ff. der Reformentwurf Sixtus' IV. (u. Re- 
form. IV.) 

Cod. Barberin. XXVlL 6. 2°. chart. s, XVII. 358 fol. Enthält f 
1 — 52 den Reformentwurf Pius' IL (vgl. Pastor, Gesch. d. Päpste 2, 
611 ff. und S. 372 ff.) 

Cod. Monac. 422. Sammelband s. XVI. (vgl. die Inhaltsangabe 
im Catal. codd. Monacens.) Enthält f. 239 den Reformentwurf Sixtus 1 IV 
(u. Reform. IV.) 



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LXXIV 



Einleitung. 



Tabelle zu S. XXXVI ff. 

(Nachweisder Formeln Nr. I — C.) 

Bei den Privilegienformeln „Beligiosam vitam" wurden vor das 
4. Lateran-Concil fallende Beispiele unberücksichtigt gelassen. 

Erklärung einiger abgekürzt citirter Drucke: Berger, les ßegi- 
stres d'Innocent IV. Dugdale, Monasticon Anglicanum. Ferreira, Me- 
morias e noticias da celebre ordern dos Templarios, Lisboa, 1735. Hen- 
riquez, Regula,' constitutiones et privilegia ord. Cisterciensis, Antver- 
piae 1630. Monum. •== Monuments pour servir a Thistoire des pro- 
vinces de Namur, de Hainaut et de Luxembourg. Le Paige, Biblio- 
theca Praemonstratensis ordinis, Paris 1633. Ripoll, Bullarium ord. 
frat. Praedicatorum. Sbaralea, Bullarium Franciscanum. Strehlke, 
Tabulae ord. Theutonici. 



Nr. 



Incipit 



Datum 



Druck 



2 
3 



Religiosam vi- 
tam eligenti- 
bus 



In eminenti 



Honorius III. 1216 X. 11, 
Gregor IX. 1229 HL 8 *) 
1231 V.12 2 ), 1237 V.21. 8 ) 

Honorius III. 1225 V. 9 4 ) 

Gregor IX. 1231 IV. 6 

Lucius III. 1184 X. 3 = Ur- 
ban III. 1187 VI. 30 = 
Clemens III. 1188 X. 15 
= Innocenz III. 1198 VTL 
27 6 ) 



Wirte mberg. ÜB. 

3, 57, 252,284, 

392. 
Wirtemberg. ÜB. 

3, 152. 
WestfäL ÜB. 5, 

168 Nr. 366. 
Le Paige, 635, 

640, 643. Bull. 

Roman. Ed. Tau- 

rin. 3, 125. 



') gleich der Formel, doch fehlt die Claueel „de quibus novalibus ali- 
quis hactenus non percepit. 44 

8 ) für das neugegründete Kloster Heiligkreuzthal, daher gemäss der 
der Formel vorangestellten Einleitung : „Sane novalium"; Klausel „de quibus 44 
vorhanden. 

8 ) vollkommen gleich der Formel. 

4 ) gleich der Formel bis auf die Clausel „de quibus novalibus aliquis 
hactenus non percepit. 44 

6 ) Absatz Ober die Zehenten verschieden, weil vor dem 4. Lateranconcil. 



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Einleitung. 



LXXV 



Nr. 


Incipit 


Datum 


Druck 


5 


Beligiosam vi- 


Gregor IX. 1228 XI. 17, 1235 


Zahn, Steir. ÜB. 




tam 


XII. 18 (ftir Seite)*) Inno- 


2,346,430. Pri- 






cenz IV. 1245 XI. 3 (für 


vil. ord.Carthus. 






d. Mutterkloster) 2) 


(Basell510)f.l8'. 


6 


»» 


Gregor IX. 1235 VIII. 26 


Sbaralea 1, 172 






Innocenz IV. 1252 XI. 9 3 ) 


und 673. 


7 


Omne datum 


Urban HI. 1186 VIIL 1 == 


Ferreira 1, 2.Th. 




Optimum 


Coelestin III. 1194 V. 26 
= Innocenz III. 1168 VL 

15 4 ) 


811, 827, 838. 


8 


Christiane fidei 


Innocenz IL 1137 II. 8 ß ) 


Migne 179, 312; 




religio 


Anastasius IV. 1154 X. 21 6 ) 


Mansi 21, 780. 






Alexander III. 1169 I. 10 


JL.11586, 13025 






= 1 178 IL 14 = Urban IE. 


15551, 15629. 






1186 III. 12 = 1185 — 








1187 VI. 11. 




9 


Etsi neque qui 


Honorius III. 1220 XII. 15 


Strehlke 275 Nr. 




plantat 


15 Gregor IX. 1227 VII. 


306 Bull. Rom. 






28*) 


3, 423. 


10 


In eminenti 


Honorius HL 1223 V. 30 (f. 


Ughelli 2, 868; 






Sinigaglia) Gregor IX 1237 


7, 148. 






VI. 3 (f. Tricarico)») 




11 


Cum universis 


Honorius HL 1224 V. 14 (f. 


Bull. Rom. Ed. 






Ravenna) 9 ) 


Taurin. 3, 401. 


12 


Sicut ludeis 


Honorius HL 1217 XL 7 = 


Bull. Rom.3, 330. 






Gregor IX. 1235, V. 3 10 ) 


Raynald ad a. 
1235 § 20. 


l ) Zehentclausel ei 


;was abweichend von d. Formel. 


*) vollkommen = der Formel. Vgl. über die Formel o. S. 


») Vgl. darüber o. S. XLI. 


4 ) Vollkommen gleich der Formel bis auf die Zebentclausel. Alezander EL 


1163 L 7 (Ferreira 774) gleiches Incipit, Fassung noch mehrfach verschieden. 


.*) Nur bis § 8 = der Formel, § 9 verschieden, § 10 ff. fehlt. 


6 ) Bis auf die Zehentclausel (§ 9) bereits gleich der Formel. 


7 ) Formel = der Bulle Honorius' III. 


8 ) Letzteres = der Formel, ersteres noch abweichend (§9, 10 fehlt.) 


•) Bis § 10 = der Formel, von da an verschieden. 




10 ) Formel = der 


Bulle Gregors IX. 





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LXXVI 



Einleitung. 



Nr. 



Incipit 



Datum 



Druck 



13 

14 

15 
16 

17 2 ) 

19 

20 

21 
22 

23,24 

25 
26 



Dilecti filii ab- 
bas Cistercii 

Cum a nobis 
petitur 



Thesauro vir- 
tutum 



Meritis vestre 
religionis 

Iustis peten- 
tium 

Ne tranquilli- 
tas ordinis 

Ex parte vestra 

Quia refriges- 
cente 

Quanto studio- 
sius 



Cum monachos 



Animarum sa- 
lutem 



Innocenz IV. 1244 IV. 28. 
Urban IV. 1262 V. 5 l ) 

Innocenz IV. 1244 IL 8 
1244 IV. 6. 

Innocenz IV. 1245 IV. 28 *) 

Innocenz IV. 1244 L 27, 1245 
V. 2, 1245 IV. 26 *) 



Innocenz IV. 1245 XII. 23, 
1246 VHL 18 

Innocenz IV. 1244 III. 12, 
1249 V. 5 3 ) 

Alexander IV. 1255 XII. 7 



Gregor IX. 1234 L 23. 

Gregor IX. 1234 I. 23. In- 
nocenz IV. 1244 III. 28. 

Gregor IX. 1235 II. 8—9. 
Innocenz IV. 1244 ü. 13 
u. 26. 

Gregor IX. 1234 L 23. In- 
nocenz IV. 1244 IL 11. 

Gregor IX. 1235 IL 12. 



Monum. 2, 44. 

Henriquez72Nr. 

36. 
Dugdale 5, 234. 

Monum. 2, 43 

Nr. 38. 
Henriquez 63 Nr. 

19. 
Berger Nr. 479. 

Henriquez64Nr. 

20. Gallia Christ 

4, 982. 
Monum. 2, 47, 

Henriquetf 65 

Nr. 21. 
Monum. 2, 37, 

Nr. 30, Henri- 
quez 65 Nr. 23. 
Weech, Cod. dipl. 

Salem. 1,350 Nr. 

315. 
Henriquez 62 Nr. 

16. 
Henriquez 61 Nr. 

15,Monum. 2, 38 

Nr. 31. 
Font. rr. Austr. 

II 11, 86—87. 

Monum. 2, 35 — 

36 Nr. 27—28. 
Henriquez 62 Nr. 

17. Monum. 2, 

34 Nr. 26. 
Font. rr. Austr. 

H, 11, 89. 



*) Schlug der Formel = der Bulle Urbans IV. 

*) yon Urban IV. wiederholt. 

8 ) Ueber F. 18 vgl. o. S. XL A. 6. 



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Einleitung. 



Lxxvn 



Nr. 


Incipit 


Datum 


Druck 


27 


CumCistercien- 


Gregor IX. 1228 I. 11 


Henriquez 61 Nr. 




sis ordiiiis ti- 




14. 




tulus 






28 


Com abbates 


Honorius III. 1224 XI. 11. 


Henriquez 60 Nr. 




Cisterciensis 


Innocenz IV. 1244 IV. 8. 


12. Monum. 39 




ordinis 


1250 X. 7. 1 ) Alexander IV. 


Nr. 32. Weech, 






1255, IX. 9 a ) 


295 Nr. 264. 
Wirtemberg.üB. 
5, 123. 


29 


Nonabsque do- 


Innocenz IV. 1244 IV. 8 3 ) 


Wirtemb. ÜB. 4, 




lore 




77. 


30 


Cum dilectis fi- 


Honorius III. 1221 I. 16. 


Strehlke 284 Nr. 




liis 


Gregor IX. 1231 IV.*) 


314 und 315 Nr. 


31 


Dilecti filii fra- 


Honorius III. 1221 L 20 6 ) 


453. 




tres militie 




Strehlke 303 Nr. 




templi 




338. 


32 


Querelam gra- 


Alexander HI. 1179 XII. 20. 


JL. Nr. 13502 




vemrecipimus 


Honorius III. 1222 II. 20 6 ) 


(ined.) ; Strehlke 
320 Nr. 367. 


33 


Cum dilecti filii 


Innocenz HI. 1209 VH. 13 


Ferreira852,853 






= Honorius IH. 1217 I. 


Strehlke 275 Nr. 






20. Honorius IH. 1218 X. 1 


305. 


34 


Dilecti filii fra- 


Honorius III. 1221 I. 20. 


Strehlke 304 Nr. 




tres Ierosoli- 


Gregor IX. 1235 V. 29 


339Ferreira894 




mitani hospi- 








talis 






35 


Querela dilec- 


Urban HI. 1186 IH. 10. Ho- 


JL. Nr. 15544 




torum filio- 


norius III. 1221 I. 19 


(ined.) Strehlke 




rum 




303 Nr. 337. 


! ) nicht ganz ident 


isch mit der Formel. 


*) gleich der Formel; vgl. o. S. XXXIX. 


») Vgl. o. S. XXXIX. 


4 ) als Neuausfertigung und Bestätigung für den deutschen Orden; Fas- 


sung der Formel = der Bestätigung. 


ß ) Neuausfertigung für den deutschen Orden ; Formel als Bestätigung mit 


dem Zusatz: dudum a predecessoribus nostris facte. 


e 


) nicht ganz gle 


ichlautend mit der Formel. 





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Lxxvm 



Einleitung. 



Nr. 


Incipit 


Datum 


Druck 


36 


Si discrimina 


Honorius III. 1223 I. 31 l ) 


Strehlke 326 Nr. 
383. 


37 


Religiososviros 


Innocenz III. 1209 Hl. 11. 


Ferreira 849 






Honorius III. 1221 I. 18 


Strehlke 298 Nr. 
330. 


38 


Sidiligenterat- 


Honorius III. undatirt 


Strehlke 338 Nr. 




tenditis 




413. 


39 


Milites templi 


Bugen III. 1148 IX. 3 = 


Perreira765, 767, 




Ierosolimitani 


Hadrian IV. 1159 VI. 6 = 
Alexanderin. 1177 IV. 28. 2 ) 


769. 






Alexander III. 1171 — 1180 


JL. 13548 (ined.) 


40 


Paci et quieti 


VII. 19. Honorius III. 1217 


Ferreira 885, 






I. 28 = Gregor IX. 1235 


887. 






V. 30. 




41 


Militum templi 
professio 


Innocenz III. 1209 V. 11 


Ferreira 876. 


42 


Militia dei que 


Hadrian IV. 1158 VI. 18 = 


Ferreira867,868. 




dicitur templi 


Innocenz III. 1199 IV. 23 




43 


Cum de yiris 


Honorius TU 1221 L 19 3 ) 


Strehlke 300 Nr. 




ecclesiasticis 




332. 




Dilecti filii fra- 


Honorius III. 1221 L 19 3 ) 


Strehlke 301 Nr. 


44 


tres militie 
templi 




334. 


45 


»i 


Innocenz HI. 1198 VII. 9 = 
Honorius III. 1217 I. 17 


Ferreira 870— 71. 


46 


Pervenit ad nos 


Honorius III. 1220 XII. 16 3 ) 


Strehlke 280 Nr. 
307. 


, 47 


Cum a religio- 


Honorius III. 1221 I 17 3 ) 


Strehlke 292 Nr. 




sorum viro- 




323. 


* 


rum pressuris 






l ) für den deutschen Orden; ähnlich bereits Alexander III. 1160 Sept. 14. 


Prutz, Malteser ürk. 38 Nr. 6. 


*) nicht identisch: es fehlt die Klausel: „dummodo de peccatis suis 


vere contriti fuerint et confessi* 1 , die Erwähnung der „ueurarii" und der Zu- 


satz „salva in omnibus premissis moderatione concilii generali 14 . Auch Ho- 


noriis III. 1221 I. 16 (Strehlke 290, Nr. 321) f. d. deutsch. Ord. ist nicht 


identisch mit der Formel. 


3 


) für den deutscht 


m Orden. 





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Einleitung. 



lxxk 



Nr. 


Incipit 


Datum 


Druck 


48 


Querelam di- 


Alexander IV. 1259 IL 22 *) 


Strehlke 405 Nr. 




lectoram filio- 




604. 




rum 






49 


Iustis peten- 


Gregor IX. 1227 VIII. 21 x ) 


Strehlke 347 Nr. 




tium 




437. 


50 


Decet pastora- 


Honorius III. 1221 I. 21 l ) 


Strehlke 306 Nr. 




lis solicitudi- 




342. 




nem dignita- 








tis 






51 


Quanto maiora 


ürban IE. 1186—1187 I. 
30 = Gregor IX. 1231 
VII. 23 a ) 


Perreira823,824. 


52 


Quantopergra- 


Lucius III. 1184—1185 XI. 4 


Pflugk-Harttung, 




idam dei 




Actapont.2,389 


53 


Evangelicedoc- 


Honorius III. 1221 L 16. 


Strehlke 288 Nr. 




trine 


Gregor IX. 1235 V. 28 


$17Perreira895 


54 


Quieti veetre 


Gregor IX. 1227 VIII. 18 


Strehlke 346 Nr. 
436, 


55*) 


Vestra religio 


Gregor IX. 1227 VI. 12 


Strehlke 340 Nr. 
416. 


62 


Ne pro eo 


Gregor IX. 1227 IX. 5, 1234 


Kipoll 1, 24, 72, 






XL 27. Innocenz IV. 1243 


121. 






IX. 4 




63 


Cum pauperta- 


Gregor IX. 1227 V. 25. 4 ) In- 


ßipoll 1,19, 130. 




tem 


nocenz IV. 1244 I. 21 




64 


Com tamquam 


Gregor IX. 1228 IV. 9. In- 


Ripoll 1, 28, 121. 




veri 


nocenz IV. 1243 IX. 5 




65 


Quieti vestre 


Honorius III. 1225 III. 7 6 ) 
Innocenz IV. 1244 IV. 6 


Bipoll 1, 16, 139. 


66 


Cum dilecto- 


Gregor IX. 1227 VIIL 3. In- 


ßipoll 1, 23, 138. 




rum filiorum 


nocenz IV. 1244 III. 25 




67 


Quoniam hab- 
undavit 


Innocenz IV. 1244 HL 24 


Ripoll 1, 137. 


l ) für den deutsche 


m Orden. 


*) für die Templer; die Formel entspricht der Urkunde Gregors IX. 


•) über F. 56-61 vgl. o. S. XLII. 


4 ) ohne den Schlusssatz „Quod si quis" etc. 


6 


) ohne die Schlusi 


iclaußel „Nisi in litteris 44 etc. 





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LXXX 



Einleitung. 



Nr. 


Incipit 


Datum 


Drnck 


68 


Auctoritate vo- 


Gregor IX. 1227 VI. 18. In- 


ßipoll 1, 20, 122. 




bis presen- 


nocenz IV. 1243 IX. 5 






tium 






69 


Postulastis a 


Honorius HI. 1221 V. 6. In- 


Ripoll 1, 14, 121. 




nobis 


nocenz IV. 1243 IX. 4 




70 


Cum iam per 


Innocenz IV. 1244 I. 21 


Ripoll 1, 130. 


= 91 


eius gratiam 






71 


In iure cano- 


Innocenz IV. 1244 IV. 6 


Ripoll 1, 140. 


72 73 


11 ICO 

Quia confusio 
habitus 


Innocenz IV. 1244 III. 25 


Ripoll 1, 138. 


74 


Inspirationis 


Gregor IX. 1239 X. 25. In- 


Ripoll 1,107, 121. 




divine 


nocenz IV. 1243 IX. 3 




75 


Quia proni sunt 


Gregor IX. 1238 IV. 5. In- 
nocenz IV. 1244 IV. 7 


Ripoll 1,99, 140. 


76 


Licet ad hoc 


Innocenz IV. 1244 IV. 6 1 ) 


Ripoll 1, 139. 


77 


Vobis extre- 


Gregor IX. 1241 VI. 20. In- 


Ripoll 1, 124. 




mam 


nocenz IV. 1243 X. 11 




78 


Cum a nobis 


Gregor IX. 1227 XL 30. 2 ) 


Ripoll 1, 25, 133. 




petitur 


Innocenz IV. 1244 IL 10 




79 


Provisionis 


Innocenz IV. 1244 II. 5 


Ripoll 1, 132. 




nostre 


_ 




80 


Odori suavi 


Innocenz IV. 1244 II. 5 


Ripoll 1, 132. 


81 


Vobis assidue 


Innocenz IV. 1244 IL 4 


Ripoll 1, 131. 


82 


Vestra semper 


Innocenz IV. 1244 II. 3 


Ripoll 1, 130. 


83 


Qui postposita 
yanitate 


Innocenz IV. 1244 III. 26 


Ripoll 1, 139. 


84 


Qui deum 


Innocenz IV. 1244 II. 3 


Ripoll 1, 131. 


85 


Precibu8vestris 


Gregor IX. 1228 II. 12. In- 
nocenz IV. 1244 III. 1 


Ripoll 1,25, 133. 


86 


Celestis amor 


Innocenz IV. 1244 III. 22. 


Ripoll 1, 136. 


87 


Meminimus vo- 


Innocenz IV. 1244 VI. 24 


Sbaralea 1, 345 




bis 




—346, Ripoll 1, 
144. 


88 


Non solum in 


Innocenz IV. 1244 VI. 17 


Sbaralea 1, 342, 




favorem 




Ripoll 1, 144. 


*) wiederholt 1246 , 


(uli 27 mit dem Zusatz : in provinciis et conventi- 


bus sibi commissis, Formel = der ersten Fassung. 


s 


) ohne den Zusatz 


nisi ezcommunicatd-usurani. 





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Einleitung. 



LXXXI 



Nr. 


Incipit 


Datum 


Druck 1 


89 


Quo vos in 


Innocenz IV. 1244 IV. 21 


Sbaralea 1, 327, 




Christo 




Ripoll 1, 141. 


90 


Qoieti vestre 


Gregor IX. 1236 II. 25. In- 


Sbaralea 1, 184, 


= 65 




nocenz IV. 1243 X. 9, dto. 
1244 VI. 22 1) 


311, 345. 


.91 


Cum iam per 


Gregor IX. 1235 VII. 18, 


Sbaralea 1, 167, 


= 70 


eius 


1236 II. 21. Innocenz IV. 
1243 XI. 21, 1244 VIL 22. 


184, 318, 347. 


92 


Devotionis ve- 


Gregor IX. 1233 HI. 10, 1240. 


Sbaralea 1, 99, 




stre 


Innocenz IV. 1243 XI. 20. 
1244 VII. 20. 


285, 318, 346. 


93 


In iure cano- 


Gregor IX. 1240 XII. 12. In- 


Sbaralea 1, 287, 


= 71 


nico 


nocenz IV. 1243 XII. 25. 
1244 Vn. 21. 


323, 347. 


94,95 


Quia confusio 


Gregor IX 1240 XII 13. In- 


Sbaralea 1, 289, 


= 


habitus 


nocenz IV. 1243 XI. 20. 


317, 341, 348. 


72,73 




1244 V. 30, 1244 VII. 23. 




96 


Prohibente re- 


Gregor IX. 1240 XII. 20. In- 


Sbaralea 1, 287, 




gula 


nocenz IV. 1243 X. 30, 
1244 VII. 23. 


312, 347. 


97 


Nos attenden- 


Gregor IX. 1228 V. 26. In- 


Sbaralea 1, 41, 




tes 


nocenz IV. 1243 X. 7, 
1245 X. 30. 


311, 392. 


98 


Licet ad hoc 


Gregor IX. 1241 VI. 6. In- 


Sbaralea 1, 295, 


= 76 




nocenz IV. 1243 X. 30, 
1244 VII. 21 


312, 347. 


99 


Qui postposita 


Gregor IX. 1240 IV. 22, 


Sbaralea 1, 277, 


= 83 


vanitate 


1241 IV. 27. Innocenz IV. 
1244 VU. 29 


294, 349. 


100 


Yobis extrem- 


Gregor IX. 1221 VL 20. In- 


Sbaralea 1, 298, 


77 = 


am 


nocenz IV. 1243 X. 9, XI. 


311, 318, 346, 






20, 1244 VI. 25, VIII 1 


349. 


') mit Auslassung 


des letzten Wortes: mentio habeatur specialis; 


diese 


r Fassung entspric 


ht die Formel. 





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I. Provinciale. 



Cod. Colleg. Hispan. Bononien. 275, foL 1 (H). Arcb. Vatic. Regietr. Avin. 
Clement VI, ann. 1, p. 2, fol. 446 (C). Cod. Paris, lat. 4169, foL 9 (E); aus letzterem 
abgeleitet Cod. Ottob. lat. 911 (0). 

Ans dem Kanzleibuch Dietrichs von Nieheim (E) gedruckt bei Erler, Der 
über Cancellariae apostolicae vom Jahre 1380, S. 17 ff. Die Zusammenstellung 
Belbstständiger Provinciale - Handschriften und daraus erfolgter Drucke siehe bei 
Rattinger, Der Patriarchatsprengel von Constantinopel und die bulgarische Kirche 
zur Zeit der Lateinerherrschaft in Byzanz. Hist. Jahrb. 2, 25—26 und Röhricht, 
Bibliotheca geographica Palaestinae, 8. 7—8. 

Ich muss zunächst die principielle Bemerkung voranschicken, dass 
ich nicht eine auf umfassender Untersuchung der zahlreichen Hss. 
beruhende Edition des Provinciale überhaupt bieten und daher auch 
der von Battinger 1. c. 26, A. 2 angekündigten Ausgabe weder vor- 
greifen noch Concurrenz machen will. Meine Aufgabe beschränkt sich 
darauf, das Provinciale als den Grundstock und Kern des Kanzlei- 
buchs, an den sich allmälig die officiellen Verordnungen, Eide und 
Formeln angliederten, wiederzugeben. Daher kamen für mich auch 
nur jene Hss. in Betracht, welche das Provinciale im Verein mit be- 
stimmten Theilen des Kanzleibuchs enthielten. Die älteste derselben 
H überliefert uns den Bisthumskatalog in einer der Zeit um 1230 ent- 
sprechenden Gestalt, C gibt eine Fassung aus der Zeit Johanns XXIL 
und E gehört dem Jahre 1380 an. Zur Controle der [Nachträge, die 
während der Pontificate Urbans VI. und Bonifaz 1 IX. in E erfolgten, 
war noch die um etwa 20 Jahre jüngere aus E abgeleitete und für 
den älteren Bestand bis in alle Einzelheiten sich eng an E anschlies- 
sende Hs. heranzuziehen, dagegen konnte Cod. Vatic. lat. 3984, der 
fol 114 ff. das Provinciale enthält, ausser Betracht gelassen werden 
(vgl über denselben meine Beschreibung in Mitth. des Instituts für 

Tan gl, Papstl. Kamloiordnnngen. X 



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österr. GF. 13, 22). Von den genannten Hss. hat E nach den Schluss- 
worten Dietrichs von Nieheim sicher direct aus dem alten Liber Pro- 
vincialis geschöpft ; von H ist dies wenigstens in hohem Grade wahr- 
scheinlich; dagegen setzen die mehrfach stark abweichenden Lesearten 
von C sowie die Aufnahme von in H und E fehlenden Namen das 
Vorhandensein von Zwischengliedern voraus. Der Ausgabe habe ich 
die älteste Bedaction H zugrunde gelegt uud die aus den anderen Hss. 
für die Folgezeit von etwa 170 Jahren sich ergebenden Nachträge in 
kleinerem Druck beigefügt. 

Wo die Hss. bezüglich der Namensformen von einander abwichen, 
habe ich diejenige in den Text aufgenommen, die ich aus Original- 
bullen oder Kegistern belegen konnte. Zu emendiren hielt ich mich 
nirgends für berechtigt; denn nicht darauf kommt es an, wie dies 
und jenes Bisthum wirklich hiess, son'dern wie man es an der Curie 
schrieb und buchte, — Bezüglich der Entstehungszeit des Provinciale 
und seines Verhältnisses zum Liber Censuum verweise ich auf meine 
Abhandlung über den Liber Cancellariae, Mitth. d. Instituts f. österr. 
Geschichtsforsch. 15,1 ff. 

Die modernen Namen der Bisthümer sind dem alphabetischen 
Index beigefügt 



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In civitate Romana sunt quinque ecclesie, que patriarchie dicun- 
tur, a ) et sunt: 

ecclesia sancid Johannis Lateranensis, que habet priorem; 
ecclesia sancti Petri, que habet archipresbiterum, qui debet esse car- 

dinalis ; 
ecclesia sancti Pauli, quQ habet abbatem; . 
ecclesia sancte Marie Maioris, que habet archipresbiterum; 
ecclesia sancti Laurentii forismurum, b ) que habet abbatem. 

Prime autem ecclesie ) assignati sunt VII episcopi videlicet: 
dominus papa 
Ostiensis, Albanensis, Portuensis, 

Sabinensis, Tusculanus, Penestrinus. 

Singalis vero aliis quatuor ecclesiis predictis d ) assignati sunt 
septem presbiteri cardinales, qui sunt viginti octo, videlicet: e ) 
presbiter cardinalis tituli Sancte Crucis in Jerusalem, 
„ „ „ sanctorum Petri et Marcellini, 

„ „ „ sanctorum Quatuor Coronatorum, 

„ „ sanctorum Johannis et Pauli, tituli 

Pamachii, f ) 
„ „ „ sancte Anastasie, 

„ „ „ sancte Sabine, 

„ „ „ sancti Stephani in Celio monte, 

.„ „ „ sancti Clementis, 

„ „ „ sanctorum Nerei et Achillei, 

„ „ „ sancte Susanne, 

„ „ ü sancte Pudenciane, 



») Ueb«5rschrift in E: Sequuntur ordo et tituli dominorum cardinalium ec- 
clesie Romane sacrosancte; in H ist die Aufzählung der Cardinalstitel p. 2 vor 
den Sicilischen Bisthümern eingeschoben. b ) forismuros E. c ) vor prime 

in EO Ueber8chrift: Sequuntur episcopi cardinales; ecclesie predictarum E. 
d ) quatuor-predictis fehlt H. e ) in E Rubrik: Sequuntur tituli dominorum 

presbiterorum cardinalium. f ) Epamachi E. 

r 

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L Provinciale. 

presbiter cardinalis tituli sancti Sixti, a ) 

„ „ sancti Petri ad Vincula, tituli Eudoxie, b ) 

„ „ sancti Martini, tituli Equicii, 

„ „ tituli sancti Eusebii, 

„ „ „ sancte Prisce, 

„ „ „ sancte Praxedis, 

„ „ „ sancti Vitalis, 

„ „ „ sancti Ciriaci in Tennis, 

„ „ „ sancti Marci, 

„ „ „ basilice Duodecim Apostolorum, 

„ „ „ sancti Marcelli, 

„ „ „ sancti Laurencii in Lucina, 

„ „ „ sancti Laurencii in Damaso, 

„ „ „ sancte Balbine, c ) 

„ „ sancte Marie in Transtiberim, tituli Galixti, 

„ „ „ sancte Cecilie, 

„ „ „ sancti Grisogoni 
Biaconi eciam decem et octo sunt ibidem et sunt hü: d ) 
diaconus cardinalis sancte Lucie in Septem Soliis, ) 

„ „ sancte Marie in Aquiro, 

„ „ sancti Theodori, 

„ „ sancte Marie in Cosmedin, 

„ „ sancti Georgii ad Velum Aureum, 

„ „ sanctorum Cosme et Damiani, 

„ „ sancte Marie Nove, 

„ „ sancti Adriani, 

„ „ sanctorum Sergii et Bachi, 

„ „ sancte Marie in Via Lata, 

„ „ sancte Marie in Porticu, 

„ „ sancti Angeli, 

„ „ sancti Nicolai in carcere Tulliano, 

„ „ sancte Marie in Dompnica, 

„ „ sancti Eustachii, 

„ „ sancte Lucie inter Imagines, 

„ „ sancti Viti in Macello, 

„ „ sancte Agathe. 

Penestrina f ) decreto domini felicia recordacionis Bonifacii pape VIII, 



») Xisti H. b) Eudosie E. c) Salbine H. d) et-hii fehlt H, in 

E darauf Rubrik : tituli diaconorum cardinalium. c ) eeptem boIü H. f ) das 

folgende nur in EO mit der Ueberschrift : destructio civitatis Penestrine ac crea- 
cio seu erectio Ciyitatis-papalis. 



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I. Provinciale. 



accedente fratrum suorum consilio deleta est et aratrum passa et sale 
seminata, nomen eciam eius abolitum et dampnatum ac dignitate episco- 
pali et cardinali imperpetuum privata, quia favit scismaticis, videlicet 
dampnate memorie Jacobo et Petro de Columpna olim sancte Romane ec- 
clesie cardinalibus ; et per eundem dominum Bonifacium papam civitas ibi 
prope de novo constructa, cui Civitatispapalis nomen tradidit eamque epis- 
copatus et cardinalatus dignitate decoravit, ut episcopus civitatis eiusdem 
esset sancte Romane ecclesie cardinalis; et ibi prefecit in episcopum do- 
minum Theodericum, tunc tituli Sancte Grucis in Jerusalem presbiterum 
cardinalem. 



Isti sunt episcopi sub 
Eomano pontifice, qui non 
sunt in alterius provincia a ) 
constituti: 
Ostiensis 1 *) 
Portuensis c ) 
Albanensis 

Penestrinus, superius nominatus Civi- 
tatispapalis ) 
Sabinensis 
Tusculanus 
Tiburtinus 
Keatinus. e ) 

In Campania: 
Anagninus 
Signinus f ) 
Ferentinas*) 
Alatrinus 
Verulanus 
Terracinensis 



Soranus h ) 
Fundanus 
Gaietanus. 

In Marsia: 1 ) 
Furconensis, k ) qui modo dicitur Aqui- 

lensis et sunt coniuncti *) *) 
Marsicanus 
Valvensis 
Adriensis 2 ) 
Pennensis uniti m ) 
Tbeatinus n ) 
Aprutinus. 

In Tuscia: 
Nepesinus 
Sutrinus 
Civitatensis °) 
Ortanus 
Balneoregensis 
Urbevetanus 
Viterbiensis et TuscanensisP) 



Montisflasconensis Q) 8 ) 

a ) qui—provincia fehlt C. b ) Hostiensis H, et Veletrensis v. a. HandO. 

«) et s. Rufine von a. Hand 0. d ) fehlt HC. e ) in C unter den Bis- 

thümern des Herzogthums Spoleto. f ) Signitius C. 8) Feren- 

tinus H. h ) in C folgt hier Aquinas, welches Bisthum später in allen drei 

Hs8. übereinstimmend als Suflragan von Capua erscheint. *) fehlt E. k ) Fur- 
cinensis E. l ) nur in C. m ) Adriensis und uniti nur in C. n ) Tea- 

tinu8 E. °) alias Civitatiscastellanensis E. p) Zusatz uniti in C, E führt 

die beiden Bisthümer getrennt an. <i) nur in E. 

') Aquila wurde durch Alexander IV. 1257 Febr. 20 zum Bisthum erhoben 
und mit Forcone vereinigt (Potthast 16740). *) Atri wurde durch Innocenz 

IV. 1252 Apr. 2 zum Bisthum erhoben und mit Penne vereinigt (Potthast 14 547). 
•) Die Gründung des Biathums Montefiascone erfolgte durch Urban V. 1369 Aug. 
31 (Ughelli, Italia sacra, ed. II, 1,976). 



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L Provinciale. 



Castrensis 

Suaneiisis 

Clusinus & ) 

Perasinus 

Castellanus vel Civitatis Castelli b ) 

Aretinus. Dominus Johannes papa 
XXII. in diocesi Aretina fecit alium 
episcopatum, qui vocatur Cortonen- 
sis c ) !) 

Grossetanus 

Vulteranus 

Senensis 

Lucanus 

Pistoriensis 

Florentinus 

Fesulanus 

Lunensis. 

In ducatu Spoletano: d ) 

Asisinas 

Fuliginas 

Nucerinus 

Eugubinus 

Spoletanus e ) 

Tudertinus 

Amelinus f ) 

Narniensis 

Iterampnensis. 

In Marchia: d ) 

Esculanus 

Firmanus 

Camerinensis 

Auximanus 



Humanas 
Anconitanus 
Esinas s) 
Senogalliensis h ) 
Fanensis 
Pesauriensis *) 
Forosinfroniensis 
Callensis 
Urbinas. 

In Romania: k ) 
Ariminensis 
Feretranus. 

In Sicilia: 
Panormitana metropolis hos 

habet suffraganeos : 
Agrigentinum 
Mazarensem 
Milevitanum. l ) 
Archiepiscopatus Montis- 

regalis hos habet suffraganeos: 
Siracusanum 
Cataniensem m ) 
Messana metropolis hos habet 

suffraganeos : 
Chephaludensem 
Pactensem 

Lippariensem sancti Marci 11 ) 
Militensem. °) 2 ) 

In Calabria: 
Archiepiscopatus Reginus 

hos habet suffraganeos: 
Cassanensem 



») Clausinus C. *>) ohne Zußatz H; hodie dicitur Civitatis -castelli E. 

c) so E als Randnote, im Context. *) fehlt E, in ducatu C. e) j n c folgt 

Reatinus, das in H E als letztes unter den suburbicaren Bisthümern steht. f ) Ame- 
liensis vel Amelinus C, Ameliensis E. e) Esinas vel Esinus C, Esinus E. h) Seno- 
galiensis E, Senegall. C. i) Pensauriensis CE. k) c hat statt dessen 

folgendes: In Romandiola: archiepiscopatus Ravennas hos habet suffraganeos: 
Ariminensem, Feretranum, Imolensem, Cesenatensem. i) Milentanum C. 

*) Cath. E. n) Lipar. C. o } fehlt H, Miletensem C. 

! ) Bulle vom 19. Juni 1325 (Bull. Rom. Ed. Taurin. 4, 313). ») Vgl. 

unter Reggio. 



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I. Provinciale. 



Neucastrensem 

Catacensem a ) 

Crotoniensem b ) 

Tropieusem 

Oppensem c ) 

Bovensem d ) 

Geratinensem e ) 

Squillacensem 

Militensem, qui est specialis aposto- 

lice sedis f ) Kj 
Nicotirensem erectum de novo. &) 

Dominus noster dominus Boni- 
facius papa Villi 2 ) XVII. kal. sep- 
tembris anno tercio locum Nicotire 
in partibus Calabrie erexit in civitatem 
ibique constituit ecclesiam cathedra- 
lem statuens in ea numerum octo 
canonicorum computato archidiacono 
ac univit ipsi archidiaconatui parro- 
chialem ecclesiam dicti loci Nicotire 
voluitque dietam ecclesiam suffraga- 
neam esse ecclesie Regine ac eidem 
providit de persona fratris Jacobi de 
civitate saneti Angeli ordinis here- 
mitarum saneti Augustini ac posses- 
siones et redditus mense archiepis- 
copalis ibi existentes donavit nove 
ecclesie predicte, cui casalia et teni- 
menta loci predicti pro diocesi assig- 
navit. 



Archiepiscopatus Cusenti- 
nus unum habet suffraganeum 
scilicet: 

Marturanensem. 

Archiepiscopatus ßossanus 
nullum habet suffraganeum; 

Episcopatus Bisignianensis est do- 
rn ini nostri pape. h ) 

Archiepiscopatus Sancte Se~ 
verine hos habet suffraganeos : 

Bbriacensem alias Umbriaticensetn *) 

Stroniensem k ) 

Geneocastrensem 

Gerantinum *) 

Insulensem 

Saneti Leonis m ) 
In Apulia: 

Archiepiscopatus Consanus 
hos habet suflFraganeos : 

Moranensem n ) 

Satrianensem 

Montisviridensem 

Laquedonensem 

Saneti Angeli ) 

Bisaciensera p) 

Archiepiscopatus Acheron- 
tinus hos habet suflfraganeos: 

Potentinum 

Tricaricensem 

Venusinum 



») Caracensem C. b ) Crotoceosis vel Crotroniensis id est Curtona C. 

c ) Oppen. id est Oppidanum C. d ) Benensem 0. e ) Geratinum E. 

f ) Miletensis est domini pape C, fehlt E. g) fehlt HC in E als Nachtrag, 

in im Context. h ) Bisignanensem et saneti Marci exemptum C, nach suf- 

fraganeum: episcopataß saneti Marci E. ! ) Ebriacensem vel Ebriaticensem 

C, nur Ebriacensem H. k ) in E von a. Hand zum Schluss beigefügt Strangu- 
lensem. l ) Geruntinum C. ra ) fehlt H. n ) Maranensem H. °) E mit 

dem Zusatz de Loiubardis. p) fehlt C E. 

! ) Vgl. o. unter Messina. *j E hat Bonifacius papa VIII. Der lapsus 

calami wird völlig klar aus Ughelli, ed. II. 9,413, der sich auf die betreffende Bulle 
im Register Bonifaz' IX. beruft. Damit stimmt auch, dass die Eintragung in C 
fehlt, in E nur als Nachtrag von anderer Hand und erst in im Context er- 
scheint. 



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8 



I. ProYinciale. 



Gravinensem 
Angionensem ft ) 
Archiepiscopatus Tarenti- 

nus lios habet suffraganeos: 
Mutulensem 
Castellaiiensem b ) 
Brundisina metropolis hunc 

habet suffraganeum : 
Astunensem c ) 
Tdrontina metropolis hos 

habet suffraganeos: 
Castrensem 
Gallipolitanum d ) 
Liciensem 
Ugentinum 
Leucensem sive e ) Leucadensem. 

Barensis metropolis hos habet 
suffraganeos : 

Botontinum f ) 

Melphetanum 

Juvenacensem 

Rubetinum vel Bubensem *) 

Salpensem 

Cannensem 

Bitterensem h ) 

Conversanum *) 

Minervinensem k ) 

Polignanensem *) 

Caterinensem m ) x ) 

Lavellinum. 



Tranensis metropolis hos ha- 
bet suffraganeos: 
Vigiliensem 
Andrensem. 

Sipontina metropolis hos ha- 
bet suffraganeos : 
Vestanum 

Troianum, qui est domini pape 11 ) 
Melphiensem, qui est domini pape 
Monopolitanum, qui est domini pape 
Rapollanum, qui est domini pape. 

In terra Laboris: 
Archiepiscopatus Beneven- 
tanus hos habet suffraganeos: 
Thelesinum °) 
Sancte Agathe 
Aliphiensem p) 
MonÜ8inarani 
Montiscorvini <*) 
Avellinensem r ) 
Vicanum 
Arianensem 
ßoianensem 
Asculensem 8 ) 
Lucerinura 
Tortibulensem*) 
Draconariensem 
Vulturariensem u ) 
Larinensem T ) 
Florentinum w ) 



a ) Angloriensem H. b ) Castellanatensem E. c ) Hostunensem C, Istunen- 
sem E, Ostunensem 0. d ) Galipolitanensem vel Galipolitanum C. e ) alias 
dictum E. f ) Botonensem C. e) Rubensem vel Tinum H, Rubensem E. 

b ) Botontinum C, Betrecensem 0. l ) vel Gupersanum C. k ) vel Mener- 

ven8em C, Menerbinensem E. l ) Polignianensem H, Poliganensem C. m ) Ca- 
therinensem E. n ) C statt dessen exempti. °) Telesinum 0. P) Alipha- 
num vel Aliphiensem C, Aliphanum H. <i) Montiscorvinensem C. r ) Avei- 
linum E. *) Asculanum vel Asculensem C. *) Torlibulensem H. u ) vel 

Vulturanum C. v ) Alarniensem alias Alarinum E. W J Florentinensem E. 

*) Vgl. darüber Fabre, Le Liber Censuum de l^glise Romaine 31, A. 1. 



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I. Provinciale. 



Civitatensem 
Termulanum a ) 
Lesinensem 
Frequentinum 
Treventinum 
Biviensem b ) 
Wardiensem c ) 
Musanensem d ) 

Salernitana metropolis hos 

habet suffraganeos: 
Marsicensem e ) 
Caputaquensem 
Policastrensem 

Nusquitanum alias Nuscanum 
Sarnensem 
Acernensem f ) 
Ravellensem, qui est domini pape, *) 

Lucerie Chrlstianorum. *) 

Dominus noster Urbanus papa 
VI. restituit ad dignitatem episcopalem 
terram Lucerie cum omnibus honori- 
bus privilegiis et libertatibus etc. et 
voluit, quod vocaretur Luceria Chri- 
stianorum; VI. id. octobris anno 
septimo. 
Archiepiscopatus Amalphi- 

tanus 1 ) hos habet suffraganeos: 
Capricanum k ) 
Scalensem 
Minorensem 
Litteranum. l ) 
Archiepiscopatus Surrenti- 

nus hos habet suffraganeos: 
Lobren8em m ) 



Equensem 

Salpensem n ) 

Castellimaris alias Stabiensem. °) 

Neapolitana metropolis hos 
habet suffraganeos: 

Aversanum 

Nolanum 

Puteolanum 

Cumanum 

Isclanum vel Insulanum 

Acerranum p) 

Archiepiscopatus Capuanus 
hos habet suffraganeos: 

Teanensem 

Calvensem 

Galinensem 

Gasertanum 

Suessanum 

Venafranum 

Aquinatem 

Iserniensem 

Caiacciensem vel Caiaccianum. <i) 
In Tuscia: 

Archiepiscopatus Pisanus 
hos habet suffraganeos: 

Massanum 

Aiacensem 

Aleriensem 

Sagonensem r ) 

Januensis metropolis hos ha- 
bet suffraganeos: 

Bobiensem 

Bruniacensem s ) 

Maranensem *) 



*) alias Termolensem C E. b ) Bunnensem E, vel Bunniensem C. c ) Guar- 
diensem CE. <*) E ragt die Bemerkung bei: non est. e ) fehlt H. f ) Acer- 
rarum Tel Acerranum C. i) exemptum C. h ) fehlt H C in E als Nach- 

trag von gleicher Hand, in im Context. *) Amelphetanus C. k ) Capri- 

canensem C. l ) Luceranensem C. m ) Laborensem C. n ) nur C. 

°) ßtabinen8em C. p) Acerrensem vel Acerraoum C. <i) fehlt H f Caracien- 
sem E. r ) fehlt H. ») Apruniacensem alias Bruniacensem E, Aprunia- 

censem C. *) Matanensem EL 



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10 



L Provinciäle. 



Naulensem a ) x ) 
Accinensem b ) 
Nobiensem.' c ) 

In Flaminea: 
ArchiepiscopatusKavennas 

hos habet suffragaaeos: 
Adriensem .< '. 

Comaclensem 
Cerviensem 
Foroliviensem d ) 
Foropopuliensem 
Kretonoriensem e ) *) 
Cesanatein 

Sarcinensem vel Sassenatensem f ) 
Faventinum 
Imolensem &) 
Bononiensem 
Mutinensem 
Reginum 
Parmensem. 

In Lombardia: 
Archiepiscopatus Mediola- 

nensis hos habet suffraganeos : 
Pergaraensem 
Brixiensem 
Cremonensem 
Laudensem 
Novariensem 
Vercellensem 
Iporiensem 



») fehlt H. 



b) fehlt HE.. 



Taurinensem 
Astensem. 

Dominus noster dominus Urba- 
nus papa VI. Perusiis VL id. iunii 
anno XL locum Montisviti Astensis 
diocesis tunc erexit in civitatem Mon- 
;tisregalis et constituit ibi ecclesiam, eui 
prefecit in episcopum dominum Damia- 
nuui episcopum tunc Niciensem. h ) 3 ) 
Aquensem 
Albensem 
Terdonensem 
Saonensem *) 
Albiganensem k ) 
Vigintimilliensera 

Placentinum, qui est domini pape 1 ) 
Papiensem, qui est domini pape 
Ferrariensem, m ) qui est domini pape. 

In Dalmacia supra mare: 
Patriarchatus 11 ) Aquilegen- 

sis hos habet suffraganeos: 
Mantuanum 
Cumanum 
Tridentinum 
Veronensem 
Paduanum 
Vicentinum 
Tervisinum 
Concordiensem 
Cenetensem 

c) fehlt H, Nubiensem E. C ragt bei 



Albiganensem, von allen Hss. ausserdem übereinstimmend unter den Suffraganen 
von Mailand. . <*) vel Foroiuliensem C. «) fehlt HC. f) fehlt H. 

Sarcinensem alias Bobiensem vel Sassenatem E. e) Imolensem Ferrariensem 

exempti C. h ) fehlt HC, in E Zusatz von a. Hand in 0. im Context. l ) Sau- 
nensem E, Saurionensem C. k ) Albinganensem vel Albigensem C, Albiensem 
alias Albiganensem E. i) exemptum C. m ) in C bereits früher, nach 
Imola eingereiht. n ) archiepiscopatus H. ...... 

! ) Die Bestätigung der Erhebung Nolis zur Kathedrale erfolgte im 3. JPpn- 
tificatsjabrlnnocenz'IV.fPotthast 12192, üghelli, Italiasacra, ed.Il. 4,1004). *. *)tfach 
Rertinoro wurde der Bischofsitz nach der 1360 erfolgten Zerstörung von Forlim- 
popoli übertragen (Ughelli ed. II. 2,607). ») Bulle vom 8. Juni 1388 (Bull. 

Rom. Ed. Taurin. 4,599). 



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I. Provinciale. 



u 



Feltrensem 

Belunensem a ) 

Polanum vel Polensem b ) 

Parentinum 

Triestinum c ) vel Tergestinum 

Comaclensem vel Petenensem d ) 

Capitis Ystrie vel Justinopoüta- 

num e ) 
Maranensem (hie non est) f ) 

In Ystria supra mare: , 
Patriarchatus *) Qradensis 

hos habet suffraganeo*: 
Castellanum 
Torcellanum 

Equilensem h ) vel Esulanum 
Caprulensem 
Olugiensem 
Civitatis Nove. 

Archiepiscopatus Jadrensis 

hos habet suffiraganeos : 
Signensem (non est hie) *) l ) 
Absarensem k ) 
Veglensem . 
Arbensem *) 

Nonensem (non est hie) *) l ) 
Archiepiscopatns Spalaten- 

sis hos habet suffiraganeos: 
Tragnriensem 



Farensem m ) 

Signensem *) 

Scardonensem 

Arbensem (non est hic) n ) *) 

Nonensem l ) 

Croatensem °) 

Kerbavensem p) 

Tiniensem 

Sibenicensem ; <i) et hie fuit de novo 

creatus per dominum Bonifacium 

papam VHL 2 ) 
In Sclavonia: 
Archiepiscopatus Ragusie 

hos habet suffiraganeos: 
Stagnensem r ) 
Bossenensera s ) 
Tribuniensem 
Catarinensem ; hie est suffraganeus 

Barensis *) 
Rose u ) 

BiduaneDsem. v ) 
Archiepiscopatus Antiba- 

rensis et Diöclensis hos 

habet suffiraganeos: w ) 
Dulchinensem x ) 
Suacinensem 
Drivastensem 
Polatensem y) 
Scodriensem z ) 



•) Bellunensem. E. b ) Polanensem, Polensem vel Polanum E. c ) fehlt E. 
d ) Comachensem C, Comadensem E. ») in E folgt als Nachtrag von a. Hand 
Civitatis Nove vel Emonensem. f ) nur in H. ß) archiepiscopatus H. 



h ) Aquilensem E. 
k ) Ausarensem HE. 
CE. «) fehlt C. 

darauf Seniensem C. 
Scibenicensem C. 



l ) so H; fehlt in C. Signensem ohne Bemerkung E. 

l ) fehlt C. Nonensem ohne Bemerkung E. m ) fehlt 

Arbanensem ohne Bemerkung E. °) Charensem und 

P) Rarbanensem C. <J) fehlt H. Sybenicensem vel 

r ) alias Corsulensem E. s ) Rossanensem C. l ) fehlt 0. 



u ) in C als Rosuensem unter Antivari. v ) in C als Buduanensem. unter 

Antivari. w ) Antivarensem und dazu bemerkt: hie est metropolis et se-. 

quentea sunt eius suflraganei H, Antivarensis alias Antibarensis E. x ) Dul- 

cinensem E. >') Ipolatensem E. L ) Scodrinensem alias Scodriensem E. 

J ) Vgl. die Suffiragane von Zara und Spalato. *) Potthast 24672. 



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12 



I. Provinciale, 



Arbanensem a ) 
Sardanensem b ) 
Scutarensem. c ) 

In Ungaria: 
Archiepiscopatus Strigo- 
n i e n s i s hos habet suffraganeos : 
Agriensem 
Nitriensem d ) 
Waciensera 
Jauriensem 
Quinqueecclesiensem 
Vesprimiensem. 

Archiepiscopatus Colocen- 

sis e ) hos habet suffraganeos : 
Ultrasilvanum f ) 
Zagrabiensem 
Waradiensem *) 
Cenadiensem h ) 
Sirimiensem *) x ) 
Argensem. k ) 

Dominus noster dominus Urba- 
nus papa VL VII. id. maii anno 
quarto erexit locum de Argos in 
Walachia maiori in civitatem et con- 
stituit ibi ecclesiam cathedralem, cui 
prefecit in episcopum fratrem Nico- 
laum Antonii ordinis predicatorum 



et vocatur ecclesia Argensis in pro- 
vincia Colocensi. 

In Polonia: 
Archiepiscopatus Gneznen- 

sis hos habet suffraganeos: 
Wratislavieusem 

Wladislaviensem alias Cuiaviensem l ) 
Lubicensem 
Plocen8em m ) 
Cracoviensem 
Poznaniensem 
Mazoviensem 

Pomeraniensem vel Caminensem 11 ) 
Wylnensem. °) 2 ) 

In Alamania supra Monam*.P) 

Archiepiscopatus Magunti- 
nus hos habet suffraganeos: 

Pragen8em; et iste iam est archi- 
episcopatus per se <J) s ) 

Moraviensem vel Olomucensem; r ) 
et iste est sab Pragensi 

Eistetensera 8 ) 

Herbipolensem vel Wirzeburgen- 
sem*) 

Constantiensem 

Curiensem 

Argentinensem 



») et Cunamen8em (?) zwischen C und a 4 und dann 3 gleiche Schäfte C. 
b ) Sardensem HE. c ) C führt ausserdem noch folgende an : Birensem, Croen- 

sem, Zelimensem, Sabadensem. d ) Nutriensem C. e ) Nachtrag von a. Hand 

in E: cui ecclesia Bachiensis est unita. f ) Transsilvanum C, in E Nachtrag 

von a. Hand : Severinensem. e) von hier an grössere Auslassung in H bis Lubi- 

censem (unter Gnesen). h ) danach Chanadiensem C. 4 ) fehlt H C. k ) nur 
in E als Nachtrag vor a. Hand. l ) nur Cuiaviensem nach Lubicensem H, Cura- 

viensem E. m ) Plosensem C. n ) nur Caminensem C; ezemptum C, 

qui est exemptus E. °) fehlt HC, in E als Nachtrag vor a. Hand, in von 

gleicher H. im Context. p) Alemannia Magna C. <1) Zusatz fehlt HC. 

r ) Holomucensem H, beide Namen getrennt C. Zusatz fehlt HC. 8 ) Eyste- 

tensem CE. l ) Wiseburgensem gesondert von Herbip. C, nur Herbip. E. 

') Gegründet Anfang 1229, vgl die Bullen vom 20. Jan. und 3. März 1229 
(Potthast 8318 und 8348). *) Bisthum seit 1386. 8 ) Zum Erzbisthum 

erhoben durch Bulle vom 30. Apr. 1344 (Cod. dipl. Moraviae 7,392, No. 542). 



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I. Provinciale. 



13 



Spirensem 
Wormaciensem a ) 
Verdensem 
Eildesemensem 
HAlberstadensem b ) 
Padeburnensem °) 
Bambergensem exemptum d ) 
Augustensem. 

Supra Bhenum: 

Archiepiscopatus Colonien- 

sis hos habet suffraganeos: 
Leodiensem 
Traiectensem 
Monasteriensem 
Mindensem 
Osnaburgensem. 

In Saxonia supra Wiseram: 

Archiepiscopatus Bremens is 

hos habet suffraganeos: 
Bardewicensem ; et ille hodie non 

est episcopatus. e ) 
Sleswicensem 
Razeburgensem f ) 
Zwerinensem alias Michiliburgen- 

sem. *) 
Lubicensem 
Bigensem sive Livonensem, qui hodie 

est archiepiscopatus per se. b ) 

In insula Livonie: 
Archiepiscopatus Bigensis fuit per 
dominum Alexandrum papam IUI. 



primo anno sui pontificatus de 
novo creatus ; x ) qui sequentes habet 
suffraganeos : l ) 

Osiliensem 

Tarbatensem 

Curoniensem 

Wironiensem 

Culmensem 

Warmiensem 

Pomezaniensem 

Sambiensem 

Ruthenensem 

Wersomensem. 

In Saxonia supra Albiam: 

Archiepiscopatus Magdebur- 
gensis hos habet suffraganeos: 
Havelbergensem 
Brandeburgensem 
Misnensem alias Misenensem k ) 
Merseburgensem 
Cicensem vel Numburgenaem l ) 

Supra Tonubium: 
Archiepiscopatus Salzebur- 
gen sis hos habet suffraganeos: 
Pataviensem 
Batisponensem 
Frisingensem m ) 
Gurcensem 
Brbrinensem 
Secoviensem n ) 
Kimeusem °) 
Laventinensem. p) 



») Warmaciensem H. b ) Alberstadensem H. c ) Brandeburnensem C. 
d ) Pandebergensem H. Zusatz fehlt H. c ) Bardvicensem C. Zusatz fehlt H C. 
f ) Rasceb. H, Raekeb. C. s) umgekehrte Stellung H, nur Zwerinensem C. 

1») fehlt vollständig in C; Zusatz fehlt in H. *) fehlt H; C. hat statt dessen: 

archiepiscopatus Rigensis hunc habet suffraganeum : Emptabarcensem. k ) Mise- 
num vel Misnensem H, Missenum E. ] ) Nuemburgensem, qui olim vocabatur 
Cicensis E. m ) Frisiensem vel Frising. C. n ) Sequonensem (v. a. Hand. 

Seckouiensem) C, Sequovensem E. °) Eemensem C, Kiemensem E. p) Laven- 
din. H, Lavedun. C. 

') Bulle vom 31. März 1255 (Potthast 15 770). 



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14 



I. Provinciale. 



Supra Mosam : 
Archiepiscopatus Treveren- 

sis hos habet suffraganeos : 
Metensem 
Tullensem 
Virdunensem. 

In Burgundia: 

Archiepiscopatus Tarenta- 
siensis hos habet suffraganeos: 
Sedunensem 
Augustensem. 

Archiepiscopatus Bisunti- 

n'u s hos- habet suffraganeos : 
ßasiliensem 
Lausanensem 
Bellicensem. a ) 

Archiepiscopatus Ebredu- 
nensis hos habet suffraganeos : 

Dignensem 

Niciensem . « . 

Antipolitanum , qui hodie dicitur 
Grassensis b ) *) 

Glandatensem c ) 

Senecensem 

Venciensem. 

In Provincia: 

Archiepiscopatus Aquengis 

hos habet suffraganeos: 
Aptensem 
Regensem 
Foroiuliensem 
Vapincensem 
Sistericensem. d ) 



Archiepiscopatus Arelaten- 

sis hos habet suffraganeos: 
Massiliensem 
Avinionensem 
Aurasicensem e ) T 

Vasionensem 
Cavalliceüsem 
Tricastrinum f ) 
Carpentoracensem 
Tolonensem. 

In Delphinatu: 

Archiepiscopatus Viennen- 

sis hos habet suffraganeos : 
Valentinum*) 
Vivariensem 
Diensem 

Gracionopolitanum 
Gebennensem. 

In Prancia: 
Ar chiepi sco pa tu s Lugdune n- 

sis hos habet suffraganeos: 
Eduensem 
Matisconensem 
Gabiionensem 
Lingonensem. 
Archiepiscopatus Senonen- 

sis hos hab»>t suffraganeos: 
Parisiensem 
Carnotensem 
Aurelianensem 
Nivernensem 
Autisiodorensem h ) 
Trecensem 
Meldensem. 



a ) Belic. H, Belliconensem C, b ) fehlt H t vel Grassensem C. 
dentensem H d ) Sistaricensem E. c ) Auraycenseni E. 

h 



c) Glan- 
f) Trisca- 
ternum C. ß) Valentinum et Diensein coniuncti C. h ) Authis. CE. 

! ) Der Bischofssitz wurde nach Gallia christiana 3,1145 und 1158—59 durch 
Bulle Innocenz* IV. vom 19. Juli 1244 von Antibes nach Grasee Übertragen. (Pott- 
hast und Berger — ). 



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I. Provinciale. 



15 



Archiepiscopatus Remensis 

hos habet suffraganeos: 
Suessionensem a ) 
Cathalaunensem 
Cameracensem 
Tornacensem 
Morinensem 
Atrebatensem 
Ambianensem 
Noviomensem 
Silvanectensem 
Belvacensem 
Laudunensem. 

Archiepiscopatus ßothoma- 
gensis hos habet suffraganeos : 
ßaiocensem . 
Abricen8em b ) 
Ebroicensem 
Sagiensem 
Lexoviensem 
Gonstanciensem. 

Archiepiscopatus Turonen- 

sis hos habet suffraganeos: 
Cenomanensem 
Bedonensem 
Andegavensem 
Nanetensem c ) 
Corisopitensem 
Venetensem 
Macloviensem 
ßriocensem 
Trecorensem d ) 
Leonensem 
Dolensem. 



ArchiepiscopatnsBitujricen- 
sis hos habet suffraganeos: 

Claromontensem r in cuius diocesi 
sanctissimus pater dominus Johan- 

- nes papa XXII. primo anno pon- 
tificatus sni fecit alium episcopa- 
tum, videlicet Sancti Flori. e ) *) 

Buthenensem, in quo pariter idem 
dominus Johannes papa XXII. 
primo anno pontificatus sni fecit 
alium episcopatum, videlicet Va- 
brensem f ) 2 ) 

Caturcensem 

Lemovicensem, in quo dictus domi- 
nus Johannes papa XXII. alium 
fecit episcopatum, videlicet Tutel- 
lensem. e ) 8 ) 

Mimatensem 

Albiensem, *) in quo prefatus domi- 
nus Johannes papa XXII. fecit 
alium episcopatum de novo, vide- 
licet Castrehsem *) 

Aniciensem sive Podiensem, qui est 
domini pape. h ) 

Archiepiscopatus Burdega- 
lensis hos habet suffraganeos: 

Pictaviensem, in quo dictus dominus 
Johannes papa XXII. duos de novo 
creavit episcopatus, videlicet Mal*, 
leacensem et Luoionensem °) 5 ) 

Xanctonensem 

Engolismensem 

Petragoricensem ; et in istius diocesi 
prefatus dominus Johannes papa 



c ) Nanectensem C, Nannect. E» 

f ) Zusatz fehlt Hj in C steht 

ß) Albigensem HE. Zusatz 



») fehlt H. *>) Abrincensem C. 

d) Tregorensem E. *) Zusatz fehlt HC. 

Vabren8em an vorletzter Stelle vor Aniciensem. 
fehlt HC. h ) Aniciensem exemptum C. 

*. i) Bulle vom 9. Juli 1317 (Bull. Rom. Ed. Taurin. 4,244). .*) Bulle vom 
13. Aug. 1317 (1. c. 249). 8 ) Bulle vom 13. Aug. 1318 (1. c. 277). *) Bulle 
vom 9. Juli 1317 (1. c. 242). 5 ) Bulle vom 13. Aug. 1317 (1. c. 247). 



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16 



I. Provinciale. 



XXII. fecit novum episcopatum, 
scilicet Sarlatensem a ) x ) 
Agennensem, in quo dictus dominus 
Johannes papa XXII. fecit alium 
de novo episcopatum, videlicet Con- 
domiensem. a ) 2 ) 
In Wasconia: b ) 

Archiepiscopatus Auxitanus 
hos habet suflraganeos: 

Aquensem 

Lectorensem 

Convenarum 

Consuranum c ) 

Bigorritanum vel Tarinensem d ) 

Olorensem 

Lascurrensem 

Vasatensem e ) 

Baionensem 

Adurensem f ) 

ArchiepiscopatusNarbonen— 
sis hos habet suffiraganeos: 

Carcasonensem *) 

Bitterensem h ) 

Agathensem 

Lotevensem alias Lodovensera *) 

Tholosanum, qui modo est archi- 
episcopatus, ut statim subicitur 
infra k ) 

Appamiarum, qui fuit de novo crea- 
tus per dominum Bonifacium papam 
VIII. et est de provincia Tholo- 
sana *) 8 ) 



Magalonensem 

Nemausensem 

Uticensem 

Elnensem 

Electensem m ) 

Sancti Poncii Thomeriarum, quos 
quidem duos episcopatus idem do- 
minus Johannes papa XXII. erexit 
et fecit de novo pontificatus sui 
anno secundo in diocesi Narbonensi 
et eosdem episcopatus, videlicet 
Electensem et Sancti Poncii Tho- 
meriarum, prefatus dominus Jo- 
hannes papa voluit esse de et sub 
provincia Narbonensi. 4 ) 

Archiepiscopatus Tholosanus hos habet 

suffraganeos : n ) 
Montisalbanum 
Rivenaem 
Sancti Papuli 
Lomberiensem 
Mirapiscensem 
Vaurensem 
Appamiarum, qui ut prefertur fuit 

de novo creatus per dominum 

Bonifacium papam VIII. 

Anno domini millesimo trecen- 
tesimo decimo septimo die nona iulii 
sanctissimus pater dominus Johan- 
nes papa XXII. primo anno sui 
pontificatus erexit in ecclesiam me- 
tropolitanam predictam ecclesiam 



») Zusatz fehlt H C. b ) fehlt E. *) Coseranum E. *) Tauriensem 

C. Bigoriensem E. e ) Basatensem E. f ) fehlt E. k) Carcassonensein C. 
*») Bitenensem C. *) Lodovensem C. *) Zusatz fehlt HC. ») fehlt 

vollständig in H; in C der Name ohne Zusatz. m ) das folgende fehlt HC. 

n ) der ganze Absatz bis in Ispania fehlt HC. 

») Bulle vom 13. Jänner 1318 (Gallia christiana 2, Instrum. 497). *) Bulle 
vom 13. Aug. 1317 (Bull. Rom. Ed. Taurin. 4, 249). ») Bullen vom 23. Juli 

und 16. Sept. 1295 (Potthast 24148, 24185). *) Bulle vom 28. Februar 1318 

(Bull. Rom. Ed. Taurin. 4,268). 



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I. Provinciale. 



17 



Tholosanan et fecit de novo in sua ' Pampilonensem. 



diocesi quatuor episcopos, videlicet 
Montisalbanum dudum de diocesi 
Caturcensi, Rivensem, Sancti Papuli, 
Lomberiensem , Mirapicensem et 
Vaurensem, quos etiam una cum 
episcopatu Appamiarum constituit 
esse de cetero de provincia Tholo- 
sana et suffraganeos ecclesie Tholo- 
sane. x ) 

In Ispania: 

Archiepiscopatus Terraco- 
n e n 8 i s a ) hos habet suffraganeos : 

Barchinonensem b ) 

Maioricensem exemptura c ) 2 ) 

Gerundensem 

Ausonensem sive Vicensera d ) 

Hilerdensem e ) 

Oscensem 

Tirasonensem f ) 

Calaguritanum 

Urgellensem 

Cesaraugustanum, qui nunc est ar- 
chiepiscopatus *) 

Dertusensem 



Archiepiscopatus Cesaraugustanus hos 

habet suffraganeos : h ) 3 ) 
Dertusensem 
Valentinum 
Pampilonensem. 

Archiepiscopatus Toletanus 

hos habet suffraganeos: 
Seguntinum *) 
Oxomensem 

Burgensem, qui est domini pape 1 ) 
Palentinum 
Segobricensem k ) 
Secobiensem l ) 
Conchensem. m ) 

Archiepiscopatus Compo st el- 
lanus alias Emeritensis n ) hos 
habet suffraganeos: 

Abulensem 

Placentinum 

Salamantinum 

Elborensem 

Cauriensem 

Ulixbonensem 

Legionensem, qui est domini pape °) 



•) Terragonensis C. b ) Bartinonensem H. c) fehlt HE. <*) i n c 

als gesonderte Bisthümer. *) yi. C. 11. E. f) Tyr. C. 6) fehlt voll- 

ständig in C, wo es im folgenden als Erzbisthum ausgeschieden ist ; ohne Zusatz 
in H. h ) ganzer Absatz nur in C. *) exeniptum C. k ) Segurbien- 

sem vel Arbaresinum C. l ) Segobiensem C. ra ) Concesensem H. n ) in H 
nur Emeritensis. °) Zusatz in H v. a. Hand, exemptum C. 

l ) Die betreffenden Bullen sind vom 25. Juni, 7. und 9. Juli 1317 datirt 
(Gallia christiana 13, Instrum. S. 55 — 60). 2 ) Vgl. die Bullen vom 20. und 

23. Dec 1230 (Auvray, Reg. Greg. IX, No. 523—4). 3 ) Die Abzweigung Saragossas 
von Tarragona erfolgte durch Johann XXII. am 18. Juli 1318 (Bull. Rom. Ed. 
Taurin. 4, 271). Doch nimmt die Errichtungsbulle die Theilung 
der Suffragane zwischen den beiden Metropolen ganz anders 
vor: 1. c. 272 volentes ac decernentes . . . , quod Tarraconensi metropoli . . . , 
Barchinonensis, Illerdensis, Gerundensis, Dertusensis, Vicensis, Urgellensis et Valen- 
tina ecclesiae . . . debeant remanere r Nos Oscensem, Tirasonensem, Pam- 
pilonensem et Calaguritanam ecclesias sutfraganeas quondam predicte Tarraco- 
nensis ecclesie . . . ipsius ecclesiae Caesar augustanae sutfraganeas ac de provincia 
Caesaraugustana in perpetuum fore decernimus. 

T a n g 1 , P&pstl. Kanzloiordaangcn. 2 



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18 



I. Provinciale. 



Zainorensem a ) 

Ovetensem, qui est domini pape b ) | 

Civitatenseni | 

Egitaniensem c ) 

Pacensem^) x ) 

I 
Sanctissimus dominus noster | 

dominus Bonifacius papa Villi. IV. 

id. novembris pontificatus eiusdem 

anno quinto errexit in ecclesiam 

metropoliticam ecclesiam Ulixbonen- 

sem, que erat suflraganea Compostel- 

lane ecclesie eique metropolitico iure 

subiecit infrascriptas ecclesias vide- 

licet: Elborensem, Egitaniensem, que 

erant suffraganee ecclesie Compostel- 

lane predicte, Lamecensem suffra- 

ganeam ecclesie Bracharensis ac 

Silvensem suffraganeam ecclesie Ispa- 

lensis. e ) 

In Portugalia: 
Archiepiscopatus Bracha- 
rensis hos habet suffraganeos: 
Portugalensem 
Colimbriensem f ) 
Visensem 
Lamecensem 
Auriensem 
Tudensem 
Lucensem 
Astoricensem 
Minduniensem *) 

a ) Hamor. C, Samor. alias Zamor. E. b ) exemptum C. c ) Egitamen- 

8em C. d ) fehlt HE in C steht- davor noch Lamecensem, welches die anderen 
H8S. unter Braga anfuhren. e ) fehlt HC in E Nachtrag v. a. H. in von 

gleicher H. im Context. f ) Columbr. H. g) Mindon. C. h ) der ganze 

Absatz fehlt in H. •) (Jienen. E. k ) Zusatz fehlt in E. *) Gadacen. E, 

m ) Baton. E. n ) fehlt H. E hat zu diesem und dem vorhergehenden den 

Zusatz: Isti duo sunt uniti. °) Saresbirien. CE. p) Wigorien. H, 

Q) Conventren. et Lichefeld. C, Lichefeld. et Conventren. unitaB E. «■) fehlt H. 

8 ) Eliensem CE. l ) Landevenaem H. u ) Assaven. C, Sancti Assaph H. 

i) Badajoz gegründet kurz vor 1255 (vgl. Potthast 16066). ? ) Sevilla 

Erzbisthum seit 1249, vgl. Potthast 13 379—80. 



Archiepiscopatus Ispalensis hos habet 

suffraganeos : h ) *) 
Giennensem *) 
Cordubensem 

Cartaginensem exemptum k ) 
Silvensem 
Gadicensem 1 ) alias Insuie Viridis. 

In Anglia: 
Archiepiscopatus Cantua- 

r i e d s i s hos habet suffraganeos : 
Londoniensem 

Roffensem sive Rovecestrensem 
Cicestrensem 
Exoniensem 
Wintonieusem 
Bathoniensem m ) 
Wellensem n ) 
Saresburiensem °) 
Wigorniensem p) 
Herefordensem 
Conventrensem sive Cestrensem vel 

Lichifeldensem q) 
Lincolniensem 
Norwicensem r ) 
Heliensem s ) 
Menevensem 
Landavensem l ) 
Bangorensem 
de Sancto Asaph u ) 
Archiepiscopatus Eboracen- 

sis hos habet suffraganeos: 
Dunelmensem 



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I. Provinciale. J9 

Cardocensem vel Karleolensem : a ) Faterenseni vel Farevenseni m ) 
et sie scribitur in litteris aposto- j n Islandia: 

licis, videlicet sub titulo Karleo- Scaloltensem et Holensem») 

l en sis. Grenelandiensem. °) 

In Dacia: In regno Suecie: p) 
ArchiepiscopatusLundensis Arc hiepi8C0 P atus übsalen- 

hos habet sunraganeos : . * , , , . ~ 

^ .„, u sis<n hos haoet suffraganeos : 

Boschildensem b ) A . rN 

~ tl . v ' Arusiensem r ) 

Ottomensem c ) I A ' 

01 . ' _ x ' Aguriensem s ) 

oleswicensem : d ) attende, quia iste C j. • ♦. 

7 ^ i ötragwinensein f ) 

est nominatus superius de provin- T . \. T . 

. r r Lingacopensem alias LiDCopensem, u ) 

cia Bremensi, tarnen revera non 

est nisi unus episcopatus sub isto 

vocabulo Sleswicensis. 
Bipensein 
Revalienseme) , Wexiouensem *) 

Wibergensem I In Scocia: w ) 

Arusiensem ' Sancti Andree 

Burglavensem. f ) j Glasguensis *) 

In Norwegia : j Candide Case y) 

ArchiepiscopatusNidrosien- 

sis hos habet suffraganeos : 
Bergensem 

Staviangriensem &) 

Hamarcopiensem vel Hamarensem h ) 

Hasleoensem alias Osloensem 1 ) 

Horcadensem k ) Catanensis 8) 

Sodorensem 1 ) vel Insulanum DeAregarchelvelLismoriensis.s) 



et sie hodie scribitur in litteris 
apostolicis, videlicet Lincopensis. 
Searensem 



Duncheldensis z ) 

Dumblanensis 

Brechinensis 

Aberdonensis a) 

Murensem vel Moraniensem ß) 

Rosmarchinensis vel Bossensis y) 



• pH 

• pH 

a 

o 





o 4 



& ) Karlolensem C. Zusatz fehlt H C, in C folgt noch : Candidecase. b ) Ros- 
kild. C. c) Othon. C. d ) Glevicensem H. Zusatz fehlt H C. <) fehlt 

H E. alias Burgalanen. E. e) Stawangren. C. h ) Amaren. C. *) Aslo- 
ensem CE. Zusatz fehlt C. k ) Orchaden. C. *) Sodrensem E. Zusatz fehlt C. 
m ) vel Revensem H. Farensem allein C. n ) Nslanden H. Island eneem von den 

beiden anderen getrennt C. Olensem C. °) Grelandensem C. C hat ausser 

den angeführten Bisthümern noch Gardensem. p) In Swetrinia C. 4) Uspa- 
lensis C, Ypsalensis E, r ) Arosien. E, fehlt H, wo es nur unter Lund steht, 

s ) fehlt C. *) Strenguinen. C, Strawinensem alias Straganensem E. ») Lin- 
gacop. H, Lincop. C. Zusatz fehlt HC. v ) fehlt HE. w) in E die Bemer- 

kung : archiepi8Copatus non est ibi, x ) Glascuen. E y) fehlt C. Dieses schiebt 

dafür ein: Ergadiensis. '•) Dulkelderisis C. a) Aberconensis H. ß) nur 

Moraniensis C. fO nur Rossensis C, nur Rosmarchinensis E. 5) Cathinen- 

ßi8 C. c) De fehlt E, nur Lismoriensis C. C) so H, omnes sunt exempti C. 
E zu jedem domini pape und ausserdem nach Murensis; qui et VII episcopatus 
proxime scripti sunt prout sequentes tres immediate domini nostri pape. 



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20 



L Provinciale. 



In Ybernia: a ) 
Archiepiscopatus Armachie b ) primatus tofcius Ybernie hos habet 
suffraganeos : 



H 



Midensem de Midia 

Connerinensem 

Cluanensem de Cloemnachnois 

Dundalechglas 

Lugundunensem 

Tirbrunensem de Tirbrum 

Cluaniraird 

Clochorensem de Clochor 



Connerensem de Connere 
Drummorensem de Drummor 
Ardachadensem de Ardachar 
Rathbocensem de Bathboth 
Dunnensem de Dun 
Kathlurensem de ßathluri 
Danliguirensem 
Datrihensem. 



C 



Conorensem vel Conorinensem 

Midensem 

Clonfortensem 

Lugundunensem vel Codorensem 

Ardachadensem 

Bochobonensem vel Rappochensem 



1 Ciotorensem vel Connarensem 
Drummorensem 
Archadensem 

Danligiarensem vel Derensem 
Dunensem. 



E 



Midensem de Midia vel Cluaniraud 
Dunensem alias Dundalechglas 
Lugundimensem alias Clochorensem 
et sub isto ultimo vocabulo, sei- 
licet Clochorensis, scribitur in 
litteris apostolicis hodie 
Connerensem de Connere 
Ardachadensem de Ardachaz 



Eathobotensem alias Rathbotensem 
de Eathbotha 

Kathlurensem de Kathluri vel Egho- 
nensem ; sub isto ultimo vocabulo 
hodie in litteris apostolicis de- 
scribitur, scilicet Eghonensis 

Danliguirensem 

Darrihensem. 



Archiepiscopatus Dublinensis hos habet suffraganeos: 

H 



Glendelacensem 
Fernensem de Ferna 
de Cainic vel Ossoriensem de Kil- 
beini 



de Glan vel Lethlinensem de Leth- 

glin 
Kilderensem vel Darensem de Kil- 

dara. 



a ) Ibernia E. Da die Namen der Bisthümer in Schreibweise, Anzahl und 
Reihenfolge in den Hss. gerade hier allzuarg von einander abweichen, zog ich 
es vor, die einzelnen Ueberlieferungen in Spaltendruck zu geben. h ) Anna- 

chanue C, primatus totius Ybernie fehlt C. 



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I. Provinciale. 



21 



Glendelacensem 
Feriiensem 
Lethlensem 
Canusleglenensem 

Glendelacensem 
Fernensem 

Ossorensem alias de Caniic 
de Glen alias Lechlinensem ; et sub 
isto vocabulo Lechlinensis hodie 



Ossoriensem 

Darensem 

Olensem vel Geetinum 

Ghildarac 



E 



scribitur in litteris apostolicis 
Eilderensem alias Darensem ; et sie 
idem describitur in litteris aposto- 
licis, scilicet sub isto vocabulo 
Darensis. 



Archiepiscopatus Cassellensis hos habet suffraganeos : a ) 

H 

Lumricensem de Lumrich I Watrafordensem de Wadreforde 

de insula Gathay Lismorensem de Lismor 

Finnauarensem de Finnauer I Clonensem de Cluenoma 

Decelluinabrach . Cortaiensem de Cortaia 

Ymlicensem de Yinlech Ide Rosailithir 

Roscensem de Roselichu Ardfertensem de Ardferta. 



C 



Cathay 

Derosanum 

Cluanensem 

Corcogensem 

Artfortensem 

Fertensem 

Roffensem 

Sanctibrandanum. 



Laoniensem 

Limiricensem vel Lamenec 

Finabarensem 

Insulanum 

Deymlech 

Imlacensem 

Roscensem 

Watinfordensem 

Laoniensem de Cendaluan 

de Lumnech alias Lumricensem 

de insula Gathay 

de Celluinabrach 

de Imloch alias Imilicensem 

Roscensem alias Roscreen 

de Waltifordian alias Watraforden- ' Corcarensem 



E 



sie scribitur hodie in litteris 
apostolicis, videlicet sub nomine 
Lismorensis 
de Cluanuaman alias Clonensem; 
et sie scribitur hodie in litteris 
apostolicis, scilicet Clonensis 



sem 



de Lismor alias Lismorensem; et 



de Rosarlithir 
Deardfertensem Deardferta. 



a ) Ueberschrift fehlt in H, 



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22 



I. Provinciale. 



Archiepiscopatus Tuamensis hos habet suffiraganeos: 

H 



Duacensem de Kilmachduoth 

de Mageo 

Enachdunensen de Enachdun 

de Cellaiaid 

de Roscomon 

Clomferten8era de Cloniferta 

Alachdonensem ipse tenet 

Elfinensem 

Clonfortensem 

Achadensem 

Culnanfortensem 

Suacensem 

Duacensem vel Kilmachduohc 
de Mageo 

Enachdunensem de Enachdun 
de Cellaiaro alias de Celiaio 
de Roscommon 
Clonfertensem de Clonferta 

In Sardinia: 
Archiepiscopatus Calarita- 

nus hos habet suffiraganeos: 
Sulcitanum b ) 
Doliensem 
Suellensem. 
Archiepiscopatus Turrita- 

nus hos habet suffiraganeos: 
Sorrensem c ) 
Plavaceusem 
Ampuriensem 
Gisardensem d ) 
Castrensem 
Othanensem 



Achadensem vel Achadamuri 

Aldensem de Chilalech 

Decolairi 

de Celmunduath 

Elfinensem de Elfide. 



C 



| Conactensem 
Aladensem 
Colmunduach 
Enachdunensem 
Blodensem. 



E 



I Achadensem de Achad alias Achad- 
' xoniri a ) 

Aladensem de Eillalech 
i de Conairi alias de Colairi 
| de Celmunduach 
i Elfinensem de Elfind. 

' Bosanum. 

Archiepiscopatus Arboren- 
I sis hos habet suffiraganeos: 
| Usellensem e ) 
Sancte Juste 
Terre Albe 

Civitatensem, qui est domini pape 
Galtellinensem, f ) qui est domini pape. 

Ultra mare: 
Jerosolomitanus patriarcha- 
tus habet sub se has metropoles 
inferius annotatas et hos suffira- 
ganeos : 
Ebronensem 



R ) Achadeoniri 0. b ) Sulciensem vel Sulcitanum C, Sulectanum E. 

c ) Sorranum vel Sorrensem 0. d ) Gissarden. vel Girathen. C, Gisarelens. E. 

°) U8elen8. E. f ) Caltellieneem. Civitatensem exempti U. ß) metropolos 

et euifraganeo8 G. 



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Lidensem 

Aschalonensem, qui est Bethleera. a ) 

Archiepiscopatus Tirensis hos habet 

suffraganeos : 
Acconensem b ) 
Sidoniensem ( ) 
Beritensem 



Bibliensem, qui dicitur Gibelet. m ) 
Archiepiscopatus Tarsensis. 
Archiepiscopatus Edessenus, qui alio 

nomine dicitur ßagesmedorum. 
Archiepiscopatus Apphamiensis hunc 

habet suffraganeum : 
Valauiensem. 



Paneensem, qui alio nomine dicitur Archiepiscopatus Tulupensis, ") qui 

Belinensis. d ) j eciam Elyospolitanus appellatur. 

Archiepiscopatus Cesaree e ) hunc | Archiepiscopatus Corizensis. °) 

habet suffraganeum: Archiepiscopatus Maraistrensis. 

Sebastensem, que civitas alio no- JuxtaP) traditiones . veterum et 

mine dicitur Samaria. f ) , ec iam quedam scripta, que auctori- 

Archiepiscopatus NazareeS) hunc tatem habent non modicam apud 

habet suffraganeum : Palestinos et maxime Grecos Jero- 

Tyberiadensem. solimitana <i) ecclesia usque ad tem- 

Archiepiscopatus Petracensis h ) nul- pora domini Justiniani sancte 

lum habet suffraganeum. 1 ) recordacionis augusti episcopum 

In Antiochia: habuit nulla vel modica r ) dignitatis 

In Antiocheno k ) patriarcha- prerogativa gaudentem. 

tu sunt centum quinquaginta Tempore vero predicti deo di- 

tres cathedrales ecclesie ad instar lecti principis congregata est syno- 

illius evangelii: „Impletum est dus generalis apud Constantinopo- 

rete magnis piscibus centum quin- lim tempore domini Vigilii pape, 

quaginta tribus." De hiis istis Euticii Constautinopolitani, Apoli- 

temporibus hos habuit archiepisco- narii s ) Alexandrini, Dompni 1 ) An- 

pos, qui inferius aunotantur; hos tioceni, Eustachii u ) Jerosolimitani v ) 

autem 1 ) habet suffraganeos: patriarcharum sub tribus capitulis, 

Laodicensem videlicet scriptis Theodoreti Cyti, w ) 

Gabulensem item scriptis Theodori Mopsvestie 

Anteradensem episcoporum et epistola Hibe ad 

Tripolitanum Marim Persam. 



a ) Qui eciam Bethleera dicitur E. b ) Aconensein H E. c ) Sydou. C. 

d ) Paneaden. vel Belinens. C\ Bellinens. H. e ) Oesariensis C. f ) vel Sama- 

ria vel Sebastia C. e) Nazariensis C. h ) Patracensis H. ') nulluni- 

suffrag. fehlt H; in C folgt darauf nur noch f. 450 archiepiscopatus Pariensis, 
episcopatus Spitarensis, Lapsacensis ; damit bricht der Text in C ab. k ) Antio- 

ceno E. *) fehlt H. nl ) cuius civitas, Biblum videlicet, hodie Gibelet 

dicitur E. n ) Tupulensis E. °) Corisensis E. P) in E die Ueberschrift : 

In8titutio patriarchatus Jerosolomitani. <l) Jerosolomitana E. r ) vel saltem 

mod. E. ») Appollinarii E. l ) Domini E, ") fehlt E. v ) Jero- 

solomitani E. w ) Cyoti E, 



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24 



I. Provinciale. 



In qua synodo post alias ec- 1 metropolitanis et eorum suflraga- 

clesie dei necessarias instituciones, ne is; est enim ordo talis: 

quas pro tempore proinulgandas T p 1 . 

. . . . . i in x alestina • 

decreverat sanctorum patrura, qui 

ad eam convenerant, auctoritas, pre- Sedes prima: Cesareamaritima, quasi 
dictam deo amabilem honorare ec- ****** <l™* reedificavit Hero- 
clesiam et eius episcopo locum inter j es * ) 
patriarchas dare comnnmi sanxit ' Sub hac sunt episcopatus XIX, vi- 

voluntate , reverenciam exhibens 



sancte resurrectioni. Et quoniam 
predicta dei cultrix, scilicet Jeru- 
salem 4 ) civitas, quasi in limitibus 
Alexandrini et Anthiocheni patriar- 
chatuum erat nee haberent, unde 
illi urbes ordinareot suflraganeas, 
nisi utrique patriarche aliquid de- 
traherent, visum est expedire ab 
utroque aliquid decerpere, ut eidem | 
iuxta formam aliorum patriarcha- j Re g ium Livas 
tuum ordinarent subiectos. Subtra- | ^P™* »adaron 
xerunt ergo Anthiocheno Cesarien- | Azotus Paralia8 ' id est ^lmermiu 
sem et Scitopolitanum metropoli- Azotus T JP umk ) 
tanos, Alexandrino vero Rabensem, Eft omasoni) 



delicet : 
Dora 

Antipatrida 
Janinas ?) 
Nicopolis 
Onus h ) 
Sorucis 
Rafias 1 ) 

Regium Apatos 
Regium Jericho 



qui est hodie Petracensis b ) et Be- 
terrensem, ubi non est hodie archi- 
episcopus , item metropolitanos. c ) 
Et quoniam iterum eundem patriar- 
cham oportebat habere preter supra- 
dictos metropolitauos familiäres 



Eftalion m ) 

Tricomias 

Toxus 

Saltuum 

Constantiniaquis. 

In Galilea: 



suflfraganeos, quos Greci cincellos Secunda sedes Scitopolis, ") id est 



vocant, subtraxerunt predictis me- 
tropolitanis quosdam suffraganeos d ) 
episcopos et quosdam de novo crea- 
verunt usque ad viginti quinque, 
quarum e ) urbium numerum et no- 
mina subiunximus, computatis prius 

b ) PatracenaiB H. 



Bethsan; sed hodie translata e^t 
sedes ad Nazareth ob veneracio- 
nem annunciacionis dominiee et 
nativitatis °) beate Marie Virginis. 
Sub hac sunt episcopatus decem,v) 
videlicet : 



Ä ) Jero8alem E. b ) PatracenaiB H. c ) archiepiscopatua Rabensem 

et Beterrensem item metropolitanos H. Die Namen fehlen dafür an ihrer rich- 
tigen Stelle. d ) fehlt H. *) quorum H. f ) quasi - HerodeB fehlt H. 
e) Janias id est Assur E. h ) Onue H. ») Rasias H. k ) Tipum E. 
l ) Estomason H. m ) Efcilion E. ») Scitapolis E. °) uativitatem E. 
P) IX IL 



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L Proyinciald. 



25 



Capitoliados 

Mira 

Gadaram a ) 

Pelon 

Villis 

Ippus 

Tetracomias 

Climagaulanis 

Comanas 

Tiberias. b ) 

In Arabia: 

Sedes tercia: Araba Moabitis, id 
est Petra deserti unde Petracön- 
sis. Sub hac sunt episcopatus Xll : 

Augustopolis 

Arindila 

Karach c ) 

Jerapolis 

Memsidos 

Elucis d ) 

Zora 

Virossam e ) 

Pentacomia 

Mamapson 

Mitrocomias 

Saltum Jeraticon. f ) 

In Siria Sobal: 
Sedes quarta: Beteira*) Arabie. Sub 

hac sunt episcopatus XXXV: 
Adrasson 
Dias 

Medauon 
Jerasson 
Nevi 

Filadelphias h ) 
Jerapolis 



a ) Madarum 
c ) Virossa E. 
i») Filadelfias H. 
goarechon H. 
p) Bereberrin IL 



Esius 

Neapolis 

Pilipopolis 

Fenustus 

Dionisias 

Constancianis 

Pentaconias *) 

Tricomias 

Canofados 

Saltum 

Votaneos 

Exacomias 

Enacomias 

Comogonias 

Comogeros 

Comostanis 

Comismadeicon k ) 

Coraocoreatas 

Comiscapron 

Comisvilvanos 

Comispirgoarethon l ) 

Comispectius 

Coniisariocon 

Comisneotis 

Clunaanatolis que Nismon 

Comistrachonos 

Couiisariothas 

Comisvesdamos. m ) 

Suffraganearum prima Lidda, que 
hodie est Sanctus Georgius 

Joppe id est Jaffe 

Ascalon 11 ) 

Gaza 

Meymas 
| Diooclicianopolis °) 

Begheberin p) id est Bersabee 
| Neapolis id est Sichern 

H. M Tyb. E. c) Rarrach H. <*) Fliicw H. 

f ) Saltura Jeraticon als getrennte Bisthümer. g) Betera H. 

l ) Pentaconias. k ) Comismahdeicon E. *) Comispir- 

m ) Comisvedanos E. ») Aschalon E. °) Piodicianopolis H. 



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26 



X Provinciale. 



Sebastea 

Jericuntus a ) 

Tyberiadis 

Dioceaarea 

Ebron, que de novo est episcopatus, 
dicitur Sanctus Abraham vulga- 
riter i») 

Legionum id est Ligun c ) 

Capitolina 

Mauronensis 

Gedera d ) 

Hadroga °) 

Nazareth, ubi hodie est archiepi- 
scopus 

Tabor, f ) ubi transfiguratus est 
Christus 

Caraca vel Petra id est Cara*) 

Affra 

Helis 

Faram 

Helenopolis 

Mons Synai, h ) ubi in pede montis 
est abbacia et 1 ) in vertice epi- 
scopatus. 

Hec est ordinacio sub apostolica 
sede Antiochie catholicorum me- 
tropolitanorum archiepiscoporum 
episcoporum : 

Catholicus Yrirapolis, que est Bal- 
dach 

Catholicus Ani, qui est Persidis. 

Sedes prima: Tyrus. Sub hac sede 

sunt episcopatus XIII : 
Porfirion k ) id est Cayfas 



Archis 

Sydon 

Ptolemaydis id est Accon 

Sarepta id est Sarphenti 1 ) 

Biblium 

Botrion 

Orchosia 

Arados 

Antarados id est Tortosa 1 ") 

Paneas 11 ) id est Beiinas 

Aracli id est Maireclea ) 

Beritus id est Barut 

Tripolis. 

Sedes secunda : Tharsus. v) Sub hac 

sede sunt episcopatus V: 
Sebastis 
Mallos 
Tina 
Coricos 
Poderados. { i) 

In Armenia: 

Sedes tertia: Edessa, r ) id est Ba- 
ges. Sub hac sede sunt episco- 
patus X : s ) 

Virchi 

Constantia 

Carron 

Mareopolis 

Vatnon 

Cedmaron *) 

Ymeria 

Querquensia 

Tapsaron 
i Calunicos. 



B ) Jericunctus H. b ) Ebron, qui de novo est factua et vocatur Sanctus 

Abraham E. *■') Liguni H. d ) Gedara H. e ) Hadraga H. f ) Thabor H. 
p) Caraca id est Cara vel Petra H. **) Mons Syna H. ») fehlt H. k ) Por- 
fireon H. J ) Sarphent H. ,n ) Antharados id est Torrosa E. «) Peneas H. 

•>) Tracli id est Mauroclea E. v) Tarsus E. 4) Poderatos 11. r ) Edessei 11. 
») XI H. l ) Cedinaron H. 



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I. Provitfciale. 



27 



Sedes quarta: Aparaia 


id est 


Al- 


Dyonisia 


bara. a ) Sub hac sede sunt 


epi- 


Conaathori f ) 


scopatus VII: 






Marimopolis &) 


Epyphania 






Philipolis 


Seleucovalla id est Seleucia 




Crisopolis 


Larissa 






Neylon 


Valanea 






Lorea. h ) 


Mariani 






In Armenia: 


Kaphonia 






Sedes septima : Anavarza. Sub hac 


Arethusa. 






sede sunt episcopatus IX: 


Sedes quinta: Jerapolir 


id est Mal- 


Epiphania 


bech. Sub hac sede sunt episco- 


Alexandros id est parva Alexandria 


patus octo: 






Irinopolis 


Zeuma 






Cambrisopolis 


Surron b ) 






Flavias 


Varvalis 






Kossos 


Neocesarea 






Castavali 


Perri 






Eguas 


Orimon 

TV 1* 1 • 






Sisia 


Dolichi 
Europi. 






Sedes octava: Seleucia. Sub hac 






sede sunt episcopatus XXIIII: 


In Arabia: 






Claudiopolis 


Sedessexta: Bostra id est Busselech. 


Diocesarea 


Sub hac sede sunt 


episcopatus 


Oropi 


XIX: 






Dalixandos 


Genison 






Sevila 


Philadelphia 






Kelenderis 


Adraon 






Anemori 


Midaon c ) 






Titopolis 


Austandon 






Lamos 


Belrauudon 






Antiochia 1 ) parva 


Zoroynia 






Nephelia 


Herri 






Kistra*) 


Yeni*) 






Selemerita 


Euthny 6 ) 






Yotapi 


Constancia 






Philadelphia parva 


Paramboli 






Irinopolis 



R ) Abbara H. t>) Zurron E. c) Miadon H. ,l ) Yevi E. <-*) Euti- 

mii H. ') Conaathoii H. e) Marimpolie H. •') Norea E. >) An- 

thioccia H. K ) Kistra E. 



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28 



L Pjroyinciale. 



Germanicopolis 

Mobda 

Dometiopolis a ) 

Sbidi 

Zinopolis 

Adrason 

Miloi 

Neapolis. 

In Siria: 
Sedes nona: Damascus. h ) Sub hac 
sede sunt episcopatus X, scilicet : 
Abli 

Pamipon 
Laodicia c ) 
Euria 

Konokora d ) 
Jabruda 
Danabi 
Karothea 
Hardani e ) 
Surraquini: f ) 

In insula Cypri : j 

Archiepiscopatus Nicosien* 

sis&) hos habet suffraganeos: 
Paphensem 

Limichonienseui vel Limolensem h ) Liodinensem 
Famagustanum *) I Destillaria. 

De Solia. k ) Isti gunt ultra brachium sancti 

Isti sunt episcopi Bulgarie: Georgii: 
Tornoviensis 1 ) archiepisco- ArchiepiscopatusSquisicen- 

pus, qui est primae, j sisP) hos habet suifraganeos: 

archiepiscopusVelesbudien- [Troianum 

s i s, 1 Andrimitanum 

archiepiscopus Prosthlavi- | Lacorensem 

e n s i s : de Nicomedia 

Scopiensis de Candimonia 

a ) Domecinopoli8 E. b ) Dasmascue H. c ) Laodd. H. d ) Kono- 

liora E. c ) Hardam E. •) Sinraquini E. s) Nicoeciensis E. h ) Limi- 

choniensem alias Limolensem vel Nimociensem E. ») Famaguatanus UE. 

k ) fehlt H. *) Tonoviensis H. "») Budim(ni ?)ensis H. n ) Dariensem H. 

°) Anchad. E. p) Equisicensis ü 



Pizriensis 
Budinensis "*) 
Lomsiensis 
Brunziberensiä. 

In Grecia: 
Constantinopolitana eccle- 

sia hos habet suffragaiieos : 
Solumbriensem 
Naturensem 
Spigacensem 
Panadensem 
Derkensem 
Calcedonensem. 

Archiepiscopatus Iraclien- 
sis hos habet suifraganeos: 

Redestonensem 

Peristasiensem 

Calipolensem 

Danensem n ) 

Churlotensem 

Archadopolitanum ü ) 

Missinensem. 

Archiepiscopatus Pariensis 
hos habet suffraganeos: 

Lapsacensem 



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I. trovinciale. 



29 



Lupudiensem 

de Palea 

de Epygonia a ) 

Libariensem. 

Archiepiscopatus Verisien- 

sis b ) hos habet suffraganeos: 
Bussionensem 
Aprensem 
Kypsalensem. 
Archiepiscopatus Maditen- 

sis nullum habet suffraganeum. 
Archiepiscopatus Adrinopo- 

litanus nullum habet suffra- 

ganeum. c ) 
Archiepiscopatus Traiano- 

politanus hunc habet suflra- 

ganeum: 
Aniensem. 
Archiepiscopatus Makren- 

sis d ) hunc habet suffraganeum : 
Maroniensem. 
Archiepiscopatus Messin o- 

p o 1 i t a n u s e ) hunc habet suffra- 
ganeum: 
Xanthiensem. f ) 

In Macedonia: 

Archiepiscopatus Philip- 
pen sis hos habet suffraganeos: 

Ghristopolitanum 

Draginensem 

Chrisopolitanum. 

Archiepiscopatus Serrensis 
nullum habet suffraganeum. 

Archiepiscopatus Thessalo- 



nicensis hos habet suffraga- 
neos: 
Citrensem 
Verisiensem. 
Archiepiscopatus Larissenus 

hos habet suffraganeos: 
Dimitriensem 
Almirensem 
Cardicensem 
Sidoniensem 
Nazarocensein 
Dimicensem. 
Archiepiscopatus Neopa- 

trensis habet suffraganeum: 
Lavacensem. 

In Achaya: 
Archiepiscopatus Thebanus 

hos habet suffraganeos: 
Zaratoviensem 
Castoriensem. 
Archiepiscopatus Athenien- 

sis hos habet suffraganeos: 
Termopilensem 
Davaliensem 
Salonensem 
Nigripontensem &) 
Abeloneusem 
Reonensem 
Megarensem 
Eginensem. h ) 
Archiepiscopatus Corinthi- 

e n s i s hunc habet suffraganeum : 
Argolicensem. { ) 
Archiepiscopatus Patracen- 

sis hos habet suffraganeos: 
Olenensem 



*) Turpigonia BL b ) Versienßia H. c ) Atrin. H; hos habet suflra- 

ganeoB aber ohne Namen H. d ) Malkerensis H. e ) Messipolitanus E. 

f ) Xancthiensem E. i) Nigripotensem H. k ) Epirinensem E. *) Argi- 

vensem H. 



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30 



I. Provinciale. 



Mothonenseni 

Coronen8em 

Amiclensem 

Andrevillensem 

Cephaluniensem a ) 

Jacinthensem. b ) 

Archiepiscopatus Corfien- 
s i s c ) 

Archiepiscopatus Duracen- 
sis. c ) 

In insula: 

Archiepiscopatus Criten- 
sis. c ) 

Archiepiscopatus Cretensis 
hos habet suffraganeos: 

Satrensem alias Sitrensem d ) 

Canticensem 

Arianensem 

Milopotamiensem 

Kyrothonissiensem 

Calamonensem. e ) 

Archiepiscopatus Colocen- 
sis e ) qui dicitur Rodo. 

Archiepiscopatus f ) Cambaliensis in 
dominio Tartarorum fuit creatus 
de novo per dominum dementem 
papam V. *) Habet sex suffraga- 
neos consecratos in curia de man- 
dato domini pape, quibus depu- 
tandi sunt episcopatus per archi- 
episcopum supradictura videlicet : 

Gambaliensem 

Caphensem 



Albicastrensem 

Tariensem 

Zaytanensem 

Feraensem 

et Montiscaspensem. 

Archiepiscopus Soltaniensis in domi- 
nio Tartarorum parcium aquilo- 
narum fuit creatus de novo per 
felicis recordacionis Johannem pa- 
pam XXII. et habet sex suffraga- 
neos consecratos in curia de man- 
dato ipsius domini pape, quibus 
deputandi sunt episcopatus per 
archiepiscopum supradictura. Datum 
kal. apriL pontificatus eiusdem 
domini Johannis pape anno secun- 
do ; et sunt hii : 2 ) 

Thaurisiensis 

Nachuanensis 

Sevastopolis 

Maragensis 

Argionensis 

Teflisiensis 

Sebastensis 

et Achalczachtensis. 

Isti duo Ultimi additi fuerunt 
per eundem papam Joannem, ut mihi 
T[heoderico] plena informacio facta 
fuit et plures ad horum titulorum 
ecclesias promoti fuerunt pro tem- 
pore successive. *) 

Conaviensis in Albania, et videlicet 



a) Ophalunensem H. h ) Jachinttensem E. e ) in H noch als Suf- 

fragane von Patras. <•) fehlt H; in E von a. Hand nachgetragen, in von 

gleicher Hand im Context. «) Colosensis H. f ) das folgende bis S. 31 

Ex parte Egypti fehlt in H. e) Eigenhändiger Zusatz Dietrichs von Nieheim : 

das k. k. Institut für österr. Geschichtsforsch. in Wien besitzt aus Diekaraps 
Nachlass eine photographische Aufnahme dieser Stelle. 

') 1307; vgl. Hist. polit, Blätter 36,868, Reg. Clement, V. 2,147, No. 2216. 
*) Vgl. Hist. polit. Blätter 36,868—70. 



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I. Provinciale. 



31 



iuxta depo8icionem testium XV 
ducatorum, et est exempta. B ) 

In regno Boemie : 

Archiepiscopatns Pragensis, qui de 

provincia Maguntina fuit subtractus, 

erectus est in ecclesiam metropo- 

litanam per felicis recordacionis 

; h ) qui quidem Pragensis 

archiepiscopatus sequentes habet 
suffraganeos videlicet: l ) 
Olomucensem alias Moraviensem, olim 
suflraganeum archiepiscopi Magun- 
tini 
Luthomuslenseni. 

Ex parte Egygti c ) 2 ) detinet 
soldanus super maritimam Scalonam, 
ubi fait tempore Grecorum sedes 
archiepiscopalis. 

Item detinet Gazarum et Daronem, 
que fuerunt castra Templariorum 
et sedes episcopales tempore Gre- 
corum. 

Versus Jerusalem detinet Seba- 
stem, que d ) fuit et est sedes epi- 
scopalis ; 

item Neapolim, que una cum 
terra Sebastem antiquitus Samaria 
dicebatur. 

Item detinet grandeGerinum e ) 
et castrum Pianorum et castrum 
Falbarum, que fuerunt castra nobi- 



lissima Templariorum . Et hec oninia 
detinet cum pertinentiis suis. 

Versus Arabiam et in Arabia 
detinet Ebroo, que nunc Sanctus 
Abraam nuncupatur et est sedes 
episcopalis ; 

item civitatem ficuum, que 
Betula antiquitus dicebatur et est 
sedes episcopalis; 

item castrum nobilissimum, 
quod Taphila dicitur; 

item Petracensem civitatem et 
est archiepiscopalis sedes, que nunc 
Cracum vulgariter appellatur; 

item castra Montisregalis et 
Seile cum pluribus aliis castris, 
quorum nomina nescio et cum per- 
tinenciis suis, et hec terra debet 
esse filie principis Rupini 3 ) et pro- 
tenditur a Jerusalem per quinque 
dietas; 

item vallem de Mossa, que est 
pars Ydumee, et hoc est versus 
Damascum; ibi sunt plura castra 
et ville, quarum nomina nescio, et 
debent esse domicelle supradicte. 

Versus Accon f ) et versus Na- 
zareth castrum Saphorie, quod 
fuit regis; 

item montem Thabor, qui fuit 
abbatis eiusdem loci, et castrum 
Burie, quod fuit eiusdem abbatis; 



*) Nachtrag von a. Hand als der Dietrichs. b ) 5 Zeilen freigelassen E. 

c ) in E die üeberschrift : Sequuntur nomina quarundam terrarum ultra mare 
sitarum videlicet in Terra Sancta pridera possessarum per christianos, tunc de- 
tentarum per infideles. d ) qui H. e ) Grande et Gerinum H. f ) Acon H. 

*) Vgl. o. S. 12 A. 3. *) Vgl. von hier an das von Rey, Recherches 

geographiques et histosiques sur la domination des Latins en Orient, S. 16 aus 
Cod. Paris, lat. 8985, f. 235 herausgegebene Fragment mit der Üeberschrift: In 
eodem provinciali post patriarchatus Constantinopolitani descriptas sedes legitur. 
8 ) Alice, Tochter Rupens von Armenien, vermählt mit Raimund, Sohn Boemunds III. 
von Antiochien; vgl. Wilken, Gesch. d. Kreuzzöge 5,9 und 7,50—51. 



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32 



I. frovinciale. 



item civitatem Naym, a ) ubi 
olim fuit sedes episcopalis; 

item ßeersaydam civitatem 
Petri et Andree apostolorum ; V) 

item castrum, quod Belum- 
videre dicitur et fuit hospitalis 
Jerusalemitani; 

item in terra de Gor, ubi fuit 
Sodoma et Gomorra, castrum quod 
Marescalcia c ) dicitur, quod fuit regis ; 

item Jericho, que fuit abba- 
iisse sancti Lazari de Bethania et 
distat ab hac parte a Jerusalem 
per septem leucas; 

item super mare Galilee civi- 
tatem Tiberiadis, que est sedes epi- 
scopalis et protenditur hec terra 
per duas magnas dietas et amplius ; 
et hec omnia detinet cum perti- 
nenciis suis. 

Item versus Arabiam ex hac 
parte castrum, quod dicitur Cava 
de Suet, qui est fluvius, qui iuxta 
Tiberiadem fluvio Jordanis iungitur ; 
dominus autem Tiberiadis vocatur 
princeps Galilee; 



item detinet Tyrum et Accon, d ) 
versus montana castrum Saphet, ) 
quod fuit Templariorum ; 

item castrum novum, quod fuit 
domini Turonis, quod esse debet 
filie principis Kupini; 

item vadum Jacob, quod fuit 
Templariorum ; 

item Cesaream Philippi, que f ) 
| Beiinas vulgariter appellatur et est 
sedes episcopalis et debet esse filie 
principis Bupini ; et hec omnia tenet 
cum pertinentii8 suis et hec terra 
protenditur per unam magnam die- 
tam et amplius ; super Tyrum tres 
cavas munitisöimas cum montanis ; ? ) 

item in episcopatu Sidonieusi 
castrum, quod Belferte h ) dicitur 
et cavam Beleassem cum montanis 
et protenditur plus quam per dietam 
magnam; 

in episcopatu Beritensi duas 
cavas munitissimas cum omnibus 
montanis, que similiter protenditur 
ad unam magnam dietam et plus. 



») Naum H. *>) fehlt H. c ) Merescalcia E. d ) Acon H. 

«) Zaphet E. f ) quod H. g) dieser Satz ist in H durch Verweisungs- 

zeichen vor „item detinet Tyrum et Accon" hinaufgerückt. h ) Beifort H. 



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IL Juramenta. 

i. 

Juramentum ricecancellarii. 

Reg. Avin. Clement. VI. a. I, p. 2, fol. 437' (C). Cod. Paris. 4169, fol. 1 (E). 
Cod. Barberin. XXXV. 69, p. 297 (B). 
Erler, Liber Cancellariae 1 aus E. 

Ego . . sacrosancte Komane ecclesie vicecancellarius ab hac hora 
inantea fidelis ero beato Petro sancteque Romane ecclesie et domino 
nieo . . a ) eiusque successoribus canonice intrantibus. Non ero in con- 
silio facto vel consensu, quod vitam perdant aut membrum vel capi- 
antur mala capcione. Consilium, quod per se vel per nuncium suum 
seu litteras michi credituri sunt, signo verbo vel nutu b ) me sciente 
ad eorum dampnum nulli pandam. Si dampnum ipsorum tractari scivero, 
pro posse meo impediam, ne fiat. Quod si per me non potero, per 
nuncium aut per litteras eis significare curabo vel illi, per quem cicius 
ad eorum notitiam deducatur. Papatum Romanum et regalia sancti c ) 
Petri, que habet ubique, adiutor eis d ) ero ad retinendum et defenden- 
dum contra omnem hominem. 

Officium michi commissura bene et fideliter regam et in eo ser- 
vabo iusticiam et pro posse faciara ab aliis observari. A muneribus 
donis et enseniis 6 ) abstinebo et meos officiales et familiäres abstinere 
omni diligencia qua potero procurabo, esculentis et poculentis non 
fraudulentis dumtaxat exceptis, ita quod per me vel per alium in ali- 
quo casu nichil recipiam nee a meis officialibus vel familiaribus reeipi 
permittam ab aliqua persona, que corain me vel in cancellaria habe- 
bit f ) aliquod negocium expedire, quod ad meum officium pertinet, &) 

») . . pape XXII. C. Urbano divina providencia pape VI. E. Martino V. B. 
t>) mutui C. c) beati C. d ) fehlt EB. e) exenniis C. habe- 

ret C. i) pertineret C. 

T * n g 1, P&peti. Kanzleiordnungon. 3 

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34 H. Juramenta. 

esculentis et poculentis predictis dumtaxat exceptis. Et ofticiales ac 
familiäres meos iuramento astringam ad ea, que ad puritatem cancel- 
larie et niundiciam pertinebuiit. Nullam eciam litteram bullari faciaiu, 
quam nou possim ex comniisso michi officio expedire absque domini 
pape mandato vel licentia speciali. Nullam insuper litteram expedire 
tardabo vel faciam retardari alicuius gracia precibus a ) odio vel favore. 
Peusiones vel beneficia per nie vel per alium seu pro alio nou reci- 
piam nee a meis officialibus vel familiaribus reeipi permittam nisi de 
ipsius domini pape licencia speciali. 

Supradicta omnia et singula iuro et promitto atteudere et obser- 
vare, attendi et observari facere sine omni dolo et fraude. Sie nie 
deus adiuvet et hec saneta dei evangelia. ]) ) 

IL 
Juranientiiiu familiarium viceeancellarii. 

Cod. Paris. 41 6U, fol. 1' (E). Cod. Bavberin. XXXV. 69, p. 20!) (B). 
Erler, 1. c. 2 aus E. 

Ego . . familiaris domini viceeancellarii aut ipsius vicesgerentis 
iuro, quod fidelitatem servabo in Omnibus, que ad commissum sibi 
officium cancellarie pertinent. Abstinebo a muneribus donis et enseniis 
quibuseunque, esculentis et poculentis non fraudulentis dumtaxat ex- 
ceptis; ita quod per me vel alium nichil aliquo casu reeipiam ab ali- 
qua persona, que habebit seu habet aliquod negocium expedire in 
cancellaria vel ad officium eiusdem domini viceeancellarii seu eiusdem 
vicesgerentis pertinens, predictis esculentis et poculentis exceptis. In 
domo seu hospicio cancellarie inhouestatem non committam nee per 
alium committi permittam scieuter, et si seivero et prohibere nou 
potero, eidem vicecancellario revelabo aut eius vicesgerenti prefato 
quantocius potero manifestabo. In omnibus hiis, que speetant ad of- 
ficium supradictum, puritatem et mundiciam servabo et que r.tcione 
sui officii idem dominus vicecancellarius aut eius vicesgerens michi 
mandabit, fideliter adiinplebo. Secreta vero domini viceeancellarii seu 
eius vicesgerentis, que secreta esse seivero, nemiui revelabo. Sic me 
deus etc. c ) 



a ) precio B. b ) in E am Schlüsse Collationsvermerk: T[heodericusJ. 

c ) in E Dietrichs Collationsvermerk T. 



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II. Juramenta. 35 

III. 

Juraiuciitum iiotarioriun. 

Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 298 (B) als Formel mit der Ueberschrift : iura- 
mentum pro notario pape; Reg. No. 311 (Urbani VI.) fol. 37 (R) als der am 
3. October 1386 geleistete Eid des Notars Rupert 

Ego . . a ) notarius domini nostri pape ab hac hora inantea fidelis 
ero b ) etc. = No. I. — ad eorum notitiam deducatur. Papatum Koma- 
num et regalia sancti Petri et omnia iura Romane ecclesie, que habet 
ubique, manutenebo totis viribus et defendam et adiutor ero ad recu- 
perandum contra omnes homines pro posse meo. 

Negocia michi a domino papa commissa vel committenda fideliter 
geram et sollicite procurabo. Notariatus predicti officium fideliter 
exercebo nil addendo vel minuendo sine voluntate domini nostri, quod 
immutet substanüam actus mihi iinpositi. Attestaciones super uegociis 
inquisicionum c ) fideliter inscriptis et d ) imponenda michi in consistorio 
et redigenda in publicum formam fideliter redigam et ömnia alia, que 
ubique imponentur michi per dominum nostrum, e ) fideliter peragam. 
Dolum seu fraudem aliquam f ) circa s) ipsum officium non committam 
nee committi consentiam; et si sciam aliquem dolum seu fraudem 
circa illud h ) committentem, domino nostro, quantocius 1 ) commode 
potero, revelabo. k ) Litteras, que expediri debent in cancellaria, mali- 
ciose non impediam nee impediri consenciam. Impugnantes vero lit- 
teras in cancellaria predieta partibus seu procuratoribus vel personis 
aliis, per quas perrenire possin i, ad eorum noticiam, minime revelabo. 
Secreta etiam alia ipsius cancellarie, que secreta esse cognovero, se- 
crete tenebo eaque sciencer nemini pandam. — Supradicta 1 ) omnia et 
singula promitto et. iuro attendere et observare sine omni dolo et 
fraude ac malicia. Sic me deus etc. 

Zusatz in ß vor Supradicta omnia: 

Item Boberto olim basilice XII apostolorum dicto Gebennensi nunc 
antipape, qui se dementem VII. nominat, Johanni olim tituli s. Mar- 
celli dicto Ambianensi, Geraldo olim tituli s. Clemcntis dicto Maioris- 
monasterii presbiteris dicte ecclesie cardiualibus prodicionis filiis iusto dei 
iudicio auetoritate apostolica condemnatis et eorum sequaeibus ac dan- 



a ) Rupertus canonicus Coloniensis R. b ) domino meo Urbano pape 

sexto R. Martino pape V., durchstrichen und von a. Hand darüber gesetzt : Nico- 
iao pape V. B. c ) am Rand von a. Hand nachgetragen respicientibus B. 
d ) fehlt B. e ) per-nostrum fehlt R. f ) in B 3 cm leerer Raum. 6) contra B. 
h ) hec R. l ) quanto cicius R. k ) manifestabo R. l ) von a. Hand 
nachgetragen itaque. 

3 - 



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36 H. Juramenta. 

tibus eis vel eorum alteri auxiliura consiliuni vel favoreni, cuiuscunque 
fuerint preeminencie ordinis religionis condicionis aut status, eciam si 
pontificali regali seu regiuali vel alia quavis prefulgeant dignitate, 
eciam si fuerint Koinane ecclesie cardinales, seu aliis quibuscunque per 
ecclesiam denotatis vel imposteruin denotandis, quamdiu extra graciam 
et communionem sedis apostolice permanebunt, non dabo quovismodo 
per me vel alium directe vel iudirecte publice vel occulte auxilium 
consilium vel favorem nee ab aliis, quantum in me fuerit et impedire 
potero, dari permittam, sed eos seeundum posse meum, donec conver- 
tantur, iuxta processus apostolicos, prout iustum fuerit, persequar. 

IV. 
Juramentum eorrectorls litterarum apostollcarum. 

Cod. Barberin. XXXV. 69 auf dem unteren Rand von p. 298 und dem obern 
von p. 299 von anderer Hand als derjenigen, welche die übrigen Eide schrieb, 
nachgetragen (B). 

Ego N. corrector litterarum apostolicarum ab hac hora inantea 
fidelis ero a ) etc. = dem Notareid — pro posse meo. 

Correctorie officium fideliter exercebo. Sentenciarum quoque exe- 
cutorias nee non remissorias et sequestracionum et similes absque ipso- 
rum auditorum seu iudicum et commissariorum sigillis ac subscripeio- 
nibus et alias quaslibet legendas litteras absque notarii et meo signis 
veris ad publicam audienciam non transmittam ipsasque aliter vel 
eciam sie leetas, donec in cameris per dominum vicecancellarium de- 
putatis seu deputandis vise et per abbreviatores ad id deputatos ap- 
probate fuerint, ad expedicionem non admittam ac litteras executorias 
huiusmodi cum earum regestris fideliter concordabo. Earundem quoque 
litterarum computationem ad officium nieum speetantem fideliter faciam 
et in expedicione litterarum eidem domino vicecancellario et eius 
locumtenenti fideliter assistam. Pro singulis quoque provisionibus 
prelatorum vel aliis litteris per me quomodolibet siguandis nichil reci- 
piam, nisi prout ex antiqua et laudabili consuetudine est fieri con- 
suetum ; et alias in premissis et airca ea constituciones a felicis recor- 
dacionis domino Johanne papa XXIL editas observabo. Dolum vel 
fraudem etc. = No. III. 



a j domino nostro domino N. B. 



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n. Juramenta. 



37 



V. 
Juraiuentum scriptorum litterarum apostolicarum. 

Cod. 275 Colleg. Hispan. Bonon. p. 103 (H). Reg. Avin. Clement. VI. a. I, 
p. 2, fol. 437' (C). Cod. Paris. 4169 fol. 4 (E). 

Merkel, Documenta aliquot quae ad Romani pontificis notarios et curiales 
pertinent. Archivio storico Italiano, Appendice 5, 145 aus H. Erler, 1. c. 7 aus E. 

Ego . . a ) iuro, quod officium meum fideliter exequar, falsitatem 
vel fraudem circa ea, que committentur michi, non committam nee 
consentiam committenti ; b ) et si scirem aliquem committentem et im- 
pedire noii possem, significabo illud domino pape vel domino cancel- 
lario c ) aut eius vicemgerenti vel alii, per quem ad eorum posset noti- 
tiam peiTenire. Secreta domini pape et domini caucellarii d ) aut eius 
vicemgerentis, que secreta esse cognovero, nemini revelabo ad eorum 
dampnum me sciente. Et quod °) nichil dedi vel promisi nee dari vel 
promitti aliquid procuravi pro scriptorie officio f ) assequeudo. Sic me 
deus etc.») 

VI. 



Juramenta rescribendarü. 



a. 



Reg. Avin. Clement. VI. a. I. p. 2 
fol. 438. (C) ohne Ueberschrift. 

Tangl, Das Taxwesen der päpstlichen 
Kanzlei vom 13. bis zur Mitte des 15. 
Jahrhunderts. Mitth. des Instituts für 
österr. Geschichtsforsch. 13,76. Ueber 
das Yerhältniss der beiden Eide a und 
b vgl. ebendort 8. 10. 

Ego . . iuro, quod distribucionem 
notarum a vobis, domine . . vice- 
cancellarie et notarii, mihi usque 
ad dimidium annum commissam 
exequar fideliter et diligenter, quo 
tempore finito nee prosequar ulte- 
rius hoc officium. Item contentus 
ero singulis diebus, in quibus au- 
diencia fiet, pro distribucionis salario 
quatuor notis simplieibus, quarum 



Cod. Paris. 4169 fol. 2 (E) mit der 
Ueberschrift : Antiquum iuramentum 
scriptorum qui solebant distribuere lit- 
teras rescribendas cancellarie dumtaxat, 
daraus Cod. Ottobon. lat. 911, fol. 1 (0). 
Cod. Barberin. XXXV. 69, p. 299 (B) 
als „antiquum iuramentum scriptoris 
camere". 

Erler, 1. c. 3 aus E. 

Ego . . distributor litterarum apo- 
stolicarum rescribendarum iuro, quod 
distribucionem rescribendarum a 
vobis, domine . . vicecancellarie, h ) 
michi usque ad dimidium annum 
commissam exequar fideliter et dili- 
genter. Item ero contentus salario 
quatuor rescribendarum — prout 
j continetur in iuramento distribu- 



a ) R. H. b ) committi C. c ) vicecancellario CE. d ) vicecan- 

cellarii CE. *) fehlt CE. officium CE. g) fehlt H. h ) domino 

vicecancellario B. 



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38 



II. Juramenta. 



aliqua in mercede recipienda laboris 
novem denariorum numerum secun- 
dum taxacionem solitam non ex- 
cedat, et nullam aliam notam per 
me vel per medium recipiam. Item 
quod pretextu alicuius lueri seu 
familiaritatis nemini specialiter dabo 
notam, et quod in distribucione 
notarum per me facienda semper 
prout potero servabo equalitatem 
et paritatem de die in diem nee 
faciam vicariam, quousque fuero 
rescribendarius, nee scribam aliquam 
litteram pro recompensacione vel 
spe alicuius remuneracionis, nee 
dabo aliquam ad scribendura, ut 
debeat mihi aliquod commodum 
provenire. Item quod nullam re- 
scribendam preter illas que michi 
iuste provenient alicui scribendam 
dabo ad partem. Item euneta se- 
creta secrete servabo et assignabo a ) 
scribenda personis idoneis. Item 
quod taxacionem litterarum, sicut 
in provinciali continetur, fideliter 
exercebo. Item quod pro distri- 
bucione huiusmodi assequenda nichil 
dedi vel promisi per me .aut per 
alium nee quemquam rogavi aut 
alius, me procurante, rogavit. Item 
quod nulli dabo rescribendam, quem 
dominus papa vel vicecancellarius 
ad tempus vel imperpetuum duxerit 
suspendendum. Item quod per me 
vel alium nichil recipiam nee ser- 
vientem vel alium reeipere faciam 
vel permittam pro litteris expe- 
diendis vel ostendendis aut inve- 



toris notarum b ) — dumtaxat qua- 
libet die, qua fiet audiencia vel 
distribucio, et nullam aliam per me 
vel per medium recipiam. Item 
quod pretextu alicuius lucri seu 
familiaritatis aut dilectionis nemini 
specialiter dabo rescribendam ali- 
quam meliorem uni quam alteri, 
sed semper prout potero equalitatem 
servabo et paritatem de die in diem 
in talibus, nee faciam vicariam, 
quamdiu fuero rescribendarius seu 
distributor huiusmodi rescriben- 
clarum nee scribam aliquam litteram 
pro recompensacione vel sub spe 
alicuius remuneracionis nee dabo 
aliquam ad scribendum, ut debeat 
michi provenire aliquod commodum. 
Item quod in mane vel alia certa 
hora diei distribuam per memet 
ipsum rescribendas scriptoribus per- 
sonaliter ad me venientibus, nisi 
vel ego aut ipsi scriptores legitimo 
impedimeuto fuerimus impediti; et 
cum ego fuero impeditus, commit- 
tam alicui scriptori idoneo, qui fide- 
liter idem observet. Cum autem 
scriptores fuerint impediti, eorum 
certis nuneiis ad hoc missis rescri- 
bendas per me ipsum dabo. Item 
quod nullam rescribendam preter 
illas etc. = a. 



*) assignacio C. b ) zu ergänzen also aus a: quaruni aliqua in mercede 

recipienda laboris novem denariorum numerum seeundum taxationem solitam non 
excedat. Vgl. Mitth. des Instituts fiir österr. Geschichtsforsch.. 13,10. 



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II. Juramenta, 



39 



niendis a ) sive ad vicecancellarium 
deferendis vel aliquarura litterarum 
copia facienda. Item quod millam 
difficultateni ingeram in expedicione 
aliquarum litterarum tacite vel ex- I 
pressim ; salvo per omnia mandato j 
vestro. Sic deus etc. | 



iL 



Jiirauieiitiini rescribendarii <le 
Justitiar) 



Jurameutum rescribendarii de 
gratia. ; 

('od. Paris. 4169 fol. 2' (E). Cod. Bar- Cod. Paris. 41G0 fol. 3 (E). Cod. ßar 
berin. XXXV. 09 p. 300 (B). berin. XXXV. 69 p. 301 (B). 



Erler, 1. e. 4 aus E. 

Ego . . rescribendarius iure, quod 
officium michi per vos, domine . . 
vicecancellarie, usque ad diiuidium 
aunum commissum diligenter et 
fideliter exercebo, fraudem aut do- 
lum circa illud nullatenus commit- 
tendo. Item 1 ») quod duorum Turo- 
nensium grossorum argenti pro; 
singulis diebus, quibus erit audieu-- 
cia, tempore vero vacacionum gene- 
ralium pro singulis inensibus, eis- 
demvacacionibusdurautibus.triginta ' 
similium Turonensium .salario con- 
tentus ero, illud in singulis pre- 
dictis casibus pro universali salario 
meo dumtaxat reeipiens et non 
ultra. Pro aliis vero diebus, qui- 
bus audiencia non fuerit, nichil 
omnino reeipiam; nee faciam vica- 



Erler, 1. c. 5 aus E. 

Ego . . distributor notarum litte- 
rarum, (1 ) que per cameras notario- 
rum transeunt, iuro etc. — c — 
committendo. 



Item quod duorum Turonensium 
grossorum argenti pro singulis die- 
bus, quibus erit audiencia, salario 
contentus ero, illud pro universali 
salario tneo duutaxat reeipiens et 
non ultra; pro aliis vero diebus, 
quibus audiencia non fuerit, nichil 
omnino reeipiam; nee faciam vica- 
riam pro aliquo alio scriptore, quam- 
diu fuero distributor. 



a ) ostendend i aut inveniendi C. h ) in B ist die ganze Stelle von Item 

quod— omnino reeipiam durchstrichen und mit anderer Tinte aber von ähnlicher 
Hand folgendes an den Rand gesehrieben: Item quod de quinque flore- 
nis de camer a, quatuor videlicet pro salario officii rescriben- 
dariatus et uno pro pitaffio quolibet mense contentus ero nee 
ultra id per rae vel alium reeipiam aut reeipi faciam quolibet 
modo. c ) in B folgt der Ueberschrift iuramentum rescribendarii de iusticia 

der Zusatz: quod autem servatur. d) fehlt B. 



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40 



II. Juramenta. 



riam pro aliquo alio scriptore quam- 
diu rescribendarius fuero. Item quod 
in distribuendis notis seu litteris 
semper fideliter et solicite prout 
potero equalitatem et paritatem 
servabo. Item quod cuncta secreta 
racione officii predicti michi com- 
mittenda sive communicanda secrete 
servabo ac ea hiis, quibus illa ex 
officio predicto per eos scribenda 
communicare habebo, secrete scri- 
benda et expedienda committam. 
Item quod taxaciones litterar um per 
felicis recordacionis dominum Jo- 
hannem papam XXII. novissime 
ordinatas scriptas et insertas in 
provinciali cancellarie fideliter ob- 
servabo. Item quod omnes litteras 
apostolicas sive per me sive per 
alios scriptores scriptas per me ta- 
xandas, exceptis litteris curie et illis 
duntaxat, que per vos vel alium 
seu alios de mandato vestro pro 
deo vel alias ad scribendum gratis 
signate fuerint, scriptoribus qui eas 
scripserint, in pitaffio fideliter com- 
putabo, nullam de eis scienter com- 
putare illis, qui eas ut prefertur, 
scripserint, quomodolibet pretermit- 
tens. a ) Item quod pro huiusmodi 
officium assequendo nichil dedi aut 
promisi per me aut per alium nee 
quemquam rogavi nee alius, me 
procurante, rogavit. Item quod nulli 
dabo sive distribuam notam vel 
litteram ad scribendum, quem do- 



Item quod in distribuendis notis 
semper fideliter etc. = c — com- 
mittam. 



Item quod taxaciones per felicis 
recordacionis Johannem divina pro- 
videncia papam XXII. ordinatas 
scriptas et insertas in provinciali 
cancellarie fideliter observabo. 

Item quod etc. = a — rogavit 



Item quod nulli dabo sive distri- 
buam notam ad scribendum quem 
dominus noster papa etc. = a. 



») B schaltet hier im Context folgendes ein: Item quod non exponam 
neesolvam aliquid de officio alicui persone nee taxabo ali- 
quid super officio nee dabo absenciam alicui scriptori nisi de 
volunt ate scriptorum vel maioris partis et ipsis congregatis 
nee aliquo quesito colore reeipiam munus vel ensenium pro 
faciendo aliquid in officio rescribendarii. 



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II. Juramenta. 41 

minus papa vel vicecancellarius ad 
tempus vel imperpetuum duxerit 
suspeiidendum ; salvo per omnia 
mandato vestro. Sic me deus etc. 

Die Neuordnung dieses Eides unter Eugen IV. durch die Bulle „Sicut pru« 
dens" vom 7. Juni 1445 siehe bei Ottenthai „Die Bullenregister Martin V. und 
Eugen IV. U Mitth. d. Instituts f. österr. Geschichtsforsch. Egb. 1,582, § 40. 

vn. 

Juramenta auscultatoriim et computatoruui. 

a. 
Reg. Avin. Clement. VI. a. I, p. 2 fol. 438' (C). 

Der Eid entbehrt gleich allen übrigen in C überlieferten einer Ueberschritt 
und nennt auch nicht den Titel des den Eid leistenden Beamten. Doch lässt 
der Inhalt und die zum Theil wörtliche Uebereinstimmung mit dem folgen- 
den (b) keinen Zweifel darüber, dass wir es mit einem Auscultatoreneid zu thun 
haben. Wahrscheinlich bildet er gleich dem Rescribendareid a eine noch dem 
13. Jahrhundert angehörige Vorstufe zu den späteren. 

Ego . . iuro officium michi commissum fideliter exequi et quod 
nullas litteras ponain inter illas, quas michi corrector dederit vel dari 
fecerit mittendas ad audienciam sive de rescribendis sive de notis sine 
speciali mandato vicecancellarii. Item quod nullam litteram scriptam 
et signatam signo alicuius scriptoris signabo in carta aut signari faciam 
delebo aut deleri faciam aut apponam vel apponi faciam alteri 
scriptori amore prece vel odio me sciente. Item nullam litteram signabo 
vel signari faciam alicui scriptori ad dictum alicuius vel apponam aut 
apponi faciam, nisi sit de mandato vicecancellarii aut correctoris. 
Item quod vices meas non committam in signando alicui nisi gravi 
infirmitate detentus vel alia evidenti causa, et tunc non committam nisi 
de mandato vicecancellarii aut consilio correctoris, cum hoc sit de 
beneplacito vicecancellarii. Item quod litteras scriptas manu mea non 
pretermittam sed signabo in eadem carta sicut alias aliorum scrip- 
torum ; sie me deus etc. 

b. 

Cod. Paris. 4169 fol. 3' (E). Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 302 (B) mit der 
Ueberschrift : Juramentum auscultatoriim et computatorum lttterarum de iusticia 
in correctoria. & ) 

Erler, 1. c. 6 aus E. 

Ego . . iuro, quod officium michi commissum diligenter et fideliter 
exercebo, fraudem aut dolum circa illud nullatenus committendo seu 

a ) in B ist auscultatorum et durchstrichen. 

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42 II. Juramenta. 

committi per alium me sciente quomodolibet permittendo. Item quod 
nullam litteram ponam inter illas, quas raichi corrector dederit vel dari 
fecerit mittendas ad audienciam sive de rescribendis sive de notis sine 
speciali mandato vicecancellarii. Item quod nullam litteram scriptam 
et signatam sigoo alicuius scriptoris conputabo in pitaffio sive carta, 
signari aut computari faciam vel permittam alteri scriptori nee ali- 
quam legitime computatam alicui scriptori delebo aut deleri faciam, ut 
eain alteri scriptori Computern vel computari faciam alias quovis modo. 
Item nullam litteram computabo vel computari faciam alicui scriptori 
vel appouam aut apponi faciam in pitaffio ad dictum alicuius nisi 
illam videam. Item ] ) quod omues litteras predietas sive per me sive 
per quosvis alios scriptores scriptas seriptoribus, qui eas scripserint, in 
pitaffio fideliter computabo seu per socium meum ad huiusmodi offi- 
cium ociam deputatum faciam computari. nullam de <is scienter com- 
putare seu per eundem socium computare facere illis, qui eas ut pre- 
fertur scripserint, quomodolibet pretermittens. Item quod pro huius- 
modi officium assequendo nichil dedi vel promisi per me aut per alium 
nee quemquam rogavi nee alius, me procurante, rogavit. Sic me 
deus etc. 



Cod. Paris. 4169 fol. 3' (E). Cod. ßarberin. XXXV. 69 p. 303 (B) mit der 
Ueberschrift: Juramentuni auscultancium litteras in cancellaria. 
Erler, 1. c. 6 aus E. 

Ego . . iuro, quod officium michi commissum diligenter et fideliter 
exercebo, fraudem seu dolum circa illud nullatenus coinmittendo seu 
committi per socium meum ad huiusmodi officium eciam deputatum 
vel queravis alium quomodolibet permittendo.' Item quod pro huius- 
modi officio assequendo nichil dedi vel promisi per me aut per alium 
nee quemquam rogavi nee alius, me procurante, rogavit. Sic me 
deu9 etc. 

Für die Neuordnung dieser Eide durch die Bulle Eugens IV. „Sicut pru- 
dens u vom 7. Juni 1445 vgl. Ottenthai, Die Bullenregister Martin V. und Eugen IV., 
Mitth. des Instituts für österr. Geschichtsforsch. Egb. 1.583, § 41 und 42. 



! ) Vgl» VOa n ^ er an tUe vielfach wörtliche lebereiustimmung mit den Re- 
Hcribendareiden c d. 



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II. Juramenta. 43 

vin. 

Juraiaentuin lectorum litteraruni in audieneia contra- 

dictarum. a ) 

Reg. Avin. Clement. VI. a. I, p. 2 fol. 438 (C). Cod. Paris. 4161» fol. 4 (K), 
Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 303. 
Erler, -1. c. 6 aus E. 

Ego . . iuro, quod nullas litteras papales vel sub nomine domini 
nostri b ) pape scripta« portabo ad audienciam vel summittani vel in 
audieneia legam, nisi quas reeipiam de manibus vicecancellarii auditoris 
et correctoris vel nuueiorum ipsorum. Item nullum litteram non ab- 
solutam per auditorem vel de mandato domini pape vel vicecancellarii 
ponain vel poni procurabo cum absolutis aut absolvi procurabo in 
fraudem. Item nullam litteram in audieneia procurabo. Item nullam 
litteram absolutam reeipiam in audieneia ad rescribendum c ) nisi de 
mandato domini vicecancellarii vel auditoris. Item nullam fraudem 
committam in audieneia vel circa officium audiencie, sed fideliter ine 
habebo circa ea, que michi commissa ibidem fuerint. Sic me deus etc. 

IX. 
Juramenta abbreviatoruui. 

a. 
Cod. Colleg. Hisp. Bonon. No. 275 p. 103 (H). Reg. Avin. Clement. VI. a. I, 
p. 2 fol. 438' iC). Cod. Paris. 4169 fol. 76 (E). 

Merkel, 1. c. 145, No. VII aus H. Erler, 1. c. 148 aus E. 

Jurabunt breviatores d ) suuin officium fideliter exercere. Item ser- 
vabunt taxationem in notis taxatis ; in aliis autem non taxatis, que de 
iustitia fuerint, stabunt arbitrio notarii. Item pro sola signatione nota- 
rum vel note aut petitionum vel petitlonis e ) nichil reeipient. Item non 
reeipient petitiones simplices preter eas, que sibi de communi data pro- 
venient, nisi de mandato vicecancellarii seu notarii; et has petitiones 
reeipient per manus duorum vel unius f ) iurati &) distributoris earum, 
qui sit breviator per unius mensis spatium duraturus, quibus vel cui 
succedant alii h ) breviatores simili modo iurati. Item aliquam legendam 
non signabunt sine mandato notarii nee ad cancellariam transmittent 
vel portabunt sine mandato notarii. *) Item nullam notam seu petitionem 
signabunt, nisi sint de camera notarii vel de conscientia ipsius. 

a ) Ueberschrift in E. h ) domini nostri fehlt B. c ) scribendum C. 

<*) so stets C. abrer. H, abbrev. E ; die in C überlieferte Form war als die ältere 
und ursprüngliche in den Text aufzunehmen. c ) petitiones E. *) vel 

unius fehlt C. ^) iuramenti H E. h ) fehlt C. *) nee— notarri fehlt C. 



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44 U- Juramenta. 



Cod. Paris. 4169 fol. 4 und fol. 91 inserirt in die Bulle Johanns XXII. 
„Pater familias" (E). Cod. Barbarin. XXXV. 69 p. 304 (B). 

Erler, 1. c. 7 und 175 aus E. Ciampini, De abbreviatorum de parco maiori . . . 
antiquo statu etc. S. 21 aus B. 

Ego . . abbreviator iuro, quod officium meum fideliter exercebo; 
dolum l ) seu fraudem aliquam circa ipsum officium non committam 
nee consenciam committenti; et si sciam aliquem dolum vel fraudem 
circa hec committentem, domino vicecancellario, a ) quantocius comode 
potero, revelabo. Litteras, que expediri debent in cancellaria, maliciose 
non impediam nee impediri consenciam nee, quantum in me fuerit, 
impediri faciam vel permittam; impediendas eciam maliciose expedire 
minime procurabo. Inipugnantes vero litteras ipsas in cancellaria pre- 
dieta partibus seu eas procurantibus vel persouis aliis, per quas per- 
venire possit ad eorum noticiam, minime revelabo. Secreta eciam alia 
ipsius cancellarie, que secreta esse cognovero, secrete tenebo eaque 
scieuter nemini pandam. Sic me deus etc. 

c. 

Cod. Paris. 4169 fol. 6' mit der Ueberschriffc : Juramentum abbreviatorum, 
qui tenent cameras dominorum prothonotariorum b ) und fol. 90 inserirt in die 
Bulle Johanns XXII. „Pater familias" (E). Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 307 (B). 

Lindner, Beitr. zu dem Leben und den Schriften Dietrichs von Niem, Forsch, 
zur deutsch. Gesch. 21,73. Erler, 1. c. 12 und 174 aus E. 

Ego . . abbreviator iuro — b — revelabo. Taxaciones notarum 
per dominum nostrum dominum c ) Johann em XXII. gummum pontificem 
ordinatas diligencius observabo nee aliquid scienter per me vel alium 
exigam seu reeipiam ultra illas. Pro signacione notarum 2 ) seu note 
aut peticionum vel peticionis nichil reeipiam. Item non reeipiam peti- 
ciones seu notas litterarum audiencie preter eas, que michi de communi 
data provenient, nisi de mandato domini vicecancellarii seu notarii; et 
has peticiones reeipiam per manus duorum vel unius iurati distributoris 
earum, qui sit abbreviator per unius mensis vel minus spacium, prout 
est vel fuerit ordinatum per notarios, duraturus, quibus vel cui succedant 
alii abbreviatores simili modo iurati. Item aliquam legendam non 

a ) B fügt hinzu: aut cancellariam regenti. b ) gleichlautend in B. 

v ) so E, fol. 90; E, fol. 6' und B haben statt dessen per felicis recordacionis 
Johannem XX II. 

') Ymt wörtlich gleichlautend mit dem 2. Theil des Notareids; vgl. oben 
Xo. III. -) Von hier an — oonscienciain ipsius sachlich und vielfach auch 

wörtlich — <*, 



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II. Juramenta. 45 

signabo sine mandato notarii nee ad correetoriam transmitlam vel 
portabo sine mandato notarii.*) Item nullam notam seu peticionem 
signabo, b ) nisi sit de camera notarii domini mei et de consciencia ipsius. 
Litteras, que expediri debent in cancellaria etc. = // — nemini pan- 
dam. Et si ad noticiam meam aliquid devenire contingat, quod in 
periculum seu grave dampnum Eomani pontificis aut domini vice- 
cancellarii seu derogacionem honoris vel status cancellarie cederet, illud 
pro posse impediam. Quod si impedire non possem, bona fide pro- 
curabo ad domini pape vel ipsius vicecancellarii c ) noticiam id perferri. 
Sic me deus etc. d ) 

X. 
Juramentnm auditornm palatii. 

Cod. Paris. 4169 fol. 5 und fol. 82 inserirt in die Bulle Johanns XXII. 
„Ratio iuris" (E). Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 304 (B). 
Erler, 1. c. 9 und 159. 

Ego . . auditor ab hac hora inantea fidelis ero etc. e ) = I. — ad 
eorum notitiam deducatur. Papatum Romanum et regalia beati Petri 
et omnia iura Romane ecclesie que habet ubique manutenebo totis 
viribus et defendam. *) 

Negocia et officia michi a domino . . papa vel eius vicecancel- 
lario commissa vel committenda fideliter geram et sollicite exer- 
cebo et specialiter officium auditoris sacri palacii in reddendo iusti- 
tiam euieunque. Dona vel munera seu ensenia aut obligacionem 
vel promissionem f ) super Ulis per me vel alium seu alios a par- 
tibus coram me causas habentibus seu earum aliqua vel a nota- 
riis deputatis ad scribeudum coram me acta dietarum causarum vel 
ab aliis pro iisdem seu eorum *) nomine non reeipiam quinymo omnes 
familiäres et officiales meos omni diligencia qua potero faciam absti- 
nere. Nee eciam pro sigillo meo nee pro rubricis faciendis in causis, 
in quibus sum vel fuero deputatus auditor, nee alio quesito colore 
aliquid reeipiam nee a predictis meis officialibus seu familiaribus reeipi 
permittam. Con&ilia vero coauditorum meorum secrete data secrete 
tenebo, usquequo in causa sentencia sit prolata. h ) Supradicta omnia et 



») nee— notarii fehlt B. *>) fehlt B. c) E fol. 6' und B schalten 

hoch ein: seu locumtenentis eiusdem domini vicecancellarie. d ) in E zum 

SchlusB Collationsvermerk Dietrichs von Nieheim (T). e ) in B mit anderer 

Tinte Nicoiao pape V. f ) pensionem E fol. 5. s) earum E fol. 5. 

h ) prelata E foL 5. 

*) Die Fassung dieses Punktes hält die Mitte zwischen den Eiden I und III. 



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46 II. Jura inen ta. 

singula promitto et iuro atteudere et observare sine omni dolo et 
fraude. Sic me deus etc. 

XL 
Juraniciitum notariorum palatii. 

Cod. Paris. 4169 fol. 5' und fol. 83' inserirt in die Bulle Johanna XXII. 
„Ratio iuris" (E). Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 305 (B). 
Erler, 1. c. 10 und 162. 

Ego . . Dotarius . . auditoris coinniissum michi officium sollicite et 
fideliter exercebo, a partibus cau^as habentibus vel habituris, in qui- 
bus sum vel fuero notarius deputatus, vel ab earum a ) aliqua seu a 
quocuuque alio earum nomine quovis colore, ^U jnodo quesitis nichil 
recipiam ultra taxacionem per dominum nostrum dominum b ) Johan- 
nem XXTI. summum pontificem super hoc ordmatam; nullam* causam 
michi committi scribendam procurabo nee adhibebo instanciam aliquam 
in liac parte. Non ero promotor seu procurator in causis, que coram 
auditore meo agitantur seu agitari contingent. c ) In causis predictis, 
in* quibus sum vel fuero ut prefertur notarius deputatus, omnes actus 
iudiciarios substancialiter iu maiiuali seu memoriali in auditoris mei 
presencia et eciam partium, si hec expeetare voluerint, conscribam ; et 
postquam illos conscripsero, eos neenon instrumenta et omnia alia et 
singula in causis producta, ubi requisitus ab auditore vel partibus seu 
earum aliqua fuero, in regestruni fideliter redigam vel redigi faciam. 
Requisitus ab eisdem partibus vel ab earum aliqua in singulis terminis 
successive partibus ipsis copiam, cum per auditorem decreta fuerit, 
sine difficultate et fraude quaeunque faciam, salvo meo iusto salario 
per ipsum dominum uostrum summum pontificem moderato. Secreta 
cause secrete servabo et presertim consilia auditorum et sententiam, 
donec ipsa sentencia sit prolata. Supradicta omnia etc. 

XII. 

Jurameiitum proeuratoruiii audieneic contradietaruin et 

aclvocatoruin. 

Cod. Paris. 4169 fol. 4' (E), daraus abgeleitet Cod. Ottob. 911 (0). Cod. 
Barberin. XXXV. 69 p. 304 (B). 
Erler, 1. c. 8 aus E. 

a) eorum B. b ) so E fol. 83'; E fol. 5' und B haben statt desB«n pe* 

fehciB recordacionia. c ) continget E&. 



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II. Juramenta. 47 

Ego . . iuro, quod partes, quaruin patrocinium suscepero, fideliter 
et sine tergiversacione aliqua adiuvare curabo et id, quod verum et 
iustum extimavero, eisdem partibus inferre studebo. Causas quoque 
improbas scienter non recipiam et si quas reeepero partis forte men- 
daeiis coloratas, a ) que michi iuste iu principio videbuntur et in pro- 
cessu iudicii apparebunt iniuste, ipsannn patrocinium in continenti 
dimittani. Sic me deus etc. 

Addicio reperta ex antiquis iuramentis cancellarie ad iuramentum 
procuratorum : ]t ) 

Jurent eciam procuratores, quod ipsi omuino irichil a partibus, 
pro quibus litteras graciam seu iusticiam continentes in Romana curia 
procuraverint, ultra debitum et taxatum ac corisuetum sälaTium eoruin 
qüicquam non extorqueant seu recipiant per se vel alios eorum nomine 
quovis quesito colore nee ipsuru salarium recipiant seu reeipere inten- 
dant, quousque littere huiusmodi in bulla penitus fuerint expedite et 
lecte ibidem publice. Et quod ipsi in audiencia contradietarum mali- 
ciose non impediant aliquas litteras, eciamsi ad impedieudum huius- 
modi litteras fuerint specialiter constituti. Et quod pariter non im- 
pediant litteras ibidem legendas, nisi specialem ac sufficientem ad id 
habeant potestatem. 

X11I. 
Juranicntuni secretariorum. 

Divers, cam. Martin. V. 4 fol. 83. 

Die Eidesformel der Sekretäre fehlt in den Aufzeichnungen der Kanzlei, 
wohl aus dem Grunde, weil der Eid nicht in die Hände des Vicekanzlers, son- 
dern in die des Kämmerers abgelegt wurde. So blieb als einzige Quelle der in 
seinen wesentlichen Sätzen von Ottenthai, Bullenregister, Mitth. des Instituts für 
österr. Geschichtsforach., Egb. 1,471, A. 1 veröffentlichte Eid des Sekretärs Paulus 
Serlandi de Orlandinis vom 5. April 1418. 

Ego Paulus Serlandi de Orlandinis domiui nostri pape secretarius 
ab hac hora inautea fidelis ero etc. — dem Eid der Auditoren — 
defendam. ^egocia michi a domino papa vel eius camerario commissa 
vel committenda fideliter gerani et sollicite exercebo in scribendo no- 
tando et regestrendo ea, que fuerint officio meo secretariatus opor- 

Ä ) in E auf dem Rande nachgetragen, in B im Context. *>) so die 

Ueberschriit in E. Der Zusatz ist überdies durch Nachtragung von anderer Hand 
mittelst Verweisungszeichen dem Eide selbst vor Sic me deus hinzugefügt. Der 
Text ist dementsprechend in die erste Person überarbeitet (also Nichil omnino 
procuravero) stimmt aber sonst wörtlich; in steht der Nachtrag im Context, 
in B ebenfalls, ist aber durchstrichen und am Rande bemerkt: hueusque. 



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48 IL Juramenta. 

tuna et res, que mee custodie committentur ad cameram apostolicam 
vel quoscunque alios pertinentes fideiiter custodiam et nichil defrau- 
dabo de eis nee permittam ab alio defraudari. Supradicta omnia et 
singula promitto et iuro attendere et observare sine omni dolo et 
fraude ac malicia. Sic me deus etc. 

XIV. 
Jnramcntum examinancium in Bomana curia deputatorum. 

Cod. Paris. 4169 fol. 7 (E), daraus abgeleitet Cod. Ottobon. lat. 911 (0). 
Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 308 (B). 
Erler, 1. c. 13 aus E. 

Jurabunt examinatores, quod bene et fideiiter se gerent in officio 
eis commisso. Item quod nee amore nee odio nee prece nee precio 
in negocio seu officio predicto procedent. Item quod nichil reeipient 
a personis examin andis vel aliis eorum nomine. Item quod facient 
iurare notarios et porterios ac familiäres eorum eis in officio exami- 
nacionis huiusmodi assistentes, quod a predictis personis nichil reci- 
piant aut ab aliis nomine ipsarum nee in introducendis personis pre- 
dictis ad examen aliquam fraudem odium vel favorem committant et 
quod eorum notarii fideiiter regestrent peticiones et titulos examioa- 
tarum personarum ipsarum. 

Tituli examinatarum personarum : a ) 
Tria bene: habeant. 

Duo bene et unum competenter: habeant. 
Unum bene et unura competenter et unum debiliter: habeant. 
Duo bene et unum male: habeant. 
Duo competenter et unum male in tota Ispania et Vasconia : habeant. h ) 

XV. 
Juramentum inquisitoris heretice pravitatis. 

Cod. Paris. 4169, fol. 6' (E). Cod. Barberin. XXXV. 69, p. 306 (B). 
Erler, 1. c. 11 aus E. 

Ego . . inquisitor ab hac hora inantea fidelis ero c ) etc. = 1. — 
deducatur. Officium inquisicionis michi commissum fideiiter geram et 
solicite exercebo ; prece vel precio favore vel odio a iustitia non rece- 



a ) fehlt in B. b ) dominus Urbanus non voluit, quod isti haberent; in 

E mit anderer Tinte nachgetragen, in im Context. c ) Name des Papstes 

in E Urbano pape VI., in B Eugenio pape Uli. 



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II. Juramenta. 49 

dam, eciam penas seu penitencias mitigando vel relaxando seu in eis 
alias dispensando. Dona munera seu encenia aut obligacionem seu 
promissioiiem super Ulis per me vel alium seu alios a personis coram 
me causas habentibus seu ab aliis pro eisdem pro penitenciis impositis 
vel imponendis nee alias michi vel meo officio applicando non reci- 
piam, quinymo omnes familiäres et officiales meos cum diligencia qua 
potero ab hiis faciam abstinere et ad hoc astringam eos eorum pro- 
prio iuramento. Non rogavi nee supplieavi nee aliquid dedi seu pro- 
misi aut dari seu promitti feci pro isto officio assequendo. Sic me 
deus etc. a ) 

XVI. 

Juramentum peniteneiariorum. 

Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 127 (B). Cod. Paris. 4169 fol. T (E). Cod. 
Vat. lat. 3984, fol. 92 (V). 

Erler, 1. c. 13 aus E. Bull. Rom. Ed. Taurin. 4,422 und Denifle, Archiv f. Lit. 
u. Kirchenge seh. d. Mittelalt. 4,218 aus der Bulle Benedicts XU. „In agro dominico." 

Ego . . ordiois . . professor domini nostri pape penitenciarius, b ) ab 
hac hora inantea fidelis ero etc. = 1. — deducatur. Papatum Ro- 
manum et regalia beati Petri et omnia iura Romane ecclesie, que habet 
ubique, manutenebo totis viribus et defendam ac adiutor eis ero ad 
retinendum et defendendum contra omnem hominem. Res quoque 
ipsius domini pape et ecclesie Romane, que mee custodie committen- 
tur, diligenter custodiam et fideliter reservabo. c ) Ambassiatas eciam 
et queeunque alia negocia michi commissa firmiter portabo ac fideliter 
et diligenter referam sine fraude. Et pro confessionibus audiendis et 
absolucionibus faciendis aut aliis que speetant ad meum officium nichil 
omnino per me aut alium exigam vel petam aut reeipiam eciam sub 
titulo vel specie elemosine seu ensenii vel mutui vel alio quo vis modo. 
Et non absolvam vel dispensabo scienter in aliquo casu michi non 
permi8SO d ) nee scienter quemquam absolvam a peccato vel peccatis 
aliquibus in aliquo casu ambiguo nee eciam in huiusmodi casu e ) am- 
biguo scienter cum aliquo dispensabo, nisi de speciali mandato summi 
pontificis vel penitenciarii maioris, cui exprimam dictum casum sine 
alieuius revelacione vel expressione persone. Et non iniungam peni- 
tencias peeuniarias expresse michi vel alicui persone vel ordini meo 
seu alteri applicandas. Super restitucionibus vero iniungendis et 
faciendis servabo, prout est per pie memorie dominum Benedictum 

a ) in E zum Schluss Collationsvermerk T. b ) irater Angelus de . . ordinis 

fratrum predicatorum domini nostri pape in urbe penitenciarius BV; als Papst 
nennen B und V Clemens VI., E Urban VI. c ) resignabo E. d ) cotn- 

misso E. e ) michi non permisso— in huiusmodi casu fehlt V. 

Tangl, P&petl. Kanxleiordnongen. 4 



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50 ft- Juramenta. 

papam XII. Ordination. Et supradicta a ) omuia et singula promitto 
et iuro attendere et observare sine omni dolo et fraude ac malicia; 
sie me deus etc. 

XVII. 

Juramentam super tabellionatus h ) officio. 

Cod. Paris. 4169 fol. 6 (E). Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 306 (B). 
Erler, 1. c. 10 aus E. 

Ego . . ab hac hora inantea fidelis ero c ) etc. = 1. — contra omnes 
homines. Tabellionatus officium fideliter exercebo. Contractus, in qui- 
bus exigitur consensus parcium, fideliter faciam nil addendo vel minu- 
endo sine voluntate parciura, quod substanciam contractus immutet. 
Si vero in conficiendo aliquod instrumentum unius solius partis sit 
requirenda voluntas, hoc ipsum faciam, ut scilicet nil addara vel minuam, 
quod immutet substanciam facti contra voluntatem ipsius. Instrumen- 
tum non conficiam de aliquo contractu, in quo sciam intervenire vel 
intercedere vim vel fraudem. Contractus in prothocollum redigam et 
postquam in prothocollum redegero, maliciose non differam contra 
voluntatem illorum vel illius, quorum est contractus, super eo confi- 
cere publicum instrumentum; salvo meo iusto et consueto salario. Sic 
me deus etc. d ) 

XVIII. 

Juramentum arehlepiscopi. 

Cod. Colleg. Hispan. Bonon. 275 p. 104 (H). Cod. Paris. 4169 fol. 79' (E). 
Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 24 (B). 
Erler, 1. c. 155 aus E. 

Ego . . archiepiscopus . . e ) ab hac hora inantea fidelis et obediens 
ero beato Petro sancteque apostolice Komane ecclesie et domino meo 
. . domino . . pape . . f ) suisque successoribus canonice intrautibus. Non 
ero in consilio aut cousensu vel facto, ut vitam perdant aut mem- 
brum&) aut capiantur mala captione. Consilium vero, quod michi cre- 
dituri sunt per se aut per nuutios suos sive per litteras, ad eorum 
dampnum me seien te nemini h ) pandam. Papatum ßomanum et regalia 
saneti Petri adiutor eis ero ad retinendum et defendendura, salvo meo 
ordine, contra omnem horainem. Legatum apostolice sedis in eundo 



*) edieta E. b ) tabellionis B. c ) Name des Papstes in E . . pape 

VI., in B nur Punkte. d ) in E zum Schluss Collationsvermerk T. «) R. 

archiepiscopus Taraconensis H. f ) pape G. H, Gregorio E. e) membra E. 

h) non H. 



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IL Juramenta. 51 

et redeundo honorifice tractabo et in suis necessitatibus adiuvabo. 
Vocatus ad sinodum veniam, nisi prepeditus fuero canonica prepedi- 
tione. Apostolorum limina . . *) visitabo aut per me aut per meum 
nuntium, nisi apostulica absolvar licentia. Possessiones vero ad men- 
sam mei archiepiscopatus a ) pertinentes non vendara neque donabo 
neque impignorabo neque de novo infendabo vel aliquo modo alienabo b ) 
inconsulto Romano pontifice. Sic me deus etc. 

Ista clausula c ) debet apponi in litteris, que mittuntur examiua- 
toribus electionis: 

Formam d ) autem iuramenti, quod ipse prestabit, de verbo ad ver- 
bum, nobis per eiusdem patentes litteras suo sigillo signatas per pro- 
prium nuntium quantotius destinetis. 

XIX. 
Juramentum episeoporum vel abbatum. 2 ) 

Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 168 (B). Cod. Paris. 4169 fol. 80 (E). 
Erler, 1. c. 156 aus E. 

Ego . . episcopus vel abbas monasterii . . ordinis . . diocesis e ) pro- 
mitto et iuro, quod ab hac hora inantea, quamdiu vixero, fidelis et 
obediens ero beato Petro sancteque apostolice Romane ecclesie et do- 
min o meo domino Urbano divina providentia pape VI. suisque succes- 
soribus canonice intrantibus. Non ero in cönsilio con&ensu vel facto, 
ut vitam perdant aut membrum vel capiantur mala captione. Consi- 
lium vero, quod michi credituri sunt per se aut per nuntios sive per 
litteras, nulli manifestabo ad eorum dampnum me sciente. Papatum 
Romanum et regalia sancti Petri adiutor eis ero ad retinendum defen- 
dendum et recuperandum, salvo meo ordine, contra omnem hominem 
ac honorem et statum ipsorum, quantum in me fuerit, conservabo 
ipsisque adherebo et pro posse favebo. Legatos et nuntios sedis 
apostolice benigne in mea diocesi vel f ) in terris mei monasterii sus- 
cipiam dirigam et defendam securumque ducatum prestabo eisdem ac 

a ) episcopatus E. b ) neque impignorabo— alienabo fehlt H. c ) das 

folgende fehlt in B ganz, in H steht es ohne Ueberschrift. d ) forma H. 

c ) Elizarius abbas monasterii sancte Marie de üualdo ordinis sancti Benedicti 
Beneventane diocesis E. f ) in mea diocesi vel fehlt E. 

') Dazu nachgetragen : Apuli, Italici singulis annis, Teotonici, Gallici, Un- 
gari, Provinciales, Siculi bienniis; Anglici, Ispani trienniis; Ulti*amarini qua- 
drienniis. E und B haben Apuli-ttalici an letzter Stelle. *) E hat die Ueber- 

schrift: Sequitur forma iuramenti, quod dominus Urbanus papa VI. ammodo 
voluit in litteris apostolicis super consecrationibus quorumlibet electorum con- 
ficiendis apponi, scismate presenti durante. 

4* 



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52 H. Juramenta. 

in eundo et redeundo eos honorifice tractabo et in suis necessitatibus 
adiuvabo nee, quantum in me fuerit, permittam eis aliquam ininriam 
fleri vel inferri et quibuseunque, qui contra premissa Tel eorum ali- 
quod conarentur aliquid attemptare, quantum potero, me opponam 
eosque pro posse impediam. Offensiones et dampna predicti domini 
n ob tri pape et dicte Romane ecclesie quantum potero evitabo nee ero 
in consilio vel in facto seu traetatu, in quibus contra ipsum et Roma- 
nam ecclesiam predietam aliqua sinistra vel preiudicialia machinentur; 
et si talia a quibusvis procurari novero vel traetari, impediam hoc 
pro posse et quautocius potero commode, significabo alteri, per quem 
possit ad eorum noticiam pervenire. Vocatus ex quaeunque causa ad 
sinodum seu ad eos accedam, nisi prepeditus fuero canonica prepedi- 
cione eisque obedienciam et reverenciam debitas exhibebo et prestabo. 
Apostolorum limina, Romana curia existente citra montes, singulis 
annis, ultra vero montes singulis bienniis visitabo aut per me aut per 
nuncium meum, nisi apostolica absolvar licencia. Possessiones vero 
ad men«am meam episcopalem vel a ) meum monasterium pertinentes 
non vendam nee donabo neque impignorabo neque de novo infeudabo 
vel aliquo modo alienabo inconsulto Romano pontifice. Item Roberto 
olim basilice XII apostolorum dicto Qebennensi nunc antipape etc. = 
oben No. III., Zusatz zum Notarseid — persequar. l ) Sic me deus etc. 

») menaam— vel fehlt E. 

') Zu den im Zusatz zum Notarseid genannten Kardinalpriestern fugten 
beide Uss. urspi-ttnglich noch : et Petro olim tituli saneti Eustachii diacono .... 
cardinalibus ; in E ist dies durch vacat getilgt, in B ist Überhaupt die ganze 
Stelle radirt. 



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IH. Jura et consuetudines 
cancellariap. 

Constitntiones summoram 
pontificum. 

i. 

Cod. Colleg. Hispan. Bonon. 275 p. 105 (H). Cod. Paris, lat. 4169 fol. 88 (E). 
Daraus Cod. Ottobon. lat. 911 (0). 

Merkel, Documenta aliquot quae ad Romani pontificis notarios et curiales 
pertinent. Arcli. stör. Jtal.« App. 5,146 No. VIII aus H. Erler, 1. c. 170 aus E. 

Für die Einreihung dieses Stückes (1192—1216) siehe meine Abhandlung 
über den Liber Cancellariae in den Mitth. des Instituts f. österr. GF. 15,1 ff. 

Cum datur procuratio, si fuerit cancellarius, de parte cardinalium 
recipiat pro duobus cardinalibus, sive in denariis sive in victualibus 
detur. Si vero non fuerit cancellarius, de tota procuratione communiter 
de parte domini pape et cardinalium pro duobus cardinalibus cancel- 
laria recipiat, si detur in victualibus; sed si detur in denariis, tunc 
cancellaria pro uno tantum cardinali recipiat sed de parte tantum- 
modo cardinalium. ) Et hoc scriptum est in ultima pagina undecimi 
quaterni censualis camere domini pape. l ) 

IL 

Cod. Vatic. lat. 8486 fol. 170' (C. authenticus Cencii camerarii) (A) mit der 
Ueberschrift : Institutio cancellarie super petitionibus dandis et recipiendis (No. 
1—10). Cod. Colleg. Hispan. Bonon. 275, p. 105 (H). Reg. Clement. VI. a. I, 
p. 2 fol. 439 (C), vollständig bis auf No. 10. 

Muratori, Antiquit. 1,708 aus A. Merkel. 1. c. S. 146, No. IX aus H. 

1192—1236; vgl. meine Arbeit Über den Liber Cancellariae 15,1 ff. Mura- 
tori setzte es „circiter annum 1220." 



») cardinali E. 

*) Vgl. darüber Fabre, £tude sur le Liber Censuum 200 A. 1 und 171—172. 



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54 HL Constitutione s. 

In noraine dei eterni et salvatoris nostri a ) Jesu Christi. Amen. 

1. Nullus omnino notarius petitiones recipiat, nisi que fuerint in 
communi data recepte vel quas dominus papa tradiderit aut aliquis 
cardinal ium capellanus quoque vel camerarius, sed neuter sine man- 
dato domini pape, ita ut, cum notarius legerit illas, dicat, quis eas 
sibi recipiendas mandavit. b ) 

2. Item nullus omnino a ) notarius bullator breviator aut scriptor 
petitiones aliquas promovendas assumat, nisi proprias aut consaugui- 
neorum ßuorum vel specialium amicorum, quas tarnen non alii quam 
domino pape offerat admittendas; sed officio suo sit uuasquisque con- 
tentus. Quicunque vero predictorum deprehensus fuerit contra fecisse, b ) 
officii sui amissionem c ) incurrat. 

3. Nullus petitiones sublimium personarum ut regum ducum mar- 
chionum comitum vel baronum archiepiscoporum episcoporum abbatum 
decanorum archidiaconorura aut huiusmodi personarum, que proprium 
consueverunt habere sigillum, exhibeat in data communi, nisi litteras 
eorum propter hoc sigillatas ostendat Caveat tarnen sibi, ne proferat 
falsas litteras, quia deprehensus penam falsarii non evadet. 

4. Petitiones autem humiliura et maxime miserabilium personarum 
libere porrigat et licenter, dummodo multitudinem eflrenatam evitet. 

5. Omnes tarnen petitiones, quas promovendas suscepit, simul et 
semel exhibeat scriptas in una carta vel etiam in diversis consutis, ut 
unus notarius semper habeat omnes petitiones eiusdem. 

6. Repudiatas autem non presumat ulterius promovere, nisi apud 
dominum papamprimo secundo et tertio supplicaado possitgratiam invenire. 

7. Item nemo per alium petitiones offerat vel procuret d ) nec e ) 
quisquara petitiones alterius offerendas vel promovendas assumat, sed 
quilibet hoc faciat per se ipsuin, nisi forte sit sublimis persona, que 
per certum et idoneum nuutium id decenter et honeste procuret. 

8. Liberum tarnen sit cuilibet proprium, si necesse fuerit, inter- 
cessorem habere maxime cardinalem. 

9. Cum autem notas correctas acceperit, sine dilatione faciat eas 
scribi et scriptas bullari; et postquam bullatas acceperit, non faciat 
longam moram, sed expeditus ad propria revertatur. Quicunque vero 
presumpserit contra venire, careat non solum impetratis verum etiam 
impetrandis et alias f ) secundum arbitrium summi pontificis puniatur. 

10. Ne quis autem ex ignorantia occasionem accipiat in peccatis, 
semper in communi (data)*) legatur hoc scriptum et sint presentes 
notarii scriptores et bullatores, ut ad deprehendam fraudem diligenter 

a) fehlt AH. b ) fehlt C. c ) ammissionem HC. d ) procurat H. 

e) ne H. fehlt C. ß) fehlt A. 



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III. Constitutione 8. 55 

notent personas et deprehensas in fraude detegant et ostendant, si 
proprium volunt periculum evitare. 

11. Ad hec si pro iustitia vel spirituali negotio proraovendis fiat 
pactio vel certa promissio, et dans et recipiens ab officio et beneficio 
suspendatur, si clericus fuerit, et offerens insuper careat impetratis; 
laicus vero excominunicetur et de curia litteris impetratis privatus 
nichilominus repellatar. 

12. Item omnes procuratores, qui fuerint in curia per biennium, 
infra mensem recedant, nisi habeant propriam causam sive dominorum 
suorum in curia in iudicio pertractandam ; a ) alioquin extunc non admit- 
tantur ad impetrandum contradicendum vel aliud alieno nomine faciendum. 

13. Item nullus procurator habens coucubinam admittatur ad im- 
petrandum vel contradicendum; et si irapetraverit, careat impetratis. 
Item excommunicamus omnes procuratores tenentes manifeste concu- 
pinam et eos, qui eis domos ad habitandum concesserint vel eis neces- 
saria ad earum sustentationem presumpserint ministrare. 

14. Presenti decreto statuimus, ut procuratores archiepiscoporum 
episcoporum et aliorum prelatorum aut magnatum, b ) quando ad curiam 
veniunt, simul et semel omnes petitiones secundum statutum nostrum 
et predecessoris nostri porrigant per se ipsos, quantotius poterunt. 

15. Procuratores vero ad contradicendum personaliter audientie 
intersiut nee aliqui substituantur ab eis, nisi sua c ) absentia rationa- 
biliter excusetur; et tunc substitutus non admittatur nisi pro illustri- 
bus personis tantum, a quibas fuerat absens specialiter institutus. 

16. Prohibemus districte, d ) ne ultra summam XX librarum dena- 
riorum senatus in aliqua causa quisquam advocatorum reeipiat. Infra 
vero reeipiant secundum moderamen auditoris cardinalis pro negotii 
qualitate. Advocatus autem, qui contra predictum statutum reeeperit, 
officio advocatie usque ad nostrum beneplacitum suspendatur. Qui vero 
dederit, si clericus fuerit, suspendatur ab officio ad mandatum nostrum; 
si laicus fuerit 6 ) puniatur extraordinarie ad arbitrium cardinalis, qui 
fuerit cause illius auditor. 

17. Precipimus insuper, ut in quaeunque causa unus sit advocatus 
vel ad plus duo ex una parte, nee alicui liceat plus habere. 

III. 

Cod. Paris. 4169 fo). 68 mit der Ueberschrift : Sequuntur alique constitu- 
tiones facte in concilio Lugdunensi (E); daraus Cod. Ottobon. lat. 911 (0). 

Erler, 1. c. 130 ff. aus E vollständig. Mansi, S. Concil. collect, ampl. 23,619 
und 8. 651 ff. und Corpus iur. can. Liber Sextus tbeilweise. 

a ) perpetrandam C. b ) fehlt C. c ) eorum C. d ) discrete C. 

e) fehlt H. 



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56 IE. Constitutiones. 

Die Einleitung (No. 1) unseres Stuckes ist der Ueberschrift entlehnt, unter 
welcher Innocenz IV. die Sammlung der Lyoner Canones der Universität Bologna 
abersandte. An sie reihen sich zunächst 8 ebenfalls aus jener Compilation aus- 
gewählte und mit einer einzigen Ausnahme auch im Liber Sextus Decretalium 
wiederkehrende Punkte (No. 2—9), welche auch für die Kanzlei von Bedeutung 
waren. Den Schluss bilden 9 die Kanzlei ausschliesslich berührende Bestim- 
mungen, die daher auch nur durch die Eintragung ins Kanzleibuch erhalten 
sind. Ueber die Canones des Lyoner Concils vgl. Hefele-Knöpfler, Conciliengesch. 
5,1113 ff. 

1. Cum nuper in concilio Lugdunensi a ) quasdam constitutiones 
super certis articulis duxerimus promulgandas, universitati vestre per 
apostolica scripta b ) mandamus, quatinus eis, quas sub bulla nostra 
vobis transmittimus, uti velitis ammodo tarn in iudiciis quam in scolis, 
ipsas sub suis titulis, prout super qualibet c ) earum d ) exprimitur, inseri 
facientes. 

2. Cum in multis iuris articulis infinitas reprobetur, provide duxi- 
mus statuendum, ut per generalem clausulam „Quidam alii", que fre- 
quenter in litteris nostris inseritur, ultra tres vel quatuor in iudicium 
non trahantur, quorum nomina in primo citatorio exprimat impetrator, 
ne fraudi locus forsitan relinquatur, si circa ea possit libere variare. 

3. Presenti decreto 6 ) duximus statuendum, ne a sede apostolica 
Tel legatis f ) ipsius cause aliquibus committantur, nisi personis, que vel 
dignitate sint predite vel in ecclesiis catliedralibus seu aliis collegiatis 
honorabilibus institute. &) Nee alibi quam in civitatibus vel locis 
magnis et insignibus, ubi haberi valeat iuris copia peritorum, cause 
huiusmodi agitentur. Judicibus vero, qui contra hoc statutum ad alia 
loca alterutram partium citaverint vel utramque, non pareatur impune, 
nisi citatio de communi utriusque partis processerit voluntate. 

4. In electionibus et postulationibus ac scrutiniis, ex quibus ius 
oritur eligendi, vota conditionalia alternativa et incerta h ) penitus repro- 
bamus, statuentes, ut huiusmodi votis pro non adiectis habitis, ex puris 
consensibus celebretur electio, voce illorum, qui non pure consenaerint, 
ea vice in alios reeidente. 

5. Statuimus, ut conservatores, quos plerumque concedimus, a niani- 
festis violentiis et iniuriis defendere possint, quos eis committimus 



*) concilio generali apud Lugdunum, Mansi. b ) fehlt E 0. c ) quarum- 
libet Eü. d) causarum E. e ) de cetero E, de ceto 0. f ) delegatis 

Mansi 619. e) constitute Mansi 619. h ) inserta EO. 

1. Mansi, 1. c. 651 : Innocentius episcopus servus servorum dei dilectis filiis 
universitati magistrorum et scolarium Bononie commorantibus salutem et aposto- 
licam benedictionem. Cum nuper etc. 2. Mansi, 1. c. 619, 651 ; 1. VI. 

1,3 c. 2. 3. Mansi 619, 651. 4. Mansi 619, 652; 1. VL 1,6 c. 2. 5. Mansi 
619, 653; l VI. 1,14 c. 1. 



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III. Constitution es. 57 

defendendos, nee ad alia, que iudicialera indaginera exigunt, suam 
valeant extendere potestatem. 

6. Juris esse ambiguum non videtur iudiceni delegatum, qui a 
sede apostolica ad hoc raandatum non reeeperit speciale, iubere non 
posse alterutram partium coram se personaliter in iudicio comparere, 
nisi causa fuerit criminalis vel nisi pro veritate dicenda vel iuramento 
calumpnie faciendo iuris necessitas partes coram eo personaliter exe- 
gerit presentari. 

7. Exceptionis peremptorie seu defensionis cuiuslibet principalis 
cognitionem negotii continentis ante litem contestatam obiectus, nisi 
de re iudicata vel transaeta seu finita excipiat litigator, litis confcesta- 
tionem non impediat nee retardet, licet dicat obiector rescriptum non 
fuisse obtentum, si, que sunt impetranti opposita, fuissent exposita 
deleganti. 

8. Actor, qui venire ad terminum, ad quem citari adversarium 
fecerat, non curavit, venienti reo in expensis propter hoc factis legi- 
time condempnetur, ad citationem aliam, nisi sufficienter caverit, a ) 
quod in termino fideliter b ) compareat, c ) minime admittendus. 

9. Dispendia litium equitatis compendio volentes qua possumus 
industria coaretare, d ) statutum felicis recordationis Innocentii pape III. 
super hoc editum ampliautes decernimus, ut, si quis contra alium 
plures personales movere voluerit questiones, non ad diversos iudices 
sed eosdem super omnibus huiusmodi questionibus litteras studeat im- 
petrare. Qui vero contrarium fecerit. omnium commodo careat lit- 
terarum. 

10. Viri ecclesiastici et vite.debent precellere puritate et bone tarne 
testimonio decorari, quod iiitus deo ex cordis munditia placeant et 
foris proximo luceant ad exemplum. Proinde, ut fame nostre curie 
consulatur, omnem ab ea notam cupiditatis abicere volumus ac detrac- 
toribus occasionem obloquutionis auferre. 

11. Sane si orta inter aliquos fuerit materia questionis, dum pen- 
det in curia nostra negotium, aut si ex proximo ibidem moveri speratur 
vel si sit sub examine aliorum, duramodo ex litterarum nostrarum 
tenore super eodem ad aliquos direetarum ad nos fiierit referendum: 
statuimus, ne nobis aut alicui de curia nostra persone qualicunque e ) 
absque delectu aliquo, sive magna fuerit sive parva, aliquid det aut 

») caveat EO. *>) fehlt EO. °) debeat comparere, Mansi 656. 

d ) cohartare E. e ) qualiscumque EO. 

6. Mansi 619, 654, 1. VI. 2,1 c. 1. 7. Mansi 61.9, 655; 1. VI. 2,3 c. 1. 

8. Mansi 619, 656: 1. VI. 2,6 c. 1. 9. Mansi 619; 1. VI. 1,3 c. 3; in beiden 

mit Fortsetzung, die im Kanzleibuch fehlt. 



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58 HI. Constitutiones. 

promissionem vel spein de dando faciat habens huiusmodi uegotium 
terminandura. Et si contra fecerit, excommuuicationis laqueo sit 
astrictus. 

12. De iudicibus et advocatis nostris generalibus specialiter duxi- 
mus statuendum, quod nullus curie nostre iudici, coram quo causam 
habet, et advocato generali, cuius patrociuio fuugitur, aliquid det, 
quam diu in eodem moratur officio; et si contra fecerit, eidem sententie 
subiacebit. 

13. Cum inter alia que nobis ex sollicitudine cotidiana iucumbuut, 
ad exauditionem et a ) expeditionem petitionum, b ) quantum cum deo pos- 
sumus, nos liberales promptos et faciles prebeamus, in virtute obedientie 
firmiter inhibenius, ne quisquam pro litteris legeudis obtinendis vel 
etiam iam obtentis aliquid nobis vel alii cccasione huiusmodi offerat 
vel presentet; et si contra fecerit, preter inobedientie vitium, quod 
iucurret, dei et nostre maledictioni subiaceat, et nichilominus eum 
carere c ) volumus impetratis. d ) Excipimus tarnen iusta ac e ) solita 
salaria laborantium in eisdem. 

14. Verum cavendum est et districtius observaudum, ne brevia- 
tores et alii de familia notariorum et tocius cancellarie pro litteris 
legendis nomine suo vel alieno aliquid exigant vel pactum de reci- 
piendo faciant nee super hoc ipso traetatum cum aliquo admittaut uec 
petitionem vel notam causa aliquid extorquendi malitiose detineant; 
et si contrafecerit, et dans et extorquens vel in aliquo predictorum 
modorum maleversatus ipso facto sententiam exeoinmunicationis in- 
currat. 

15. Ad hec, ut via eulpis et maculis precludatur, omnes illos ex- 
communicationi subieimus, qui de curia nostra et familia nostra cum 
aliquo de curia nostra vel etiam cum quoeunque extraneo, euiuseunque 
conditionis existat, vel cum altero eius nomine pro sui aut alieni ex- 
peditione negotii aliquam fecerint pactionem de dando vel faciendo 
aliquid sibi vel alii consideratione sui seu euiuseunque persone. Pre- 
terea si aliquis de iam dieta curia quiequam a quoeunque exegerit 
aut qui dederit aliquid exaetori iuxta predictum modum, exeommuni- 
cationis laqueo sint astricti. 

16. Ha* autem omnes exeommunicationes nullatenus volumus 
relaxari, nisi per nos vel penitentiarium nostrum, cui hoc duxerimus 
committendum, preterquam in mortis articulo, in quo per alium possit 
munus absolutiouis impendi, ita quod ligatus disponat de absolventis 



») fehlt EO. b ) petitionem EO. c) carcere EO. d ) irape- 

trata K e ) iustitia EO. 



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III. Constitutiones. 59 

consilio, qualiter ad nos vel ad penitentiariuni, cui hoc commi .suin 
fuerit, sine mora perveniat, cui pro negotio suo aliquid dederit, quid 
et quantum. 

17. Penam autem constitutionum nostrarum nullatenus evitabit, 
qui eis fraudem fecerit modis illis, quibus consueverunt legibus frau- 
dem facere, qui verba legum tenentes contra ipsarum gestiuut volun- 
tatem. 

18. Item cum multi vitam pro sua voluntate ducentes sepe curiam 
nostram, ubi culpa non suffuit, suis oblocutionibus offusearint et illius 
famam usque hodie detractionibus impetere non desistant: volumus et 
sub anathematis interminatione mandamus, quatinus omnis, qui nobis 
vel cuicunque de curia nostra pro certa et legitima causa ultra viginti 
solidos servierit, per litteras illius, cui servitium exhibuit, domino suo 
de servitio plenam referat veritatem. Si autem dominus eius huius- 
modi servitium scire postposuerit, contra ipsum, sicut hominem de 
honore ecclesie non curantem, a ) suo loco et tempore procedemus. Ab 
illis etiam, qui de proprio servierint pro suis specialibus negotiis, littere 
testimoniales similiter habeantur. De quibus et predictis aliis est 
diligenter tenendum, ut per illas de quantitate servitii possit veritas 
obtineri. Esculenta tarnen et poculenta non fraudulenta intelligantur 
excepta in omnibns predictis, pro quibus nolumus aliquem anathemati 
subiacere. 

IV. 

Cod. Paris, lat. 4169, fol. 88' (E) mit der Ueberschrift : Quedam eonstitu- 
tiones iuxta officium scriptorie litterarnm apostolicarum more antiquo, unvoll- 
ständig (No. 1—4, 8, 9); daraus Cod. Ottobon. lat. 911 (0); ergänzend hiezu 
Reg. Avin. Clement. VI. a. I, p. 2, fol. 438' (C) (No. 5—10). 

Erler, 1. c. 171 aus E. Tang], Das Taxwesen der päpstlichen Kanzlei vom 
13. bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts, Mitth. der Instituts f. österr. GF. 13,75 
die Ergänzungen aus C. 

Die Entstebungszeit dieser Verfügung ist einerseits durch den Beginn des 
Pontificats Alexanders IV. (1254 Dec. 12) und andererseits durch den Schluss der 
Amisdauer des Vicekanzlers Wilhelm, an dessen Stelle am 12. Juni 1256 bereits 
sein Nachfolger Roland erscheint, ziemlich enge begrenzt. 

Dass Dietrich von Nieheim unsere Constitution nur unvollständig in sein 
Kanzleibuch aufnahm und dass die Ergänzung hiezu in der in C überlieferten 
Taxordnung zu suchen sei, glaube ich S. 9 meines Taxwesens wahrscheinlich 
gemacht zu haben; hier möchte ich nur noch einen weiteren Grund beibringen : 
No. 9 Verum si littere curiales et rescribende gratis scribende simul occurrant, 
negocium semper curie preferatur ist nach der in C überlieferten Fassung aus 
den beiden Prämissen (No. 7, 8j, dass die litterae rescribendae einerseits und 



*) curante EO. 

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(50 III. Constitutiones. 

die litterae de curia andererseits vor allen anderen zu erledigen sind, völlig ver- 
ständlich, nicht aber aus E, wo von litterae rescribendae früher gar nicht die 
Rede ist. So erfordert schon der Sinn von No. 9 die vorhergehende Ergänzung. 
Im Folgenden versuche ich mit Benützung beider Ueberlieferungen die Gesammt- 
verfugung zu reconstruiren. 

1. Ad decorem officii scriptorie servandum ego Guillelmus raagister 
scolarum Parmensium sacrosancte Romane ecclesie vicecancellarius de 
niandato sanctissimi patris doiuini Alexandri dei gratia summi ponti- 
ficis facto michi oraculo vive vocis moneo scriptores suos omnes deti- 
nentes publice concubinas, quod usque ad octo dies eas a se remo- 
veant et dimittant nee eas vel alias abinde presumant admittere; et 
de hoc ad voluntatem meam prestent idoneam cautionem; alioquin 
extunc ipso facto sententiam exeommunicationis ineurrant. 

2. Item scriptores omnes predictos exnunc amoveo ab officio 
eorum scriptorie. 

3. Item scriptores omnes partes reeipientes moneo, qnod per civi- 
tatem honestum habitum deferant, videlicet capas rotundas vel clami- 
des houestas et vestes desuper clausas. Tabarda vero et capas rugatas 
in civitatibus, in quibus curia Eomana residet, huiusmodi residentie 
tempore penitus non utantur ; et qui contra fecerit, ipso facto sit sus- 
penso ab officio scriptorie. 

4. Item nullus abbreviator, qui sit scriptor, notam in grossam 
redigat, nisi ei per manum distributoris sicut aliis scriptoribus assig- 
netur ; et qui contra fecerit, extunc ipso facto sententiam exeommuni- 
cationis ineurrat, mandato vicecancellarii semper salvo. 

5. Circa salarium scriptorum duximus providendum, quod scrip- 
tores pro litteris quas scripserint ultra taxaeionem infrascriptam nichil 
exigant vel eciam sponte oblatum reeipiant; et si quis contrafecerit, 
dans et reeipiens exeommunicacionis sentencia sint astricti. 

Taxacio autem pro litteris scribendis talis est: 
Pro litteris simplieibus, scilicet super terris et rebus aliis etc. super 

usuris super iniectione inanuum super revocandis alienatis super 

monachatu VI denarii usualis monete; 

pro litteris, in quibus consuevit poni „Pre- 

terea 41 vel „Iidem quoque" vel alias IX den. 
pro litteris super defectu natalium IX den. 

pro simplici confirmacione vel protectione, 

que bullanda est cum serico, XII den. 

pro confirmacione et protectione in una 

littera XVUI den. 

5. Vgl. u. VII. 9 und o. Juramenta VI. a. 

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III» Constitutiones. 61 

pro littera super absolucione monachorum XVIII den. 

pro littera „Quoniam ut ait apostolus" data 
cathedralibus ecclesiis et aliis magnis 
collegiis, que cum maiori diligentia est 
scribenda, duos solidos. 

pro privilegiis X 6[olidos]. 

6. Alias autem, in quibus certa et generalis taxacio in scriptis 
redigi non potest propter diversitatem ipsarum, distributores qui pro 
tempore fuerint habita consideracione ad alias taxatas, prout melius 
eis videbitur, taxare studebunt et taxacionem ipsarum tarn impetrantes 
quam scriptores sub pena eiusdem sentencie observabunt. 

7. Scriptores qui rescribendas gratis gratis non rescripserint, ante- 
quam alias incipiant scribere, eadem excommunicaciouis sentencia sint 
ligati 

8. Scriptores qui litteras curie non scripserint, antequam alias 
incipiant a ) scribere, per VII dies a scriptorie officio sint suspensi. 

9. Verum si littere curiales et rescribende gratis scribende simul 
occurrant, negocium semper curie preferatur. 

10. Peticionarii vero ultra X sfolidos] nichil exigant pro aliqua 
peticione formanda, &ed sibi h ) infra quantitatem eandem, prout negocii 
exegerit qualitas et labor exposcitur, salario siut contenti. Si vero 
fuerit negocium multum iudicatum, ad cuius expedicionem labor et 
pervigil diligencia requirantur, tunc ultra dictam c ) quantitatem infra 
tarnen d ) XX s[olidos] taxetur salarium arbitrio notarii, quem impe- 
trans duxerit eligendum. 



Cod. Colleg. Hispan. Bononien. 275, p. 89 (H) mit der Ueberschrift: Inci- 
piant iura consuetudines debita et ceremonie cancellarie. Cod. Paris, lat. 4169, 
foL 87 (E), daraas Cod. Ottob. lat. 911 (0) mit der Ueberschrift: Sequuntur mira- 
bilia pennata. Regimen et iura cancellarie luore antiquo. 

Merkel, 1. c. 142, No. V aus H. Erler, 1. c. 168 aus E. 

1. Curia de uno loco ad alium procedente, senescalcus cancellarie 
debet recipere cotidie vivandas pro domino vicecancellario et notariis, 
sive omnes sint presentes sive non; debet etiam dividere vivandas 
absentium inter presentes. 

2. Item si est ibi vicecancellarius vel notarius solus, alter ipsorum 
debet vivandas illas percipere et habere. 

*) recipiant E. b ) si C. c ) dicta C. d ) tantum C. 

8. In E mit der Ueberschrift: Sed etiam hec constitutio servatur hodie 
et merito. 



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(32 HI. Con8titution.es. 

3. Item quando curia vadit de loco ad locum, cancellaria debet 
in pitantiis*) pro tertia parte plus recipere. 

4. Item si curie b ) in loco, in quem devenerit, ab archiepiscopo 
vel episcopo seu quocunque prelato aut communitate loci fiat procu- 
ratio in cibis, cancellaria debet recipere pro duobus cardinalibus. Si 
vero, fiat in pecunia, debet recipere pro uno cardinale, c ) sicut in pro- 
vinciali scriptum est. 

5. Item si procuratio sit pecuniaria, prior notariorum vel alius, 
qui reciperet eam, debet illam conservare ac dividere inter vicecancel- 
larium et notarios. 

6. Item si curia perveniat ad aliquem locum, in quo resideat, et 
aliquis notariorum non adesset, vivanda diei sue non debet in diem 
aliam commutari. 

7. Item si aliquis vellet commutare diem suum in alium, non 
potest, nisi ordo successionis daret ei. 

8. Item si notarius absens fuerit, debet habere partem de omni 
pecunia, que communitati d ) cancellarie provenerit ex quacunque causa, 
acsi preseus esset, nisi legationis officio fungeretur. 

9. Item vicecancellarius et omnes notarii debent habere quolibet 
mense a curia XVI ferros ) cum clavis ad ferrandum equos, et ista 
debent dividi inter omnes. 

10. Item vicecancellarius et notarii debent habere commuuiter a 
domino papa unum somarium, quandocunque curia transferret f ) se de 
loco ad locum, ad portandum coquinam et alia utensilia ad opus mense 
cancellarie; item debet habere anonam pro eodem somario et vivan- 
dam pro famulo, qui ducit illum. 

11. Item si aliqua vasa enea*) sive ferrea necessaria sint coquine 
cancellarie, quilibet notarius debet ponere partem suam tarn ad emen- 
dum quam ad reparanduin illa; et ad i&ta tenentur h ) tarn absentes 
quam presentes. 

12. Item vicecancellarius debet habere a domino papa duos soma- 
rios per viam, quando curia est in itinere constituta, et vivandas pro 
famulis*) et anonam pro somariis. 

13. Item vicecancellarius solus non potest facere seu recipere 
senescalcum cancellarie sine conscientia notariorum; similiter fit k ) de 
coquo portario et brodario. 

14. Item niillus istorum debet excludi sine conscientia notario- 



a ) pictanciis H. b ) curia HE cur. 0. c ) cardinali 0. d ) coin- 

tuunicare H. c ) feroß E. f ) transfert E. P) erea E. h ) tenean- 

tur E. ») iabro famulia 0. k ) sit E. 

4. Vgl. o. Ko. L 



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III. Constitutiones. 63 

rum; et est ratio, quia sunt familiäres communiter vicecancellarii et 
notariorum. 

15. Item in vivandis et denariis, quos quilibet officialium eorun- 
dem recipit, vicecancellarius et notarii contribuere debent. 

16. Item viöecancellarius auditor et corrector debent habere domos 
a curia gratis, ubicunque fuerit, a ) et quilibet pro b ) se; ac etiam 
senescalcus cancellarie pro se et coquo portario et brodario debet habere 
domum a curia ita magnam, quod possint in ea omnes c ) simul manere. 

17. Item dictu8 auditor debet habere unum somarium a curia et 
vivandam d ) pro famulo et anonam pro somario. 

18. Item e ) eodem modo debet habere corrector. 

19. Item auditor et corrector iidem debent habere similiter unam 
partem in pecunia sicut unus notarius. 

20. Item enxennia, f ) que mittuntur communitati cancellarie, non 
debent dividi sine presentia senescalci seu familiaris?) vicecancellarii 
vel prioris notariorum ; et de predictis enxenniis auditor contradictarum 
et corrector debent habere simul talem partem sicut notarius unus. 

21. Item divisis enxeuniis debet vocari famulus cuiuslibet ad 
recipiendum partem domini sui ; et primo debet recipere famulus vice- 
caucellarii postea famulus prioris notariorum deiude per ordinem 
quilibet. 

22. Item causa curialitatis consuevit de dictis enxenniis dari ali- 
quid senescaico coquo portario et brodario. h ) 

23. item senescalcus ut coquus nullam habet 1 ) potestatem reci- 
piendi vel excludendi portarium aut brodarium sine conscientia vice- 
cancellarii et notariorum. 

24. Item senescalcus debet habere a vicecancellario et a quolibet 
notariorum XL solidos Provisinorum annuatim pro vestimentis suis, 
videlicet viginti solidos in pentecosten et viginti in festo omnium 
sanctorum; et debent etiam absentes contribuere, nisi legationis officio 
fungerentur. k ) 

25. Item coquus debet habere quatuor libras Provisinorum 1 ) an- 
nuatim a vicecancellario et notariis; m ) et debent etiam absentes con- 
tribuere, nisi legationis officio fungerentur. k ) 

26. Item in nativitate domini senescallus debet habere IUI n ) soli- 
dos Provisinorum pro oblationibus a quolibet et totidem in pascha. 



») fuerint HE. *>) per HE. c) fehlt H. d) yivandas E. «) in E. 
f ) ensennia E. e) familiari E. h ) bordario HE. ») habent H. k ) fun- 
geretur HE. l ) provenienses 0. m ) notario E. n ) fehlt 0. 



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(54 IH- Constitutione s. 

27. Item coquus debet habere II solidos Provisinorum pro obla- 
tionibus a quolibet in eisdem festivitatibus. 

28. Item portarius debet habere XII a ) denarios b ) Provisinorum 
pro oblationibus in eisdem festivitatibus. 

29. Item c ) eodem modo debet habere brodarius. 

30. Item predicti senescalcus coquus portarius et brodarius debent 
quilibet per se recipere vivandas, sicut consuetum esi 

VI. 

Cod. Colleg. Hispan. Bonon. 275, p. 91 (H) mit der Ueberschrift : Hec sunt 
debita consuetudines et ceremonie ex approbato more antiquorum. Cod. Paris. 
4169 fol. 70 (E). Daraus Cod. Ottobon. lat. 911 mit der Ueberschrift : Sequun- 
tur alia circa regimen vicecancellarii et notariorum constitutionum cancellarie. 

Merkel, 1. c. 135 t No. 1 aus H. Erler, 1. c. 134 aus E. 

1. Inprimis mensa vicecancellarii et notariorum omnium una erat d ) 
semel in die, in qua nullus, cuiuscuuque esset preeminentie conditionis 
et status, audebat comedere e ) nee debebat nisi de summi pontificis 
licentia speciali. Qui teuebantur, omnibus aliis quibuseunque abbre- 
viatoribus f ) exclusis, litteras dubias examinare de iure et de stilo 
(cum)») abbreviatoribus advocatis. h ) 

2. Cousuevit etiam cancellaria habere communes senescalcum co- 
quum et hostiarium, qui assumebantur de commuui omnium voluntate 
et, nisi alias delinquerent, erant perpetui. 

3. Item omnis suppellex, que pertinebat ad mensam et coquinam, 
communi contributione emebatur; que postmoduni facta inutilis dictis 
ipsorum officialibus debebatur. Et quando curia transferebatur de loco 
ad locum, *) sumptibus camere papalis portabatur. 

») XIII E. *>) fehlt E. c) item in H, in E. «*) erit 0. *) com- 
medere E. f ) regelmässig abr. H. e) fehlt HE. h ) examinatoribus 

et advocatis E. l ) alium 0. 

1. Qui tenebantur etc. Verderbt sind beide Ueberlieferungen. Den Omni- 
bus aliis abbreviatoribus exclusis stehen gewisse abbreviatores advocati 
gegenüber; es sind diejenigen, die nach VII. 23 vom Vicekanzler „ad exami- 
nationem litterarum" berufen werden. Darauf baute auch Dietrich von Nie- 
heim seinen Erklärungsversuch, indem er das zweitemal statt abbreviatoribus 
examinatoribus einsetzte; indem er aber advocatis nicht adjeetivisch, sondern 
substantivisch fasste und daher die beiden Worte durch et verband, verschlim- 
merte er die Sache erst recht. Die Einschaltung eines cum in den Text der 
Bologneser Hs. scheint mir zur Herstellung eines guten Sinns zu genügen : Vice- 
kanzler und Notare haben mit Beiziehung gewisser (erfahrener) Abbreviaturen 
zweifelhafte, Briefe nach Rechtsinhalt und Stil unter Ausschluss aller Übrigen 
Abbreviatoren zu prüfen. Bresslaus Emendationsversuch (U. L. 1,219 A. 5) scheint 
mir nicht geglückt. 



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III. Constitutiones. 65 

4. Item equitante domino papa per civitatem vel locum vicinum 
tenebatur vicecancellarius sequi ipsum concomitantibus a ) notariis Om- 
nibus tamquam peculiaris et specialis familia pape. Et debet b ) vice- 
cancellarius et deinde notarii auditor contradictarum et corrector sedere 
post presbiteros cardinales, quando dominus papa celebrat, quibus- 
cunque prelatis post sedentibus. 

5. Tenebatur' etiam vicecancellarius et notarii antedicti assistere 
pape in camera ad exequendum mandata eius, cardinales autem propter 
eorum status excellentiam in consistorio et divinis officiis. 

6. Consuevit etiam ultimus notariorum, quando papa transfert se 
de loco ad locum, specialiter ipsum sequi; pro quo hospitia in itinere 
specialiter reservantur et percipit partes omnium absentium pro se. 

7. Item nullus officialium cancellarie, quando sie regulariter ut 
predicitur vivebatur, audebat medicinam sumere vel sibi minuere sine 
vicecancellarii licentia speciali faciliter obtinenda. 

8. Item tenebantur predicti omnes simul auditore contradictarum 
et correctore adiunetis visitare dominum papam iu nativitatis et resur- 
rectionU dominice festivitatibus et consueverunt bibere et comedere 
speciales cum domino papa; quibus etiam dominus papa consuevit 
dare speciales grossas aromaticas propriis manibus habundanter. Et in 
istis festivitatibus consueverunt reeipere communionem de manibus pape 
immediate post diaconos cardinales. 

VII. 

Cod. Colleg. Hispan. Bonon. 275, p. 92 (H) mit der Ueberschrift : Incipiunt 
consuetudines cancellarie. Cod. Paris, lat. 4169 fol. 70' (E) = Cod. Ottobon. 
lat. 911 (0) mit dem vorhergehenden Stück vereinigt. 

Merkel, 1. c. 136, No. II aus H. Erler, 1. c. 136 aus E. 

1. Consueverunt itaque notarii ex ordine legere quaseunque peti- 
tiones coram domino papa, exceptis dignitatibus epiöcopatuum abba- 
tiarum et aliarum c ) superiorum, item exceptis dispensationibus clararum 
illustrium et superillustrium personarum; quas legere non debebant, 
prout in provinciali cancellarie plenius continetur. 

2. Item solummodo notarii consueverunt et debent facere abbre- 
viatores d ) et alii non, euiuseunque preeminentie conditionis et status 
fuerini 



a) cum comitantibus 0. b ) debent 0. c ) aliorum E. d ) regel- 

mässig abbrev. H. 

4. Die Rangordnung wurde erst unter Martin V. durch die Constitution 
„Sanctissimus dominus noster" theilweise abgeändert. 

VII. 1. Vgl. o. No. IL 3. 

T a n g 1 , P&pstl. Kanxl ei Ordnungen. 5 



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66 III. Constitutionen 

3. Item iidera notarii solummodo vel eorum abbreviatores de 
ipsorum mandato signare a ) consueverunt omnes notas et b ) grossas 
provisionum et formas pauperum et quascuuque alias gratias et iusti- 
tiam continente8; et qui secus faceret, derogaret officio notarii. ) Et 
si forte cardinalis aliquis gratiam aliquam impetrabat, mittebat eam 
sub sigillo suo expediendam ad notarium quem volebat, qui notarius 
scribebat in margine grosse mittende ad cancellariam : „Non legi, sed 
dominus talis cardinalis mandavit. u 

4. Item tenebantur scriptores pape examinati d ) per vicecancella- 
rium presentari notariis, quando de novo fiebant. 

5. Item quando scriptor aliquis negligenter vel inobedienter se 
gerebat in officio suo äive erga vicecancellarium sive erga notarios, 
suspendebatur ab officio citra amotionem e ) totalem vel alias punie- 
batur ad simplicem denuntiationem notarii pro arbitrio vicecancellarii. 

6. Item tenebantur et tenentur scriptores scribere gratis litteras 
pro personis notariorum fratrum et nepotum suorum, et pro regestro 
ab eisdem nichil dari consuevit. 

7. Item tenentur litteras factas sibi rescribendas gratis sive per 
manus notarii seu abbreviatorum rescribere sine aliqua dilatione, pre- 
ponendo eas omnibus aliis, nisi essent negotia curie, super hoc f ) cre- 
dendo simpliciter scripto*) seu correctioni notarii vel abbreviatoris. 

8. Item etiam huiusmodi littere rescribende consueverunt bullari 
gratis. 

9. Item in signum iurisdictionis, quam habent vicecancellarius et 
notarii in scriptores, consuevit vicecancellarius primo pro vice sua et 
postea quilibet notarius successive per se unum de scriptoribus facere 
distributorem notarum grossandarum generalem, cuius officium durat 
per VI menses et qui habet taxare grossatas h ) secundum taxationem 
antiquam vel consideratione ipsius habita, si littera maior vel minor 
occurrat. 

10. Item vicecancellarius per se ipsum tantum facit 1 ) rescriben- 
darium. 

11. Consuevit autem habere cancellaria in procurationibus et 
enxenniis, k ) quantum habent duo cardinales, et de provisionibus pre- 
latorum, quantum habet unus cardinalis; et ista dividuntur equaliter 
inter vicecancellarium et notarios, eo excepto, quod auditor contra- 



*) 8ignificare 0. b ) fehlt 0. c ) notarie H. d ) examinandi E. 

e ) ammotionem H, ammonitionem E. f ) hec 0. e) Scripte 0. h ) gros- 
satos E. *) facit tantum E. k ) enseniis E. 

7. Vgl. o. No. IV. 7—9. 9. Vgl. o. IV. 5 und Juramenta VI. a. 



10. Vgl. o. Juramenta VI. b. 



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III. Constitutionen 67 

dictarum et corrector simal habent tantam partem. quantam*) habet 
unus notarius. 

12. Item unusquisque notariorum singulariter sua die debet habere 
specialem pictantiam a domino papa, videlicet XVIII panes, item X 
tatias Yini item X frustra carnium, que faciebant unum magnuni castra- 
tum cum dimidio, et de aliis omnibus equivalentia frustra, b ) et hoc 
diebus carnium; aliis vero diebus pisces vel ova. Et si aliquis nota- 
riorum non esset presens vel non esset plenus eorum numerus, pre- 
sentes, etiam.si esset unus tantum, debent c ) recipere totura, quod reci- 
perent alii, si numerus esset plenus. Vicecancellarius autem cum uno- 
quoque notariorum singulis diebus recipit d ) partem suam. 

13. Item quilibet notarius debet habere a curia pape quolibet 
mense XXX prebendas equorum et per quamlibet ebdomadam pro 
clavis equorum V solidos antiquorum Provisinorum, qui valebant 6 ) 
quasi totidem parvorum Turonensium antiquorum. 

14. Et est sciendum, quod corrector non debet habere aliud offi- 
cium quam officium correctorie f ) nec&) debet esse scriptor vel abbre- 
viator. 

15. Item debet habere cancellaria hospitia gratis, etiamsi cardi- 
nales non habeant. 

16. Item vicecancellarius et notarii nullius iurisdictioni h ) subsunt 
nisi specialiter domini pape. 

17. Item notarii consueverunt habere cartas, quando specialia 
negotia sibi a curia committuntur. *) 

18. Similiter et k ) scriptores consueverunt habere a curia cartas 
pro omnibus litteris quas scribunt, cuiuscunque conditionis existant; 1 ) 
que carte debent emi de pecunia bulle. 

19. Item consueverunt esse VI notarii numero m ) et aliquando VII 
de gratia speciali, cui dominus papa faciebat dari equivalentem vivan- 
dam, intactis portionibus aliorum. 

20. Item habent potestatem notarii post vicecancellarium capiendi 
falsarium quemlibet litterarum apostolicarum, illarum precipue quas in 
propriis cameris falsaverunt, et captum ad eundem vicecancellarium 
mittendi puniendum ; n ) similiter et °) procuratorem, qui falsitatem com- 
mitteret in singulis camerarum vel in audientia vel multo fortius in 
cancellaria. 



*) quantum E. b ) equivalentiam frustrorum E. c ) debet HE. 

d ) recipere E. e ) valebunt 0. f ) correctorie E. 8) nisi 0. h ) iuris- 

dictionis 0. l ) committantur 0. k ) fehlt E. l ) exietunt E. m ) in 

numero 0. n ) puniendi HE. °) item E. 



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68 Ht ConstitutioneB. 

21. Item quando papa cum prelatis recipit pabulum caritatis in 
die Jovis sancta vel die coronationis, debent vicecancellarius et notarii 
habere de coquina papali pro eorum libito voluntatis. Quod si mensa 
non servatur, debent habere qnilibet pro se enxennia a ) habundanter. 

22. Item debet habere vicecancellarius regestrum apud se, notariis 
exclusis. 

23. Item potest vicecancellarius quoscunque abbreviatores, quos 
vult, vocare ad examinationem litterarum. 

vm. 

Cod. Colleg. Hiapan. Bonon. 275 p. 94 (H). Cod. Paria, lat. 4169 fol. 7l' 
(E) == Cod. üttobon. lai 911 (0) ohne Ueberschrift. 

Merkel, 1. c 139, No. III aus H. Erler, 1. c. 139 aus E. 

1. Cancellaria debet habere omni die, qua dantur carnes, a curia 
XVIII petias carnium in computatia pictantiis, item XXXVI panes item 
XVI tatias vini, de quibus debet dare senescalcus vicecancellarii sin- 
gulis notariis semel in ebdomada XVIII panes, item X petias carnium, 
item X tatias vini, ita quod vicecancellario reraanent pro qualibet die 
XVIII panes VI tatie vini b ) et VIII petie carnium. Et si numerus 
notariorum plenus non fuerit, tunc partes absentium debent dividi inter 
vicecancellarium et notarios presentes. 

2. Item debet habere vicecancellarius singulis VII diebus ebdo- 
made III prebendas annone, die vero sabbati VII prebendas annone; 
item XXXVI panes, item XVI tatias vini, item XXXVI ova a pana- 
taria c ) et totidem a coquina, de quibus non debet dare partem alicui. 

3. Diebus vero Veneris et ieiuniorum consueyit recipere cancel- 
laria cicera non cocta, de quibus, si aliquis notarius voluerit partem, 
consuevit sibi dari. 

4. Item consueyit habere vicecancellarius singulis mensibus XXII1I 
solidos pro ferris equorum et paleis. 

5. Item debet habere singulis mensibus pro caulibus et foliis III 
libras, de quibus tenetur dare auditori contradictarum XV solidos et 
correctori XV solidos. 

6. Item debet recipere per II vices in anno XII libras, videlicet 
VI libras pro duabus gonellis pro dimidio anno et VI alias pro alio 
dimidio. 

7. Item debet recipere certam quantitatem pecuuie pro barberio 
et certam pro togaleis. 

») ensenia E. b ) ita quod— vini fehlt 0. c ) panetria E. 

1. Ueber die Art der Vertheilung vgl. Bresslau, U. L. 1,216, A. 7. 



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III. Constitutione s. 69 

8. In quadragesima autem panis et vinum dividuntur modo pre- 
dicto. Pisces vero, qui dantur ter in septimana, et ficus, que a ) dantur 
bis in ebdomada, dividuntur in dnas equales partes, quarum una pars b ) 
est Ticecancellarii °) et alia debet dividi inter notarios. De piscibus 
autem debent habere notarii aliquantulura meliorem partem sicut et 
de carnibus. 

9. In natdvitate antem domini et aliis sollempnibus festivitatibus 
fieri consueverunt pictantie tarn de piscibus quam de carnibus crudis, 
que dividuntur sicut vivande. 

IX. 

Papst Nikolaus III. verfügt auf grund eines vom Vicekanzler, Magister 
Petrus von Mailand, eingebrachten und mit ihm und den Notaren durchbera- 
thenen Entwurfes, welche Bullen fortan durch die Kanzlei in eigener Machtvoll- 
kommenheit ezpedirt werden dürfen und welche beim Papst zur Verlesung zu 
bringen sind. 

1278 Februar 12 (Rom). 

Cod. Colleg. Hispan. Bonon. 276 p. 97 (H). Cod. Paris. 4169 fol. 72 (E), 
daraus Cod. Ottobon. lat 911 (0). Cod. Bibl. Marc. Venet. Cl. IV, No. 30, 
fol. 53' (M). 

Merkel, 1. c. 140 aus H (unvollständig). Erler, 1. c 140 aus E. Pitra, Ana- 
lecta novissima spicilegii Solesmensis 162 angeblich aus Codd. Vat. 3039, fol. 291 
und 3040. Textvarianten aus H und M gibt Simonsfeld, „Beiträge zum päpst- 
lichen Kanzleiwesen im Mittelalter" (Sitzungsber. der philos.-pnilolog. und bist. 
Classe der k. bair. Akad. der Wissensch. 1890 B. 2, Heft 2, S. 226 f.). 

Ottenthal hat im 9. B. der Mitth. d. Instituts f. österr. GF. S. 681 auf eine 
Abschrift aufmerksam gemacht, die Diekamp aus den Codd. Vaüc. 3039, 3040 
und dem Cod. Cl. IV, No. 30 der Biblioteca Marciana in Venedig angefertigt 
haben sollte ; und nach den voranstehenden Signaturen der Handschriften musste 
sie auch auf Jedermann diesen Eindruck machen. Allein eine Nachforschung im 
Journal der Biblioteca Vaticana, die Herr Hofrath v. Sickel auf meine Bitte hin 
zu veranlassen die Güte hatte, ergab, dass Diekamp die beiden Codd. nie in 
Händen gehabt hatte. Das betreifende Stück aus seinem Nachläse kann daher 
nur eine Abschrift aus dem damals eben erschienenen Pitra sein, nach welcher 
Diekamp später collationiren wollte; bekanntlich wurde er aber schon in der 
ersten Zeit seines römischen Aufenthaltes vom Tode ereilt (vgl. Mitth. des Insti- 
tuts f. österr. GF. 7,207). In den beiden von Pitra citirten Has. findet sich aber 
weder von der Constitution Nikolaus* III. noch von sonstigen Kanzleiordnungen 
eine Spur; beide sind eine Historia naturalis Nicolai Boneti, sind durchaus von 
einer Hand geschrieben und frei von jedem fremdartigen Einschiebsel. Cod. Vatic. 
lat. 3039 besteht überdies nur aus 132 Blättern, kann daher unmöglich auf fol. 
291 unsere Constitution enthalten. Von den übrigen Fonds der Vaticanischen 
Bibliothek reicht nur noch die Ottoboniana bis zu so hohen Nummern, aber auch 
die trafen nicht zu; ebenso erfolglos blieb mein Versuch, mit Hilfe des Index 



») qui E. b ) fehlt E. °) vicecancellario E. 

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70 KI« Constitution.es. 

und Inventars oder durch Versetzung und Veränderung der einzelnen Ziffern zum 
richtigen Citat zu gelangen. Im Folgenden citire ich einfach Pitra als Gewährs- 
mann für zwei unbekannte Vaticanische Handschriften. 

Das Verhältniss der verschiedenen handschriftlichen Ueberlieferungen zu 
einander hat bereits Ottenthai (Mitth. des Instituts f. österr. GF. 9,681) richtig 
erkannt. Der Papst hatte in dem Bestreben, grösseren persönlichen Einfluss auf 
die Kanzleigeschäfte zu gewinnen, bald nach seiner Wahl die Kanzlei mit einer 
Zusammenstellung der gebräuchlichsten Formeln und ihrer Erledigung nach dem 
geltenden Geschäftsgang beauftragt. Der vom Vicekanzler Petrus von Mailand 
daraufhin eingereichte Entwurf wurde dann unter Beiziehung - einiger Notare 
Punkt für Punkt durchberathen, wobei die bisherige Gepflogenheit theils gutge- 
heißen, theils aber dahin abgeändert wurde, dass Briefe, die bisher von der 
Kanzlei in eigener Machtvollkommenheit expedirt worden waren, fortan zuvor 
beim Papst zur Verlesung gelangen sollten (vgl. No. 7, 10, 13, 21, 29, 30, 72, 76, 
bei denen die Verschärfung besonders deutlich hervortritt). Auf diesem ursprüng- 
lichen Entwurf beruhen M und Pitra. 

Für die nachherige Eintragung in den Liber Provincialis, auf den H und E 
zurückgehen, empfahl sich aber aus praktischen Gründen eine systematische An- 
ordnung der einzelnen Posten. Dem entspricht nun auch die Reihenfolge bei 
Erler; die litterae dandae des Entwurfs bilden hier der Reihe nach die Num- 
mern 1 —43 ; nur No. 3 des Entwurfs ist im Kanzleibuch an die letzte Stelle als 
No. 43 gerathen ; ihnen folgen als No. 44—84 die litterae legendae. No. 33 mit 
der Resolution „legatur per notarium, reliquis detur sine lectione** erscheint 
dementsprechend bei Erler doppelt, sowohl unter den litterae dandae (S. 142, 
Z. 23) als unter den legendae (S. 146, Z. 7). Dieser Anordnung entsprach es 
auch, dass H vor No. 1 die Ueberschrift „dentur" setzte und H und E nach 
No. 43 mit „ista hodie dantur" (Erler 145, Z. 6) abschlössen. Die nun folgen- 
den litterae legendae entbehren aber einer Ueberschrift ; denn die bei Erler 144, 
Z. 20 „lila in virtute obedientie legantur** ist irrthümlich als Rubrik behandelt, 
während sie thatsächlich einen Theil der päpstlichen Resolution zu No. 76 bil- 
det: Dentur, sed illa „in virtute obedientie" legatur. 

Ich mus8 in diesem Zusammenhang noch näher auf die Ueberschrift eingehen, 
welche unsere Aufzeichnung in H, M und Pitra führt : Iste sunt littere que solent 
dari sine lectione et que transeunt per audientiam. Ottenthai (Mitth. des Instituts f. 
österr. GF. 9,681) hat die Ansicht vertreten, dass die Briefe von Seite der Kana- 
lei unter dieser Ueberschrift ursprünglich sämmtlich als litterae dandae einge- 
geben waren. Allein dem ist entgegenzuhalten, dass No. 3 ; 6, 34 und 76 bereits 
nach der hisherigen Gepflogenheit ausdrücklich als vollständige oder theil weise 
litterae legendae bezeichnet wurden, abgesehen davon, dass uns meist alle An- 
haltspunkte zur Entscheidung darüber fehlen, ob die päpstliche Resolution „lega- 
tur** den bisherigen Brauch abänderte oder nur bestätigte. 

Mir scheint eine andere Erklärung wahrscheinlicher, dass man die in Rede 
stehenden Worte erst dem genehmigten Entwurf als Ueberschrift der litterae 
dandae für die Eintragung ins Kanzleibuch hinzufügte, während an der Spitze 
der litterae legendae das stehen sollte, was jetzt in den Hss. ziemlich unver- 
ständlich am Schlüsse folgt: Cetera omnia sunt legenda; denn nach den klaren 
Verfügungen, welche No. 87 über alle im Entwurf nicht ausdrücklich enthaltenen 
Formeln trifft, ist dieser Nachsatz recht überflüssig, während er bei Erler S. 145, 



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m. Constitutiones. 71 

Z. 6 (Ist« hodie dantar, cetera omnia sunt 1 e g e n d a) allerdings vollständig 
am Platze wäre. 

Da im Kanzleibuch die Zusammenstellung der Posten systematisch erfolgte, 
wurden die Schlagworte „dentur, legantur" weggelassen; nur besondere Bestim- 
mungen, die sich in einzelnen Fällen daran reihten, wurden beibehalten, blie- 
ben aber ohne das vorhergehende Schlagwort ziemlich unverständlich (vgl. Erler 
144, Z. 6 und 31, wo beide male vor sed servetur das dentur fehlt). In H wurde 
der Mangel dadurch behoben, dass zu jedem Posten mit Benützung des Entwurfs 
von anderer gleichzeitiger Hand die Resolution am Rande hinzugefügt wurde. 

Die vollständigste Liste unter den verschiedenen Ueberlieferungen bietet 
Pitra (No. 33 druckt Pitra doppelt, S. 164, 8p. 2, Z. 5 und dann wieder S. 165, 
Sp. 1, Z. 9 v. u. aus Merkel mit der Bemerkung, dass sie in seiner Vorlage fehle); 
in M, welches dieselbe Reihenfolge bewahrt, fehlen einzelne Nummern des Con- 
textes und der Schluss. Pitra zunächst steht H; es fehlen in demselben die 
No. 44 und 67, dagegen enthält es No. 26 allein ; der gleiche Anfang mit No. 27 
hatte in M und Pitra wahrscheinlich die Auslassung verschuldet, weshalb auch 
die Einreihung zwischen das inhaltlich verwandte No. 25 und das mit denselben 
Worten beginnende No. 27 gerechtfertigt erscheinen dürfte. In E fehlen die 
Nummern 24, 26, 29, 44 und 67. No. 29 wurde wahrscheinlich seiner Resolu- 
tion wegen (non dentur, nisi prius melius discutiantur) von Dietrich von Nieheim 
aus der Reihe der litterae dandae gestrichen; die übrigen Auslassungen sind 
Flüchtigkeitsfehler. 

Für die Anordnung der Posten in der Edition war mir die Reihenfolge im 
Entwurf massgebend ; doch habe ich die Aufeinanderfolge bei Erler durch die 
in Klammern beigefügten Nummern bezeichnet. Der Herstellung des Textes wurde 
aber zunächst H zu Grunde gelegt; denn es ist die älteste, der Verordnung 
nahezu gleichzeitige Handschrift, hat überdies, wie die HinzufÜgung der Reso- 
lutionen beweist, aus beiden Quellen geschöpft und ist weitaus correcter, als 
dies Bresslau nach dem unvollständigen und mangelhaften Abdruck bei Merkel 
voraussetzte (U. L. 1,256). Viel minderwerthig ist die ein Jahrhundert später 
von Dietrich von Nieheim besorgte Abschrift aus dem Kanzleibuch. M bot im 
Allgemeinen gute Lesearten, die zur Ergänzung und Bestätigung von H, sowie 
zur Controle gegenüber Pitra sehr willkommen waren; No. 76 ist in M allein 
vollständig und verständlich Überliefert. Dagegen zeichnet sich der Text bei 
Pitra keineswegs durch jene Correctheit aus, wie Bresslau annahm. Abgesehen 
von einer Reihe unverständlicher Lesearten, bei denen dabingesteUt bleiben muss, 
wie viel davon den Handschriften und wie viel dem Herausgeber zur Last fällt, 
ist bei mehreren Nummern die päpstliche Entscheidung verstellt (vgl. No 32 — 
34, 48, 73—74, 78—80); in anderen Fällen erweist sie sich aus der Einreihung 
im Kanzleibuch und der Uebereinstimmung der von einander unabhängigen 
Ueberlieferungen in H und M als unrichtig (vgl. No. 12—13, 27, 72). 

Die in der Verordnung genannten Formeln finden sich theilweise im formu- 
larium der audientia litterarum contradietarum wieder; vgl. meine Zusammen- 
stellung der betreffenden Hss. in den Mitth. des Instituts f. österr. 6F. 12,189. 

Schliesslich noch einiges über die Datirung: 

Die aus dem Kanzleibuch abgeleiteten Handschriften und der Codex der 
Marciana haben übereinstimmend 1278 und annus pontificatus I, an Stelle des 
Tagesdatums aber nur „die", was sich daraus vollkommen erklärt, dass man in 



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72 m. Constitutione a. 

dem Entwurf ursprünglich Raum für die Nachtragung des genauen Datums der 
Schlussberathung Hess. Diese Ergänzung enthalten aber nur die beiden von Pitra 
benützten Handschriften in der Form von „XII februarii". Da ist es nun wohl 
das nächstliegende, beide Lesearten zu „die XII. februarii' 4 zu vereinen, umsomehr 
als fortlaufende Datirung an der Spitze der Instrumente damals bereits allge- 
mein üblich und beispielsweise in den Aufzeichnungen der päpstlichen Kammer 
geradezu regelmässig ist. Pitra aber emendirt: XII. (kal.) februarii und ihm 
folgt Erler (S. 140 A. 2). Trotzdem glaube ich bei meiner Annahme umso 
eher bleiben zu sollen, als sie durch den Festkalender eine sachliche Stütze 
erhält. XIL kal. februarii, der 21. Jänner und Tag der heiligen Agnes, ist 
und war an der Curie Festtag und erscheint als solcher auch in dem zum 
officiellen Kanzleigebrauche angelegten Kalender, welcher dem Liber IL Cancel- 
lariae Dietrichs von Nieheim vorangeht. Bekanntlich wurden an dem Tage die 
Lämmer, aus deren Wolle die erzbischöflichen Pallien verfertigt wurden, dem 
Papste vorgeführt und geweiht Dass der Papst an diesem Tage eine lange Be- 
rathung mit Vicekanzler und Notaren über die litterae legendae gepflogen habe, 
ist höchst unwahrscheinlich ; dagegen erheben sich gegen Samstag den 12. Februar 
keinerlei Bedenken. 

Anno domini MCCLXXVÜI, XII. die februarii a ), pontificatus 
domini Nicolai pape III. anno primo, cum quedam cedula continens 
formas litterarum apostolicarum infrascriptas oblata esset eidem b ) domino 
per vicecancellarium : idem dominus papa c ) dictis formis inspectis et 
discussis presentibus eodem vicecancellario et quibusdam notariis dedit 
certum modum, quem circa easdem formas vult observari, quousque 
aliud duxerit ordinandum:*) 

1. (1) „Ea que de bonis" in maiori forma, ubi continetur, quod 
non obstantibus iuramentis renuntiationibus instrumentis e ) et confir- 
mationibus in forma communi ab apostolica sede obtentis bona eccle- 
siarum alienata illicite vel distracta ad ius et proprietatem ecclesiarum 
legitime revocentur. — Dentur.') 

2. (2) Item „Ea que de bonis" in minori forma, ubi non est ali- 
quid non obstante. — Dentur. 



*) Nur die H E M, XII februarii Pitra. b ) ibidem M. «) papa nur 

in M. d ) nach ordinandum dentur H. Danach Ueberschrift : iste sunt 

littere, que solent dari sine lectione et transeunt per audientiam HM. Pitra. 
e ) M fügt noch ein penis. f ) stets am Rande v. a. Hand H, von gleicher 

Hand M, fehlt regelmässig E. 

1—2. Die Bezeichnung dieser Briefe ist aus den Contextworten genommen: 
„mandamus, quatenus ea, que de bonis .... alienata inveneris . ., ad ius et 
proprietatem . . revoces" (revocare procures). Als Beispiele für die forma maior 
verweise ich auf Auvray, Les Registres de Gregoire IX, No. 89 (1227 Mai 19) 
und Potthast No. 19478 (1265 Dec. 1. ÜB. <L Landes ob der Enns 3,341); für die 
forma minor vgl. Finke, Westfal. ÜB. 5,297, No. 638 (1264 Febr. 8). 



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III. Constitutiones. 73 

3. (43) Item dispensationes super defectu natalium, que mitteban- 
tur a ) sub b ) sigillo cardinalis penitentiarii, tarn pro presentibus quam 
pro absentibus expediebantur usque ad tempus domiui Gregorii pape X., 
qui restrinxit eas c ) ad presentes tan tum; quarum nulla legebatur, nisi 
fuisset pro natis de adulterio vel regularibus d ) aut incestu procreatis. e ) 
— Dentur presentibus sine lectione. f ) 

4. (44) Item citationes*) citra h ) duas dietas. — Legantur. 

5. (45) Item examinationes testium sententiarura prolatarum per 
auditores a Romano pontifice deputatos ad mandatum auditoris factum 
per 8igillum vel nuncium specialem expediebantur. 1 ) — Legantur. k ) 

6. (46) Item confirmationes legebantur 1 ) per vicecancellarium. — 
Legantur. 

7. (47) Item privilegia communia non legebantur, sed scripta in 
grossa per vicecancellarium portabantur ad papam, ut signarentur. — 
Legantur per vicecancellarium. 

8. (48) Item privilegia exemptorum, si petantur m ) renovari, 11 ) 
legantur per notarium vel per ) vicecancellarium. 

9. (3) Item „Ordinati a non suo episcopo" expediebantur sigillo 
apposito summi penitentiarii. — Dentur. 

10. (49) Item indulgentia X dierum pro benefacioribus leprosorum 
per unam civitatem et diocesim data fuit usque ad tempus Gregorii 
pape X. — LegendaP) per notarium et vicecancellarium. °*) 

11. (50 — 51) Item de danda licentia nobilibus construendi r ) capel- 
lam, si sint 8 ) ab ecclesia matrici remoti. Hec*) etiam datur religiosis 
de novo edificantibus et scribitur u ) diocesano. — Non detur sine 
lectione. T ) 

12. (52) Item „Nonnulli iniquitatis filii", ubi mandatur, quod 
occultatores bonorum ecclesiasticorum et alii occulti sacrilegi, w ) qui 



*) mittuntur M. b ) tali Pitra. c ) eam HEO. d ) irregularibus 

Pitra. e ) procreati M. ') ista hodie dantur HEO. g) fehlt Pitra. 

*) circa Pitra 0. *) fehlt M. *) dentur H. i) legantur HEOM. 

m ) portantur Pitra. ») revocari HEO. °) et HEO, et per Pitra. P) Le- 
gantur Pitra. <l) so M, fehlt H. r ) construenda EO. ») sunt M. 
Pitra. *) hoc Pitra. ") scribatur EO. ▼) datur M, fehlt Pitra 
^ 8acrilegii HO. 

8. Als exempt galten die geistlichen Ritterorden und die Cistercienser 
(Decret Greg. IX. 3, 30 c. 10). Die Muster für deren Privilegien siehe unten in 
der Formelsammlung. Die Exemptionsclausel bei Sbaralea, Bull. Francisc. 3,89, 
No. 88 nennt ausserdem noch Karth&user und Clarissinen. 

12. Vgl. Westföl. ÜB. 5,373, No. 785 (1290 Octob. 11) „Pervenit ad audien- 
tiam nostram, quod nonnulli iniquitatis filii . . . elemosinas, legata .... 
colligere ac in proprios usus convertere dampnabili temeritate presumunt". 



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74 HL Constitutiones. 

sciri non possunt, nisi post monitionem publice in ecclesiis coram 
populo factam satisfaciant, a ) excommunicantur et denunciantur excom- 
municati, dari solet per notarium, sed modo datur per vicecancella- 
rium. b ) — Non detur c ) sine lectione. d ) 

13. (53) Item datur contra incendiarios ecclesiarum. — Non 
detur ut supra. 6 ) 

14 (4) Item solet dari cum speciali et iusta conclusione') contra 
comites barones milites et alios, qui possessiones et bona tenent ab 
ecclesiis, quod censum seu redditum pro illis debitum sohere com- 
pellantur.s) — Dentur. h ) 

15. (5) Item contra eosdem, quod de possessionibus et bonis, que 
tenent ab ecclesiis sine consensu dominorum ecclesiarum l ) alios k ) non 
infeudent. — Dentur. *) 

16. (6) Item indulgeri m ) solet religiosis, ne aliqui temeritate pro- 
pria occasione questionum, quas contra illos asserunt se habere, bona 
ipsorum pignorare presumant 11 ) nec°) etiam vadiare. — Dentur. p) 

17. (7) Item protectio et<i) bonorum confirmatio in forma com- 
muni datur religiosis et omnibus piis locis ac etiam leprosis; pro 
quibus leprosis 1 ) adicitur, quod de ortis et virgultis et animalium 
nutrimentis decimas non persolvant. — Dentur. 8 ) 

18. (8) Item quod 1 ) religiosi preter illos, qui possessiones non 
habent, possint succedere in bonis fratrum professorum sine iuris pre- 
iudicio alieni. — Dentür. u ) 

19. (9) Item confirmatio libertatum et immunitatum in forma 
generali fuit data T ) usque ad dies fere Ultimos domini Johannis pape. 
— Dentur. w ) 

20. (10) Item sententie late ubicunque in foro ecclesiastico, ubi 
concludi potest „Sicut provide" etc. confirmari solent in forma com- 
muni. — Dentur 1 ) ut in cedula. 



*) satisfecerint EO. b ) dari— vicecancellarium fehlt M. Pitra. c) datur M. 
d ) dentur Pitra. e ) non datur sine lectione M, dentur Pitra. f ) iuxta 

conclusionem Pitra. e) non compellantur EO. h ) datur M. ') eccle- 

siasticorum M. Pitra. k ) aliis Pitra. >) datur M. m ) indulgere Pitra, 

indulgentia dari M. n ) presumunt Pitra. °) fehlt M. P) datur M. 

q) fehlt M. ') pro— leprosis fehlt Pitra. ») datur M. t) fehlt M. 

u ) datur M. v ) fuit data fehlt M. w ) datur M, et dentur ut in cedula 

HEO. *) datur M. 

19. Gemeint Johann XXL, der unmittelbare Vorgänger Nikolaus' HL 

20. „Sicut sine pravitate pro vi de facta est et ab utraque parte sponte 
recepta et hactenus pacifice observata** etc. Finke, Westf&L ÜB. 6, 146, No. 305, 
Potthast No. 6948. 



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HI. Constitutionen 75 

21. (54) Item quicquid contingeret a ) statum ecclesiastice libertatis 
sive per statuta edita contra eam b ) sive per similia c ) solet expediri 
et dari clausula illa: „Invocato d ) u etc. — Legatur per notarium 
et vicecancellarium. ) 

22. (55) Similiter contra imponentes nova pedagia nisi f ) contra 
reges. *) — Legatur per notarium, si contra specialem 
petitur, h ) alioquin detur siue lectione. 1 ) 

23. (56) Similiter contra impedientes vel capientes illos, qui 
yeniunt ad sedem apostolicam, seu k ) recedentes ab ipsa, contra quos 
sententia Eomani pontificis ] ) annuatim in tales ter promulgata m ) usque 
ad satisfactionem condignam publicari mandatur, „invocato" n ) etc. — 
Legatur ut in proxima superiorl 

24. ( — )°) Item quod parrochiani ecclesiarum compellantur sol- 
vere decimas de proventibus terrarum vinearum hortorum et aliorum 
bonorum, que habent infra parrochias eanun; de qua quidem forma 
dominus Clemens papa IUI. p) amoveri<i) fecit „de fructibus arborum 
leguminibus ovis et pullis ac minutis. ur ) — Dentur 8 ) ut in cedula. 

25. (12) Item contra Judeos super decimis*) de u ) possessionibus 
et domibus, que a Christianis devenerunt ad illos. — Dentur. T ) 

26. w ) Item solet scribi dioceseno, quod Judeos compellat ferre 
habitum, quo distinguantur a Christianis. — Dentur. 

27. (11) x ) Item solet scribi diocesanis contra rectores, qui pro 
exequiis mortuorum benedictionibus nubentiumy) et ecclesiasticis sacra- 
mentis pecuniam exigunt a parrochianis suis. — Dentur. 2 ) 

28. (13) Item „Posta) iter arreptum" tarn pro peregrinantibus 

») contingit M. *>) eum EO. c) familiam Pitra. d ) fehlt Pitra. 

e ) legenda per notarium H. f ) et E 0. e) leges H E 0. h ) pniar. E 0. 

») legatur — lectione fehlt M. Dafür ut in proxima superiori ; No. 22 und 23 in 
M verstellt. k ) fehlt Pitra et E 0. l ) Roraanus pontifex Pitra. m ) sen- 

tentiam— promulgatam EO. Pitra. n ) invocat Pitra. °) fehlt EO, in 

H unmittelbar nach dem Vorhergehenden. p) Clemens Pitra G. M. <1) am- 
moveri H, ammoneri M. Pitra. ') mimicis Pitra (verlesen aus minutis?). 

•) datur M. *) decimas Pitra. ") fehlt HEO. v ) datur M. w ) nur 

in H überliefert, wo es unmittelbar nach No. 24 folgt; der gleiche Anfang mit 
dem folgenden scheint in M und Pitra die Auslassung verursacht zu haben. 
*) fehlt in M. y) inhibentium EO. Pitra. *) legantur per notarium Pitra. 

a) quod Pitra. 

21. „Invocato ad hoc, si necesse fuerit, auxilio brachii secularis", Ber- 
noulü, Acta pontificum Helvetica, S. 153, No. 227 (1246 Jan. 23). 

28. „N08 igitur ad eosdem negotium remittentes ipsis dedimus in mandatis, 
ut revocato in irritum, si quid post iter ab eodem ad presentiam nostram 
arreptum contra ipsum invenirent indebite attemptatum . . . statuerent, quod 
canonicum videretur". Finke, Westfftl. ÜB. 5,191, No. 408 (1235 Juni 9); vgl. 
auch 1. c No. 423. 



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76 EL Constitutiones. 

clericis quam pro aliis personis ecclesiasticis, qui causa peregrinationis 
et pro a ) aliis negotiis venerunt ad curiam , littera dari solet. — 
Detur b ) cum expressione legitime cause adventus. 

29. (— ) c ) Item solet dari quasi similis d ) pro redeuntibus de par- 
tibus transmarinis que vocatur „cum in sacro". — Non detur, nisi 
prius 6 ) melius f ) discutiatur. 

30. (57) Item a tempore domini Urbani data fuit littera omni 
canonico dicenti se receptum et non habere prebendam, quod *) provi- 
deatur sibi de prebenda h ) sie sibi, quod riulli alii sit 1 ) de iure debita. — 
Legatur per notarium. 

31. (58) Item „cum tanta prematur inopia" comittitur diocesano 
pro pauperibus ecclesiarum patronis. — Legatur per notarium. 

32. (13, 2. Theil) Item „cum seeundum apostolum uk ) datur sine 
certo titulo ordinatis tarn prima, que dirigitur ordinatori vel presen- 
tatori, quam alia monitoria. 1 ) — Detur sine lectione, execu- 
toria legatur.™) 

33. (14 = 59) Item de episcopis regibus et etiam aliis magnatibus 
conservatoria. — Legatur 11 ) per notarium, reliquis detur ) 
sine lectione et scribatur ordinariis. 

34. (15) Item protectio crucesignatorum p) et conservatoria datur 
clericis et laicis non tarnen episcopis et regibus sine lectione. <i) — 
Detur. r ) 

35. (16) Item quod ordinarii et abbates circa subditorum excessus 
officii sui debitum exequantur. — Dentur. 

36. (17) Item quandoeunque ecclesia se dicit enormiter esse lesam, 
subvenitur ei per beneficium restitutionis 8 ) in integrum non obstante 
iuramento. — Dentur. 



») fehlt M. Pitra. *>) dentur Pitra. ') fehlt EO. &) statt 

dessen „post iter arrei>tum" H. c ) fehlt H. f ) non— melius fehlt M. 

g) que Pitra. h ) de prebenda fehlt Pitra. ») nur in M. *) aposto- 

licum Pitfa. l ) monitori H E. m ) detur sine lectione fehlt E 0, bei Pitra 

zur nächsten Nummer verschoben ; executoria legatur als Rubrik H E 0. n ) bei 
Pitra zur folgenden No. verstellt. °) reliqua dentur Pitra. HEO haben 

dazu in rubro die Bemerkung: Datur hodie tantum canonicis. Pitra stellte 
den ganzen Absatz S. 165,1, Z. 9 v. u. noch einmal aus Merkel ein mit der 
Behauptung, dass er in seiner Vorlage fehle. p) crucesignatis HEOM. 

<i) datur— lectione bei Pitra zur nächsten No. verschoben. r ) nur M. ») bene- 
ficiorum reatitutioneni Pitra. 

29. Reg. Avin. Clement. VI. A. 1, p. 2 Formel No. 77 „Cum in sacro 
generali concilio provida fuerit deliberatione statutum, ut crucesignatorum bona . . 
sub apostolice sedis defensione consistant . . . mandamus. 

31. Aehnlich Finke, Westfäl ÜB. 5,203, No. 431 (1239 Mai 17) „cum . . . 
Osnaburgensis ecclesia tanto prematur eris onere alieni". 



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III. ConstitutioneB. 77 

37. (18) Item super absolutione a ) monachorum et dispensatione 
scribitar prelatis suis, ut hac yice etc. — Dentur. b ) 

38. (60) Item diocesano scribitur communiter pro beneficiatis 
sue diocesis studentibus in theologia, ut proventus c ) suos ecclesiasticos 
iuxta constitutionem domini Honorii pape III. d ) faciat ministrarL e ) — 
Legantur quoad personatus f ) et beneficia cum cura, et 
si immineret*) onus residentie. h ) 

39. (19) Item „sicut provide", confirmatur quicquid a laicis datur 
ecclesiis, sive sit ius patronatus sive decima, de assensu diocesani. — 
Dentur.*) 

40. (20) Item ad petitionem religiosorum collegiorum scribitur 
diocesanis, ne tempore visitationis introducant seculares in claustra, 
nisi duos k ) vel tres de ecclesia cathedrali. — Dentur. 1 ) 

41. (61) Similiter scribitur diocesanis, quod m ) volentibus simul 
religiöse vivere de loco provideant competenti, prout ad suum spectat 
officium, sine preiudicio iuris alieni. — Legatur. 11 ) 

42. (62) Item ad petitionem religiosorum collegiorum ) non ha- 
bentium certam regulam scribitur diocesano, quod eis provideat de 
aliquo ordine approbato. — Legatur. 

43. (63) Item scribitur diocesanis, quod canonicos et rectores ec- 
clesiarum sibi subiectarum residere compellant in eis P) per subtractio- 
nem4) proventuum, nisi habeant indulgentiam vel domini pape aut 
cardinalium obsequiis immorentur. — Legatur. 

44. ( — ) r ) Similiter contra rectores non curantes promoveri. — 
Dentur. 

45. (21) Item quod diocesanus amoyeat illegitime natos a benefi- 
ciis, que habent sine dispensatione. — Dentur. 

46. (22) Item quod diocesani possint cogere executores testamen- 
torum negligentes ad executionem illorum. — Dentur. 

47. (64) Item quod diocesani contra obtinentes plura 8 ) beneficia 
cum cura sine dispensatione faciant formam concilii observari. — 
Legatur per notariuni.*) 

48. (23) Item quod diocesanus contra monachos solitarios formam 
concilii contra tales editam faciat observari. — Dentur. u ) 

») absolutionem E. *>) datur M. *) provectus Pitra. d ) fehlt 

M. Pitra. e ) faciant observari M. f ) patronatus Pitra. e) imminet M. 

h ) in HEM folgt noch iurare (vielleicht verderbt aus vitare?). ») de 

assensu — dentur fehlt Pitra, datur M. k ) duo HEO. l ) datur M. 

m ) pro Pitra. ») so HM, dentur Pitra. ») fehlt HEO et collegiorum M. 

P) fehlt HEO. <i) surreptionem Pitra. ') fehlt HEO. *) plurima 

Pitra. l ) dentur Pitra. u ) dentur et legantur per notarium Pitra; der 

zweite Theil gehörte nach H und M wohl zur vorhergehenden Nummer. 

39. Vgl. o. No. 20. 



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7g III. Constitutiones. 

49. (24) Item contra concubinarios beneficiatos, ut tt ) officii sui 
debitum exequantur. — Dentur. 

50. (24, 2. Theil) Similiter contra clericos arma portantes et 
u8urarios. — Dentur. 

51. (25) Item solet scribi iudicibus, ut ea, que a maiori parte 
collegiorum ecclesiasticorum licite ordinantur, faciant observari, nisi 
minor pars rationabile contrarium proposuerit et ostendat. b ) — Den- 
tur. 6 ) 

52. (26) Item indulgetur religiosis, quod in causis propriis possint 
testimonio fratrum suorum uti. — Dentur. 

53. (27) Item mandatur iudicibus, quod recipiant testes d ) ad 
futuram memoriam super bonis ecclesiarum, de quibus non apparent 
publica instrumenta. — Dentur. 

54. (28) Item quod religiosi possint uti privilegiis, quibus per 
negligentiam non sunt usi, nisi e ) per prescriptionem vel alias sit eis 
legitime derogatum. — Dentur. f ) 

55. (29) Item quod tempore interdicti possint religiosi clausis 
ianuis celebrare diviua etc.*) — Dentur. 

56. (65) Item scribitur diocesanis ad petitionem alicuius rectoris 
ecclesie, ut in procurationibus, que imponuntur clero, illum non per- 
mittant ultra facultates proprias aggravari. — Legatur. h ) 

57. (66) Item indulgetur religiosis, quod ordinariis visitantibus ! ) 
denegare k ) liceat, quicquid petunt ultra id, quod in concilio est 1 ) 
taxatum. — Legatur. 

58. (67) Item littere predecessorum Romanorum pontificum in 
litteris apostolicis annotantur. — Legatur m ) et idem de litteris 11 ), 
que inveniuntur ) in registris eorundemP) Romanorumi) 
pontificum. 

59. (30) r ) Item indulgetur religiosis, quod in questionibus adver- 
sus eos motis non teneantur se defendere per duellum. — Dentur. 

60. (68) Item indulgetur religiosis, quod possint percipere decimas 
novalium in forma communi pro ea portione, qua s ) percipiunt veteres 
ex privilegio. — Legatur. 



a ) fehlt M. Pitra. b ) proposuit et ostendit Pitra. c ) fehlt Pitra. 

*») fehlt Pitra. e ) fehlt M. f ) fehlt Pitra. b) divina. H, div. officia 

£0. h ) so H und die eine der von Pitra benützten Hs.; die andere und M 

dentur. *) vißitationibua H E und die eine Hs. bei Pitra. k ) denegari M. 

i) fehlt EO. n») in M am Schlüsse. n ) bonis Pitra. °) innovantnr 

EO. P) fehlt EO. <i) fehlt Pitra. *) fehlt M. ») quam M. Pitra. 



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HL Constitutione*. 79 

61. (31) a ) Item quando reus excommunicatur a delegato pro con- 
tumacia, b ) committitur absolutio excommunicatori vel ordinario, quando 
expiravit iurisdictio excom,municantis. — Dentur. 

62. (32) Item quando reus dicit impetratum c ) esse contra se ad 
unum iudicem, dummodo ad litis contestationem non sit processum in 
causa, additur unus iudex officio d ) auditoris et alter ad instantiam rei. 

— Dentur. 6 ) 

63. (69) Item quando aliquis rite f ) excommunicatus moritur 
non &) absolutus nee precedant h ) signa penitentie, exhumari mandatur. 

— Legatur. 

64. (70) Item si fuerint in eo penitentie signa et morte preoecu- 
patus fuerit, 1 ) sepeliri mandatur, debita absolutione premissa. — Le- 
gatur. 

65. (33) k ) Item indulgetur collegiis ecclesiarum secularium, quod 
possint redimere deeimas de manibus laicorum de consensu rectoris 
parrochialis et diocesani. 1 ) — Dentur. m ) 

66. (71) Item indulgetur prelatis et locis ecclesiasticis, ut non 
teneantur ad solutionem debitorum, nisi probaverint creditores n ) etc. 

— Legatur. ) 

67. ( — )P) Item si prelati obligent se providere alicui clerico de 
beneficio, compelluntur promissionem servare et solvere pensionem 
subtraetam medio tempore et cavere, quod iuxta promissionem persol- 
vant in futurum. — Legatur. 

68. (72) Item datur etiam littera de sola pensionem) subtraeta. 

— Legatur. 

69. (34) Item compositiones et arbitria rite lata confirmantur 
„sicut provide" r ) ; et si agatur de deeimis vel spiritualibus rebus, ad- 
ditur „et in alieuius preiudicium non redundat". — Dentur, s ) sed*) 
servetur in earum concessione, quod dictum est iu cedula 



») fehlt M. b ) per contumaciam Pitra. c ) impetrari M. d ) ex 

officio Pitra. c ) legatur Pitra. f) fehlt M. ß) nee Pitra. »») pre- 

cedens M. Pitra. l ) preoecupetur Pitra. k ) in M sind diese und die folgende 
Nummer verstellt. ] ) ordinarii Pitra, parrochialium et diocesanorum M, nach 

parrochialis noch ecclesie . . £ 0. m ) legatur M. n ) creditorum E 0. 

°) dentur M. P) fehlt HEO. <i) petitione HO. ') providere etc. Pitra. 

•) fehlt M, in H zum Schluss. l ) fehlt M sie H. 

69. Vgl. die Bestätigung des Diploms Ottos II. Stumpf No. 598, DO. II. 50 
für die Kirche von Köln durch Innocenz IV. 1254 Sept. 27, Finke, Westf&L ÜB. 
5,248, No. 542 und 543: „quod... provide factum est et in alterius 
preiudioium non redundat, ratum habentes .... confirmamus". Vgl. auch 
o. No. 20. 



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80 EL Constitutiones. 

de litteris super confirmationibus sententiarum in forma 
communi dandiß. 

70. (73) Item scribitur diocesanis, quod compellant Judeos a ) ad 
demoliendum sinagogam plus quam veterem exaltatam. — Legaiur. 

71. (35) Item quando clericus conyenit clericum coram iudice 
seculari, scribitur diocesaiio vel iudici, quod puniat in hoc actorem 
secundum canonicas sanctiones. — Dentur. 1 *) 

72. (74) Item dantur littere contra falsarios litterarum apostoli- 
carum seu bulle. — Legatur per vicecancellarium. c ) 

73. (75) Item dantur iudices contra scolares d ) et alios, qui fide- 
iussores suos super hiis non servant indempnes. — Dentur; (sed 
servetur) 6 ) quod dictum est in cedula de f ) „partibus con- 
vocatis" et „vocatis*) qui fuerint evocandi". 

74. (76) Item pro dominis h ) contra homines suos, qui se sub- 
trahunt a dominus eorundem. — Ut in proxima. 1 ) 

75. (36) Item hospitalariis et Bimilibus datur littera contra falsos 
nuntios seu quedtuarios eorum nomine elemosinas postulantes. — 
Dentur. 

76. (37) Item dantur littere super monachatu, primo preces 
postmoduin preceptoria et monitoria et demum „in virtute obedientie ;" 
sed „in virtute obedientie 41 k ) data fiiit tempore aliquorum Romanorum 
pontificum sine lectione et tempore aliquorum cum lectione. — Den- 
tur, sed illa „in virtute obedientie" legatur. 1 ) 

77. (38) Item dantur similiter pro leprosis, quod recipiantur m ) in 
fratres et socios. — Dentur ut in proxima superiorL 



») fehlt £0. *>) legantur per vicecancellarium Pitra. c ) dentur 

Pitra. d ) seculares die eine der von Pitra benützten Hss. e ) dentur nur 

in EL am Schluss; die Ergänzung von sed servetur ergibt sich aus der Analogie 
mit No. 69 und 79—80. f ) fehlt HEO. g) personis . . et notis Pitra, 

zur folgenden Nummer gestellt. h ) item quod domini tenentur homines M. 

») fehlt Pitra, proximo HEO. k ) sed— obedientie nur in M. l ) vollständig 

nur in M, bei Pitra fehlt dentur, in die ganze Zeile, in H und E irrthümlich 
als Rubrica: illa in virtute obedientie legantur. m ) recipiant HEO, qui 

recipiuntur Pitra. 

76. Beispiele: 1) Finke, Westf&l. Uß. 5,222, No. 480 „Preces et man- 
da tum nostrum taliter impleturi, ut augmentum favoris et gratie vobis apud 
nos po88it exinde provenire ;" vgl. auch No. 473, 483. 2) Einfaches Mandat, 1. c. 
227, No. 495. 3) Kategorischer Befehl, nachdem ein früherer Auftrag unbeachtet 
gelassen war, 1. c. 221, No. 479 (1247 April 24) „Ne igitur, quod de ipso ince- 
pimus, remaneat imperfectum, discretioni vestre per apostolica scripta in vir- 
tute obedientie precipiendo mandamus, quatinus, ei est ita, sublato difficul- 
tatis obstaculo in negotio procedatis eodem iuxta priorum continentiam litte- 



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III. Constitutiones. 81 

78. (39) Item scribitur pro eiectis et fugitivis presidentibus a ) 
capitulo generali sui ordinis, si ordo ipse habeat presidentes; alioquin b ) 
scribitur diocesanis, quod faciant«) statutum Gregorii circa tales ob- 
servari. — Dentur. d ) 

79. (40) Item confirmantur in forma communi beneficia ecclesia- 
stica dicentibus ea se esse canonice assecutos et pacifice possidere. — 
Dentur, 6 ) sed servetur, quod dictum est in cedula de lit- 
te r is super confirmatione f ) sententiarum in forma com- 
muni dandis. 

80. (41) Item „sicut provide" confirmantur in communi forma 
statuta et ordinationes, que fiunt per capitula abbates conventus et 
alias personas ecclesiasticas. — Dentur sed servetur, ut dictum 
est supra in proximal) 

81. (42) Similiter confirmatur h ) in forma communi certus numerus 
canonicorum et monialium institutus de consensu diocesani. 1 ) — Den- 
tur.*) 

82. (77) Item scribitur diocesano pro 1 ) illis, qui intrant ordinem 
aliquem m ) et non facta professione exeunt infra aunum, quod, nisi 
per religionis habitum, qui dari consuevit profitentibus, vel n ) profes- 
sionem expressam evidenter appareat, quod absolute voluerint ) vitam 
mutare, P) denuncient <i) eos ad regulärem observantiam non teneri. — 
Legatur. 

83. (78) Item conservatoria privilegiorum contra indulta. — Le- 
gatur. 

84. (79) Item contra raptores et predones datur per vicecancel- 
larium, sed per notarios dari debet. r ) — Dentur exemptis sine 
lection*, sed pro aliis legantur. s ) 

85. (80) Simplicium vero super possessionibus, *) debitis et diver- 
sitate iniuriarum super usuris pignoribus iniectione manuum matri- 

a ) possidentibus und dem entsprechend später possidentes Pitra, preceden- 
tibus M. b ) aliquando HO. c ) faciunt Pitra. d ) das bei Pitra auf 

dentur folgende gehört zum nächsten Absatz. e ) bei Pitra zur vorhergehen- 

den Nummer gestellt, dentur fehlt E 0. r ) affirmatione H, confirmationibus M. 

g) bei Pitra verstellt; proximo HEO. h ) confirmantur HEO. ») diocesa- 

norum M. Pitra. k ) fehlt M. *) quod HEO. m ) aliquando H. Pitra. 

n ) vel per M. °) noluerint E. Pitra; volunt M. P) immutare M. <i) fehlt 
in einer der Hss. bei Pitra. T ) fehlt M. Pitra, in HEO folgt es erst nach 

dentur; sed per notarios dari debet in H durch Punkte getilgt. 8 ) legatur 

die Hss. *) portionibus H. 

79. Vgl. o. No. 17 und 20. 

82. Die Richtigkeit von voluerint gegenüber noluerint bei Erler und Pitra 
ergibt sich aus Decret. Gregor. IX. 3,31 c. 23; vgl. auch Auvray, Les registres 
de Gregoire IX. S. 364, No. 572, Potthast No. 8682. 

Tangl, PapsU. Eanzleiordnongen. 6 

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82 HL Constitutiones. 

moniis et presentationibus clericoruin ad beneficia a ) et excommunica- 
tionum senteutiis receptionibus testium et super appellationibus et 
revocatoriis litterarum seu formarum numerus vix habetur. 1 *) 

86. (81) Item littere alie, que iustitiam continent, dantur sub 
iustis uarrationibus et conclusionibus, que propter varietatem negotio- 
rum numerari nou possunt. ) 

87. (82) Item in d ) premissa generalitate litterarum, que iustitiam 
continent, hoc servetur, e ) ut, si quando emerg^t seu occurrat forma, 
que non contineatur inter supra expensas, f ) legatur domino nostro 
forma, que occurrit, ut ipse mandet, quod velit in litteris eiusdem 
forme servari; scilicet utrum veHt eas dari&) cum lectione h ) vel sine. 

88. (83) Item de revocatoriis. 

89. (84) Item de hiis, que continentur in provinciali. Cetera 
omnia sunt legenda. 

X. 

Clemens V. beauftragt den Vicekanzler Arnold, Abt von Fontefroide, die 
Zahl der Scriptoren durch Nichtbesetzung der erledigten Stellen bis zu einer ihm 
angemessen scheinenden Zahl zu vermindern. 

1310 October 27 (Pernes). 

Reg. No. 57 fol. 266 epist. 1076. 

Reg. Clement, papae V. ed. cura et studio monachorum ord. S. Benedicti, 
Romae 1885—1887, Prolegomena S. CXXXIX = 5,375, No. 6264 (correkter). 

Aus der daran anknüpfenden Bulle Johanns XXI L (s. u. No. XIV) wird er- 
sichtlich, dass die Reduction 20 (90 statt 110) betrug. 

Dilecto filio Arnaldo abbati monasterii Fontisfrigidi Cisterciensis 
ordiuis Narbonensis diocesis sancte Romane ecclesie vicecancellario. 
Dignum est, ut in nostris et apostolice sedis officiis determinatus 
ministrorum seu officialium numerus habeatur, ne provisione careat 
multitudo vel ex paucitate oportunum nobis et eidem sedi servitium 
subtrahatur. Sane frequenter pro parte dilectorum filiorum scriptorum 
litterarum nostrarum fuit nobis expositum, quod propter importunam 
instantiam plurimorum, quibus sedes predicta se exhibuit liberalem, 
eorum numerus adeo dicitur augmeutatus, quod ipsi, qui ad presens 
centum et decem vel circiter esse noscuntur, secuudum eorum decen- 
tiam et laudabilem antiquara Romane curie consuetudinem non pos- 
sint de officii sui obventibus comode sustentari. Quare ex parte ipso- 
rum fuit nobis humiliter supplicatum, ut cum temporibus aliorum 
Romanorum pontificum predecessorum nostrorum iidem scriptores in 



a ) beneficia clericorum. Pitra. b ) legantur M. c ) possin t H E, hiemit 

scliliesst der Text in M. d ) fehlt Pitra. c ) servatur Pitra. ') fehlt 

UEÜ. K) dare HO. *») fehlt Eü. 



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III. Constitutiones. 83 

tanta lnultitudine non fuisseui sed eorum officium in decenti numero 
personarum, prout incumbentium agendorum exposcebat qualitas et 
utilitas, faerit moderatum, providere super hoc de benignitate aposto- 
lica dignaremur dictumque officium reduci ad certum scriptorum 
numerum mandaremus. Cum igitur nostre intentionis existat, quod 
dicti scriptores, qui nostri officiales existunt, propter superfluam multi- 
iudinem non graventur quiiiimmo ad decentem redacti numerum iuxta 
eorum decentiam et consuetudinem prelibatam comode valeant susten- 
tari, considerantes quod tarn agendorum multiplicium qualitates et 
onera, que variarum rerum producit continuata necessitas, quam dicto- 
rum scriptorum multitudo superflua te non latent, sed te ipsa facti 
iam longa experientia docuit, quid in talibus secundum dicte sedis 
decentiam debeat observari : discretioni tue, de qua in hiis et aliis fidu- 
ciam in domino gerimus specialem, per apostolica scripta committimus 
et mandamus, quatenus, si eorundem scriptorum officium consideratis 
circumstantiis universis, que in hoc fuerint attendende, inveneris in 
huiusmodi multitudine pregravatum, officium ipsum reducere ad certum 
scriptorum numerum competentem iuxta datam tibi a deo prudentiam, 
prout consideratis premissis cognoveris expedire, auctoritate nostra 
procures, statuens et ordinans auctoritate predicta, quod dictum offi- 
cium deinceps predicto uuraero sit contentum nee ad illud de cetero 
aliquis admittatur, quousque sit ad predictum numerum per te statu- 
endum redactum et aliquis defecerit de eodem, nisi forte multiplicium 
agendorum vel alterius cause necessitas aliud circa hoc geri et statui 
in futurum per eiusdem sedis providentiam postularet. 

Datum Paternis Carpentoratensis diocesis VI. kal. novembris anno 
quinto. 

XI. 

Johann XXII. ordnet den Geschäftsgang und das Gebührenwesen in der 
audientia sacri palatii. 

1331 November 16 (Avignon). 

Cod. Paris, lat. 4169 fol. 81 (E); daraus Cod. Ottobon. lat. 911 (0). 

Erler, 1. c. 157 ff. aus E. Bull. Rom. Ed. Taurin. 4,317 undatirt. 

Ueberschrift in E : Anno domin i millesimo trecentesimo (tricesimo) primo 
a natiyitate sanetissimus in Christo pater et dominus dominus Johannes divina 
Providentia papa XXII. ordinationes infrascriptas, quas circa reformacionem audi- 
torum et notariorum palatii apostolici fecerat, mandavit per nos Petrum dei 
gratia episcopum Penestrinum sanete Romane ecclesie vicecancellarii officium 
gerentem die XVI. mensis novembris anno pontificatus sui sextodeeimo publi- 
cari. Quarum quidem ordinationum tenor talis est: 

Johannes episcöpus servus servorum dei ad perpetuam rei memoriam. 

6* 

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g4 IH. Constitutione s. 

Ratio iuris exigit debitum honestatis exposcit et pietatis conside- 
ratio persuadet, ut in cunctis dirigendis iudiciis et iustitia tbinistranda 
sint quoad presidentes vigilantia studiosa venusta modestia cordium 
puritas mundicia manuum et consiliorum sanitas requirende, in per- 
sonis quoque ad conscribendum acta iudicialia deputatis süfficientia 
operosa fidelitas comprobata vita honestatis decentia commendanda 
mercedis exactio moderata et benignitas ad pauperes compassiva sint 
merito exigende. Igitur in Romana curia, communi quidem patria, ubi 
est summum tribunal iudicii divinitus constitutum et ubi lux et forma 
iustitie preeminent et perlucent a ), hec oportet necessario reperiri. Quare 
nos, qui licet immeriti sumus beati Petri successor et vice Christi fiin- 
gimur super terram, cupientes, ut in apostolico palatio audientie cau- 
sarum ac personis ad examinationem et conscriptionem illaruui pro 
tempore ordinatis habeatur limitata ordinatio congrua et salubris : circa 
earundem causarum auditores ipsorum(que) b ) notarios scribentes in 
causis huiusmodi suadentibus rationabilibus causis statuta et ordina- 
menta, que particulariter et seriatim presentibus aunotantur, auctori- 
tate apostolica edimus et ea precipimus perpetuis futuris temporibus 
inviolabiliter observari: 

1. Statuimus igitur ac etiam ordinamus, quod auditores sine capa 
et roqueto in loco, ubi residebit curia, in publico non incedant. 

2. Item quod prefati auditores earundem causarum dicti palatii 
sint in audiendis et decidendis causis eis commissis et committendis 
fortius solito diligentes. 

3. Item quod auditores predicti bona hora singulis diebus iuri- 
dicis ad palatium conveniant et immediate post pulsationem campane, 
que pulsatur ad horam tertie in ecclesia cathedrali, incipiant sedere 
ad audiendum causas et dictum palatium non exeant, donec partes 
satisfecerint vel per eas steterit suis terminis coram eis. 

4. Item quod iidem auditores illa festa dumtaxat observent, que 
hactenus de mandato nostro per audientiam litterarum nostrarum et 
per ipsos servari debere statuta fuisse noscuntur, et quod de cetero 
alia festa seu dies alios ex se ipsis vel alias statuere vel observare 
aliquatenus non presumant, sed diebus aliis sie se paratos et sollicitos 
exhibeant in exhibenda iustitia partibus litigantibus coram ipsis, quod 
ex hoc merito debeant commendari. 

5. Item quod illi ex eisdem auditoribus, qui fratrum nostrorum 
sanete Romane ecclesie cardinalium familiäres existunt, diebus iuridicis 
et horis, quibus cause traetantur, cardinales non sequantur eosdem 



*) relucent ü. *>) fehlt EO. 

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III. Constitutione 8. 85 

nee alibi se occupent, nisi a nobis vel a dictis cardinalibus, quorum 
familiäres ut prefertur existunt, specialiter vocarentur. 

6. Item quod auditores ipsi per se vel alium seu alios a partibus 
coram eis causam habentibus seu a suis notariis scribentibus coram 
ipsis yel ab aliis pro eisdem seu eorum nomine nichil nee rem nee 
obligationem vel proraissionem reeipiant nee etiam pro ipsorum sigillo 
aut pro rubricis in causis, in quibus auditores sunt vel fuerint depu- 
tati, vel alio quesito colore quocumque, et quod consilia coauditorum 
secrete data secrete teuere debeant usque post sententiam promulgatam. 
Contrarium vero facientes per unum mensem ab ingresbu eiusdem 
palatii suspendantur. Si autem iterato in eandem eulpam ineiderint, 
priventur perpetuo officio audientie causarura palatii prelibati. 

7. Item quod auditores predicti presentes et poateri, presentes 
videlicet statiui post publicationem presentis ordinationis, posteri vero, 
antequam ad officium admittantur, in manibus vicecancellarii sanete 
Romaue ecclesie nostro et ipsius ecclesie nomine reeipientis iuramen- 
tum prestent in forma que sequitur per hec verba : 

Ego . . auditor etc. = Juramenta X. 

8. Item statuimus et ordinamus, quod auditor eiusdem palatii a 
tempore sue reeeptionis antiquior primitus ineipiat referre suis coaudi- 
toribus et causas quas audit, si ad hoc paratus existat, inter eos in 
relationibus ponere, ut est moris, sieque per consequens alii dicti 
palatii auditores successive seeundum gradum reeeptionum eorum cuius- 
libet similiter referant et causas, quas audiunt, in relationibus ponant, 
si ad hoc etiam sint parati, et quod, postquam una causa in relatio- 
nibus huiusmodi posita fuerit, alia non ponatur, quousque partes alle- 
gaverint, que voluerint allegare. Non tarnen auditores ipsi audire 
allegationes superfluas astringantur. 

9. Item quod nullus auditorum ipsius palatii aliquam diffinitivam 
sententiam, queeunque fuerit, seu quamvis interlocutoriam super devo- 
lutionibus causarum in Romana curia traetandarum, si inter partes de 
ipsa devolutione controversia fuerit, vel super repulsione seu admissione 
articulorum aut super remissione super eisdem articulis aut aliis pro- 
bationibus extra curiam faciendis, nisi forsan de consensu partium 
fierent remissio vel admissio supradicte, nee non super restitutione seu 
revocatione attemptatorum seu innovatorum lite vel appellatione pen- 
dente sive super appellationibus ab interlocutoria vel a gravamine 
interpositis aut aliam quameunque interlocutoriam super re de qua 
agitur contra alteram partium finem negotio imponentem absque rela- 
tione publica et consilio coauditorum proferat sui gradus. Super aliis 
vero interlocutoriis absque publica relatione cum consilio tarnen coau- 



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86 HL Constitutione s. 

ditorum dictorum ad earum prolationein possit procedere, prout hactenus 
extitit in palatio laudabiliter observatum. 

10. Item quod auditor referens facta relatione coauditoribus suis 
consüia eorundem coauditorum infra duodecim dierum termiuum diu- 
genter requirere et eisdera consiliis habitis dictas causas expedire et 
terminare celeriter teneatur. 

11. Item quod quilibet dictorum auditorum notarios intelligentes 
fideles et honestos habeat, ita quod quatuor notariorum uumerum non 
excedat. a ) Qui siquidem notarii per se et non per alios coram audi- 
toribus ipsis causas scribant nee dicti auditores committant scribeodas 
alicui alteri notario causas commissas eisdem; nee aliquis dictorum 
auditorum quemquam in notarium reeipiat, qui sit alterius notarius 
auditoris. 

12. Item quod prefati auditores provideant diligenter, quod eorum 
notarii super ipsorum reeeptione salarii non excedant nee aHquid ultra 
reeipiant, nisi prout est infra distinetum taxatum et etiam ordinatum. 

13. Item quod si aliqui sint vel fuerint, qui ob paupertatem 
nequeant acta redimere sue cause: ipsi auditores suos compellant no- 
tarios 8cribentes in actis eisdem ad restituendum gratis huiusmodi 
actorum copiam parti solvere ut premittitur nequeunti, si auditori cause 
illius paupertas notabilis videatur. 

14. Item quod nullus eorundem auditorum in causis, que sunt in 
dicto palatio vel in brevi sperantur existere, consilium nee per se nee 
per interpositam personam partibus prebeat neque aliqaod patrocinium 
prestet, nisi cause proprie vel suorum usque ad tertium consauguini- 
tatis vel dominorum aut familiarium suorum seu ecclesiarum, in qui- 
buB beneficiatus foret, existerent, et in prenrissis ultimis casibus ad 
coauditorum suorum consüia minime admittatur, quodque hoc revelare 
teneatur, si existeret id oecultum. 

15. Item quod nullus auditorum ipsorum causam reeipiat audien- 
dam, si committatur eidem, in qua consilium dederit, sed ad cancel- 
lariam ipsam incontinenti remittat alteri committendam. 

16. Item quod eorundem auditorum consüia, que prebentur in 
causis, scribantur per notarium illius cause, in qua huiusmodi consüia 
impenduntur, b ) et secreta causarum et consiliorum eorundem tarn per 
ipsos auditores dietarum causarum quam per notarios in eis scribentes 
sub sigillo credentie teneantur. 

17. Item quod, quando testes sint c ) vel fuerint in curia examinandi 
in causis, que in dicto palatio veotilantur, in punetis arduis eosdem 
testes per se dicti examinent auditores. 

ft ) exoedant £. h ) impendentur E. c ) eunt EO. 

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III. Constitution es. 87 

18. De supradictis quoque notariis eorundeni auditoruin scribeu- 
tibus in causis illis commissis similiter statuendo et ordinando subiun- 
giraus, quod diligentes et attenti existant in commisso eis officio no- 
tarii prelibati, quodque fideliter et sollicite scribant et exerceant offi- 
cium antedictum et quod a partibus vel aliquo earum nomine nichil 
recipiant, nisi prout est infra distinctum taxatum et etiam ordinatum. 
Contrarium vero facientes duplum restituere teneantur. 

19. Item quod nullus eorundem notariorum in eodem palatio 
scribat in causis coram aliquo ipsius palatii auditore, nisi prius per 
vicecancellariiun vel alium de eius speciali mandato de litteratura et 
scriptura sufficienti tt ) ad huiusmodi notariatus officium exercendum 
examinatus ac de vita et conversatione ipsius informatio recepta nee 
non approbatus fuerit per eundem ac etiam iuramentum in manu vice- 
cancellarii prestiterit in hac forma: 

Ego . . talis notarius etc. = Juramenta XL 

20. Item statuimus et etiam ordiuamus, quod nullus notariorum 
ipsorum causam aliquam sibi committi scribendam per se vel alium 
procuret sive exhibeat instantiam in hac parte. 

21. Item quod predicti notarii omnem modestiam et honestatem 
iu omnibus studeant observare, quodque nullus eorundem notariorum, 
qui per aliquem dictorum auditorum in notarium reeeptus extiterit, 
alterius auditoris notarius esse valeat, quamdiu erit primi notarius auditoris. 

22. Item quod nullus notariorum ipsorum coneubinam publice 
tenere presumat; et si quis eorum ad presens teneret aliquam, eam 
dimittere teneatur. Si vero infra octo dies post publicationem statuti 
et ordinationis presentis ipsam non dimiserit, illam vel aliam deineeps 
minime resumpturus et deiueeps ipse vel alii reperti fuerint aliquas 
publice tenere, ab officio notariatus in dicto palatio exercendo perpe- 
tuo sint privati. 

23. Item quod prefati notarii promotores seu procuratores in 
causis, que coram auditore suo agitantur, in dicto palatio non existant. 

24. Item quod nullus notarius alieuius auditoris deineeps audeat 
scribere vel presumat in causa, si alterutrius partium dicte cause in 
audientialitterarum contradietarum b ) vel in palatio apostolico seu ia Romana 
curia procurator vel promotor negotiorum seu pensionarius quoquomodo 
fuerit vel existat; sed si ex ignorantia contingeret auditorem aliquam 
vel aliquas causam seu causas tales alicui tali notario committere ad 
scribendum: statim notarius huiusmodi causam seu commissionem in 
manibus dicti auditoris restituat. Contrarium faciens per uuum annum 
ab officio notariatus in palatio exercendo sit eo ip*o privatus. 

») sufficienter EO. *>) fehlt EO. 

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88 . HI- Coiistitutioneß. 

25. Item quod prefati notarii regestrum cuiuscunque cause, in qua 
notarius deputatus existit, cum manuali et productis originalibus, ante- 
quam regestrum auditori exhibeant et copias in publicam formam seu 
in simplicem scripturam redactas cum eodem regestro, antequam par- 
tibus tradant, diligenter auscultent et alias sie perfecte videant et 
corrigant diligenter, quod per eorum ineuriam negligentiam vel alias 
nichil de substantialibus ommittatur seu damnum aliquod patiatur 
aliqua partium earundem, nee in favorem vel preiudicium unius par- 
tium premissa complere differant vel postponant. a ) 

26. Item quod iamdicti notarii omnes actus iudiciarios clare distinete 
ac substantialiter in manuali seu memoriali in auditoris cause, in qua 
scribunt, presentia ac partium, si expeetare voluerint, conscribere non 
postponant, et postquam illos conscripserint, in regestrum fideliter 
redigant vel redigi faciant et requisiti ab ipsis partibus vel earum 
aliqua in singulis terminis successive partibus eisdem copiam, cum per 
dictum auditorem decreta fuerit, sine difficultate et fraude quaeunque 
faciant, salvo iusto salario inferius moderato. 

27. Item quod iidem notarii in regestro illius cause, in qua scri- 
bunt ut predicitur, omnes sententias diffinitivas et interlocutorias ac 
iuhibitiones neenon intimationes et appellationes verbo vel in scriptis 
emissas ex integro de verbo ad verbum conscribant, cum per partem 
vel partes seu auditorem ipsius cause fuerint requisiti. 

28. Item quod instrumenta et alia per partes producta diligenter 
registrent vel registrari faciant notarii memorati. Acta vero in par- 
tibus habita minime registrentur sed consignentur et conserventur per 
illius cause notarium diligenter, nisi alias partes vel earum altera illa 
peterent registrari. Pars autem id petens de regestro satisfacere teneatur. 

29. Item quod notarii, quos interdum perpetuo et interdum ad 
tempus de curia absentari continget, omnia regestra acta et producta 
causarum in quibus erunt notarii deputati, illi videlicet, qui cum animo 
non redeundi recederent, alicui alteri notario idoneo iurato examinato 
et approbato ut supra surrogando in loco ipsius, ille vero, qui ad 
tempus recedere voluerit, uni ex aliis notariis auditoris sui de ipsius 
auditoris licentia et conscientia tradere et deponere teneatur; qui no- 
tarius depositarius in predictis causis eidem se absentanti b ) commissis 
pro eodem absente scribat fideliter et suppleat eius vices. 

30. Ceterum quia optat premium quisque labor et laboranti non 
est debite mercedis exhibitio deneganda, moderamine nichilominus 
observato, ne sanguinem eliceat nimitas emungentis, subsequitur pro 



# ft ) ditferat vel poßtponat EO. b ) absentati E. 

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III. Constitutionea. 89 

statuto et ordinatione huiusmodi certus modus rationabilis et discretus, 
per quem predictis notariis pro eorum salario moderata satisfactio pre- 
beatur et litigantes, qui litigiorum involvuntur anfractibus et plerum- 
que fatigautur laboribus diuturnis, superfluis expensarum effusiouibus 
non graventur. 

31. Quod videlicet predicti notarii pro petia regestri unum Turo- 
nensem argenti cum dimidio et non plus habeant et petia huiusmodi 
viginti ' sex lineas ex utraque parte contineat. et quelibet dictarum 
linearum quatuordecim habeat dictiones. 

32. Item quod pro petia regestri redacta in formam publicam 
receptione unius Turonensis argenti cum dimidio similiter sint contenti. 

33. Item quod pro copia sive in copiario sive in quaterno sive 
in petiis longis fiant, de folio sive petia regestri unum tantum similem 
recipiant Turonensem. 

34. Item quod pro citatione in audientia publica legenda ultra 
medium similem Turonensem ipsis recipere licitum non existat. 

35. Item quod pro inhibitione, que in causis fieri assolet, si redi- 
gatur in publicum instrumentum, sex similes Turonenses recipiant et 
non ultra. 

36. Item quod pro intimatione, cum in publicum redigatur in- 
strumentum, non amplius quam quatuor similes valeant recipere Turo- 
nenses. 

37. Item quod pro appellatione, si redigatur in publicum instru- 
mentum, de petia regestri duos dumtaxat Turonenses recipere licitum 
sit eisdem. 

38. Item quod pro attestationibus testium, quos quisque notario- 
rum examinaverit prefatorum, de petia regestri receptionem duorum 
Turonensium similium non excedat, et de copia ipsarum attestationum 
unum cum dimidio similem Turonensem notarii predicti de petia eius- 
dem regestri recipiant, si copia ipsa in formam publicam redigatur. 
Si vero fiat huiusmodi copia in papiro, recipiatur prout supra de aliis 
copiis est expressum. 

39. Item quod de sententia diffinitiva pro qualibet petia regestri 
possint duodecim similes recipere Turonenses, de instrumento vero 
publico, cum per se de sententia ipsa confectum extiterit, duodecim 
similes Turonenses pro qualibet regestri petia debeantur et pro copia 
sive in publico sive in simplici, quantum et prout de aliis copiis supe- 
rius est expressum. 

38. Am Rande von a. Hand : Hanc etiam constitutionem sanctissimus domi- 
nus noster dominus Urbanus papa VI. voluit et mandavit observari circa receptio- 
nem et exarainationem testium, qui recipiuntuv et examinantur in factis electionum 
ecclesiarum cathedralium et abbatiarum per quoscunque. 



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90 Hl. Constitutiones. 

40. Item quod de interlocutoria, que vim diffinitive habuerit, ut 
de sententia supra proxime exprimitur, observetur. Si vero talis inter- 
locutoria vim diffinitive nequaquam habeat, recipiantur duo similes 
Turonenses pro petia regestri ut supra dicitur computaudo. Et si de 
interlocutoria ipsa instrumentum publicum per se fiat, sex similes 
Turonenses pro eodern recipi poterunt instrumenta. 

41. Item volumus statuimus et etiam ordinamus, quod cetcre 
scripture iudiciales taxeutur secuudum modum superius desiguatum, 
hoc tarnen adiecto et ordinato specialiter et expresse, quod videlicet, 
ubicunque in taxatiouibus antedictis de Turonensi grosso fit mentio, 
id de illo intelligi volumus, quamdiu Bomana curia fuerit citra mon- 
tes ; ubi vero ultra montes, Rome videlicet vel in aliis Italie partibus, 
curiam ipsam esse contigerit, Romaninus loco Turonensis ponatur et 
computetur in taxatiouibus antedictis. 

42. Caveant tarnen notarii memorati, quod propter premissas 
modificationes scripturas prolixiores nequaquam efficiant neque ponant 
superflua in eisdem, nisi prout necessarium fuerit et est hactenus fieri 
consuetum ; nee malitiose differant vel differri procurent scripturas par- 
tibus assignare. Contrarium vero facientes duplum restituant; et si 
super hoc frequentarint excessum, ab auditorio sui auditoris et pre- 
dicto palatio expellantur. 

43. Volumus insuper statuimus et etiam ordinamus, quod venera- 
biles fratres nostri sanete Romane ecclesie cardinales ab auditoribus 
et notariis suis neeuon camerarius noster ab auditore vel viceauditore 
curie camere nostre ipsiusque notariis ac etiam marescallus Romane 
curie a iudieibus et notariis curie sue ac quieunque alii auetoritate 
apostolica causas in Romana curia audientes seu etium audituri a 
notariis suis in eisdem causis iuramentum reeipiant iuxta formas, qui- 
bus iurare debent dicti auditores et notarii palatii apostolici per nos 
ut premittitur ordinatas, in quantum tanget officia eorundem. 

44. Item statuimus et etiam ordinamus, quod prefata alia quoad 
munera dona et enseunia ac scripturarum taxationes, que per nos ut 
prefertur de auditoribus et notariis dicti palatii sunt statuta et etiam 
ordinata, per ft ) dictorum cardinalium et etiam curie nostre camere 
auditores ac iudices curie marescalli ac per ipsorum et quorumeunque 
aliorum in Romana curia causas auetoritate apostolica audientium et 
auditurorum imposterum notarios inviolabiliter observentur. 

45. Ut igitur ordinationes et statuta nostra huiusmodi, que per- 
petuis futuris temporibus duratura censemus, inviolabiliter observentur 
et ne illa ob memorie labilitatem humaue oblivioni dentur et etiam 

*) fehlt EO. 

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III. Constitutiones. 91 

ut auditores et notarii prelibati per ordinationum et statutorum eorun- 
dem inspectionem assiduam circa eorum observantiam accuratius et 
vigilantius sint attenti: voliimus et statuimus, ut ordinationes et sta- 
tuta nostra huiusmodi de verbo ad verbum in cancellarie et predicte 
audientie litterarum nostrarum regestris ex integro conscribautur, 
quodque singulis annis in kalendis octobris vel prima sequenti au- 
dientie die, si festum fuerit die kalendarum ipsarum, ordinationes et 
statuta huiusmodi legantur solemuiter in audientia prelibata, et quod 
quilibet auditorum et notariorum ipsorum penes se copiam conservet 
et habeat eorundem. Nulli ergo etc. 

XII. 

Johann XXII. ordnet den Geschäftsgang und das Gebührenwesen in der 

päpstlichen Kanzlei. 

133 t November 16 (Avignon). 

Cod. Paris. 4169 fol. 89' ff. (E), daraus Cod. Ottobon. lat. 911 (0). 

Erler, 1. c. 172 ff. aus E. 

Ueberschrift in E : Anno a nativitate domini et niense quibus supra idein 
summus pontifex ordinationes infrascriptas, quas circa reformatioiiem officiorum 
yicecancellarie sanete Romane ecclesie fecerat, per nos Petrum dei gratia epi- 
scopum Penestrinum eiusdem vicecancellarie gerentem officium, anno pontificatus 
sui predicto publicari mandavit. Quarum ordinationum tenor talis est. 

Die Berufung bezüglich der Datirung geht auf die Ueberschrift der unmit- 
telbar voranstehenden Bulle „Ratio iuris 44 . Ist es schon an sich wahrscheinlich, 
dass die gesammten Neuordnungen der einzelnen Aemter an einem Tage, dem 
16. November 1331, veröffentlicht wurden, so erhalten wir für das Publications- 
datuin von „Pater familias 44 noch einen ausdrücklichen Beleg durch die vom 
16. November 1331 datirte Bulle „Decet et expedit" (s. u. No. XIV), in welcher 
die Verfügungen über die einzelnen Abtheilungen der päpstlichen Kanzlei und 
speciell auch die Neuordnung des Gebührenwesens als „hodie 44 publicirt bezeichnet 
werden. Danach ist zu berichtigen, wenn Ottenthai (Mitth. des Instituts f. österr. 
GF. 9,680) die Bullen „Pater familias 44 und „Qui exaeti temporis 44 als undatirt 
bezeichnet und eine Circadatirung von 1320—1330 vornimmt. 

Der Inhalt der sehr umfangreichen Constitution gliedert sich folgender- 
massen: 

No. 1 — 12 Allgemeine Bestimmungen über das Amt der Abbreviaturen und 
Eide; No. 13—115 Abbreviatorentaxe (No. 13—57 litterae de iustitia, No. 58— 
115 litterae de gratia); No. 116—127 Allgemeine Verfügungen über die Scripto- 
ren; No. 128—234 Scriptorentaxe ; No. 235—239 Bestimmungen über die Regi- 
straturen. 

Bei den einzelnen Ansätzen der Abbreviatoren- und Scriptorentaxe habe ich 
gegenseitige Verweisungen beigefügt; bei der Scriptorentaxe citire ich überdies 
als „Taxbuch 4 * den von mir in den Mitth. des Instituts f. österr. GF. 13,77 ff. 
veröffentlichten Iaber taxarum cancellariae apostolicae paparum Avinionensium 
temporibus. 

W. Altmann gibt im Neuen Archiv 15,420 Varianten zu dieser Constitution 
aus dem Cod. A. IV. 20 der Universitätsbibliothek zu Basel. Dieselben entsprechen 



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92 HI. Constitutiones. 

einer späteren erweiterten Fassung der Constitution und decken sich in Text 
und Zusätzen mit dem Avignonesischen Taxbuch. Für die Herstellung des 
Textes konnten sie daher ausser Betracht bleiben, doch habe ich die sachlichen 
Abweichungen in den Noten berücksichtigt. 

Johannes episcopus servus servorum dei ad perpetuam rei memoriam. 

Pater familias per viam mandatorum domini incedens et diligens 
familiam domus sue illi honeste vivendi recteque agendi normam tri- 
buit et modum imponit, quibus regatur et dirigatur salubriter et rao- 
deste, in eos qui a recto deviant virgam correctionis exercens, que illis 
ad medelam proveniat et cautelam prebeat inantea, ne delirent. Nos 
sane, qui licet immeriti super sancte domus dei familiam ex disposi- 
tione sua prelationis officium exercemus, ad officiales nostros rainistros 
et alios operarios cancellarie sancte Romane ecclesie nostre considera- 
tionis attente intuitum convertentes officii nostri debito exigente sua- 
dentibus quoque quamplurimis rationabilibus causis ad decorem et 
decus eiusdem cancellarie rei publice honorem et commodum confluen- 
tium quoque inter cetera ex cunctis orbis partibus ad sedem apostoli- 
cam pro gratiis et iustitia obtinendis alleviationem benignam expedi- 
tionem celerem et profectum ac officialium ministrorum et operariorum 
predictorum attentiorem exercitationem pleniorem informationem et 
tenatiorem commemorationem statuta et ordinationes, que infra inse- 
runtur particulariter et distincte, auctoritate apostolica edimus et ea 
precipimus perpetuis futuris temporibus inviolabiliter observari. 

L Statuimus igitur et etiam ordinamus, quod notarii nostri fideles 
bonos et expertos abbreviatores habeant, qui siquidem suum abbrevia- 
tionis offitium exerceant ac observent taxationes inferius designatas 
pro correctione notarum litteraruru apostolicarum, quas infra suis voca- 
bulis intelligibiliter nominamus, et quod ultra taxationes ipsas nichil 
recipiant, etiam si gratis offeratur eisdem. 

2. Quod nullus abbreviator, qui ad dictam cancellariam admittitur 
pro ipsarum examine litterarum, per se vel alium officium procuratoris 
exerceat nee locum in audientia publica teueat; et si reperiatur cön- 
trarium, talis non admittatur deineeps ut abbreviator in hiis, que ad 
officium cancellarie pertinent, sed ad procurationis officium sit con- 
tentus. 

3. Quod nullus audeat formare notam, nisi abbreviator per vice- 
cancellarium vel notarium seu quemvis eorum factus existat, simplici- 
bus ac legendis et gratiosis tt ) aliisque formis communibus de iusticia, 
que non mutantur, dumtaxat exceptis. 



a ) grossis EO. 

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III. Constitutiones. 93 

4. Quod nullus abbreviator aliquam notam signet, nisi prius dili- 
genter eam legerit et correxerit nee non clausulas et conclusiones con- 
suetas et debitas apposuerit in eadem, etiam si procuratores hoc volue- 
rint atque petant. 

5. Quod si aliqua de litteris simplieibus legendis gratiosis a ) et 
aliis forinis communibus, que ut predicitur non mutantur, culpa ab- 
breviatoris, qui notam minus plene correxerit et signarit, fuerit rescri- 
benda: expensis dicti abbreyiatoris prefata littera rescribatur. Si vero 
littere forent de formis aliis, que mutantur, et propter defectum ab- 
breviatorum, qui eas correxerint et signarint, existentem in clausulis 
et conclusionibus supradictis littere ipse fierent rescribende: predicti 
abbreviatores id, quod pro nota corrigenda reeeperint, restituere tene- 
antur, nisi forsan clausule vel conclusiones huiusmodi forent adeo 
dubie, quod inter alios abbreviatores in cancellaria esset altercatio 
super illis. 

6. Quod abbreviatores qui tenent tarn primam generalem quam 
alias cameras dictorum notariorum, horis consuetis t videliceb ab hora 
nona usque ad cenam parati reperiantur in hospitiis notariorum eorun- 
dem vel prope illa pro expediendis notis et aliis ad suum officium 
speetantibus exercendis diligenter et celeriter peragendis. 

7. Quod abbreviatores, qui pro litteris examinandis et corrigendis 
ad cancellariam veniunt supradietam, iurare teneantur inter cetera, 
quod impugnatores litterarum ipsarum non revelabunt partibus nee 
aliquibus aliis, per quos ad partes ipsas valeat pervenire. 

8. Quod abbreviatores in expediendis negotiis partium ad eos pro- 
venientium diligentes existant; et si forent impediti infirinitate vel 
alia de causa, negocia minhne reeipiant. Quod si reeeperint huiusmodi 
negotia, illa, quamprimum eis impedimentum oecurret, .restituant par- 
tibus. Et si reperiantur culpabiles in predictis, circa expensas et damna 
ipsarum partium vicecancellarii arbitrio puniantur. 

9. Quod pro notarum vel litterarum signo nichil reeipiatur a 
notariis vel abbreviatoribus supradictis. 

10. Quod pro portandis litteris de cameris notariorum ad correcto- 
riam vel de correctoria ad cancellariam nichil exigatur vel reeipiatur 
a procurantibus expeditionem huiusmodi litterarum, etiam si gratis eis 

») groBsis EO. 

3., 5. Die Emendation von gratiosis aus grossis war durch den Sinn der 
beiden Sätze bedingt. Gemeint sind die forme gratiose des Kanzleibuchs gegenüber 
den im Formelbuch der audientia contradietarum enthaltenen forme de iustitia. 
Unter den forme que mutantur (No. 5) sind die Beneficialbullen mit allen ihren 
Abarten verstanden, bei denen die Clausein und Schlussformeln je nach der Signatur 
der Suppliken und den Kanzleiregeln wechseln. Vgl. Bresslau, U. L. 1,238 A. 3. 



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94 HL Con8titutione8. 

oblatum fuerit. Quod si contrarium aliquis fecerit, duplum restituere 
teneatur et alias arbitrio vicecancellarii puniatur. 

11. Quod abbreviatores, qui tenebunt cameras notariorum nostro- 
rum quique vocabuntur ad cancellariam pro litteris examinandis, iurare 
habeant in manibus vicecancellarii sub hac forma: 

Ego . . abbreviator iuro etc. = Juramenta IX. c. 

12. Alii vero abbreviatores, qui non tenebunt cameras notariorum, 
si eos contingat ad cancellariam vocari pro litteris iustitie vel gratiosis 
examinandia, iurare etiam habeant in manu dicti vicecancellarii sub 
hac forma: 

Ego . . abbreviator iuro etc. = Juramenta IX. b. 

13. Subsecuutur preterea moderamina per nos apposita circa illos 
abbreviatores, qui formant petitiones seu notas litterarum iusticie : Quod 
abbreviatores pro formanda nota revocatorie a diffinitiva ultra tres 
grossos non exigant vel recipiant Turonenses; et si sententia super 
personali accione lata foret vel alias esset levis et absque prolixa 
narratione, iuxta qualitatem negotii minus recipere teneantur. 

14. De aliis vero revocatoriis, que non sunt a diffiuitiva, conti- 
nentibus unum solum gravamen dicti abbreviatores receptionem qua- 
tuor similium Turonensium nequaquam excedant. 

15. Si autem continerent duo vel plura gravamina, ipsi abbrevia- 
tores ultra decem non recipiant similes Turonenses, nisi forsan esset 
casus novus difficilis et prolixus; in quo siquidem casu iidem abbre- 
viatores ultra viginti non recipiant similes Turonenses; et si abbre- 
viatores ipsi receptione diccorum viginti Turonensium propter difficul- 
tatem et singularitatem casuum contenti non existerent vel impetrans 
se de predicti§ reputaret gravatum, recurratur ad arbitxium unius 
notariorum nostrorum, quem dictus impetrans duxerit eligendum. 

16. Quod prefati abbreviatores de formatione note executionis 
unius sententie late in apostolico palatio vel per aliquem auditorem 
in Komaua curia ex cominissione apostolica deputatum ultra XII non 
recipiant similes Turonenses. 

17. Et si contineant duas sententias, receptionem sedecim Turo- 
nensium similium nequaquam excedant 

18. Si vero contineant tres sententias, ultra viginti non recipiant 
similes Turonenses, nisi nota ipsa contineret diversas interlocutorias 
et instancias vel alias negotium multum prolixum et intricatum existeret, 
et tunc, si abbreviator et impetrans minime concordarent, recurratur 
ad arbitrium unius notariorum, quem ipse impetrans, ut supra dicitur, 
duxerit eligendum. 



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III. Constitutiones. 95 

19. Quod dicti abbreviatores de nota executionis interlocutoriarum 
vel interlocutorie ac revocationis attemptatorum non recipiant ultra 
decem similes Turonenses. 

20. Et si nota esset brevis et facilis, receptionem octo similium 
Taronensium nequaquam excedant. 

21. Quod iidem abbreviatores pro singulis notis remissionum in- 
hibitionum sequestrationum deuunciationum excommunicatornm in 
eodem palatio vel per aliquem auditorem in dicta curia ut premittitur 
deputatum receptionem octo similium Turonensium aliquatenus non 
excedant. 

22. Quodque abbreviatores dictorum notariorum pro correctione 
notarum ipsarum ultra taxationes non recipiaut infrascriptas, que tales 
existunt videlicet, quod, uno Turonensi argenti pro duodecim denariis 
Turonensibus parvis nunc et imposterum immutabiliter computato, 
pro correctione quatuor simplicium unius Turonensis argenti receptio 
nullatenus excedatur. 

23. Pro correctione duplicis note litterarum protectionis eruce- 
signatorum nou ultra unius similis Turonensis. 

24. Pro correctione duplicis note forme „Cum secundum aposto- 
lum u non ultra unius similis Turonensis. 

25. Pro correctione note protectionis religiosorum denominate 
„Personas vestras et locum" et confirmationis cum subiunctione clau- 
sule, scilicet „Specialiter autem decimas terras" cum sequentibus non 
ultra unius similis Turonensis. 

26. Pro correctione duplicis note „Excommunicati contra statuta 
concilii generalis 41 unius similis Turonensis. 

27. Pro correctione note super relaxatione iuramenti extorti de 
non repetendis usuris aut pignoribus detentis sub false venditionis 
specie in fraudem usurarum simulate concepte unius scilicet similis 
Turonensis. 

28. Pro correctione note conquestionis mercatorum contra debi- 
tores suos, qui non solverant terminis prestitutis, unius similis Turo- 
nensis. 

29. Pro correctione note super absolvendis monachis canonicis 
regularibus et conversis per abbates seu prelatos eorum alios reguläres 
dimidii similis Turonensis. 



22. Vgl. u. 209 (Script. T. 1). 

23. Vgl. u. 215—216 (Script. T. 2— 2«/ 2 ). 

24. Vgl. u. 213-214 (Script. T. 2%-3). 

25. Vgl. u. 227-228 (Script, T. 3-4). 
29. Vgl. u. 219 (Script. T. 2). 



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96 HL Constitutionen 

30. Pro correctione iiote illorum, qui ab alieno antistite fuerant 
ordinati, dimidii similis Turonensis. 

31. Nota vero spoliationis, in qua interponitur clausula de resti- 
tuendis iniuste spoliatis, sicut una de supradictis simplicibus com- 
putetur. 

32. Pro correctione note contra rectores parrochiales seu alios 
animarum parrochianorum super boc impetrancium curam gerentes, 
qui non absque symoniaca labe pecuniam extorquent ab eisdem par- 
rochiauis pro exequiis mortuorum benedictionibus nubentium et aliis 
ecclesiasticis sacrauientis non ultra unius similis Turonensis. 

33. Pro correctione note super defectu natalium pro diacono sub- 
diacono clerico vel Scolari presente, cum super hoc ad partes iuxta 
exigenciam stili consuetudinarii scribitur, unius similis Turonensis. 

34. Pro correctione note maioris forme super bonis alienatis revo- 
candis cum vel sine iuramenti expressione quoad impetrantem vel 
impetrantes, duorum similium Turonensium. 

35. Pro correctione note super attemptatis in partibus post im- 
petrantis iter arreptum ad sedem apostolicam revocandis duorum simi- 
lium Turonensium. 

36. Pro correctione note contra parrochianos decimas ecclesiis non 
solventes, pretensa per eos prava consuetudine de ipsis deciinis non 
solveudis, duorum similium Turouenbium. 

37. Pro correctione note confirmationis omuium libertatum et 
immuuitatum in forma generali pro regularibus, non tarnen pro hospi- 
talibus, cum expressione ordinis vel secularibus ecclesiis duorum simi- 
lium Turonensium. 

38. Privilegium autem commune quoad eins taxationein pro una 
simplici computetur. 

39. Pro corrigenda nota adiectionis iudicum, ut siue suspitione 
procedat iudicium, duorum similium Turonensium. 

40. JPro correctione revocatorie facientis mentionem de iusto im- 
pedimento, quo impetrans quantum ad prosecutionem non factam 
detentus extiterat, duorum similium Turonensium. 

41. Pro correctione note observationis diffinitive ac excommuni- 
cationis sententiarum vel solius excommunicationis per annum et am- 
plius tolerate quatuor similium Turonensium. 

42. Pro correctione revocatorie duas appellationes continentis 
duorum similium Turonensium. 



34. Vgl. u. 211 (Script. T. 2). 

37. Vgl. o. 217 (Script. T. 2). 

38. Vgl. u. 222 (Script. T. 8). 



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III. Constitutionea. 97 

43. Pro correctione alterius revocatorie unius appellationis absque 
narrationis magnitudine unius similis Turonensis. 

44. Pro correctione note contra feudatarios alienantes feuda sine 
dominorum ecclesiasticorum assensu, unius similis Turonensis. 

45. Pro correctione note contra censuarios dominis ecclesiasticis 
census debitos non solventes duorum similium Turonensium. 

46. Pro correctione conservatorie triennalis contra predonum 
raptorum et invasorum audatiam pro exemptis et non exemptis regu- 
laribus duorum similium Turonensium. 

47. Pro correctione note simplicis confirmationis unius similis 
Turonensis. 

48. Pro correctione eiusdem cum narratione facti duorum simi- 
lium Turonensium. 

49. Pro correctione note, quod religiosi possint uti privilegiis, 
quibus usi non fuerant negligenter, dummodo per prescriptionem vel 
alias legitime illis non existeret derogatum, duorum similium Turo- 
nensium. 

50. Pro correctione duplicis note, cum iudex causam tenuit diu- 
tius in suspenso per annum et amplius in ea minime procedendo 
duorum similium Turonensium. 

51. Pro correctione note, quod abbas vel alius prelatus regularis 
possit procedere ad correctionem monachorum canonicorum regularium 
et conversorum suorum, non obstante frivole appellationis obiectu, 
dimidii similis Turonensis. 

52. Pro correctione note, quod religiosi possint bona professorum 
suorum petere ac recipere feudalibus dumtaxat exceptis, unius similis 
Turonensis. 

53. Nota contra illum, qui excommuuicavit quempiam etiam ad 
instantiam alterius nullam habens iurisdictionem ordinariam seu etiam 
delegatam, et alia nota contra eum, qui ad instantiam etiam alterius 
denunciavit excommunicatum illum, qui nulla erat excommunicatione 
nodatus, inter simplices quelibet earuin et pro una simplici computetur. 

54. Pro corrigenda nota, cum appellatur a sententia diffinitiva 
cum longa narratione duorum similium Turonensium; et cum brevem 
narrationem continet, unius similis Turonensis. 

55. ßursus pro correctione inhibitionis vel remissionis seu seque- 
strationis aut denuntiationis excommunicati per auditorem ex com- 
missione apostolica in palatio apostolico vel in Romana curia depu- 
tatumautexcommunicationis cuiuscunque interlocutorie sive revocationis 
attemptatorum vel expensarum tantum seu absolutionis ad cautelam 
sex similium Turonensium. 

Tangl, Päpstl. Kaxuleiordnungen. 7 

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98 III. Constitutione s. 

56. Pro correctione note executorie uuius sententie diffinitive seu 
vim diffinitive haben tis aut non habentis in eodem late palatio, etiam 
si contineat interlocutorias vel diversas narrationes, duodecim similiuin 
Turonensium, 

57. Et preter dictos duodecim Turonenses pro qualibet de duabus 
aliis sententiis in eadem executoria contentis sex similium Turonensium. 

58. Sane vacare non videtur a ministerio rationis, quod horum 
statutonim et ordinationum certus vigor et effectus abbreviatores nota- 
rum gratiosarum et aliarum litterarum, que per petitiones a nobis 
signatas expediuntur, specialiter comprehendant, ut videlicet in ordina- 
tione huiusmodi notarum curam adhibeant diligentem, quodque abbre- 
viatores ipsi pro notis huiusmodi salarium recipiant moderatum. 

59. Statuimus itaque ac etiam ordinamus, quod ipsi abbreviatores 
pro nota facienda de beneficio ecclesiastico cum cura vel sine cura vel 
de canonicatu et prebenda vacantibus vel vacaturis ac dignitate per- 
sonatu vel prioratu seu officio aut adniinistratione simul in una nota 
vel separatini in duabus eciam si conventualis existat seu ad illam vel 
illuni consueverit quis per electionem assumi vel eciain de permuta- 
tionibus dictorum beneficiorum, nisi clausule insolite vel alias difficiles 
ibi fuerint, ut dispensationum reservationum vel narratio aliarum gra- 
tiarum vel vacationis aut reservationis pro qualibet nota duodecim 
Turonensium argenti pro eorum salario sint contenti. 

60. De confessore eligendo simpliciter vel etiam in casibus reservatis, 

61. de iudulgentia plenaria, 

62. de altari portatili, 

63. de celebracione misse ante lucem, 

64. de sacramentis ecclesiasticis ministrandis, 

65. de audiendis divinis in loco interdicto, 

66. de licencia recedendi pro prelato consecrato vel benedicto, 

67. de licentia ingrediendi monasteria cum certis personis, 

68. de absolutione a sententiis excommunicationum latis a canone 
etiam in casibus reservatis, 



59. Vgl. u. 129—131 (Script. T. 10—12 gr.). 

60. Vgl. u. 136 (Script. T. 10 gr.). 

61. Vgl. u. 137 (Script. T. 14-16 gr.). 

62. Vgl. u. 138 (Script. T. 10 gr.). 

63. Vgl. u. 139 (Script. T. 10 gr.). 

64. Vgl. u. 140 (Script. T. 10 gr.). 

65. Vgl. u. 141 (Script. T. 10 gr.). 

66. Vgl. u. 142 (Script. T. 10 gr.). 

67. Vgl. u. 143 (Script. T. 10 gr.). 

68. Vgl. u. 144 (Script. T. 20 gr.). 



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III. Consta tu ti one8. 99 

69. de licentia recipiendi tonsuram vel alios ordines, 

70. de licentia, quod quis non teneatar promoveri usque ad cer- 
tum tempus ratione beneficii, 

71. de licentia, quod quis non teneatur in parrochiali ecclesia 
residere, 

72. de licentia comedendi carnes pro religiosis, 

73. de licentia simili pro secularibus temporibus prohibitis, 

74. de licentia audiendi leges usque ad certum tempus, 

75. de reconciliatione cymiteriorum, 

76. de absolutione prelati a iuramento prestito de liminibus visi- 
tandis, 

77. de officio tabellionatus, si concedatur vel committatur conce- 
dendum, 

78. de licentia percipiendi fructus pro studente in theologia in 
Romana curia, 

79. de concessione officii scriptorie vel penitentiarie : 

80. pro qualibet videlicet nota predictarum precedentiura sex Turo- 
nensium similium sint receptione contenti. 

81. De indulgencia vero pro porrigentibus vel visitantibus simul 
ultra duodecim similes non recipiant Turonenses. 

82. De visitantibus per se, 

83. de porrigentibus etiam per se, 

84. de fructibus percipiendis in absentia, 

85. de prorogatione consecrationis seu ordiuum simplici, 

86. quod raunus consecrationis seu benedictionis impendatur in 
partibus, 

87. de una vel pluribus personis ponendis seu recipiendis in eccle- 
siis sive monasteriis, 

88. super defectu natalium ad ordines et beneficia, 

89. de facultate per alium visitandi et recipiendi procurationes in 
pecunia numerata, 



69. Vgl. u. 145 (Script. T. 8 gr.). 70. Vgl. u. 146 (Script. T. 10 gr.). 

71. Vgl. u. 147 (Script. T. 12 gr.). 72. Vgl. u. 148 (Script. T. 10 gr.). 

73. Vgl. u. 149 (Script. T. 10 gr.). 74. Vgl. u. 150 (Script. T. 10 gr.). 

75. Vgl. u. 151 (Script. T. 10 gr.). 76. Vgl. u. 152 (Script T. 10 gr.). 

77. Vgl. u. 173 (Script. T. 16 gr.). 78. Vgl. u. 153 (Script. T. 12 gr.). 

79. Vgl. u. 154 (Script. T. 16 gr.). 81. Vgl. u. 155 (Script. T. 16 gr.). 

82—83. Vgl. u. 156 (Script. T. 10—12). 84. Vgl. u. 157—158 (Script. 

T. 10—12). 85. Vgl. u. 159—160 (Script. T. 12—14). 86 t Vgl. u. 165 

(Script. T. 10-12). 87. Vgl. u. 167 (Script. T. 14). 88. Vgl. u. 172 

(Script. T. 12). 89. Vgl. u. 176-177 (Script. T. 14—16). 

7* 

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100 III. Constitutionea. 

90. de dispensatione super matrimonio contracto scienter vel 
ignoranter vel etiam contrahendo, 

91. de reservatione ecclesie cathedralis vel beneficii, 

92. de dicendo divinum officium iuxta morem Romanum vel alias, 

93. de confirmatione beneficii ex certa scientia vel quod quis non 
possit amoveri a prioratu, 

94. quod sorores vel fratres alicuius monasterii gaudeant privile- 
giis alterius monasterii, 

95. quod abbas vel abbatissa non teneantur solvere decimas vel 
collectas seu alias exactiones, 

96. de securo conductu, 

97. de conservatoria, que incipit „Frequentes", 

98. de conservatoria in forma concilii Viennensis: 

99. pro qualibet videlicet notarum predictarum similiter ultra duo- 
decira Turonenses non recipiant 

100- De licentia quoque testandi ultra decem non recipiant similes 
Turonenses. 

101. De recipiendo resignationem vel ex causa permutationis vel 
simpliciter tantum decem Turonenses similiter recipere possint 

102. De unione autem ecclesiarum usque ad viginti Turonenses 
recipere valeant et non ultra. 

103. Quod episcopus vel abbas inducatur in possessionem episco- 
patus vel monasterii cum clausula „Invocato" vel sine, ultra viginti 
Turonenses recipere non presumant 

104. De dando . coadiutorem episcopo vel alii prelato ultra viginti 
Turonenses non recipiant 

105. De recipiendo resignationem et conferendo beneficia resignata 
insimul viginti Turonenses habere valeant et non ultra. 

106. De paciente defectum natalium, quod eligi possit in episco- 
pum abbatem vel abbatissam, similiter viginti Turonenses recipere 
possint. 

107. De subsidio moderato cum executoria vel sine viginti Turo- 
nenses dumtaxat. 



90. Vgl. u. 178—179 (Script. T. 12—20). 91. Vgl u. 180 (Script T. 

10-12). 92. Vgl. u. 181 (Script T. 10). 93. Vgl. u. 182 (Script. 

T. 12). 94. Vgl. u. 183 (Script. T. 10). 95. Vgl. u. 201 (Script T. 12). 

96. Vgl u. 184 (Script T. 10). 97. Vgl. u. 185 (Script. T. 36 — 50). 

98. Vgl. u. 186 (Script. T. 30). 100. Vgl. u. 175 (Script T. 10). 

101. Vgl. u. 191 (Script. T. 12). 102. Vgl. u. 187—188 (Script T. 20—22). 

103. Vgl. u. 189 (Script. T. 20). 104. Vgl. u. 190 (Script. T. 20). 105. Vgl. 

u. 192 (Script T. 24). 106. Vgl. u. 193 (Script T. 16). 107. Vgl. 

u. 202 (Script. T. 16—18). 



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III. Constitutiones. \Q\ 

108. De mutuo contrahendo sedecim Turonenses et non ultra. 

109. De executoria super mutuo contrahendo viginti Turonenses. 

110. De forma communi pauperum duos Turonenses dumtaxat. 

111. Et de mutatione collationum dictorum pauperum vel iudicum 
cum narratione quatuor Turonenses et non ultra. 

112. Prescriptis autem taxationibus abbreviatores contententur 
prefati, sive pro una sive pro pluribus personis facte fuerint gratie; 
et hec eadem taxatio de aliis formis, in quibus maior labor non fuerit, 
observetur. 

113. Si vero maior labor fuerit vel in prenominatis seu aliis formis 
superius non expressis alique clausule vel narrationes intricate fuerint 
et impetrantes non possint cum abbreviatoribus concordare, taxentur 
note per certum abbreviatorem per vicecancellarium ad certum tempus 
deputandum. 

1 14. Si vero in predictis formis abbreviatoris culpa littere fuerint 
rescribende, utputa quia amiserit clausulas consuetas vel datas regulas 
ei non servaverit, expensis dicti abbreviatoris littere huiusmodi rescri- 
bantur. 

115. Item quod abbreviatores ipsi tarn litterarum iustitie quam 
aliarum ab impetrantibus pro scriptura vel alias nichil amplius quam 
taxaciones recipiant subscriptas. Quod si contrarium fecerint, duplum 
restituere teneantur et ultra hoc eiusdem vicecancellarii arbitrio puni- 
antur. 

116. Post formationem itaque notarum gratiam vel iustitiam con- 
tinentium eisque, ut debet ac decet fieri, preparatis consequens est, ut 
in scripturam litterarum grossarum note huiusmodi redigantur et de 
scriptoribus ideo nostris dictarum congrue subnectitur litterarum. 

Unde statuimus et etiam ordinamus, quod scriptores litterarum 
apostolicarum per civitatem seu locum, ubi curia Komana residet vel 
residebit inantea, cum honesto incedant habitu, capa videlicet rotunda 
vel longo tabardo, aliasque in domo et extra honeste se gerant; et 
qui hoc non servaverit, vicecancellarii arbitrio puniatur. 

117. Quod nullus abbreviatorum et scriptorum predictorum teneat 
publice concubinam et si qui sint illas habentes, eas infra octo dies 
post publicationem huiusmodi statuti et ordinationis omnino dimittant, 
illas extunc vel alias minime admissuri ; quod si non fecerint et dein- 
ceps illi vel alii reperti fuerint aliquam seu aliquas tenere publice ut 
prefertur, officio priventur perpetuo eorundem. Et super hoc unus 
alium deferre dicto vicecancellario teneatur. 



108. Vgl. u. 203 (Script. T. 20). 109. Vgl. u. 204 (Script. T. 30). 

110. Vgl. u. 205 (Script. T. 8), 206 vgl. u. 206 (Script. T. 10). 



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102 HL Constitutione 8. 

118. Quod nullus eoruudem scriptorum pro scribendis litteris 
apostolicis nee ante nee post scriptionem ipsarum ultra taxationem 
dietarum litterarum aliquid reeipiat, etiam si gratis offeratur eidem. 
Contrarium vero facientes duplum restituant et per vicecancellarium 
suspendantur per unum mensem ab officio scriptorie. 

119. Quod iidem scriptores litteras rescribendas gratis statim 
rescribant a ), etiam antequam alias litteras scribere ineipiant, nisi forent 
in scribendis litteris de curia oecupati et hoc absque remuneratione 
aliqua, etiam si eis gratis oblatum existeret. Si vero contrarium fece- 
rint, modo simili puniantur. 

120. Quod nullus eorundem scriptorum pro aliqua littera distri- 
buta gratis pro deo aliquid reeipiat etiam gratis oblatum; contrarium 
vero faciens pena simili puniatur. 

121. Quod nullus scriptorum ipsorum sine distributione rescriben- 
darii vel distributoris seu alterius super hoc potestatem habentis scribat 
litteras gratiam vel iustitiam continentes, nisi gratis fuerit rescribenda; 
et qui contrarium fecerit, per unum mensem ab eius officio suspendatur. 

122. Quod iidem scriptores, ex quo litteras scribendas reeeperint, 
illas iufra sex dies scribere ac impetranti eas satisfactione premissa 
re8tituere teneantur, nisi legitimum impedimentum habeant, quod statim, 
si oecurat vel cum infra huiusmodi tempus oecurrerit, rescribeudario 
seu distributori significare ac notam seu litteras ipsas ad eum remit- 
tere teneantur; et qui hoc non servaverit, arbitrio vicecancellarii 
puniatur. 

123. Quod nullus dictorum scriptorum litteras sibi distributas per 
alium scriptorem scribi faciat sine vicecancellarii licentia speciali ; faciens 
vero contrarium tarn videlicet tradens quam scribens per unum mensem 
ab officio suspendatur. 

124. Quod nullus scriptorum ipsorum litteras per eum grossatas 
restituat, nisi prius nomen suum ut moris est posuerit in eisdem, easque, 
si taxande fuerint, taxari faciat; illi vero, qui contrarium fecerit, com- 
putetur taxatio duplicata. 

125. Quod nullus eorundem scriptorum litteras per eum scriptas 
restituat, nisi prius cum nota ipsas auscultaverit diligenter et eas 
seeundum notam correxerit antedietam; et qui hoc non servaverit, ad 
ipsius vicecancellarii arbitrium puniatur. 

126. Quod iidem scriptores diligentes et attenti existant, ut scri- 
bendo litteras ipsas bone littere formam efficiant, ne propter cupidi- 
tatem lucri citius reeipiendi vel se in aliis negotiis et actionibus 

») fehlt E 0, ergänzt au» Cod. Bat*. A. IV. 20. 

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III. Constitutione 8. 1Q3 

occupandi nirais festinanter vel minus Ordinate scribant. Alioquin 
littere ipse taliter Scripte gratis rescribende mandentur; et si hoc 
nimis continuent, precaveant, quod eos pena gravior non sequatur. 

127. Quod in litteris, que transire habeant per audientiam publi- 
cam, scriptor apponat datam diei, qua ipsas recipiat ad scribendum, 
nisi vacationes communes existerent, et tunc datam pouere teneatur 
diei prime audientie resumende. In gratiosis vero litteris illam datam 
studeat apponere, quam appositam sive scriptam viderit in notis earun- 
dem. Quod si litteras ipsas sine data illa restituerit, arbitrio vicecan- 
cellarii puniatur. 

128. Premissis insuper notarum taxationibus predictarum alie 
grossarum litterarum taxationes per statuta et ordinationes prefata 
subsequentis distinctionis serie describuntur : 

129. Quod videlicet littera gratiosa cum clausulis consuetis super 
canonicatu et prebenda tantum vel super beneficio ecclesiastico cum 
cura vel sine cura simpliciter vel cum additione, eciam si dignitas vel 
personatus seu officium existat, vel super dignitate personatu vel officio 
in cathedrali vel collegiata tantum vacantibus vel vacaturis vel etiam 
de canonicatu et prebenda ac dignitate personatu vel officio et de 
prestimoniis et etiam de mensata decem Turonenses grossos argenti 
et non ultra taxetur. 

130. Executoria vero eiusdem duodecim Turonenses et non ultra 
taxetur. 

131. Et hoc idem in litteris prioratuum conventualium ac digni- 
tatum personatuum seu officiorum et beneficiorum, ad que persone 
a8sumuntur per electionem, inconsuetas clausulas vel narrationes in 
se minime continentibus precipimus observari. 

132. Si vero in eisdem litteris gratiosis et executoriis earundem 
alique clausule non communes vel insolite apponantur, puta narratio 
vacationis beneficii et reservationis beneficii specialis vel generalis ante 
vel post vacationem facte de illo vel narratio resignationis simpliciter 
vel ex causa permutacionis de mandato nostro admisse vel clausula 
acceptationis vel dispensationis super defectu etatis vel natalium vel 
super pluralitate beneficiorum et alie huiusraodi clausule insolite: non 
habita consideratione ad valorem beneficii, de quo fiet gratia, sed ad 
laborem scripture dumtaxat, pro duabus liueis clausularum insolitarum 
huiusmodi dimidius Turonensis argenti et non plus supponatur et 
computetur ultra taxationem predictam ; de omnibus aliis lineis restan- 
tibus, si que fuerint, hoc idem servari mandantes. 



129—132 = Taxbuch 7—11; vgl. o. 59 (Abbreviatorentaxe 12). 

132. Cod. Bas. schaltet nach dieser Nummer den Ansatz Taxbuch 13 ein. 



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104 IM- Constitutiones. 

133. De commissione, qua mandatur provideri monacho de prio- 
ratu vel beneficio seculari a ) et cum translatione sedecim Turonenses. 

1 34. De commissione, quod provideatur de prioratu vel alio bene- 
ficio, nisi tempore date ius alii sit quesitum, sedecim Turonenses. 

135. De commissione, quod provideatur de prioratu etc., ut in 
precedenti proxima. 

136. De confessore eligendo simpliciter decem Turonenses. 

137. De indulgentia plenaria pro uno quatuordecim, pro viro et 
uxore sedecim Turonenses. 

138. De altari portatili etiam si pro duobus decem b ) Turonenses. 

139. De celebratione ante lucem decem Turonenses. 

140. De sacramentis ecclesiasticis ministrandis pro confessore 
decem Turonenses. 

141. De audiendis divinis in loco interdicto decem Turonenses. 

142. De licentia recedendi pro prelato consecrato vel benedicto 
decem Turonenses. 

143. De licentia nobilis ingrediendi monasterium cum certis per- 
sonis decem Turonenses. 

144. De absolutione a peccatis Omnibus et a sententiis excom- 
municationum latis a canone etiam in casibus reservatis taxetur viginti 
Turonenses. 

145. De licentia recipiendi tonsuram vel alios ordines octo Turo- 
nenses. 

146. De licentia, quod quis non teneatur promoveri usque ad 
certum tempus ratione beneficii, quod obtinet, decem Turonenses. 

147. De licentia, quod quis non teneatur promoveri ratione par- 
rochialis ecclesie nee in ea residere, duodeeim Turonenses. 

148. De licentia comedendi carnes pro religiosis decem Turo- 
nenses. 

149. De licentia simili pro secularibus temporibus prohibitis decem 
Turonenses. 



*) regulari Cod. Bas. und Taxbuch. b ) Taxe fehlt in den Hra.; aus 

dem Taxbuch ergänzt. 

133. = Taxbuch 14; fehlt in der Abbrev.-Taxe. 

134. = Taxbuch 33; fehlt in der Abbrev.-Taxe. Cod. Bas. schaltet hier die 
Clausel Taxbuch 34 ein. 

135. Fehlt im Taxbuch und in der Abbrev.-Taxe. 

136-144. = Taxbuch 199—201, 204—207, 209, 231,232,230; vgl. o. 60— 
68 (Abbrev.-Taxe 6). 

145—153. r- Taxbuch 233—238, 210, 329, 239; vgl. o. 69—76, 78 (Abbrev.- 
Taxe 6). 



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III. ConBtitutiones. 105 

150. De licentia audiendi leges usque ad certum tempus decem 
Tiironeii8es. 

151. De reconciliatione cimiteriorum decem Turonenses. 

152. De absolutione prelati a iuramento prestito de liminibus 
visitandis decem Turonenses. 

153. De licentia percipiendi fructus pro studente in theologia in 
Romana curia duodecim Turonenses. 

154. De conceßsione officii scriptorie vel penitentiarie sedecim 
Turonenses. 

155. De indulgentia pro porrigentibus vel visitantibus simul sede- 
cim Turonenses. 

156. De visitantibus per se duodecim Turonenses vel de porrigen- 
tibus per se X Turonenses. 

157. De fructibus percipiendis in absentia usque ad certum tempus 
gratiosa decem Turonenses. 

158- De executoria super eodem duodecim Turonenses. 

159. Et si ponatur, quod non teneatur interim ad ordines pro- 
moveri, gratiosa duodecim Turonenses. 

160. Pro executoria super eodem quatuordecim Turonenses. 

161. Et si pro pluribus, pro qualibet persona addatur unus Turo- 
nensis in taxatione cuiuslibet dictarum litterarnm. 

162. De commissione receptionis iuramenti episcopi vel abbatis in 
partibus sedecim Turonenses. 

163. De forma iuramenti octo Turonenses. 

164. De prorogatione consecrationis seu ordinum cum retentione 
beneficiorum usque ad certum tempus sedecim Turonenses. 

165. Quod munus consecrationis seu benedictionis impendatur in 
partibus, pro episcopo duodecim Turonenses, pro abbate decem Turo- 
nenses. 

166. Et si addatur de ordinibus recipiendis, addantur pro qualibet 
quataor Turonenses. 



154. Fehlt im Taxbuch; vgl. o. 79 (Abbrev.-Taxe 6). 

155. == Taxbuch 211; vgl. o. 81 (Abbrev.-Taxe 12). 

156—160. = Taxbuch 212—217; vgl. o. 82—85 (Abbrev.-Taxe 12). 

161. Aehnlich Taxbuch 218. 

162. = Taxbuch 36. 

163. Aehnlich Taxbuch 94. 

164. = Taxbuch 344. 

161 — 164. Fehlt in der Abbrev.-Taxe. 

165. = Tax buch 35; vgl. o. 86 (Abbrev.-Taxe 12). 

166. = Taxbuch 38; fehlt in der Abbrev.-Taxe. 



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106 m> Constitutiones. 

167. De una vel pluribus personis ponendis seu recipiendis in 
ecclesiis sive monasteriis regularibus, si pro una persona scribatur, 
ponatnr seu taxetur littera quataordecim Turonenses. 

168. Et si pro duabus, sedecim; et si pro pluribus, deinceps pro 
qualibet persoua duo Turonenses addantur. 

169. De facultate ponendi in pluribus ecclesiis singulas personas 
in singulis ad noniinationem regis principis vel alterius pro prima 
littera computetur sedecim Turonenses. 

170. Et pro secunda addantur duo Turonenses et deinceps pro 
singulis aliarum tantundem addatur. 

171. Et sie seeundum magis et minus tales littere taxabuntur. 

1 72. Super defectu natalium etiam geniti de presbitero ad ordines 
et beneficia simpliciter duodeeim Turonenses. 

173. De concessione officii tabellionatus vel quod aliquis possit 
creare tabellionem unicum dumtaxat, sedecim Turonenses. 

174. Et si pro duobus, decem et octo Turonenses; et deinceps 
pro quolibet duos Turonenses ad plus. 

175. De licentia testandi decem Turonenses. 

176. De facultate per alium visitandi et reeipiendi procurationes 
in peeunia numerata, gratiosa taxetur ad quatuordeeim Turonenses. 

177. Et littera executoria sedecim Turonenses. 

178. De dispensatione super matrimonio ignoranter contractu vel 
contrahendo in gradu prohibito duodeeim Turonenses. 

179. De matrimonio contracto seien ter viginti Turonenses. 

180. De reservatione ecclesie cathedralis duodeeim Turonenses vel 
beneficii simplicis decem Turonenses. 

181. De dicendo divinum officium iuxta morem Romanum vel 
alias decem Turonenses. 

182. De confirmatione beneficii ex certa scientia cum brevi nar- 



167. — Taxbuch 254; vgl. o. 87 (Abbrev.-Taxe 12). 
168—171. = Taxbuch 255—260; fehlt in der Abbrev.-Taxe. 

172. = Taxbuch 295 = o. 88 (Abbrev.-Taxe). 

173. = Taxbuch 144; vgl. o. 77 (Abbrev.-Taxe 6). 

174. =r Taxbuch 145—146; fehlt in der Abbrev.-Taxe. 

175. =r Taxbuch 241 = o. 100 (Abbrev.-Taxe). 

176—177. = Taxbuch 267—268; vgl. o. 89 (Abbrev.-Taxe 12). Cod. Bas. 
schaltet hier die Ausätze Taxbuch 269—270 ein. 

178—179. = Taxbuch 299, 301; vgl. o. 90 (Abbrev.-Taxe 12). Cod. Bas. 
schaltet danach den Ansatz Taxbuch 300 ein. 

180. = Taxbuch 1—2; vgl. o. 91 (Abbrev.-Taxe 12). 

181. — Taxbuch 102; vgl. o. 92 (Abbrev.-Taxe 12). 

182. = Taxbuch 69 und 101 = o. 93 (Abbrev.-Taxe). 



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III. Constitutione 8. 107 

ratione vel quod quis non possit amoveri a prioratu duodecim Turo- 
neiises. 

183. Quod sorores vel fratres alicuius monasterii gaudeant privi- 
legiis alterius monasterii decem Turonenses. 

184. De securo conductu decem Turonenses. 

185. De conservatoria „Frequentes" pro una persona vel eollegio 
triginta sex, pro episcopo et sua diocesi quadraginta Turonenses, pro 
archiepiscopo et provincia quinquaginta Turonenses. 

186. De conservatoria in forma concilii triginta Turonenses. 

187. De unione ecclesiarum facta monasterio viginti Turonenses. 

188. Et de executoria, si fiat, viginti duos Turonenses. 

189. Quod episcopus vel abbas inducatur in possessionem episco- 
patus vel monasterii cum clausula „Invocato" vel sine, viginti Turo- 
nenses. 

190. De dando coadiutorem episcopo vel alii prelato viginti Turo- 
nenses. 

191. De recipiendo resignationem vel ex causa permutationis vel 
simpliciter duodecim Turonenses. 

192. De recipiendo huiusmodi resignationem et conferendo bene- 
ficia resignata viginti quatuor Turonenses. 

193. De patiente defectum natalium, quod possit eligi in episco- 
pum vel abbatem vel abbatissam, sedecim Turonenses. 

194. De dispensatione patientis defectum natalium in terris eccle- 
sie, quod possit ad successionem et ad honorem assumi, viginti Turo- 
nenses. 

195. De habilitatione illius, qui unam vel plures ecclesias vel 
dignitates iniuste tenuit etiam cum remissione fructuum, viginti Turo- 
nenses. 

196. De habilitatione illorum, qui de ordine mendicantium trans- 
eunt ad ordinem non mendicantium cum dispensatione, quod habeant 



183. = Taxbuch 103; vgl. o. 94 (Abbrev.-Taxe 12). 

184—186. = Taxbuch 360, 271 — 275; vgl. o. 96 — 98 (Abbrev.-Taxe 12). 
Cod. Bas. bringt die Ansätze über die Conservatoriae vollständig in der Fassung 
des Taxbuches. 

187—188. = Taxbuch 279-280; vgl. o. 102 (Abbrev.-Taxe 20). 

189. = Taxbuch 18 = o. 103 (Abbrev.-Taxe). 

190. = Taxbuch 361 = o. 104 (Abbrev.-Taxe). 

191. =r Taxbuch 99; vgl. o. 101 (Abbrev.-Taxe 10). 

192. = Taxbuch 100; vgl. o. 105 (Abbrev.-Taxe 20). 

193. Vgl. Taxbuch 310 (Fassung abweichend, Taxe 30); vgl. o. 106 (Abbrev.- 
Taxe 20). 

194—196. = Taxbuch 302, 322—323; fehlt in der Abbrev.-Taxe. 



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108 HL Constitutiones. 

locura et vocem in capitulo et curam animarum gerere et ad omnes 
dignitates assumi possint, viginti Turonenses. 

197. De litteris provisionum abbatum pro qualibet littera sedecim 
Turonenses. 

198. De litteris provisionum episcoporum pro qualibet littera 
viginti Turonenses. 

199. De litteris provisionum patriarcharum et archiepiscoporum 
pro qualibet littera XXIIII Turonenses. 

200. Si vero üat mentio de benedictione abbatis vel consecratione 
episcopi vel archiepiscopi seu patriarche et assignatione pallii, duo 
Turonenses possint poni ultra taxationes predictas in qualibet dictarum 
litterarum. 

201. Quod abbas vel abbatissa non teneantur solvere decimas vel 
collectas seu alias exactiones, duodecim Turonenses. 

202. De subsidio moderato cum executoria sedecim et decem et 
octo Turonenses. 

203. De mutuo contrahendo viginti Turonenses. 

204. De executoria super mutuo contrahendo triginta Turonenses. 

205. De forma communi pauperum octo Turonenses. 

206. Et de mutatione collationum dictorum pauperum vel iudicum 
cum narratione decem Turonenses. 

207. In aliis vero formis superius non expressis volumus obser- 
vari, quod, si littera sit triginta linearum numerum non excedens, de 
singulis duabus lineis recipiatur unus similis Turonensis; si vero in 
predictis superius expressis seu aliis quibuscunque numerum excedat 
eundem, in quantum illum excederet, propter excessum huiusmodi 
ratione difficultatis, que in scribendo existit, et ob periculum rescrip- 
tionis unum etiam ßimilem Turonensem recipi permittimus pro qualibet 
linearum. 

208. Premissis igitur litterarum gratie taxationibus antedictis 
decens est, ut circa taxationem scripture litterarum de iustitia et alia- 
rum, que per audientiam transeunt, cerfca similiter et distincta perpetuo 
norma detur, que subsequitur in hunc modum : 



197—200. = Taxbuch 3—6; fehlt in der Abbrev.-Taxe. 

201. = Taxbuch 104 = o. 95 (Abbrev.-Taxe). 

202. = Taxbuch 362—363; vgl. o. 207 (Abbrev.-Taxe 20). 

203—204. = Taxbuch 364—365; vgl. o. 108—109 (Abbrev.-Taxe 16—20). 
205—207. = Taxbuch 19—22; vgl. o. 110 — 111 (Abbrev.-Taxe 2 und 4). 
Cod. Bas. fugt zu 205 hinzu: que incipit „Constitutue". 
207. =- Taxbuch 21—22; fehlt in der Abbrev.-Taxe. 
208—221. = Taxbuch 383—399. 



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III. ConstitutioneB. 109 

209. „Conquestus", „Post iter", „Ea que de bonis u in minori 
forma, „Preces et mandata" et alie simplices pro qualibet unum Turo- 
nensem grossum. 

210. „Accedens" duos Turonenses. 

211. „Ea que de bonis" in maiori forma duos Turonenses. 

212. „Cum olim" duos Turonenses. 

213. „Cum secundum apostolum" prima duos Turonenses cum 
dimidio. 

214. Secunda tres Turonenses. 

215. Pro crucesignatis prima duos Turonenses. 

216. Pro secunda duos Turonenses cum dimidio. 

217. Confirmationes cum protectione duos Turonenses. 

218. „Justis petentium" duos Turonenses. 

219. Pro absolutione monachorum duos Turonenses. 

220. „Quoniam ut ait apostolus" prima duos Turonenses. 

221. Secunda duos Turonenses cum dimidio. 

222. Pro privilegiis communibus octo Turonenses. 

223. „Contra predonum" quatuor Turonenses. 

224. „Nonnulli parrochiani" duos Turonenses cum dimidio. 

225. „Nonnulli iuiquitatis filii" tres Turonenses. 

226. „Sub religionis habitu" quatuor Turonenses. 

227. „Personas vestras et locum" tres Turonenses. 

228. „Et specialiter (decimas terras)" a ) quatuor Turonenses. 

229. Quod abbas possit corrigere, tres Turonenses. 

230. „Sub regulari habitu" tres Turonenses. 
231 „Cupientes terrena" quatuor Turonenses. 

232. „Cupiat cum humilitate" tres Turonenses. 

233. „Nonnulli monachi, ut correctionem evitent", tres Turonenses. 

234. In aliis vero litteris quibuscunque audientie tres linee pro 
uno Turonensi ponantur in taxatione predicta et hoc nisi excedant 
numerum triginta linearum. Si vero excedant dictum numerum, in 
hoc quod excedant ultra dictas triginta, quia difficiliores et periculo- 



a ) fehlt in den Hss.; aus dem Taxbuch ergänzt. 

222—230. =r- Taxbuch 403—411. 

In der Abbrev.-Taxe finden sich nur folgende: 

209. = o. 22. 

211. = o. 34. 

213-216. Vgl. o. 23—24 (Taxe 1). 

217. = o. 37. 

219. Vgl. o. 29 (Taxe */,). 

222. Vgl o. 38 (Taxe 1). 

227-228. Vgl. o. 25 (Taxe 1). 



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l\Q IIL Conatitutiones. 

siores sint ad scribenduin, due linee pro uno Turonensi computentur. 
Lüieaui autem, que viginti quinque contineat dictiones, intelligi volu- 
mus in omnibus tarn litterarum gracie quam iusticie taxationibus per 
lineas ut predicitur faciendis. 

235. Accedit preterea circa regestrum litterarum uostrarum et 
registratores earum ut sequitur rationabiliter providere, videlicet quod 
ipsi registratores pro huiusmodi litteris registrandis ultra taxationes, 
que fueriut iu eisdem litteris designate, uon recipiant, etiam si gratis 
offeratur eisdem. Qui vero secus egerint, duplum eius, quod recepe- 
rint, restituere teneantur, servato tarnen moderamine infrascripto in 
lttteris et pro eis iuferius denotatis, scilicet: 

236. Quod pro registrandis litteris provisionum prelatorum, quando 
contingit plures fieri litteras pro eisdem, dicti registratores pro littera 
principali provisionis ultra taxationem in ea expressam non recipiant; 
de aliis vero litteris ad provisiouem ipsam facientibus, que non regi- 
strantur ex integro, prefati registratores medietatis taxationis expresse 
in eisdem aliis litteris dumtaxat sint receptione contenti. 

237. Quod cum pro eodem ordine vel pro eadem persona plures 
eiusdem tenoris et date littere conceduntur, licet iudices vel executores 
seu conservatores, quibus in ipsis litteris scribitur, sint diversi, pro 
una recipiatur ab eisdem registratoribus dumtaxat taxatio in eadem 
expressa; sed pro qualibet aliarum litterarum huiusmodi registratores 
ipsi ultra sex grossos non recipiant Turonenses. 

238. Quod pro registrandis litteris, que intuitu dei ob pauper- 
tatem impetrantium vel ex aliis causis gratis distribute gratisque 
Scripte fuerint, nichil registratores recipiant prelibati, etiam si gratis 
oblatum existeret 

239. Quod iidem registratores pro litterarum copiis, que sumuntur 
ab eis de regestro, ultra tertiam partem taxationis litterarum ipsarum 
nequaquam recipiant; si autem earum taxatio numerum triginta Turo- 
nensium grossorum excederet, non recipiant ultra quartana, partem 
taxationis huiusmodi prefatum numerum excedentis, etiam si in hiis 
vel aliis premissis casibus facientibus de dictis registratoribus mentionem 
gratis offerretur eisdem; qui vero contrarium egerint, duplum eius, 
quod receperint, restituere teneantur. 

240. Ceterum volumus, quod, quamdiu Bomana curia fuerit citra 
montes, id, quod iu dictis taxationibus de Turonensi grosso exprimi- 
tur, observetur. Sed ubi ultra montes, Rome videlicet vel in Italie 
parübus, curiam ipsam esse continget, in eisdem taxationibus Bomaninus 
pro Turonensi ponatur. Nulli ergo etc. 



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HL Constitutiones. \\\ 

XIII. 

Johann XXII. ordnet den Geschäftsgang in der Audientia litterarum contra- 
dictarum. 

1331 November 16 Avignon. 

Cod. Paris. 4169 fol. 100 (E), daraus Cod. Ottobon. lat. 911 (0). 

Erler, 1. c. 191 ff. aus E. 

Ueberschrift : Anno mense dieque predictis idem summus pontifex ordina- 
tiones circa reformationem officiorum audientie litterarum contradictarum per 
ipsum editas per nos Petrnm dei gratia episcopum Penestrinum sancte Romane 
ecclesie vicecancellarium anno sui pontificatus predicto publicari mandavit. Quo- 
rum quidem ordinationum tenor talis est: 

Johannes episcopus servus servorum dei ad perpetuam rei 
memoriam. 

Qui exacti temporis gesta recenset ac eorum rationes advertit, pro- 
fecto reperit in publica litterarum etiam contradictarum apostolice sedis 
audientia et in rescriptis aliisque litteris apostolicis et ceteris scripturL*, 
pro quibus audientia ipsa ignara silentii extitit instituta, et personis 
regentibus ac replentibus illam ordinationes auttenticas habitas et con- 
suetudines rationabiles. Digne igitur in premissis ordioationis status 
exigitur et modificationis limitatio vendicat sibi locum, ut noxius ap- 
petitu* absistat et mentis equanimitas salubriter ac iuste informata 
perduret, quia per eandem audientiam velut patentem iauuam ad ex- 
hibitionem iustitie plerumque a ) gratie b ) ac liberaliter Omni- 
bus eam implorantibus ministrare, cunctis pro ea confluentibus 
ad sanctam Bomanam ecclesiam tamquam matrem ex diversis mundi 
partibus habetur introitus iustum et prestitum exitum sortiturus. Per 
ipsam quoque audientiam summi pontificis generalis et supereminens 
universis communis ostentatur auctoritas et iurisdictio sepius designa- 
tur. Nos ergo, qui licet immeriti beato Petro succedimus et vice Christi 
fungimur super terram, exposcente qualitate presentis temporis et utili- 
tate publica pietati etiam consona suadente predictis Omnibus in 
examem diligentis considerationis adductis et examinatis attentius, utile 
et rationabile fore conspeximus circa sollicitudinem et attentionem 
lectorum audientie prelibate fidelitatemque honestam ac modestiam 
procuratorum in audientia prelibata et moderationem salarii eis debiti 
pro dictarum impetrationibus litterarum et alia, que iam dicta contin- 
gunt, statuta et ordinationes subiuncta edere perpetuo valituraque 
precipimus inviolabiliter observari. 

1. Presentium nempe auctoritate statuimus ac etiam ordinamus, 
quod dicti lectores, qui duo fore solent, ambo veniant cottidie ad 
legendum, ne propter alicuius eorum absentiam impediri contingat 

») plenumque 0. b ) in EO leerer Raum für 10—12 Buchstaben. 

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112 HL Constitutione s. 

leciuram huiusniodi litterarum et aliarum etiam scripturarum et quod, 
donec littere et scripture huiusmodi lecte fuerint, de audientia pre- 
dicta nisi ex causa legitima non discedant. 

2. Quod supradicti lectores eiusdem audientie illis diebus, quibus 
eis imminet solitum et debitum eorum lecture officium exercere, in 
audientia ipsa hora tempestiva conveniant et, quamcitius poterunt sine 
luce materiali, huiusmodi legendi officium inchoent, bene et honeste 
legant absque interpolationibus inhonestis. 

3. Quod de lecturis extraordinariarum scripturarum nichil perci- 
piant, nisi forent magni processus seu scripture prolixe, qui magnum 
laborem exigerent in legendis ; et tunc ad plus ultra duos grossos non 
recipiant Turonenses. Caveant tarnen, quod propterea non impediatur 
lectura ordinaria eorundem. 

4. Quod procuratores in eadem audientia sine strepitu maneant 
lecturam predictam bene pacifice attente atque modeste audiant sine 
rumoribus cachinationibus sibilationibus restrictionibus impulsionibus 
et clamoribus superfluis quibuscunque, ne lectura seu lectores prefati 
in executione ipsius lecture seu alii audientes ibidem in audieudo valeant 
quomodolibet impediri. 

5. Qui vero secus egerint, per notarium audientie per vicecancel- 
larium ibidem depututum ad requisitionem lectorum signentur et pro 
qualibet vice, qua signati fuerint, unum Turonensem argenti solvere 
teneautur, et ille, qui ter repertus fuerit in penam illam incidisse, 
preter solutionem dictarum trium Turonensium, quam non effugiat, 
per unum annum de audientia eo ipso sentiat se expulsum et locus 
suus alteri interim assignetur. 

G. Quod dicti procuratores pro solutione salarii sibi debiti pro 
litteris apostolicis impetrandis possint de illis ex huiusmodi litteris, 
que videlicet taxabuntur, ab uno Turonensi argenti usque ad sex tan- 
tum recipere, quantum earundem ascendet taxatio litterarum. 

7. Pro aliis vero litteris a sex Turonensibus usque ad duodecim 
Turonenses taxandis sex dumtaxat recipiat similes Turonenses, sed pro 
aliis litteris, quas ultra duodecim Turonenses taxari continget, tantum 
recipere possint, quantum ascendet taxationis earum medietas et non 
ultra. 

8. Quodsi contrarium fecerint, duplum eius, quod ultra receperint, 
restituere compellantur. Et ei huiusmodi excessum contiuuent, de au- 
dientia ipsa totaliter expellantur. a ) 



») continuet expellatur EO. 

Ö—9. Vgl. o. Constitutione« IV. 10. 



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III. Constitutiones. 113 

9. Quod procuratores in eadem audientia locum habentes nichil 
omnino recipiant ratione impetrationis seu procurationis litterarum 
dominorum suorum, a quibus sint sua taxata vel taxanda salaria 
recepturi. Et si aliquid inde forsan reciperent, tötum id, quod exinde 
receperint, de salario sibi debito detrahatur. 

10. Quod nullus eorundem procuratorum , postquam mandatum 
receperit vel promissionem simplicem parti fecerit de littera bullata 
sibi vel ad dictam audientiam reportanda, litteram eandem duplicari 
faciat seu principalem vel quamvis alium ad id agendum inducat aut 
extra Eomanam curiam mittere litteram ipsara per se vel alium quo- 
quomodo presumat, donec iuxta mandatum vel promissum huiusmodi 
litteram ipsam reportaverit ut tenetur. Contrarium vero faciens de 
audientia predicta perpetuo expellatur. 

11. Quod nullus dictorum procuratorum litteram „Post iter arrep- 
tum" pro aliquo clerico coniugato pro absente scienter impetrare pre- 
sumat Qui vero contrarium fecerit, de audientia perpetuo expellatur. 

12. Quod nullus etiam pro salario impetrationis gratiarum aut 
gratiosarum litterarum pro qualibet videlicet gratia prosequenda reci- 
piat ultra quatuor Turonenses, nisi foret alicuius prelati promotio de 
qua fiunt a ) interdum quamplures littere, pro quarum singulis quatuor 
Turonensium sit receptione contentus. 

13. Quod nullus litteras per dictam audientiam impetrare audeat, 
nisi locum sibi assignatum per vicecancellarium habeat in eadem, qui 
etiam a tergo littere, quam impetrat, suum nomen apponat, vel nisi 
principalis persona, que pro se vel ecclesia aut aliis beneficiis suis aut 
pro coniunctis sibi usque ad tertium consanguinitatis gradum (impetrat) 
vel pro Ulis, a quibus super hoc mandatum habuerit speciale. Quod 
si quis contrarium fecerit, littere, quas tunc impetrabit, in eadem au- 
dientia lanientur. 

14. Quod nullus sit ausus nomen procuratoris locum habentis in 
dicta audientia ponere a tergo in litteris, que per eundem impetrantur, 
nisi eo expresse maudante. Et si contrarium repertum fuerit, littere 
ipse in audientia ipsa lanientur. 

15. Quod nullus dictorum procuratorum vel quivis alius removere 
audeat nomen procuratoris de aliqua nee 6uum vel alterius nomen in 
ea ponere sine licentia auditoris contradietarum vel illius procuratoris, 



») fuerit E. 

11. Ueber „Post iter arreptuin" vgl. o. IX. 28. 

13. Der Satz ist in der in E überlieferten Form unvollständig und daher 
auch schwer verständlich; als Prädicat zu principalis persona que scheint mir 
das Verbuni impetrat zu ergänzen. 

T a n g 1 , räpstl. Kanzleiordnungen. g 



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114 ttl. Constitutiones. 

cuius nomen supra scriptum fuerit in eadem. Contrarium faciens, si sit 
procurator in audientia, per unum annum ab eadem audientia expellatur ; 
si vero alius fuerit, exconimunicationis incurrat sententiam ipso facto, 
a qua nisi in mortis articulo per alium quam per nos vel prefatum 
vicecancellarium non possit absolvi. 

16. Quod duo nomina procuratorum a tergo littere non ponantur. 
Et si contrarium repertum fuerit, littera in audientia lanietur et ex- 
pensis illius, qui secundum nomen apposuerit, rescribatur. 

17. Quod nullus procurator eiusdem audientie litteram seu infor- 
mationem vel procuratorium, que seu quod alteri procuratori dicte 
audientie de partibus mitteretur, recipere seu aperire vel a casu recepta 
retinere presumat, nisi super hoc ab eodem procuratore mandatum 
habuerit speciale, sed absque dilatione qualibet eidem procuratori, cui 
mittuntur, fideliter illa restituat. Quod si contrarium fecerit, duplum 
eius, quod exinde receperit, Uli qui ea sibi tradidit, si existat in dicta 
curia, alioquin illud procuratori, cui littera seu informatio aut pro- 
curatorium huiusmodi mittitur, restituere teneatur et eadem audientia 
per anni a ) spatium sit privatus. 

18. Quod nullus eorundem procuratorum teneat publice concu-' 
binam. Quod si fecerit, ad impetrandum et contradicendum vel peten- 
dum salaria sua de cetero minime admittatur. Et si qui sint nunc 
illas habentes, nisi infra VIII dies a publicatione presentis ordinationis 
eas dimiserint illas vel alias miniine resumpturi, et deinceps Uli vel alii 
reperti fuerint aliquain vel aliquas tenere publice ut prefertur, preter 
penam predictam locis suis in audientia perpetuo sint privati. 

19. Quod nullus malitiose aliquam litteram gratiam vel iustitiam 
continentem de cancellaria seu audientia litterarum aut domibus dicti 
auditoris contradictarum correctoris rescribendarii distributoris vel 
bullatoruin seu registratorum aut abbreviatorum seu scriptorum directe 
vel indirecte patenter vel latenter recipiat. Et hoc idem de monitio- 
nibus denuntiationibus citationibus et quibusvis aliis scripturis, que 
leguntur et legi consueverunt in audientia supradicta, de audientia vel 
cancellaria prefatis malitiose ut prefertur non recipiendis simili quöque 
modo de petitionibus signatis et signandis a nobis vel de mandato 
nostro aut per vicecancellarium de ipsa cancellaria vel domibus abbre- 
viatorum sive scriptorum eorundem cum notis vel absque notis ex eis 
formatis seu formandis minime recipiendis ut pretangitur observari 
statuimus et etiam ordiuamus. Contrarium vero faciens eo ipso excom- 
municationis sententie se novcrit hubiacere, a qua nisi per nos vel 

a) annum E. 

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III. Constitutiones. JJ5 

predictum vicecancellarium non possit nisi in periculo mortis consti- 
tutus absolvi; et etiam si procurator existat* locum in audientia ipsa 
obtinens, eadem audientia perpetuo sit privatus et assignetur huius- 
modi locus suus alteri. 

20. Ceterum statuimus et ordinamus, quod nullus, cuiuscunque 
condicionis aut status existat, nisi vicecancellarius vel qui super hoc a 
nobis vel ab ipso vicecancellario fuerint deputati, in litteris nostris 
bullatis Tel in petitionibus seu notis litterarum apostolicarum, post- 
quam petitiones seu note huiusmodi per nos seu dictum vicecancella- 
riura vel alias de mandato nostro vel suo signate nee etiam in dictis 
litteris etiam non bullatis, postquam grossate et nostro, prout con- 
tingit interdum, vel dicti vicecancellarii signo signate fuerint, aut in 
notis litterarum apostolicarum, que per cameras notariorum nostrorum 
transeunt, seu in ipsis litteris etiam non bullatis, postquam note vel 
littere ipse per notarios eosdem vel abbreviatores ipsorum signate 
fuerint, quiequam corrigat addat vel detrahat seu alias quoquomodo 
scribendo vel deponendo manum in eis apponat, nisi auditor contra- 
dietarum fuerit in litteris videlicet, que in audientia predieta de more 
leguntur, vel corrector litterarum nostraruin, prout ad eorum officia 
dinoscitur pertinere. Qui vero contrarium fecerit, exeommunicationis 
ineurrat sententiam ipso facto, a qua non possit per alium quam per 
nos vel vicecancellarium antedictum nisi in mortis articulo constitutus 
absolutionis.beneficium obtinere. Nulli ergo etc. 

Datum Avinione XVI. kal. decembris pontificatus nostri anno 
sextodeeimo. 

XIV. 

Johann XXII. setzt unter Abänderung der Bulle Clemens' V. vom 27. Octo- 
ber 1310 (o. No. X) die Zahl der Scriptoren auf 70 fest. 
1331 November 16, Avignon. 

Reg. Innocent. VI. No. 231 f. 222 epist. 179. Inserirt in die Bestätigungs- 
bulle vom 12. April 1355. 

Die Abschrift der Bulle, von der ich selbst nur einen Auszug gemacht 
hatte, wurde mir von Herrn Dr. Starzer gütig mitgetheilt. Die Eintragung in 
den Registern Johanns XXII. aufzusuchen, gebrach es mir an Zeit. 

Johannes episcopus servus servorum dei ad perpetuam rei 
memoriam. 

Decet et expedit, ut ea interdum, que, quatenus racionabiliter et 
honeste eciam cum digesta maturitate gerantur, statuunter et eciam 
ordinantur, suadentibus iustis et racionabilibus postmodum emergenti- 
bus seu contingentibus novis causis presidentis officio pensata eciam 

8* 



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116 III. Constitutiones. 

varietate teniporum et attenta qualitate ipsorum contingentium im- 
mutentur vel alias reforinentur. Sane iam dudum pro parte dilectorum 
filiorum scriptorum litterarum apostolicarum felicis recordationis Cle- 
menti pape V. predecessori nostro frequenter exposito, quod propter 
importunam instanciain pluritnoruni, quibus se dicta sedes super hoc 
exhibuerat liberalem adeo erat eorum numerus augmentatus, quod 
ipsi, qui centum et decem vel circiter tunc temporis existebant, secun- 
dum eorum decenciam laudabilem antiquam Romane curie consuetu- 
dinem non poterant de officii sui obvencionibus commode sustentari 
nee non ex parte ipsorum ei supplicato, quod providere super hoc de 
benignitate apostolica diguaretur: dictus predecessor tarn hiis quam 
eciam aliis causis legitimis tunc expressis induetus, bone memorie 
Arnoldo tituli sanete Prisce presbitero cardinali tunc abbati monasterii 
Fontisfrigidi Cisterciensis ordinis Narbonensis diocesis sanete Romane 
ecclesie vicecancellario dedit inter alia suis litteris in mandatis, ut si 
eorundem scriptorum officium consideratis circumstantiis universis, que 
in hoc a ) attendeude forent, reperiret taliter pregravatuin, officium 
ipsum ad certum scriptorum numerum competentem auetoritate sua 
reduceret et statueret ac ordinaret auetoritate prefata, quod dictum 
officium extunc inantea existeret numero iam dicto per eum statuendo 
contentum nee ad illud in posterum admitteretur aliquis, donec esset 
ad ipsum numerum per eum b ) statuendum redactum et si aliquis defi- 
ceret de eodem. Dictusque Arnoldus super predictis informacione c ) 
plena reeepta, quamquam ipsum, qui diu in officio cancellarie ipsius 
ecclesie prefuerat, illa experiencia doeuisset, quia ea invenit ita esse, d ) 
predictum officium ad nonagenarium scriptorum numerum fultus eadem 
auetoritate reduxit atque taxavit perpetuo duraturum statuens et ordi- 
nans, ut extunc officium ipsum foret numero predicto contentum 
nee aliquis inantea reeiperetur ad illud, quousque reduetum esset ad 
dictum nonagenarium numerum et aliquis deficeret ab eodem, prout 
in predecessoris et Arnoldi prefatorum litteris inde confectis serosius 
contmetur. Processu vero temporis eodem predecessore sublato de 
medio nobis postmodum licet immeritis ad eulmen summi pontificii 
per divinam dispositionem assumptis, novissime ad predictum et non- 
nulla officia alia Romane curie ac e ) personas ipsorum circumspectionis 
apostolice intuitum convertentes, certa f ) statuta et ordinationes edi- 
dimus suadentibus et urgentibus quibusdam racionabilibus causis rationi 



a ) hac R. b ) ad per eum R. c ) inform acionem R. d ) existere 

ita esse R; wahrscheinlich die Tilgung des ersteren vergessen. c ) fehlt R. 

f ) circa R. 



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III. Constitutiones. 117 

congruis et consonis pietati eaque hodie fecimus solemniter publicari, x ) 
per que inter alia eventiones, quas dicti scriptores recipiebant pro 
scripturis litterarum apostolicarum et recepturi forent imposterum, 
deliberate et provide duximus moderandas. Verum quia, sicut nobis ex 
parte ipsorum scriptorum facta nobis humiliter et devota insinuatio 
patefecit, iidem scriptores iuxta decenciam eorum et officii antedicti 
de obventionibus huiusmodi, quas secundum moderacionem ipsam per- 
ciperent pro scripturis eisdera, nequirent inantea decenter a ) sustentari : 
nos premissis diligenter attentis volentes eisdem scriptoribus in hac 
parte favorabiliter providere, predictum nonagenarium numerurn restrin- 
gentes, illum ad septuagenarium scriptorum huiusmodi numerurn aucto- 
ritate apostolica reducimus et huiusmodi septuagenarium numerurn 
scriptorum volumus exuunc perpetuis futuris temporibus perdurare, 
statuentes et ordinantes auctoritate prefata, quod idem officium dein- 
ceps eodem septuagenario numero sit contentum nee ad illud quispiam 
quovis modo de cetero admittatur, quousque ad predictum septuagena- 
rium numerurn sit deventum et aliquis defuerit de septuagenario 
numero prenotato. Nulli ergo etc. 

Datum Avinione XVI. kal. decembris pontificatus nostri anno 
sexto deeimo. 

XV. 

Benedict XII. erklärt diejenigen ihrer Pfründen für verlustig, welche sich 
bei dem der Verleihung derselben vorangehenden Examen Unredlichkeiten zu 
Schulden kommen lassen. 

1339 December 5, Avignon. 

Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 90 No. 88 (B). Cod. Vat. lat. 3984 fol. 76' 
No. 95 (V) mit der Ueberschrift : Inhabilitatio illorum, qui per fraudem, ut habeant 
beneficia, loco sui faciunt alium subire examen etc. 

Vgl. den Eid der Examinatoren, Juramenta XIV. 

Benedictes episcopus servus servorum dei ad perpetuam rei 
memoriam. 

Quoniam nonnulli, sicut aeeepimus, honestati nequiciam et ani- 
marum saluti temporalia commoda preferentes ad subeundum examen, 
quod hii, qui ad b ) ecclesiastica beneficia ex provisionis nostre gratia 
fuerint promovendi, in litteratura subire teneantur, se minus ydoneos 
sencientes ad illud supponunt c ) alios loco sui, qui se dictorum minus 
ydoneorum habere nomina et cognomina et esse de civitate seu diocesi 



») docenter R. b ) fehlt V. c) apponunt V. 

l ) Die Berufung bezieht sich wegen der gleich folgenden Erwähnung der 
Taxordnung speciell auf die Bulle „Pater familias". 



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118 III. Constitutiones. 

eorundem mendaciter confingentes examen subeunt pro eisdem, sicque 
prefati minus ydonei nullum subeuntes a ) examen per fraudem huius- 
modi beneficia ecclesiastica consqquuntur : dos volentes huiusmodi fraudi 
penis debitis percellende salubriter obviare, omnes huiusmodi, qui alios 
ßupponunt examini b ) loco sui, nee non eos, qui aliorum mentitis 
nominibus huiusmodi examen subeuut pro eisdem, exeommunicacionis 
sentencie ipso facto decernimus subiaeere ac litteras nostras per huius- 
modi fraudem obtentas et imposterum obtinendas omnesque processus 
ipsorum pretextu habitos vel habendos fore cassos vaeuos irritos et 
inanes et nullius penitus existere firmitatis. Predicti in super, qui sibi 
falsa nomina imponentes pro aliis examen subeunt ut prefertur, Omni- 
bus benefieiis ecclesiasticis, si qua habent, sint eo ipso privati ; si Yero 
nulla beneficia ecclesiastica obtineant, eo ipso efficiantur inhabiles ad 
beneficia ecclesiastica obtiuenda. Nulli ergo etc. nostre constitutionis 
infringere etc. Si quis autem etc. 

Datum Avinioue, non. decembris pontificatus nostri anno quin to. c ) 

XVI. 

Benedict XII. regelt die Befugnisse und Bezüge der bei den Verhandlungen 
des Consistoriums und der Audientia sacri palatii beschäftigten Advocaten und 
Procuratoren. 

1340 October 27, Avignon. 

Cod. Paris, lat. 4169 fol. 103' (E); daraus Cod. Ottobon. lat. 911 (0). 

Erler, 1. c. 196 aus E. Bull. Rom. Ed. Taurin. 4,461 bis, unvollständig. 

Diese Constitution tritt insofern ergänzend zur Bulle Johanns XXII. „Ratio 
iuris 4 *, als erstere sich lediglich mit den Richtern, diese ausschliesslich mit den 
Anwälten beschäftigt. 

Benedictus episcopus servus servorum dei ad perpetuam rei 
memoriam. 

Decens et necessarium extimamus, ut patroni causarum, qui in 
Romana curia officium advocationis exercent, deineeps discreto et opor- 
tuno ordine dirigantur. 

1. üt igitur dicti patroni absque tumultuosis clamoribus iurgan- 
tium et alias causas cum debita gravitate et ordinatione proponant: 
preseuti decreto statuimus, ut nomina patronum, qui deineeps pro 
procurandis causis consistorium Komani pontificis introibunt, in matri- 
cula apud cancellariam sanete Romane ecclesie conservanda specialiter 
annotentur, cuius annotationis ordiuein iidem patroni de primo ad 
ultimum tarn in stando quam in proponendo in eodem consistorio 
studeant observare, districtius inhibentes, ne deineeps quieunque alius 



a ) subientes B. b ) examen V. c ) Datirung fehlt V. 

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III. Constitutiones. 119 

in dicta matricula non couscriptus presuniat in dicto consistorio tani- 
quam patronus cause alicui patrocinium impetrare vel in loco pro 
ipsis patronis in eodem consistorio deputato se ponere vel locare, nisi 
de licentia Komani pontificis super hoc ab eo petita specialiter et 
obtenta. 

2. Permittimus tarnen, quod principales persone ac procuratores 
et promotores causarura possint retro prope advocatos suos consistere, 
ut, si advocato aliquid ad memoriam de facto vel de iure voluerint 
reducere, suimnissa voce sine strepitu aliquo dicere valeaut, quod in- 
tendunt, nisi forte urgens causa celeris protestationis incumbens aut, 
quod in continenti corrigere advocati vellent errorem, proponendi alta 
voce eis necessitatem inducat, dum inferri sibi preiudiciuni aliquod ex 
taciturnitate verentur. Principalibus autem personis concedinms, ut 
prius petita a Romano pontifice licentia et obtenta factum et ius suum 
possint proponere per se ipsas. 

3. In causis vero in dicto consistorio proponendis hunc ordinem 
statuimus observandum, ut primo cause pauperum, quarum patrocinium 
gratis pro deo patroni assumpserint, et post eas electionum et postfu- 
lationum, que fuerint in concordia celebrate, et deinde electionum et 
postulationum discordium seu oppositorem vel oppositores habentium 
primo cathedralium et post eas regularium ecclesiarum et aliarum in- 
feriorum dignitatum ac subsequenter querele denuntiationes et accusa- 
tiones et alie iurgantium cause seu negotia, si qua fuerint, propo- 
oantur, ita videlicet, ut primo advocatus pauperum unam causam 
dumtaxat pauperis, quam viderit magis piam, et nullam aliam quam 
pauperis causam proponat, post quem alius, primus post eum in matri- 
cola scriptus, possit si velit proponere uuam causam pauperis gratis 
pro deo ac subsequenter unam aliam causam electionis in concordia, 
si habeat ; et si non habeat, per eundem modum et ordinem proponat 
alius immediatus post ipsum, et sie reliqui alii successive proponant, 
donec omnes et singuli auditi fuerint servato ordine supradicto. 

4. Et si omnes in primo consistorio audiri non possint, ille pri- 
mus in sequenti consistorio ad hoc deputato ineipiat et proponat, qui 
post ultimo proponentem in consistorio precedenti proponere debuisset, 
ac sie alii successive causas habentes aimiles audiantur; quibus expletis 
redeatur ad primum per eum et alios advocatos successive huiusmodi 
ordine observando. 

5. Electionum autem et postulationum in concordia causis seeun- 
dum premissum ordinem propositis et auditis, post eas electionum et 
postulationum faetarum in discordia cause per eundem ordinem et eis 



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120 IH« Constitutiones. 

expletis querele denuntiaticmes accusationes et controversie aliaque 
negotia proponantur. Quilibet tarnen dictorum patronorum unam 
causam pauperis gratis pro deo primo possit proponere si voluerit ut 
prefertur. 

6. Quod si forte aliquis eorum causam secundum predictum ordinem 
non habuerit quam proponat, illum, qui eum immediate sequitur, de 
hoc certificet; et si is similiter causam non habeat, quam proponat, 
certificet alium subsequentem et sie de aliis, ut per certificationem 
huiusmodi promptius possint cause proponi et etiam negotia expediri. 

7. Et quia responsiones , quas per advocatos interdum expedit 
fieri ad obieeta, non principaliter proponuntur, sed accessorie fiunt: 
volumus, quod, si quis advocatus in quaeunque causa responderit alteri 
proponenti, talis responsio vel replicatio non imputetur sibi inter causas 
per eum secundum premissum ordinem proponendas. 

8. Similiter etiam, ubi eiusdem facti duo fuerint advocati et duo 
principaliter proponentes, coadvocatus eius propositionem ipsius coadiu- 
vabit forsitan vel complebit, talis coadunatio vel suppletio sibi, quo- 
minus secundum premissum ordinem possit alias causas proponere, 
minime imputetur. 

9. Ceterum attente caveant advocati, ut electiones et postulationes, 
quas seiverint in discordia faetas vel oppositorem seu oppositores habere, 
uon asserant fuisse in concordia celebratas neve causas preposcerent, 
sed prius antiquas proponant secundum ordinem, quo prius ad eorum 
patrocinium devenerunt, nisi eis per ßomanum pontificem aliud man- 
daretur. 

10. Sit autem cause patronus in proponendo efficax atque brevis 
pertinentia dumtaxat ad negotium, de quo agitur, recitans superflua 
et inpertinentia non admiscens nee ultra quam litium exposcit utilitas 
in licentiara convitiandi et maledicendi prorumpat temeritatem. 

11. Proponentem autem causidicum secundum ordinem premissum, 
quamdiu sibi per Romanum pontificem audientia concedetur, alii patienter 
audiant et expectent nee verba ipsius ullatenus interrumpant 

12. Caveant tarnen advocati predicti, ne de causis pauperum pre- 
dictorum, quas per illos, qui eas proponere voluerint, gratis proponi 
volumus, quiequam omnino reeipiant etiam ipsorum pauperum prompta 
instantia liberalitatis oblatum. 

13. Qui autem ab eis aliquid reeeperint, nequaquam dominium 
eius acquirant, sed ad restitutionem dupli eius quod reeeperint sie eos 
teneri volumus et astringi, ut etiam nichil per dictos pauperes remitti 
posset eisdem; ad quam quidem restitutionem per vicecancellarium 



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III. Constitutiones. 121 

sancte Romane ecclesie, qui erit pro tempore, per censuram ecclesiasti- 
cam compellantur. 

14. Ne vero, quod absit, cupiditatis ardor incitet advocatos pro 
immoderato lucro captando ad suscipiendum causarum multitudinem, 
ad quarum patrocinium non sufficiant non absque ipsarum detrimento 
causarum et clientulorum suorum irreparabili preiudicio et iactura: 
omnibus advocatis eiusdem Romane curie presentibus et futuris 
districtius inhibemus, ne quisquam eorum tot causas suscipiat, quod 
eis oportunitatem necessarii studii et solertiam debitam in prosequen- 
dis seu dirigendis eisdem nequeat adhibere, cum melius sit bene paucis 
intendere quam multa suscipere periculose. 

15. Quodsi forte contra inhibitionem huiusmodi tot causas rece- 
perint, ut eisdem singulis non possint debitum studium et necessariam 
sollertiam exhibere et ob hoc dictas causas vel earum aliquam perire 
vel nimis dispendiose differri contingat, ad restaurationem expensarum 
et dampnorum et interesse partis, si talis sit causa, que extimationem 
recipiat vel de cuius a ) interesse possit satisfieri, integraliter teneantur. 
Alioquin ultra expensas easdem pro eiusdem vicecancellarii in causis 
consistorialibus, in causis vero aliis, quas apud sedem apostolicam 
agitari contigerit, pro auditorum ipsarum causarum sive auditores ipsi 
sint sancte Romane ecclesie cardinales sive alii, qui apud sedem pre- 
dictani huiusmodi causas audient, arbitrio puniantur. 

16. Rursus quilibet advocatus, antequam causam proponendam et 
dirigendain suscipiat, factum clientuli, cuius erit negotium cum ipso 
principali si poterit vel cum procuratore seu promotore cause ipsius, 
et que munimenta qualesque probationes super dicto negotio clientu- 
lus habeat vel habere poterit, examinet diligenter; et si ex informa- 
tione huiusmodi reperiat iustam rationabilem et probabilem eius cau- 
sam, quam informationem ad cautelam in scriptis redactam sibi faciat 
exhiberi, eam assumere poterit suo patrocinio adiuvandam. 

17. Si vero iniustam et improbam ex dicta informatione repererit, 
eam non assumat, sed a patrocinio suo repellat partique repulse con- 
sulat, quod dictam causam dimittat nee in prosecutione ipsius se et 
alteram partem vexet laboribus et expensis. 

18. Ad hec statuimus, quod omnes et singuli advocationis et pro- 
curationis in causis officia in Romana curia exercentes presentes et 
posteri tactis sacrosanetis evangeliis prestent corporaliter iuramentum, 
quod partes, quarum patrocinium suseeperint, fideliter et sine tergi- 
versatione aliqua adiuvare curabunt, et id, quod verum et iustum ex- 



») deeimis EO. 

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122 NJ- Conatitutiones. 

timaverint, suis clientulis inferre studebunt, causas quoque improbas 
seien ter non reeipient; et si quas reeeperint partis forte raeudaeiis 
coloratas, que sibi iuste in prineipio videreutur et in processu iudicii 
appareant ipsis iniuste, ipsarum patrociniura incontinenti dimittani 

19. Huiusmodi quoque iuramentum advocati et procuratores cau- 
sarum in dieta Komana curia existentes teneantur in manibus vice- 
cancellarii predicti prestare corporaliter ut prefertur illudque in kalen- 
dis octobris vel per aliquos dies ante annis singulis iterare, nee ante 
prestationem ipsius in consistorio Tel per auditores predictos ad exer- 
ceuda sua officia admittantur. 

20. Iu salariis autem eisdem advocatis solvendis tarn pro causa- 
rum propositione quam ipsarum prosecutione hanc moderationem 
statuimus observandam, ut iidem advocati pro cuiusvis electionis seu 
postulationis in cathedrali vel regulari ecclesia concorditer vel discor- 
diter celebrate vel aecusationis seu denuntiationis euiuseunque prelati 
cathedralis vel regularis ecclesie vel alterius euiuseunque querele pro- 
positione in consistorio facienda, si fruetus redditus et proventus annui 
mense prelati, de cuius electione vel postulatione aecusatione vel de- 
nuntiatione agitur vel contra quem alia querela propouitur, ad duorum 
milium florenorum auri valorem iuxta commuueiu extimationem ascen- 
dant, ultra duodeeim, si autem ad duorum milium florenorum annui 
proventus huiusmodi non ascendant, ultra decem, pro aliis vero mino- 
ribus causis, si in dicto consistorio proponantur, ultra octo florenos 
auri reeipere non presumant. 

21. Pro patrocinio quidem in prima instantia totius cause pre- 
stando, si causa fuerit de electione vel postulatione cathedralis vel 
regularis ecclesie discorditer celebrata vel electo seu postulato aliquis 
se opponat aut prelatum cuiusvis cathedralis vel regularis ecclesie ac- 
cusari vel denuntiari contingat, sive super eo, quod capitulum cathe- 
dralis ecclesie a iurisdictione prelati asserat se exemptum, in Romana 
curia forsitan contendatur, si eiusdem prelati redditus annui duorum 
milium florenorum auri valorem ut prefertur attingant, patronus cause 
ultra quinquaginta, si autem minus valeant, ultra quadraginta, in 
minoribus vero causis ultra triginta; in seeunda vero instantia eo casu, 
quod quinquaginta floreni in prima instantia dari causidico permit- 
tun tur, ultra viginti quinque et in tertia ultra duodeeim; ubi autem 
in prima instantia quadraginta florenos licet pereipere advocato, in 
seeunda ultra viginti et in tertia instantiis ultra decem, in aliis vero 
causis minoribus, pro quibus in prima instantia licet sibi reeipere 
triginta, in seeunda ultra quindeeim et in tertia instantiis ultra septem 
florenos auri patronus reeipere non presumat. 



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III. Constitutione 8. 123 

22. Procuratores vero causarum, qui in Romana curia sunt a ), 
inedietatem salariorum, que secundum moderationes predictas recipiant 
adyocati, possint recipere et nou ultra. 

23. Et quia nonnulle sunt ecclesie ac monasteria, quorum redditus 
et proventus ad duorum florenorum valorem annuura non ascendunt, 
per premissa non intendimus clientulis solvendi necessitatem imponere 
vel advocatis exigendi integraliter sunimas predictas tribuere faculta- 
tera; sed dicti advocati pro cousideratione facultatum ecclesiarum et 
monasteriorum aliorumque locoruni et pro valore rerum et conditione 
litigantium non turpe compendium sed laudis auginenta querentes infra 
predictas summas sua salaria taliter moderentur, quod divinam non 
incurrant oftensam, nee expediat super hoc de alio oportuno remedio 
provideri. 

24. Quodsi forte, postquam conventum fuerit pro cause prosecu- 
tione de certo salario patrono vel procuratori solvendo, contigerit per 
Romanum pontificem absque alia Ute negotium terminari vel partes 
adinvicem concordare vel casu fortuito in personam advocati seu pro- 
curatoris vel etiam clientuli contingente a lite inchoata cessari : equi- 
tatem preferendo rigori volumus, quod dictum salarium eis conventum 
nequeant petere, immo si forte in totum vel in partem eis fuerit per- 
solutum, illud parti solventi restituere teneantur. 

25. Si tarnen in talibus causis patronus seu procurator forsitan 
laborarint, in consistorialibus per vicecancellarium in aliis vero causis 
per auditores earum huiusmodi laboris extimatio fiat et iuxta eam ad 
mandatum vicecancellarii vel auditorum predictorum pro dicto labore 
competens dicto patrono seu procuratori satisfactio impendatur. 

26. Postremo eisdem advocatis et procuratoribus causarum iniun- 
gimus, ut premissa inviolabiliter studeant observare. 

27. Caveant etiam, quod ultra conventum salarium etiam ratione 
palmarii vel alias nichil omnino lite pendente recipiant quantum- 
eunque gratis oblatum nee cum clientulis vel aliis pro ipsis contractum 
ineaut b ) nee aliquam faciant pactionem. Alioquin ad restitutionem 
dupli eius, quod reeeperint ultra dietam conventionem, teneantur nulla 
remissione partis in hoc profutura et contractus et pactiones huius- 
modi iuribus non subsistant et alias per eundem vicecancellarium in 
causis consistorialibus, in aliis vero causis per auditores earum, prout 
eis visum fuerit, puniantur. 

28. Si quis autem eorundem procuratorum et advocatorum ultra 
moderationes huiusmodi quiequam reeeperit etiam a volente, ad duplum 
eius quod ultra reeeperit restituendum clientulo in causis consistoria- 

•) fehlt EO. t>) inhiant EO. 

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124 Hk Constitutiones. 

libus per vicecancellarium in aliis vero per auditores causarum absque 
Ute et appellatione qualibet per censuram ecclesiasticam compellautur, 
nulla eis in hiis remissione vel donatione facta a partibus valitura. 

29. Premissis quoque adiciendum providimus, ut, si dicti advocati 
vel procuratores minus fideliter vel negligenter causas assumptas 
duxisse seu direxisse vel scienter malam causam vel improbam 
assumpsisse inventi fiierint, per prefatos vicecancellarium in causis 
consistorii et per auditores in causis, quas audient, ad emendationem 
dampnorum et satisfactionem expensarum, que et quas ex hoc partes 
incurrerint, omni appellatione cessante censura simili astringantur. 

30. Et si eisdem vicecancellario vel auditoribus forsitan videatur 
ex qualitate vel frequentia dictorum excessuum vel defectuum dictos 
advocatos seu procuratores fore gravius puniendos, possint ad tempus 
vel imperpetuum eis interdicere officia prelibata. Si vero advocati pre- 
dicti in consistorio constitutionem presentem in proponendo non ser- 
vaverint, per dictum vicecancellarium ad certum tempus vel, si nimis 
frequentaverint, imperpetuum, prout ei videbitur, a dicto officio sus- 
pendantur. 

31. Denique quia periculosura posset esse partibus, si patroni 
causarum, quos aut meritum peritiores fecerit aut vetustas, in una 
parte consistant sicque partem aliam necesse sit a rudibus atque tyro- 
nibus sustineri : statuimus, ut, si partes hoc petierint, par causidicorum 
distributio, prout melius fieri poterit, fiat et exequatur partibus auxi- 
lium singulorum, ac huiusmodi equa divisio in causis, que tractantur 
in consistorio, per vicecancellarium, in aliis vero per auditorem ipsarum 
causarum fiat; ac duobus advocatis dumtaxat pars quelibet sit con- 
tenta nee plures valeat obtinere. Nulli ergo etc. nostrorum statutorum 
inhibitionis permissionis concessionis voluntatum intentionis iniuuctiouis 
et adiectionis infringere etc. Si quis autem etc. 

Datum Avinione VI. kal. novembris pontificatus nostri anno sexto. 

XVII. 

Cl erneu 8 VI. erklärt, dass die Beamten der päpstlichen Kanzlei Hausgenossen 
des Papstes seien und alle Vorrechte derselben theilen. 

1347 Juli 8, Avignon. 
Reg. Avin. Clement. VI. a. VI. p. 7 fol. 150. 

Universis presentes litteras inspecturis salutem etc. Ad universi- 
tatis vestre notitiam deduci volumus per presentes, quod nos notarios 
et capellanos apostolice sedis ac apostolicarum et penitentiarie sedis 
eiusdem litterarum scriptores nee non ipsarum litterarum abreviatores a ), 

») so R. 

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Itl. Constitutionen 125 

qui nobis et prefate sedi singuli eorum videlicet in suis officiis obse- 
cuntur, nostros et ipsius sedis servitores et familiäres reputavimus 
hactenus et eciam reputamus. Ideoque cum dilectus filius magister 
Alcherius de Lavace canonicus Pergamensis scriptor et abreviator lit- 
terarum apostolicarum predictarum extiterit et existat: nos ipsum 
privilegiis honoribus immunitatibus et favoribus servitoribus et familia- 
ribus nostris supradicteque sedis apostolice conpetentibus et conpetituris 
effectualiter uti volumus et gaudere. 

Datum Avinione VIII. id. iulii anno sexto. 

Dieselbe Erklärung ist unter dem gleichen Datum ausgestellt an die Notare : 
Raymundus de Valle, Guillelmus de Gardia, Bernardus Stephani; 

an den Corrector: Guillelmus Delhugaco; 

an den Registratur : Petrus de Mennaco; 

an die Scriptoren und Abbreviatoren: Petrus de Fas, Bernardus Bruni, 
Petrus de Cannis, Guillelmus de Bega, Petrus de Campanhaco, Raymundus de 
Lauconia, Gerald us de Chan, Aymericus de Villa, Lunbertus de Sancto Miniato, 
Arnaldus Demerii, Johannes de Aretio ; 

an die Abbreviatoren : Johannes de Castronovo, Geraldus de Marmarando ; 

an die Scriptoren : Andreas Raynaldi, Albizus de Luca, Gasbertus de Septem- 
fontibus, Gasbertus de Aula, Guillelmus Orceti, Bartholomeus de Spello, Calce- 
donius Nicolai de Ceperano, Nicolaus Mauri de Fractis, Guillelmus Villarii, 
Martinus de Testis, Arnaldus de Bico, Bernardus de Sabadello, Johannes Andree, 
Bernardus de Marchia, Quercinus de Boneriis, Arnaldus Johannis, Vitalis de 
Sancto Petro, Petrus de Mossaco, Leonardus de Veruiis, Andreas Barrerie, Petrus 
Stephani, Johannes Michaelis, Petrus Ricardi, Hugo Taychenderii de Calciata, 
Bernardus Lerbelli, Guillelmus Andree, Stephanus Guinerii, Geraldus Arnaldi, 
Ciprianus de Monteregali, Petrus Margariti de Reate, Johannes Nicolai, Johannes 
Puzarelli de Fulgineo, Thomas Jacobi, Nicolaus Mathei de Anagnia, Arnaldus 
Fabri, Bernardus de Valle, Transmontanus Raymbaudi de Falcone, Johannes de 
Angicuria, Petrus de Campis, Guillelmus de Luca, Poncius Fabri, Jacobus de 
Incressis, Gaucelinus Martini, Johannes de Marciali de Sancto Quintino, Guillel- 
mus Girardi; 

an die Scriptoren der Pönitentiarie : Guillelmus de Fabrica, Durandus Celas. 

Der Rest des Blattes ist durch Feuchtigkeit halb zerstört und daher un- 
leserlich. 

XVIII. 

Clemens VI. dehnt die von Johann XXil. den päpstlichen Beamten und 
Gesandten verliehene Exemption von fremder Gerichtsbarkeit auch auf die 
Scriptoren der päpstlichen Kanzlei aus. 

1349 Juli 1, Avignon. 
„Dudum felicis recordationis". 
Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 211 selbstständig und p. 238 inserirt in die 
Bestätigungsbulle Martins V. 



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126 HL Constitutiones. 

XIX. 

Innocenz VL widerruft die von seinem Vorgänger gewährte Ausdehnung 
der Exeinption von der weltlichen Gerichtsbarkeit, da dieselbe von den Scriptoren 
missbraucht worden sei, und beschränkt sie wieder auf die Beamten und Ge- 
sandten der Curie und auf diese nur, solange sie in Ausführung bestimmter 
päpstlicher Aufträge begriffen sind. 

1357 Jänner 31, Avignon. 
„Apostolice sedis providencia u . 
Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 209. 

XX. 

Gregor XI. bestimmt unter Abänderung strengerer Verfügungen Urbans V., 
dass die Scriptoren die ihnen von den Sekretären oder dem Rescribendar zu- 
gewiesenen litterae secretae und de curia innerhalb der ihnen vorgeschriebenen 
Zeit zu erledigen haben. 

1372 Juli 22, Villeneuve. 

Pap. Reg. No. 272 fol. 22' und fol. 25 = Perg. Reg. Ko. 265 fol. 63 und 
fol. 63'. 

a gedruckt im Bull. Rom. Ed. Taurin. 4,565. 

Die Vorurkunde, auf welche in beiden Bullen Bezug genommen wird, konnte 
ich in den Registern Urbans V. nicht finden; doch wird ihr Inhalt aus der 
Fassung b ersichtlich. 

a. 

Ad perpetuam rei memoriam. 

Statutum per felicis recordacionis Urbanum papam V. predeces- 
sorem nostrum edituru super scribendis apostolicis litteris per scriptores 
litterarura ipsarum existentes pro tempore ex certis rationabilibus causis 
modificantes et peuas in eo appositas, cum periculose forent nimium, 
penitus amoventes universis et singulis scriptoribus earundem litterarum 
auctoritate apostolica presencium tenore mandamus, quod litteras de 
curia et alias de nostro vel successorum nostrorum Romanorum pon- 
tificum mandato gratis scribendas, que per nostros seu eorundem suc- 
cessorum secretarios aut rescribendarium , qui pro tempore fuerint, 
distribuentur eisdem, fideliter infra competentem terminum eis per 
aliquem ex eisdem secretariis vel eundem rescribendarium assignandum 
cessaute impedimento legitimo, quod secretariis distribuentibus minutas 
statim notificare debeant, de bona littera scribere per se vel per Sub- 
stitutes suos scribi, si eis concessum fuerit, quod per Substitutes scribi 
i'aciant, non postponant. Et postquam illas scripserint, ipsas mittant 
secretariis, qui minutas feeerint, nee expectent, quod super hoc ab 
aliquo requirantur. Alioquin contrafacientes emolumento officii scriptorie 
per unum mensem absque remissione qualibet, que per nullum alium 
quam per nos vel successores eosdem possit fieri, sint suspensi; et in 



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tll. Constitutiones. 127 

hoc eiusdem rescribendarii, qui referentibus secretariis super hoc credere 
debeat, conscienciam oneramus. Nulli ergo etc. 

Datum apud Villamnovam Avinionensis diocesis XI. kal. augusti 
anno tercio. 

b. 

Ad futuram rei memoriam. 

Etsi cunctis Christi fidelibus quantum cum deo possumus libenter 
nostre liberalitatis graciam impendamus, hoc nimirum scriptoribus 
litterarum apostolicarum, qui pro apostolica sede et re publica laborant 
assidue, eo libencius impendimus, quo labores eorum huiusmodi id 
amplius promerentur. 

Dudum siquidem felicis recordacionis Urbanus papa V. predecessor 
noster auctoritate apostolica per suas litteras statuit, quod iidem 
scriptores litteras apostolicas de curia sive gratis de suo raandato scri- 
bendas eis per quemcunque secretarium suum vel per rescribendarium 
existentes pro tempore distributas infra competeutem terminum ipsis 
ad hoc per eosdem secretarium vel rescribendarium, qui fecisset distri- 
buciouem huiusmodi, assignatum per se vel per substitutum suum, si 
per eundem predecessorem vel successorem suum Komanum pontificem a ) 
eis concessum fuisset, quod per substitutum pro se scribi facerent, 
scribere et distribuenti scriptas portare seu remitiere non postponerent, 
secretas autem per se ipsos scriberent, nisi per illum, qui eas distri- 
buisset, specialiter permissum fuisset eisdem, quod illas scribi facerent 
per huiusmodi substitutum. Alioquin in hiis sine racionabili causa 
deficientes eo ipso scriptorie officio voluit esse privates. Et si quis 
eorum extunc eidem officio aliquas litteras apostolicas scribendo se 
temerarie ingereret, incurreret excommunicaciouis senteuciam ipso 
facto, prout in eisdem litteris plenius continetur. Cum autem sicut 
audivimus, nonnulli ex eisdem scriptoribus penas privacionis et exconi- 
municacionis incurrerint supradictas: nos ipsis scriptoribus pio com- 
pacientes afFectu huiusmodi penas per alias nostras litteras hodie duxi- 
mus amovendas volentesque graciosius agere cum eisdem omnes et 
singulos ex eis, qui dictas penas incurisse nosountur, a vinculo ex- 
communicationis huiusmodi auctoritate apostolica presencium tenore 
absolvimus et restituimus ad officium supradictum et omnia emolu- 
menta, que ex ipso officio post privacionem huiusmodi receperunt eis 
remittimus concedimus et donamus. Ac insuper cum illis ex eis, qui 
sie ligati celebrando divina vel inmiscendo se illis non tarnen in con- 
temptum clavium irregularitatis maculam forsitau contraxerunt, super 



») pontificum Perg. Reg. 

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128 m« Constitutiones. 

irregularitate huiusmodi auctoritate predicta de speciali gracia dispen- 
samus. Nulli ergo etc. 

Datum apud Villamnovam Avinionensis diocesis XL kal. augusti 
anno tereio. 

XXI. 

Gregor XL erl&sst Zusatzbestimmungen zu den Constitutionen Johanns XXII. 

„Ratio iuris 44 und Benedicts XII. „Decens et necessarium 44 über die Audientia 

sacri palatii. _ ,, 

1375 März 1, Avignon. 

Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 167 No. 139 (B). Cod. Vat. lat. 3984 fol. 

105 No. 147 (V). 

Gregorius episcopus servus servorom dei ad perpetuam rei 
memoriam. 

Quamvis a felicis memorie Johanne XXII. et Benedicto XII. 
Romanis pontificibus predecessoribus nostris circa auditores causarum 
palacii apostolici ac patronos procuratores notarios et personas alias 
ad examinacionem et expedicionem causarum ac conscripcionem actorum 
ordinatos seu deputatos quam plura salubria statuta fuerint et eciam 
ordinata, quia tarnen post illa sepius est compertum propter perni- 
ciosas subtilitates et intricaciones quarundam causas plus debito pro- 
rogari et sepius partibus preiudicium generari : nos in hoc a ), prout ex 
debito tenemur pastoralis officii, quantum possumus salubriter providere 
volentes, iam provisis remediis per dictos predecessores eorumque 
statutis et ordinacionibus in suo robore remansuris, auctoritate aposto- 
lica statuimus: 

1. quod advocatus, antequam causam dirigendam suscipiat, super 
deliberacione habenda et repulsione clientuli, si in principio vel prose- 
cucione cause noverit eam esse iniustam, per omnia constitucionem 
eiusdem Benedicti predecessoris nostri et iuramentum super hoc pre- 
stitum observet; et idem statuimus in procuratore quocunque. 

2. Item quod advocatus, cum causam prosequendam b ) susceperit, 
libellum sive petitionem posiciones et articulos exeepciones et defen- 
siones ordinet vel saltem ordinata examinet et corrigat b ) et in eis, 
antequam producantur coram auditore, se subscribat et processum, cum 
necesse fuerit, videat et in hiis in procuratore non confidat; alias 
auditores ipsos b ) non admittant, nisi causa racionabilis allegatur et 
nichilominus, dum convictus fuerit, quod in premissis se negligenter 
vel maliciose habuerit, advocatus per auditorem cause ad tenipus vel 
in perpetuum, prout sibi videbitur, officio advocacionis privetur et 
nichilominus in expensis cause factis per suam partem omnibus vel 
parte earum condempnetur, prout videbitur libero arbitrio auditoris. 

») hac parte V. b ) fehlt V. 

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Dl. Constitutione*. 129 

3. Item procurator ante sententiam, si pars advocatum habeat, 
absque ipsius consilio non appellet et appellacionem quamcunque per 
ipsum interpositam non prosequatur sine consilio et assensu advocati, 
si ut premittitur advocatum habeat, de cuius consensu in principio 
prosecucionis cause appellacionis appareat auditori in huiusmodi appel- 
lacionis causa deputato saltem per subscripcionem alicuius scripture 
producende; et si a ) per auditorem b ) postea compertum fuerit appella- 
cionem esse manifeste frivolam, advocatus et procurator puniantur vel 
solus procurator, si sine advocato prosequatur causam in expensis cause 
appellacionis, ut in fine proximi precedentis capituli continetur. Et si 
super hoc dubium oriatur, utrum appellacio sit manifeste frivola vel 
non, illud dimittimus diffinicioni libere auditoris. 

4. Item quod procurator in relacionibus non turbet advocatum 
allegantem sed audiat pacienter, nisi erraret in facto vel in actis cause ; 
et tunc sine tumultu cum reverencia et honesto modo exprimat tan- 
tummodo illud, in quo erratur in facto ; si contrafecerit, auditor referens 
ipsum suspendat ab officio pro modo culpe, prout ei videbitur, imper- 
petuum vel ad tempus vel infra summam viginti quinque florenorum 
ipsum possit multare a ), ita quod vel suspensionis vel multe penam 
possit imponere secundum quod magis sue placuerit volantati. 

5. Item quod notarius secreta cause et specialiter illa, de quibus 
habuerit auditor collacionem cum eo, et alia, que ex officio debet 
secreta tenere, directe vel indirecte non revelet nee extra domum 
faciat copiari processus; collacionem faciat et videat, si copia Concor- 
dat cum originali processu ; et c ) postquam avisamenta per ipsum audi- 
torem fuerint posita ut moris est in processu, notarius diligenter et 
secrete custodiat registrum nee eciam a suis clericis possint dieta a\isa- 
menta videri. Qui notarius per se testes, cum ei commissum fuerit, 
examinet et deposiciones testium scribat, quas ut dictum est de registro 
viso per auditorem secrete teneat, donec fuerint publicate. Et si nota- 
rius contra premissa temeritate propria venire presumpserit, officio 
notariatus per auditorem privetur, et insuper omnes et singuli notarii 
dicti palacii pro offieiis ad scribendum coram auditoribus obtinendis 
aut retinendis vel ut notarii ipsi in pluribus seu pinguioribus causis 
per huiusmodi auditores ad scribendum deputentur, per se vel per 
interpositam personam nichil dent directe vel indirecte eciam esculen- 
tum vel poculentum aut promittant seu eorum nomine datum vel 
promissum d ) persolvant seu persolvi faciant vel procurent. 



») fehlt V. b ) pro auditore V. c ) et— processu fehlt V. d ) pro- 

visum V. 

Tangl, P&pstl. Kanilei Ordnungen. 9 

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130 1H* Constitutione. 

6. Item quod advocati procuratores et notarii servent per omnia 
ordinacionem Johannis et Benedicti predecessorum nostrorum predicto- 
rum et de servandis tarn istis quam coutentis in dictis constitutionibus 
eorundem Johannis et Benedicti prestabunt in principio sui officii et 
singulis annis secundiim formam datam in eis corporaliter iuramenta. 

7. Item si procurator a parte mandatum habuerit de retinendo 
advocatum, ipsum retinere et pecuniam quam a parte sive clientulo 
suo pro advocato habuerit, eidem advocato omnino tradere teneatur. 
Si vero sine advocato causam susceperit prosequendam, non recipiat, 
nisi quantum procuratori per constitutionem eiusdem Benedicti pre- 
decessoris est taxatum; et si contra aliquod premissorum fecerit, de 
hoc convictus per auditorem officio procuratoris privetur et nichilo- 
minus teneatur restituere quod accepit. 

8. Item quod non impetrentur per principales vel eorum procura- 
tores commissiones super articulo gravaminis, nisi prius datis epistolis 
per iudicem a quo fuerat appellatum; et si contrafecerint, commissio 
sit nulla et processus habitus per eandem. 

9. Item quod a ) non credatur per auditorem procuratori nee parti, 
si pretendat se advocatum habuisse in causa, nisi de hoc fidem faciat 
sufficienter vel per relacionem advocati adhibito proprio iuramento; 
et tunc eciam examinet, quid per eum factum fnerit in causa, ut per 
hoc sciatur, quantum ei pro salario debeatur. 

10. Item si procurator aliquod calumpniosum scienter proponat 
in negocio et propter hoc fieri debeat condempnacio expensarum, quod 
ipse procurator in expensis huiusmodi condempnetur et non dominus 
cause, nisi in subsidium ipso existente non solvendo. 

11. Item quod auditor procuratorem calumpniosum aliquod pro- 
ponentem repellat ab officio et eidem penam imponat, removendo 
ipsum imperpetuum vel ad tempus, prout suo libero arbitrio videbitur 
faciendum. 

12. Item quod detur auditoribus potestas, quod exeommunicatos 
a se, sive sint partes principales seu eorum procuratores vel testes, si 
reperti b ) fuerint in sua coutumacia persistentes eciam cum eorum par- 
tieipibus specialiter monitis valeant aggravare. 

13. Ut igitur huiusmodi nostra statuta et ordinaciones, que per- 
petuis futuris temporibus duratura censemus, inviolabiliter observentur 
et ne illa ob memorie labilitatem humane oblivioni dentur et eciam, 
ut auditores advocati procuratores et notarii prelibati per ordiuacionum 
et statutorum eorundem inspectioiiem assiduam circa eorum observan- 

») fehlt B. *>) reeepti V. 

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tll. Constitutiones. 131 

ciam curacius et vigilancius sint attenti: volumus et statuimus, quod 
ordinaciones et statuta nostra huiusmodi de verbo ad verbum in can- 
cellarie et predicte audiencie litterarum nostrarum registris ex integro 
conscribantur quodque cum aliis statutis et ordinacionibus predictorum 
Johannis et Benedicti predecessorum nostrorum singulis annis prima 
audiencia post festum dedicacionis beati Michaelis solemniter legantur a ) 
in audiencia supradicta et quod quilibet auditorum advocatorum pro- 
curatorum et notariorum predictorum penes se copiam conservet et 
habeat eorundem. Nulli ergo etc. 

Datum Avinione kal. martii anno quinto. 

XXII. 

Rainulf, Cardinalpriester von S. Pudentiana und Leiter der päpstlichen 
Kanzlei, erlässt eine Verordnung gegen Uebergriffe der Scriptoren und Abbre- 
viaturen. 

Cod. Paris, lat. 4169 fol. 107' (E) = Cod. üttobon. lat. 911 (0) als Nach- 
trag von anderer Hand zum ersten Kanzleibuch Dietrichs von Nieheim. 

Erler, 1. c. 204 aus E. 

Diese undatirte Constitution fällt nach April 1380 (Beendigung des Lib. I. 
Cancellariae) und vor dem 15. August 1382 (Tod des Cardinais Rainulf; vgl. 
CiaconiuB vitae pontificum 2,646, Bresslau U. L. 1,211 Anm.). 

Nos Bamnulphus miseracione divina tituli sancte Potentiane pres- 
biter cardinalis gerens officium cancellarie sancte Romaue ecclesie de 
mandato sanctissimi in Christo patris et domini nostri domini Urbani 
divina providencia pape VI. ad obviandum periculis et scandalosis 
negociis, que verisimiliter e venire formidantur, ordinaciones fecinius 
subsequentes, quas iussimus in presenti libro cancellarie annotari: 

1. Et primo quod nullus scriptorum seu abbreviatorum litterarum 
dicti domini nostri pape directe vel indirecte aliquam litteram in dicta 
cancellaria procurare presumat sub pena. 

2. Item etiam quod nullus ipsorum scriptorum seu etiam abbre- 
viatorum aliquam litteram in cancellaria ponere presumat, nisi prius 
illam Johanni Chambonis presentet vel illi, qui ipsas litteras pro tem- 
pore in cancellaria conservabit, nisi alias racione sui officii eisdem 
portare spectaret sub pena. 

3. Item quod nullus predictorum litteras in prima visione corri- 
gere nee etiam signare presumat nisi illi dumtaxat, qui per dominum 
vicecancellarium instituti fuerunt aut erunt, ut ipsas litteras in prima 
visione corrigerent et viderent, sub pena. 

4. Item quod nullus scriptorum seu abbreviatorum ad seeundam 
litterarum visionem accedere presumat nisi vocatus sub pena. 

~" ») fehlt V. 



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132 HL Constitutione*. 

XXIII. 

Bonifaz IX. erklärt, dass die Scriptoren der päpstlichen Kanzlei Hausgenossen 
des Papstes seien. 

1391 Juli 24, Rom, St. Peter. 

Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 222 (B). 

Merkel, 1. c. 153, No. XIV aus Cod. Venet. Cl. IV, No. 30. 

Bonifatius episcopus servus servorum dei ad perpetuam rei memoriam. 

Cum sicut accepimus a nonnullis in dubium yerteretur, an scrip- 
tores litterarum apostolicarum sint veri familiäres nostri ac sedis 
apostolice et ut tales reputari ac privilegiis honoribus immunitatibus 
et favoribus familiaribus nostris dicteque sedis competentibus et com- 
petituris uti debeant a ) et gaudere : nos ad huiusmodi ambiguitatis 
dubium tollendum ex certa scientia tenore presentium auctoritate 
apostolica declaramus, scriptores ipsos fuisse et esse veros familiäres 
nostros et dicte sedis et ad instar predecessorum nostrorum Roma- 
norum pontificum eos ut .tales reputavimus hactenus et etiam reputa- 
mus ac ipsos huiusmodi privilegiis honoribus immunitatibus et favori- 
bus effectualiter uti potuisse atque posse et uti volumus et gaudere. 
Nulli ergo etc. 

Datum Eome apud Sanctum Petrum Villi, kal. augusti pontifi- 
catus nostri anno secundo. 

XXIV. 

Bonifaz IX. erklärt, um die alte Zahl von 100 Scriptoren, die Urban V. 
auf 101 erhöht, Urban VI. und er selbst aber durch zahlreiche Ernennungen von 
Clerikern und Laien bedeutend überschritten hatten, wieder herzustellen, solange 
bei vorkommenden Abgängen keinen Ersatz eintreten zu lassen, bis die alte Zahl 
wieder erreicht sei. 

1397 Februar 14, Rom, St. Peter. 

„Ex provisione salubri". 

Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 223. 

Verfügungen aus Avignonesischer Zeit, welche die von Johann XXII. auf 
70 herabgesetzte Zahl der Schreiber (o. No. XIV) wieder erhöhten, sind mir 
nicht bekannt. Wenn solche erfolgten, so müssten sie der Zeit Urbans V. oder 
Gregors XI. angehören, da Innocenz VI. am 12. April 1355 die Constitution 
Johanns XXII. noch bestätigte. (Vgl. o. No. XIV.) 

XXV. 

Martin V. erklärt, solange keine Neuernennungen von Scriptoren eintreten 
zu lassen, bis die während des Schismas bedeutend überschrittene alte Zahl von 
100 wieder erreicht sei. 

1418 August 16, Genf. 

„Ex provisione salubri 44 . 

Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 224. 

a ) deberent B. 

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III. Constitution es. 133 

XXVI. 

Martin V. erlasst, anknüpfend an die Constitutionen Johanns XXII., Bene- 
dicts XII. und Gregors XI. Zusatzbestimmungen und Neuordnungen für die päpst- 
liche Kanzlei und die Audientia sacri palatii. 

1418 September 1, Genf. 

Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 227 (B). Cod. Paris, lat. 4172 f. 153 (P). Cod. 
Palat. lat. 647 f. 86 (R). 

Ciampini, De abbreviatorum de parco maiori . . antiquo statu . . . ac pri- 
vilegiis, Rom 1691 S. 9 unvollständig. Bull. Rom. Ed. Taurin. 4,680. 

Marianus episcopus servus servorum dei adperpetuamreimemoriam. 

In apostolice dignitatis specula super gregem dominicum licet 
immeriti constituti iniunctum nobis desuper apostolatus officium debite 
ut tenemur exequi coadiutante domino cupientes ad ea libenter nostre 
dirigimus considerationis intuitum et diligenter prospicimus, que rei 
publice utilitatem respiciunt et commodum, ut per nostre provisionis 
auxilium evellantur vitia planten tur virtutes destruantur iniqua et 
reedificentur honesta ac prava transeant in directa et sublatis defor- 
mibus reluceant debite reformationis decor et pulcritudo ac totius 
equitatis et iustitie exinde proveniant incrementa. 

1. Sane licet felicis recordationis Joannes XXII. Benedictus XII. ft ) 
ac Gregorius XI. Bomani pontifices predecessores nostri necnon de 
mandato apostolico nonnulli auditores audientie contradictarum litte- 
rarum apostolicarum et demum bone memorie Gaufridus episcopus 
Cabilonensis l ) ac Petrus tunc electus Vivariensis 2 ) dicte audientie audi- 
tores nonnullas constitutiones et ordinationes regimen et gubernationem 
officialium ac officiorum cancellarie et penitentiarie apostolicarum nee 
non predietarum contradictarum et causarum palatii apostolici audien- 
tiarum et aliorum in Romana curia iudicum seu commissariorum 
eorumque notariorum nee non adyocatorum consistorialium et procura- 
torum in audientia predictis concernentes laudabiliter ediderunt, quia 
tarnen huiusmundi b ) crescente malitia postmodum aut debite non obser- 
vate aut additionibus utilibus indigere noseuntur: nos igitur super 
hoc intendentes, prout ex debito pastoralis officii nobis iniuneti licet 
immeriti obligamur, salubriter et utiliter providere, tenore presentium 
prefatas constitutiones et ordinationes, quas hie haberi volumus pro 
expressis, auetoritate apostolica tenore presentium innovantes ac eas 
cum additionibus infrascriptis preeipientes firmiter observari eadem 
auetoritate statuimus et etiam ordinamus: 



») am Rande von anderer Hand nachgetragen. b ) huiusmodi B R. hominum P. 

! ) Gotfried von Sab'gny c. 1373 Bischof von Chäions-sur-Saöne. 3 ) Gemeint 
wohl Petrus V. de Sortenac, Bischof von Viviers 1373—1375, vor seiner Ernen- 
nung auditor rotae, 1375 Cardinalpriester von S. Lorenzo in Lucina (vgl. Gallia 
Christ. 16,575, Baluze, Vitae paparum Avin. 1,1170). 



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134 HL Constitutiones. 

2. quod, si notarii apostolici ac eorum abbreviatores et alii in 
iustitia et etiam gratia litterarum apostolicarum abbreviatores taxam 
niiniam pro minutis suis petierint, ac etiam si littere apostolice ex- 
cessive taxate fuerint, super excessibus huiusmodi per partes ad vice- 
cancellarium aut de mandato suo vel ipso absente ad eius locumtenentem 
seu presidentem in cancellaria predicta habeatur recursus, qui delibe- 
ratione habita cum abbreviatoribus assistentibus eidem vicecancellario 
in expeditione litterarum apostolicarum in cancellaria et aliis de qui- 
bus sibi videbitur in hoc peritis excessus predictos ad debitam reducant 
moderationem ac medietatem huius, quod excessive petierint, a scrip- 
toribus vel abbreviatoribus, qui illud petierint, nee non taxatoribus 
litterarum earundem, qui illas sie excessive taxaverint, exigant in usus 
capelle scriptorum predictorura aut alia pia opera convertendam ; 
quodque notarii predicti pro minutis litterarum provisionum patriar- 
chalium metropolitanarum ac aliarum cathedralium ecclesiarum ac 
mona8teriorum quorumque consistorialiter faetarum, cum alie non 
pertineant ad ipsos, reeipere valeant, sicut plus vel minus pro com- 
muni servitio solvitur ab eisdem : videlicet pro primo centenario flore- 
norum communis servitii ultra quinque et pro quolibet alio similium 
florenorum centenario, si plura sint, ultra unum, et si servitium huius- 
modi ad centum florenos non ascenderit, pro quolibet decenario numero 
florenorum huiusmodi ultra medium florenum nullatenus reeipiant vel 
exigant quoeunque quesito colore. Alioquin eorum quemlibet penas 
in dietarum litterarum abbreviatores plus debito a minutis quas faciunt 
exigentes a ) latas inferius declaratas incuiTere volumus ipso facto. 

3. Quod si eorum et euiuseunque abbreviatoris culpa littere, qua- 
rum fecerint minutas et pro quibus salaria seu emolumenta reeipiunt, 
fuerint rescribende, eorum sive illius expensis rescribantur, qui fuerint 
vel fuerit in culpa, sub penis infra dictis. 

4. Et insuper, cum prefati notarii expertos et sufficientes habere 
debeant abbreviatores, quandoque reeipiunt in arte abbreviatoria minus 
expertos ex quibus secuta sunt quandoque detrimenta atque damna: 
statuimus, quod nullus dictorum notariorum aliquem suum abbrevia- 
torem reeipere valeat neque possit, nisi primitus ad id per assistentes 
vicecancellario in expeditione litterarum apostolicarum et alios, de 
quibus sibi videbitur, abbreviatores in minutis super ipsis de iustitia 
formandis expertos sufficientes reperti fuerint et etiam approbati. 

5. Statuimus et etiam ordinamus, quod si littera fuerit in cancel- 
laria rescribenda iudicata, quod infra tres dies naturales a die requi- 
sitionis partis prosequentis aut sollicitatoris expeditionis eiusdem ille, 

ft ) abbreviatoribus exigentibua BPR. 

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III. Con8titutiones. 135 

cuius culpa iudicata fuerit rescribenda, expensis suis propriis sine quo- 
cunque alio salario quantumcunque modico etiam gratis oblato teneatur 
rescribere aut rescribi facere sub pena Suspension is ab officio scriptorie 
litterarum predictarum et ingressu cancellarie, si scriptor fuerit litte- 
rarum predictarum, quadraginta dierum continuorum tempore; nee 
interim litteram alieuius taxe sibi distribuat distributor sive rescriben- 
darius litterarum earundem sub exeommunicationis pena, quam, si 
contrarium faciat scienter, ineurrat ipso facto, a qua absolvi non possit 
nisi a Romano pontifice, prius satisfacto realiter et cum effectu parti 
lese de damnis et interesse, et tres ducatos solvent applicaudos ei dem 
capelle scriptorum litterarum predictarum pro pena. Si vero fuerit ab- 
breviator, similiter compellatur litteram facere scribi infra predictum 
terminum sub pena suspensionis ab eius officio et eius ingressu can- 
cellarie per tres menses, quo suspensionis tempore durante nihil sibi 
distribuat vicecancellarius. Quod si inadvertenter vel alias vicecan- 
cellarius quiequam sibi distribuat et ipse reeipiat huiusmodi suspen- 
sionis tempore durante, ipso facto sententiam exeommunicationis in- 
eurrat, a qua nullo modo possit absolvi nisi a Eomano pontifice, prius 
satisfacto parti lese de damnis et interesse, et donec realiter solvent 
tres ducatos convertendos ut prefertur; et ad reiterationem delicti sive 
excessus Iocum habeat multiplicatio pene. 

6. Et quod nulli ex scriptoribus predictis, qui per se ipsum eius 
officium scriptorie litterarum predictarum personaliter non exercet aut 
non valet exercere, quiequam distribuatur aut aliquod ex eodem officio 
pereipiat emolumentum, nisi causa infirmitatis aut alio legitimo extiterit 
impedimento detentus, quo casu cum eo possit per vicecancellarium 
predictum per litteras eiusdem causam dispensationis a ) continentes prius 
in ipsa cancellaria publicandas b ) ad tempus, de quo sibi videbitur, 
dispensari. 

7. Quodque de cetero nullus huiusmodi officium scriptorie predicte 
cum officio scriptorie penitentiarie litterarum valeat retinere; et si 
quis hoc attemptare presumpserit, utroque privatus existat ipso facto. 
Uli quoque qui huiusmodi abbreviature vel scriptorie apostolicarum 
cum officio scriptorie penitentiarie litterarum predictarum insimul nunc 
obtinent, infra deeimam diem proxime futuram huiusmodi officium 
penitentiarie vel scriptorie litterarum dimittere teneantur. Alioquin, si 
contrarium fecerint, penam ineurrant proxime dietam. 

8. Sane cum deceat abbreviatores litteranim predictarum assistentes 
vicecancellario aut locumtenenti seu presidenti predictis in huiusmodi 
litterarum in cancellaria predieta expeditione abbreviature litterarum 

») distributionia B. b ) publicandis BPR. 

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136 1H. Constitution es. 

ipsarum officio fore sufficientes et expertos ac etiam circumspectos 
prudentes et probos : similiter statuimus et ordinamus, quod nullus de 
cetero ad assistendum predicto vicecancellario seu locumtenenti vel 
presidenti in litterarum apostolicarum expeditione, nisi per dictam 
maiorem partem abbreviatorum continuantium cancellariam antedictam 
primitus examinatus fuerit et ad id repertus sufficiens et etiam ap- 
probatus, nullatenus admittatur. 

9. Et quod prefati assistentes hora super hoc per vicecancellarium 
predictum deputanda singulis diebus, quibus ipsa cancellaria tenebitur, 
ad eam venire et in ipsa, quousque tenta fuerit, residere debeant nee 
interim ab ipsa recedere possint cessante excusatione legitima, quam 
eidem vicecancellario aut locumtenenti seu presidenti, si presentes 
fuerint, vel in eorum absentia prefatis assistentibus exprimere debeant 
vel iurare, se legitimam excusationem habere, nisi super hoc a vice- 
cancellario vel locumtenente licentiam habuerint specialem. Quodque 
singuli assistentium predictorum, qui post tertiam partem höre pre- 
dicte venerint, sex et similiter, qui ante dictam cancellariam finitam 
recesserint, sex alios, qui vero eadem die ad dictam cancellariam non 
venerint, duodeeim grosso9 Turonenses singulis diebus, quibus hec 
commiserint, capelle scriptorum predictorum pro pena contemptus 
statuti et ordinationis nostre huiusmodi infra tres dies tunc immediate 
sequentes solvere sint adstricti, nee ob id appellantes, nisi prius satis- 
facto de principali et expensis, si que inde facte fuerint, ad huiusmodi 
appellationis prosecutionem quomodolibet admittantur. Similiter idem 
per alios abbreviatores sufficientes ad continuandum eandem cancel- 
lariam per assistentes prefatos ex aliis abbreviatoribus eligendos nee non 
in officialibus dicte cancellarie sub similibus penis volumus observari. 
10. Statuimus insuper et etiam ordinamus, quod senescallus dicte 
cancellarie, qui custos nuneupatur, iuramentum in manibus dicti vice- 
cancellarii in sua primaria reeeptione ad officium senescallie cancel- 
larie predicte nee non singulis annis de huiusmodi officio fideliter 
exercendo et alias iuxta formam iuramenti predicti per nos noviter 
appositam et in libro cancellarie inscriptam prestare teneatur. 
Quodque ipse in quibuseunque litteris de gratia diem reeeptionis 
earundem, qua sibi in dieta cancellaria presentabuntur, scribat et pro 
scriptura huiusmodi nihil reeipiat etiam gratis oblatum litterasque 
predietas seeundum ordinem reeeptionis earundem sine fraude in ex- 
peditione presentet expediendas. Nee litteras rotulos ac supplicationes 
in litterarum expeditione traditas vel traditos ante vel post ipsarum 
litterarum expeditionem in dieta cancellaria celabit vel oecultabit aut 
malitiose retinebit seu earundem litterarum expeditionem differet aut 



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III. Constitutiones. 137 

retardabit per se vel alium seu alios contra ordinem supradictum. 
Quod si contrarium scienter fecerit, eo ipso sententiam excommuni- 
cationis incurrat, a qua absolvi non possit nisi a Eomano pontifice 
preterquam in mortis articulo constitutus. Quodque si senescallus pre- 
dictus contra huiusmodi suum iuramentum fraude vel dolo aliqua 
fecisse reperiatur, sit dicto officio eo ipso privatus. Et quia de talibus 
et similibus delictis, que secrete committuntur, potest cum difficultate 
constare: si sex de scriptoribus vel abbreviatoribus prefatis non 
suspecti ac bone fame et boni nominis ipsum senescallum huiusmodi 
suum officium illegaliter exercuisse deponant et de hoc etiam sit 
publice diflfamatus, dicto suo officio sit eo ipso privatus ; et nisi de eo 
per dictum vicecancellarium infra tres dies inde sequentes provisum 
fuerit, extunc possit de sufficienti abbreviatore litterarum predictarum, 
qui iuramentum similiter prestare et omnia predicta eidem senescallo 
incumbentia adimplere teneatur, provideri. Et insuper, quod nullus 
alius quam senescallus predictus aliquam litteram gratiam continentem 
expediendam in loco expeditionis ponat. 

11. Similiter statuimus et etiam ordinamus, quod nulla constitu- 
tionum dicte cancellarie cuiquam [detur]»), ut de ea in iudicio vel 
alibi fidem faciat, nisi primitus per dictos assistentes fuerit iudicatum 
danda, et postmodum per duos ex eis tunc presentes videatur et signetur 
in dorso ac per duos ex abbreviatoribus in forma debita auscultetur 
cum libro predicto, qui se subscribant in eadem et deiude per vice- 
cancellarium subscribi debeat et suo signeto more solito signari et 
parti petenti dari ; pro qua quidem constitutione ultra quatuor grossos 
Avenionenses, quorum sedecim valent unum florenum auri de caniera, 
pro signo sigillo et scriptura et alias per secretarium vel cubicularium 
dicti vicecancellarii et senescallum predictum vel alios quoscunque 
nullatenus recipiatur vel etiam exigatur. 

12. Preterea ut littere iustitiam concernentes absque partium 
damno ac brevius expediantur: statuimus et ordinamus, quod cancel- 
laria b ) litterarum iustitie, si c ) ad hoc littere sufficiant d ), ter singulis 
septimanis, prout antiquitus teneri consueverat, si [vero] e ) ad id huius- 
modi littere [non] sufficiant, singulis septimanis saltem semel tenea- 
tur f ) ; ad quam notarii, qui sex esse debent, eorumque et alii in 
formandis notis de iustitia vel in iure sufficientes abbreviatores, quorum 
nomina sint in matricula abbreviatorum dictarum litterarum inscripta, 
nee non prelati et alii doctores famosi ac practici in dieta curia pre- 
sentes et primitus per eosdem prelatos et doctores solito prestito 



») fehlt B P R, aus Nachurkunde u. XXIX. 7. ergänzt. b ) in cancellaria 

BP. c) que si BPR. <*) rem faciant R. *) fehlt BPR. f ) teneri BPR. 



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138 HI. ConstitutioneB. 

iurameuto debeant convocari, prout hactenus extitit laudabiliter obser- 
vatum. Quodque in eadem cancellaria littere executorie super sententiis 
iu Romana curia latis, nisi stilus in causis in eadem curia servari 
solitus servatus fuerit per ordinem, prout in litteris predictis iuxta 
stilum cancellarie predicte narrari consuevit, aut iu aliquibus expense 
facte in causis ipsis excessive contra constitutioues super hoc editas 
notorie taxate fuerint, donec de partium vel partis victricis consensu 
vel alias iuridice moderate fuerint, minime possint et debeant expediri. 

13. Et insuper statuimus et ordinamus, quod examinatores in 
gratia speciali, antequam exerceant huiusmodi examinationis officium, 
de illo fideliter exercendo in manibus dicti vicecancellarii prestent 
iuramentum ipsique postmodum huiusmodi officium diligenter per se 
ipsos exerceant, impetrantes de litteratura scientia et idoneitate et 
illos beneficia curam animarum aut iurisdictionem habentia petentes, 
rigide examinent ac de vita et moribus informationem recipiant dili- 
gentem et predictas sufficientiam et idoneitatem in scriptis sub signeto 
suo referant examinatores, pro qua quidem scriptura signeto salarioque 
et labore eorum ultra uuum grossum Turonensem et clericus scripturam 
faciens predictam ultra similis grossi quartara partem aliquid etdam 
gratis oblatum nullatenus recipere presumant. Quod si examiuator vel 
clericus in contrarium attemptayerint, eo ipso excommunicationis sen- 
tentiam incurrant, a qua non possiut absolvi, donec fuerit satis- 
factio facta. 

14. Similiter statuimus et ordinamus, quod bullatores dictarum 
litterarum apostolicarum pro ipsis litteris bullandis, sive gratiam sive 
iustitiam contineaut, ultra illud, quod antiquitus et ante ultimum 
scisina videlicet tempore Gregorii pape XI. predicti pro similibus reci- 
piebant litteris, nihil recipere presumant, nee de littera duplicata ultra 
quatuor et de littera correeta iterum bullanda nee non de littera super 
sumpto habito de regestro ultra VIII nee non de litteris alias bullatis 
et iterum, non tarnen propter defectum partium, bullandis et in dicto 
regestro corrigendis ultra unum Turonensem grossum recipere aut 
exigere presumant. 

15. Et idem volumus per dictarum litterarum registratores in 
predictis omnibus observari; quodque prefati registratores litteras 
registrandas causa aliquid exigendi vel extorquendi a prosequentibus 
ipsas plus debito dififerri [non]*) faciaut registrari vel eas de mala 
expeditione malitiose redarguant seu ad questum aecusent aut iu salariis 
clericorum in registro predicto scribentium partieipent; quod si con- 
trarium fecerint, ipso facto excommunicationis sententiam ineurrant, 

») fehlt BPR. 

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III. Constitutiones. 139 

a qua mortis casu excepto per alium quam Bomanum pontificem 
nequeant absolutionis beneficium obtiuere, et insuper suo officio huius- 
modi, si hoc per testes vel alias presumptive probari poterit, eo ipso 
sint privati et perpetuo inhabiles ad quodcunque officium exercendum 
in Romana curia existant. Quodque clerici in dicto registro scribentes, 
qui litteras eis traditas infra tres dies ex tunc immediate sequentes 
cessante impedimento legitimo non registraverint , a dicto registro 
penitus amoti existant nee ad ibi scribendum de cetero admittantur. 

16. Et nichilominus cum iustitiam in iudicio contradictorio pure 
deceat exerceri, statuimus et etiam ordinamus, quod nullus deioeeps 
causarum palatii apostolici in auditorem reeipiatur, nisi doctor fuerit 
iuris famosus et post doctoratum in eo reeeptum per triennium ad 
minus legerit in eodem, sitque commendatus vite ac morum honestate 
aliisque virtutibus ac ab omni munere sint munde manus eius et 
bonum habeat testimonium habeatque ad minus sive in benefieiis sive 
in bonis temporalibus ducentos florenos auri de camera annuatim in 
portatis, de quibus valeat in dieta curia residere et sustentari. 

17. Quodque postquam fuerit concessum per papam aliquem in 
auditorem causarum dicti palatii admitti, antequam ulterius ad ipsius 
admissionem procedatur, decanus auditorum predictorum de premissis 
facere teneatur inquisitionem diligentem et quiequid per eam repererit, 
fideliter referat vicecancellario predicto, qui hoc similiter pape exponere 
teneatur; quod si aliquid de premissis defuerit, ad ipsius admissionem 
in auditorem ulterius minime procedatur, nisi aliud mandaret papa 
antedictus. 

18. Si vero per informationem huiusmodi ipsum constiterit famo- 
sum doctorem aliaque premissa fore vera, item vicecancellarius vocatis 
quatuor ex dictis auditoribus, si canonista, decretalem, si vero legista 
fuerit, legem, quam infra unius mensis spatium a die sibi assignata 
computandum in dicti vicecancellarii aut eius locumtenentis presentia et 
ad hoc vocatis omnibus dicte sedis notariis et predictis auditoribus et 
consistorialibus advocatis tunc in eadem curia presentibus invitatis ad 
id etiam prelatis et aliis famosis et litteratis viris, qui tunc in eadem 
curia extiterint, repetere teneatur et singulos, qui arguere voluerint, 
idem repetens audire teneatur; quodque quatuor ultimi ex auditoribus 
et quatuor ultimi ex advocatis predictis tunc presentes arguere sint 
adstricti. 

19. Quod si idem repetens in huiusmodi repetitione taliter se 
habuerit, quod sit merito commendatus, dictus vicecancellarius seeundum 
relationem maioris partis notariorum et auditorum ac advocatorum 
predictorum ad eius admissionem in auditorem ulterius procedat; si 



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140 -U- Constitutione s. 

vero secundum relationem predictam repertus fuerit diminute scientie 
vel iudicii, relatione super hoc per dictum vicecancellarium pape facta 
ab huiusmodi admissione repellatur. a ) 

20. Et insuper, quod prefati auditores et eorum loca exercentes 
libros iuris ordinarios ad minus continuo secum habere teneantur 
processusque causarum agitatarum coram eis personaliter videant et 
visitent ac testes in causis huiusmodi si ponderis fuerint, maxime si 
pars aliqua hoc requisiverit, exaniinent, in aliis vero per duos notarios 
faciant examinari diligenter, nee euiuseunque notarii vel alterius rela- 
tioni credant; nee ad sententiarum prolationem in causis huiusmodi 
procedant registris predictis per eos ut premittitur non visis et dili- 
genter examinatis. Hoc etiam volumus per quoseunque iudices et com- 
missarios in dieta curia presentes similiter perpetuo observari. Et 
nihilominus quod, si quis ex auditoribus fuerit notatus de preeipitatione 
iustitie negligentia seu non promptitudine iurium propter non con- 
tinuationem librorum aut alias et specialiter de corruptione et aeeep- 
tatione munerum, seu vagus fuerit seu alias male versetur in dieta 
curia, per prefatum vicecancellarium vel eius vieegerentem caritative 
reddatur attentus, ut b ) ab iis se abstineat et emendet bonamque famam 
acquirat et in ea perseveret Quod si emendare neglexerit et per tres 
menses continuos post avisationem huiusmodi eadem nota vel infamia 
respersus fuerit, per dictum vicecancellarium aut eius vieegerentem 
commissiones sibi nullatenus committantur. Et si per alios tres menses 
simili nota vel infamia notatus fuerit seque notorie non emendaverit, 
tunc prefatus vicecancellarius aut vieegerens cum duobus auditoribus 
premissa pape referre teneatur, qui provideat, prout salubriter fuerit 
providendum. 

21. Verum si contingat inter easdem personas et super eadem 
re diversis auditoribus aliquam causam committi, is, cui primo fuerit 
presentata commissio super causa huiusmodi, remaneat eiusdem cause 
iudex. Quod si de iurisdictione alterius extiterit pro parte adversa data 
exceptio, tunc cuius fuerit iurisdictio primitus cognoscatur: et si ulte- 
rius procedatur ante cognitionem huiusmodi, non valeat processus et 
iudex teneatur parti ad restitutionem expensarum inde faetarum suumque 
interesse. Notarius vero, qui visus est talem contentionem appetere 
propter lucrum, scripture ac totius cause commodum perdat teneaturque 
suis expensis parti dare, quod expendit in causa huiusmodi. Quod si 
idem auditor et notarius contrarium fecerint, eo ipso sententiam ex- 
communicationis ineurrant, a qua non possint absolvi, donec super 

. ») ad— admissionem BPR. *>) au t BPH. 

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Hl. Constitutiones. 141 

hiis satisfeceriiit ut prefertur. Et hoc etiam ad quoscunque iudices ac 
commissarios ac eorum notarios in dicta curia presentes pro tempore 
duximus extendendum. 

22. Preterea a ) statuimus et etiam ordinamus, quod nullus ex 
notariis cuiusvis ex auditoribus predictis cum eo moram trahat; quod 
si forsan aliquis ex ipsis cum eo morari voluerit, pro habitatione b ) 
domus et expensis ultra quod iustum et debitum fuerit et rationa- 
biliter solvendum c ) non solvat. Et si quacunque causa vera vel simulata 
respectu officii aliquid auditori dederit vel solvent, notarius dando et 
auditor recipiendo eo ipso excommunicationis sententiam incurrant, 
a qua nequeant nisi per papam absolvi ac duplo, quod notarius ultra 
debitum solvent et auditor receperit, per eorum quemlibet in usus 
pauperum de mandato dicti vicecancellarii distributo. 

23. Et quod nullus in notarium cuiuslibet auditorum predictorum, 
nisi vigesimum quin tum sue etatis annum attigerit d ) et alias notariatus 
officium exercuerit sitque boni nominis et bone fame ac sufficiens et 
idoneus ad dictum notariatus officium causarum dicti palatii exercen- 
dum et post diligentem informationem super hiis habitam ac ipsius 
examinationem et de premissis constiterit, admittatur. 

24. Et quod notarii dictorum. auditorum sua notariatus officia 
personaliter exerceant ; et si quis cessante causa necessaria a sui nota- 
riatus officii exercitio per meusem continue se e ) absentaverit, sit dicto 
officio eo ipso privatus et de f ) causa necessaria propter quam ipsum 
oporteat dictum officium per substitutum exercere et de illo per sub- 
stitutum exercendo a dicto vicecancellario petat licentiam, quam idem 
vicecancellarius, postquam de causa huiusmodi sibi constiterit, per suas 
litteras causam ipsam continentes concedere poterit ad tempus, de quo 
sibi videbitur faciendum. 

25. Et insuper quod notarii predicti in habitu decenti incedant 
ac honesto et convenienti clerico seculari, tabernas non frequentent 
nee coneubinarii existant, cum ex &) hoc suum vilescat officium et 
malam famam acquirant; et si contrarium fecerint, suis priventur 
offieiis. 

26. Quodque quilibet ipsorum quam primum presbiter [factus] h ) 
seu dignitatem vel personatum in cathedrali vel collegiata ecclesia aut 
parrochialem ecclesiam paeifice assecutus fuerit, huiusmodi notariatus 
officium omnino dimittat et ad huiusmodi officii exercitium in dicta 
audientia amplius non admittatur. 



») propterea B. b ) habitatio ad B. c ) salarinm B. d ) attin- 

geret BPR. *) fehlt BPR. f) si BPR. i) ad BPR. **) fehlt BPR. 



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142 HL Conetitutiones. 

27. Et insuper, quod notarius, qui notatus aut diffamatus fuerit, 
[quodj a ) malitiose negligenter vel per dolura [scripserit] a ) aliud quam 
in processu aut in iudicio deductura vel actum fuerit inter partes, seu 
diffamatus, quod sit personarum, in quarum causis scribit, acceptor 
plus uni quam alteri favendo et ei cause secreta detegendo, eo ipso 
a suo notariatus officio suspendatur, et per auditorem camere, cui hoc 
per dictum vicecancellarium committatur, summarie simpliciter et de 
piano de huiusmodi infamia et aliis premissis inquiratur diligenter; 
et si per inquisitionem huiusmodi culpabilis repertus fuerit aut si pur- 
gatio extiterit indicenda et debite se non expurgaverit, privetur quibus- 
cunque officiis, que in dicta curia obtinebit, et ab eadem curia per- 
petuo sit proscriptus nee non in quingentis florenis auri de camera 
per ipsum elemosinario Bomani pontificis realiter tradendis et in usus 
pauperum convertendis condemnetur ; et idem volumus de quibuseunque 
notariis quorumeunque cardinalium iudicum et commissariorum iu curia 
pro tempore deputatorum inviolabiliter observari. 

28. Et nichilominu8 quod dicti notarii in exaetione salariorum 
suorum b ) pro suis processibus et scripturis in causa huiusmodi 
taxas super hoc ordinatas per dictum Johannem XXII. servare 
teneantur; quod si ultra dietam taxam aliqaid petierint aut reeeperint, 
super excessu huiusmodi ad vicecancellarium seu locumtenentem pre- 
dictum super hoc habeatur recursus, qui vocatis in hoc peritis excessus 
predictos iuxta taxationes predietas ad debitum reducat moderamen 
et medietatem haius, quod excessive petierint, a notariis exigat in 
usus pauperum convertendam. 

29. Quodque pro citationibus compulsoriis et inhibitionibus decretis 
in partibus procuratoriis instrumentis remissionibus ad partes examina- 
tionibus testium ek quibuseunque aliis scripturis bis scriptis in pro- 
cessu nisi semel dumtaxat taxentur neque solvantur. Termini quoque 
superflui seu ultra debitum extensi et queeunque alie superflue scrip- 
ture pro resecatis habeantur taxenturque clausule et dictiones propor- 
tionabiliter, prout rationabiliter poterant scribi in processu; quodque 
nullus notarius, qui de petia note registri sententie definitive duodeeim 
grossos Turonenses reeeperit, de petia instrumenti super ea confecti, 
cum sit copia dicte note, nisi sicut de copia in publica forma redaeta 
iuxta constitutionem dicti Johannis XXII. reeipiat. Et si de petia 
huiusmodi instrumenti similes duodeeim Turonenses reeeperit, de huius- 
modi nota sententie sicut de copia reeipere possit; quod si contrarium 
attemptaverit, quod ultra reeeperit parti restituat et totidem pro capella 
predictorum auditorum vel cursorum infra octo dies tunc immediate 

•) fehlt BPH. b ) suorum taxationes BPB. 

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III. Constitationes. 143 

sequentes realiter solvat; alioquin a sui officii executione per mensem 
sit suspensus; quod si se illi ingesserit, gravius per vicecancellarium, 
prout sibi videbitur, puniatur. 

30. Verum cum sicut iudicum sie et advocatorum requiratur con- 
silium maturitas et circumspectio magna: insuper statuimus etiam et 
ordinamus consimiliter adyocatam nullatenus admittendnm, nisi primi- 
tus servaYerit, que in auditoribus servari statuuntur; quodque iidem 
advocati pro singulis per eos commissionibus de iustitia extra con- 
sistorium proponendis üno floreno de camera sint contenti nee aliquid 
ultra petere sint ausi; quod si contrarium fecerint, illud, quod ultra 
exegerint, partibus restituere et totidem dare pauperibus teneantur. 

31. Et quod, si quis advocatus in consistorio proponat aliqua, que 
de sui natura sint iniuriosa et in alterius diffamationem et notam 
cedant, licet hoc in commissione sive supplicatione per ipsum propo- 
nenda scriptum fuerit, nisi pars priocipalis, cuius nomine proponitur, 
sit presens et dicat et asserat hoc facere proponi ad effeetam aecusandi 
vel partem denuntiatoris assumendi in forma iuris seu eius procu- 
rator ad hoc habens mandatum speciale aut sint substantialia cause, 
ipse actione iniuriarum teneatur ei, contra quem Organum vocis sue 
prestiterit et in decem florenis camere apostolice condemnatus existat. 
Quodque si quis advocatus in consistorio vel audientia procax clamo- 
rosus iniuriosus aut tumultuosus fuerit vel etiam temere vel imniode- 
rate se ingerat replicationi aut defensioni causarum in consistorio sine 
requisitione et informatione partis, eo ipso sit ab eius officio suspen- 
sus per duos menses et quinque florenos camere pro qualibet vice, 
qua hoc egerit, eidem camere polvere sit adstrictus. 

32. Ceterum quod si duo advocati unam causam defendant in 
consistorio , eorum alter dumtaxat replicet a ) ; habeant tarnen prius 
consultationem ad invicem vel in ipso consistorio insimul se iungant, 
ita quod si proponens, alias reallegans, aliquid, quod faciat ad 
cause jäefensionem, omittat, alius b ) submissa voce et sine tumultu 
hoc ^gibi dicat, ita quod in hiis et similibus iunior semper deferat 
a?iiäquiori advocato, nisi ex causa aliter inter eos fuerit concordatum. 

/ 33. Preterea statuimus et etiam ordinamus, quod nullus ad publi- 

,J cum procurationis c ) officium in eadem curia de cetero admittatur, nisi 

in eodem officio in dieta curia sit exercitatus et practicus aut in iure 

,' graduatus ac de diligentia fidelitate et probitate commendatus et super 

| hiis et aliis ad huiusmodi officii exercitium necessariis per vicecancel- 

i larium uno vel duobus ex auditoribus et totidem ex advocatis predictis 

■ *) alteri tantum duplicetur B. b ) aliud B. c ) procuratioaum B. 

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144 ID. Conetitutiones. 

ad id vocatis et presentibus fuerit diligenter examinatus et repertus 
idoneus. 

34. Et quod nullus ex dictis procuratoribus sit iniuriosus verbo 
vel scriptum in causarum patrocinio nee causas, quas noyerit iniustas 
seu iniquas vel alias desperatas, recipiat a ) nee pro causarum defen- 
sione ad eas diutius malitiose protrahendas materias subiungat admis- 
sibiles, quas non veras esse sciat aut credat vel probabiles per partem 
suam, quod presumi poterit, videlicet si pars, pro qua causa ducitur, 
debilem aut minus plenam informationem dederit aut miserit super ea. 
Quod si quis procuratorum predictorum in hoc eulpabilis repertus 
fuerit, per cause auditorem vel iudicem, qui hoc noverit aut in altero 
premissorum eum deprehenderit seu si hoc neglexerit, per b ) vicecancel- 
larium vel eius locumteneutem, quando sibi de hoc constiterit, perpetuo 
vel ad tempus, prout casus exiget, a procurationis officio in dieta curia 
suspendatur et alias seeundum casus exigentiam per c ) predictum vice- 
cancellarium vel locumtenentem puniatur. Idem volumus, si procurator 
per corruptionem vel aliam malitiam in causis, quas defendendas sus- 
ceperit et eas seien ter vel per eius negligentiam perdiderit in lesionem 
iuris sue partis, observari ; quo casu ad queeunque damna et expensas 
ultra predieta eidem parti restituenda teneatur; similiter in procura- 
tores, qui postquam pro una parte causam duxerint, eam contra ipsam 
et pro eius adversa parte defendunt et dueunt. 

35. Quodque, si quis ex procuratoribus predictis vel aliis post 
appellationem interpositam in dieta curia huiusmodi appellationis cau- 
sam finxerit esse commissam, ut partem adversam deeipiat et eam ad 
dicendum contra huiusmodi ficfcaiü commissionem citari fecerit, in 
viginti florenis camere puniatur in piis^tfpßribus per manum elemo- 
sinarii predicti convertendis ; et quod huiusmoäi procuratores, qui, ut 
lites diutius durare faciant, fictis appellationibus^^commissionibus 
utuntur, nisi probaverint causas appellationum et commiM&jn 11111 huius- 
modi veras esse et ipsas relevantes ad<*) iuris sui declarationei?^ iudici * 
vel vicecancellarii seu presidentis predictorum arbitrio punian^i ut 
parti adverse, quam indebite vexarint, de damno et interesse?V e 
propterea ineurrerit, teneantur. ^ 

36. Verum cum dicti procuratores gravia gerant negotia, simüiter . 
in monbus graves in gestu habitu et conversatione honesti esse debent, N 
quod prefati procuratores in habitu decenti et honesto ac statu secu- 
lan et convenienti incedant tabernas non frequentantes nee sint con- 
cubmarn. Si quis autem contrarium fecerit, ab huiusmodi procurationis 
otüciojper auditores iudices et commissarios prefatos repellatur et 

*) reeipiant B P R. b) vel ß P R< c) ftMt ß p R d } et ^ B P r. 



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III. Constitutiones. 145 

penitus excludatur et alias per dictum vicecancellarium vel eius locum- 
tenentem animadversione debita puniatur. 

37. Et nichilominus quod de cetero nullus in sacerdotio consti- 
tutus aut dignitatem vel personatum cathedralis vel collegiate ecclesie 
pacifice obtinens ad huiusmodi procurationis officii exercitium quo- 
modolibet admittatur nee in eo toleretur; et si de hoc in causis per 
partem adversam data fuerit exceptio 4 ), extunc processus non valeat; 
eadem tarnen pars adversa de sua huiusmodi causa defensione confisa 
iterato de novo in eam causam vocetur, nisi sit in dieta curia alius 
procurator, qui onus cause huiusmodi in se velit suseipere defendende. 

38. Ceterum cum advocati et procuratores predicti iuxta sui laboris 
meritum sint premiandi: statuimus et etiam ordinamus, quod in causis 
in quibus simpliciter et de piano aut per audientiam contradietarum 
sive in contumaciam partis adverse vel alias in causis levibus, in qui- 
bus non sit magna iurium discussio, advocati in prima XX in seeunda 
XII in tertia instantia octo ac procuratores similiter in prima decem 
et in seeunda Septem ac in tertia instantia huiusmodi quatuor florenis 
similibus sint contenti. 

39. Preterea volumus et etiam ordinamus decem grossos Turo- 
nenses circa taxani litterarum apostolicarum et penitentiarie predietarum 
ac minutarum earundem litterarum apostolicarum nee non in bulla et 
regestris apostolicis ac dicte penitentiarie nee non salarii notariorum 
et aliorum quorumlibet pro uno dumtaxat floreno de camera computari. 

40. Verum ut huiusmodi nostre constitutiones et ordinationes ad 
omnium perveniant notitiam: eas in audientia predieta siugulis annis 
in kalendis octobris publicari nee non in libris cancellarie predicte 
inscribi et registrari volumus per presentes. Nulli ergo etc. 

Datum Gebennis kalendis septembris pontificatus nostri anno primo. b ) 

xxvn. 

Martin V. bestätigt die inserirten Bullen Clemens' VI., denen zufolge die 
Scriptoren der päpstlichen Kanzlei als familiäres des Papstes gelten und bezüg- 
lich der Befreiung von fremder Gerichtsbarkeit sich derselben Vorrechte erfreuen 
sollen wie die nuntii und ofQciales. 

1419 September 15, Florenz. 
„Olim felicis". 
Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 238. 

xxvui. 

Martin V. wiederholt die Aufhebung jeder Neuernennung von Scriptoren, 
bis die frühere Zahl von 100 erreicht sei. 



a ) exceptore BPR. b ) seeundo P. 

Tan gl, P&pstl. Kanzleiordnangen. \Q 



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146 HL Constitutiones. 

1419 December 21, Florenz. 
„Meditacio nostra." 

Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 240. 

. . . „Per admissioneni autem dilectorum filiorum Jacobi Bailini, Johannis 
de Vado, Francisci de Vollate, Michaelis Paquanti et Bertoldi de Ghelria ac 
duorum aliorum per nos nominandorum et admittendorum ad prefatum officium, 
cum illud per alicuius ex prefatis scriptoribus liberam reaignationem vel alio 
quovia modo vacare contigerit, ac unius alterius, qui forsan in locum dilecti filii 
magistri Johannis de Feys dictarum litterarum scriptoris et datarii nostri conti- 
gerit impo8terum surrogari, non intendimus privilegiis de centum tantum scripto- 
ribus concessis in aliquo derogari". 

XXIX. 

Martin V. ordnet unter theilweiser Wiederholung und Ergänzung der Bulle 

„In apo8tolice dignitatis" und unter Widerrufung einer unbekannten Constitution 

vom 4. Februar 1423 den Geschäftsgang in der Kanzlei und der Audientia sacri 

palatii. 

1423 März 1, Rom, St. Peter. 

Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 253 (B) Originaleintragung mit der Ueber- 
schriit: Nove reformationes facte super officialibus curie Romane tempore Mar- 
tini V. anno Vi. 

Ciampini 1. c. 12 unvollständig (No. 1—10, 14—16); Bull. Rom. Ed. Taurin. 
4,709 unvollständig (No. 17— Schluss) beide undatirt. Vgl. Ottenthai, Die Bullen- 
register Martin V. und Eugen IV., Mitth. des Instituts f. österr. UF. Egb. 1,558 
A. 3. (Ergänzung zu Ciampini, unten No. 12.) 

Die Constitution vom 4. Februar 1423, auf welche in der Einleitung unserer 
Bulle Bezug genommen wird, ist uns nicht erhalten. Wahrscheinlich unterblieb 
ihre Eintragung ins Kanzlei buch überhaupt, und mau schritt vielmehr an eine 
theilweise Umarbeitung, die bereits drei Wochen später am 1. März 1423 pub- 
licirt und danach im Kanzleibuch verewigt wurde. Möglicherweise wurde auch 
die bereits erfolgte Eintragung gründlich getilgt. 

Martinus episcopus servus aervorum dei ad perpetuam rei memoriam. 

Roinani pontiticis Providentia circumspecta nonnunquam gesta 
per eam rationabilibus et honestis suadentibus causis moderatur et 
commutat in melius, prout iu domino conspicit salubriter expedire. 
Nuper siquidem videlicet II. uonas februarii pontificatus nostri anno 
sexto quedani constitutiones et ordiuationes, que reformationeni offi- 
cialium Romane curie concernere videbantur, in audientia litterarum 
contradictarum lecte fuerunt et etiam publicate. Et quia nonnulla 
nimium rigorosa continebantur in Ulis que in ipsorum officialium 
nimis grave dispendium et preiudiciuin redundabant, eas per nostre 
provisionis officium habitaque super hiis deliberatioue matura in melius 
duximus commutandas. 

1. lllas igitur constitutiones et ordinationes ut premittitur publi- 
catas auctoritate presentium perinde haberi volentes, ac si in eadem 



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III. Constitutiones. 147 

audientia lecte et publicate minime extitissent et a nobis nullatenus 
emanassent, infr&scriptas constitutiones et ordinationes nostras in eadem 
audientia legi et publicari volumus et iubemus easque precipimus ab 
omnibus inviolabiliter observari. Et licet felicis recordationis Joannes 
XXII. Benedictus XII. et Gregorius XI. Eomani pontifices predecessores 
nostri nonnullas constitutiones et ordinationes circa regimen et guber- 
nationem .officialium et officiariorum eiusdem curie laudabiliter edide- 
rint, quia tarnen ille mundi crescente malitia aut debite non obser- 
vantur aut additionibus utilibus indigere noscuntur: nos super hiis 
intendentes, prout ex debito pastoralis officii obligamur, salubriter 
providere, constitutiones et ordinationes dictorum predecessorura aucto- 
ritate apostolica tenore presentium innovantes eas cum additionibus 
infrascriptis, quas vim perpetue constitutionis habere decernimus, pre- 
cipimus firmiter observari mandantes exnunc venerabili fratri nostro 
Joanni episcopo Ostiensi sancte Romane ecclesie vicecancellario et in 
cancellaria apostolica presidenti eorumque successoribus, quatenus illas 
faciant diligentius observari. 

2. Que ut attentius observentur, statuimus, quod singuli sedis 
apostolice notarii et tarn predicte quam palatii apostolici causarum 
audientiarum auditores corrector scriptores abbreviutores litterarum 
apostolicarum advocati procuratores et notarii causarum dicti palatii 
necnon senescallus, qui custos est dicte cancellarie, constitutiones et 
additiones predictas infra mensem a die publicatiouis presentium com- 
putaudum secum habere et de hoc infra alium mensem immediate 
sequentem dictum vicecancellarium certificare et alia circa premissa 
facere et observare teneantur, prout in constitutionibus dictorum pre- 
decessorum ac presentibus plenius continetur. 

3. De cancellaria. Statuimus igitur et etiam ordinamus, 
quod onines et siugule littere in cancellaria apostolica expediende pre- 
sertim ille que gravis materie fuerint, coram omnibus ad hoc deputatis 
intelligibiliter legautur unusque supplicationem teneat, alter legat lit- 
teram expediendam, vicecancellario aut presidenti cancellarie et deputatis 
ipsis audientibus, qui ad hoc sint attenti, et sie litteris expeditis cum 
siguo abbreviatoris, vicecaucellarius vel eins locumtenens etiam aliquod 
signum ponat in signum expeditionis earum ; aliter nulla littera trans- 
mittatur ad bullam. 

4. Idem etiam de litteris iustitie per illos, ad quos earum expe- 
ditio pertinet, precipimus observari. 

5. Sane cum deceat abbreviatores litterarum apostolicarum assistentes 
vicecancellario et locumtenenti ac presidenti predictis in earum expe- 

5—7. Theilweise wörtlich gleichlautend mit XXVI. 8 — 11. 

10 - 



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148 Dl. Cönstitutiones. 

ditione et abbreviature officio prudentes et probos fore peritos pariter 
et expertos: similiter statuimus et etiam ordinamus, quod nullus de 
cetero ad assistendum vicecancellario seu locumtenenti et presidenti 
predictis in ipsarum litterarum expeditione, nisi per maiorem partem 
abbreviatorum dicto vicecancellario tunc assistentium primitus exami- 
natus fuerit et ad id repertus sufficiens in stilo peritus expertus et 
idoneus, admittatur; quodque prefati assistentes hora super hoc per 
vicecancellarium predictum deputanda singulis diebus, quibus cancellaria 
tenebitur, ad eam venire et in ipsa cancellaria, quousque tenebitur, 
residere debeant, nee interim ab ea recedere possint, nisi forsan legi- 
time fuerint impediti vel super hoc specialem licentiam habuerint a 
vicecancellario aut locumtenente vel presidente predicto. Qui vero ea 
non obtenta et cessaute excusatione legitima eisdem diebus ad cancel- 
lariam non venerint, quatuor grossos singulis diebus, quibus venire 
neglexerint, pro pena contempti statuti huiusmodi infra tres dies tunc 
immediate sequentes solvere teneantur; et hoc idem per alios abbre- 
viatores sufficientes ad continuandum cancellariam eandem per assistentes 
prefatos ex aliis abbreviatoribus eligendis nee non in officiales dicte 
cancellarie sub simili pena volumus observari. 

6. Statuimus insuper et etiam ordinamus, quod senescallus pre- 
dictus iuramentum in manibus eiusdem vicecancellarii in sua primeva 
reeeptione ad officium senescallie seu custodie cancellarie predicte et 
deinde singulis annis de huiusmodi officio fideliter exercendo et alias 
iuxta formam iuramenti predicti per nos noviter editam et in libro 
cancellarie descriptam prestare teneatur; quodque ipse in quibuseunque 
litteris de gratia diem reeeptionis earura, qua sibi in cancellaria ipsa 
presentabuntur, inscribat et pro scriptura huiusmodi nihil reeipiat etiam 
sponte oblatum litterasque predietas seeundum ordinem scriptionis 
earum sine fraude in expeditione presentet nee litteras rotulos aut 
supplicationes in ipsarum litterarum expeditione sibi traditas seu tra- 
ditos ante vel post dietarum litterarum expeditionem in prefata can- 
cellaria celabit vel malitiose retinebit seu earundem litterarum expe- 
ditionem differet aut retardabit per se vel alios quovis modo contra 
ordinem supradictum. Quod si contrarium scienter fecerit, eo ipso 
ineurrat penam ab eius officio suspensionis ad tempus arbitrio dicti 
vicecancellarii moderandum. Et si senescallus predictus contra huius- 
modi suum iuramentum fraude vel dolo aliqua fecisse diceretur, quia 
de talibus et similibus delictis, que secrete committuntur, non potest 
sine difricultate constare: si quinque ex scriptoribus vel abbreviatoribus 
supradictis non suspecti et bone fame et boni nominis ipsum sene- 
scallum huiusmodi suum officium illegaliter et alias ut prefertur exer- 



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m. Conßtitutiones. 149 

cuisse deponant, et ad hoc vocatus suo privetur officio et de alio pro- 
videatur idoneo, qui prestet simile iuramentum. Et insuper, quod 
nullus alius quam ipse senescallus aliquam litteram gratiam continentem 
expediendam in loco expeditionis ponat, nisi hoc forsan de mandato 
nostro aut vicecancellarii seu presidentis eiusdem licentia aut speciali 
commissione procederet; et quicunque posuerit, sit per annum ab 
officio suo suspensus; et si durante suspensione huiusmodi officio se 
immiscuerit, illo privatus existat. 

7. Preterea statuimus et etiam ordinamus, quod nulla ex consti- 
tutionibu8 dicte cancellarie cuiquam detur, ut de ea in iudicio vel alibi 
fidem faciat, nisi prius per assistentes eosdem dandam esse fuerit 
iudicatum; et tunc per duos ex eis videatur et signetur in dorso ac 
per duos ex abbreviatoribus in forma solita auscultetur cum libro 
predicto, qui se subscribant in eadem, et deinde signo eiusdem vice- 
cancellarii more solito signetur a ) et parti petenti tradatur; pro qua 
quidem constitutione ultra quinque grossos, quorum XVI valeant unum 
florenum auri de camera, pro signo sigillo scriptura et alias per secre- 
tarium vel cubicularios dicti vicecancellarii aut locumtenentis et sene- 
scallum prefatum nullatenus recipiatur vel etiam exigatur. Prohibemus 
autem regulas dicte cancellarie, que solum concernunt modum expe- 
ditionis litterarum, cuiquam dicto modo concedi. 

8. Ceterum quia constitutiones nostre et dictorum predecessorum 
per nos innovate sunt in dicta cancellaria descripte, ut ex dicta cau- 
cellaria per manus ipsius viceoancellarii securius et certius de illis fides 
habeatur et indigentibus transumptum in forma publica per manus 
dicti vicecancellarii concedatur, cum nonnulli notarii sub instrumentis 
suis illarum tradant copiam petentibus, in quibus possent facilius esse 
fraudes et pericula: statuimus, quod nulli transumpto dictarum con- 
stitutionum fides adhibeatur in iudicio vel alibi, nisi per manus pre- 
fati vicecancellarii ut premittitur fuerit expeditum. 

9. Preterea, ut littere iustitiam concernentes absque partium 
damno ac brevius expediantur, similiter statuimus et etiam ordinamus, 
quod cancellaria litterarum iustitie singulis septimanis saltem semel, 
prout antiquitus teneri consuevit, teneatur; ad quam notarii dicte 
sedis, qui sex numero esse debent, eorumque et alii in formandis notis 
in iustitia vel in iure sufficientes abbreviatores, quorum nomina in 
pitaphio abbreviatorum dictarum litterarum sint inscripta, accedere 
nee non doctores famosi etiam prelati ac practici in dicta curia tunc 



*) von anderer Hand corr. aus signatas. 
9. Vgl o. XXVI. 12. 



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150 HL Constitutione s. 

presentes debeant convocari, prout hactenus extitit laudabiliter obser- 
vatum. 

10. Et quoniam multi sunt abbreviatores et eorum aliqui oraüino 
imperiti, aliqui minus quam oporteat, aliqui nunquam abbreviature 
exereent officium, vicecancellarius et presidens prefati, qui talium habent 
notitiam, hoc studeant efficaciter observare, quod omnino imperitis 
hiis, qui non consueverunt dictum officium personaliter exercere, nullas, 
peritioribus autem difficilioris materie et etiam illas maioris taxe sup- 
plicationes pro minutis fiendis distribuant, ne propter abbreviatoris 
imperitiam sint littere rescribende, caveantque, ue propter favorem 
alicuius minus periti eidem supplicationes magne taxe distribuantur, 
cum sit rationi contrarium, quod plus mercedis accipiat, qui minus 
seit aut valet laboris impendere. 

11. De litteris rescribendis. Verum licet super litteris reseri- 
bendis expensis illorum, per quorum eulpam iudicate fuerint rescri- 
bende, plura statuta sint ab eisdem predecessoribus salubriter ordiuata, 
que propter defectum executionis carent effectu: statuimus, quod in 
omni littera iudicata rescribenda scribatur nomen illius abbreviatoris 
vel scriptoris, per cuius eulpam iudicata fuerit rescribenda. Et super 
hoc rescribendarius litterarum apostolicarum pro tempore existens 
regestrum facere teneatur, in quo ex officio hoc idem scribatur, desi- 
gnando litteram et personam culpabiles ipsamque litteram rescriben- 
dam mittat ad illum, per cuius eulpam aeeiderit, vel eidem in cancel- 
laria, si presens fuerit, tradat ipseque presens infra tres, absens vero 
iufra quatuor dies et, si illis diebus non teneatur cancellaria, in pro- 
xima die, qua illam teneri contigerit, rescriptam suis expensis parti 
reddere teneatur. Alioquin duorum florenorum camere penam ineurrat, 
quam infra duos dies post lapsum termini reddende littere rescripte 
computatori vel alicui alteri ad hoc per ipsum vicecancellarium depu- 
tando sub pena dupli solvere teneatur. Et douec de premissis satis- 
fecerit, nulla supplicatio abbreviatori nullaque minuta scriptori culpa- 
bili per vicecaucellarhim vel locumtenentem predictum distribuatur, et 
scriptor ipse interim ab omni emolumento officii sui sit suspensus. Et 
de hiis, qui penam ineurrerint, rescribendarius computatorem, compu- 
tator autem vicecancellarium predictum infra diem naturalem certificare 
teneatur. Et de premissis servandis ipsi vicecancellarius et presidens 
sint attenti, rescribendarius vero computator vel alius loco sui ad hoc 
forsitan deputandus illa iurent, quantum ad eos pertinebit, fideliter 
observare. Penas autem huiusmodi eorundem scriptorum capelle volumus 



11. Vgl. o. XXVI. 3,5. 

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III. Con8titutione8. 151 

applicari. Si vero pars aut prosecutor talis littere illam sibi tradi 
maluerit et facere per quem volet rescribi, reddatur eidem, ut moris 
est; quo casu cessent pene predicte. 

12. De registris et bulla. Item cum littere apostolice pro 
sola taxa illarum debeant registrari nicbilque nisi taxa ipsarum Iitte- 
rarum exigi debeat, cum earum scriptores sallarium habeant deputatum, 
et intellexerimus, quod tarn prefati quam alii in registro supplicacionum 
scriptores supplicationes et litteras ipsas aut nolunt aut nimium diffe- 
runt registrare, nisi prius data eis a partibus aliqua pecunia, et novis- 
simas prioribus preferunt: hoc fieri de cetero districtius inhibemus 
statuentes, quod supplicationes et littere predicte ad registra delata prius 
omnes registrentur quam alie quecunque, que postmodum ad ipsa registra 
deferuntur, nisi forte magistri registrorum ipsorum ex aliqua racionabili 
causa aliquas supplicaciones vel litteras prius mandaverint registrari. 
Et ita iurent scriptores dictorum registrorum cum ad illud officium 
de cetero assumentur, fideliter observare ipsique magistri id faciant 
districtius observari. 

13. Similiter statuimus et etiam ordinamus, quod bullatores seu 
custodes bulle dictarum litterarum pro ipsis litteris bullandis gratiam 
sive iustitiam continentibus ultra taxam antiquam, quam videlicet 
tempore Gregorii XI. predecessoris pro similibus litteris recipere con- 
sueverant, niehil amplius recipiant. Item de littera duplicata ultra IUI 
itemque de littera correcta defectu partis iteruni bullanda ultra VIII 
nee n on de litteris aliis bullatis et iterum uon tarnen propter defectu m 
partis bullandis et in dicto registro corrigendis ultra unum Turonenses 
grossos recipere aut exigere non presumant; idemque per registratores 
litterarum predietarum, qui pro sumpto euiuseunque gratie ex registris 
eisdem ultra unum florenum de camera et unum grossum Turonensem 
exigere nequeant, preeipimus observari. Quod si prefati registratores 
litteras registrandas causa aliquid exigendi vel extorquendi a prosequen- 
tibus ipsas plus debito differant facere registrari vel eas de mala ex- 
peditione maliciose redarguant aut in salariis clericorum in registro 
scribentium partieipent seu ultra taxas litterarum ipsarum directe vel 
indirecte aliquid nitantur exigere ultra, quam ab antiquo consuetum 
sit, sententiam exeommunicationis ineurrant, a qua mortis casu excepto 
per alium quam Komanum pontificem absolvi non possint. Et insuper, 
si hoc per testes vel alias presumptione violenta probari poterit, officio 
suo priventur per iudicem, cui per nos seu de mandato nostro huius- 
modi causa committetur, quodque clerici predicti, qui litteras eis tra- 



12-13. Vgl. o. XXVI. 14,15. 

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152 Iß- Con8titutione8. 

ditas infra tres dies extunc immediate sequentes cessante impedimento 
legitimo non registraverint, a dicto registro penitus sint amoti. 

14. De scriptoribus et abbreviatoribus. Quoniam scripto- 
rum apostolicarum et penitentiarie nostre litterarum ipsarumque litte- 
rarum apostolicarum abbreviatorum moderno tempore excessivus est 
numerus, quorum nonnulli imperiti plurimique a dicta curia sant ab- 
sentes, quidam etiam episcopi et prelati dictarum litterarum tenent 
officia: statuimus et etiam ordinamus, quod nullus deinceps ad aliquod 
officiorum huiusmodi assumatur, nisi prius per diligentem examiua- 
tionem dicti vicecancellarii aut super hoc deputandorum ab eo in 
scriptura litteratura, prout requiret officium, vita moribus et laudabili 
fama repertus fuerit utilis et idoneus ad huiusihodi officium exercen- 
dum ; quodque notariis dicte sedis episcopis abbatibus et aliis superio- 
ribus prelatis predicta officia vel aliquod ex eis non conferantur de 
cetero; volentes et etiam decernentes, quod absentes scriptores et 
abbreviatores dictanim litterarum sua officia presentialiter obtinentes, 
qui infra annum a die publicationis presentium computandum ad exer- 
cendum personaliter officium suum ad curiam reversi non fuerint et 
resederint in eadem, nisi forsan de nostra aut ipsius vicecancellarii 
speciali licentia, de qua per nostras aut eius patentes litteras constet, 
fuerint absentes seu alias legitime impediti, eo ipso suis officiis sint 
privati; districtius inhibentes, ne post privationem huiusmodi ipsis 
scriptoribus vel abbreviatoribus quicquam distribuatur per ipsum vice- 
cancellarium vel taxatores huiusmodi litterarum. 

15. Et quia notarii dicte sedis, ad quorum officium plurimarum 
litterarum confectio et expeditio pertinent, illas per se facere nequeunt 
sed per abbreviatores fieri faciunt, quos aliquando minus peritos reci- 
piunt, unde plura quandoque inconvenientia subsecuntur: statuimus, 
quod nullus notarius de cetero huiusmodi abbreviatorem recipiat nisi 
prius auctoritate vicecancellarii per alios abbreviatores sibi assistentes 
examinatus repertus fuerit idoneus et approbatus ac deinde ipsi notario 
per dictum vicecancellarium assignatus. In ceteris vero premissa con- 
cernentibus constitutiones dictorum predecessorum firmiter observentur. 

16. Et quoniam aliquando contingit, quod littere apostolice ex- 
cessive taxantur vel ab eisdem notariis abbreviatoribus vel scriptoribus 
excessivum petitur sallarium: statuimus, quod si pars de excessu in 
premissis velit conqueri, ante expeditionem vel post apud vicecancel- 
larium vel presidentem predictum conqueratur; qui habito consilio cum 
assistentibus prelibatis iudicet de excessu, et si invenerit litteram ex- 
cessive taxatam aut exactam pecuniam, reddi faciat parti lese ab illo, 

15. Vgl. o. XXVI. 4. 

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III. Conetitutiones. 153 

qui per taxam excessive recepit, excessum. Taxator vero excessivus de 
excessu arbitrio dicti vicecancellarii puniatur. Si vero aliqui ex notariis 
dicte sedis per se vel suos abbreviatores litteras, quorura confectio et 
expeditio ad eos pertinent et quas unus ex eis taxare consuevit, ex- 
cessive taxaverit aut ultra debitum quicquam exegerit, deposita per 
partem apud ipsum vicecancellarium querimonia de simili excessu eius 
arbitrio puniatur. 

17. De iustitia et ministris eius. De auditoribus autem 
causarum palatii apostolici et aliis in Romana curia iudicibus eorumque 
notariis constitutiones dictorum predecessorum super hoc laudabiliter 
editas volumus firmiter observari; quas auditores et notarii predicti 
apud se cum ceteris constitutionibus huiusmodi teneantur, ut prefertur, 
habere et circa illarum observationem diligenter intendere. Verum si 
quis ex eisdeni auditoribus de premissarum constitutionum transgressione 
seu de precipitatione iustitie negligentia corruptione et munerum ac- 
ceptione notatus fuerit seu vagus aut alias male vel inhoneßte versetur 
in dicta curia, per prefatum vicecancellarium vel eius vicegerentem 
caritative moneatur, ut ab hiis abstineat et se emendet bonamque 
famam acquirere studeat et in vita laudabili perseveret. Quod si sie 
monitus se emendare neglexerit et per tres menses continuos post 
monitionem huiusmodi eadem nota vel infamia respersus in proposito 
sue opinionis permaneat, per vicecancellarium aut vicegerentem pre- 
dictum cause sibi nullatenus committantur ; et si per alios tres menses 
simili nota vel infamia notatus fuerit et se non emendaverit, ut pre- 
fertur : tunc idem vicecancellarius aut vieegerens premissa nobis referre 
teneatur, ut super hoc possit salubriter provideri. 

18. Ceterum statuimus et etiam ordinamus, quod si contingat 
inter easdem personas et super eadem re diversis auditoribus aut iudi- 
cibus aliquam causam committi, is, cui primo fuerit presentata com- 
missio super causa huiusmodi, remaneat eiusdem cause iudex. Quod 
si de iurisdictione alterius extitertfc pro parte adversa data exceptio, 
tunc, cuius fuerit iurisdictio priÄÖPus, cognoscat ille, coram quo ex- 
cipitur, et exceptio alteri iudici intimetur. Quod si constare non possit, 
cui prima commissio fuerit presentata, antiquior auditor iudex sit cause 
et iunior causam ipsam eidem auditori antiquiori dimittat, nee ulterias 
quivis eorum iudicum in causa procedat, donec fuerit iudicatum. Et 
si ulterius procedatur ante cognitionem huiusmodi, non valeat pro- 
cessus. Auditor vero aut iudex alius vel notarius, qui circa hoc ad 
retinendum causam aliquid dolose egerit, exeommunicationis sententiam 



17—18. Theilweise wörtliche Wiederholung von o. XXVI. 20—21. 

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154 HI. Constitutiones. 

incurrat eo ipso, a qua lion possit nisi per dictum vicecancellariuui 
aut de eius mandato et refusis prius parti lese expensis et darunis 
absolvi 

19. De notariis palatii apostolici et eorum officio. 
Statuimus etiam, quod nullus in notarium alicuius auditoris dicti palatii, 
nisi XXV. sue etatis annum attigerit et alias notariatus officium exer- 
cuerit sitque boni nominis et laudabilis fame ac sufficiens et idoueus 
ad uotariatus officium causarum dicti palatii exercendum et post dili- 
geutem examinatiouem et informationem super hiis habitam per ipsum 
vicecancellarium aut deputandos ab eo de preniissis constiterit, admit- 
tatur. Quodque notarii dictomm auditorum sua notariatus officia non 
locent, non vendant; alioquin et officium et pretium perdant ipsumque 
pretiura apostolice cainere applicetur et officium alteri conferatur. Et 
si quis ex eisdem notariis cessante causa necessaria vel* absque sui 
auditoris licentia per tres menses continuos ab eadem curia absens 
fuerit, dicto officio eo ipso sit privatus. 

20. Volumus insuper, quod predicti notarii in habitu decenti in- 
cedant honesto et convenienti clerico seculari, tabernas non frequentent 
nee coneubinarii existant, cum per hoc eorum vilescat officium et ex 
huiusmodi inconveuientia vite infamiam consequantur ; et si contrarium 
fecerint, suis priventur offieiis. 

21. Quodque notarius, qui notatus aut diffamatus extiterit, quod 
malitiose negligenter vel per dolum aliud egerit vel scripserit, quam 
in processu vel iudicio deduetum vel actum fuerit iuter partes seu quod 
ipse personarum, in quarum causis scribit, aeeeptor sit eis secreta cause 
detegendo aut alias in alteri us partis preiudicium aliquid committeudo, 
eo ipso suo notariatus officio sit privatus et de huiusmodi infamia et 
aliis premissis per dictum vicecancellarium vel ab eo deputandum 
summarie simpliciter et de piano fiat diligens inquisitio. Et si per 
inquisitionem huiusmodi ipse notarius eulpabilis repertus fuerit aut 
si purgatio extiterit indiceuda et indieta debite se non expurgaverit, 
privetur quibuseunque aliis offieiis, que in eadem curia obtinebit. Et 
idem volumus de quibuseunque notariis quorumeunque sanete Romane 
ecclesie cardinalium iudicum et commissariorum in eadem curia pro 
tempore deputatorum iuviolabiliter observari. 

22. Et nichilominus, quod dicti notarii in exaetionibus salariorum 
suorum pro suis processibus et scripturis taxas super hoc ordinatas 
per dictum Joannem XXII. cum illarum moderationibus observare 
teneantur. Quod si ultra dietam taxam aliquid petere aut exigere quo- 
quomodo presumpserint, super excessu huiusmodi ad vicecancellarium 

19—22. Vgl. o. XXVI. 23—29. 

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III. Constitutione s. 155 

vel locumtenentem predictum habeatur recursus, qui vocatis in hoc 
peritis huiusmodi excessus iuxta taxas predictas reducat ad debitum 
moderaraen. Et si notarius ipse de facto plus receperit, duplum parti 
lese refundere teneatur. Quodque pro citationibus compulsoriis et in- 
hibitionibus decretis in partibus procuratoriis instrunientis ac remis- 
sionibua ad partes exaniinationibus testium et quibuscunque aliis scripturis 
bis scriptis in eodem processu nisi seniel durataxat taxatio fiat. 

23. De pauperibus clericis litigantibus. Preterea statui- 
m us et etiara ordinamus, quod tarn notarii causarum dicti palatii quam 
etiauo procuratores et advocati pauperibus clericis in dicta curia super 
quibusvis beneficiis ecclesiasticis pro tempore litigantibus, qui iura- 
verint se pro suis causis defendendis pecunias non habere, gratis in 
huiusmodi causis scribant scripturas tradant eisque procurationis et 
advocationis officium patrocinium et favorera etiam gratis impendant; 
ad que facienda eos per auditorem, coram quo causa pendebit, com- 
pelli posse volumus remediis oportunis. 

24. De advocatis et pjrocuratoribus. Advocatos etiam et 
procuratores constitutiones Joannis XXII. et Gregorii XL predecessorum 
predictorum super hoc editas, quas secum teneantur habere, diligenter 
precipimus observare et presertim in examiuatione cause, si iusta sibi 
vel iniusta esse videatur; ita ut nullam agendam * iniustam causam vel 
defendendam scienter suscipiant et de hoc iuramentum prestent et obser- 
vent, prout in dictisconstitutionibusextititsalubriter ordinatum. Caveant 
autem a tumultuosis clamoribus in consistoriis et audientiis, nee un- 
quam plures simul loquantur; et donec advocatus proponens vel respon- 
dens sermonem compleverit, alius sive eiusdem sive adverse partis ad- 
vocatus quiequam dicere non presumat. Liceat etiara procuratori cause, 
proponenti advocato retro assistere, ut, si quid forsan ille omiserit, 
procurator ad memoriam revocet et reducat. 

25. Statuimus autem, prout etiam iura disponunt, ut nullus ad- 
vocatus vel procurator, qui semel uni parti in aliqua causa consilium 
vel patrocinium dederit, parti adverse in eadem causa patrocinium vel 
consilium prestet seu causam ipsius agat vel tlefendat, nisi facta ad- 
vocatorum aut procuratorum distributione auetoritate iudicis compellatur. 
Quo casu de hiis, que ab illa prima parte in causa didicit, nunquam 
alteram doceat aut ex illis, nisi ab eadem parte didicerit, patrocinium 
prestet. Et si contra premissa fecerit, exeommunicationis seutentiam et 
alias penas iuris ineurrat ac suo privetur officio ad interesse partis 
nichilominus coudemnandus. 

26. Et quia per procuratorum imperitiam aut ineptiam partes sepc 

26. Vgl. o. XXVI. 33. 

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156 HL Constitutiones. 

in causis dispendium et preiudicium patiuntur: statuimus, quod nullus de 
cetero ad procuratoris officium in dicta curia publice pro salario exer- 
cenduin in iudiciis admittatur, nisi prius per ipsum vicecancellarium 
vel deputandos ab eo in litteratura industria et stilo curie examinatus 
atque habita debita informatione de moribus fidelitate et honesta con- 
versatione repertus fuerit idoneus et per eundem vicecancellarium ad 
huiusmodi publicum officium per eins litteras patentes admissus om- 
nesque procuratores admissi in aliorum matricula conscribantur, sicut 
in prefati Benedicti XII. predecessoris constitutionibus de advocatis 
habetur. 

27. Et quia sepe in advocatorum absentia cause in iudiciis per 
procuratores aguntur et defenduntur, procuratores ipsi ab iniuriis et 
contumeliosis verbis [abstineant] a ) et modo dicendi et loquendi, 
cum hec agent, eadem studeant observare, que de advocatis superius 
duximus statuenda. Quod si contrarium fecerint, formidabilibus penis 
per iudicem cause taliter paniantur, ut per hoc ceteri a similibus ar- 
ceantur. Et insuper dignitatem in cathedrali maiorem post pontificalem 
vel in collegiata ecclesia principalem obtinentes ad officium publici 
procuratoris in dicta curia precipimus de cetero non assumi. 

28. Inhibemus insuper eisdem procuratoribus et notariis causarum 
dicti palatii et aliis clericis in dicta curia actu sua officia exercentibus, 
ne concubinas publice teneant, mandantes, quod eas de presenti publice 
tenentes infra mensem a die publicationis predicte dimittere teneantur. 
Alioquin senteutiam excommunicatiouis incurrant et suis officiis sint 
privati. Honestum preterea gerant habitum congruentem clerico secu- 
lari nee tabernas frequentent; et si contrarium fecerint, ab eorum 
officiis per ipsum vicecancellarium ad tempus, de quo sibi videbitur, 
suspendantur. 

29. De breviandis litibus. Et quouiam lites super quibusvis 
causis beneficialibus prophanis et aliis, que pro tempore per quas- 
eunque personas ecclesiasticas vel seculares in Komana curia ex aposto- 
lica commissione moventur atque traetantur, intendiums fieri breviores 
et ut litigantes ad ipsam curiam pro defensione suorum iurium venientes 
et huiusmodi causas prosequentes releventur a laboribus et expensis: 
statuimus et etiam ordinamus, quod in causis, in quibus de iure vel 
alias per rescriptum sive commissiouem proceditur summarie simpliciter 
et de piano sine strepitu ac sine figura iudicii, talis ordo servetur, 
quod fundata iurisdictione in prima instantia cause principalis terminus 
ad libellandum servetur ad primam ad iurandum de calumnia ad 
primam, ad ponendum et articulandum ad duodeeimam, ad dicendum 

») fehlt ß. 

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III. Constitutione s. 157 

contra articulos ad secundam, ad producendum omnia ad secundam, 
ad dicendum contra ad secundam, ad declarandum ad primam, ad 
dicendum contra ad primam dies. In secunda vero instantia terminus 
ad libellandum ad primam, ad iurandum ad primam, ad articulandum 
ad octavam, ad dicendum contra ad primam, ad producendum omnia 
ad primam, ad dicendum contra ad primam, ad declarandum ad pri- 
mam, ad dicendum contra ad primam dies. In tertia autem instantia 
serventur similes termini, qui in secunda servantur instantia, ad pri- 
mam, preter terminum ad articulandum, qui servetur ad sextam diem. 

30. Verum cum termini ad articulandum et dicendum contra 
articulos, producendum omnia et dicendum contra producta de sub- 
stantia iudicii censeantur existere: statuimus atque decernimus, quod 
ipsorum alicuius omissio reddat eo ipso processum nullum; aliorum 
vero terminorum alicuius omissio, dum tarnen malitiose non fiat sed 
casu aliquo contingente, processum non vitiet. 

31. Dealiiscausis. In causis autem, in quibus proceditur in 
figura iudicii, serventur termini secundum stilum curie consuetum 
preterquam in termino ad respondendum libello et ad iurandum de 
calumpnia, qui serventur ad primam, et in termino ad articulandum, 
qui in prima instantia tarn ex parte actoris quam rei servetur ad XV. 
diem. In secunda vero instantia similiter ad respondendum libello ad 
primam, ad iurandum de calumnia ad primam, ad articulandum ad 
VIII. diem; reliqui vero termini serventur, prout secundum stilum 
antiquum solitum e3t servari. In tertia autem instantia serventur omnes 
termini ad primam, secundum quod consuevit antiquitus observari, 
preter terminum ad articulandum, qui observetur ad sextam diem. 
Volumus autem, quod premissa vendicent sibi locum non solum ad 
futura negotia sed et ad pendentia etiam per appellationem, ita tarnen, 
quod processus primo factus propter hoc non vitietur, sed in pristino 
suo robore et firmitate persistat. 

32. Preterea illum usum, quo procuratores in observantia termi- 
norum dicunt se dare libellum et articulos verbo et dicere contra pro- 
ducta verbo et ita servant omnes terminos, et cum iam deberet pro- 
nuntiari sententia, tunc incipiunt processum et dant articulos et cetera 
faciunt realiter, que dixerunt verbo, sie duximus moderandum, quod 
procuratores ipsi post terminum ad dicendum contra producta et ante 
terminum ad declarandum articulos facto et omnia, que de iure voluut 
et possunt, producere teneantur. 

33. Et quoniam aliquando contingit, quod post observationem 
omnium terminorum notarii registrum ordinäre et auditori cause pre- 
sentare et, postquam registrum eidem auditori presentatum fuerit, 



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158 HI. Constitutiones. 

auditores plus debito causam ditferunt expedire: statuimus et etiam 
ordinamus, quod servatis orunibus terminis in quacunque causa notarius, 
qui scripsit in causa, registrum infra XV dies conficere et ordinäre ac 
deinde de s>alario sibi debito satisfacto illud statim suo auditori tradere 
et assignare debeat. Et deinde idem auditor, postquam registrum ipsuni 
sibi fuerit presentatum, terminum habeat duorum mensium, infra quos 
causam ipsani expedire teneatur, nisi forsan a nobis vel dicto vice- 
cancellario propter arduitatein cause, sicut sepe contingit, maiorem 
dilationem habuerit, de qua per nostram specialem commissionem in 
registro cause constet; alioquin notarius beutentiam excommunicationis 
incurrat. Et si de negligentia expeditionis dolo vel fraude coram suo 
auditore fuerit accusatus, salarium suum perdat, ad expeditionem per 
eundem auditorem nihilominus compellendus. Et auditor, qui infra 
dictos menses non habita a nobis vel ipso vicecaucellario maiore dila- 
tione temporis causam expedire contempserit, extunc iurisdictionem 
amittat et causa alteri committatur et ab ingressu rote suspendatur 
per mensem. Et idem de iudicibus aliis extra rotam precipimus obser- 
vari, quibus, si negligentes fuerint, causas expedire infra dictos menses, 
alique cause per trimestre tempus nullatenus committantur. Et si 
fuerit contrafactum, coininissiones nullius existant roboris vel momenti. 

34. Preterea quia sepe contiugit, quod littere apostolice ad ini- 
pediendum partes et eas involvendum laboribus et expensis absque 
aliqua rationabili causa in bulla et registro dictarum litterarum aposto- 
licarum arrestaütur, ut suum nequeant sortiri efiectum: statuimus et 
etiam ordinamus, quod, postquam littera arrestata ad auditorem cause 
fuerit reportata, idem auditor adverse parti terminum Vlll dierum 
prefigere [debeatj a ) per eum po&tea si expediat prorogandum, infra 
quem de suo iure et interesse coram dicto auditore legitime docere et 
tidem facere teneatur; alioquin littera, que sie fuerit arrestata, omnino 
relaxetur et petenti parti restituatur. 

35. Statuimus insuper et etiam ordinamus ad parcendum laboribus 
et expensis quorumlibet litigantiuin, quod cause super quibusvis bene- 
fieiis ecclesiasticis secularibus et regularibus, quorum fruetus redditus 
et proventus LX florenorum auri seeundum communem extimationeni 
valorem annuum non excedunt, sanete Romane ecclesie cardinalibus 
de cetero nullatenus committantur et commissiones sint nulle, si fuerit 
contrafactum. 

36. Et quoniam frustra ferrentur sententie, nisi essen t, qui exe- 
querentur easdem, et in liabendis litteris executoriis sub bulla 
quandoque duorum vel trium mensium dilationes fiunt, pro quibus ex- 

») fehlt in B. 

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III. Constitution es. 159 

pediendis occurrunt graves expense, que aliquando ad XV aliquando 
ad XVIII florenos ascendunt, et notarii dicte sedis, qui illarum nriuutas 
deberent conficere, non conficiunt sed per suos abbreviatores, quoruni 
aliqui sunt minus periti, fieri faciunt, et cum illas quandoque non 
bene conficiunt, ad peritiores oportet habere recursum et sie partes 
ipsas executorias prosequentes plus oportet exponere, quam ab antiquo 
coiisuetum sit solvere, et, qui non laborant, plus salarii aeeipiunt, 
unde partes cum magna temporis dilatione plus quam deceat gravantur 
laboribus et sumptibus in earuin procuratione, qui in expensarum 
taxatione non veniunt: nos, ad evitandum huiusmodi inconvenientiam 
et ut partes in procurandis predictis executoriis opportunum pereipiant 
relevamen: statuimus et etiam ordinamus, quod si in electione partis 
si velit habere sub bulla simplicem litteram executoriam sine confir- 
matione sententie, que in effectu contineat, quod in causa, que inter 
tales partes super tali re vertebatur, lata fuit per talem iudicem seu 
tales iudices talis sententia, cuius effectus ponatur in littera et man- 
detur executoribus, quod sententiam ipsam debite «xecutioni demandent, 
talis littera non taxetur ultra XII grossos Turonenses. Si vero pars 
malit habere executoriam cum confirmatione sententie iuxta morem, 
quia tunc in confectione minute maior labor oecurrit et necessarium 
est totum processum cause recensere, servetur, quod hueusque extitit 
observatuin; ita tarnen, quod cum confectio minutarum, que concernunt 
iustitiam, ad notarios ipsos pertineat et propter hoc salarium habeant, 
minute per eos fiant vel expensis eorum; et hoc idem in omnibus 
aliis litteris iustitie et provisionum ad ecclesias cathedrales et monasteria 
quelibet faetarum et fiendarum in consistorio nostro, que per manus 
ipsorum notariorum transeunt, preeipimus observari. 

37. Verum quia intelleximus, quod procuratores, qui causas, super 
quibus expediuntur executorie littere, in iudicio in eadem curia egerunt 
et defenderunt, quando littere huiusmodi in dieta audientia contra- 
dietarum leguntur, ubi ipsi procuratores intersunt, mediam partem 
taxe dietarum litterarum executoriarum de novo a partibus nituntur 
exigere et sepe exigunt: illud reputantes abusum, fieri prohibemus, 
volentes eosdem procuratores coinmuni salario pro aliis in dieta 
audientia legendis litteris, quando ibidem intersuut, esse contentos, 
nisi forsan ipsi per totum huiusmodi litteram executoriam procura- 
verint, quo casu competens salarium a partibus petere et reeipere pos- 
sint seeundum quod in taxationibus prefati Johannis XXII. predeces- 
8oris habetur. 

38. Ceterum cum sepe contingit, quod in omnibus diebus unius 
hebdomade, quibus teneri solet audientia, et aliquando in duabus 



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160 HI. Constitutionen 

coniunctis hebdoraadis ferie celebrantur, unde lites prorogari contingit ; 
statuimus et etiam ordinamus, ut, quotienscunque in una ebdomada 
tres Uli dies, quibus teueri solet audientia, fuerint quomodolibet feriati, 
preterquam in octavis Nativitatis et Kesurrectionis domini nostri, vide- 
licet VII diebus ante et semptem post, die Jovis in hebdomada tali, 
si illa dies feriata non fuerit, alioquin die sabbati audientia teneatur. 
Nulli ergo etc. 

Datum Rome apud Sanctum Petrum. a ) 

Publicata in audientia contradictartun kal. mark anno VI. b ) 

J[ohaimes] Ost[iensis], c ) 

XXX. 

Martin V. verlängert die in der Bulle „Romani pontificis*' auf ein Jahr 
festgesetzte Frist zur Rückkehr der abwesenden Scriptoren an die Curie auf weitere 
drei Monate. 

1424 Februar 29. 

Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 258 am unteren Rand zur betreffenden Stelle 
(No. 14) der Constitution „Romani pontificis" von anderer Hand nachgetragen. 
Ottenthai, Regulae cancellariae apostolicae S. 225 No. 149. 

Sanctissimus dominus noster Martinus divina Providentia papa V. 
II. kal. martii pontificatus sui anno septimo prorogavit terminum ab- 
sentibus apostolicaruni et sacre penitentiarie litterarum scriptoribus, 
qui infra annum iuxta formam constitutionis per sanctitatem suain 
super hoc edite ad Komanam curiam non venerint, ad tres menses 
dumtaxat immediate sequentes, infra quos scriptores ipsi abseutes ad 
ipsam curiam redire et in ea iuxta formam constitutionis eiusdem et 
sub penis in ea contentis debeant residere. 

Et ita mandavit idem dominus noster poni in libro cancellarie # 
J[ohanne8] Ost[iensis]. c ) 

XXXI. 

Martin V. widerruft die Straf bestimmungen der Bulle „Romani pontificis" 
gegen die von der Curie abwesenden Scriptoren. 

1424 Mai 15. 

Cod. Barberin. XXXV. G9 p. 259. Am oberen Rand dieser Seite von der- 
selben Hand, welche den vorhergehenden Nachtrag schrieb, hinzugefugt. 

Die Schrift ist durch das Beschneiden beim Einbinden theilweise beschä- 
digt; als Ergänzung diente Cod. Paris, lat 4172 fol. 179, wo No. XXXI im 
Context nach No. XXLX § 14 folgt; das Pontificatjahr lässt sich überdies aus 
dem Vergleich mit den beiden voranstehenden Verfügungen mit voller Sicherheit 



a ) Von audeier Hand. b ) Neue Hand. c ) Individuelle Schrift. 

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III. Constitutionös. \Q\ 

feststellen: Am 1. März 1423 war den Scriptoren als Frist zur Rückkehr an die 
Curie ein Jahr gegeben worden; dieser Termin wurde unmittelbar, bevor er 
ablief, auf weitere drei Monate verlängert (29. Febr. 1424) und als auch diese 
zur Neige giengen, hob man die daran geknüpften Strafsentenzen ganz auf 
(15. Mai 1424). 

Der Widerruf richtet sich zwar der Fassung nach gegen die durch die ßulle 
„Romani pontificis" ohnedies derogirte Constitution vom 4. Februar 1423 (vgl. 
die Vorbemerkung zu No. XXIX); allein die betreffende Bestimmung war in 
„Romani pontificis" § 14 vollständig aufgenommen worden; dem Inhalt nach 
kehrt sich also die Nachtragsverfügung gegen die letztere. 

Nicht« charakterisirt die Zustände in der damaligen curialen Verwaltung 
besser als dieses schwächliche schrittweise Zurückweichen in einer Frage, bei der 
es gegolten hätte, den herrschenden Uebelständen kraftvoll entgegenzutreten. 

Cum nos dudum videlicet IL non. februarii pontificatus nostri 
anno sexto statuerimus ordinaverimus voluerimus et decreverimus, quod 
scripto[res] litterarum apostolicarum, qui tuuc a Romana curia absentes 
erant, sua officia tunc presentialiter obtinentes, qui infra annuin a die 
publica[tionis] dicte ordinationis conputandum ad exercendum persona- 
liter officium suum ad dictam curiam reversi non forent et residerent in 
e[adem], nisi forsan de nostra aut sancte Komane ecclesie vicecancellarii 
licentia, de qua per nostras aut ipsius patentes litteras constaret, 
fo[rent] absentes seu alias legitime impediti, eo ipso suis officiis essent 
privati, ac etiam inhibuerimus, ne post privationem huiusmodi i[psis] 
scriptoribus sie absentibus quiequam per taxatorem ipsarum litterarum 
distribueretur : nos igitur ex certis racionabilibus causis ad hoc a[nimum] 
nostrum moventibus statutum ordinacionem voluntatem et decretum 
predieta eciam quoad omnes et quoseunque dietarum litterarum scrip- 
tor[es] tarn presentes quam absen[tes] et qui infra dictum [annum] 
non venerint prorsu[s tolli]mus cassamus et [irritjainus per eaque 
null[um pre]iudicium factum vel g[ene]ratum fuisse decern[imus] ; penam 
privationis huius[modi tota]liter remittentes et a[mo]ventes ac inhibi- 
tionem penitus quoad hoc [dum]taxat revocautes e[t nijchilominus pre- 
fatos s[crip]tores in statum et libe[rtatem] pristina, in quibus er[ant] 
ante voluntatem et oifdiua]cionem nee non inhibi[eionem] predietas 
restituimus et [repo]nimus per presentes; it[a quodj liceat eis absque 
cuius[vis] pene metu vel in[cursu] quo voluerint trans[ire] stare et 
redire impfune] et libere sicut prius; [non] obstantibus premiss[is ac] 
aliis contrariis quibus[cunque]. 

Scribatur in libro cancellarie. J[ohannes] Ost[iensis], a ) 
Idibus maii anno [septimo] fuit publicata. M. d[e] Novaria. b ) 



a ) Von derselben Hand wie der Context. b ) Individuelle Schrift. 

Tangl, P&pstl. Kanzleiordnnngen. 1 1 



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162 HI* Constitutiones. 

XXXII. 

Martin V. wiederholt die Herabsetzung der Scriptorenzahl auf den ursprüng- 
lichen Stand und die Erklärung, dass sie familiäres des Papstes seien, und schärft 
die Einhaltung der ersten Verordnung ein. 

1425 Jänner 31, Rom, SS. Apostoli. 
„Exemplo prudentis". 
Cod. Barbeftin. XXXV. 69 p. 243. 

XXXIH. 

Martin V. regelt neben allgemeinen Verfügungen über Kirchendisciplin das 
Dienstverhältniss und die Bezüge der Notare und deren Abbreviaturen. 
1425 April 13, Rom, SS. Apostoli. 
„Sanctis8imus dominus noster". 

Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 267 (B) Originaleintragung mit der Ueberschrift : 
Reformationes per dominum nostrum Martinum papam V. in Urbe pontificatus 
sui anno VIII. facte. 

Contelorius, Martini V. vita ex legitimis documentis collecta, Romae 1641, 
S. 20—22 (kurzer Auszug daraus bei Raynald ad a. 1424, § 4) und Ciampini 1. c. 
16 unvollständig. Döllinger, Beiträge zur politischen, kirchlichen und Cultur- 
geschichte der sechs letzten Jahrhunderte 2,335. 

Ich gebe von der sehr umfangreichen Constitution nur den auf die Kanzlei 
bezüglichen Theil und verweise im übrigen auf den allerdings nicht fehlerfreien 
Abdruck bei Döllinger. 



1. Insuper quia officium prothonotariorum in Romana curia et dei 
ecclesia honorabilem locum tenet, nimia multitudine vilescere non 
deberet, et propterea antiqui patres Septem tantum statuerunt protho- 
notarios, quorum primus est dominus vicecancellarius Romane ecclesie, 
reliqui vero, qui hodiernis temporibus prothonotarii nancupantur; et 
quia ad presens sunt plures quam quadraginta per diversa mundi loca 
nee possibile esset sine iniuria multorum ad antiquum numerum redu- 
cere: prefatus dominus noster statuit et decernit, quod nulli deineeps 
creantur a ) prothonotarii, quousque numerus prefatus ad antiquum 
numerum sit reduetus. 

2. Et quoniam ex multiplici prothonotariorum numero nonnun- 
quam in capella pape vel ecclesiis, ubi prelati ad missam generaliter 
conveniunt, preoecupantur sedes adeo, quod sedentibus ambassiatoribus 
et prothonotariis auditore contradietarum et correctore litterarum aposto- 
licarum capella non est capax prelatorum venientium : ordinat sanetis- 
simus dominus uoster, quod die, qua prelatos in capella cougregari 



») so B. 

2. Vgl. o. Constitutiones VI. 4. 



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III. Constitutiones. \Q$ 

oportebit ut prefertur, iu sedendo solum tres prothonotarii auditor et 
corrector predicti prelatos precedant. Qui autem sint prothonotarii tres 
predicti, ordinetur per ipsosmet vel per dies vel per septimanas vel 
menses; ceteri vero prothonotarii, sive de numero septem sive non 
fuerint, si sedere voluerint, tribus eorum precedentibus ut prefertur, 
ceteri sedeant post omnes episcopos consecratos. 

3. Item quia ut predicitur dictum officium prothonotariorum 
honorabilem tenet sedem habentque prothonotarii circa iustitie facta 
vacare in cancellaria: statuit idem dominus noster, quod nullus dein- 
ceps etiam post reductionem numeri prothonotariorum creetur, nisi sit 
doctor vel licentiatus in altero iurium. Poterit tarnen dispeusare intra 
numerum Septem prothonotariorum, quod unus eorum non sit doctor 
vel licentiatus, dum tarnen sit legitimus et illustris prosapie ex utroque 
parente. 

4. Item quia indecens est, quod prothonotarii, qui in habitu pre- 
lationis incedunt cum capa et roqueto, postmodum ad vota transeaut 
laicalia quodammodo in ludibrium ecclesiastice honestatis : statuit idem 
dominus noster, quod deinceps nullus capa aut roqueto ratione dicti 
officii prothonotariatus investiatur, quousque saltem in subdiaconatu 
constitutus existat; et qui hactenus non sunt in sacris, nisi iufra sex 
menses saltem subdiaconatus ordinem receperint, eo ipso sint privati 
officio predicto. 

5. Item statuit et ordinat idem dominus noster, quod protho- 
notarii, cum extra curiam Romanam accedunt, ut honestatem et hono- 
rificentiam conservent sue debitam dignitati in habitu honesto et decenti 
saltim capa vel clochia aut alio mantello honesto et cum roqueto in- 
cedant, dum equitant, ne ille, qui visus est circa papam in curia in 
habitu prelationis in sede, postea iudecenter incedere videatur. 

6. Item cum prothonotarii sint veri notarii sedis apostolice, quibus 
ex nomine et natura officii incumbit seu etiam incumbere deberet 
recipere et conficere instrumenta de actibus, qui coram domino nostro 
papa fiunt: statuit et ordiuat idem dominus noster, quod deinceps 
instrumenta de actibus coram domino nostro papa fiendie per protho- 
notarios et clericos camere et ipsius domini nostri secretarios tantum- 
modo expediantur, quodque instrumentis per alios qualescunque notarios 
de dictis actibus seu contractibus conficiendis nulla fides adhibeatur 
et tamquam scripture private habeantur, cum per hoc evitentur multe 
requisitiones et protestationes secrete, quas aliqui, dum veniunt ad 
conspectum domini nostri, primo secrete requirunt notarios ignotos, 
quod de actibus per eos fiendis conficiant instrumenta, et dum eorum 
petitiones seu protestationes creduntur verbales, extrahi faciunt instru- 

ll" 



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164 EL Constitutiones. 

menta, que in diversis raundi partibus sedem apostolicam et summum 
pontificem scandalizant. 

7. Item quia ex constitutionibus Joannis pape XXII. quilibet protho- 
notarius suum debet habere abbreviatorem sufficientem et idoneum et 
huiusmodi abbreviatores debent facere minutas promotionum, pro qui- 
bus tantum recipere debent dicti abbreviatores duodecim grossos Turo- 
nenses pro minuta principalis promotiouis et duodecim alios grossos 
pro minuta littere ad regem vel principem secularem, si ecclesia vel 
monasterium extat in dominio temporali alicuius domiui, et pro con- 
clusione cuiuslibet minute aliarum litterarum debet idem abbreviator 
habere duos grossos tatitum expensis prothonotarii, cuius abbreviator 
est: statuit et ordinat idem dominus noster, quod iidem prothonotarii 
abbreviatores recipiant idoneos et sufficientes tarn ad premissa quam 
ad iustitiam, de qua infra dicetur, peritos; qui, si non fuerint tales, 
per dictum vicecancellarium vel eius presidentem repellantur terminusque 
talem ponendi prothonotario prefigatur, infra quem alium idoneum 
ponere debeat; quo negligentia elapso vicecancellarius provideat in 
premissis. 

8. Item quod dicti abbreviatores pro eorum labore nihil ultra 
exigant a partibus quam id, quod supra dictum est secunduin taxam 
Joannis XXII. predictam, quodque si eorundem abbreviatorum culpa 
littere fiant rescribende, quod rescriptio eorum sumptibus fiat et non 
partis. 

9. Item cum singuli abbreviatores prothonotariorum per quindecim 
dies habeant tenere cameras de iustitia, pro quibus ante omnia de 
emolumentis ad dictos prothonotarios ex ipsa iustitia provenientibus 
abbreviator tenens quindecim recipit viginti octo grossos papales: 
idem dominus uoster statuit et ordinat, quod dicti abbreviatores dili- 
genter et solicite et per se ipsos dictum officium exerceant nihilque a 
partibus exigant nee eas in longum protrahant sed illas celeriter ex- 
pediant. 

10. Item quia prothonotarii debent corrigere minutas promotionum 
seque a tergo litterarum subscribere et propter hoc salarium seu taxa 
reeipitur: ordinat idem dominus noster, quod huiusmodi abbreviatores 
minutas tradere debeaut corrigendas prothonotario, antequam littere 
ingrossentur, quodque, si ex defectu prothonotarii corrigentis rescri- 
bende veniant littere, quod sumptibus prothonotarii corrigentis rescri- 
bantur et quod pro huiusmodi correctura nihil ulterius a prothonotariis 
exigatur, quam sit consuetum iuxta taxas antiquas dicti Joannis XXII. 

11. Item quod executorie sententiarum quarumeunque nullatenus 



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III. Constitutiones. 165 

deinceps expediantur sub sigillo auditoris, sed quod expediantur per 
cancellariam et transeant sub bulla. 

Datum ßome apud Sanctos Apostolos, idus aprilis anno octavo. 

Placet a ), quod publicentur et ponantur in libro cancellarie. 0. 

Publicate et lecte sunt predicte constitutiones me presente in can- 
cellaria XVI. kaL maii anno octavo. J[ohannes] Ost[iensis]. b ) 

Publicate et lecte sunt predicte constitutiones me Petro Nardi 
auditore presente in audiencia contradictarum die XVII aprilis prefati 
sanctissimi domini nostri anno octavo. P. Nardi predictus. 

XXXIV. 

Martin V. wiederholt die Beschränkung der Scriptorenzahl, gestattet jedoch, 
dass wenn zwei Scriptoren, die mindestens drei Monate an der Curie gedient 
haben und nicht derart krank sind, dass ihre Auflösung binnen 20 Tagen zu 
erwarten steht, oder die nicht binnen Monatsfrist zu einer mit der Scriptorie 
unvereinbaren kirchlichen Würde befördert werden, auf ihre Stelle in die Hand 
des Vicekanzlers verzichten, ein unverehlichter und sonst für den Dienst geeig- 
neter Cleriker an ihre Stelle treten dürfe. 

1427 Mai 25, Rom, SS. Apostoli. 
„Sicut prospiciens**. 

Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 282. 

XXXV. 

Eugen IV. erneuert die Verfügungen seines Vorgängers bezüglich der Herab- 
setzung der Scriptorenzahl, behält sich jedoch die Besetzung gewisser Stellen vor. 
1432 August 11, Rom, St. Peter. 
„Eterni patris familias". 

Cod. Barberin. XXX. 69 p. 280 (B). Ueberschriffc von anderer Hand: Privi- 
legium ultimum scriptorum. 

Die Bulle schliesst die stattliche Reihe der über die Anzahl der Scriptoren 
erlassenen Verfügungen. Die Schrift ist vielfach abgerieben, stellenweise schwer 
oder gar nicht leserlich; die ganze Seite 281 steht überdies auf. Rasur, unter 
welcher Spuren früherer Schrift noch erkennbar sind. Zur Herstellung des Textes 
wurde an solchen Stellen Cod. Paris, lat. 4172 fol. 196 herangezogen. 

...«•••.••.••.••••.. ..« 

Cum autem postmodum prefato predecessore sicut altissimo placuit 

rebus humanis exempto et per eum de locis aliquorum, qui dictarum 

litterarum scriptores ipsiusque predecessoris familiäres continui com- 

mensales fuerant, vacantibus aut alias extinctis non disposito : nos qui 

*) Von hier an bis zum Schluss eine andere Hand als die den Context schrieb, 
wahrscheinlich eigenhändig vom auditor contradictarum Petrus Nardi hinzu- 
gefügt. b ) J. Ost. in individueller Schrift. 



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166 III. Constitutione a. 

divina favente dementia fuimus ad apicem summi apostolatus assumpti, 
ad predicta loca sie vacantia vel extineta, quorum aliqua etiam ordi- 
nationi et dispositioni nostre reservaveramus et sub dieta siippressioüe 
includi nolueramus, nonnullos surrogari et admitti mandaverimus, 
propter quod a nonnullis forsitam de litterarum predietarum viribus 
hesitari posset: nos ad instar eiusdem predecessoris reduetionem pre- 
missam piis desideriis affeetantes et litteras seu privilegia predecessoris 
nostri nee non omnia et singula in eis contenta presentibus pro suf- 
ficienter expressis habentes ea ex certa sciencia et motu proprio coufir- 
mamus et presentis scripti patrocinio communimus omnesque defectus, 
si qui forsan intervenerint in eisdem, supplemus. De motu siraili non 
ad dictorum scriptorum vel alieuius eorum vel alterius pro eis nobis 
super hoc oblate petitionis instantiam sed de nostra mera liberalitate 
auetoritate apostolica ex eadem sciencia tenore presentium decernimus 
statuimus et declaramus per predicta ac imposterum de uno alio ydoneo 
dumtaxat, quem ad unicum locum unius defuneti per nos nominandum 
duxerimus, super quo nobis potestatem omnimodam reservamus ad 
huiusmodi officia reeeptiones admissiones et surrogationes aut illorum 
occasione litteris predecessoris seu privilegiis et in eis contentis pre- 
missis aut alicui parti eorundem in nullo quoad reduetionem ipsam 
aut alias, quod collegii scriptorum et officii predictorum utilitatem con- 
cernat seu concernere posset, penitus derogatum seu detractum vel 
alias quomodolibet preiudicatum fuisse aut nunc vel imposterum esse 
sive ita a quoquam censeri debuisse quomodolibet vel debere, sed illa 
potius et eorum totalem effectum in sua primeva et plenaria vigoris 
atque roboris firmitate perstitisse ac nunc et in futurum persistere 
debere, ita quod, donec et quousque reduetio ad antiquum numemm 
huiusmodi facta et effectualiter consumata fuerit, nullus, euiuseunque 
conditionis existat, sub quoennque velamine titulo vel pretextu deineeps 
ad aliquem vel aliquod locum seu officium scriptorum huiusmodi quo- 
eunque modo et qualitercunque preterquam per liberum et spontaneam 
illud vel illa obtinentis vel obtinentium in Romana curia tunc pre- 
sentis vel presentium scriptoris seu scriptorum resiguationem faciendam 
vacare contigerit, reeipi valeat vel admitti. 

Nos enini exnunc ad finem premisse reduetionis omnia et singula 
loca et officia huiusmodi ex quorumeunque personis sive per obitum 
seu religionis ingressum aut ad aliquam dignitatem cum officio ipso 
incompatibilem promotionem sive alias quovis modo preterquam per 
resignationem eandem ad presens vacantia et imposterum usque ad 
reduetionem predietam vacatura similibus motu sciencia et auetoritate 
supprimimus et extinguimus ac suppressa et extineta penitus esse 



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III. Constitutiones. Jg7 

volumus et declaramus, statuentes etiam et ordinantes motu sciencia 
et auctoritate supradictis, quod singula loca et officia huiusmodi, que 
deinceps et etiam infra tempus reductionis antedicte per liberas sin- 
gulorum scriptorum eorundem illa obtinentium, dummodo per mensem 
continue in dicta curia moram traxerint et tali non fuerint infirmitate 
detenti, de qua infra XX dies decesserint, in dicta curia tunc presen- 
tium resignationes de Ulis in vicecancellarii prefati aut cancellariam 
ipsam regentis manibus sponte faciendas et per vicecancellarium seu 
regentem huiusmodi recipiendas et admittendas vacare contigerit, sin- 
gulis personis que per diligentem examinationem per rescribendarium 
pro tempore existentem et tres alios dictarum litterarum apostolicarum 
scriptores de peritioribus sub prestandi per eos in ipsius vicecancellarii 
vel regentis manibus iuramenti vinculo faciendam ad huiusmodi officia 
exercenda tarn de litteratura quam bone forme littera habiles suffi- 
cientes ac ydonee ac apte ad personaliter dictum officium exercendum 
reperte fuerint et per nos seu vicecancellarium aut regentem eundem 
couferri et assignari seu concedi ipseque persone ydonee reperte ut 
prefertur aliorum scriptorum numero huiusmodi aggregari nee non ad 
loca et officia ipsa tunc per resignationes huiusmodi sie vacantia 
eorumque emolumenta honores et onera consueta etiam post reduetionem 
eandem auctoritate apostolica reeipi et admitti possint et debeant cum 
effectu. Per hoc autem de singulis singulorum nostrorum et dicti pre- 
decessori8 familiarium verorum continuorum commensalium earundem 
litterarum apostolicarum scriptorum in dicto pitaphio descriptorum, 
horum videlicet magistrorum: A. Därdanoni, B. de Puteo, L. de Orto, 
Jo. Mazochi, L. de Venetiis, B. de Capranica et Antonii de Nepe et 
aliorum verorum nostrorum continuorum commensalium, quibus forsau 
per nos huiusmodi officium in futurum conferri contigerit, locis et 
offieiis 8imilibus, si qua etiam infra tempus reductionis huiusmodi 
quovismodo ex personis ipsorum vaeare contingat, libere disponendi 
ac ea sie vacantia interira personis ydoneis ut prefertur conferendi et 
assignandi seu concedendi ipsasque aggregandi reeipiendi et admittendi 
seu reeipi et admitti ut premittitur mandandi et faciendi potestatem 
minime volumus interdici sed eam nobis plenarie ac omnimode reser- 
vamus, non obstantibus premissis et aliis contrariis quibuseunque. 

Nulli ergo etc. confirmationis communitionis suppletionis consti- 
tutionis statuti declarationis reservationis suppressionis extinetionis 
ordinationis et voluntatis infringere etc. Si quis etc. 

Datum Borne apud Sanctum Petrum anno incarnationis dominice 
millesiroo quadringentesimo tricesirao seeundo III. id. augusti, pontifi- 
catus nostri anno seeundo. G. de Callio. 



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168 HI. Constitutiones. 

XXXVI. 

Eugen IV. vereinigt die Scriptores litterarum apostolicarum zu einem Colleg 
mit festen Statuten und regelt die Thätigkeit und die Eide des Rescribendars 
und Computators und der zu ihreT Controle gewählten Scriptoren. 
1445 Juni 7, Rom, St. Peter. 
„Sicut prudens". 
Ottenthai, Die Bullenregister Martin V. und Eugen IV., Mitth. d. Instituts 
f. österr. GF. Egb. 1,569. 

XXXVII. 

Eugen IV. regelt unter theilweiser Wiederholung der Constitution Martins V. 
„Romani pontificis" den Geschäftsgang in der päpstlichen Kanzlei, insbesondere 
die Thätigkeit des Rescribendars, und erlässt eine neue Taxordnung. 
(1445 Juni 7 — 1447 Februar 23). 

Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 317 mit der Ueberschrift : Constitutiones date 
per reverendissimum in Christo patrem et dominum dominum Frajiciscum tituli 
S. Clementis presbiterum cardinalem Veneciarum vulgariter nuncupatum sancte 
Romane ecclesie vicecancellarium. 

Ciampini 1. c. 17 unvollständig. Ergänzung hiezu Tangl, Taxwesen, Mitth. 
d. Instituts f. österr. GF. 13,46 A. 1. 

lieber die Einreihung dieser undatirten Constitution, sowie über die daran 
sich schliessende aber ins Kanzleibuch nicht aufgenommene Taxordnung vgl. 
meine Ausfuhrungen 1. c. 45 if. 

Eugenius episcopus servus servoruni dei ad perpetuam rei 
memoriam. 

Komani pontificis Providentia circuinspecta nonnunquam pro ordi- 
nandis curie Romane officiis et in melius disponeudis aliqua moderatur 
reformat et statuit, prout necessitati rerum et temporum in domino 
prospicit salubriter expedire. 

1. Cum itaque inter alia iustitie et equitati ac utilitati a sede 
apostolica gratiam vel iustitiam obtinentium plurimum conveniat, ut 
littere apostoliee, que ex supplicationibus signatis conficiuntur, mature 
et acurate ac sine ulla a concessis discrepantia in cancellaria apostolica 
expediantur: inprimis statuimus et ordinamus, quod parcus maior can- 
cellarie apostoliee in duas partes equales ex utroque latere dividatur, 
videlicet superiorem et inferiorem, ad quas partes omnes et singule 
littere in dieta cancellaria expediende per senescallum sive custodem 
et non per quemvis alium deferantur, ita quod per eius providentiara 
iuxta discretionem a deo sibi datam graviores et difficiliores materie 
deputatis superioris partis veluti antiquioribus et magis expertis assig- 
nentur, que littere coram omnibus cuiuslibet partis intelligibiliter 



1. Vgl. Martins V. „Romani pontificis" (o. No. XXIX) § 3. 

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III. Constitutiones. 169 

legantur, unusque supplicationem teneat et alter legat litteram expe- 
diendam ipsis ciüuslibet partis deputatis audientibus et intelligentibus, 
qui ad hoc sint intenti. Si vero aliquando coutingat ita paucas expe- 
diendas litteras ad cancellariam ipsam deferri, ut infra tempus dnarum 
horarum ab ipso toto parco simul expediri posse videantur, quod vice- 
cancellarii vel ipsius locumtenentis arbitrio relinquatur: tunc coram 
omnibus utriusque partis legantur et expediantur iuxta modum supra- 
dictum littereque sie expedite cum signo duorum abbreviatorum, quo- 
rum neutri supplicatio sit distributa, signentur et sie signate per 
abbreviatores eosdem custodi tradantur, per eiun vicecancellario seu 
locumtenenti predicto presentande. Qui vicecancellarius seu locumtenens 
etiam aliquod signum pro earum expeditione ponat; aliter autem nulla 
littera ad bullam transmittatur. Idem etiam de litteris iustitie per 
eos, ad quos earum spectat expeditio, volumus observari. Quodque, si 
aliquis dictorum abbreviatorum de cetero litteram aliquam, cuius sup- 
plicatio sibi distributa fuerit, vel litteram taliter non leetam seu aliter 
expeditam signaverit: pro qualibet vice quilibet eorum sie signantium 
unius floreni de camera penam pro una custodi seu senescallo predicto, 
pro alia penitentiariis minoribus medietatibus applicandis penam in- 
currat ipso facto. Custos vero seu senescallus prefatus, si litteram 
aliquam aliter, quam iuxta ordinem predictuta expeditam dicto vice- 
cancellario seu locumtenenti presentaverit, duorum florenorum similium 
penam pro qualibet vice ineurrat, quorum unura dicto vicecancellario 
seu locumtenenti, alium vero dictis penitentiariis irremissibiliter volu- 
mus applicari. 

2. Item cum deceat abbreviatores litterarum predietarum ipsi vice- 
cancellario seu locumtenenti aut presidenti assistentes in earundem 
litterarum expeditione, videlicet abbreviature officio, prudentes et probos 
fore peritos pariter et expertos : similiter statuimus et etiam ordinamus, 
quod nullus de cetero ad assistendum vicecancellario aut locumtenenti 
seu presidenti predicto in ipsarum litterarum expeditione admittatur, 
nisi prius per maiorem partem abbreviatorum dicto tunc vicecancellario 
assistentium examinatus fuerit et ad id repertus sufficiens in stilo 
idoneus peritus pariter et expertus. Et si quis de mandato nostro 
aliter admissus fuerit, a iudicandi officio et litteras expediendi a die 
reeeptionis sue computando per biennium sit suspensus. 

3. Item quod prefati assistentes hora super hoc per vicecancel- 
larium deputanda singulis diebus quibus cancellaria tenebitur, ad eam 
venire et in ipsa, quousque tenta fuerit, perseverare debeant, nee in- 
terim ab ea recedere possint, nisi forsan legitime fuerint impediti aut 

2—6. Theilweise wörtliche Wiederholung von o. XXIX. 5—6. 

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170 HL Con8titutione8. 

super hoc a vicecancellario predicto licentiam habuerint specialem; si 
vero quis licentia huiusmodi non obtenta legitimaque excusatione 
cessante aliqua dierum predictarum ad cancellariam predictam non 
venerit aut, si venerit, sed ab ea, antequam expedita fuerit, licentia 
non obtenta recesserit, a proxima extunc immediate tenenda cancellaria 
expellatar et ab eius ingressu penitus sit suspensus. Si autem venerit 
sed non hora deputata ut prefertur, ad exercitium sui officii in can- 
cellaria predicta pro die illa nullatenus admittatur. De quibus omnibus 
vicecancellarium predictum per custodem seu senescallum prefatum 
attentius avisari volumus et reddi attentum. 

4. Item statuimus et ordinamus, quod senescallus sive custos pre- 
fatus in ipsius vicecancellarii manibus in sua primeva receptione ad 
suum senescallie seu custodie officium et deinde singulis annis, quibus 
eum in ipso officio esse contigerit, de suo huiusmodi officio fideliter 
exercendo corporate teneatur et debeat prestare iuramentum sub hac 
verborum forma: Ego N. custos etc. 

5. Item quod senescallus sive custos prefatus in quibuscunque 
litteris de gratia diem receptionis earundem, qua sibi in ipsa cancel- 
laria presentabuntur, inscribat; pro qua scriptura nihil recipiat etiam 
sponte oblatum litterasque predictas secundum ordinem inscriptionis 
earum sine fraude in expeditione presentet. Nee litteras rotulos seu 
supplicationes sibi traditas seu traditos ante vel post dietarum litte- 
rarum expeditionem in prefata cancellaria celabit seu malitiose retinebit 
aut earundem litterarum expeditionem differet seu retardabit malitiose 
per se vel alium seu alios contra ordinationem supradietam. Et si 
contrarium fecerit, penam ab eius officio suspensionis ineurrat eo ipso 
ad tempus ipsius vicecancellarii arbitrio moderandum. Et si senescallus 
predictus contra suum iurameutum huiusmodi dolo vel fraude aliqua 
fecisse diceretur: quia de talibus et similibus delictis, que secrete com- 
mittuntur, non potest sine difficultate constare, si quinque ex scripto- 
ribus vel abbreviatoribus predictis non suspecti bonorum nominis et 
fame senescallum ipsum huiusmodi suum officium illegaliter et alias 
ut prefertur exereuisse deponant, eo ad hoc vocato, suo privetur officio 
et de alio provideatur idoneo, qui simile prestet iuramentum. 

6. Item quod nullus alius quam ipse senescallus aliquam litteram 
gratiam continentem expediendam aut etiam senescallus predictus litte- 
ram aliquam extra ordinem predictum in loco expeditionis ponat, nisi 
hoc de mandato surami pontificis aut vicecancellarii seu locumtenentis 
pro tempore procederet speciali; et ille, qui litteram ipsam aliter 
posuerit, ad arbitrium vicecancellarii vel locumtenentis a suo officio 



4. Heber den Custodeneid vgl. u. die Berichtigungen und Nachtrüge. 

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HI. Constitutione 8. 171 

eo ipso sit suspensus. Et si durante suspensione huiusmodi se dicto 
officio imraiscuerit, illo perpetno privatus existat. 

7. Item quod in cancellaria predicta sit capsa pro custodiendis et 
conservandis litteris non expeditis duas habeus clausuras et claves duas, 
quarum unam vicecancellarius seu eius locumtenens et aliam custos 
sive seiiescallus predictus teneant; in qua omnes littere illa die, qua 
cancellaria tenta fuerit, non expedite sub bona et firma custodia 
reponantur die extunc sequenti, qua cancellaria ipsa tenebitur, ad 
locum expeditionis earum reponende et iuxta ordinem supradictum 
expediende. Et si quis litteram aliquam extra ordinem predictum ex- 
pedire seu in loco expeditionis ponere presmnpserit, eo ipso penam in 
primo capitulo contentam incurrat. 

8. Item statuimus et ordinamus, quod nulla ex constitutionibus 
dicte cancellarie cuiquam detur, ut de ea in iudicio in Romana curia 
pro tempore instituto fidem faciat, nisi prius per assistentes eosdem 
illam dandam fore fuerit iudicatum; et tunc per duos ex eis videatur 
et signetur in dorso et per alios duos ex abbreviatoribus cum libro 
cancellarie auscultetur diligenter, qui se subscribant in eadem et deinde 
signeto eiusdem vicecancellarii, ut est moris, signetur parti petenti 
assignanda; pro qua quidem constitutione taliter expedita per secre- 
tarium seu cubicularios dicti vicecancellarii aut locumtenentis ultra 
duos ac senescallum prefatum ultra alios duos grossos, quorum decem 
florenum auri de camera constituunt, nullatenus recipiatur seu etiam 
exigatur. Constitutiones vero modum expeditionis litterarum dumtaxat 
concernentes cuiquam dicto modo concedi omnino prohibemus. 

9. Item ut constitutiones nostre et aliorum predecessorum nostrorum 
summorum pontificum in ipsa cancellaria descripte ex dicta cancellaria 
per manus vicecancellarii securius et certius modo supradicto expe- 
diantur et illis fides adhibeatur ac indigentibus earum transumptis in 
forma publica per manus dicti vicecancellarii ille concedantur, cum 
nonnulli notarii sub instrumenta suis illarum petentibus tradant copiam 
seu etiam constitutiones ipsas in causis, in quibus ad scribendum sunt 
deputati, productas coram suis aut aliis auditoribus vel commissariis 
in eadem curia pro tempore deputatis ad petentium huiusmodi iustan- 
tiam ipsarum constitutionum vel alicuius earum presidio se indigere 
assereutium reproducant compulsi, attestantes illas tempore quo pro- 
ducebantur etiam fuisse recognitas, in quibus faciliter fraudes comraitti 
possent et pericula: statuimus et etiam ordinamus, quod nulli trans- 
sumpto dictarum constitutionum seu etiam originali constitutioni in 
huiusmodi iudicio de cetero fides adhibeatur, nisi per manus vicecan- 



8—11. Vielfach wörtliche Wiederholung von o. No. XXIX. 7—10. 

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172 HI- ConstitutioneB. 

cellarii fuerit expeditus vel expedita, ut prefertur; aut si extra curiain 
transsumptum seu constitutio aliqua producendüm seu producenda fuerit : 
nisi sigillum ipsius vicecancellarii seu regentis habeat appensum, nulla- 
tenus fidem faciat. 

10. Item ut littere de iustitia maiori absque partium damuo et 
brevius expediantur: similiter statuimus et ordinamus, quod cancellaria 
litterarum iustitie huiusmodi saltem semel in septimana die per ipsum 
yicecancellarium ad hoc statuenda teneatur, ad quam uotarii dicte sedis, 
qui sex numero esse debeant, eorumque et alii in formandis notis in 
iustitia vel in iujre sufficientes abbreviatores, quorum nomina in pitafio 
abbreviatorum sint descripta, accedere nee non doctores famosi etiam 
prelati et pratici in dieta curia tunc presentes per custodem sive 
senescallum dicte cancellarie convocari debeant per cedule affixionem 
in valvis seu portis palatii apostolici ac cancellarie predicte die ipsam 
cancellariam de iustitia immediate precedenti publice fiendam. Et si 
senescallus sive custos predictus in affigendo cedulam huiusmodi negli- 
gens seu remissus fuerit: qualibet vice, qua negligens repertus fuerit, 
ut premittitur, in uno floreno auri de camera condemnatus existat, 
qui pro una vicecancellario antedicto et pro alia medietatibus minoribus 
penitentiariis predictis irremissibiliter applicetur. 

11. Item quoniam multi reperiuntur abbreviatores, quorum aliqui 
omnino sunt imperiti et aliqui minus quam opporteat, aliqui vero, qui 
nunquam abbreviature exercent officium aut cancellariam ipsam frequen- 
tant : vicecancellarius aut presidens seu locumtenens prefati, qui talium 
habent notitiam, hoc studeant efficaciter observare, quod omnino im- 
peritis et his, qui non consueverunt dictum officium personaliter exer- 
cere seu cancellariam frequentare, nullas, peritioribus autem difficilioris 
materie supplicationes pro minutis fiendis distribuant, ne propter abbre- 
viatorum imperitiam sint littere rescribende. 

12. Item ne partes casu quo littere earum rescribende fuerint 
iudicate aut etiam scriptores et abbreviatores predicti de eorum labore 
valeant defraudari: statuimus et etiam ordinamus, quod quandoeunque 
abbreviator faciendi minutam et scriptor scribendi bullam onus susci- 
piant, partem salarii eis debiti dumtaxat, residuum vero, postquam 
littera huiusmodi fuerit expedita, antequam tarnen transmittantur ad 
bullam, integraliter reeipere valeant et non aliter, ut, si littere ipse 
8criptonim vel abbreviatorum culpa fuerint rescribende iudicate, illi, 
cui satisfactio fuerit impendenda, de seeunda parte salarii huiusmodi 
efficaciter possit provideri. 



12—13. Mehrfache Abänderungen und Zusätze zu Martins V. „Romani 
pontincie" o. No. XXIX. § 11. 



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HL Constitutionen 173 

13. Item statuimus et etiam ordinamus, ut, quotiescunque iudi- 
catum fuerit litteram aliquam rescribendam, iudicium super hoc in 
capite ipsius littere ponatur et cuius culpa, videlicet si abbreviatoris 
vel scriptoris aut partis, que litteram ipsam procurat. Et si littera 
huiusmodi scriptoris vel abbreviatoris culpa rescribenda fuerit iudi- 
cata, extunc senescallus sive custos predictus illam incontinenti de 
ipsius domini vicecancellarii, quem super hoc reddat attentum, maudato 
rescribendario assignet, iniungens eidem, quod litteram predictam 
rescribi et in prima caucellaria extunc immediate sequenti ipsam 
rescriptam reportari faciat et procuret illamque, postquam auscultata 
fuerit ut moris est cum rescripta, ulterius abbreviatori, qui eam iudi- 
cavit rescribendam, si presens fuerit, alioquin alteri pro eo assignet 
abbreviatori ulterius expediendam, quam expeditam sine aliis partis 
litteram ipsam procurantis expeusis satisfacto illi de secunda parte 
salarii extunc restituti, cui satisfactio fuerit impendenda, transmittat 
ad bullam. Si vero littera aliqua partis predicte culpa rescribenda 
fuerit iudicatata, de illa pars ipsa taxam solvat inferius moderatam 
et non ultra. Ille autem, qui ex custode scriptore vel abbreviatore 
predictis in premissis seu eorum aliquo repertiu fuerit negligens vel 
remissus: duorum florenorum auri de camera pro uua vicecaucellario 
predicto et alia raedietatibus penitentiariis minoribus predictis irremis- 
sibiliter persolvendorum penam incurrat ipso facto. 

14. Item quia notarii dicte sedis plures litteras, quarum confectio 
et expeditio ad eorum spectat officium, per se facere nequeunt, illas 
per alios fieri faciunt abbreviatores, quos aliquando minus recipiunt 
peritos et expertos, unde partibus illas prosequentibus inconvenientia 
subsequuntur : statuimus, quod nullus notarius de cetero aliquem in 
suum recipiat abbreviatorem, nisi prius dicti vicecancellarii auctoritate 
per alios sibi assistentes abbreviatores examinatus fuerit et approbatus 
et tamquam talis per vicecancellarium prefatum ipsi notario assignatus. 
Et si aliquis non ydoneus inpresentiarum fuerit, mutetur et de alio 
provideatur iuxta supradicta. 

15. Item quia aliquando contigit, quod littere apostolice nimis 
excessive taxantur et ab eisdem notariis scriptoribus et abbreviatoribus 
excessivum petitur salariura ; statuimus et etiam ordinamus, quod notarii 
scriptores et abbreviatores prefati ultra felicis recordationis Joannis 
pape XXII. et alias inferius adnotatas et specificatas taxas nullatenus 
recipere presumant etiam sponte oblatum. Et si pars ante vel post 
ipsarum litterarum expeditionem de excessu conqueri voluerit, apud 
vicecancellarium vel eius locumtenentem conqueratur, qui habito con- 

14. Vgl. o. XXVI. § 4. 

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174 IIL Constitutiones. 

silio cum assistentibus prelibatis iudicet de excessu; et si litteram 
excessive taxatam seu pecuuiain exactam faisse reppererit, parti lese 
ab illo, qui excessit, restitui faciat excessum, ipseque excedens dicti 
vicecancellarii arbitrio puniatur. 

16. Item quod abbreviatores predicti, antequam ad officium abbre- 
viature huiusmodi admittantur, in manibus vicecancellarii prefati tactis 
scripturis sacrosanctis ad saucta dei evangelia corporaliter presteut 
iuramentum sub hac verborum forma: Ego N. 

17. Item quod earundem . litterarum scriptores ante eorum etiam 
ad officium huiusmodi admissionem in dicti vicecancellarii manibus 
etiam tactis scripturis sacrosanctis ad sancta dei evangelia in forma, 
que sequitur, corporate prestent iuramentum. Ego N. etc. 

18. Item statuimus et etiam ordinamus, quod singulis tribus men- 
sibus pro tempore unicus litterarum apostolicarum deputetur rescriben- 
darius sive taxator earundem, qui sit vir bone conscientie vite lauda- 
bilis et conversationis honeste et in occurrentibus negotiis expertus et 
approbatus; cui etiam per vicecancellarium deputentur duo assistentes 
viri probi et experti, quorum vel alterius eorum consilio iuxta superius 
dicta taxas apponat; cuius officium duret per tres menses duntaxat, 
nisi suis exigentibus meritis et alias in huiusmodi suo officio taliter 
se habuerit, quod per alios tres menses extunc immediate sequentes 
et non ultra meruerit confirmari. Finito vero eius officio per ipsum 
vicecancellarium seu locumtenentem deputentur duo sindici, qui vocatis 
omnibus per cedule affixionem sua putantibus interesse de singulis per 
eum gestis diligenter se informent et eum pro meritis eius condem- 
nent vel absolvant, prout iustitia suadebit. 

19. Item quod rescribendarius pro tempore deputatus singulis die- 
bus, quibus cancellaria apostolica tenebitur, ad illam bona hora, qua 
abbreviatores venire sunt astricti, venire et in illa, quousque finita 
fuerit, perseverare teneatur. In loco vero sibi pro suo exercendo officio 
in ipsa cancellaria deputato et alias, quando aliquid taxandum in domo 
sua extra horam cancellarie occurrit, quinternum taxas iufrascriptas 
continentem penes se habeat, iuxta quas litteras quascunque gratiam 
seu iustitiam continentes taxet, earum limites nullatenus excedendo, 
omniaque alia et singula faciat et exequatur, que per rescribendarium, 
qui deputari consuevit, hactenus fieri consueverunt. 

20. Item si parti litteram procuranti aut assistentibus illius taxatio 
nimis excessiva videretur, extunc rescribendarius ad hoc requisitus 

16. 17. Vgl. o. Juramenta V und IX b. c. 

18. Zur Amtfldauer des Rescribendars am Rande von anderer üand bemerkt : 
Sedente Sixto papa Ittl. fallit hoc in N[icolao] de üottifredis, qui trina vice 
confirmatus fuit; et male factum. 



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HL Constitutiones. 175 

incontinenti quinternum predictum parti predicte exhibeat et una secum 
taxam per eum littere appositam cum dicto quinterno examinet dili- 
genter illamque, si moderanda fuerit, moderetur et reducat. Et si 
errorem suum immediate corrigere distulerit, pars predicta apud vice- 
cancellarium conqueratur de excessu, qui cum assistentibus predictis 
communicato consilio, si litteram excessive taxatam esse reppererit, 
illam ad debitum reduci faciat moderamen ; et rescribendarius prefatus 
in uno floreno auri de camera pro una ipsi vicecancellario et pro alia 
medietatibus minoribus penitentiariis predictis applicandis condemnatus 
existat eo ipso, quem infra tres dies extunc proxime et immediate 
sequentes sub pena dupli exbursare teneatur. 

xxxvni. 

Nicolaus V. bestätigt die inserirte Bulle Eugens IV. „Sicut prudens" (vgl. 

o. No. XXXVI.) über die Errichtung des Scriptorencollegs. 

1454 Juni 13, Rom, St. Peter. 
1930 
Cod. Bibl. Vittorio Eman. -= — - OQO f. 84 s. XVII (S). Cod. Corsinian. 

oG880r. £ö£ 

874 fol. 123 s. XVI (C) und fol. 130 (C). Die Eintragung C ist correcter und 
bringt die inserirte Bulle Eugens IV. vollständig. 

Nicolaus episcopus servus servorum dei ad perpetuam rei memoriam. 

Pastoralis officii cura, quam disponente domino licet immeriti 
gerimus, nos admonet propensius et hortatur, ut ad universorum Romane 
curie presertim officii scriptorum litterarum apostolicarum statum nostre 
dirigentes considerationis intuitum , ea, que pro salubri regimine a ) 
huiusmodi a Komanis pontificibus predecessoribus nostris provide statuta 
et ordinata fuisse conspicimus, qu^dam alia ex novis emergentibus 
causis ipsis adiiciendo utilia, etiam nostro munimine roboremus et, ut 
illa perpetuo observentur b ), opem et operam impendamus efficaces. 
Hinc est, quod nos dilectorum filiorum c ) magistri Sinibaldi de Spada 
rescribendarii et universorum scriptorum litterarum earundem in hac 
parte supplicationibus inclinati quasdam super nounullis constitutio- 
nibus ordinationibus et statutis circa regimen et gubernationem d ) 
officii scriptori^ litterarum huiusmodi et officialium eiusdem editis a 
felicis recordationis Eugenio papa quarto °) predecessore nostro emanatas 
litteras, quarum tenores de verbo ad verbum inferius inseri fecimus, 
auctoritate apostolica et ex certa scientia tenore presentium innovamus 



B ) statum et salubre regimen mit Auslassung alles Dazwischenstehenden CS. 
b ) observemus C. c ) dilecti nostri C. d ) administrationem C S. 

e) tertio C. 



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176 IE- Constitutiones. 

et approbamus ac perpetug firmitatis robore subsistere et sub poenis 
in Ulis contentis inviolabiliter perpetuis futuris temporibus observari 
debere decemimus ac districte precipimus et mandamus ipsisque con- 
stitutionibus et ordinationibus adiiciendo nee non quibusdam a bone 
memorie Joanne XXII. predecessore nostro desuper editis constitutio- 
nibus et ordinationibus inhgrendo statuimus et ordinamus, quod nullus 
eorundem scriptorum pro scribendis litteris apostolicis nee ante nee 
post scriptionem earundem ultra taxationem dietarum litterarum aliquid 
reeipiat, etsi gratis offeratur eidem; contrarium vero faciens duplum 
restituat et per vicecancellarium seu pro tempore cancellariam aposto- 
licam regentem suspendatur ab officio scriptorie. Quodque iidem scriptores, 
ex quo litteras rescribendas reeeperint, illas infra tres dies scribere ac 
impetranti eas satisfactione premissa restituere [debeant] a ), nisi legiti- 
mus impedimentum habeant, quod statim, si oecurrat vel cum infra 
huiusmodi tempus oecurrerit, rescribendario significare ac notam seu 
litteras ipsas ad eum remittere teneantur; et qui hoc non servaverit, 
arbitrio vicecancellarii seu regentis huiusmodi puniatur. Preterea quod 
nullus eorundem scriptorum litteras per eum scriptas restituat, nisi 
prius cum nota ipsas auscultaverit diligenter et eas seeundum notam 
sive minutam correxerit antedietam; alioquin contrafaciens arbitrio 
puniatur antedicto. 

Tenor vero dietarum litterarum sequitur et est talis: 
Eugenius etc. = Ottenthai 1. c. vgl. o. No. XXXVI. 

Cupientes autem, ut presentes nostr§ et in illis insert^ Eugenii 
predecessoris litter§ predict§ nee non in ipsis litteris contenta constitu- 
tiones ordinationes et statuta pr^dieta per officiales et scriptores presentes 
et futuros et alios, ad quos spectat, perpetuis futuris temporibus in- 
violabiliter observentur: mandamus venerabili fratri nostro Berardo b ) 
episcopo Spoletano cancellariam apostolicam de mandato nostre regenti 
et sanet^ Roman§ ecclesi^ vicecancellariis seu ipsam cancellariam 
regentibus pro tempore, quatenus constitutiones et ordinationes et 
statuta predieta perpetuo observent et per penas in eis contentas contra 
illa non observantes debit^ executioni mandando et alias prout eis 
videbitur non observantes per officiales et scriptores presentes et futuros 
predictos faciant inviolabiliter observari, contradictores per censuram 
ecclesiasticam appellatione postposita compescendo — non obstantibus 
constitutionibus et ordinationibus apostolicis c^terisque contrariis qui- 
buseunque, aut si officialibus prefatis seu quibusvis aliis communiter 
vel divisim ab eadem sit sede indultum, quod interdici suspendi vel 



*) fehlt CCS. »») Gerardo S. 

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III. Constitutione^. 177 

excommunicari nou possint per litteras apostolicas non facientes plenam 
et expressam ac de verbo ad verbum de indulto huiusmodi mentionem. 
Nulli ergo etc. 

Datum Borne apud Sanctum Petrum anuo incarnationis dominice 
millesimo quadringentesimo quinquagesimo quarto, idibus iunii, pon- 
tificatus nostri anno octavo. 

XXXIX. 

Call ixt III. erklärt, dass nur die an der Curie anwesenden Scriptoren an 
den monatlich zu gleichen Theilen zu beziehenden Einkünften Antheil haben 
sollen, ausser sie seien im Dienste der Curie abwesend. 

1456 Juni 18, Rom, St. Peter. 
„Pastoralis officii". 

Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 357. 

. . . Statuimus et ordinamus, quod omnia et singula eniolumenta 
dicti officii inter presentes dunitaxat scriptores equis partibus singulo 
mense dividantur. 

XL. 

Callixt III. gestattet, dass die für die Söhne verheiratheter Scriptoren aus- 
gefertigten Bullen „ubique absque ulla taxatione" durchgehen. 

1457 Juni 17, Rom, St. Peter. 
„Romani pontificis". 

Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 359. 

XLI. 

Callixt III. vertilgt, um das Eindringen von Geschäftsunkundigen zu ver- 
hüten, dass kein Abbreviator Aufnahme in den parcus maior finden solle, der 
nicht zuvor nach gehöriger Prüfung durch drei Jahre in der prima visio und 
darauf durch fünf Jahre im parcus minor gedient hätte. 

1458 März 28, Rom, St. Peter. 

Ciampini 1. c. 21 mit dem Quellenverweis: Registrata lib. 36 bullarum 
Callisti III. p. 329. Die Bulle in den Registern Callixt III. zu suchen, gebrach es 
mir an Zeit, so dass ich in dem einen Ealle nur den Abdruck Ciampini's wiedergebe. 

Assidua nostri cordis meditatio inter caetera ad hoc vigilat, ut, 
quae apostolicae sedis officiis hactenus fuerunt deformata, per nostrae 
provisionis ministerium reformare et in statum pristinum reducere 
studeamus. 

1. Sane cum litterarum apostolicarum abbreviatores sanctae Bomanae 
ecclesiae vicecancellario aut cancellariam apostolicam de Romani pon- 
tificis mandato regenti in dictarum litterarum expeditione assistentes 
esse conveniat viros praeclaros consilii uiaturitate conspicuos virtutum 
redimitos ornatibus, qui non solum eloquentiam et utriusque iuris 

Tangl, Pupatl. Kanzloiordnungen. 12 

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178 HL Constitutionen 

peritiam sed etiam oranium, quae in Romana curia tractantur, praeti- 
cam simul habeant et in eadem cancellaria faerint longo tempore 
conversati ac supplices minutas iuxta stylum dictae cancellariae con- 
fecerint, quales fuerunt priscis temporibus et aliqui adhuc superstant, 
quorumgesta omni laude digna comprobamus;sintquenonnulli honorem 
praefatae sedis labefactare volentes, qui licet practicam et stylum eius- 
dem cancellariae non habeant, nihilominus cum omni instantia eisdem 
vicecancellario seu regenti assistere et in parco maiori se admitti variis 
modis exquisitis hactenus importune sollicitarunt et continuo sollici- 
tant : nos igitur, ad quos pertinet super his oportune providere, atten- 
dentes, quod locus praesidentiae eiusdem cancellariae dexter oculus 
ßomani pontificis non immerito appellatur et quod officium dictorum 
assistentium abbreviatorum in hoc potissimum consistit, nostras vide- 
licet et pro tempore existentium Bomanorum pontificum signatas sup- 
plicationes ad iustitiam et honestatem interpretari, constitutiones et 
ordinationes apostolicas observare et continuo praecavere, ne quid per 
eandem cancellariam expediatur, quod minus debitum vel honestum 
censeri possit, ac debite recensentes nullum ad huiusmodi officium 
recipi merito debere, qui non sit in iis, quae ad praedictum pertinent 
officium, bene practicus et expertus et qui longo tempore in eadem 
cancellaria fuerit conversatus: ad eorundem ambitiosorum compescen- 
dam temeritatem ac ut littere apostolicae secundum antiquum stylum 
per eandem cancellariam accurate expediantur ac debitus ordo obser- 
vetur, perpetuae constitutionis edicto auctoritate apostolica tenore prae- 
sentium statuimus et ordinamus, quod nullus de caetero ad huiusmodi 
officium recipiatur vel admittatur, nisi ut praefertur qualificatus habilis 
et idoneus ac per rigorem examinis publice ut moris est comprobatus 
extiterit et in prima visione per tres ac in parco minori per quinque 
annos ad minus steterit vel ad huiusmodi exercendum officium tarn 
per longam practicam quam per rigorem examinis publice coram vice- 
cancellario sit approbatus, qui tarnen coniugatus nullatenus existat; 
cassantes revocantes et annullantes omnes supplicationes seu mandata 
sub quacunque verborum forma per nos etiam proprio motu super 
receptione quorumcunque ad praemissum officium signatas, quae effectum 
non fuerint consecuta, ac districtius inhibentes dilectis filiis correctori 
dictarum litterarum nee non praefatis de maiori parco praesentibus et 
futuris sub poena exeommunicationis latae sententiae, quam ipso facto 
contrafaciendo ineurrant, ne aliquem nisi ut praefertur qualificatum 
practicum examinatum comprobatum et idoneum ad huiusmodi officium 
admittere, ac aliis abbreviatoribus litterarum earundem extra praedictum 
parcura maiorem pro tempore existentibus euiuseunque gradus et con- 



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III. Constitutione8. 179 

ditionis existant, ut sub eadem excommunicationis atque privationis 
abbreviatoriae et aliorum quae exercent officiorum poenis, quas simi- 
liter contrafaciendo incurrant ipso facto, ne contra statatum et ordina- 
tionem huiusmodi se ad dictum officium recipi et admitti per se vel 
alium seu alios quoquomodo procuraverit ; decerneutes correctorem et 
ipsos abbreviatores de maiori parco ad recipiendum aliquem nisi ut 
premittitur qualificatum practicum examinatum comprobatum et idoneum 
ac nisi necessitate exigente, videlicet cum in ipso parco minus quam 
decem vel duodecim forent, non teneri nee ad id etiam pretextu litte- 
rarum yel mandatorum apostolicorum etiam a nobis vel a sede pre- 
dieta sub quavis verborum forma pro tempore emanandorum compelli 
posse quoquomodo etiamsi statuto et ordinatione praemissis foret motu 
simili et ex certa scientia specialiter et expresse derogatum, irritum 
quoque et inane, si secus super his a quoquam quavis auetoritate 
scienter vel ignoranter contigerit attentari. Nulli ergo etc. 

Datum Bomae apud Sanctum Petrum anno incarnationis dominicae 
millesimo quadringentesimo quinquagesimo oetavo, quinto kal. aprilis, 
anno tertio. De curia. P. de Varris. 

XLII. 

Pius II. verfügt, dass die Notare den Bischöfen nicht mehr vorangeben, 
sondern folgen sollen ; nur in den öffentlichen Consistorien „ubi de rebus, que 
geruntur, ut autentica conficiant documenta, rogari consueverunt" bleibt ihnen 
ihr Ehrenplatz gewahrt. 

1459 Juni 12, Mantua. 

,.Cum servare". 

Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 362. 

XLIII. 

Pius II. vereinigt die Abbreviaturen zu einem geschlossenen Colleg und 
ordnet ihren Geschäftskreis und ihre Einkünfte. 

1463 November 16, Rom, St. Peter. 

Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 372—373 Originaleintragung und p. 384 in- 
serirt in die Bulle Pauls II. ,.Ula quorum" (B). 

Ciampini 1. c. 26. 

Diese Constitution wurde wenige Jahre später von Paul II. durch die Bulle 
„lila quorum" widerrufen. Dies hatte zur Folge, dass man zwischen p. 372 und 
373 das Blatt, welches den grössten Theil der OriginaleintragUDg enthielt, heraus- 
schnitt und Anfang und Ende der Constitution durchstrich. Der Text der Original- 
eintragung reicht jetzt nur bis § 3 : emolumentum vero quod . . . und setzt erst 
wieder ein § 10 : ... huiusmodi attemptare quoquomodo presumant ; decernen- 
tesque exnunc irritum etc. 

Aus den Bullen Pauls II. „Cum pridem u und Sixtus' IV. „Divina eterni 44 
geht deutlich hervor, dass es sich dabei um die Schaffung käuflicher Stellen 
handelte. Die Errichtung des Abbreviatorencollegs war demnach wohl eine der 
Finanzoperationen, die mit den Kreuzzugsplänen des Papstes in Verbindung standen. 

12* 



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|80 III. Con8titutiones. 

Pius episcopus servus servorum dei ad perpetuam rei memoriam. 

Vices illius gereutes in terris, qui cuncta secundum illorum qua- 
litates moderamine corrigit rectoque disponit iudicio, ad ea prout decet 
solerter intendimus, per que officia cancellarie apostolice cum matura 
deliberatione maturoque consilio exerceantur a ) ac digna pro meritis 
emolumenta compensentur et, que hactenus deformata fuerunt, per 
nostre provisionis ministerium debite reformentur. 

1. Cum igitur litterarum apostolicarum abbreviatorum numerus, 
quem felicis recordationis Benedictus papa XII. predecessor noster 
viginti quatuor dumtaxat esse statuit, superiori tempore adeo excre- 
verit et multiplicatus sit, ut infinitus quodammodo esse censeatur, 
quamplures etiam ad huiusmodi abbreviatorum officium admissi sint, 
qui ad illud exercendum minime sunt idonei, quidam vero illud exacta 
diligentia exercent, qui exinde nulla vel modica emolumenta suscipiunt, 
quo fit, ut in expeditione litterarum apostolicarum, que per eandem 
cancellariam expediuntur, antiquus stilus et ordo debitus quandoque 
non observetur et pauci ad exercitium^otficii huiusmodi se accomodent 
non sine dispendio procurantium litteras per cancellariam predictam 
expediri: unde cum ad nostrum spectet officium super hoc oportune 
et celeriter providere, auctoritate apostolica tenore presentium perpetuo 
statuimus decernimus et ordinamus: 

2. quod numerus abbreviatorum litterarum predictarum, quibus 
dumtaxat fiet distributio, sit septuagenarius, qui omnes in quodam 
pithaphio ad instar scriptorum litterarum earundem describantur, ipso- 
rumque abbreviatorum officium sit perpetuuui ac disponi de eo possit 
in omnibus et per omnia sicuti de officio scriptorie litterarum earun- 
dem, ipsique septuaginta abbreviatores omnibus et singulis constitutio- 
nibus statutis ordinationibus privilegiis gratiis immunitatibus exemptio- 
nibus libertatibus prerogativis antelationibus concessionibus et indultis 
quibuscunque gaudeant potiantur et utantur pariformiter sicuti scriptores 
antedicti, etiam quoad hoc ut familiäres nostri et successorum nostrorum 
Romanorum pontificum perpetuo sint et in quibuscunque litteris aposto- 
licis tales nominentur, et litterae apostolicae gratiam vel iustitiam 
concernentes pro dictis septuaginta abbreviatoribus eorumque nepotibus 
et, si uxorati fuerint, pro eorum filiis gratis in omnibus officiis expe- 
diantur, extendeutes ad prefatos septuaginta abbreviatores ac mandantes 
ea sub penis et censuris in illis conteiitis etiam quoad predictos septua- 
ginta abbreviatores firmiter observari in omnibus et per omnia, acsi 
illa dictis septuaginta abbreviatoribus de verbo ad verbum per nos 
concessa fuissent. 



») exerceant B. 

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III. Con8titutione8. JgJ 

3. Emolumentum vero, quod habebunt septuaginta abbreviatores 
predicti, sit una taxa equalis taxe, que datur pro grossa scriptoribus 
supradictis tarn de litteris, que per eandem cancellariam quam etiam 
de Ulis, que per cameram expediuntur, etiam si absque supplicatione 
et signatura illas expediri contingat. 

4. Quodque singulo trimestri per ipsos abbreviatores participantes 
eligantur quatuor ex eis, qui vicecancellario sancte Romane ecclesie 
pro tempore existenti seu eius locumtenenti aut cancellariam aposto- 
licam de mandato nostro regenti presententur ; et ille ex predictis 
quatuor, quem vicecancellarius locumtenens aut regens ipse duxerit 
eligendum, distributor sit et nuncupetur et eandem taxam ponat in 
pitapbio et ad ipsum distributorem et nullum alium sine speciali man- 
dato nostro vel successorum nostrorum Romanorum pontificum cano- 
nice intrantium omnes et singulas supplicationes, postquam fuerint 
registrate, sub pena excommunicationis et privationis officiorum quorum- 
libet, quas tarn magistri et clerici registri earundem supplicationum 
quam alii id procurantes ipso facto incurrant, dictaque officia per 
huiusmodi privationem extunc vacare noscantur pariformiter deferantur, 
sicut hactenus deferri consueverunt vicecancellario sancte Romane 
ecclesie pro tempore existenti seu eius locumtenenti vel cancellariam 
ipsam de mandato nostro regenti. 

5. Ipsiusque sie electi distributoris officium sit distribuere minutas, 
quarum expeditio procurabitur abbreviatoribus antedictis equaliter et 
seeundum ordiuem, prout distribuuntur commissiones auditoribus palatii 
apostolici, reliquas vero supplicationes fideliter conservare et illas futuro 
distributori post finem dictorum trium mensium sine diminutione qua- 
eunque consignare omnemque taxam huiusmodi concordato prius pitaphio 
cum pitaphio scriptorum eorundem exceptis litteris simplicis iustitie ac 
provisionum ecclesiarum et monasteriorum, que Sunt consistorialiter et 
per prothonotarios, ac etiam illarum que per secretarios nostros in 
eadem cancellaria expediuntur, ex quibus abbreviatores ipsi non parti- 
cipabunt, singulo mense inter dictos participantes abbreviatores sub 
similibus penis equaliter partiri ad instar scriptorum eorundem; ita tarnen, 
quod, quisquis ipsorum partieipantium abbreviatorum plus reeeperit 
quam valeat officium dicto mense, teneatur et debeat infra biduum 
post faetam huiusmodi rationem sub eisdem penis illud restituere dicto 
distributori, qui non habentibus partem eis debitam immediate tradat 
et assignet. 

6. Si quis tarnen ex dictis abbreviatoribus minutam super suppli- 
catione non confecerit vel confeetam corrigi procuraverit, quinta parte 
huiusmodi taxe careat, que detur abbreviatori de parcu maiori, qui 



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182 IQ- Constitutionen 

minutam correxerit et expediverit, et tarnen dicta quinta pars in sortem 
dicti abbreviatoris, cui talis distributio facta fuerit, computetur ad 
similitudinem dictorum scriptorum apostolicorum non scribentium. 

7. Insuper ex predictis abbreviatoribus extra parcum maiorem 
existentibug eligantur examinentur et approbentur per ipsum vicecan- 
cellarium et predictos abbreviatores de parco maiori pro hac prima 
vice octo ex sufficientioribus ad parcum maiorem et sedecim pro prima 
visione et sex ad videndum litteras, que in eadem cancellaria per 
dictos 8ecretarios expediuntur, cum aliis emolumentis consuetis et in 
futurum quoad eligendos examinandos et approbandos ipsos abbrevia- 
tores de parco maiori, de prima visione et alios ad videndum litteras 
per secretarios expediendas huiusmodi antiquus ordo servetur; nullique 
abbreviatori, nisi fuerit de numero ipsorum septuaginta participantium, 
liceat de cetero sub excommunicationis pena late sententie signare 
litteras apostolicas per cancellariam vel cameram ut prefertur expe- 
diendas nullusque ex dictis abbreviatoribus de parco maiori vel minori 
et etiam ex secretariis nostris sub simili pena audeat litteras huius- 
modi expedire, nisi fuerint per ipsum distributorem signate. 

8. Verum quia interdum oritur disceptatio super taxis litterarum 
earundem: volumuset mandamus, quod quandocunque et quotienscunque 
inter rescribendarium et distributorem huiusmodi pro tempore existentes 
erit differentia super eisdem taxis, stetur iudicio et declarationi duorum 
vel trium antiquorum in dicto parco maiori, qui de huiusmodi taxis 
pleniorem habent notitiam et quorum auctoritas plurimum valet, prout 
tempore pie memorie Martini pape V. predecessoris nostri fieri con- 
suevit. 

9. Super qualitate vero idoneitate etate et sufficientia admitten- 
dorum ad huiusmodi abbreviatorum officium servetur examen, sicut 
pro scriptoribus predictis iuxta eorum constitutiones hactenus obser- 
vatum est ac de presenti observatur. 

10. Kursus ut nostre mentis affectus cunctis innotescat, volumus 
et etiam decernimus, quod si qua supplicatio per nos seu de mandato 
nostro cuiquam in futurum distributa reperiatur, is, cui distributa 
fuerit, nullum sub eisdem excommunicationis et privationis penis, quas 
"p80 facto contrafaciendo incurrat, emolumentum recipere possit, sed 
huiusmodi supplicatio pro non distributa habeatur et per ipsum distri- 
butorem modo premisso distribuatur. Et hoc, quod nobis licere non 
patimur, futuris successoribus nostris Romanis pontificibus indicimus 
districtius inhibentes dilecto filio nostro Roderico sancti Nicolai in 
Carcere Tulliano diacono cardinali moderno et pro tempore existenti 
vicecancellario seu eius locumtenenti aut cancellariam ipsam regenti, 



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III. Constitutione e. }g3 

ne sub pena excommunicationis aliquam supplicationem cuiquam etiam 

ex dictis abbreviatoribus participantibus distribuere vel de eisdem 

distribntionibus se ampüus intromittere aut aliquid contra statutum 

Ordinationen! decretum et inhibitionem hniusmodi attemptare quoquo- 

modo presumant; decernentesque exnunc irritum et inani, si [secus]*) 

super iis quavis auctoritate scienter vel ignoranter contigerit attemptari, 

litteris bone memorie Callisti pape III. predecessoris nostri super numero 

et admissione abbreviatoruin ad huiusmodi parcum maiorem, quas cum 

Omnibus et singulis in eis coutentis clausulis harum serie ex certa 

scientia innovamus in suo pleno robore suaque firmitate perpetuo 

remanentibus; adiicientes eisdem, quod ipsi abbreviatores de parco 

maiori in processionibus et quibuscunque aliis actibus sollemnibus et 

etiam tempore, quo in eodem parco sedebunt, teneantur et debeant 

deferre caputium foderatum ad instar advocatoruin proponentium in 

consistorio palatii apostolici, quodque cedente vel decedente aliquo ex 

predictis abbreviatoribus de parco maiori non locus de parco maiori 

sed emolumenta, que illi pertinebant, vacent ipseque locus extinctus 

sit, donec numerus dictorum abbreviatorum de parco maiori, qui viginti 

sunt, ad duodecim fuerit reductus, non obstantibus premissis et aliis 

constitutionibus et ordinationibus apostolicis et regula nostra de non 

recipienda nisi certa expressa quota pro minutis antedictis ceterisque 

contrariis quibuscunque. Nulli ergo etc. 

Datum Borne apud Sanctum Petrum anno incarnationis dominice 

millesimo quadringentesimo sexagesimo tertio, decimo septimo kal. 

decembris, pontificatus nostri anno sexto. 

G. de Piccolomini. D. de Piscia. 

Lecta et publicata fuit suprascripta bulla Borne in cancellaria 
apostolica anno incarnationis dominice MCCCCLX1II., die vero XVIIII 
mensis novembris, pontificatus prefati domini nostri Pii pape II. 
anno sexto. 

XLIV. 

Piu8 II. ergänzt unter namentlicher Anführung der Abbreviaturen die Bestim- 
mungen der Bulle „Vices illius" über die Organisation des neugeschaffenen Collegs. 
1464 Mai 30, Rom, St. Peter. 

Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 388 inserirt in die Bulle Pauls II. „Dia quo- 
rurn" (B). Cod. Paris, lat. 4172 fol. 263' (P). 

Ciampini L c. 28. 

Die Originaleintragung dieser Constitution ist nicht erhalten. Wenn sie 
ursprünglich überhaupt ins Kanzleibuch erfolgte, so ist sie wohl, als bei dem 
Widerruf durch Paul II. die Bulle „Vices illius" theils durchstrichen, theils heraus- 
geschnitten wurde, demselben Vorgang noch gründlicher zum Opfer gefallen 
(Tgl. die Bemerkungen zur voranstehenden Bulle 

* fehlt B. 



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184 III.. Constitutiones. 

Pius episcopus servus servorum dei ad perpetuam rei memoriam. 

Quo salubrius et honestius a nobis cousultum intelligimus Ordinate 
ac laudabili directioni cancellarie apostolice ex ea provisione et insti- 
tutione abbreviatorum apostolicorum ad certum numerum certamque 
legem, quam per bullas nostras sub data decimo septimo kaL decembris 
pontificatus nostri anno sexto matura cum deliberatione et urgenti 
causa edidimus reiecta omni confusione explosisque erroribus, quotquot 
quidem ex superfluo et incomposito numero ipsorum abbreviatorum et 
abusu superiori tempore proveniebant, cumque etiam expletum iam 
esse perceperimus septuagenarium ipsorum abbreviatorum numerum a 
nobis institutum ex viris scientia probitate ac fide erga nos et aposto- 
licam sedem preditis ac omni ex parte commendatione dignis eo im- 
pensius menti nostre consonum et apostolice sedis honori conveniens 
existimamus, ut particularius districtiusque exercitia honores commoda 
habitum et queque alia denique ad ipsos abbreviatores et eorum col- 
legium ac officium pertinentia, que in priori bulla nostra sub genera- 
litate quadam sed minus perspicue comprehensa videntur, per has nostras 
litteras exaremus. 

1. Ut igitur collegium dictorum abbreviatorum, quod inter alia 
Komane curie nobis peculiare est, ad utilitatem omnium ratione pru- 
dentia et sine quotidiana disceptatione laudabiliter gubernetur ac omnis 
differentia, que ex incompositis officiis quandoque solet oboriri, e medio 
tollatur : motu proprio non ad alicuius nobis super hoc oblate petitionis 
instantiam sed ex nostra scientia et mera voluntate ac honestatis 
debito sie suadente venerabilem fratrem nostrum Laurentium episcopum 
Ferrariensem a ) et dilectos filios magistros Gulielmum Gönne ac Anto- 
nium de Cortesiis, Michaelem Amici, Joannem de Millinis, Johannem 
de Angerolis, Antonium de Tuscanis, Jacobum Bigneti, Antonium de 
Piscia, Jacobum de Rizonibus, Nicolaum de Castello, Fabritium, Anto- 
nium de Montia b ), Petrum de Godis, Johannem Horrii, Nicolaum 
Tongen, Jacobum de Minutolis, Ciriacum c ), Bartholomeum de Cocca- 
panis, Franciscum de Aquila, Baptistam de Albeto, Ugonem de Benzis, 
Johannem de Monilla, Callistum de Urbino, Carolum de Manellis, 
Kemigiura Gometii, Nicolaum Garilliati, Baudetum, Godefridum, Johan- 
nem de Carrione, Oliverium Principis, Badulphum, Bartholomeum de 
Piatina, Franciscum Aretinum, Johannem Walterini, Petrum de Eugubio, 

») die Schrift ist in B auf der ganzen Seite bis zur Unleserlichkeit abgerie- 
ben, für die Lesung der folgenden Eigennamen wurde die fast gleichzeitige und 
sorgfältige Copie P zugrunde gelegt; Ciampini's Text ergab sich auch aus den 
in B noch sicher erkennbaren Worten als mehrfach unrichtig. b ) Am Rande 

von anderer Hand bemerkt : isti XIII prirai erant de parco maiori. c ) keine 

Lücke, wie man nach Ciampini schliessen müsste. 



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III. Constitutiones. 185 

Johannem della Casa, Cherubinum, Franciscum de Salviatis, Leodisium 
Cribellum, Andreoccium de Ginuciis, Bartholoraeum de Prato, Stepha- 
num de Kobiis, Franciscum de Petrutiis, Johannem de Bottonibus, 
Barth olomeum de Bucino, Nicolaum de Mancinis, Albertum Cock, 
Johannem de Cremonensibus, Jacobum de Cremonensibus*), Andream 
de Viterbio, Nicolaum Buttonium, Sinolphum, Jacobum de Vulterris, 
Franciscum Berengarii, Celsum de Millinis, Johannem Gerones, Johannem 
de Castellione, Petrum Sagnerii, Franciscum de Pratella, Dionisium de 
Vicentia, Petrum de Vicentia, Jacobum de Aretio, Johannem de Senis, 
Leonellum de Benzis, Dominicum de Lucca, Augustinum Patritium, 

Baptistam Poggii, Nicolaum de Piccolominibus et b ), quos tam- 

quam fideles nobis et sufficientes et idoneos nee non ad exercitium 
officii abbreviatorie aptos ex certa nostra scientia nuper elegimus et 
in pitaphium abbreviatorum describi ac ad honores onera et emolu- 
menta per dietas alias nostras litteras eis deputata admitti feeimus in 
ipso abbreviatorie officio, quod ipsis et eorum singulis tamquam idoneis 
et nobis gratis etiam exnunc conferimus et assignamus apostolica 
auetoritate et, de plenitudine potestatis perpetuo constituimus confir- 
mamus et approbamus ac ut tales ad ipsum officium eiusque liberum 
exercitium nee non honores onera et emolumenta supradieta admitti- 
mus, per dilectum quoque filium nostrum Kodericum saneti Nicolai in 
Carcere Tulliano diaconum cardinalem sanete Komane ecclesie vice- 
cancellarium ac nunc et pro tempore existentem cancellarie apostolice 
regentem neenon quoseunque alios, euiuseunque dignitatis status gradus 
ordinis nobilitatis vel conditionis fuerint, sub exeommunicationis late 
sententie pena sine ulla contradictione c ) admitti volumus et mandamus. 

2. Statuentes inde ac auetoritate motu scientia et potestate supra- 
dictis ordinantes atque considerate volentes, quod singuli abbreviatores 
supradicti ac eorum in officio successores sint et esse debeant tarn 
nostri quam successorum nostrorum Romanorum pontificum familiäres 
et in quibuseunque litteris apostolicis tarn gratie quam iustitie pro 
eis expediendis tales ac etiam magistri vocentur, in reliquis quoque 
Omnibus expeditionem suarum litterarum quarumeunque concernentibus 
habeantur et tractentur, ut scriptores apostolici' haben tur et traetantur, 
sublata cuique quavis materia aliter iuterpretandi sub exeommunica- 
tionis pena antedieta. 

3. Intendentes insuper, quod ipsum officium cuique dictorum ab- 
breviatorum liberum sit et sine fraude a quoque d ) exerceatur: volumus 
et sub eadem pena districte mandamus, quod dilectus filius magister 



*) Cremonen BP. b ) ein Fünftel der einen Zeile und die ganze fol- 

gende leer gelassen. BP. c ) condictione BP. d ) cuiquam, quoquam BP. 



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186 HI. Constitutiones. 

Johannes Horrii ad presens distributor in dicto officio deputatus ac 
successores sui, quos deinceps per fabas a singulis predictis abbrevia- 
toribus dandas eligi volumus, durante officio distributoris non debeat 
pro se aut suo computatore aliquam distributionem facere vel recipere 
nee per se vel alium seu alios ullas apostolicas litteras quoquo modo 
expedire, de quibus premium vel aliquod emolumentum haberi possit; 
sed quod ipse et eins computator ab officio salariati, ut sunt rescri- 
bendarius et computator scriptorum, emolumenta sua libere ex officio 
pereipiant. 

4. Item statuimus et ordinamus sub pena prefata, quod nullus 
dictorum abbreviatorum tarn maioris quam minoris presidentie ab aliquo 
abbreviatore minutas suas per se conficiente quintam exigere vel habere 
debeat, nisi minuta ipsa sit vel male composita vel difficilis correctio- 
nis; quodque sub spe habende quinte correctionem ipsam non faciat 
malitiose difficilem apparere, sed pro levi correctione et litterarum 
expeditione contentetur pro minuta de tribus grossis, ita etiam quod 
expeditionem eius sub predieta pena ac privatione emolumentorum 
suorum non audeat recusare tarn littere gratiose quam executorialis, 
que ut sunt pro unica minuta computentur. 

5. Et ne inter abbreviatores et scriptores apostolicos de ordine 
preferendi in processionibus et conventionibus aut alibi questio possit 
oriri: statuimus pariter et ordinamus sub eadem pena exeommunica- 
tionis ac ex certa nostra scientia, quod abbreviatores et scriptores 
predicti pari reverentia et honore ubique locorum se reeipiant; in 
processionibus vero et huiusmodi hunc modum volumus observent vide- 
licet, quod officiales abbreviatorum collocentur in loco digniori et in- 
cedentibus ipsis binis cum officialibus scriptorum procedant officiales 
abbreviatorum, postmodum sequantur abbreviatores de parco maiori 
cum scriptoribus antiquioribus et incedant bini sie, quod abbreviator 
sit a dextris et scriptor a sinistris et finito numero abbreviatorum de 
parco maiori inter primos binos, qui tunc succedunt, scriptor sit a 
dextris et abbreviator a sinistris, in sequenti combinatione abbreviator 
sit a dextris et scriptor a sinistris et sie successive alternatim usque 
ad complementum numeri. 

6. Preterea volumus ac motu scientia potestate et auetoritate 
similibus concedimus, quod omnia et singula privilegia concessiones et 
äntelationum prerogative declarationes exemptiones immunitates ex- 
ceptiones et indulta scriptoribus ipsis etiam quoad effectum gratiarum 
suarum expeetativarum tarn per nos quam quosvis alios Romanos 
pontifices predecessores nostros hactenus concessa et indulta predictis 
abbreviatoribus et ipsorum singulis, ad quos exnunc motu scientia 



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III. Constitutiones. 187 

potestate et auctoritate supradictis ea omnia et singula extendimus, 
plene suifragentur, ac si ipsis abbreviatoribus de verbo ad verbum 
essent concessa, maxime que officio dictorum abbreviatorum conveniunt 
et in nullo adversantur. Quoad expeditionem vero litterarum gratie 
servetur omnino bulla institutionis dicti officii abbreviatorum. 

7. Atque ut cancellaria apostolica in dies magis ordinata appareat: 
niandamus singulis abbreviatoribus supradictis, ut sub pena memorata 
quantocitius simul conveniant et ex eis illos, qui de parco maiori et 
prima visione sint, ac ad videndum litteras secretariorum usque ad 
numerum per alias nostras litteras predictas statutum et ordinatum 
magis idoneos ad loca exercitia honores onera et emolumenta sua 
deputent et in debito ordine dirigant atque observent. 

8. Item 8tatuimus et ordinamus, quod singuli abbreviatores supra- 
dicti sint clerici et competenter literati atque etatisannorumviginti quin- 
que nee non debeant sub pena antedieta togati et honesto ac condecenti 
habitu incedere saltim usque ad medium cruris et frequentare ipsam 
cancellariam, ubi presentes fuerint, ut nulla eorum parte negligentia 
allegari possit in expeditione litterarum, que in ipsa cancellaria expe- 
diri sunt solite. 

9. Item quod singuli abbreviatores antedicti tarn maioris quam 
minoris presidentie teneantur et debeant sub pena supradieta pro qua- 
eunque officii et personarum eiusdem causa, ubi distributori pro tem- 
pore videbitur, vacatione eiusdem distributoris in unum personaliter 
convenire et per singula vota cum fabis danda ut prefertur ordinäre 
et disponere omnia, que officio sint honesta utilia atque sine pertur- 
batione possint observari. Et si de aliqua re agendum esset dubia vel 
gravi per nostras litteras predictas non concessa non speeificata vel 
non satis declarata, debeant de illa simpliciter inter se raatüram ordina- 
tionem capere et de hoc, quod eis fuerit visum, nos vel successores 
nostros ad confirmandum vel infirmandum consultos habere. Volumus 
autem, quod votum alieuius dictorum abbreviatorum non pluralis sit 
quam alterius nisi aliorum pluralitate obtenta. 

10. Item quod ipsi abbreviatores possint et debeant habere atque 
ordinäre unam capellam cum omnibus Ulis modis formis privilegiis 
statutis ordinationibus capellano officialibus et gubernatoribus, prout 
habent scriptores apostolici 

11. Item quod collegium abbreviatorum encenia, singuli vero ab- 
breviatores deineeps quovis modo admittendi illa et eadem iocalia sol- 
vere debeant et teneantur, que solvi sunt solita in officio dictorum 
scriptorum. 

12. Item quod deineeps abbreviatores absentes non partieipent, 



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138 IH- Con8titutioneß. 

nisi id eis per nos vel successores nostros aut collegium ipsorum 
specialiter concedatur. 

13. Et ut ipsum dictorum abbreviatorum officium, prout eins exer- 
citium requirit, sit quietum liberum et sine quotidiana murmuratione : 
decernimus ac motu scientia potestate et auctoritate supradictis decla- 
ramus nullum ex abbreviatoribus maioris presidentie in alios superio- 
ritatem vel potestatem ullam obtinere aliam quam ex loco sibi debetur; 
sed volumus et sub pena prefata mandamus, quod ipsi abbreviatores 
maioris presidentie suo loco cum debita reverentia et honore ac aucto- 
ritate expediendi libere gaudeant et alios abbreviatores firatrum loco 
suscipiant dirigant et benigne informent. Delinquentes vero vel exce- 
dentes circa ordinem officii convocato per distributorem pro tempore 
universo ipsorum collegio digne puniantur per suspensionem emolu- 
mentorum suorum privationem et alias penas, prout ipsi collegio melius 
fuerit Visum. 

14. Item volumus et mandamus sub pena predicta, quod singuli 
abbreviatores tarn maioris quam minoris presidentie et alii supradicti 
teneantur et debeant obedire ac cum effectu parere singulis mandatis 
pro tempore distributoris, que pro commodo honore necessitate utili- 
tate et directione officii fecerit ; non obstantibus premissis aliis litteris 
nostris, quarum tenores, acsi de verbo ad verbum hie insererentur, 
presentibus haberi volumus pro sufficienter expressis et quas ex tenore 
singulorum capitulorum nostrorum predictorum in singulis partibus et 
clausulis suis quoad effectum omnium capitulorum eorundem motu 
scientia auctoritate et potestate antedictis moderamur et restringimus 
ac per ipsa capitula intelligi atque effectualiter observari volumus et 
mandamus, illis alias in suo robore suaque firmitate duraturis, ceterisque 
contrariis quibuseunque. Nulli ergo etc. 

Datum Korne apud Sanctum Petrum anno incarnationis dominice 
millesimo quadringentesimo sexagesimo quarto, tertio kal. iunii, pon- 
tificatus nostri anno sexto. 

XLV. 

Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 383, durchaus von einer Hand. 

Die folgende Eintragung ist undatirt; da sie jedoch unmittelbar vor den 
beiden Constitutionen Pauls IL „Lila quorum" und „Cum pridem" steht, dürfte 
sie der ersten Zeit Pauls IL angehören. 

De mandato sanetissimi domini nostri pape vive vocis oraculo nobis 
facto inhibetur Omnibus et singulis cancellarie apostolice officialibus, 
ne de cetero litteras apostolicas super quovis monasterio etiam non 
consistoriali, si tarnen in libro prothonotariorum eiusdem domini nostri 
pape taxatum reperiatur, absque earundem prothonotariorum cedula et 
consensu expedire presumant. E[odericus] vicecancellarius. 



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III. Constitutiones. ^39 

XLVI. 

Paul II. widerruft die inserirten Constitutionen Pius ? IL „Vices illius" und 
„Quo salubrius" und verfugt deren Tilgung im Kanzleibuch und Register. 
1464 December 3, Rom, St. Peter. 

Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 384 (B). Durchaus von einer Hand, ohne Pub- 
licationsnotiz. 

Ciampini 1. c. 31. 

Diese und die folgende Constitution sind von gleicher Hand und unter dem- 
selben Datum ins Kanzleibuch eingetragen. Folgt schon aus der Einleitung von 
No. XLVÜ. („Cum pridem . . . duxerimus revocandum"), dass die Bulle „Ula 
quorum" bereits einige Zeit früher erlassen war, so wird auch durch Pastor, 
Geschichte der Päpste 2,290 A. 1 und 632 Beilage No. 70 bestätigt, dass die 
Aufhebung des Abbreviatorencollegs spätestens bereits Anfang October 1464 er- 
folgt sein mus8. Der 3. December bedeutet demgemäss nur das Datum der 
gemeinsamen Eintragung ins Kanzleibuch. 

Paulus episcopus servus servorum dei ad perpetuam rei meinoriam. 

lila, quorum conditio urgente necessitate interdum mutata repe- 
ritur, ea postmodum cessante ad statum pristinum non indigne resti- 
tuuntur. Dudum siquidem felicis recordationis Pius papa II. predecessor 
noster ex certis tunc urgentibus causis novum septuaginta abbrevia- 
torum instituit officium et circa illius regimen et gubernationem non- 
nulla statuit et ordinavit, prout in suis litteris apostolicis inde con- 
fectis, quarum tenores de verbo ad verbum presentibus annotari feci- 
mus, plenius contiuetur, qui tales sunt: 

Pius etc. ad perpetuam rei memoriam. 

Vices illius etc. = o. No. XLIII. 
Quo salubrius etc. = o. No. XLIV. 

1. Postmodum vero, sicut domino placuit, dicto Pio predecessore 
rebus humanis exempto cum occasione dicti no.vi officii rumor maximus 
in dicta curia fieret: nos divina disponente dementia ad apicem summi 
apostolatus assumpti, attendentes quod cause, propter quas idem Pius 
officium ipsum instituerat, penitus cessaverant et quod illud in Romana 
curia [nec] a ) necessarium nee utile existebat, venerabili fratri nostro 
Guillermo episcopo Ostiensi et dilectis filiis nostris Joanni tituli sauete 
Prisce, Berardo tituli sanete Sabine et Nicoiao tituli sanete Cecilie 
presbiteris cardinalibus oraculo vive vocis commisimus, ut super pre- 
missis plenariam reeiperent iuformationem, nobis relaturi seriem facti 
et quomodo dignitati et honori dilecti filii nostri Roderici saneti 
Nicolai in Carcere Tulliano diaconi cardinalis moderni et pro tem- 
pore existentis sanete Romane ecclesie vicecancellarii ac dilectorum 

») fehlt B. 



190 HI* Constitutione8. 

filiorum abbreviatorum de parco maiori et etiam scriptorum litterarum 
apostolicarum, quibus propter institutionem dicti novi officii maxima 
fiebat iniuria, nee non commoditati omnium fere curialium nostrorum 
et ad ipsam curiam pro tempore venientium et etiam iudemnitati 
illorum, qui ad premissum officium fuerant admissi, debita cum honestate 
provideretur. 

2. Facta igitur nobis per eosdem cardinales commissarios relatione 
fideli et clarissime nobis constito institutionem dicti officii non fore 
eidem curie necessariam sed potius inutilem et scandalosam et non 
solum eisdem vicecancellärio abbreviatoribus de parco maiori et scripto- 
ribus litterarum apostolicarum verum etiam eunetis curialibus et ad 
ipsam curiam pro tempore venientibus maximum afferri preiudicium; 
ex premissis et certis aliis nobis notis legitimis et suadentibus causis 
pie memorie Benedicti XII. Martini V. Eugenii IV. Nicolai V. et 
Calisti 111. etiam predecessorum nostrorum Romanorum pontificum, 
quorum singuli auetoritatem Yicecaocellarii pro tempore existentis illesam 
conservarunt, vestigiis inherentes de predictorum fratrum consilio aueto- 
ritate apostolica tenore presentium motu proprio non ad ipsius Roderici 
vicecancellarii vel alterius super hoc nobis oblate petitionis instantiam 
sed honestatis et iustitie debito suadente institutionem dicti officii et 
de illo personis predictis per eundem Pium predecessorem faetas colla- 
tiones preinsertasque et alias quaseunque litteras inde confeetas cum 
omnibus et singulis in eis contentis clausulis ac processus habitos per 
easdem et inde secuta queeunque auetoritate apostolica tenore presen- 
tium ex certa scientia revocamus cassamus irritamus et annullamus 
ac nullius roboris vel momenti fuisse et esse decernimus ipsasque 
litteras de libro cancellarie ac registris litterarum apostolicarum et 
etiam camere apostolice et alibi ubieunque repperiantur penitus cassari 
et annullari volumus atque mandamus, decernentes illis ac processibus 
desuper habitis in iudicio vel extra nullam prorsus fidem adhibendam 
fore vel adhiberi debere. 

3. Prefatum vero Rodericum et pro tempore existentem sanete 
Romane ecclesie vicecancellarium nee non cancellariam apostolicam in 
pristinum et eundem statum, in quo erant, antequam littere preinserte 
emanarent, plenarie restituimus et reintegramus ac reponimus officiumque 
et facultatem distribuendi supplicationes ad prefatum Rodericum et pro 
tempore existentem vicecancellarium dumtaxat et null um alium speetare 
et pertinere auetoritate ac scientia premissis decernimus et illam sibi 
attribuimus; districtius inbibentes tarn datario nostro nunc et pro 
tempore existenti quam euieunque alteri a predicto vicecancellärio ac 
illi, cui ipse hoc duxerit committendum, ne de cetero audeat sibi ipsi 



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III. ConstitHtiones. 191 

vel alteri cuilibet distribuere supplicationes seu de huiusmodi distribu- 
tionibus se quomodolibet intromittere. 

4. Volumus insuper et mandamus , quod omnes supplicationes, 
postquam registrate fuerint, ad prefatum vicecancellarium dumtaxat, 
ut moritf est, fideliter deferantur; decernentes irritum et inane, quic- 
quid secus per quoscunque quavis auctoritate scienter vel ignoranter 
contigerit attemptari. Nulli ergo etc. 

Datum Rome apud Sanctum Petrum anno incarnationis dominice 
millesimo quadringentesimo sexageeimo quarto, tertio non. decembris, 
pontificatus nostri anno primo. 

L. Dathus. De curia. N. Bregeon. 

XLVU. 

Papst Paul II. verfügt, dass den von Pius II. ernannten Abbreviatoren trotz 
der Aufhebung des Collegs ihre Bezüge so lange auszufolgen seien, bis ihnen 
der zur Erlangung des Amtes an die päpstliche Kammer gezahlte Betrag zurück- 
erstattet sei. 

1464 December 3, Rom, St. Peter. 

Cod. Barberin. XXXV. b'9 p. 395 (B). Durchaus von einer Hand, anscheinend 
derselben, welche die voranstehende Bulle eintrug. 
Ciampini 1. c. 32. 

Paulus episcopus servus servorum dei ad futuram rei memoriam. 

Cum pridem ex certis rationabilibus et persuadentibus causis offi- 
cium septuaginta abbreviatorum per felicis recordationis Pium papam 
II. predecessorem nostrum olim institutum duxerimus revocanduin et 
annullandum: nos volentes, quod Ulis ex predictis abbreviatoribus, qui 
pro eorum ad huiusmodi officium admissione pecunias camere aposto- 
lice solverunt, fiat restitutio, auctoritate apostolica tenore presentium 
statuimus et ordinamus, quod usque ad annum a data presentium 
computandum et deinde ad beneplacitum nostrum donec et quousque 
summa ipsa pecuniarum ipsis abbreviatoribus persolvenda integre et 
absque aliqua diminutione ex predictis distributionibus percepta fuerit, 
ex omnibus et singulis litteris apostolicis tarn per cameram quam per 
cancellariam apostolicam etiam sine supplicatione expediendis preter- 
quam litteris iustitie etiam in forma humilibus, que taxate fuerint per 
illum, quem dilectus filius noster Rodericus sancti Nicolai in Carcere 
Tulliano diaconus cardinalis sancte Romane ecclesie vicecancellarius ad 
hoc pro tempore duxerit deputandum, una integra taxa, que abbrevia- 
tori litterarum apostolicarum, cui supplicatio distributa foret, deberetur, 
in solutionem huiusmodi convertatur; inhibentes districtius dilectis filiis 
abbreviatoribus litterarum apostolicarum expeditioni illarum assisten- 



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192 in. Constitutionen 

tibus et secretariis nostris nee non custodi cancellarie apostolice pro 
tempore existentibus, ne sub pena exeommunicationis litteras ipsas per 
eandem cancellariam vel cameram apostolicam, nisi prius per eundem 
deputandum computatorem signate fuerint, expedire quoquomodo pre- 
sumant, ac bullatoribus dietarum litterarum presentibus et futuris sub 
pena predieta ac privationis officii, ne litteris ipsis plumbum imprimant 
aut eas a predieta bullaria expediant vel absolvant, nisi prius littere 
predicte per eundem computatorem pro tempore deputatum ut premit- 
titur signate fuerint. Nulli ergo etc. 

Datum Korne apud Sanctum Petrum anno incarnationis domioiee 
millesimo quadringentesimo sexagesimo quarto, tertio non. decembris, 
pontificatus nostri anno primo. 

L. Dathus. S. de Spada. 

XLVIII. 

Paul II. befiehlt, dass auf Ausstattung und Schrift der päpstlichen Bullen 
grössere Sorgfalt verwendet werden solle. 

1465 Mai 2, Rom. 
Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 398. 

1 . Ut in scribendis litteris apostolicis, que ad diversas orbis partes 
deferuntur, pro dignitate mittentis decor debitus observetur : sanetissimus 
in Christo pater et dominus noster dominus Paulus divina Providentia 
papa seeundus mandat et preeipit omnibus et singulis litterarum earun- 
dem scriptoribus tarn presentibus quam futuris, ut litteras maiusculas 
sive capitales in prineipiis bullarum, illas presertim quibus nomen sue 
sanetitatis prenotatur, seeundum stillum curie impleant ita, ut tractus 
littere P et aliarum litterarum eiusdem nominis in circumferentiis im- 
pleatur incaustro sive attramento. 

2. Insuper mandat, quod littere apostolice scribantur in cartis sive 
membranis amplis et magnis seeundum diversitatem rerum cum decen- 
tibus spaeiis; ita quod in ipsis litteris non fiant multe rasure saltem 
nimium apparentes et difformes aut tertiam partem linee transcendentes. 

3. Mandat preterea, quod ipse bulle apostolice littera distineta 
pulchra et formata seeundum predictum stillum et non cursiva et in- 
culcata scribantur. 

4. Transgressores vero per publicationem presentis mandati com- 
moniti pro prima vice in decem florenis auri de camera muletentur, 
pro seeunda vero in triginta, pro tertia quadrimestri ab officio et 
emolumentis ipsius omuibus suspendantur. Quod si quarto transgressi 
fuerint, tanquam incorrigibiles et ex proposito delinquentes priventur 
officio. 



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III. Constitutiones. 193 

5. Quod quidem mandatum vult sua sanctitas per sancte Romane 
ecclesie vicecancellarium aut regentem cancellarie pro tempore inviola- 
biliter observari. 

6. Et nichilomiiius prohibet, litteras apostolicas, in quibus aliqua 
predictarum deformitatum apparuerit, quomodolibet per cancellariam 
vel cameram apoatolicam expediri. 

Placet et ita mandamus. P. 

Lectum et publicatum fuit suprascriptum mandatum Borne in 
cancellaria apostolica anno incarnationis dominice MCCCCLXV, in- 
dictione XIII, die vero secundamensis maii, pontificatus prefati domini 
nostri Pauli pape IL anno primo. a ) 

XLIX. 

Sixtus IV. verfügt die Abstellung von Missbräuchen, die sich bei der Führung 
des Supplikenregißtere eingeschlichen hatten. 

1472 Jänner 9, Rom, St. Peter. 

Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 420 (B). 

Die Art der Eintragung dieser Constitution ist zugleich ein Beleg dafür, 
dass man es mit der Führung des Kanzleibuchs nicht immer ganz genau nahm. 
Nach dem Context steht nämlich Folgendes: 

Fiat motu proprio et ex certa scientia de omnibus et ita 
mandamus et decernimus et b ) publicetur et describatur in can- 
cellaria. F. 

Et quod mandatum seu constitutio huius- 
modi valeat et duret imperpetuum. 

Et quod presentis supplicationis sola signa- 
tura sufficiat absque alia desuper confectione 
litterarum. 

Datum Rome apud Sanctum Petrum quinto id. ianuarii 
anno primo. 

Lecta et publicata fuit prescripta supplicatio sive consti- 
tutio Rome in cancellaria apostolica die sabbati XIIII mensis 
martii MCCCCLXXI, indictione Uli ab incarnatione 6 ), pontificatus 
domini Sixti pape IUI. anno primo. G. de Puteo. 

Etiamlectainaudientia die d )XVUIImen8isMarcii MCCCCLXXII. 

M. au dito r. 

Die Sache ist an sich einfach unverständlich, da in dem Fall wohl eine 
Beschwerde, nicht aber eine Supplik vorangegangen sein konnte und die Schreiber 
des Supplikenregisters kaum um verschärfte Massregeln gegen sich selbst ein- 
geschritten waren. Die Erklärung gibt die unmittelbar vorangehende Eintragung : 
dem Abt des Klosters „S. Antonii de Sancto Antonio ordinis S. Augustini Vien- 
nensiB diocesis 44 und den gesammten Vorstehern der Generalpreceptorien des 
Ordens wird gestattet, dass ihnen das Amt von Schiedsrichtern und Executoren 



fiat ut supra. F. 



») durchaus von einer Hand geschrieben. b ) so B statt ut. c ) so B 

statt ab incarnatione, indictione IUI. d ) von hier an andere Hand und Tinte. 

Tan gl , P&pstl. Kanzleiordxrangen. 1 3 

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194 HI. Constitutione s. 

durch päpstliche Bullen ebenso Obertragen werden könne wie den in der Con- 
stitution Bonifaz' VIII. „Statutum felicis" genannten geistlichen Würdenträgern. 
Der Context schliesst folgendennassen : 

Volumus insuper, quod presentes littere in cancellaria 
apostolica inter alias constitutiones extravagantes in certo 
libro dicte cancellarie descriptas tarn ad presentium quam 
futurorum notitiam describantuf. 

Nulli ergo etc. 

Datum Rome apud Sanctum Petrum anno incarnationis dominice millesimo 

quadringentesimo septuagesimo primo, quintodecimo kal. februarii, pontificatus 

nostri anno primo. 

Ja. de Rizonibus ) , , . . , . . . 

. , .„ i abbreviatores de parco maion.a) 

A. de Moncia ) r ' 

S. de Spada.*) 

Die Signatur bezieht sich also auf die dieser Bulle vorangegangene Supplik. 
Wahrscheinlich waren beide Constitutionen gleichzeitig in der Kanzlei publicirt 
und eingetragen worden, wobei man irrthümlich die um wenige Tage spätere 
Bulle zu erst copirte. 

Für die Chronologie ist von ganz bedeutendem Interesse der gleichzeitige 
Gebrauch verschiedener Stile in dem Gratial- und Justizbureau der päpstlichen 
Kanzlei, indem man in ersterem nach stilus Florentinus, in letzterem nach stilus 
communis rechnete ; die Indiction stimmt noch zu 1271. 

1. Cum, sicut ftequentibus et presertim clericorum pauperum querelis 
ac etiam proborum virorum fidedignis relatibus didicimus, ita iam 
scriptorum registri supplicationum per nos seu de mandato uostro 
signatarum excrevit insolentia, ut licet contra vetitum supplicationes 
eis ad registrandum distributas cum quinternis sibi assignatis pro 
celeriori, ut extimari possit, expeditione ad domos proprias publice 
deferant registraudas, tarnen illas per tres et plerumque quatuor quinque 
sex et plures interdum dies aliqui videlicet ex eis desidia et negli- 
gentia aliqui vero dolo et malitia differunt registrare nee non eas 
quibuslibet in dicto registro et extra publicant et ostendunt ac a dicto 
registro plusquam deceret se c ) absentant et, cum partes ipse conque- 
runtur, süperbe respondent, et sie auscultatores, magistri nuueupati 
eiusdem registri, copiarum commodis defraudantur ac ipse partes plurünis 
afficiuntur damnis laboribus et expensis: nos igitur in premissis opor- 
tune providere volentes, motu proprio et ex certa scientia omnes et 
singulos scriptores predictos sub exeommunicationis pena, quam contra- 
facientes ineurrere volumus ipso facto, monemus, quatenus de cetero 
supplicationes prefatas in registro dumtaxat loco quidem publico et ad 



») unter sich gleich, aber andere Hand und Tinte als der Context. 
b ) Schreiber des Contextes. c ) zweimal gesetzt, das erste Mal vor dicto 

registro. 



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III. Constitutiones. 195 

hoc deputato registrent nee extra exportent publicent vel ostendant, 
et supplicationes sibi una die per clericos ipsius registri distributas 
ultra duos dies sequentes registrare non differant nee mercedem aliam 
quam consuetam directe vel indirecte a quoquam exigant, falcem a ) 
quoque in aliis dicti registri offieiis nullatenus imponant. Et si forsan 
ipsi scriptores huiusmodi exeommunicationis sententiani, a qua nisi a 
Bomano pontifice absolvi posse nolumus, per XV dies, postquam illam 
ineurrerint, animo, quod absit, sustinuerint indurato: elapsis XV diebus 
prefatis eorum offieiis decernimus esse ipso facto privatos eaque vacare 
et per alios libere posse impetrari. 

2. Ad convincendum autem scriptores predictos de non registra- 
tura supplicationum ut premittitur prefatarum, ita quod alio proba- 
tionis adminiculo opus non sit, sufficere volumus libros predicti registri. 

3. Preterea, ut equa supplicationum registrandarum huiusmodi inter 
ipsos scriptores distributio fiat et commoditatem habeant registrandi: 
mandamus auscultatoribus sive magistris antedictis, quatenus per ipsos 
clericos eisdem scriptoribus supplicationes prefatas non per denarium 
tantum sed eum numerum, qui attentis signaturis et frequentia suppli- 
cationum sit aecomodus, et equaliter, maioribus scilicet supplicationibus 
cum minoribus compensatis, distribui nee non' registrum predictum 
bona hora de mane et post prandium aperiri et apertum per tempus 
congrugum et ipsis scriptoribus competens teneri faciant et pro- 
curent; quodque ipsi auscultatores in auscultandis supplicationibus pre- 
fatis, ut circa illarum expeditionem, postquam registrate fuerint, sint 
intenti, ac congruo et sufffeienti tempore in ipso registro presentes 
existant; ita quod nulla propter eorum absentiam dictis scriptoribus 
relinquatur excusatio, quod huiusmodi supplicationes tempore ordinato 
non fuerint expedite. 

Datum Eome apud sanetum Petrum quinto id. ianuarii anno primo. 



Sixtus IV. errichtet das von Pius II. begründete, von Paul II. aufgehobene 

Colleg der Abbreviaturen von Neuem und regelt Wirkungskreis und Bezüge 

derselben. _ T ^ «, « , 

1479 Januar 11, Rom, St. Peter. 

Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 520. 

Ciampini 1. c. 33. Bull. Rom. Ed. Taurin. 5,252. 

Die Original - Eintragung erfolgte, nach der Registraturnotiz zu schliessen, 

im Kammerregister. Im Kanzleibuch wurde die Bulle erst unter Alexander VI. 

») so B. 

13* 

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196 m* Constitutiones. 

nachgetragen. Sie steht zwischen den Eintragungen aus der Zeit Innocenz* VT1I. 
und jenen aus dem Pontificat Alexanders VI. und hat zum Schluas den Vermerk : 
De mandato sanctissimi domini nostri pape Alexandri pape VI. subscripsi. 

N. de Gottifredis custos. 
Für den Inhalt vgl. o. No. XLIH-XLVI. 

Sixtus episcopus servus servorum dei ad perpetuam rei memoriam. 

Divina eterni dei sapientia, que in sui dispositione non fallitur, 
non solum superiora et celestia sed etiam inferiora et humana miro 
ordine ratione perfecta et varietate decora disponit et ordinat, ut sin- 
gula queque licet operatione diversa mutua tarnen caritate et equitate 
inter ae coniuncta esse videantur, ut nulli ex rebus in supernis ter- 
renisque ministeriis ordinatis suos terminos egredi liceret. Qua con- 
sideratione predecessores nostri ßomani pontifices, ut verisimiliter credi 
potest, inducti ad queque certa ratione iubente inprimis ecclesiam dei 
universam, cuius Caput Bomana ecclesia esse dignoscitur, legibus con- 
stitutionibus moribus et decretis summa diligentia vigilantia indefessa 
et ordinatione irreprehensibili dirigere instituere et stabilire conati 
sunt. Quorum vestigia, quantum a nobis fieri potest, una cum fratri- 
bus nostris imitari satagentes prolapsa reducere excessiva corrigere 
defectus supplere errata emendare et omnia ad probatissimum ordinem 
et semitam rectam perducere omni studio vigilamus, sperantes in eo, 
a quo omne datum Optimum et omne donum perfectum affluenter 
procedit, quod conatus nostros adiuvare dignabitur. 

1. Dudum siquidem felicis recordationis Paulus papa secundus 
predecessor noster tempore sue assumptionis ad apostolatus apicem 
quandam ordinationem per recolende memorie Pium papam II. etiam 
predecessorem nostrum de septuaginta abbreviatoribus litterarum aposto- 
licarum certis de causis factam et ordinatam ex aliis causis iustis et 
honestis tunc animum predicti Pauli predecessoris moventibus, eisdem 
abbreviatoribus de certis pecuniis pro necessitate dicti Pii predecessoris 
ac eiusdem Romane ecclesie et provisione contra Turcos tunc imminente 
persolutis integra prius restitutione facta, revocavit et annullavit et 
assignata certa portione emolumentorum officii abbreviatorie scilicet 
venerabili fratri nostro Koderico episcopo Portuensi tunc sancti Nicolai 
in Carcere Tulliano diacono cardinali sancte Romane ecclesie vicecan- 
cellario pro quibusdam familiaribus suis iuxta arbitrium eiusdem vice- 
cancellarii nee non viginti florenorum auri de camera cuilibet ex 
dilectis filiis duodeeim abbreviatoribus de parco maiori, residuum vero, 
quod inde superexerescebat, in alios usus convertit. 

2. Nos vero, qui dicto Paulo predecessore sicut domino placuit 
de medio sublato fxiimus divina favente dementia in sede Petri collo- 



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III. Con8titutione8. 197 

cati, existimantes decere Komanum pontificem omni tempore et pre- 
cipue in assumptione sui apostolatus magna liberalitate uti, dictam 
partem, quam predictus Paulus predecessor in alios usus converterat, 
dicto vicecancellario et locumtenenti suo ac referendario commissionum 
nee non eisdem de parco maiori ac diversis tarn abbreviatoribus quam 
aliis curialibus nostris quoque et venerabilium fratrum nostrorum 
sanete Bomane ecclesie cardinalium familiaribus ad arbitrium et dis- 
cretionem dicti Eoderici vicecancellarii distribuendam liberaliter remisi- 
mus et condonavimus. Que quidem donatio additis quinque florenis 
similibus pro quolibet ex dictis abbreviatoribus de maiori presidentia 
per septem annos continuos integraliter et sine diminutione effectum 
sortita extitit. Que quidem omnia sie per ipsum vicecancellarium distri- 
buta ac dispensata grata et rata habuimus, quemadmodum etiam tenore 
presentium approbamus et approbata esse volumus. 

3. Nuper vero propter pestilentiam, que urbem Bomanam et loca 
circumvicina estate proxima vexavit, et propter arma bellica que neces- 
sario licet inviti contra hostes ecclesie suseipere coacti fuimus et ob 
varias temporum difficultates cessantibus et diminutis magna ex parte 
emolumentis et proventibus officii abbreviatorie huiusmodi, cum aliis 
abbreviatoribus huiusmodi emolumenta in cancellaria pereipere con- 
suetis non fuerint a quibusdam mensibus citra stabilita salaria perso- 
luta diversa, clamores iurgia ac qu&mplurirne querele ad nos perlata 
fuerunt. 

4. Nos igitur considerantes, quod si aliquis certus abbreviatorum 
numerus sub iustis et honestis condicionibus habita etiam personarum 
consideratione institueretur , per quos negotia cancellarie apostolice 
expedirentur et ordo debitus in expeditione litterarum apostolicarum 
rectius observaretur ipsique abbreviatores honore premioque allecti ad- 
hibita exercitatione peritiores inposterum efficerentur, ex quo apostolice 
sedis et cancellarie predicte honori atque auetoritati et partium com- 
moditati magis consuleretur, super hiis cum Boderico vicecancellario 
et aliis fratribus nostris predictis communicato consilio de prefati 
Eoderici et fratrum nostrorum eorundem consensu omnes et singulas 
portiones et assiguationes dictorum emolumentorum ac aliorum quorum- 
eunque dispositionem, quas tarn dictus Bodericus vicecancellarius quam 
eius locumtenens et referendarius commissionum et alii omnes tarn de 
prima presidentia quam de minori parco et alii in certis rotulis de- 
scripti et describi soliti hactenus pereeperunt, ac omnia et singula 
litteras constitutiones ordinationes dispositiones concessiones statuta 
privilegia et indulta apostolica queeunque a nobis seu predecessoribus 
nostris Eomanis pontifieibus sub quibuseunque verborum formis et 

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198 HI- Constitutione 8. 

expressionibus cum quibuscunque etiam fortioribus et insolitis ac deroga- 
toriarum derogatoriis clausulis, etiam si de illis eorumque totis tenoribus 
specialis specifica et expressaac de verboadverbum mentio habendaforet, 
super premissis portionibus et earum assignatione hactenus emanata 
et presentibus litteris nostris et eorum effectui quomodolibet contraria, 
que presentibus haberi volumus pro expressis, cassantes irritantes sup- 
primentes et penitus extinguentes ac pro nullis et infectis haberi 
volentes de dictis officiis et emolumentis abbreviatorie ordinationem 
facimus infrascriptam, quam perpetuo futuris temporibus stabilem esse 
et ab omnibus inviolabiliter observari volumus et mandamus. 

5. Inprimis suifragante divino spiritu et conscientie puritate previa 
auctoritate apostolica tenore presentium de expresso dictorum fratrum 
consilio atque assensu ac plenitudine potestatis hac irreftagabili con- 
stitutione statuimus decernimus et ordinamus, quod de cetero perpetuis 
futuris temporibus in cancellaria apostolica preter alios eiusdem offi- 
ciales sint et esse debeant septuaginta duo abbreviatores dumtaxat, 
inter quos duodecim presidentes de parco maiori, viginti duo de parco 
minori, reliqui vero examinantes litteras in prima visione abbreviatores 
nuncupentur et existant et etiam unum collegium invicem constituant, 
preter quos nulli liceat in huiusmodi abbreviatorie officio litteras 
apostolicas signare; qui Romano pontifici et ipsi Roderico ac vicecan- 
cellario pro tempore existenti dumtaxat et nemini alteri subsint. Et 
eorundem septuaginta duorum abbreviatorum officia cum quibusvis aliis 
officiis Romane curie et cancellarie apostolice predicte incompatibilia 
nullatenus censeantur, sed possint per unum et eundem cum quibusvis 
etiam pluribus aliis dicte curie officiis absque indulto et dispensatione 
qualibet libere retineri. Nee admittantur ad illa nisi probi viri et in etate 
decenti constituti ac in exercitio abbreviatorie instrueti vel qui sint 
idonei et apti ad hoc instruantur, habitum honestum ad instar scripto- 
rum deferentes et seeundum eorum et cuiuslibet ipsorum sufficientiam 
oecurente vacatione ad primum examen et de primo examine sive de 
prima visione ad minorem parcum et de illo ad presidentiam de parco 
maiori alias iuxta ordinationes pie memorie Benedicti pape XII. et 
Callisti III. Romanorum pontificum etiam predecessorum nostrorum 
assumantur et in assumptione locorum pro tempore vacantium qui- 
busvis aliis, qui de dicto collegio non forent, ceteris paribus preferantur. 

6. Et quod emolumenta dictorum abbreviatorum sint una taxa 
equalis taxe, que datur pro grossa dietarum litterarum apostolicarum 
scriptoribus pro quibusvis litteris, qua» per cancellariam eandem aut 

5. Vgl. o. No. XLI. Eine Bulle Benedicts XII. für die Abbreviaturen ist 
nicht bekannt. 



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HL Constitutiones. 199 

cameram seu alias quomodolibet pro tempore expediri continget cum 
supplicatione vel sine etiam super consistorialibus ecclesiarum et 
monasteriorum ac aliorum quorumcuuque beneficiorum absque tarnen 
nostrorum et dicte sedis notariorum de numero participantium existen- 
tium ac eiusdem cancellarie senescalli pro tempore existentis ac ipsius 
senescallie provisionibus preiudicio et illas concernentibus litteris sine 
supplicatione, de iustitia communiter appellatis ac per dilectos filios 
secretarios nostros de emolumentis cancellarie predicte participantes 
expedire debitis et consuetis, duntaxat exceptis. 

7. Et exigantur in communi per tres ex dictis abbreviatoribus, 
quorum unus per abbreviatores maioris presidentie secundum ordinem 
eorum, alii vero duo per reliquos abbreviatores cum onere tenendi 
tres libros computorum singulis mensibus cum salariis pro de parco 
maiori quinque, pro aliis vero duobus deputandis trium florenorum 
similium pro quolibet ipsorum duorum deputentur et colligantur et in 
ipsis libris more solito fideliter annotentur iuramento per ipsos prestito 
in manibus prefati vicecancellarii vel eius locumtenentis de fideliter 
exercendo officium suum et de collecta pecunia integre persolvenda et 
reddenda dimissis pro labore abbreviatorum grossis quinque, prout 
hactenus consuetum füit, qua summa quinque grossorum contenti esse 
debeant et nihil ultra percipere; declarantes et volentes, quod pecunie 
ipse sie collecte in primo mense apud illum de parco maiori in aliis 
vero duobus mensibus apud ipsos duos alios ut supra deputatos a col- 
legio successive remaneant et fideliter conserventur. 

8. Et in fine cuiuslibet mensis distributiones et emolumenta pre- 
dicta per ipsos receptores diligenter et fideliter deductis salariis et aliis 
oneribus pro tempore taliter dividantur et assignentur: videlicet ex 
omnibus pecuniis ut supra collectis quilibet de parco maiori unam et 
dimidiam et singuli ex aliis unam tantum partem habeant, ut puta si 
quilibet ex aliis preterquam de parco maiori sex, singuli de maiori 
presidentia abbreviatores prefati novem florenos percipiant; mandantes 
de mense in mensem predictum ordinem et modum in colligendis ser- 
vandis et distribuendis pecuniis ipsis fideliter et inviolabiliter continuari 
et observari debere. 

9. Nee pretextu cuiusvis mandati de expediendo huiusmodi litteras 
gratis et in officio eorundem abbreviatorum quavis consideratione per 
nos et sedem apostolicam etiam motu proprio et ex certa scientia et 
sub quibusvis censuris et penis ecclesiasticis seu peeuniariis pro tem- 
pore concessi ab huiusmodi taxe exaetione abstinere et mandatis huius- 
modi parere teneantur quoquo modo nee sub censuris predictis vigore 
dictorum mandatorum comprehendantur preterquam nostrorum et dicti 



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200 III. Constitutione 8. 

Koderici et pro tempore existentis vicecancellarii familiarium continuoruin 
commensalium ac illorum, qui ex privilegiis hactenus observatis vel 
consuetudine gratis expedire cousueverunt. 

10. Supplicationes quoque per nos et successores nostros Romanos 
pontifices in nostra et eorum preseutia seu alias quomodolibet signate 
per magistros et clericos registri earundem sub excommunicationis late 
sententie et officiorum, que in eodem registro obtinent, privationis 
pena eo ipso incurrenda ad predictum Rodericum episcopum et pro 
tempore existentem vicecancellarium vel eius absentia dicti vicecancel- 
larii locumtenentem deferantur et per eum, si hoc facere voluerit, vel 
per distributorem per dictum vicecancellarium pro tempore ex numero 
dictorum septuaginta duorum deputatum cum salario sex ducatorum 
similium iuxta rerum difficultates et materiarum exigentiam sub ex- 
communicationis pena et dicti salarii sui privatione dictis septuaginta 
duobus abbreviatoribus et non alii servata iustitia et equalitate iuxta 
formam perceptionis emolumentorum, videlicet quaudo uni ex aliis due, 
abbreviatori de prima presidentia tres tantum supplicationes distri- 
buantur et abbreviatoribus, quibus distribute fuerint, omni fraude et 
dolo cessantibus consignentur, descriptis prius et annotatis dictis distri- 
butionibus in duobus libellis per ipsum distributorem deputatum, quorum 
unum in domo dicti vicecancellarii, ubi dicta cancellaria pro tempore 
tenetur, ut omnibus patere possit, alterum apud se tenere et conser- 
vare debeat; declarato tarnen, quod ipse distributor pro tempore sibi 
ipsi minime distribuere possit. 

11. Et ut abbreviatores ipsi tarn de parco minori quam de prima 
visione ad huiusmodi exercitium examinandi litteras in prima visione 
digne et laudabiliter exequendum facilius alliciantur, quod de qualibet 
littera, quam in prima visione examinaverint, unum Turonensem acci- 
pere possint et habere debeant pro labore, ita tarnen, quod gratiosa 
et executoria desuper littere quoad hoc pro una bulla reputentur et 
unus dumtaxat grossus duobus ex eis illas signantibus exsolvatur. 

12. Item statuimus et ordinamus, quod nullus dictorum abbrevia- 
torum tarn maioris quam minoris presidentie ab aliquo abbreviatore 
minutas suas per se conficiente, nisi minuta ipsa sit omnino male 
composita vel difficilis admodum correctionis, pro correctione cuiuslibet 
minute et illius iudicatura ac expeditione ultra tres grossos recipere 
non debeat; ita tarnen, quod expeditionem eius non audeat quovis 
modo sine rationabili causa recusare et tarn littere gratiose quam exe- 
cutorie ut sunt pro unica minuta et expeditione computentur. De 
provisionibus vero consistorialibus consuetum duorum similium flore- 
norum de taxa ipsis abbreviatoribus ut supra solvenda computandorum 



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III. Constitutione 8. 201 

abbreviatores de prima presidentia prefati pro ipsarum minutis et ex- 
peditione percipient salarium. 

13. Et quia sine divina gratia nihil feliciter procedere potest, ad 
illam impetrandam quod omnes abbreviatores de numero septuaginta 
duorum huiusmodi habeant unam capellam et altare portatile, super 
quo in domo vicecancellarii in loco ad hoc congruo et honesto missam 
omnibus diebus, quibus ipsa cancellaria tenebitur, cum cöllecta semper 
pro Eomano pontifice que incipit „Deus omnium fidelium pastor et 
rector famulum tuum Sixtum" etc. celebrari faciant. 

14. Quodque abbreviatoribus, qui cedentibus vel decedentibus ali- 
quibus ex infrascriptis, quos in abbreviatores litterarum predictarum 
hac vice una cum Roderico vicecancellärio recipimus et collegio pre- 
dicto iuxta ordinem descriptionis eorum, que infra fiet, aggregamus et 
aliis qui pro tempore erunt abbreviatoribus dicti collegii eorum loca 
et officia alias quomodolibet dimittentibus illi, qui ad collegium ipsum 
loco cedentium vel decedentium aut dimittentium admittentur, quatuor 
florenos auri de camera pro dicta capella seu capellano et preter illos 
pro iocalibus et eorum receptione ad officium ipsum ducatos sex, quo- 
rum duos vicecancellarius et reliquos quatuor ducatos distributor et 
deputati prefati ad pecunias colligendas similiter quilibet unum per- 
cipiant. Et similiter pro concessione Qiusdem officii, quam a nobis vel 
sede apostolica vel vicecancellärio pro officiis, que ad eius dispositionem 
spectabunt, obtinebunt, dum per liberam resignationem illa obtinen- 
tium vacabunt, medietatem eius, quod pro simili concessione officii 
scriptorie scriptores persolvunt, Eomano pontifici aut vicecancellärio, 
a quo concessionem ipsam habebunt, id est florenos similes quinqua- 
ginta dumtaxat solvere et non ultra teneantur. Et tarn illi quam 
primitus admissi etiam de eadem maiori presidentia de eorum emolu- 
mentis et officiis prout scriptores huiusmodi de suis disponunt, dispo- 
nere illaque resignare libere et licite possint; nosque et successores 
nostri ac ipse Rodericus et vicecancellarius pro tempore existens resigna- 
tiones sive cessiones huiusmodi admittere et illia, in quorum favorem 
resignationes sive cessiones ipse facte fuerint, de huiusmodi officiis 
providere teneantur. 

15. Et insuper, quod omnes et singuli tarn p residentes quam de 
minori parco et ordinarii abbreviatores huiusmodi omnibus et singulis 
constitutionibus statutis ordinationibus privilegiis gratiis immunitatibus 
exemptionibus libertatibus declarationibus prerogativis antelationibus 
concessionibus favoribus et indultis quibuscunque gaudeant potiantur 
et utantur pariformiter et absque ulla differentia sicuti dictarum litte- 
rarum scriptores prefati etiam quoad hoc, ut familiäres nostri et suc- 



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202 HJ- Conetitutiones. 

cessorum nostrorum Romanorum pontificum perpetuo et in quibus- 
cunque litteris apostolicis tales etiam magistri nominentur et pro tali- 
bus ubilibet habeantur et littere apostolice gratiam et iustitiam con- 
cernentes pro duodecim presidentibus de parco maiori iuxta eorum 
privilegia, pro dictis vero de novo creatis septuaginta abbreviatoribus 
gratis etiam in Omnibus officiis pro personis ipsorum dumtaxat expe- 
diantur sicutf et eo modo, quo expediuntur littere eorundem scriptorum, 
extendentes ea omnia ad prefatos septuaginta duos abbreviatores et 
mandantes et sub penis et censuris in Ulis contentis etiam quoad pre- 
dictos septuaginta duos abbreviatores firmiter observari in omnibos et 
per omnia, ac si illa dictis septuaginta duobus abbreviatoribus de verbo 
ad verbum concessa forent. Concedentes insuper plenam et liberam 
facultatem ac de uberioris dono gratie indulgentes dictorum septua- 
ginta dnorum abbreviatorum collegio statuta et ordinationes ac que- 
cunque alia ipsius collegii et abbreviatorum eorundem commodum 
decus quietem et directionem pro tempore concernentia condendi et 
ordinandi; decernentes harum serie huiusmodi ipsorum abbreviatorum 
ordioationes et statuta licita tarnen et honesta pro tempore facta 
plenam roboris firmitatem perpetuis temporibus obtinere et ab ipsis 
Omnibus firmiter observari debere; et quod transumptum sive tenor 
presentium litterarum et cuiuslibet partis eahmdem et privüegiorum 
scriptorum predictorum pari modo quo tenor litterarum cancellarie 
indigentibus detur et illi stetur in iudicio et extra, prout tenori regu- 
larum earundem stari consuevit; liceatque singulis abbreviatoribus pre- 
dictis in sacris ordinibus non constitutis pro tempore existentibus 
matrimonium etiam cum viduis absque alia dispensatione seu licentia 
sedis predicte libere contrahere. 

16. Porro quia de taxa litterarum apostolicarura, que expediuntur 
per cameram prefatara, septuaginta duo abbreviatores notitiam forsan 
habere non poterunt plenariam: volumus, quod littere predicte, de 
quibus taxa huiusmodi solvenda esset, sine subscriptione infra plicam 
bulle circa medium per duos correctores pro tempore deputatos expe- 
dite viribus careant; districtius inhibentes tarn referendariis secretariis 
plumbatoribus registratoribus magistris in registro scribis et notariis 
etiam camere apostolice quam aliis quibuscunque officialibus nostris 
et dicte sedis pro tempore existentibus sub excommunicationis late 
sententie, a qua absolvi non possint nisi per Romanum pontificem et 
in mortis articulo constituti satisfactione previa, et emolumentorum 
suorum officiorum privationis penis, ut litteras huiusmodi sicut pre- 
fertur non signatas nullatenus admittant sive expediant, sed illas illico 
ad deputatos predictos signandas remittant. 



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III. Constitutione 8. 203 

17. Et cum predictu8 Rodericas episcopus*) et vicecancellarius, 
qui eiusdem ecclesie vicecancellariatus officium multis annis eximia 
virtute solertissima et exactissima diligentia laudabiliter gubernavit et 
ecclesiam ipsam pluries etiam propriis facultatibus non parcendo adiuvit 
ac cuius personam ob eius preclara merita in nos et dictam sedem 
collata etiam iu hac temporum difficultate aliis in rebus, prout nobis 
et eisdem venerabilibus fratribus nostris visum est, peramplius recom- 
pensare intendamus, pronunc tarnen, ne ex ordinatione huiusmodi, in 
quam ipse ut prefertur consensit, nimium dispendium patiatur, eius 
indemnitati aliqualiter consulere volentes et ne pro eo, quia ad eun- 
dem Rodericum episcopum et vicecaucellarium etiam ex concessione 
nostra omnium dicte cancellarie officiorum correctorie et scriptorum 
ipsarum litterarum necnon notariorum eiusdem sedis officiis dumtaxat 
exceptis libera dispositio pertinere dignoscatur, contingat in dubium 
revocari, an ipse de huiusmodi abbreviatorie officiis utpote noviter 
modo predicto per nos ordiaatis post factam sibi per nos concessionem 
predictam disponere debeat, providere volentes, de similibus consilio 
et assensu fratrum predictorum volumus et auctoritate predicta etiam 
statuimus et ordinamus, quod ipsius ßoderici episcopi et vicecancellarii 
in* cancellaria predicta locumtenens, qui expeditioni earundem litterarum 
vacat et ipsius ßoderici episcopi et vicecancellarii plerumque ad id 
vacare impediti in ipsa expeditione vices gerit, unum, et unus ex refe- 
rendariis causarum commissionum, qui commissiones ipsas examinat 
diligenter et illarum vim et effectum eidem Roderico episcopo et vice- 
cancellario fideliter refert et de eius nomine et vice nonnunquam 
signat et signatarum per nos commissionum seu in presentia nostra 
et pro tempore existentis Romani pontificis signaturas extendit, nunc 
et pro tempore existentes aliud ex dictis septuaginta duobus abbrevia- 
torie officiis pro quolibet eorum obtineant et percipiant unam pro 
quolibet portionem emolumentorum earundem equalem aliis portionibus 
aliorum preterquam de prima presidentia abbreviatorum predictorum 
possintque ab officio et emolumentorum perceptione huiusmodi pro 
solo ipsius Roderici episcopi et vicecancellarii aut alterius ad hoc ab 
eo specialiter deputati nutu amoveri et alii eorum loco subrogari toties, 
quoties sibi videbitur et placebit ; et quod dilectorum filiorum magistrorum 
Joannis de Borgia correctoris, Nicolai de Castello, Ferrarii de Gualdis, 
Gregorii de Puteo, Nicolai Bregeonis et Alberti Roch numero sex de 
maiori presidentia ac de minori parco Septem scilicet Lodovici Podo- 
catharis, Laurentii de Mancinis, Joannis Andree de Regio, Jacobi 



a ) Der Satz ist ein Anacolut, da zu „et cum predictus Rodericus episcopus" 
das Prädicat fehlt. 



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204 III. Constitutionee. 

Botafoco, Stephani de Caciis, Joannis Yictoris et Francisci de Arianis 
de Parma nee non octo examinantium in prima visione scilicet Fran- 
cisci de Maximis, Hieronymi Pauli, Jacobi Fiella, Joannis de Rio, 
Petri Leopard i, Jacobi Casanova, Joannis Lopis et Francisci Gaufi ab- 
breviatorum earundem litterarum abbreviatorie officia et loca dum per 
cessum vel decessum aut promotionem privationem seu quamvis dimis- 
sionem predictorum et aliorum quorumeunque, qui officia et loca ipsa 
pro tempore obtinebunt ad liberam ipsius Roderici episcopi et pro 
tempore existentis vicecancellarii dispositionem pertineant possitque et 
debeat ipse Rodericus episcopus et pro tempore existens vicecancellarius 
aut per eum ad hoc specialiter deputatus illorum resignationes reeipere 
et admittere ac per suas litteras suo sigillo pendente munitas de Ulis, 
dum pro tempore qualitercunque vaeaverint, per se ipsum seu eius 
locumtenentem seu ad hoc ab eo speciale mandatum habentem per- 
sonis idoneis providere et exigentibus personarum meritis et sufficientia 
super earundem personarum, quibus ipse providerit de huiusmodi offi- 
ciis et locis requisitarum qualitatum defectibus cum sibi placuerit aut 
deputando huiusmodi dispensare cum eisdem personis ad ipsa officia 
et loca obtinenda non obstantibus predictorum Benedicti et Callisti 
litteris prefatis sufficienter habilitare; et illi, quibus de eisdem offieiis 
et locis ipse Rodericus episcopus et pro tempore existens vicecancel- 
larius seu deputandus duxerit suis litteris providendum, ad officia et 
loca ipsa absque aliqua alia pro visione reeipiantur et admittantur ; ita 
quod dicte littere predicti Roderici episcopi seu ad hoc ab eo specia- 
liter deputandi vel pro tempore existentis vicecancellarii quas absque 
aliarum litterarum apostolicarum desuper conficiendarum expeditione 
perpetue firmitatis robur obtinere decernimus, iis quibus officia ipsa 
et loca concesserit et assignaverit plenissime et per omnia valeant et 
suflragentur, ac si super iis offieiis et locis littere apostolice confecte 
et expedite fuissent ; quodque reeepti ad officia et loca, ad que reeepti fuerint, 
suo ordine collocentur. Sicque continuo per ipsum Roder ic um episcopum 
et pro tempore existentem vicecancellarium absque contradictione qua- 
libet observetur; decernentes de similibus consilio et assensu fratrum 
predictorum, quiequid secus super hiis ad predicti Roderici episcopi et 
pro tempore existentis vicecancellarii dispositionem ut premittitur 
speetantibus offieiis etiam a nobis aut successoribus nostris Romanis 
pontifieibus pro tempore existentibus absque expresso predicti Roderici 
episcopi et pro tempore existentis vicecancellarii consensu contingeret 
attemptari, irritum et inane nulliusque roboris vel momenti existere. 
18. Reliquorum vero, quorum nomina et cognomina etc. et eorum 
loco per quameunque vacationem seu aliam dimissionem ad huiusmodi 



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III. Constitution es. 205 

officia substituendorum officiorum et loconun abbreviatoris et litte- 
rarum huiusmodi dispositio ad nos et pro tempore existentem Romanum 
pontiiicem pertineat, ita ut idem Rodericus episcopus et vicecancellarius 
etiam pretextu per nos sibi dudum generaliter concesse facultatis pre- 
dicte disponendi de locis ac officiis cancellarie predicte de ipsorum 
reliquorum abbreviatorie officiorum ad nos ut prefertur pertinentium 
dum vacabant, dispositiones nequeant impedire. Non intendentes tarnen 
facultati predicte propter hoc aut ex eo, quod ipse Rodericus episcopus 
et vicecancellarius ea forsan hactenus usus non foret, in aliquo dero- 
gatum censeri, immo Heere sibi cum voluerit ea quam presentium 
tenore äibi pro potiori cautele suflragio iuxta litterarum nostrarum 
desuper continentiam atque formam de eorundem fratrum consilio et 
assensu etiam de novo ad veriorem cautelam concedimus, cum sibi 
placuerit, libere uti. 

19. Et ut premissa omnia saltem metu pene firmius et validius 
observentur: omnibus et singulis, quos presens tangit negotium, etiam 
sub pena exeommunicationis preoipimus et mandamus, quatenus pre- 
missa omnia et singula, prout superius continentur, sublata eis qua- 
eunque alia interpretandi facultate et auetoritate inviolabiliter observentur, 
mandantes ipsi Roderico episcopo et pro tempore existenti vicecancel- 
lario, ut omnia predieta sub penis arbitrio suo ferendis faciat ab 
omnibus inviolabiliter observari. 

20. Decernentes presentibus nostris litteris et earum singulis per 
quaseunque alias litteras seu mandata apostolica nullatenus in aliquo 
derogatum censeri, nisi littere et mandata derogatoria huiusmodi con- 
sistorialiter de aimili fratrum nostrorum consensu fuerint expedita — 
non obstantibus premissis ac constitutionibus et ordinationibus aposto- 
licis neenon omnibus illis, que in dictis litteris et privilegiis scripto- 
ribus ipsis concessis voluimus non obstare ceterisque contrariis quibus- 
eunque. Nulli ergo etc. 

Datum Rome apud Sanctum Petrum anno incarnationis dominice 
1478 tertio id. ianuarii pontificatus nostri anno oetavo. 
GrifFus. Sinolphus. 
Registrata in camera apostolica. 6. Blondus. 



LI. 

. Sixtus IV. befiehlt, grössere Sorgfalt auf die Schrift der päpstlichen Bullen 
zu verwenden und verschärft die diesbezüglich bestehenden Straf bestimmungen. 

1481 Juni 9, Rom. 
Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 497. ( B.) 



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206 HI. Constitutiones. 

1. Cum sicut accepimus plerique apostolicamm litterarum scriptores 
incuria et negligentia quadam litteras ipsas incorrecte adraodum ac 
incomposite et iuvenuste contra laudabilem cancellarie apostolice con- 
suetudinem scribant, propter quod tarn no&tro et apostolice sedis quam 
eorundem scriptorum honori et, quod deterius est, ipsarum litterarum 
fidei et auctoritati plurimum detrahitur, cum ille propter incorrectionem 
et deformationem caracterum nee non stili inobservantiam merito apud 
plerosque suspecte reddantur: nos volentes super hiis de oportuno 
remedio providere, motu proprio venerabili fratri nostro Koderico epi- 
scopo Portuensi sanete Romane ecclesie vicecancellario nee non modernis 
et pro tempore existeutibus in cancellaria apostolica eiusdem vicecan- 
cellarii locumtenenti nee non assistentibus eisdem in expeditione earun- 
dem litterarum ac eiusdem cancellarie senescallo per presentes districte 
mandamus, quatenus vicecancellarius et eius locumtenens litteras pre- 
dietas per scriptores predictos pro tempore scriptas, nisi correcte et 
composite ac iuxta stilum eiusdem cancellarie Scripte fuerint, nullo 
modo admittant, ipsique assistentes [vel] a ) senescallus, cum littere ipse 
incorrecte et incomposite huiusmodi sibi presentate fuerint, nullatenus 
eas expediendas prefato vicecancellario seu locumtenenti huiusmodi 
presentent, sed ipsos penitus reiciant et expensis scriptorum, qui eas 
male scripserint, rescribi faciant. 

2. Et nichilominus vicecancellarius et regens prefati, postquam eos- 
dem scriptores, ut correcte composite et seeundum predictum stilum 
scribant, monuerint, scriptores ipsos b ), qui id non fecerint, eos et eorum 
quemlibet ab emolumentis officii litterarum earundem per tempus, de 
quo eis videbitur, suspendant et alias in premissis etiam peeuniariis 
penis per eos adiectis ac irremiseibiliter exigendis capelleque dictorum 
scriptorum applicandis provideant, super quibus omnibus plenam et 
liberam ipsis damus potestatem. 

3. Et nichilominus, ut supradieta realiter executioni demandentur ; 
predictis vicecancellario ac eius locumtenenti iniungimus, assistentibus 
vero et senescallo sub exeommunicationis pena, quam contrafacientes 
eo ipso ineurrant, mandamus, ut presens nostrum mandatum et in eo 
contenta observent et ab aliis observari omnino faciant nee litteras 
per eosdem scriptores male ut premittitur scriptas admittant et expe- 
diaut, sed rescribendas expensis eorum efficiant ; quos quidem scriptores 
contrafacientes, si puniti per supradictos non fuerint, nichilominus 
exeommunicationis et peeuniarum ac alias penas predietas eo ipso in- 
currisse absque alia monitione declaramus in contrarium facientes; non 
obstantibus quibuseunque. 

») fehlt B. b) ipsi B. 

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III. ConBtitutiones. 207 

Placet motu proprio et mandamus. F. 

Lectum et publicatum fuit suprascriptum mandatum Rome in 
cancellaria apostolica, die sabbati nona mensis iunii, anno domini 
MCCCCLXXX1, pontiiicatus sanctissimi domini nostri domini Sixti pape 
quarti anno decirao.*) 

LH. 

Sixtus IV. errichtet ein Colleg von 100 Sollicitatoren, deren Aufgabe es sein 
solle, die Expedition der päpstlichen Bullen zu betreiben, und regelt die Bezüge 
des neuen Amtes. 

1482 Juni 13, Rom, St. Peter. 
„Romanus pontifex". 

Cod. Corsinian. 874 fol. 1-10 b. XVII. (C.) Cod. Bibl. Vittorio-Eman. ^^ 

fol. 1-10. s. XVII. (S.) Sessor.232 

Die Abschrift der Bulle, von der ich mir selbst nur Auszüge gemacht hatte, 
verdanke ich der Güte des Herrn Dr. Michael Mayr. 

Ich gebe von der überlangen Constitution mit Verkürzung des rein phrasen- 
haften Theils nur das sachlich Wichtige in vollem Wortlaut. 

1. Da die Procuratoren, deren Aufgabe es ist, die Erledigung der Gratial- 
sachen zu betreiben, theils ihrer Aufgabe nicht gewachsen sind, theils aber die 
ihnen übertragenen Angelegenheiten absichtlich verschleppen und die Kosten 
ihren Auftraggebern höher anrechnen, erscheint es zweckmässig, im Verbände 
der Kanzlei selbst ein Colleg zu errichten, dem die Sorge für die Erledigung der 
Gratialsachen obliegen solle. 

2. Nos igitur habita super his cum venerabilibus fratribus 

nostris et presertim Roderico episcopo Portuensi, sanete Bomane eccle- 
siae vicecancellario, qui eiusdem ecclesiae vicecancellariatus officio multis 
annis eximia virtute solertissima et exaetissima diligentia laudabiliter 
prefuit, deliberatione matura de illorum consilio et ex nostra scientia 
in prefata curia et illius cancellaria apostolica unum officium, quod 
sollicitatorum litterarum apostolicarum officium nuneupetur et perpetuis 
futuris temporibus vigeat, eadem auetoritate apostolica presentium 
tenore instituimus creamus et ordinamus. 

3. Die Zahl der Sollicitatoren soll 100 betragen ; 25 davon soll der Vice- 
kanzler ernennen „ad quem de concessione nostra officiorum omnium dicte can- 
cellariae — correctoriae scriptoriae ac notariorum sedis apostolice offieiis solum 
exceptis — libera dispositio pertinere dignoscitur", die Übrigen der Papst. 

4. Sie sollen ein Colleg bilden gleich dem der Scriptoren und Abbrevia- 
toren, gleich diesen familiäres des Papstes sein und bezüglich der Anwartschaft 
auf Pfründen und der kostenfreien Erlangung päpstlicher Bullen dieselben Vor- 
rechte gemessen. 

5. Debeant quoque sollicitatores ipsi ratione officii memorati solli- 
citare omni eis possibili diligentia et celeritate signaturam supplica- 
tionum expeditionem litterarum quarumeunque apostolicarum gratiam 



») Durchaus von einer Hand. 

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208 HL ConBtitutiones. 

vel iustitiam aut utrumque nrixtim concernentium, que pro tempore 
expedientur tarn per cameram secretam quam prefatam cancellariam, 
et tarn super provisionibus consistorialibus quam aliis quibuscunque, 
illis que de curia ut de miuori ac in forma humilibus maiori iustitia 
sine supplicatione nuncupantur literis dumtaxat exceptis, singulis die- 
bus, quibus cancellaria tenebitur, comparere et in loco eis assignando 
per dictum vicecancellarium et in numero de quo ei videbitur officio 
pr$dicto vacare et, ne ab aliis, quos liter$ ipse concernunt, in officiis 
ad que defFeruntur aliquid indebite extorqueant, vix accurate prospicere 
et ab omni dolo fraude malitia et negligentia nee non commissorum 
ab eis sollicitandi negotiorum presertim impetrationis beneficiorum 
ecclesiasticorum pro tempore vacantium verbo nutu vel signo ultra 
quam expediat in detrimentum eorum, pro quibus sollicitandi onus 
assumpserunt, propalatione, carraetarum taxe earundem literarum falsi- 
ficatione et cuiusvis quantitatis aut rei ultra eis constituta per presentes 
literas stipendia et emolumenta extorsione sive exaetione vel reeeptione 
prorsus abstinere. Et si secus fecerint, per suspensionem a pereeptione 
emolumentorum dicti officii et, si excessus qualitas exegerit, totalem 
privationem et amotionem ab illo per prefatum et pro tempore 
existentem vicecancellarium publice puniantur, ita ut excedentium pena 
aliis transeat in exemplum. 

6. Debeant insuper sollicitatores prefati in plica litterarum aposto- 
licarum, quas pro tempore expediri continget, quantitatem ad quam 
ascendit expensa pro earum tali expeditione necessaria, fideliter anno- 
tare ; et si quis eorum ultra id, quod vere expositum foret, dolose an- 
notaverit, suspensionis a pereeptione emulomentorum dicti officii prima 
vice ad sex menses p$nam ineurrat; et si iterato id fecisse compertus 
fuerit, privationis obtenti officii et alias, quibus falsificatores litterarum 
apostolicarum a iure subiieiuntur, penas ineurrat eo ipso. 

7. Nee possint litter§ memorat^, quarum expeditionem sollicita- 
tores predicti procurare et sollicitare tenentur, ratione dicti officii per 
abbreviatores maioris presidentiae signari et per vicecancellarium et 
eius locumtenenteni ad bullariam transmitti aut per secretarios vel 
alios quoscumque ad secretamc ameram expediende a ) deferri, nisi post- 
quam reeeptor et computator proventuum dicti officii in cancellaria in 
illis que per eam, et alius deputandus eorum loco ad id apud cameram 
prefatam eorum nomina et cognomina, prout reeeptores et computa- 
tores proventuum officii abbreviatorum faciunt, scripserint; et si secus 
fieret, secretarius et eiusdem cancellariae custos sive seneschallus duplum 
eius, quod pro tali bulla officio sollicitatorum eorundem debetur, 



») expediendum S. 

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IIL Conetitutiones. 209 

receptori prefato solvere teneantur et preter huiusmodi penam dupli 
episcopuH ac superior officio secretarius et expeditioni litterarum huius- 
modi incurabens interdicti ingressus ecclesiae, inferior vero et sene- 
schallus excommunicationis sententiam incurrat eo ipso. Et nihilo- 
minus litter$ ipse nemini suflragentur, a ) usque quo receptor et computator 
prefati nomen suum in earum plica descripserint ut prefertur. Hec 
etiam postquam expeditq fuerint in registro de camera apostolica pro- 
sequentibus earum eipeditionem per eos, ad quos spectat, restitui 
possint, nisi facta annotatione predicta quantitatis, ad quam expensa 
iutegra earundem ascendet, per unum ex sollicitatoribus prefatis, qui 
illius expeditionem sollicitaverit, vel alium loco sui per ipsum qui sol- 
licitaverit vel officium ipsum ad id pro tempore deputatum sub simili 
p^na per restitueotes illas huiusmodi annotatione prius non facta eo 
ipso incurrenda. Debeatque huiusmodi descriptio et annotatio in 
registro cum bulla sicut et dies expeditionis, qui ponitur in plumbaria, 
registrari ut omni tempore possit apparere. 

8. Qui vero loco cedentium vel decedentium sollicitatorum aut 
sua officia dimittentium ad officia ipsa pro tempore subrogabuntur, 
aetate moribus et vita idonei existant, et pro signatura supplicationis 
sue admissionis quinquaginta florenos auri de camera datario nostro 
et succe8sorum nostrorum Bomanorum pontificum pro tempore existent 
tium, si per eos vel ipsos successores nostros subrogatio fiet, alioquin 
dicto Roderico et pro tempore existenti vicecancellario et preter hoc 
etiam alia iocalia, que abbreviatores earundem litterarum de primi) 
visione pro eorum receptione in officium abbreviatorum solent persoU 
vere; et tarn ipsi, qui sie primo reeepti quam qui pro tempore reci-» 
pientur, de observatione contentorum in presentibus litteris et eorum 
officio sollicitationis probe et laudabiliter exercendo in manibus eius- 
dem Roderici et pro tempore existentis vicecancellarii vel eius locum- 
tenentis iuramentum prestare teneantur. 

9. Nee ünpediantur officium ipsum obtineri aliqui pro eo, quia 
bigami vel illegitimi forent aut unum vel plura in dieta curia et can- 
cellaria digniora etiam locumtenentis correctoriae litterarum predietarum 
aut notariatus sedis apostolice officia obtinerent oec ad digniorum 
exercitio per eorum assumptionem ad istud repellantur; sed censeatur 
officium ipsum cum uno et pluribus aliis dicte curiae officio vel offi- 
ciis compatibile et minime vacare, si contingat sollicitatores ipsos cum 
aliqua muliere etiam vidua matrimoniura contrahere. 

10. Bezüge : pereipiant videlicet pro qualibet consistoriali 

provisione ecclesie vel monasterii, cuius fruetus in libris camere aposto- 

») suifragantur CS. 

T » n % 1, Pftpstl. Kjmileiordnungen 14 



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210 tU. Constitutione*. 

lice taxati forent ad quingentos florenos auri de camera et ultra 
duodecim et pro reliquis infra dictam summam taxatis sex ; et si titu- 
lares ecclesie. forent, decem florenos auri similes. Pro aliis vero litteris 
non consistorialibus, que cum supplicatione vel sine pro tempore ex- 
pedientur tarn per cancellariam quam per cameram et taxabuntur, si 
quidem taxa eorum triginta Turonensium transcendet, duos, de reliquis 
vero unum florenum auri de camera ab iis, quos concernent, si ab- 
sentes forent ab ipsa curia et medietatem dicte quantitatis, si presentes 
fuerint in eadem. 

11. Das Amt kann auch durch Stellvertretung ausgeübt werden. 

12. Excipimus tarnen ab huiusmodi solutionis onere illas litteras, 
que in ea, secundum quam pro pauperibus clericis beneficiandis scribi 
consuevit, forma et super altaris portatilis in simplici forma ac con- 
fessionalis et tabellionatus officii concessipne pro tempore expedientur, 
quarum expeditionem sollicitatores ipsi pari diligentia sollicitare tene- 
antur et pro huiusmodi sollicitatione duobus dumtaxat grossis seu 
carlenis papalibus similiter debeant contentari. 

13* Et si litterq ips$ taxat^ non forent sed gratis et sine taxa 
procederent: Uli, quos concernent quicunque fuerint absentes vel pre- 
sentes etiam nostri et successorum nostrorum ac vicecancellarii prefati 
nunc et pro tempore existentis familiäres continui commensales, si 
quidem per speciale mandatum gratis habebunt, qualescunque sint 
littere. et gratiae in eis contente, unam integram taxam, ad quam 
taxari deberent; si vero familiaritatis ratione et eorum descriptionis 
in rotulo aliquo familiarium nostrorum vel Romani pontificis pro tem- 
pore existentis vel alias quam per speciale mandatum non tarnen pro 
deo gratis haberent, perinde ac si taxate, forent, secundum distinctionem 
prefatam videlicet pro illis, que ad triginta Turonenses et infra taxari 
debuissent, unum et pro aliis duos florenos officio prefato persolvaut 
tarn presentes quam absentes — Romanorum imperatore semper augusto 
regibus reginis nee non sanete Eomane ecclesie cardinalibus archi- 
episcopis episcopis nostris et pro tempore existentis Romani pontificis 
continuis commensalibus in palatio apostolico residentibus sedis aposto- 
lic$ notariis numerariis causarum palatii apostolici auditoribus camere 
apostolicQ clericis secretariis numerariis ac datario et locumtenenti 
vicecancellarii et eiusdem referendario commissionum ac prefatarum 
litterarum correctore abbreviatoribus et scriptoribus nostris et pro 
tempore existentis Romani pontificis et cardinalium prefatorura nepo- 
tibus neenon imperatoris regum et reginarum abbreviatorum maioris pre- 
sidentie et scriptorum prefatorum filiis et nepotibus et pauperibus, 
pro quibus litteras gratis pro deo contigerit expediri, duntaxat exceptis ; 



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III. Constitutiones. 211 

qui sie excepti, si gratis pro deo habuerint, pro litteris super impetra- 
tionibus beneficiorum ecclesiasticorum vacantium et certo modo vacatu- 
roram eorumque unionibus et uniendi mandata unum florenum aüri 
solummodo, pro reliquis vero duos grossos duntaxat reeeptori prefato 
persolvant. Alii vero ab eis pro litteris ipsis gratis pro eorum personis pro 
tempore expeditis in officio sollicitatorum predictoram solvere sint adstricti. 

14. Deferri tarnen debeant littere ipse ad eorundem sollicitatorum 
reeeptorem pari modo sicut et alie taxate subscribende. 

15. Et ultra hoc sollicitatores prefati duos grossos papales pro 
qualibet bulla, quam expediri continget, exigere possint, gratiosa et execu- 
toriali litteris pro una computatis. Et ne illi, pro quibus littere ipse 
expediuntur, exiude graventur: volumus quod plumbatores in plum- 
baria prefata nunc et pro tempore existentes unum grossum pro qua- 
libet bulla, quQ tarn per cameram quam per cancellariam expedietur 
pro tempore, de emolumentis prosequentibus illarum expeditionem dimit- 
tere et relaxare teneantur, dum et quotiens eorundem plumbatorum 
emolumenta huiusmodi pro una bulla ultra unum grossum transcen- 
derent, gratiosa et executoriali similiter pro una computatis; et pro 
recompensa huiusmodi grossi, quem admittunt, eas ad taxas litterarum 
predietarum, que rupte nuneupantur et olim per taxatores in plum- 
baria prefata pereipi consueverant, imposteruin pereipiant. Magistri 
vero registri litterarum dietarum grossum, qui per eos exigi consuevit 
pro qualibet bulla, postquam eis inhibitum fuit, ut a percepüone 
dietarum taxarum ruptarum nuneupatarum in eodem registro abstine- 
rent, de cetero nullatenus exigant, possintque dietas taxas ruptas absque 
dolo et fraude pereipere, prout antiquitus extitit consuetum; districte 
preeipientes eisdem magistris registri et plumbatoribus, quod in huius- 
modi taxarum ruptarum pereeptione vetustam et antiquam consuetu- 
dinem observent et ad illas taxas, que rupte vero forent et per taxa- 
tores ipsos in plumbaria prefata rupte fierent, et non alias manus 
extendant sub exeommunicationis late sententi$ p§na eo ipso ineur- 
renda. Et si sepius deliquisse in hoc comperti fuerint, per eundem 
vicecancellarium pereeptione emolumentorum officii eorum suspendi et, 
si excessus gravitas exegerit, offieiis ipsis privari possint. 

16. Et propter huiusmodi emolumenta sollicitatores prefati pro 
singulis centum florenis camere apostolice debitis de fructibus prinii 
anui metropolitanarum et aliarum cathedralium ecclesiarum nionaste- 
riorum et beneficiorum ecclesiasticorum quorumlibet quinque florenos, 
et, si quantitas solvenda ad centum florenos nou ascenderet vel illam 
transcenderet, proportionabilem ratam, que ad vigesimum quantitatis, 
que solvi deberet, ascendat, pro eorum officio prefato exigere possint, 

14* 

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212 DI- Conatitutionee. 

dum receptor litteras ipsas subscriberet; ita tarnen quod, si gratiae 
ipsQ non sortirentur effectum, ad exactae quantitatis huiusmodi resti- 
tutionem de cominunibus dicti officii proventibus a ) teneantur et com- 
pelli possint per vicecancellarium prefatum. Debeantque prelati presi- 
dentes et clerici camere apostolic$ necnou thesaurarius generalis et 
depositarius pecuniarum et alii, ad quos spectat de nonaginta quinque 
pro singulis centum florenis dicte camere debitis et ab inde infra vel 
supra quantitate ad centum florenos non ascendente proportionaliter et 
pro rata ad huiusmodi computum nonaginta quinque contentari et 
quietari solventes modo prefato sub excommunicationis late sententiae 
p^ua eo ipso incurrenda, si contrafecerint in premissis. Quod habere 
locum Yolumus etiam quoad quantitates, quas pro huiusmodi annatis 
solvere habebunt etiam illi, b ) quos supra nihil officio prefato solvere 
debere diximus pro litteris pro eorum personis pro tempore expeditis, 
a quibus huiusmodi summam quinque florenorum,pro singulis centum 
florenis camere apostolicQ debitis exigere poteruut — portdonibus, que 
cardiualibus prefatis et minutis servitiis applicantur, ab huiusmodi 
onere penitus exemptis remanentibus. 

17. Datarius autem noster et successorum nostrorum Romanorum 
pontificum pro tempore existentium et quicunque ad componendum 
cum procurantibus expeditionem litterarum prefatarum super fructibus 
beneficiorum ecciesiasticorum male perceptis dispensationibus usu pon- 
tificalium prothonotariatibus habilitationibus religiosorum ad beneficia 
testandi facultaübus indulgentiis et usu lacticiniorum dispensationibus 
matrimonialibus ac quibuscunque facultatibus yisitandi per procuratores 
vel alios vel quibusvis aliis negotiis, super quibus cum eodem pro 
tempore ex quacunque causa componi continget, pro expeditione litte- 
rarum apostolicarum huiusmodi, quQ per cancellariam vel per cameram 
expedientur quomodolibet alias quam per penitentiariam, de singulis 
compositionibus, quarum quantitas quadraginta florenos transcendet, 
quinque, de reliquis vero illam non transcendentibus duos florenos 
similes officio prefato sollicitatorum successive, prout ad eius manus 
pervenient, sub excommunicationis lat^ sententiae pena, si fraudem 
committeret, solvere et fideliter de hoc pro suis servitoribus computum 
teneri et reddi facere quolibet mense, si fiierit requisitus, dicti officii 
receptori et computatori teneatur. 

18. Debeant quoque secretarius per cameram expediens pro labore 
in advertendo, quod litterae non expediantur sine subscriptione recep- 
toris predicti, sex et datarius respectu computi predicti etiam sex 
florenos similes quolibet mense de emolumentis dicti officii percipere, 

») provenientibus CS. b ) illo CS. 

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III. Constitutiones. 213 

19. Et ut illi ex sollicitatoribus ipsis, quorum cura opera et dili- 
gentia in sollicitando earundera litterarum expeditionem ad effectum 
ipsura maiora emolunienta proveniant, ex eorum diligentia premium 
reportent et tarn ipsi quam alii eorum exemplo ad diligentius sollici- 
tandum expeditionem litterarum earundem incitentur: etiam volumus 
eisdem scientia et auctoritate ac de simili consilio statuimus, quod ille 
ex eisdem sollicitatoribus, qui procurabit expeditionem litterarum huius- 
modi, de taxa eorum officio debita ut prefertur pro sollicitatione ex- 
peditionis litterarum super qualibet provisione consistoriali ecclesiarum 
vel monasteriorum ad duodecim florenos ascendente quatuor et de tita- 
laribus vero et reliquis duos florenos similes pro suo labore retinere 
possit et residuum in epitaphio communi dicti officii annotetur. Et 
de quibuslibet quautitatibus, quas quilibet sollicitatorum predictorum 
pro tempore existentium ratione sollicitationis sue circa expeditionem 
litterarum huiusmodi ad receptorem proventuum dicti officii pervenire 
fecerit, duos grossos papales pro quolibet floreno pro se valeat retinere 
et residuum in communi pro officio describatur et emolumentis duorum 
grossorum pro qualibet bulla et proventibus ex litteris, pro quibus 
ultra quam duo grossi officio non debentur, ac illis quantitatibus quae 
a camera de armatis et datario de compositionibus liabebuntur exceptis, 
que integraliter in communi debeant pervenire. 

20. Et in fine cuiuslibet mensis receptor dictorum proventuum 
de receptis computa et rationes fideliter defensoribus dicti officii reddere 
ac solutis salariis et aliis dicti officii oneribus unicuique eorundem 
sollicitatorum ratam suam de emolumentis predictis integraliter assig- 
nare teneatur exceptis illis sollicitatoribus, qui absentes a dicta curia 
forent; qui de medietate eius quantitatis quam haberent, si presentes 
fuissent in eadem, contententur nee ultra petere possint pro illis mensibus, 
in quibus ad minus per viginti dies in eadem curia presentes non fuissent. 

21. Auftrag an den Vicecanzler zur feierlichen Publication und Ermächtigung 
desselben, Dawid erhandelnde mit dem doppelten Betrage der erpressten Summe 
zu strafen. 

Datum Eomae apud S. Petrum anno incarnationis dominice 1482, 
id. iunii, pontificatus nostri anno 11. 

LIII. 

Sixtus IV. befiehlt den Scriptoren, die päpstliche Correspondenz, insbeson- 
dere die litterae secretae, sorgsamer geheim zu halten, und verfügt die Eintragung 
der Constitution ins Statutenbuch der Schreiber. 

Cod. Corsinian. 874 fol. 115 mit der Ueberschrift : Decretum Sixti de litteris 
non restituendis. 

Die Zugehörigkeit dieser undatirten Constitution zu Sixtus IV. wird auch durch 
den Signaturbuchstaben F. bestätigt. Für die Art der Publication vergleiche § 3. 

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214 HL Constitutiones. 

1. Cum a predecessoribu8 nostris Romanis pontificibus diversa 
statuta et ordinationes presertim ab Eugenio papa IUI. predecessore 
nostro norma et regula quedam dilectis filiis litterarum apostolicaram 
scriptoribus et familiaribus nostris data et exposita sint, in quibus, 
que ad curie Romane et ipsorum scriptorum officii dignitatem decus 
et augmentum spectabant, commode plenarieque decreta sunt, tarnen 
temporum malitia, que omnia corrumpit, et nimia ut ex inpunitate 
licentia pleraque in desuetudinem con versa sunt, ut nu)la vel admodum 
perexigua ipsorum officii ratio iam habeatur : nos qui ipsos scriptores, 
per quorum manus omnia nostra et sedis apostolice secreta negotia 
8cribuntur, tanquam fideles et peculiares filios paterna caritate com- 
plectimur, cupientes tanto iam abusui et corruptele obviare, et quia 
accepimus litteras apostolicas per eorum manus scriptas pussim ab 
omnibus legi et sine eorum nomine subscriptas et sine rescribendarii 
licentia et manus appositione partibus uut solicitantibus eas tradere, 
ex quo plura et magna pericula fraudes et iacture sequuntur et eve- 
niunt et, ne hec lapsu et incuria dedantur in preceps, sollicitis studiis, 
prout nostro incumbit officio, providere et ad laudabiles et consuetu- 
dines ordinationes et statuta ipsorum scriptorum reducere cupientes, 
motu proprio et ex certa scientia per apostolica scripta mandamus per 
presentes, quas perpetue constitutionis vim obtinere voluimus et decre- 
vimus, universis et singulis earundem litterarum scriptoribus presenti- 
bus et fiituris sub excommunicationis late sententie pena, quam contra- 
facientes eo ipso incurrant, a qua nisi per nos aut successores nostroa 
Romanos pontifices preterquam in mortis articulo constituti absolvi 
nee per privilegia apostolica possint, et sub privatione emolumentorum 
et suspensione officii scriptorie per quattuor menses districte preeipi- 
mus et mandamus, ne aliquis scriptorum eorundem ea, que sibi secrete 
scribenda commissa erunt, alicui audeant quoquomodo re relare nee ulli 
persone, euiuseunque status gradus vel conditionis fuerit etiamsi cardi- 
nalatus dignitate prefulgeat, sine, sui nominis subscriptione absque 
speciali nostro aut successorum nostrorum maudato et rescribendarii 
etiam subscriptione litteram aliquam seu bullam per eos scriptam 
restituere presumant, litteris minoris iustitie et in forma pauperum ac 
ad unum beneficium simplieibus expeetativis duntaxat exceptis. 

2. Et quoniam irritum esset penas infligere nisi sit qui demeritos 
puniat: motu et scientia similibus rescribendario pro tempore existenti 
sub penis prefatis mandamus, ut, quem premissa non observare in- 
venerit, statim absque alia monitione a partieipatione emolumentorum 
et ipsius officii exercitio per quattuor menses realiter et omnino omni 

1. Bulle „Sicut prudens" s. o. No. XXXVI. 

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III. Constitutiones. 215 

contradictione interpretatione appellatioue . consilio et mora remotis 
suspendat nullo pacto restituendum et tauquam excommunicatum et 
Suspensum a consortio scriptorum ipsorum repellat et evitet nee ad 
einolumentorum partieipationem et ipsius officii exercitium post lapsum 
dictorum meusiuiu restituat, nisi etiam de pena seeundum statuta et 
ordinationes dicti Eugeuii pape de taxa daplicata irremissibiliter a 
contrafacientibas exigenda integre satisfactum fuerit, quam capelle 
ipsorum scriptorum applicari volumus. 

3. Et ut premissa oranibus pateant nullusque ob ignorantiam 
tergiversari possit, dilectö filio magistro Andree Trapezuntio earundem 
litterarum scriptori et presenti rescribendario ac secretario nostro sub 
eisdem penis iniungimus, ut presentes in congregatione scriptorum 
legi et in valvis cancellarie apostolice affigi ac in libro constitutionum 
ipsorum scriptorum describi ad perpetuam rei memoriam faciat. 

4. Quodque ut sepius iterata refrenant inobedientium audaciam: 
volumus et sub premissis penis rescribendario pro tempore existenti 
mandamus, quatenus primo mense sui officii ante novorum officialium, 
ut moris est, creationem aut priusquam quiequam in congregatione 
agat, huiusmodi nostram Constitution em seu mandatum publice intimet 
seu nunciet, deinde ad alia seeundum laudabiles ipsius officii mores 
deveniat, decernentes irritum et inane, quiequid per quosquam contra 
premissa vel aliquod premissorum contigerit attemptari, non obstan- 
tibus constitutionibus et ordinationibus ac quibuseunque privilegiis 
apostolicis euieunque sub quaeunque verborum forma concessis et con- 
cedendis, quibns omnibus et singulis quoad premissa motu et scientia 
similibus derogamus expresse, ceterisque contrariis non obstantibus 
quibuseunque. 

Placet et ita mandamus. F. 

LIV. 

Innocenz VIII. errichtet, um den Uebelständen in der ßullaria abzuhelfen, 
ein Colleg von 71 „collectores taxe plumbi 44 und regelt deren Wirkungskreis. 

1486 Mai 23. 

Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 499. (B.) 

Das Pontificatsjahr ist fast ganz verwischt; die halbwegs erkennbaren 
Anfangsbuchstaben se . . . lassen die Wahl zwischen seeundo sexto und septimo ; 
Cod. Barberin. XXXV. 94, eine Kopie des Kanzleibuchs aus dem Ende des 
16. Jahrh., hat seeundo. 

Die kleine flüchtige und infolge vielfachen Gebrauchs abgeriebene und ver- 
wischte Schrift bereitet der Entzifferung auch sonst Schwierigkeiten. 

lnnocentius episcopus servus servorum dei ad perpetuam rei 
memoriam. 



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216 III. Constitutione 8. 

Cum ad sacrosancte Romane ecclesie summe velud matris ubera 
referta dulcedine et ad Eomanum pontificem Christi vicariura succes- 
soremque Petri velut ad patris clementiam et pietatem orbis terrarum 
et qui habitant in eo grandi spe assidue confluant universi, indignum 
credimus nostris presertim temporibus, quod hii, erga quos ecclesia et 
pontifices ipsi exuberare non cessant in gratiis, litterarum desuper 
retardata expeditione aut indebita pro illis exactione graventur reddan- 
turque exinde onustius, quod libertas fecerat gratiosum. 

1. Notorium quippe est in Romana curia bullatores litterarum 
apostolicarum monachos monasterii Fossenove Cisterciensis ordinis 
Yerulane diocesis etiam litterarum ignaros a longissimo tempore citra 
semper fuisse et adhuc existere et apud eos quam plurimas litteras 
apostolicas Romanorum pontificum predecessorum nostrorum, qui pro 
tempore fuerunt, ad commodum eorum quos concernunt ulterius non 
expeditas conservari; eosque litteratos familiäres eorum obsequiis in- 
sistentes habere, et dum prosequentes earundem litterarum expeditionem 
illas repetunt, pro illis comperiendis eorundem familiarium plerumque 
pauperum et vilium opera necessario uti et uonnunquam aliquos eorun- 
dem familiarium onus expeditionis litterarum huiusmodi in bullaria et 
registro earum ab hiis quorum interest suscepisse et illas ad registri 
earundem et camere apostolice officiales, ad quos deferri debebant, non 
delatas, impressis sacrilega eorum manu a tergo ipsarum litterarum 
caracteribus officialium predictorum prosequentibus earum expeditionem 
restituisse receptis ab eis pecuniis, quas officialibus predictis solvere 
debuissent, et aliquando eisdem prosequentibus litterarum in bullaria 
ipsa existentium expeditionem litteras ipsas taxa bullarie predicte etiam 
nondum soluta presentandas executoribus earundem, ut super illis Pro- 
cessus de more decernerent, cum quibus illi, quos littere ipse concer- 
nebant, restitutis eisdem familiaribus et dimissis postea in eadem bul- 
laria litteris ipsis, pro quarum expeditione preter bullarie et registri 
taxas nonunquam camere apostolice prefate iura annatas nuncupata, 
que ad non parvam pecunie summam ascendebant, beneficiorum eccle- 
siasticorum per easdem litteras eis collatorum possessionem apprehen- 
derunt et possederunt, litteras ipsas amplius habere nou curantes ac 
alias diversimode in taxis earundem litterarum, quas taxatores in plica 
earum per virgulas notant, virgularum numerum augendo vel diminu- 
endo ac circa pecunias taxe huiusmodi, que sub plumbatorum eorundem 
clavi et custodia conservantur, fraudem commisisse et litteras duflum 
ad bullariam ipsam delatas et bullatas perquirentibus quandoque ad 
instantiam eorum, quibus littere ipse preiudicant, recepta ab eis pecunia 
quandoque yero ad effectum, ut pro ulteriori diligentia in perquirendo 



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I£I. Conetitutiones. 217 

aliquid extorqueant ab eisdem, non repperiri affirmasse, sicque expe- 
ditionem illarum in non modicum prosequentium predictorum detri- 
mentum retardasse, taxatores quoque predictos pro taxarum huiusmodi 
bullarie alienatione continuo infestare et propterea a prosequentibus 
earundem litterarum expeditionem pecuniam capere et illas non pro 
se sed pro aliis, quos indebite diffamant de illarum aut munerum ex 
eis emendorum receptione, velle affirmare in officialium dicte bullarie 
fame et honoris lesionem et eorum, quos littere ipse concernunt, ac 
camere prefate et aliorum officialium Romaue curie, ad quorum manus 
littere ipse pervenire deberent, non modicum detrimentum. 

2. Nos igitur, qui etiam in minoribus constituti eorundem bulla- 
torum familiäres de premissis et aliis similibus fraudibus diffamari 
persepe intelleximus, cupientes ut debemus super hiis opportunum ad- 
hibere remedium pariter et sperantes, quod si in eadem bullaria preter 
taxatorum et plumbatorum inibi instituta officia essent aliqui alii offi- 
ciales sub quorum et bullatorum predictorum pluribus clavibus littere 
apostolice et pecunie ex taxa bullarie predicte provenientes fideliter 
conservarentur, quique pro faciliori inventione litterarum, que ad 
tempus inibi remanent et conservantur, de nominibus et cognominibus 
eorum, quos in eadem bullaria iam existentes concernunt, et alie, quas 
deferri continget pro tempore ad eandem, littere in futurum concer- 
nent, rubricellas convenienti ordine ad instar rubricellarum registri 
litterarum earundem conficerent et conservandi perquirendi et restitu- 
endi litteras ipsas, recipiendi quoque pecunias taxe earundem una cum 
eisdem bullatoribus onus haberent et, dum taxantur bulle, inibi inter- 
essent et ne in taxa predicta graventur illi, quos littere ipse concer- 
nent, presertim pauperes et inexperti eorum interessentia curarent 
haberentque pro hiis debite peragendis convenientia emoluuienta, pro- 
fecto huiusmodi fraudibus obviaretur consulereturque non parum celeriori 
et faciliori expeditioni litterarum earundem in bullaria predicta: habita 
super premissis cum venerabilibus fratribus nostris sancte Boraane 
ecclesie cardinalibus deliberatione matura, de illorum consilio et assensu 
in bullaria predicta unum officium collectorum taxe plumbi seu bulle 
litterarum apostolicarum nuncupaudum per septuaginta unum viros 
probos et integros perpetuis futuris temporibus exercendum auctoritate 
apostolica presentium tenore de novo instituimus et creamus et ad 
illud exercendum hac prima vice illos, quorum nomina et cognomina 
inferius annotabuntur, deputamus et illud cum taxatorum in bullaria 
predicta prorsus incompatibile, ita ut taxatores ipsi nequeant de illius 
emolumentis quicquam percipere et, si secus egerint publice vel occulte, 
officio taxatoris eo ipso sint privati, cum aliis vero quibuslibet Romane 



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218 ML Constitutionen 

curie officiis compatibile esset, prefata auctoritate volumus; et quod 
collectores ipsi, qui hac prima vice et de cetero perpetuo erunt, colle- 
gium inter se cum communi bursa sigillo et aliis collegialibus insigni- 
bus constituant et super concernentibus eos laudabilia et honesta statuta 
quecunque condendi ac ad illorum sie conditorum observantiam post 
obtentam desuper apostolica auctoritate confirmationem collegiatos 
compellendi habeant facultatern, ac in processionibus, in quibus alii 
officiales Romane curie intervenire solent, cum taxatoribus in honora- 
biliori et bullatoribus predictis illis in ultimo loco collatis medii inter 
eosdem taxatores et bullatores in loco eis per illos, qui processionibus 
preerunt pro tempore, assignando interesse honorifice teneantur, 
capellam preterea et capellanum proprium cum altari portatili ad 
instar aliorum collegiorum officiorum Romane curie etiam habeant 
sintque veri non ficti nostri et pro tempore existentis Romani ponti- 
ficis familiäres et tales in apostolicis litteris ac alibi ubilibet nuneu- 
pentur, expediantur quoque littere apostolice quecunque eos quomodo- 
libet concernentes gratis in taxa predieta dumtaxat tarn quoad illam 
portionem que infra eis assignatur, quidquid camere apostolice remanet 
de eisdem, et excepto magistri nomine, quo nullatenus nuneupentur, 
potiantur tarn in beneficialibus quam aliis causis et negotiis omnibus 
et singulis privilegiis exemptionibus favoribus gratiis immunitatibus et 
indultis, quibus scriptores litterarum predietarum ex apostolica conces- 
sione in genere potiuntur et gaudent ac uti potiri et gaudere poterunt 
in futurum sine tarnen preiudicio scriptorum eorundem, de simili con- 
silio prefata auctoritate statuimus. 

3. Quodque collectores prefati una cum bullatoribus prefatis omnes et 
singulas litteras apostolicas hactenus delatas et quas deferri contingeret 
infuturum a cancellaria apostolica aut nostra et pro tempore existentis 
Romani pontificis camera secreta ad bullariam ipsam bullandas, postquam 
bullate fuerint, sub fida custodia et duabus clavibus, quarum collectores 
unam et bullatores prefati aliam teneant, debeant diligenter custodire 
ac de nunc existentibus et quas remanere contingeret imposterum in 
bullaria predieta litteris illoque post mensein in quo bullate erunt 
rubricellas ad instar rubricellarum registri dietarum litterarum ac 
faciliorem et celeriorera earum inventionem distinetis pontificatibus et 
temporibus conficere et continuo habere obligentur et unacum bulla- 
toribus ipsis ad proventus dicte taxe provenientes ex litteris quas tarn 
per cancellariam quam cameram secretam predietas expediri continget 
imposterum, etiam iam bullatis et non redemptis ibidem colligendas 
et in una capsa ad id ydonea in bullaria ipsa retinenda, que similiter 
claudatur duabus clavibus, quarum collectores unam et bullatores aliam 



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III. Constitutione». 219 

teneant, reponendum ac fideliter conservandum rationemque mense 
quolibet reddendum de eisdem siut astricti. 

4. Prosequentibus quoque in bullaria predicta litterarum earundem 
expeditionem in litteras ipsas celere comperiendo et ut in taxa pre- 
dicta indebite non graventur et gravati pro tempore releventur ac in 
aliis eis oportunis earum expeditioni assistendo absque taxatorum 
eorundem premdicio procurent. Et ad premissa peragendum siogalis 
uiensibus duos ex eis, quorum unus collector dicte taxe existat et 
clavem pecunie teneat et librum unum de immissis in illam pro tem- 
pore pecuniis conficiat ac litteras ipsas ut collector dicte taxe in plica 
earum ad instar aliorum officialium dicte curie subscribat et alter 
computator dicte taxe apelletur et similem per omnia librum conficiat 
et post collectorem in eadem plica litterarum se scribat et preter illos 
alios duos ex eis ad alia eorundem collectorum officio ut prefertur 
circa conservationem litterarum confectionem rubricellarum et celerem 
expeditionem ac exonerationem ad bullariam ipsam pro litterarum ex- 
peditione confluentium incumbentia debite peragendum, penes quos 
clavis capse litterarum predictarum et libri rubricellarum ac taxe et 
alie scripture quecunque bullarie predicte conserventur, quique defen- 
sores dicti officii collectorum taxe predicte existant et defensorura in 
bullaria apostolica nomine nuncupentur et librum taxarum sumendnm 
ex libro, quo utuntur taxatores prefati, qui illum eis ad hunc effectum 
commodare debeant, secum habentes, dum littere apostolice taxabuntur, 
illarum taxe interesse debeant et pro posse operari, quod illi, quos 
littere ipse taxande concernunt, ultra contenta in libro ipso nullatenus 
graventur sed solita apostolice sedis benignitae tractentur, mense quo- 
libet deputare teneantur et debeant. Ipse vero sie deputatus collector 
in congregatione decurso mense, pro quo deputatus fuerit, facienda 
coram illis ex eisdem collectoribus, quos tum venire continget, aut 
deputandis ab eis siudicis ad instar rescribendarii litterarum predic- 
tarum computum reddere obligetur 

5. De dictorum fratrum consilio dieta auetoritate ordinamus et, 
ne fraus aliqua fiat circa earum huiusmodi solutionem, districte pre- 
cipiendo mandamus bullatoribus predictis, ut litteras omnes tarn per 
cancellariam quam cameram secretam predietam expeditas ad bullariam 
ipsam delatas pro tempore, postquam per eos bullate fuerint, nisi gratis 
sint expediende, defensoribus seu collectori et computatori predictis 
quam primum eorum presentiam habere poterunt, presentent et una 
cum illis in capsa predicta ad id deputanda includant et nemini sine 
subscriptione dicti collectoris aut ad id per eum in bullaria predicta 
deputande persone restituunt sub exeommunicationis late sententie pena 



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220 HI- Constitutiones. 

eo ipso incurrenda, a qua preterquam in mortis articulo constituti ab 
alio quam a nobis et pro tempore existente Romano pontifice nequeant 
absolutionis beneficium obtinere. 

6. Et sub simili pena nostris et eiusdem pro tempore existentis 
Bomani pontificis secretariis et requirentibus ubilibet litteras aposto- 
licas per cancellariam aut cameram secretam predictam pro tempore 
expeditas a j, ne videlicet secretarii subscribant et registrantes registrent 
easdem, nisi prius collector dicte taxe aut eius vicegerens in bullaria 
predicta illas subscripserint ut prefertur. 

7. Et nichilominus litteris ipsis, que sine subscriptione predicta 
collectoris vel eius vicegerentis expedientur, nulla prorsus fides ad- 
hibeatur in iudicio aut extra, debeantque registrantes predicti sub- 
scriptionem collectoris et computatoris predictorum in calce registri 
earundem etiam registrare, prefata auctoritate similiter statuimus. 

8. Cumque decens sit, quod pro communi [utilitate]*) laborantes 
emolumenta percipiant, ut ipsi septuaginta unus collectores tanto sol- 
lertius eorum incumbaut officio, ut eis iniuncta diligentiori cura exe- 
quantur, quanto cognoverint nos de eorum laboribus huiusmodi debitam 
rationem habuisse et eis proportionabilia pro illis emolumenta con- 
stituisse, prosequentes litterarum apostolicarum expeditionem, quamquam 
ad eorum commodum officium instituatur antedictum, propterea in 
nullo penitus gravando, eisdem collectoribus et eorum officio integram 
medietatem omnium et singulorum proventuum dicte taxe plumbi, quos 
decurso presenti mense maii pro litteris per cancellariam vel cameram 
secretam predictas hactenus expeditis et nondum a plumbaria ipsa re- 
demptis et que expedientur imposterum quandocunque perpetuis futuris 
temporibus provenire continget, sine ulla diminutione equis portioni- 
bus inter eosdem septuaginta unum collectores tarn absentes a prefata 
curia quam presentes in eadem, dummodo ad premissa exequenda ex 
eis conveniens numerus in eadem curia continue resideat, deductis 
salariis debitis pecuniam colligenti et ea c ) dato pro tempore computa- 
tori et defensoribus predictis provide per collegium eorundem primo 
mense eorum officii moderandis dividendum de eorundem fratrum 
consiiio et expresso consensu prefata auctoritate concedimus et assi- 
gnamus. 

9. Et cum non deceat prelatos in partem solicitudinis pastoralis 
officii assumptos coepiscopos et fratres nostros inferiora ministeria 
exercere: de simili conseusu auctoritate predicta decernimus, illos offi- 
cium collectorie huiusmodi taxe plumbi exercere nullatenus posse et 
per promotionem illud obtinentium ad episcopalem et aliam superiorem 

a ) fehlt ein Verbuin inhibemus. b ) ganz verwischt. c) so B. 

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HL Constitutiones. 221 

dignitatem ecclesiasticam officium ipsum vacare et loco sie promotorum 
ac recedentium vel decedentium colleetoram taxe plumbi predictorum 
personas bone opiniouis et fame mundas ab omni labe manus habentes 
surrogari debere, prothonotarios vero et episcopis inferiores prelatos 
ac alios quoseunque clericos et laicos etiam bigamos et illegitime ge- 
nitos euiuseunque etatis ad illos habiles esse et illos, quos pro tempore 
promotorum cedentmm vel decedentium loco surrogari continget, ad 
solvendum pro surrogatione huiusmodi nostro et pro tempore existentis 
Bomani pontificis prefati datario generali collectori fruetuum et pro- 
ventuum dicte camere apostolice in prefata curia debitorum quinqua- 
ginta florenos auri de camera et preter illos capelle et officialibus dicti 
collegii pro tempore existentibus iocalia ad instar officii abbreviatorum 
litterarum predietarum obligari. 

10. Dictis preterea bullatoribus prefata auetoritate inhibemus, ne 
urgente necessitate non subsistente in conserrandis clavibus predictis 
ac perquirendis et pertraetandis nee non restituendis litteris apostolicis 
ad bullariam ipsam delatis pro tempore suorum familiarium aut alio- 
rum quam collectorum predictorum opera utantur imposterum, sed cum 
eisdem colligente taxam predietam computatore et defensoribus lauda- 
biliter absolvant, que eorum ineumbunt officio. Qui si inhibitionibus 
huiusmodi non paruerint, pro facti quantitate penis debitis puniantur, 
non obstantibus constitutionibus et ordinationibus apostolicis ceterisque 
contrariis quibuseunque. 

1 1. Nomina vero et cognomina eorum, quibus officium ipsum sie per 
nos denuo institutum cum bonoribus oneribus et emolumentis predictis 
est concessum, sunt infrascripta 

a ). 

Publicata b ) fuit suprascripta bulla in cancellaria apostolica die 
XXIII mensis maii, anno Innocentii secundo c ). 



LV. 

Innocenz VIII. erklärt, dass die Bullen für jene, welche sich, um unent- 
geltliche Expedirang zu erschleichen, für Verwandte oder Hausgenossen der Car- 
dihäle und der curialen Beamten ausgeben, ungiltig sein sollen. 

1487 August 18, Rom. 

Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 494. (B.) 

Bull. Rom. Ed. Taurin. 5,329. 



*) das letzte Drittel der Seite radirt. b ) von hier an andere Hand. 

c j Cod. Barb. XXXV. 94 hat statt der Publicationsnotiz folgende Datirung: 
Datum apud s. Petrum anno 1486 id maii anno seeundo. 



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222 HI. Constitutiones. 

Cum sicut non sine displicentia accepimus, uonuulli conscientie 
sue prodigi et avaritie morbo laborantes, ut litteras apostolicas gratis 
expediant et officiales debita eorura portione defraudent, in eisdem 
litteris se nonnunquam venerabilium fratrum nostrorum sancte Romane 
ecclesie cardinaliuni aut dilectorum filiorura abbreviatorum de maiori 
presidentia seu litterarum predictarum scriptorum nee non aliarum 
personarum quarumeunque, ex quarum qualitatibus et privilegiis sive 
antiqua consuetudine litteras ipsas gratis expedire solent, nepotes et 
quandoque germanos ioterdum vero familiäres continuos commensales 
fuisse et esse affirmare et ut tales in dictis litteris se inscribi facere 
ac fecisse non vereantur, cum revera tales non fuerint, in animarum 
suarum periculum ac officiorum Romane curie non modicum preiudi- 
cium et gravamen: nos fraudibus et deeeptionibus buiusraodi, prout 
nostro ineumbit officio, de remedio oportuno providere volentes, motu 
proprio et ex certa scientia omnes et singulos euiuseunque status 
gradus vel conditionis fuerint et quoeunque nomine nuneupentur, qui 
se cardinalium aut assistentium seu scriptorum eorundem aut aliarum 
personarum quarumeunque, ex quarum qualitatibus et privilegiis sive 
antiqua consuetudine litteras ipsas gratis expedire solent, nepotes seu 
germanos aut familiäres continuos commensales in eisdem litteris 
norainaverint, cum revera tales non fuerint, exeommunicationis sen- 
tentia, a qua non ni*i per Romanum pontificem pro tempore existentem 
mortis articulo excepto ac satisfactione previa absolvi non possint, 
auetoritate apostolica per presentes inuodamus. Et nichilominus con- 
cessiones et gratias in eisdem litteris contentas quaseunque ipsasque 
litteras hactenus expeditas et expediendas viribus omnino carere eisque 
et eorum singulis in aliquo suffragari non potuisse ueque in futurum 
posse motu auetoritate et scientia similibus decernimus et declaramus 
ac volmnus, quod mandatum decretum et declaratio nostra huiusmodi 
in cancellaria apostolica publicetur et in illius libro describatur ac 
perpetuis futuris temporibus inviolabiliter observetur — non obstantibus 
constitutionibus et ordinationibus apostolicis ac quibusvis privilegiis et 
indultis eisdem personis concessis, que eis aut eorum alicui quoad pre- 
missa volumus nullatenus suffragari, ceterisque contrariis quibuseunque. 

Placet a ) et publicetur et describatur. J. 

Lectum et publicatum fuit suprascriptum maudatum Rome in 
cancellaria apostolica die sabbati deeima oetava mensis augusti, anno 
millesimo quadringentesimo octuagesimo septimo, pontificatus sanetis- 
simi domini nostri domini Innocentii divina Providentia pape oetavi 
anno tertio. 



& ) Von hier an andere Hand. 

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III. Constitutiones. 223 

LVI. 

Innocenz Vllf. erklärt eine Abänderung der Beetimmungen der Bulle Eugens IV, 
„Sicut prudens" bezüglich der durch die neuernannten Scriptoren zu zahlenden 
Trinkgelder, welche die Scriptoren in einer Versammlung ihrer Collegs beschlossen 
hatten, für ungiltig. 

December. 

Cod. Corsinian. 874 f. 118'. 

Die Bulle ist durch die Schilderung der Vorgänge in der Plenarversamm- 
lung der Scriptoren von Interesse. Der Eintragungsbefehl geht gleich der Bulle 
Sixtus' IV. „Cum a predecessoribus" (oben No. 53) auf das Statutenbuch der 
Schreiber. Da die Constitution in einem December während des Pontificats Inno- 
cenz' V1I[. erlassen wurde, bleibt die Wahl zwischen den Jahren 1484—91, wobei 
1484 und 1490 aus dem Grunde unwahrscheinlich sind, weil damals der 5. De- 
cember, an welchem die Generalversammlung der Scriptoren abgehalten wurde, 
auf einen Sonntag fiel. 

Innocentius papa octavus. 

Licet iuxta statuta et constitutione» officiis scriptorum litterarum 
apostolicarum hactenus observata quilibet scriptor, cum ad officium 
huiusmodi adraittitur, certam summam pecuniarum partim pro con- 
servatione capelle ipsorum scriptorum in qua singulis diebus cancel- 
larie missa celebratur illiusque ornamentorum ecclesiarum et aliorum 
necessariorum munitione partim vero pro officialibus ipsorum scripto- 
rum certa officia actu exercentibus nomine iocalium pro eorum labo- 
ribus solvere teneatur, et ab solutione huiusmodi iuxta constitutiones 
ipsius officii apostolica auctoritate presertim per felicis recordationis 
Eugenium papam quartum predecessorera nostrum editas sive confir- 
matas fratres et filii fratrum ipsorum scriptorum tantummodo et nulli 
alii nepotes ex parte sororum ipsorum scriptorum exempti fuerint l ) 
consueveritque huiusmodi constitutio observari: tarnen, sicut non 
sine animi nostri turbatione intelleximus, in die quinta presentis 
mensis decembris scriptores ipsi pro nonnullis aliis rebus eidem officio 
utilibus per modernum rescribendarium et defensores ipsius officii vo- 
cati congregarentur et inter eos super solutione iocalium huiusmodi, 
quam dilectus filius Daniel de Verona noyiter ad ipsum officium ad- 
missus, qui se nepotem cuiusdam scriptoris non tarnen ex parte fratrum 
esse asserebat, facere contra dictas constitutiones indebite recusabat, 
dissentio orta fuisset, postquam dictus rescribendarius, qui caput et 
principalis litterarum scriptorum existit, et certi alii scriptores de eadem 
congregatione recesserant, scriptores tarnen in eadem congregatione 
absque capite remanentes certem constitutionem fecerunt in se con- 



*) Constitution „Sicut prudens" Ottenthai, Bullenregiater, Mittheil, des In- 
stituts f. österr. GF. Erg. B. 1, 572. 



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III. Constitutiones. 

tinentem, quod nepotes scriptorum ex parte sororum a solütione 
iocalium huiusmodi exempti fuissent contra tenorem dicte Constitution is 
Eugenii. 

Cum autem dicta constitutio noviter facta in preiudicium capelle 
et divini cultus ac officialium ipsorum scriptorum pro tempore non- 
nulla officia actu exercentium, quibns iocalia huiusmodi solvi consue- 
verunt, cederet: nos igitur, qui ut constitutiones ipsius officii presertim, 
per tantum pontificem non sine matura deliberatione edite inviolabi- 
liter observentur nee in aliquo violentur et ut capella et divinus cultus 
augmentetur et non minuatur neminique preiuidicium afferatur, sum- 
mopere afieetamus, motu proprio et ex certa scientia ac de apostolice 
potestatis plenitudine decernimus et declaramus, constitutionem pre- 
dietara per ipsos scriptores absque rescribendario noyiter contra con- 
stitutiones apostolicas et in preiudicium ut prefertur faetam nullam 
nulliusque valoris vel momenti fuisse et esse dietasque constitutiones 
Eugenii presertim illam de solutione iocalium huiusmodi presentium 
tenore confirmamus et approbamus ac statuimus et ordinamus omnes 
scriptores ad huiusmodi officium admissos et admittendos illis dum- 
taxat, qui in eadem constitutione exprimuntur, et nullis aliis exceptis 
ad 8olutionem huiusmodi iocalium obligatos fuisse et esse illaque sol- 
vere a ) debuisse et debere iuxta ipsarum constitutionum tenorem et 
formam, mandantes eisdem scriptoribus, quod presens nostra constitutio 
et ordinatio cum subscriptione nostra huiusmodi in libro constitutio- 
num ipsius officii dicti Eugenii predecessoris de verbo ad verbum in- 
scribatur et inviolabiliter perpetuis temporibus observetur. 

Placet et ita motu proprio mandamus. 



lvh. 

P. Alexander VI. erklärt, er habe vernommen, dass aus Furcht vor der in 
Rom noch immer herrschenden Pest während der Monate Juli, August und 
September sich so viele Scriptoren, Abbreviaturen und Procuratoren aus der Stadt 
entfernt haben, dass der Rest der Zurückgebliebenen zur Erledigung der laufenden 
Geschäfte nicht hinreicht. Um dem oft unnöthigen Verlassen der Stadt und dem 
übermässig langen Verweilen ausserhalb derselben ein Ziel zu setzen, verfugt 
er, dass während der drei genannten Monate die Bezüge und Einkünfte nur 
unter die wirklich anwesenden Beamten vertheilt werden sollen. 

1493 August 22., Rom. 
„Nuper per nos aeeepto. 14 

Placet et ita motu proprio volumus atque decernimus R. 

Lectum et publicatum fuit suprascriptum mandatum Rome in cancellaria 
apostolica die Iovis vicesima seeunda menais augusti, anno incarnationis domi- 



a ) solvisse Hs. 

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III. Constitutiones. 225 

nice MCCCCLXXXXIII. pontificatus sanctissimi in Christo patris et domini nostri 
domini Alexandri divina Providentia pape VI. anno primo. 
Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 530. 

LV1II. 

Alexander VI. bestätigt die Bulle Sixtus' IV. „Divina eterni" (v. No. L.( 
über die Errichtung des Abbreviatorencollegs. 

1494 Mai 29. 

„Provisionis nostre". 

Unterschriften: M. Robini *) 

L. Podocatharius b ) 

Ita habetur in originali bulla. 

N. de Gottifredis cu8tos b ) 
Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 531. 
Die Bulle Sixtus* IV. ist nur mit dem Incipit inserirt. 

LIX. 

P. Alexander VI. erklärt, es sei ihm zu Ohren gekommen, dass viele Beamte 
der päpstlichen Kanzlei ohne Wissen und Willen des Vicekanzlers oder dessen 
Stellvertreters eigenmächtig ihren Posten verlassen. Er beauftragt daher den 
derzeitigen Kanzleileiter Aloisius, Bischof von Pesaro, den so Abwesenden einen 
bestimmten Termin für ihre Rückkehr zu stellen nnd im Falle der Ueberschrei- 
tung desselben die Auszahlung der ihnen gebührenden Bezüge einzustellen. 

1494 Juli 24. Rom. 
„Cum nuper". 

Placet et ita raandamus B. 

Lectum et publicatum fuit suprascriptura mandatum Rome in can- 
cellaria apostolica die Iovis XXIIII mensis iulii anno incarnationis 
dominice milesiino quadringentesimo nonagesifflo quarto, pontificatus 
sanctissimi in Christo patris et domini nostri domini Alexandri divina 
Providentia pape VI. anno secundo. 

Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 535. 

LX. 

Alexander VI. verfugt, dass Bullen über die Verleihung von Bisthümern 
und solchen Klöstern, die im Taxbuch der Notare verzeichnet stehen, ausschliess-, 
lieh durch die Notare und deren Stellvertreter expedirt werden sollen. 

Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 546. (B.) 

Die Constitution ist undatirt. Die Eintragungen auf der unmittelbar vorher- 
gehenden Seite tragen das Datum 13. und 14. April 1502, während die unmittel- 
bar nachfolgende undatirte Constitution nach dem Signaturbuchstaben (placet et 
ita motu proprio mandamus. F.) bereits Pius III. und die nächste (S. 548) vom 
27. November 1503 Julius IL angehöt. Unsere Bulle fällt also in das letzte 
Lebensjahr Alexanders VI. 



a) Schreiber der Eintragung. b ) eigenhändig. 

T a n g 1 , Päpstl. Kanzleiordnungen. ^_\ß 

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(Google 



22G HI. Constitutiones. 

Cupientes ne dilecti filii magistri notarii nostri de numero parti- 
cipantium nunc et pro teimpore existentes tarn in cancellaria aposto- 
lica quam alibi iuribus et emolumentis ratione ecclesiarum cathedralium 
et monasteriorum eisdem notariis debitis et per eos alias tarn in dicta 
cancellaria quam camera apostolica percipi consuetis per negligentiam 
vel commissionem autforsan aliquorum malitiam defraudentur, providere 
volentes, motu proprio et ex certa nostra scientia districtius inhibemus 
dilectis filiis litterarum apostolicarum maioris presidentie abbreviato- 
ribus, ne aliquas litteras apostolicas super ecclesiis metropolitanis vel 
aliis cathedralibus etiam in partibus infidelium ac, que in libris dictorum 
notariorum taxata repperiuntur, monasteriis ordinum quorumcunque 
tarn consistorialiter quam per supplicationes desuper per nos seü de 
mandato nostro aut Bomani pontificis pro tempore existentis signatas 
expediendas quomodolibet expediant, nisi unus ex dictis notariis vel 
loca eorum tenentibus aut aliquis abbreviator litterarum earundem de 
maiori presidentia pro eis a tergo litterarum desuper expediendarum 
ut a ) moris est, nomen suum apposuerit, ac secretario nostro et Bomani 
pontificis pro tempore existentis, ad quem pro tempore subscriptio 
litterarum earundem apostolicarum per cameram apostolicam pro tem- 
pore expediendarum pertinet et pertinuerit, ne huiusmodi litteras super 
ecclesiis et monasteriis predictis pro tempore expeditas ullatenus sub- 
scribat, nisi in illis manus unius ex dictis notariis seu locatenentibus 
apposita fuerit ut prefertur, mandantes et in virtute sancte obedientie 
ac sub excommunicationis sententie nee non ad sex menses suspensionis 
pereeptionis emolumentorum suorum pena custodi seu senescallo can- 
cellarie apostolice nunc et pro tempore existenti et summiste litterarum 
earundem apostolicarum per dietam cameram apostolicam expedienda- 
rum nunc et pro tempore deputatatis, ne custos videlicet aliquas lit- 
teras apostolicas super huiusmodi ecclesiis seu monasteriis pro tempore 
expediendas etiam forsan aliquando per inadvertentiam sine subscriptione 
alieuius dictorum notariorum per aliquem ex dictis abbreviatoribus ut 
dicitur iudicatas dilecto filio nostro Ascanio Maria saneti Viti in Ma- 
cello martirum diacono cardinali nunc aut pro tempore existentis sancte 
Romane ecclesie vicecancellario aut eius in dicta cancellaria locum- 
tenenti seu regenti expediendas presentare, summista vero ad expedi- 
tionem reeipere quoquo modo presumant, nisi ille per aliquem ex dictis 
notariis seu locatenentibus aut pro eis abbreviatoribus predictis signate 
faerint ut prefertur. Et si forsan nunc alique littere apostolice super 
aliquibus ecclesiis metropolitanis vel aliis cathedralibus aut monasteriis 
absque appositione manus alieuius dictorum notariorum aut alterius, 

») fehlt in B. 

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III. Constitutiones. 227 

ad quem pertinet pro eis, in camera apostolica vel alibi expedite rep- 
periuntur: volumus et in virtute sancte obedientie mandamus, ut dilecti 
filii clerici et presidentes dicte camere ac magistri in plumbo et alii 
officiales, ad quos pertinet, predictas litteras, antequam eas partibus 
restituant, alicui ex dictis notariis assignari faciant, ut iura eis debita 
percipere possint; et quod prescns mandatum nostrum in libro can- 
cellarie apostolice predicte describatur, ut de eo perpetuis futuris teni- 
poribus notitia haberi possit. 

Placet et ita motu proprio mandamus. ß. a ) 



a ) Von gleicher Tinte und anscheinend von derselben Hand wie der Context, 
aber* grössere Schrift. Eine Nachahmung der Schriftzüge Alexanders VI. scheint 
versucht. 



15* 

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IV. Formulae. 



Die in diesem Abschnitt vereinigten Formeln scheiden sich nach Ent- 
stehung und Überlieferung in zwei grosse Gruppen: A die im Liber Provin- 
cialis, dem Kanzleibuch des 13. Jahrhunderts, enthaltenen Formeln (No. I— CT.); 
B in die späteren Formeln der Avignonesischen Zeit (No. CIL ff.) 

Die Gruppe A ist einerseits in der Kopie des Kanzleibuchs aus dem 
13. Jahrhundert, dem Cod. 275 des spanischen Collegs zu Bologna (H), und anderer- 
seits im Transsumpt Dietriche von Nieheim von 1380, Cod. Paris, lat. 4169 (E), 
überliefert und aus letzterer Quelle von Erler, Der Liber Cancellariae apostolicae 
vom Jahre 1380, S. 45—130 veröffentlicht. Cod. Ottob, lat. 911 (0) kommt als 
blosse Kopie von E für diese Abtheilung ganz ausser Betracht. — H und E 
decken sich nach Inhalt und Reihenfolge in der Hauptsache, bieten aber im 
einzelnen bemerkenswerte Abweichungen. Das Cistercinserinnen-Privileg (No. II) 
steht in E erst an 6. Stelle ; No. VI. bringt H in älterer,. E in jüngerer Fassung 
für dasselbe Kloster; No. XIII— XX fehlen in E und sind fol. 32' in theilweise 
abweichender Gestalt nur mit den Bullenanfangen verzeichnet. H enthält ferner 
allein auf p. 48 und 72 als Nachträge zur ursprünglichen Formelsammlung zwei 
Reformbullen Clemens* IV. für den Cistercienser- und Prediger-Orden vom 9. 
beziehungsweise 3. Juni 1465 (Bullar. Rom. Ed. Taurin, 3, 729 und Ripoll 1, 452) 
und als letztes Stück das Einberufungsechreiben zum ersten Lyoner Concil. Da- 
gegen fehlen in H der Zusatz zu No. XLV. Erler 96. > Sequitur aliud concessum 
per dementem« ferner No. LXXX1X und die unter No. CI zusammengefaßten 
Nachträge. Der Neuausgabe wurde H zugrunde gelegt, jedoch mit Hinweglassung 
der oben erwähnten anorganischen Nachträge. Dagegen wurden aus E No. LXXXIX 
und CI in den Text aufgenommen, ersteres war in H wohl nur aus Flüchtig- 
keit übergangen worden, letzteres ergibt sich durch den mehrfach wiederkehrenden 
Befehl zur Eintragung in's Kanzleibuch als officieller Nachtrag zur ursprüng- 
lichen Sammlung. Näheres über Verhältnis und Entstehungszeit der verschiedenen 
Recensionen der Formelsammlung bringe ich in meiner Abhandlung Über den 
Liber Cancellariae. 

Die zweite Gruppe B ist überliefert im Liber II. Cancellariae, Cod. 
Barberin. XXXV, 69. p. 1 ff. (B) und Cod. Vat. lat. 3948 f. 48 ff. (V) und 
scheidet sich wieder in zwei Abtheilungen: 1. No. CII— CV, eine Anleitung zur 
Abfassung von grossen Privilegien und zwei Muster für Benedictiner- und 



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IV. Formulae. 229 

Augustiner-Privilegien, die ergänzend zur älteren Sammlung treten, und 2. die 
Formelsammlung des neuen Eanzleibuchs No. CVI. ff. 

Die Anfuhrung der Textvarianten wurde in diesem Theil auf die sachlich 
wichtigen beschränkt Die zahlreichen Flüchtigkeitsfehler, von denen besonders 
Cod. Vat. lat. 3984 förmlich wimmelt, wurden nicht berücksichtigt. 

I. 

Privilegium Cisterciense, in quo si dicatur, quod 
post concilium generale susceptam, ubi dicitur „Sane 
laborum*, debet poni tantum „Sane novalium". 

1. Religiosam vitam eligentibus apostolicum convenit adesse pre- 
sidium, ne forte cuiuslibet temeritatis incursus aut eos a proposito 
revocet aut robur, quod absit, sacre religionis infringat. 

2. Eapropter, dilecti in domino filii, vestris iustis postulationibus 
clementer annuimus et monasterium sancte dei genitricis et virginis 
Marie . . diocesis et de . . loco, in quo divino mancipati estis ob- 
sequio, sub beati Petri et nostra protectione suscipimus et preaentis 
scripti privilegio communimus ; 

3. imprimis siquidem statuentes, ut ordo monasticus, qui secundum 
deum et beati Benedicti regulam atque institutionem Cisterciensium 
fratrum a vobis ante concilium generale susceptam in eodem mona- 
sterio institutus esse dinoscitur, perpetuis temporibus inviolabiliter 
observetur. 

4. Preterea quascunque possessiones et quecunque bona idem 
monasterium impreaenciarum iuste et canonice possidet aut in futurum 
concessione pontificum largitione regum vel principium oblatione 
fidelium seu aliis iustis modis prestante domino poterit adipsci, firma 
vobis vestrisque successoribus et illibata permaneant. 

5. In quibus hec propriis duximus exprimenda vocabulis : Locum 
ipsum, in quo prefatum monasterium situm est, cum omnibus per- 
tinentiis suis [hie ponantur possessiones] cum pratis vineis terris 



1. H. p. 21 E f. 25; Erler 45. 

2. Dioc. — loco fehlt E ; in H folgt roth : sed in exemptis addicitur : 
,quod ad ius et proprietatem beati Petri et nostram nullo mediante noscitur 
pertinere«, fehlt E. Hoc servandum in privilegio Cisterciensi, quod, si habeant 
ecciesias vel capellas castra vel villas, ponatur: »quas idem monasterium habuit, 
priusquam Gisterciensis ordinis suseiperet instituta«; et inferius, ubi ponantur 
»salva sedis apostolice auetoritate«, adiciatur: et in predictis ecclesiis et capellis 
diocesanorum episcoporum canonica iuatitia«, nisi sit exemptum tarn in capite 
quam inmembris; et si habuerit deeimas, addatur: ,et in predictis deeimis 
moderatione concilii generalis« . in E als Überschrift vor Privilegium Cisterciense. 



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230 IV. Formulae. 

nemoribu8 usuagiis et pascuis in bosco et piano in aquis et molen- 
dinis in viis et semitis et omnibus aliis libertatibus et immunitati- 
bus suis. 

6. Sane laborum vestrorum de possessionibus habitis ante concilium 
generale ac etiam novalium, que propriis manibus ant sumptibus 
Colitis, de qnibas novalibus aliquis hactenus non percepit, sive de 
ortis virgultis et piscationibns vestris vel de nutrimentis animalium 
vestrorum nullus a vobis decimas exigere vel extorquere presumat. 

7. Liceat quoque vobis clericos vel laicos liberos et absolutes e 
seculo fugientes ad conversionem recipere et eos absque contradictione 
aliqua retinere. 

8. Prohibemus insuper, ut nulli fratrum vestrorum post factam 
in monasterio vestro professionem fas sit, sine abbatis sui licentia de 
eodem loco discedere ; discedentem vero absque communium vestrarum 
litterarum cautione nullus audeat retinere ; quod si quis forte retinere 
presunipserit, licitum vobis sit in ipsos monachos vel conversos regu- 
lärem sententiam promulgare. 

9. IUud districtius inhibentes, ne terras seu quodlibet beneficium 
ecclesie vestre collatum liceat alicui personaliter dari sive alio modo 
alienari absque consensu totius capituli vel maioris aut sanioris partis 
ipsius. Si que vero donationes aut alienationes aliter quam dictum 
est facte fuerint, eas irritas esse censemus. 

10. Ad hec etiam prohibemus, ne aliquis nionachus sive conversus 
sub professione vestre domus astrictus sine consensu et licentia abbatis 
et maioris partis capituli vestri pro aliquo fideiubeat vel ab aliquo 
pecuniam mutuo accipiat ultra summam capituli vestri Providentia 
constitutam nisi propter manifestam domus vestre utilitatem. Quod 
si facere forte presumpserit, non teneatur conventus pro hiis aliquatenus 
respondere. 

11. Licitum preterea sit vobis in causis profanis, sive civilem 
sive criminalem contineant questionem, fratrum vestrorum testimoniis 
uti, ne pro defectu testium ius vestrum valeat in aliquo deperire. 

12. Insuper auctoritate apostolica inhibemus, ne ullus episcopus 
vel quelibet alia persona ad synodus vel conventus forenses vos ire 
vel iudicio seculari de vestra propria substantia vel possessionibus 
vestris subiacere compellat nee ad domos vestras causa ordines cele- 
brandi causas traetandi vel aliquos conventus publicos convocandi venire 
presumat nee regulärem electionem abbatis vestri impediat aut de 
instituendo vel removendo eo, qui pro tempore fuerit, contra statuta 
Cisterciensis ordinis se aliquatenus intromittat. 



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IV. Formulae. 231 

13. Si vero episcopus, in cuius parrochia domus vestra fandata 
est, cum humilitate ac devotione qua conyenit requisitus substitutum 
abbatera benedicere et alia, que ad officium episcopale pertinent, vobis 
conferre renuerit: licitum sit eidem abbati, si tarnen sacerdos fuerit, 
proprio8 novitios benedicere et alia, que ad officium suum pertinent, 
exercere et vobis omnia ab alio episcopo percipere, que a vestro fuerint 
indebite denegata. 

14. Illud adicientes, ut in recipendis professionibus, que a bene- 
dictis vel benedicendis abbatibus exhibentur, ea sint episcopi forma 
et expressione contenti, que ab origine ordinis noscitur instituta, ut 
scilicet abbates ipsi episcopo salvo ordine suo profiteri debeant et 
contra statuta ordinis sui nullam professiouem facere compellantur. 

15. Pro consecrationibus vero altarium vel ecclesiarum sive pro 
oleo sancto vel quolibet ecclesiastico sacramento nullus a vobis sub 
obtentu consuetudinis vel alio modo qnicquam audeat extorquere, sed 
hec omnia gratis vobis episcopus diocesanus impendat. Alioquin liceat 
vobis quemcunque malueritis catholicum adire antistitem gratiam et 
communionem apostolice sedis haben tem, qui nostra fretus auctoritate 
vobis quod postulatur impendat. 

16. Quod si sedes diocesani episcopi forte vacaverit, interim omnia 
eccle3ia8tica sacramenta a vicinis episcopis accipere libere et absque 
contradictione possitis ; sie tarnen, ut ex hoc imposterum propriis epis- 
copis nullum preiudicium generetur. 

17. Quia vero interdum proprii episcopi copiam non habetis, si 
quem episcopum Romane sedis ut diximus gratiam et communionem 
habentem et de quo plenam notitiam habeatis per vos transire con- 
tigerit, ab eo benedictiones vasorum et vestium cousecrationes altarium 
ordinationes monachorum auctoritate apostolica reeipere valeatis. 

18. Porro si episcopi vel alii ecclesiarum rectores in monasterium 
vestrum vel personas inibi constitutas suspensionis exeommunicationis 
vel interdicti sententiam promulgaverint sive etiam in mercenarios 
vestros pro eo, quod deeimas, sicut dictum est, non persolvitis, sive 
aliqua occasione eorum, que ab apostolica benignitate vobis indulta 
sunt, seu benefactores vestros pro eo, quod aliqua vobis beneficia Tel 
obsequia ex caritate prestiterint vel ad laborandum adiuverint in illis 
diebus, in quibus vos laboratis et alii feriantur, eandem sententiam 
protulerint, ipsam tamquam contra sedis apostolice indulta prolatam 
decernimus irritandam. 

19. Nee littere ille firmitatem habeant, quas tacito nomine Gister- 
ciensis ordinis et contra indulta apostolicorum privilegiorum constiterit 
impetrari. 



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232 IV - Formulae. 

20. Preterea cum commune interdictum terre fuerit, liceat vobis 
nichilominus in vestro monasteho exclusis excommunicatis et inter- 
dictis divina officia celebrare. 

21. Paci quoque et tranquillitati vestre paterna imposterum sollici- 
tudine providere volentes, auctoritate apostolica prohibemus, ut infra 
clausuras locorum seu grangiarum vestrarum nullus rapinam seu furtum 
facere ignem apponere sanguinem fundere hominem temere capere vel 
interficere seu violentiam audeat exercere. 

22. Preterea omnes libertates et immunitates a predecessoribus 
nostris Komanis pontificibus ordini vestro concessas nee non et liber- 
tates et exemptiones secularium exaetionum a regibus et prineipibus 
vel aliis fidelibus rationabiliter vobis indultas- auctoritate apostolica 
confirmamus et presentis scripti privilegio coramunimus. 

23. Decernimu8 ergo, ut nulli omnino hominum liceat prefatum 
monasterium temere perturbare aut eius possessioues auferre vel ablatas 
retinere minuere seu quibuseunque vexationibus f atigare; sed omnia in- 
tegra conserventur eorum, pro quorum gubernatione ac sustentatione con- 
cessa sunt, usibus omnimodis profutura, salva sedis apostolice auctoritate. 

24. Si qua igitur in futurum ecclesiastica secularisve persona hanc 
nostre constitutionis paginam sciens contra eam temere venire tempta- 
verit, seeundo tertiove commonita, nisi reatum puum congrua saüs- 
factione correxerit, potestatis honorisque sui careat dignitate. reamque 
se divino iudicio existere de perpetrata iniquitate cognoscat et a 
sacratissimo corpore et sanguine dei et domini redemptoris nostri Iesu 
Christi aliena fiat atque in extremo examine districte subiaceat ultioni. 

25. Cunctis autem eidem loco sua iura servantibus sit pax domiui 
nostri Iesu Christi, quatenus et hie fruetum bone actionis pereipiant 
et apud districtum iudicem premia eterne pacis inveniant. Amen. 

n. 

Privilegium monialium Cisterciensis ordinis. 
1—6 = I. 1—6. 

7 =• I. 7 aber personas liberas et absolutas e seculo fiigientes. 

8 — I. 8 aber sororum vestrarum und abbatisse sue. 

9 = I. 9. 

10 = I. 12 [I, 10, 11 fehlt] 

11 -= I. 15 [I, 13, 14 fehlt.] 

12 = I. 16 

13 = I. 17 benedictiones monialium viworum. 
14—21 = I. 18—25. 



II. H p 23, E f. 31'; Erler 59. 

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IV. Formulae. 233 

III. 

Privilegium speciale Premonstratensis ordinis, 
sancti Benedicti et sancti Augustini. 

1—2 = I. 1, 2. 

3 = 1.3 . . utordo canonicus, qui secundum deum et beati A u g u- 
stini regulam atque institutionem Premoustratensium fratrum.. 

4, 5 = I. 4, 5. 

6 = I. 6 aber Sane novalium vestrorum . . 

7 = L 7. 

8 = I. 8 aber niei artioris religionis obtentu; der Zusatz 
quod ßi quis forte — promulgare fehlt. 

9. [vgl I. 20.] Cum autem generale interdictum terre fuerit, liceat 
vobis clausis ianuis exclusis ezcommunicatis et interdictis non pulsatis 
campanis, dummodo causam non dederitis interdicto, suppressa voce 
divina officia celebrare. 

10. [vgl. I. 15.] Crisma vero oleum sanctum consecrationes 
altarium seu basilicarum ordinationes clericorum, qui ad ordines fue- 
rint promovendi, a diocesano suscipietis episcopo, si quidem catholicus 
fuerit et gratiam et communionem sacrosancte Romane sedis habuerit 
et ea vobis voluerit sine pravitate qualibet exhibere. Alioquin etc. 
— impendat = I. 15. 

11. [fehlt in I.] Prohibemus insuper, ut infra fines parrochie 
vestre, si eam habeatis, nullus sine assensu diocesani episcopi et vestro 
capellam seu Oratorium de novo construere audeat, salvis privilegiis 
Somanorum pontificum. 

12. [fehlt in L] Ad hec novas et indebitas exactiones ab archi- 
episcopis episcopis archidiaconis seu decanis aliisque omnibus ecclesia- 
sticis secularibusve personis a vobis fieri prohibemus. 

13. [fehlt in I.] Sepulturam quoque ipsius loci liberam esse de 
cernimus, ut eorum devotioni et extreme voluntati, qui se illic sepeliri 
deliberaverint, nisi forte excommunicati vel interdicti sint aut publici 
usurarii, nullus obsistat, salva tarnen iustitia illarum ecclesiarum, a 
quibus mortuorum corpora assumuntur. 

14. [fehlt in I. vgl. I. 9.] Decimas preterea et possessiones ad 
ius ecclesiarum vestrarum spectantes, que a laicis detinentur, redimendi 
et legitime liberandi de manibus eorum et ad ecclesias, ad quas per- 
tinent, revocandi libera sit vobis de nostra auctoritate facultas. 



») III. H p. 24, E f. 31 ; Erler 57. Nach der Überschrift am Rande 

roth: Si est prior, ponatur: ,et monasterium abbatem proprium non haben« 
sed per priorem solitum gubernari,« fehlt in E. 

11. Rand vermerk: latud non exemptis non conceditur; fehlt in E. 



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234 IV. Formulae. 

15. [fehlt in I.] Obeunte vero te, nunc eiusdem loci abbate, vel 
tuorum quolibet successorum, nullus ibi qualibet surreptionis astutia 
seu violentia prepouatur, nisi quem fratres communi consensu vel 
fratrum maior pars consilii sanioris secundum deum et beati Augustini 
regulara providerint eligendum. 

16 — 20 = 1. 21 — 25. aber 18. . . salva sedis apostolice auctoritate 
et diocesani episcopi canonica iustitia. 

IV. 

Abbati Premonstratensi et ceteris coabbatibns et 
canonicis Premonstratensis ordinis tarn presentibus 
qnam futuris religiosam vitam professis inperpetuum. 

1. In eminenti apostolice sedis specula licet inmeriti disponente 
domino constituti pro singulorum statu solliciti esse compellimur et 
ea sincere tenemur amplecti, que ad incrementum religionis pertinent 
et ad virtutum spectant ornatum, quatenus religiosorum quies ab omni 
sit perturbatione secura et a iugo mundane oppressionis servetur illesa, 
cum apostolica fuerit tuitione munita. 

2. Attendentes itaque, quomodo religio et ordo vester multa 
refulgens gloria meritorum et gratia redolens sanctitatis palmites suos 
a mari usque ad mare extenderit : ipsum ordinem et universas domos 
eiusdem ordinis apostolice protectionis presidio duximus confovendas 
et presenti privilegio muniendas. 

3. Eapropter, dilecti in domino filii, vestris justis postulationibus 
benignius annuentes ad exemplar felicis recordationis Alexandra Lucii, 
Urbani et Clementis predecessorum nostrorum Romanorum pontificum 
universas reguläres institutiones et dispositiones, quas de communi cousensu 
vel maioris et sanioris partis fecistis, sicut inferius denotantur, auctoritate 
apostolica roboraraus et presentis scripti privilegio communimns; 

4. videlicet, ut ordo canonicus, quemadmodum in Premonstratensi 
ecclesia secundum beati Augustini regulam et dispositionem recolende 
memorie Norberti quondam Premonstratensis ordinis institutoris et 
successorum suorum in candido habitu institutus esse dinoscitur, per 
omnes eiusdem ordinis ecclesias perpetuis temporibus inviolabiliter ob- 
servetur et eedem penitus observantie iidem quoque libri, qui ad 
divinum officium pertinent, ab omnibus eiusdem ordinis uniformiter 
teneantur nee aliqua ecclesia vel persona ordinis vestri adversus com- 
munia ipsius ordinis instituta Privilegium aliquod postulare vel obten- 
tum audeat quomodolibet retinere. 

IV. H p. 24, £ f. 26'; Erler 49. Randvermerk in E: Non semper datur 

nee facile nisi capiti propter »Sane laborum«, fehlt in EL 



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IV. Formulae. 235 

5. Nulla etiam ecclesiarum ei, quam genuit, quamlibet terreni 
commodi exactionem imponat, sed tantum pater abbas curam de pro- 
fectu tarn filii abbatis quam fratrum domus illius habeat, et' potestatem 
habeat secundum ordinem corrigendi, que in ea uoverit corrigenda, 
et illi ei tamquam patri reverentiam filialem humiliter ezhibeant. 

6. Abbas autem Premonstratensis ecclesie, que mater esse dinosci- 
tur aliarum, non solum in hiis ecclesiis, quas instituit, sed etiara in 
omnibus aliis eiusdem ordinis et dignitatem et officium patris obtineat 
et ei ab omnibus tarn abbatibus quam fratribus debita tamquam patri 
obedientia impendatur. 

7. Preterea omnes abbates ordinis vestri singulis annis ad generale 
capitulum Premonstratense postposita omni occasione conveniant, Ulis 
solis exceptis, quos a labore vie corporis retardaverit infirmitas; qui 
tarnen idoneum pro se delegare debebunt nuntium, per quem necessitas 
et causa remorationis sue capitulo valeant nuntiari. 

8. Hii autem, qui in remotioribus partibus habitantes sine gravi 
difficultate singulis annis se nequiverint capitulo presentare, in eo 
termino conveniant, qui in ipso eis capitulo fuerit institutus. 

9. Si vero quilibet abbatum aut prepositorum per contumaciam 
vestrum capitulum frequentare desierint, liceat abbati Premonstratensi 
consilio sui capituli eos usque ad dignam satisfactionem sententia per- 
cellere regulari; et sententiam, quam prefatus Premonstratensis abbas 
sive.in generale capitulo sive extra capitulum consilio coabbatum in 
prelatos et aubditos totius ordinis vestri canonice tulerit, nulli archi- 
episcoporum seu episcoporum nisi forte de mandato Romani pontificis 
liceat relaxare. 

10. In generali igitur vestro capitulo presidente abbate Premon- 
stratensi ceterisque consedentibus et in spiritu dei cooperantibus, de 
biis que ad edificationem animarum ad instructionem morum et ad 
informationem virtutum atque incrementum regularis discipline specta- 
bunt, sermo diligens habeatur. Porro de omnibus questionibus et 
querelis tarn spiritualibus quam temporalibus, que in ipso capitulo 
proposite fuerint, illud teneatur irrefragabiliter et servetur, quod abbas 
Premonstratensis cum hiis, qui sanioris consilii et magis idonei appa- 
ruerint, iuste ac provide iudicabit. 

11. Saue si abbas aliquis vestri ordinis infamis vel inutilis aut 
ordinis sui prevaricator inventus fuerit et prius per patrem suum 
abbatem aut per ouncios suos ammonitus suum corrigere et eraendare 
delictum neglexerit aut cedere, si amovendus fuerit, sponte noluerit: 
auctoritate generalis capituli deponatur et depositus sine dilatione ad 
domum, unde exivit, seu ad aliam eiusdem ordinis, quam elegerit, sine 



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236 IV. Formulae. 

ulla condicione temporalis commodi revertatur, in obedientia abbatis 
sicut ceteri fratres ipsius doinus firmiter permansurus. 

12. ld ipsum etiam alio tempore, si necesse fuerit et capitulum 
sine scandalo vel periculo expectari nequiverit, per abbatem Premon- 
stratensem et patrem abbatem et alios abbates quos vocaverit fieri licebit. 

13. Quod si depositus in se late sententie contumaciter contraire 
temptaverit: tarn ipse quam principales eins, qui de ordine vestro 
fuerint, in contumatia sua fautores ab abbate Premonstratensi et 
ceteris abbatibus censura ecclesiastica, donec satisfaciant, arceantur. 

14. Verum com aliqua ecclesiarnm vestrarum abbate proprio fiierit 
destituta vel com ibi abbatis electio regulariter non fuerit celebrata: 
sub patris abbatis potestate ac dispositione consistat et cum eiusdem 
consilio, qui eligendus fuerit, a canonicis eligatur; electo autem fratres 
ecclesie statim obedientiam promittant, qui non quasi absolutus a 
potestate patris abbatis vel ordinis sui, archiepiscopo vel episcopo, in 
cuius diocesi fuerit, presentetur, plenitudinem ab eo officii percepturus; 
ita tarnen, quod post factam archiepiscopo vel episcopo suo professionem 
occassione illa non transgrediatur constitutiones ordinis sui nee in 
aliquo eius prevaricator existat. 

15. Si quis etiam ex vobis canonice electus in abbatem diocesano 
episcopo semel et iterum per abbates vestri ordinis presentatus bene- 
dictionem ab eo non potuit obtinere: ne ecclesia, ad quam vocatus 
est, destituta consilio periclitetur, officio et loco abbatis plenarie seeun- 
dum ordinem fungatur in eam tarn in exterioribus providendis quam 
in interioribu8 corrigendis, donec aut interventu generalis capituli 
vestri aut preeepto Bomani pontificis seu metropolitani benedictionem 
suam obtineat. 

16. Porro nulla persona ecclesiastica pro crismate aut consecra- 
tionibus et ordinatione aut pro sepultura preciura aut pro benedicendo 
abbate et deducendo in sedem suam palefredum aut aliquid aliud a 
vobis exigere; nullus vestrum, etiam si exigatur, dare presumat, quia 
et exigentem et dantem nota et periculum simoniace pravitatis involvit 

17. Ceterum, si aliqua ecclesiarnm vestrarum pastoris solatio desti- 
tuta inter fratres de substituendo abbate discordia fuerit vel scissura 
suborta et ipsi facile ad concordiam cel unitatem revocari nequiverint : 
pater abbas consilio coabbatum suorum eis idoneam provideat personam 
et illi eam sine contradictione reeipiant in abbatem ; quam si reeipere 
contempserint, sententie subiaceant, quam pater abbas cum consilio 
coabbatum suorum in eos duxerit auetoritate ordinis promulgandam. 

18. Ad hec quoniam Premonstratensis ecclesia prima mater est 
omnium ecclesiarum totius ordinis et patrem super se alium non 



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IV. Formulae. 237 

habet, sicut ad cantelam et custodiam ordinis statutum est, per tres 
abbates primos Laudunensem, Floreffiensem, Cuissiacensem annua ibi- 
dem visitatio fiat; et si quid in ipsa domo corrigendum fuerit, abque 
maiori per eos audientia corrigatur. 

19. Quod si abbas in corrigendo tepidus et fratres sepius moniti 
incorrigibiles permanserint, ad generale capitulum referatur et, sicut 
melius visum fuerit, consilio generalis capituli emendetur, et sententia 
in hac parte capituli sine retractione aliqua observetur. 

20. Quotiens vero ecclesia Premonstratentis sine abbate fuerit, ad 
prefatos tres abbates eius cura respiciat et a canonicis ipsius ecclesie 
cum eorum consilio persona in abbatem idonea eligatur, ad consilium 
suum quatuor aliis abbatibus ad eandem ecclesiam pertinentibus pariter 
advocatis, quos ipsi canonici providerint advocandos. 

21. Liceat quoque unicuique matri ecclesie ordinis vestri cum con- 
silio abbatis Premonstratensis de abbatibus ecclesiarum, que ab ea 
processisse noscuntur, sive etiam de alia eiusdem ordinis inferiore 
ecclesia sive quemcunque voluerit, si tarnen idoneus extiterit, in abba- 
tem assumere. 

22. Personam autem Aß alio ordine nulla ecclesiarum vestrarum 
sibi eligat in abbatem nee vestri ordinis aliqua in abbatem monasterii 
alterius ordinis, nisi de auetoritate Romane ecclesie ordinetur. 

23. Nulli etiam canonicos vel conyersos vestros sine licentia 
abbatum reeipere aut suseeptos liceat retinere. 

24. Sane nulli ecclesie vestri ordinis liceat ad aliquam aliam 
professionem temeritate qualibet se transferre. 

25. Si que vero ecclesie canonicorum alterius ordinis ad ordinem 
vestrum venerint, ad ecclesiam vestri ordinis habeant sine refragatione 
respectum, in qua vestrum noscuntur ordinem assumpsisse. 

26. Preterea si inter aliquas ecclesias vestri ordinis de tempora- 
libus questio emerserit, non extra ordinem ecclesiastica aut secularis 
audientia requiratur, sed mediante Premonstratensi abbate et ceteris, 
quos vocaVerit, aut caritative inter eas componatur aut auditis utriusqüe 
rationibus eadem controversia iusto iudicio terminetur. 

27. Ad maiorem quoque ordinis vestri pacem conservandam 
districtius prohibemus, ne aliquis prelatorum vel subditorum vestrorum 
in hiis, que ad diseiplinam et iustituta ordinis speetant, audeat, prout 
statutum est in Lateranensi concilio, appellare; sed si quisquam appel- 
lare temptaverit, nichilominus illi quorum interest regulärem dis- 
eiplinam exercere debebuut. 

28. De cetero, quoniam a strepitu et tumultu secularium remoti 
pacem et quietem diligitis: grangias vestras et curtes sicut et atria 



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238 rV. Formiilae. 

ecclesiarum a pravorum incursu et violentia libera fore sancimus, pro- 
hibentes, ut nullus ibi hominem capere spoliare verberare seu inter- 
ficere aut furtum aut rapinam committere audeat. 

29. Ob evitandas vero secularium virorum frequentias liberum 
sit vobis, salvo iure diocesanorum episcoporum, oratoria in grangiis 
et curtibus vestris construere et in ipsis vobis et familie vestre divina 
officia, cum necesse fuerit, celebrare et ipsam familiam, nisi aliqui 
siut, qui in vicinia habeant propria domicilia, ad confessionem com- 
munionem et sepulturam cum vestri ordinis honestate suscipere. 

30. — I. 7 aber personas st. clericos vel laicos. 

31. Infirmos quoque absolutos, qui in extrema voluntate ad vos 
transferri aut apud vos sepeliri deliberaverint, nullus impedire seu res 
eorum legitimas detinere presumat, salva tarnen heredum legitima 
portione et canonica iustitia illarum ecclesiarum, a quibus mortuorum 
corpora assumuntur. 

32. Ad maiorem etiam vestri ordinis reverentiam et regularis dis- 
cipline observantiam vobis, filii abbates, subiectos vestros ligandi et 
solvendi plenam concedimus facultatem. 

33. Quia vero singula, que ad religionis profectum et animarum 
salutem ordinastis, presenti abbreviationi nequiverunt annecti : nos cum 
hiis, que prescripta sunt, consuetudines vestras, quas inter vos reli- 
gionis intuitu regulariter statuistis et deinceps auctore domino statuetis, 
auctoritate apostolica roboramus et vobis vestrisque successoribus et 
omnibus, qui ordinem vestrum professi fuerint, perpetuis temporibus 
inviolabiliter observandas decernimus. 

34. [vgl. I. 19.] Nee alique littere habeant firmitatem, que tacito 
nomine Premonstratensis ordinis contra libertates vobis ab apostolica 
sede indultas fuerint impetrate. 

35. = I. 6. 

Interdicimus vero episcopis et aliis ecclesiarum prelatis, nisi ser- 
vato evectionis numero in Lateranensi concilio constituto, in vestris 
monasteriis hospitare. Ad grangias autem vestras et ad curtes hospi- 
tandi gratia non nisi in magna necessitate divertant et tunc contenti 
sint ipsarum mansionum eibariis consuetis cum honestate atque cari- 
tate exhibitis. 

37. Nulli autem seculari persone vel ecclesiastice in aliqua domorum 
vestrarum liceat carnibus vesci nisi manifeste egritudinis causa, et hoc 
in solis monasteriis conventualibus vestris. 

38. Prohibemus insuper, ne aliqua persona fratres ordinis vestri 
audeat ad secularia iudicia provocare; sed si quis adversus eos aliquid 



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IV. Formulae. 239 

sibi crediderit de iure competere, sub ecclesiastici examinc iudicii ex- 
periendi habeat facultatem. 

39. Licitum preterea vobis sit in causis vestris fratres idoneos ad 
testificandum adducere et corum testiraonio, sicut rectum fuerit, et 
propulsare violentiam et iustitiam vendicare. 

40. Prohibemus quoque, ne cuilibet ecclesiastice vel seculari per- 
sone fas sit in ecclesiis vestris contra statuta Lateranensis concilii tallias 
exercere vel quaslibet alias vobis ineptas et iniquas exactiones imponere. 

41. lnterdicimus etiam vobis, ne feras aves canes sive cetera 
huiusmodi curiositatis animalia a quolibet nutriendum sive custodiendum 
in detractioncm yestri ordinis suscipere presumatis. 

42. Porro ut quietius deo servire possitis et discurrendi a vobis 
necessitas auferetur : presenti scripto duximus indulgendum, ut si epis- 
copis vestris aut malitiose differentibus vel pro iusto impedimento noii 
valentibus ordinationes et cetera ecclesiastica ministeria vobis conferre 
aliquera episcopum, de cuius ordinatione et officio plena sit vobis 
notitia, hospitem vos habere contigerit, liberum sit vobis ab eo et 
ordinationes et cetera sacramenta suscipere, dum tarnen preiudicium 
diocesano episcopo non debeat generali. 

43. Preterea postulatione vestra clementius inclinati presenti pagina 
duximus inbibendum, ne quis archiepiscopus vel episcopus aut eorum 
officialis ecclesias vestras seu reguläres personas earum absque mani- 
festa et rationabili causa interdicere seu suspendere presumat ; sed si quid in 
eius fuerit corrigendum, ad audientiam generalis capituli Premonstratensis 
referatur et ibi, prout iustitie et honestati congruerit, emendetur. 

44. Porro si qui episcopi aut eorum officiales in personas vestras 
vel ecclesias sentenüam aliquam contra libertatem eisdem a prede- 
cessoribus nostris vel a nobis indultam promulgaverint, eandem sententiam 
taraquam contra apostolice sedis indulta prolatam statuimus irritandam. 

45—47 = I. 23—25. 

V. 

Privilegium Cartusiense. 

1. = I. 1. 

2. [vgl. I. 2—5.] Eapropter, dilicti in domino filii, vestris iustis 
postulationibus clementer annuimus et domum vestram cum omnibus 

V. H p. 29, E f. 30'; Erler 55. Nach der Überschrift Randvermerk: 

Si est prior, ponatur ,si ad eos dumtaxat pnoris spectat electio«; et si habent 
decimas, ponatur »in predictis decimis moderatione concilii generalis«, fehlt in E 
Da8 folgende ähnlich auch in E : Si dicatur, quod ante concilium generale susce- 
perunt Cartusiensem ordinem, ponatur ,Sane laborum«: si vero dicatur, quod 
poBt, ponatur »Sane novalium«. 



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240 IV. Formulae. 

bonis pascnis et possessionibus, quas impresentiarum rationabiliter 
possidetis, aut in futurum iustis modis prestante domino poteritis ad- 
ipsci, sub beati Petri et nostra protectione suscipimus et presentis 
scripta priyilegio communimus et terminos domui vestre ab ordine Gar- 
tusiensi provida deliberatione statutos apostolica auctoritate confirmamus. 

3. Ad hec auctoritate apostolica iuterdicimus et sub interminatione 
anathematis prohibenius, ne quis infra terminos ipsos hominem capere 
furtum seu rapinam committere aut ignem apponere vel homicidium 
facere audeat aut homines ad domum vestram venientes vel ab ea 
redeuntes quomodolibet perturbare, ut ob reverentiam dei et loci vestri 
infra predictos terminos non solum vos et fratres vestri sed etiam alii 
plenam pacem habeant et quieteni. 

4. = I. 7. 

5. — I. 8. aber post factam in eodem loco professionem abs- 
que licentia prioris sui fas sit de claustro vestro discedere. 

6. = I. 6. 

7. Adicientes quoque statuimus, ut infra dimidiam leugam a ter- 
minis possessionum vestrarura nulli religioso liceat quodlibet edificium 
construere vel possessiones acquirere, sicut ordini vestro dicitur ab 
apostolica sede concessum. 

8. [vgl. L 15.] Consecrationes vero altarium seu basilicarum ordi- 
nationes clericorum, qui ad ordines fuerint promovendi, a diocesano 
suscipiatis episcopo, si quidem catholicus fuerit et gratiam atque com- 
munionem apostolice sedis habuerit et ea vobis gratis et absque pra- 
vitate aliqua voluerit exhibere. Alioquin liceat vobis etc. = I. 15. 2. Theil. 

9. [vgl. I. 12.] Insuper auctoritate apostolica inhibemus, ne ullus 
episcopusvel alia quelibet persona ad syuodos vel conventus forenses vos 
ire vel iudicio seculari de propria substantia vel possessionibus vestris 
subiacere compellat nee ad domum vestram nou vocatus causa ordines 
celebrandi causas traetandi vel conventus aliquos publicos convocandi 
venire presumat nee regulärem electionem prioris vestri impediat aut 
de institueudo vel removeudo eo, qui pro tempore fuerit, coutr.i statuta 
Cartusienbis ordinis se aliquatenus intromittat. 

10. = I. 18 aber in ecclesiam vestram vel personas. 

11. =• I. 19. Cartusiensis st. Cisterciensis. 

12. [vgl. 1. 20.] Statuimus etiam, ut propter communia interdieta 
terrarum ecclesia vestra, exeommunieatis et interdictis exclusis, a divinis 
non cogatur offieiis abstinere. 

13. = III. 1& ober eiusdem loci priore und secupdum deum 
et approbata vestri ordinis statuta. 

14-16 = I. 23—25. 



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IV. Formulae. 241 



VL 



Privilegium monialium iuclusarum iuxta Institu- 
tion em sororum sancti Damiani Asisinatis. 

1. = I. 1. 

2. Eapropter dilecti in Christo filie vestris iustis postulationibus 
dementer annuimus et monasterium sancte dei genitricis et Virginis 
Marie et sancti Georgii Esculanum*), in quo divino estis obsequio man* 
cipate, sub beati Petri et nostra protectione suscipimus et presentis 
scripti patrocinio communimus. 

3. Inprimis siquidem statuentes, ut ordo monasticus, qui secundum 
deum b ) et beati Benedicti regulam atque institutionem monialium in- 
clusarum sancti Damiani Asisinatis et formulam vite vestre a felicis 
recordationis G[regorio] papa predecessore nostro ordini yestro traditam, 
cum adhuc esset in minori officio constitutus, in eodeni loco institutus 
esse dignoscitur, perpetuis ibidem temporibus inviolabiliter observetur. 

4. = 1. 4. 

5. In quibus hec propriis duximus vocabulis exprimenda: Locum 
ipsum, in quo prefatum monasterium situm est cum omnibus suis 
pertinentiis, XX modiolos terre eidem monasterio adiacentes et XX 
modiolos silve. 

6. = n. 7. 

7. = II. 8. 

8—10. = I. 15—17. 

11. = in. 9. 

12. = HI. 15 aber Obeunte . . te . . . abbatissa. 

13. = L 18 aber sive etiam in mercenarios — sententiam pro- 
tulerint fehlt. 

14. = I. 21 aber grangiarum vestrarum fehlt.*) 

15. [vgl. I. 22.] Preterea omnes libertates et immunitates, quas 
monasterio vestro venerabilis frater noster M. Esculanus episcopus de 
capituli sui assensu indulsisse dignoscitur, sicut in eius litteris plenius 
continetur, auetoritate apostolica confirmamus et presentis scripti pri- 
vilegio communimus. 

16. Tenorem autem litterarum etc. 
17—19. = I. 23—25. 



VI. H p 30 ; nicht identisch mit E f. 33, Erler 60. Überschrift in E : 

Privilegium monialium inclusarum ordinis sancte Cläre. *) Ezculan H. 

b ) deum et regulam a felicis recordationis Urbano papa IIU. predecessore nostro 
eiusdem ordinis sororibus traditam in eodem loco institutus esse dinoscitur E. 

c ) Randvermerk in H : Istud oapitulum porro non conceditur nisi exemptis. 

Tangl, Pipstl. Kanzleiordnuogen. 16 ^^ 

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242 IV - Formulae. 

vn. 

Magistro religiöse militie templi, quod Ierosolimis 
situm est, eiusque fratribus tarn presentibus quam futu- 
ris imperpetuum. 

1. Omne datum Optimum et omne donum perfectum desursum 
est descendens a patre luminum, apnd quem non est transmutatio nee 
vicissitudinis obumbratio. 

2. Proinde, dilecti in Christo filii, ad exemplar felicis recorda- 
tiouis predecessorum nostrorum Alexandri, Lucii, Urbani et dementia 
Romanorum pontificum de vobis et pro vobis omnipotentem dominum 
collaudamus, quoniam in universo mundo vestra religio et veneranda 
institutio nuntiatur. Cum enim natura essetis filii ire, nunc per 
aspirantem gratiam evangelii non surdi auditores effecti relictis pompis 
secularibus et rebus propriis, dimissa etiam spatiosa via, que ducit ad 
mortem, artum iter, quod ducit ad vitam, humiliter elegistis atque ad 
ostendendum, quod in dei militia specialiter computemini, Signum 
yivifice erucis in vestro pectore assidue circumfertis. Accedit ad hoc, 
quod tamquam viri Israhelite atque instruetissimi divini prelii bellatores 
vere caritatis flamma succensi dictum evaugelicum operibus adimpletis, 
quo dicitur: „Maiorem hac dilectionem nemo habet, quam ut animam 
suam ponat quis pro amicis suis*. Unde cum iuxta summi pastoris 
vocem animas vestras pro fratribus ponere ipsosque ab ineursibus 
paganorum defensare minime formidetis et cum nomine censeamini 
milites templi, constituti estis a domino ecclesie catholice defensores et 
impugnatores hostium erucis Christi 

3. Licet autem vestrum studium et laudanda devotio in tarn sacro 
opere toto corde totaque mente desudet, nichilominus tarnen universi- 
tatem vestram exhortamur in domino atque in peccatorum remissionem 
auetoritate dei et beati Petri apostolorum prineipis tarn vobis quam 
servientibüs vestris iniungimus, ut pro tuenda catholica ecclesia et ea, 
que est sub paganorum tyranide, de ipsorum spurcitia eruenda expug- 
nando inimicos erucis Christi invocato Christi nomine intrepide labo- 
retis et in usus vestros, que de spoliis ipsorum ceperitis, convertatis; 
et, ne de hiis contra velle vestrum portionem alicui dare cogamini, 
prohibemu8, statuentes, ut domus seu templum, in quo estis ad dei 
laudem et gloriam atque defensionem suorum fidelium et liberandam 
dei ecclesiam congregati, cum Omnibus possessionibus et bonis suis, 

VII. H p. 32, E f. 3^; Erler 6'2. Nach der Überschrift in H am 

Rande: Non datur nisi de epeciali mandato domini et certa conscientia ipsias, 
quia datur tantum capiti; in E als Überschrift zur nächsten Formel. 



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IV. Formulae. 243 

que inpresentiarum legitime habere cognoscitur aut in futurum con- 
cessione pontificum liberalitate regum vel principum oblatione fidelium 
seu aliis iustis modis prestante domino poterit adipisci, perpetuis futuris 
temporibus sub apostolice sedis tutela et protectione consistat. 

4. Presenti quoque decreto sancimus, ut vita religiosa, que in 
vestra domo est divina inspirante gratia instituta, ibidem inviolabiliter 
observetur et fratres inibi omnipotenti domino servientes caste et sine 
proprio vivant et professionem suam dictis et moribus comprobantes 
magistro suo, aut quibus ipse preceperit, in omnibus et per omnia 
subiecti et obedientes existant. 

5. Preterea quemadmodum domus ipsa huius sancte vestre institu- 
tionis et fons ordinis et origo esse promeruit, ita nichilominus omnium 
locorum ad eam pertinentium caput et magistra imperpetuum habeatur. 

6. Ad hec adicientes precipimus, ut obeunte te, dilecte in domino 
fili magister, vel tuorum quolibet successorum nullus eiusdem domus 
fratribus preponatur nisi militaris et religiosa persona, que vestre reli- 
gionis habitum sit professa nee ab aliis nisi ab omnibus fratribus in- 
simul vel a saniori vel puriori eorum parte, qui preponendus fue- 
rit, eligatur. 

7. Porro nulli ecclesiastice secularive persone infringere vel minuere 
liceat consuetudines ad vestre religionis et officii observantiam a 
magistro et fratribus communiter institutas. 

8. Easdem quoque consuetudines a vobis aliquanto tempore obser- 
vatas et scripto firmatas nisi ab eo, qui magister est, consentiente 
tarnen saniori parte capituli non liceat immutari 

9. Prohibemus insuper et omnimodis interdieimus, ne ulla ecclesia- 
stica secularisve persona a magistro et fratribus eiusdem domus exigere 
audeat fidelitates hominia seu iuramenta vel reliquas securitates, que 
a secularibus frequentantur. 

10. Illud autem scitote, quoniam, sicut vestra sacra institutio et 
religiosa militia divina est Providentia stabilita, ita nichilominus nullius 
vite religiosioris obtentu ad alium locum vos convenit transvolare. 
Deus enim, qui est incommutabilis et eternus, mutabilia corda non 
approbat, sed potius sacrum propositum semel ineeptum perduci vult 
usque ad finem debite actionis. Quot et quanti sub militari cingulo 
et clamide terreni imperii domino placuerunt sibique memoriale per- 
petuum reliquerunt! Quot et quanti in armis bellicis constituti pro 
testamento dei et paternarum legum defensione suis temporibus fortiter 
dimicarunt atque manus suas in sanguine infidelium domino conse- 
crantes post bellicos sudores eterne vite bravium sunt adeptil Videte 
itaque vocationem vestram, fratres tarn milites quam servientes, atque 

16 # 

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244 IV. Formulae. 

iuxta äpostolum unusquisque vestrum, in qua vocatione vocatus est, 
in ea permaneat. ldeoque fratribus ve^tris semel devotis atque in sacro 
collegio vestro receptis post factam in vestra militia professionein et 
habitum religionis assuinptum revertendi ad seculura esse interdicimus 
fas ; nee alicui eorum fas sit post factam professionem semel assumptam 
crucem dominicam et habitum vestre professionis abicere vel ad alium 
locum seu etiam monasterium maioris sive minoris religionis obtentu 
invitis sive inconsultis fratribus aut eo, qui magister extiterit, liceat 
transmigrare nullique ecclesiastice secularive persone ipsos suseipere 
liceat vel tenere. 

11. = 1.6. 

12. Ceterum deeimas, quas consilio et assensu episcoporum de 
manu clericorum vel laicorum habere poteritis, illas etiam, quas con- 
sentientibus episcopis vel eorum clericis acquiretis, auetoritate nostra 
apostolica confirmamus. 

13. Ut autem vobis ad curam animarum vestrarum et salutis 
plenitudinem nichil desit atque ecclesiastica sacramenta et divina officia 
vestro sacro collegio commodius exhibeantur; simili modo saneimus, 
ut liceat vobis honestos clericos et sacerdotes seeundum deum quantum 
ad vestram seien tiam ordinatos undeeunque ad vos venientes in fratres 
suseipere et tarn in principali domo vestra quam etiam in obedientiis 
et locis subditis vobiscum habere, dummodo, si e vicino sint, eos a 
propriis episcopis expetatis, iidemque nulli alii professioni vel ordini 
obnoxii teneantur. 

14. Quod si episcopi eosdem vobis concedere forte noluerint, 
nichilominus tarnen eosdem suseipiendi et retinendi auetoritate sanete 
Romane ecclesie licentiam habeatis. 

15. Si vero aliqui horum post factam professionem turbatores 
religionis vestre aut domus vel inutiles fuerint fortassis inventi, liceat 
vobis eös cum saniori parte capituli amovere ipsisque transeundi ad 
alium ordinem, ubi seeundum deum vivere voluerint, dare licentiam 
et loco ipsorum alios idoneos substituere, qui etiam uuius auni spatio 
in vestra societate probentur. Quo peracto, si mores eorum exegerint 
et utiles fuerint ad servitium vestrum inventi, tunc demum professionem 
faciant regulärem, promittentes se regulariter vivere ac magistro pro- 
prio obedire, ita tarnen quod eundem vobiscum victum habeant et 
vestitum nee non lectisternia hoc excepto, quod clausa vestimenta por- 
tabunt. Sed nee ipsis liceat de capitulo vel cura domus vestre se 
intromittere temere, nisi in quantum fuerit eis a vobis iniunetum. 
Tantum quoque curam habeant animarum, quantum a vobis fuerint 
requisiti. Preterea nulli persone extra vestrum capitulum sint subiecti 



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IV. For.muUe. 245 

tibique, dilecte in domiuo fili, tuisque successoribus tamquam mägistro 
et prelato suo deferant secundum vestri ordinis instituta. 

16. = V. 8. 

17. Clericos autem pro pecunia predicare aut lucro vosque pro 
huiusraodi causa eos ad predicandum mittere prohibemus, nisi forte 
magister templi, qui pro tempore fuerit, certis ex causiä id decreverit 
faciendum. 

18. Si quando vero loca deserta fuerint eidem venerabili domui 
ab aliquo pia devotione collata, liceat vobis ibidem edificare villas 
ecclesias et cimiteria ad opus hominum ibidem manentium fabricare, 
ita tarnen ut in vicinia illa abbatia vel religiosorum virorum collegium 
non existat, que ob hoc valeat perturbari. 

19. Cum autem terre culte vobis quolibet iusto titulo conferentur, 
facultatem et licentiam habeatis ibidem ad opus transeuntium et eorum 
tantum, qui de mensa vestra fuerint, construendi oratoria et cimiteria 
faciendi. Est enim indecens et periculo proximum animarum religiosos 
fratres occasione adeunde ecclesie se virorum turbis et mulierum fre- 
quentie immiscere. 

20. Quicunque sane in vestro collegio suscipientur, stabilitatem 
loci conversionem morum seque militaturos domino diebus vite sue 
sub obedientia magistri templi, posito scripto super altare in quo 
contineantur ista, promittant. 

21. Deceruimus ergo, ut receptores vestrarum fraternitatum sive 
collectarum, salvo iure dominorum suorum in beati Petri et nostra 
protectione consistant et pace in terris, in quibus fuerint, potiantur. 

22. Simili quoque modo sancimus, ut, quicunque in vestra fuerit 
fraternitate receptus, si forte ecclesia, ad quam pertinet, a divinis pro- 
hibita fuerit eumque mori contigerit, eidem sepultura ecclesiastica non 
negetur, nisi excommunicatus vel nominatim fuerit interdictus vel 
publice usurarius. 

23. Preterea si qui fratrum vestrorum, qui ad recipiendas easdem 
fraternitates vel collectas a vobis fuerint missi, in quamlibet civitatem 
castellum vel vicum advenerint, si forte locus ipse a divinis sit officiis 
interdictus, pro omnipotentis dei reverentia semel in anno aperiantur 
ecclesie et exclusis excommunicatis divina officia celebrentur. 

24. Statuimus etiam, ut nulli episcopo in ecclesiis vobis utroque 
iure subiectis interdicti vel excommunicationis sententiam liceat pro- 
mulgare. 



23) Attende de ista clausula, quia talia* privilegia revocata sunt per Con- 
stitutionen! Bonifatii pape VIII. extra, libro IL de sententia excommunicationis. 
»Alma« c. ultimo. E; fehlt H. [Lib. Sextus V, 11 c. 24.] 



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246 1V » Formulae. 

25. [vgl. III. 9.) Verumtamen si generale interdictum terre fuerit 
in locis prolatum, exclusis excommunicatis et nominatim interdictis, 
clausis ianuis absque signorum pulsatione plene divina officia celebretis, 
dummodo causam non dederitis interdicto. 

26. Decernimus insuper auctoritate apostoliea, ut, apud quem- 
cunque locum tos venire contigerit, ab honestis atque catholicis sacer- 
dotibus penitentiam unctionem seu alia quelibet eccleeiastica sacramenta 
vobis su8cipere liceat, ne forte ad perceptionem spiritualium bonorum 
aliquid vobis desit. 

27. Quia vero omnes unum corpus sumus in Christo et non est 
personarum differentia apud deum, tarn remissioois peccatorum quam 
alterius beneficentie atque apostolice benedictionis que vobis indulta 
est, tarn familiam vestram quam vestros participes esse volumus ser- 
vientes. 

28. [vgl. I. 23.] Nulli ergo omnino hominum liceat predictum 
locum temere perturbare aut eius possessiones auferre vel ablatas 
retinere minuere seu quibuscunque vexationibus f atigare; sed omnia 
integra conserventur vestris atque aliorum dei fidelium usibus omni- 
modis profutura; salva in omnibus apostolice sedis auctoritate ac 
declaratione concilii generalis. 

29. = I. 24 aber Si quis igitur. 

30. [vgl. I. 25.] Conservantes autem hec omnipotentis dei et 
beatorum Petri et Pauli apostolorum eius benedictionem et gratiam 
consequantur. Amen. 

VIIL 

Magistro et fratribus hospitalis Ierosolimitani tarn 
presentibus quam futuris religiosis viris etc. 

1. Christiane fidei religio hoc pie credit et veraciter confitetur, 
quod dominus et salvator noster Iesus Christus, cum omnium dives 
esset, pro nobis est pauper effectus. Unde cum ipse suis imitatoribus 
premia consolationis oportune promitteret, „Beati,* inquit, «pauperes, 
quoniam ipsorum est regnum celorum*. Idemque pater orphanorum 
et refugium pauperum ad hospitalitatem ac beneficentiam nos exbor- 
tans in evangelio ait: »Quod uni ex minimis meis fecistis, mihi fecistis. * 
Quique ad comprobandam tante humilitatis excellentissimam bonitatem 
etiam pro calice aque frigide mercedem se asseruit redditurum. 

2. Et nos igitur, quibus ex iniuncto nobis officio imminet hiis 
qui longe et hiis qui prope sunt paterna sollicitudine providere, devo- 

VIII. H p. 35, E f. 36; Erler 67. Überschrift fehlt in E. 

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IV. Formulae. 247 

tionem vestram debita benignitate eomplectimur, et quemadmodum 
postulastis, ad exemplar predecessorum nostrorum felicis memorie Inno- 
centii, Celestini, Lucii, Eugenii, Anastasii, Adriani, Alexandri, Lucii, 
Urbani, Gregorii, Clementis et Celestini Eomanorum pontificum hospi- 
talem domum sancte civitatis Ierosolera snb beati Petri tutela suscipimus 
et tam personas quam res pertinentes ad eam apostolice sedis privilegio 
communimus; 

3. statuentes, ut, quecunque possessiones quecunque bona susten- 
tationi peregrinorum et pauperum necessitati vel in Ierosolimitane 
ecclesie vel aliarum ecclesiarum parrochiis et civitatum territoriis per 
tue prudentie vigilantiam eidem xenodochio rationabiliter acquisita sive 
a quibuslibet oblata sunt aut in futurum offerri contigerit vel aliis 
iustis modis acquiri domino largiente, queque a Ierosolimitane sedis 
patriarchis legitime concessa tam tibi quam successoribus tuis et fratri- 
bus ac peregrinorum illic curam gerentibus quieta semper et integra 
conserventur. 

4. = VII. 18. 

5. [vgl. VII. 19.] Cum autera terre culte vobis quolibet iusto 
titulo conferuntur, facultatem et licentiam habeatis ibidem ad opus 
solummodo fratrum et peregrinorum et eorum, qui de mensa vestra 
fuerint, construendi oratoria et cimiteria faciendi. 

6. = VII. 21 ober et per terras, in quibus fuerint, obtineant 
ipsi pacem. 

7. = vn. 22. 

8. = VII. 23. 

9. Quia vero sustentationi peregrinorum et pauperum cedere 

omnia vestra debent ac per hoc nullatenus aliis usibus ea convenit 
applicari : statuimus, ut de possessionibus habitis ante concilium gene- 
rale, quas vestris sumptibus Colitis, sive de nutrimentis vestrorum 
animalium nullus omnino clericus vel laicus decimas a vobis exigere 
vel extorquere presumat. 

10. = VII. 24 

11. = VII. 25. 

12. Ut autem ad plenitudinem salutis et curam animarum nichil 

penitus vobis desit, sed commodius vobis divina celebrentur officia et 
exhibeantur competentius ecclesiastica sacramenta : sancimus, ut liceat 
vobis clericos et sacerdotes etc. = VII. 13. 

13. =r VII. 14 mit folgendem Zusatz: iidem vero clerici nulli 
alii persone extra vestrum capitulum nisi Romano pontifici sint 
subiecti. 



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248 IV- Formulae. 

14. Laicos quoque liberos et absolutes ad conversionem et pau- 
perum Christi servitium absque alicuius contradictione suscipiendi 
nichilominus vobis concedimus facultatem. 

15. [vgl.Vn.10.] Fratribus vero vestris semel devotis atque insacro 
collegio receptis post professionem factam et habitum religionis assump- 
tum revertendi ad seculum interdicimus facultatem; nee alicui eorum fas 
sit post factam professionem semel assumptam crucem dominicam et 
habitum vestre religionis abicere vel ad alium locum seu etiam mona- 
sterium maioris sive minoris religionis obtentu invitis sive inconsultis 
fratribus aut eo, qui magister extiterit, transmigrare, nullique ecclesia- 
stice secularive persone illos reeipere liceat vel tenere. 

16. = VII. 9. 

17. = VII. 16 = V. 8. 

18. Obeunte vero te, nunc eiusdem loci provisore atque preposito, 
nullus ibi qualibet surreptionis astutia seu violentia preponatur, nisi 
quem fratres seeundum deum duxerint eligendum. 

19. Preterea honores omnes seu possessiones, quas idem xeno- 
dochium ultra seu citra mare in Asia seu Europa inpresentiarum iuste 
habet vel in futurum rationabilibus modis deo propitio poterit adipisci, 
pro vobis hospitalitatis studio innitentibus et per vos iam dicto xeno- 
dochio confirmamus. 

20. = VII. 28. 
21—22. = VII. 29, 30. 

IX. 

Hermanno magistro religiöse fraternitatis hospitalis 
sanete Marie Theotonicorum Ierosolimitani eiusque fra- 
tribus tarn presentibus quam futuris imperpetuum. 

1. Etsi neque qui plantat neque qui rigat sit aliquid, sed qui in- 
crementum dat deus, humana tarnen diligentia impensioris eure soli- 
citudinem debet impendere circa plantas, que adhuc novelle fruetus 
uberes offerunt et uberiores suo tempore repromittunt. 

2. Cum igitur vestre religionis novella plantatio flores et fruetus 
odoris et honestatis tempestiva feeunditate produxerit et deo incre- 
mentum dante sie ineeperit expandere ramos suos, ut uberrimam fruc- 
tuum copiam promittere videatur : nos, qui custodes in dominica vinea 
positi et eultores circa virtutum plantaria debemus diligentioris eulture 
ac eure studium adhibere, novellam plantationem vestram rore apo- 



EX. H p. 36, E f. 37'; Erler 69. Randvermerk: Non datur nisi de speciail 
mandato domini, quia datur tantum capiti. 



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IV. Formulae. 249 

stolice gratie irrigare proponimus et fecunditatem bonorum operum, 
qua viget ad presens et vigebit, divina favente gratia in futurum, vigi- 
lantis eure impendio adiuvare. 

3. Eapropter, dilecti in domino filii, vestris iustis postulationibus 
clementer annuimus et domum vestram seu hospitale, in quo estis ad 
dei laudem et gloriam atque defensionem suorum fidelium et liberandam 
Christi ecclesiam congregati, cum omnibus possessionibus et bonis suis, 
que inpresentiarum legitime habere cognoscitur aut in futurum con- 
cessione pontificum liberalitate regum vel prineipum oblatione fidelium 
seu aliis iustis modis prestante domino poterit adipisci, sub beati Petri 
et nostra protectione suseipimus et presentis scripti privilegio commu- 
nimus, statuentes, ut perpetuis futuris temporibus sub apostolice sedis 
tutela et defensione consistant. 

4. Statuimus etiam, ut ordo fratrum hospitalis Ierosolimitani circa 
pauperes et infirmos, ordo vero fratrum militie templi circa clericos et 
milites ac alios fratres iuxta institutionem domus vestre perpetuis ibi- 
dem temporibus observetur. 

5. Ad hec statuimus, ut cum pro tuenda catholica ecclesia et ea, 
que est sub paganorum tyrannide, de ipsorum spurcitia eruenda intre- 
pide laboretis, liceat vobis libere in usus vestros convertere ea, que de 
spoliis ipsorum ceperitis paganorum, et, ne de hiis contra velle vestrum 
porcionem alicui dare cogamini, prohibemus. 

6. Presenti quoque decreto saneimus, ut fratres in domo vestra 
domino servientes etc. = VIL 4. 

7. = VII. 5. 

8. = VII. 6. aber obeunte te, dilecte in domino fili Hermanne. 
9—11. = VII. 7—9. 

12. = VIII. 15 mit Hinweglassung der Worte: semel devotisa tque 
in sacro collegio reeeptis nach fratribus vestris. vgl. VII. 10. 2. Theil. 

13. = VII. 11 = I. 6. 

14. = VH. 12. 

15. = VII. 13. 

16. = VH. 14. 

17. = VII. 15. mit Hinweglassung des Satzes: Tantum quoque 
curam habeant animarum, quantum a vobis fuerint requisiti. 

18. = VIT. 16 = V. 8. vgl. I. 15. 

19. =,VII. 18. 

20. = VIL 19. 

2i. = vn. 20. 

r22. = VII. 21. 



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250 IV. Formulae. 

23. = VII. 22. aber nach fraternitate receptus die Worte einge- 
schaltet: ita quod ordini vestro adhuc manentes in seculo sint oblati 
mutato habitu seculari vel vobis inter vivos dederint bona sua, retento 
sibi, qnamdin in seculo vixerint, usufructu, si forsan ecclesie etc. 

24. Tales quoque confratres, si eos ecclesiarum prelati non per- 
miserint apud suas ecclesias sepeliri, apud vestras deferre possitis 
ecclesias tumulandos. 

25. = VII. 23. aber: una tantum ecclesia ipsius ordinis 

semel experiatur. 

26—32. = VII. 24-30. 

X. 

Venerabili fratri . . episcopo eiusque successoribus 
canonice substituendis imperpetuum. 

1. In eminenti apostolice sedis specula licet immeriti disponente 
domino constituti fratres nostros episcopos, tarn propinquos quam longe 
positos, fraterna debemus caritate diligere et ecclesiis sibi a deo com- 
missis pastorali sollicitudine providere. 

2. Quocirca, venerabilis in Christo frater episcope, tuis iustis 
postulationibus clementer annuimus et ecclesiam sancte Marie . ., cui 
auctore domino preesse dignosceris, sub beati Petri etc. = I. 2. 

3. Statuentes, ut quascunque possessiones etc. = I. 4. 

4. [vgl. I. 5.] In quibus hec propriis duximus exprimenda voca- 
bulis : Ecclesiam ipsam cum tali . . in civitate tali sancti Petri, sancti 
Pauli et alias quas voluerit nominare in civitate cum omnibus per- 
tinentiis earundem, in diocesi tali monasterium tale castrum tale cum 
ecclesia tali castellare tale plebem talem cum capellis talibus bonis ac 
hominibus eiusdem terre et possessionibus suis cum plena iurisdictione, 
quam talis ecclesia noscitur in ea hactenus habuisse; in quibus lec 
propriis duximus vocabulis exprimenda: locum ipsum in quo prefata 
ecclesia sita est cum omnibus pertinentiis suis. a ) 

5. Ad hec cimiteria ecclesiarum et ecclesiastica beneficia nullus 
hereditario iure possideat. Quod si quis facere presumpserit, censura 
canonica compescatur. 

6. Preterea quod communi assensu capituli tui vel partis maioris 
consilii sanioris in tua diocesi per te vel successores tuos fuerit canonice 
institutum, ratum et firmum volumus permanere. 

X. H p. 39, E f. 39' ; Erler 74. ») roth : deinde quicquid voluerit nomi- 

nare ; ultimo ponat : cum pratis vineis terris, ßicut retro in privilegio Cisterciensie 
ordinis, sed non eemper ponitur. Istud Becundum volle scriptoris vel aliter 
poteet dici. H E. 



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IV. Formulae. 251 

7. Prohibemus insuper, ne excommunicatos vel interdictos tuos 
ad officium vel communionem ecclesiasticam sine conscientia et con- 
sensu tuo quisquam admittat aut contra sententiam tuam canonice 
promulgatam aliquis venire presumat, nisi forte periculum mortis im- 
mineat, ut dum presentiam tuam habere nequiverint, per alium secundum 
formam ecclesie satisfactione premissa, oporteat ligatum absolvi. 

8. Sacrorum quoque canonum auctoritatem sequentes statuimus, 
ut nullus episcopus vel archiepiscopus absque talis episcopi consensu 
conventus celebrare causas etiam vel ecclesiastica negotia alterius dio- 
cesis nisi per Bomanum pontificem vel eius legatum fuerit eidem 
iniunctum, tractare presumat, nisi forsitan metropolitanus eius aliaque 
premissorum fecerit in casibus sibi a iure concessis. 

9. Illam quoque abusivam consuetudinem vel potius abhominabilem 
corruptelam, quod cives tales, episcopo decedente bona mobilia epi- 
scopatus, tamquam ad eos iure successionis pertineant, rapiunt et 
asportant, inhibentes electo, ne ingrediatur episcopale palatium, nisi 
prius iuret se illorum consuetudines servaturum, penitus abolemus, sub 
interminatione anathematis prohibentes, ne talia de cetero attemptentur. 

10. In ecclesiis quoque talis diocesis, que ad alios pleno iure non 
pertinent, nullus clericum instituere vel destituere vel sacerdotem pre- 
ficere sine consensu diocesani presumat. 

11.== I. 23 aber ecclesiam statt monasterium; salva sedis apostolice 
auctoritatem [vel: salvo mandato sedis apostolice speciali.] 

12. = I. 24. 

13. = I. 25. 

XL 

Venerabili fratri . . archiepiscopo . . eiusque succes- 
soribus canonice substituendis imperpetuum. 

1. Cum universis sancte ecclesie filiis debitores ex iniuncto nobis 
a deo apostolatus officio existamus, illis tarnen locis atque personis 
propensiori nos convenit caritatis studio imminere, que ad sedem apo- 
stolicam noscuntur specialiter pertinere. 

2. Quocirca, venerabilis frater archiepiscope, etc. = X. 2. 

3. = X. 3. 

4. [vgl. X. 4.] In quibus hec propriis duximus exprimenda voca- 
bulis: ecclesiam ipsam Mediolanensem [vel: locum ipsum, in quo pre- 
fata ecclesia sita est, cum omnibus pertinentiis suis vel ipsam Medio- 
lanensem ecclesiam cum territorio suo a tali loco usque ad talem.] 



XI. H p. 49, E f. 4^; Erler 75. 

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252 IV. Formulae. 

5. Episcopatus quoque inferius denotatos ecclesie Mediolanensi 
metropolitico rare subiectos tibi tuisque successoribus auctoritate apo- 
stolica nichilominus confirmamus, videlicet episcopatum talem. 

6. Insiiper quoque usum pallei plenitudinem videlicet pontificalis 
officii fraternitati tue apostolice sedis liberalitate largimur, quo infra 
ecclesiam tuam utaris diebus inferius annotatis: videlicet in nativitate 
domini, festivitate prothomartiris Stephani, circumcisione domini, epi- 
phania, Ypopanti, dominica in rarais palraarum, cena domini, sabbato 
sancto, pascha, feria II. post pascha, ascensione, pentecosten, tribus 
festivitatibus beate Marie, natali beati Johannis Baptiste, solempnitatibus 
omniura apostolorum, commemoratione omnium sanctorum, dedicatio- 
nibus ecclesiarum, anniversarii tue consecrationis die, ecclesie tue 
principalibus festivitatibus, consecrationibus episcoporum et ordinatio- 
nibus clericorum. [vel cUiter; Usum quoque pallei, quod tibi tuisque 
successoribus a Komanis pontificibus concessum est, eodem caritatis 
intuitu tibi concedimus, ut tu eo hiis diebus utaris, qui in ecclesie tue 
privilegiis autenticis continentur, videlicet etc. vel cdüer: usum insuper 
pallei etc. usque tibi concedimus, ut tu eo hiis diebus utaris, quibus 
antecessores tuos usos fuisse cognoscis videlicet etc.] 

7.— 10. = X. 5—8. 

11. Statuentes preterea, ut nullus cuiusquam ordinis clericus 
ecclesias sibi concessas ad ius archiepiscopi pertinentes sine conscientia 
et consensu tuo seu successorum tuorum faciat censuales vel in cuius- 
quam transferat potestatem; et si factum fuerit, irritum habeatur. 

12. Libertates quoque et immunitates et antiquas et rationabiles 
consuetudines ecclesie tue concessas et hactenus observatas ratas habe- 
muß et eas perpetuis temporibus illibatas permanere sancimus. 

VA. Porro crucem, vexillum dominicum scilicet, per tuam diocesim 
et episcopatus tibi subditos ante te deferendi fraternitati tue licentiam 
impertimur [vel aliter: porro crucem vexillum scilicet dominicum per 
provincias et episcopatus tibi metropolitico et primatie iure subiectos, 
sicut predecessoribus tuis concessum fuisse dinoscitur, ante te deferendi 
licentiam impertimur.] 

14. = X. 11. aber ecclesiam Mediolanensem. 

15.— 16. = X. 12.— 13. = I. 24.-25. 

XII. 
Privilegium Iudeorum. 
Dilectis in Christo filiis fidelibus Christianis salutem et apostolicam 
benedictionem. 



XIL H p. 41, E f. 41'; Erler 77. 

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IV. Formulae. 253 

1. Sicut ludeis non debet esse licentia in synagögis suis ultra 
quam permissum est lege presumere, ita in hiis que concessa sunt 
nullum debent preiudicium sustinere. 

2. Nos ergo licet in sua magis velint duritia perdurare quam 
prophetarum verba et suarum* scripturarum arcana cognoscere atque 
ad Christiane fidei et salutis notitiam pervenire, quia tarnen defensionem 
nostram et auxilium postulant et Christiane pietatis mansuetudinem 
predecessorum nostrorum felicis memorie Calixti, Eugenii, Alexandri, 
Clementis, Celestini, Innocentii et Honorii Eomanorum pontificum 
vestigiis inherentes ipsorum petitionem admittimus eisque protectionis 
nostre clipeum indulgemus. 

3. Statuimus etiam, ut nullus Christianus invitos vel nolentes 
eos ad baptismum per violentiam venire compellat, sed si eorum qui- 
libet ad christianos fidei causa confugerit, postquam voluntas eius fuerit 
patefacta, christianus absque aliqua efficiatur calumpnia. Veram quippe 
christianitatis fidem habere non creditur, qui ad christianorum baptisma 
non spontaneus sed invitus cognoscitur pervenire. 

4. Nullus etiam christianus eorum personas sine iudicio potestatis 
terre vulnerare aut occidere vel suas illis pecunias auferre presumat 
aut bonas, quas hactenus in ea in qua habitant religione habuerint, con- 
suetudines immutare. 

5. Preterea in festivitatum suarum celebratione quisquam fustibus 
vel lapidibus eos ullatenus non perturbet neque aüquis ab eis coacta 
servitia exigat, nisi ea que ipsi preteritis facere temporibus consueverunt. 

6. Ad hec malorum hominum pravitati et avaritie obviantes decer- 
nimus, ut nemo cimiterium Iudeorum mutilare vel minuere audeat sive 
obtentu pecunie corpora humata effodere. 

7. Si quis autem decreti huius tenore cognito temere quod absit 
contraire temptaverit, honoris et officii sui periculum patiatur aut 
excommunicationis ultione plectatur, nisi presumptionem suam digna 
satisfactione correxerit. 

8. Eos autem dumtaxat huius protectionis presidio volumus com- 
muuiri, qui nichil machinari presumpserint in subversionem fidei 
Christiane. 

XIII. 

Archiepiscopis et episcopis abbatibus prioribus de- 
canis archidiaconis prepositis archipresbiteris officia- 

8. Rand vermerk in H : Nota quod nichil aliud ponitur quam, infrascriptiones 
cardinalium notum (so H, ?) et datum, subscriptiones cardinalium et datum K. 

XIIL H. p.42. Der Wortlaut der Formeln XIU-XX fehlt in E. Statt 
dessen findet sich abweichend von H auf f. 32', Erler S. 59 folgende Eintragung: 



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264 IV - Formulae. 

libus et universis ecclesiarum prelatis ad quos littere 
iste pervenerint 

Dilecti filii abbas Cistercii eiusque coabbates et conventus uni- 
versi Cisterciensis ordinis suam ad nos querimoniam destinarunt, 
quod licet eis a sede apostolica sit indultum, ut a forensibus conven- 
tibus sint immunes nullique liceat in eos vel eorum monasteria seo 
confratres inibi commorantes excommunicationis suspensionis aut inter- 
dicti contra id, quod ab origine ordinis observatum fuisse dignoscitur, 
sententias promulgare, que si promulgate fuerint decernuntur per 
huiusmodi indulgentiam irrite ac inanes: vos tarnen eorum quieti et 
libertatibus, de quo miramur non modicum, invidentes ac mollientes 
infringere indulgentiam supradictam in eos contra indultum huiusmodi 
de facto predictas sententias promulgatis, quos ut fatigetis laboribus 
et expensis, interdum ad forenses conventus accedere, quandoquidem 
sententiarum vestrarum executiones, quacunque sint auctoritate prolate, 
suscipere invitos conpelleritis pro vestre arbitrio voluntatis, quamquam 
ex generali, quod suscepisse dicimini, apostolice sedis mandato tenea- 
mini eosdem in suis libertatibus et privilegiis contra pravorum processus 
et molestias defensare. Sicque fit, ut indulgentia concessa eis causa 
solatii et quietis sit ipsis, vobis contra ipsam quasi conspirantibus, 
causa dispendii et laboris. Cum igitur, sicut in lege dicitur, parum 
sit in civitate ins esse, nisi qui illud tueatur existat, dignumque ac 
conveniens videatur, ut indulgentie ac privilegia que devotis et bene- 
meritis indulgentur contra presumptorum audaciam ipsos cum expedit 
tueantur : universitatem vestram rogamus monemus et hortamur attente 



Dominus Urbanus papa concessit has indulgentias Cistercien- 
s i b u 8 : Vencrabilibus fratribus . . archiepiscopis et . . episcopis et dilectis filiis 
. . abbatibus etc. , Dilecti filii . . abbas Cistercii eiusque coabbates et conventus* 
etc. [vgl. F. XIII.] Item . . archiepiscopis etc. et . . abbatibus prioribus etc. »Cum 
abbates Cisterciensis ordinis tempore generalis concilii« etc. [vgl. F. XXVIII.] Item 
abbati Cistercii eiusque coabbatibus et conventibus etc. »Cum a nobis petitur« 
etc. Ex parte siquidem etc., quod nonnulli ecclesiarum prelati vestris libertati- 
bus invidentes« etc. [vgl. F. XV.] Item . . abbati Cistercii eiusque coabbatibus 
et conventibus etc. »Solet annuere« etc. Eapropter etc. omnes libertates et im- 
munitates« etc. [vgl. F. XVIIL] Item abbati Cistercii eiusque coabbatibus etc. 
»Religionis vestre etc. Sane tenuitatem etc. [fehlt in H.] Item . . abbati Cistercii 
eiusque coabbatibus etc. »Iustis petentium etc. Eapropter etc, ut in parrochiis 
illis« etc. [vgl. F. XIX.] Item . . abbatisse et . . conventui etc. »Meritis sacre reli- 
gionis etc. Hinc est, quod nos etc., ut in hiis que nobis competunt etc [nicht 
identisch mit F. XVIL] Item . . abbati Cistercii eiusque coabbatibus etc. »Sacre 
vestre religionis« etc. [fehlt in H.] Item abbati Cistercii eiusque coabbatibus etc. 
Thesauro virtutum« etc. [vgl. F. XVI.] Amen. Über das Verhältnis beider 
Fassungen vgl. meine Arbeit über den Liber Cancellariae. 



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IV. Formulae. 255 

per apostolica vobis scripta in virtute obedientie districte precipiendo 
mandantes, quatenus privilegia indulgentias et libertates eisdem ab 
apostolica sede concessa ac eorum consuetudines rationabiles et antiquas 
firmas et illibatas eis de cetero pro apostolice sedis et nostra reverentia 
observantes ab eorum super premissis coactione ac molestia penitus 
quiescatis, ita quod ipsi concessa eis valeant tranquillitate gaudere ac 
super hoc per sedem eandem non oporteat aliter provideri etc. Datum etc. 

XIV. 

Abbati Cistercii eiusque coabbatibus et conyentibus 
universis Cisterciensis ordinis. 

Cum a nobis petitur etc. usque effectum. a ) Ex parte siquidem 
vestra foit propositum coram nobis, quod licet ordini vestro per pri- 
vilegia sedis apostolice sit indultum, ut nullus episcopus seu alia per- 
sona ad synodos vel forenses conventus nisi pro fide vos ire conpellat 
aut in vos vel monasteria seu etiam personas dicti ordinis excommuni- 
cationis suspensionis aut interdicti sententias promulgare presumat, 
que si promulgate fuerint, tamquam contra sedis apostolice indulta 
prolate decernuntur per eadem privilegia irrite et inanes, nichilominus 
tarnen plerique prelati et iudices ordinarii ac alii ecclesiarum rectores 
eadem privilegia quibus muniti estis evacuare superstitiosis adinven- 
tionibus molientes asserunt vos pro quavis offensa ratione delicti 
existere fori sui sicque vocantes vos ad placita capitula et penitentiale 
forum sicut alios clericoa seculares vos super hoc mttltiplici vexatione 
fatigant, quamquam vestri excessus tarn per generale quam etiam 
cotidiana capitula, que fiunt in singulis monasteriis vestri ordinis, con- 
grua penitentia puniantur. Quare nobis humiliter supplicastis, ut 
presumptiouem talium cohibere paterna sollicitudine curaremus. Nos 
igitur attendeutes, quod, etsi ex suscepti cura regiminis de universis 
sancte matris ecclesie filiis curam et solücitudinem gerere teneamur, de 
illis tarnen specialius cogitare nos convenit, qui postpositis vanitatibus 
seculi iugem impendunt domino famulatum, ac volentes quieti vestre 
super premissis paterna inposterum sollicitudine providere: ut nullus 
vos seu monasteriorum vestrorum personas ad sinodos vel forenses con- 
ventus nisi pro fide dumtaxat vel huiusmodi placita seu capitula vel 
forum penitentiale absque mandato sedis apostolice speciali evocare 
etiam delicti ratione presumat, maxitne cum vos, filii abbates, punire 



XIV. H p. 42. ») Die volle Formel lautet: Cum a nobis petitur quod 

iustum est et honestum, tarn vigor equitatis quam ordo exigit rationis, ut id 
per solücitudinem officii nostri ad debitum perducatur effectum. 



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256 IV. Forxnulae. 

excessus quoslibet secunduin statuta vestri ordinis parati sitis, auctori- 
täte presentium districtius inhibemus, decernentes eadem auctoritate 
sententias, si quas hac occasione per presumptionem cuiuspiam promul- 
gari contigerit, irritas et inanes, salvo in omnibus apostolice sedis 
mandato. Nulli ergo etc. nostre inhibitionis etc. 

XV. 

Eisdem. 

Cum a nobis petitur, quod iustum est etc. usque effectum. Ex 
parte siquidem vestra fuit propositum coram nobis, quod nonnulli 
ecclesiarnm prelati vestris libertatibus invidentes, cupi eis non liceat ex 
apostolice sedis indulto in yos excommunicationis vel interdicti sententias 
promulgare, in familiäres servientes et benefactores ac illos qui molunt 
in molendinis vel cocunt in furnis vestris quique vendendo seu emendo 
vel alias vobis communicaut, sententias proferunt memoratas, sicque 
non vim et potestatem privilegiorum vestrorum sed sola verba servantes 
vos quodammodo excominunicant, dum vobis alios communicare non 
sinunt. Ex quo illud evenit inconveniens, ut quantum ad hoc iudicari 
videamiui iudicio Iudeorum et qui vobis communicaut in predictis 
maiorem excommunicationera incurrunt, quam excommunicatis com- 
municando fuerant incursuri. Quare nobis humiliter supplicastäs, , ut 
providere quieti vestre paterna sollicitudine curaremus. Nos igitur 
vestris supplicationibus inclinati, ne quis prelatorum ipsorum sententias 
easdem in fraudem privilegiorum apostolice sedis de cetero promulgare 
presumat, ad instar felicis recordationis Innocentii pape predecessoris 
nostri auctoritate apostolica inhibemus, decernentes eas irritas et inanes 
si contra inhibitionem huiusmodi fuerint promulgate. Nulli ergo etc. 
nostre inhibitionis et constitutionis etc. 

XVI. 
E i 8 d e m. 

Thesauro virtutum sie preclara vestra religio suum semper astrin- 
xit affectum, quod habetur et in conspectu regis eterni placita et in 
oculis hominum gratiosa ; ipsa quidem ut columba mitis et humilis et 
electa domini specialis pulcra per totum aspicitur omnem a se rugam 
enormitatis abiciens et maculam deformitatis exeludens, vigilantibus 
illis qui paterne sollicitudinis in ea gerunt officium, quod ibidem nulle 
possunt vitiorum spine suecrescere, sed ipsa florum honoris et fruetuum- 
honestatis inmarcessibili polleat ubertate. Fropter hunc etenim sanete 



XV. XVI. H p. 43. 

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IV. Formulae. 257 

operationis eflfectam nunquam ordo vester officio aliene visitationis vel 
correctionis indiguit, sed de ipso aliquibus aliis reformationis beneficium 
ex Providentia sedis apostolice iam provenit. Cum itaque nos, qui ex 
huiusinodi virtuosis actibus spiritu in domino exultamus, claris agnos- 
camus indiciis dictum ordinem esse aliis recte vite speculum et salutifere 
conversationis exemplum: quod ipse sicut olim sie et imposterum ab 
eiusdem dumtaxat abbatibus ac monachis ydoneis, quos vos filii abbates 
ad hoc provideritis deputandos, et a nullo alio visitari possit aut corrigi, 
auetoritate presentium duximus statuendum, eadem auetoritate nichil- 
ominus decernentes, ut, si aliquid contra statutum huiusmodi a quo- 
quam propria extiterit temeritate presumptum, sit irritum et inane; et 
si forte alique sententie in vos occasione huiusmodi prolate fuerint, 
nullum robur obtineant firmitatis, mandato sedis apostolice semper 
salvo. Nulli ergo etc. nostre constitutionis etc. 

xvn. 

Eisdem. 

Meritis vestre religionis indueimur, ut favoris benigni gratia vos 
iugiter prosequamur, sed in hiis preeipue que noseuntur ad eultum 
divini nominis pertinere. Cum itaque, sicut leeta coram nobis univer- 
sitatis vestre petitio continebat, monachi ordinis vestri ab institutione 
ipsius soliti sint a prelatis ecclesiarum sine aliqua examinatione ad 
ordines promoveri: nos devotionis vestre preeibus inclinati, ut hoc 
ipsum circa monachos eiusdem ordinis, eis dumtaxat exceptis in quibus 
fuerit notorium crimen vel enorme corporis Vitium, a prelatis eiusdem 
perpetuis temporibus observetur, auetoritate presentium duximus sta- 
tuendum. Nulli ergo etc. constitutionis nostre etc. 

XVHL 
Eisdem. 

Solet annuere etc. usque impertiri. Eapropter dilecti in domino 
filii vestris iustis postulationibus grato coneurrentes assensu, omnes 
libertates et immunitates a predecessoribus nostris ßomanis pontifieibus 
sive per privilegia seu alias indulgentias ordini vestro concessas, nee 
non libertates et exemptiones secularium exaetionum a regibus et prin- 
cipibus vel aliis Christi fidelibuB rationabiliter vobis indultas auetoritate 
apostolica confirmamus et presentis scripti patrocinio communimus. 
Nulli ergo etc. nostre confirmationis etc. 



XVII. XVIII. H p. 44. 

T a n gl , Päpstl. Kanzleiordnungen. 17 : ^ 

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258 IV. Formulae. 

XIX. 

Eisdem. 
Iustis petentium etc. usque conplere. a ) Eapropter, dilecti in do- 
mino filii, vestris iustis precibus inclinati, auctoritate vobis presentium 
indulgemus, ut in parrochiis illis, in quibus vobis veteres decime sunt 
concesse, novalium quoque, de quibus aliquis hactenus non percepit, 
pro portione quam veteres vos contingunt percipere valeatis. Nulli 
ergo etc. nostre concessionis etc. 

XX. 

Eisdem abbatibus patribus et generali capitulo 
Cisterciensis ordinis. 

Ne tranquillitas ordinis vestri iurgiorum concutiatur procellis, qui 
per dei gratiam bene sufficit suorum scandala iuxta instituta propria 
more solito propulsare, ac ne per commissiones apostolicas gravis disso- 
lutionis et ruine pandatur ianua que Providentia sedis apostolice de- 
menter hactenus clausa fuit: nos affectantes ipsum ordinem in soliti 
apostolici favoris gratia et consuete tranquillitatis concordia conservare 
ac inquietis vinculum nolentibus discipline nee non et vagari volentibus 
auferre materiam discurrendi, presentium vobis auctoritate concedimus, 
ut ortas inter personas ipsius ordinis discordias possitis prout consue- 
vistis hactenus terminare. Nulli ergo etc. nostre concessionis etc. 

XXL 

Abbati Cistercii etuniversis coabbatibus suis Cister- 
ciensis ordinis. 

Ex parte vestra nobis est oblata querela, quod, cum auctoritate 
apostolica sit inhibitum, ne ullus episcopus vel quelibet alia persona 
regulärem electionem abbatis ordinis vestri impediat aut de instituendo 
vel removendo eo qui pro tempore fuerit contra instituta Cisterciensis 
ordinis se aliquatenus intromittat, ac vobis a sede apostolica sit indultum, 
ut, si archiepiscopi vel episcopi, in quorum diocesibus domus vestre 
fundate sunt, cum humilitate ac devotione debita requisiti substitutos 
abbates benedicere forte renuerint, liceat eisdem abbatibus ab alio 
episcopo percipere, que a suo fuerint indebite denegata, quidam archi- 
episcopi et episcopi, cum in vestris monasteriis in abbates aliqui eli- 



a ) Die volle Formel lautet: Iustis petentium deeideriis dignum est nos 
facilem prebere consensum et vota, que a rationis tramite non discordant, effectu 
prosequente complere. 

XIX. XX. H p. 44. XXI. H p. 44, E f. 42 ; Erler 78. 



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IV. Formulae. 259 

guntur, de modo electionis inquirere ac eiaminare personas de vita 
litteratura et moribus et electionem eonfirmare predietam pro viribus 
elaborant, capitula quoque ipsorum eosdem sibi presentari querunt 
electos et approbandi eos usurpare sibi nituntur temere potestatem, archi- 
diaconi etiam installandi electos ipsos vendicare sibi ius iniuriose con- 
tendunt contra indulta sedis apostolice presumptione non modica 
veniendo. Volentes itaque quieti vestre consulere ac vestris gravanii- 
nibus in hac parte paterna sollicitudine providere, ne talia presumantur 
de cetero et ne ab instituendis vel institutis abbatibus benedictionis 
pretextu aliquid penitus exigatur, auetoritate presentium districtius 
inhibemus, eadem auetoritate nichilominus decernentes, ut, si contra 
predietam inhibitionem nostram a quoquam fuerit propria temeritate 
presumptum, sit irritum et inane, et si alique sententie late fuerint, 
nullum robur obtineant firmitatis. Nulli ergo etc. inhibitionis et con- 
stitutionis etc. 

XXIL 
Eisdem. 
Quia refrigescente caritate multorum adeo iniquitas habundavit, 
ut quorundam succensa yelut ignis impietas contra ecclesias et per- 
sonas ecclesiasticas tanto validius inflammetur, quanto rariores qui eas 
tueantur contra pravonim ineursus invenit obiectores, nos, quibus 
ipsarum cura et sollicitudo ineumbit, ibi fortius insurgere cogimur, ubi 
persecutorum inmanitas periculosius exardescit. Sicut enim nobis ex 
parte vestra gravis est oblata querela, nonnulli prineipes ac nobi- 
les occasione iuris patronatus advocatie seu custodie, quam in mona- 
steriis grangiis cellariis vel domibus vestris se habere proponunt, ac 
interdum etiam pro sue libito voluntatis et quidam ecclesiarum prelati, 
a quibus deberetis non gravamen sed solationem potius expeetare, bla- 
dum vinum evectiones animalia et res alias pro edificatione ac munitione 
castrorum et villarum nee non pro tirociniis torneamentis expeditio- 
nibus et aliis usibus eorundem a vobis exigunt et extorquent, alias 
vos talliis et exaetionibus indebitis multipliciter aggravando. Preterea 
quidam ex ipsis et alii carnes comedere in vestris domibus ac etiam 
mulieres easdem ingredi domos contra instituta vestri ordinis non 
verentur, propter quod et quies monastici ordinis perturbatur et grave 
commissis vobis monasteriis imminet detrimentum. Quare nobis humi- 
liter supplicastis, ut super hiis paterna providere sollicitudine curaremus. 
Nos igitur et vestre providere quieti et molestantium malitiis obviare 
volentes, auetoritate presentium districtius inhibemus, ne quis a vobis 



XXII. H p. 45, E f. 42; Erler 79. 

17* 

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260 IV. Formular. 

premissa exigere vel extorquere aut in vöätris domibus uti carnibus seu 
cum rnuliere aliqua eas intrare presumat contra ipsius ordinis insti- 
tuta. Nulli ergo etc. nostre inhibitionis etc. 

xxm. 

Eisdem. 

Quanto studiosius divine contemplationi vacatis devote domino 
famulando, tanto libentius quieti vestre volumus providere. Cum igitur, 
sicut porrecta nobis vestra petitio continebat, nonnunquam iudices a 
sede apostolica delegati alicui vestrum plerumque priori vel subpriori 
ordinis Cisterciensis iniungant, ut excommuniceut aut excommunicatos 
denuntient proprios sui monasterii fundatores seu civitatum castrorum 
quoque ac villarum communia, in quorum territorio vel confinio sunt 
lnouasteria vestra sita, sine quorum pace subsistere vix potestis, et 
quod ad villas extra moiiasterium personaliter accedentes eosdem excom- 
municatos ab eis singulis diebus dominicis et festivis pulsatis campanis 
et candelis accensis publice nuntient evitandos, propter quod quies 
monastici ordinis perturbatur et frequenter incurritis odia plurimorum : 
nos tranquillitati vestre volentes paterna sollicitudiue providere aucto- 
ritate presentium districtius inhibemus, ne quis predictorum absque 
mandato apostolice sedis speciali aut legati ab eius latere destinati 
premissa vobis iniungere ac ad ea compellere vos presumat invitos, 
eadem auctoritate vobis nichilominus concedentes, ut, si secus, quod 
non credimus, presumptum fuerit, vos eis in premissis non teneamini 
aliquatenus obedire. Nulli ergo etc. nostre inhibitionis et concessionis etc. 

XXIV. 
Eisdem in eodem modo. 
Quanto etc. usque delegati simplicibus claustralibus monachis ordiuis 
Cisterciensis iniungant etc. usque fundatores seu principes ac alios 
potentes et nobiles civitatum etc. usque destinati eisdem premissa in- 
iungere aut ipsos ad ea compellere quoquomodo presumat, eadem 
auctoritate etc. usque fuerit, ipsi eis in premissis non teneantur ali- 
quatenus obedire. Nulli ergo etc. nostre concessionis etc. 

XXV. 

Eisdem. 
Cum monachos et conversos monasteriorum vestrorum ab excoin- 
municatione quam iniciendo manus violentas invicem in se ipsos 

~XXIII. H p. 45, E f. 42'; Erler 79. XXIV. XXV. H p. 46, K f. 43; 

Erler 80. 



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IV. Formulae. 261 

frequenter incurrunt, ex officio vestro absolvere valeatis, auctoritate 
vobis presentium indulgemus, ut absolvendi eos ab excommunicatione 
huiusmodi prioribus vestris, cum vos abesse contigerit, possitis com- 
mittere vices vestras. Nulli ergo etc. nostre concssionis etc. 

XXVI. 

. . Abbati et conventui de . . Cisterciensis ordinis. 

Animarum salutem desiderio ferventi querentes vobis auctoritate 
presentium indulgemus, ut hominum ad vestrum servitium commo- 
rantium, qui non posaunt de facili suorum habere copiam sacerdotum, 
liceat sacerdotibus de conventu vestro, quos tu, fili abbas, ad hoc 
duxeris deputandos, confessiones audire penitentiam salutarem eis in- 
iungere ac sacramenta ecclesiastica exhibere sine iuris preiudicio alieni. 
Nulli ergo etc. nostre concessionis etc. 

XXVII. 

Eisdem. 

Cum Cisterciensis ordinis titulus per dei gratiam adeo sit iusignis, 
quod vix credatur ab hiis, qui contra vos litteras impetrant, sine 
malitia subticeri: nos et illorum fraudibus obviare ac innocentiam 
vestram volentes favorabiliter confovere, auctoritate vobis presentium 
indulgemus, ut nequeatis per litteras apostolicas conveniri, que de 
Cisterciensi ordine non fecerint mentionem. Nulli ergo etc. nostre 
concessionis etc. 

XXVIII. 

Archiepiscopis et episcopis abbatibus prioribus de- 
canis archidiaconis archipresbiteris et aliis ecclesiarum 
prelatis, ad quos littere iste pervenerint. 

Cum abbates Cisterciensis ordinis tempore generalis concilii con- 
gregati, ut occasione privilegiorum suorum ecclesie ulterius minime 
gravarentur, ad commonitionem felicis recordationis Innocentii pape 
predecessoris nostri statuerint, ut de cetero fratres ipsius ordinis, nisi 
pro monasteriis de novo fundandis non emant possessiones, de quibus 
decime debentur eeclesiis, et si pro monasteriis de novo fundandis tales 
possessiones pia fidelium devotione collate eis fuerint aut empte, com- 
mittantur aliis excolende, a quibus eeclesiis decime persolvantur, dictus 
predecessor noster statutum huiusmodi gratum habens et ratum decrevit, 



XXVI. H p. 46, E f. 43; Erler 80. XXVII. H p. 46, E f. 43'; Erler 81. 

XXVHI. H p. 46, E f. 43'; Erler 81. 



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262 rV. Formulae. 

ut dicti fratres de alienis terris et ab eo tempore acquirendis, etiamsi 
eas propriis manibus aut sumptibus excolant, decimas persolvant eccle- 
siis, quibus ratione predioram antea solvebantur, nisi cum ipsis ecclesiis 
aliter ducerent componendum. Quod et ad alios reguläres, qui simili- 
bus gaudent privilegiis, extendi voluit et mandavit, ut ecclesiarum 
prelati promptiores et efficaciorea existerent ad exhibendum eis de suis 
malefactoribus iusidtie complementum eorumque privilegia diligentius 
et perfectius observarent. Sed, quod dolentes referimus, in contrarium 
res est versa, quia, sicut ex gravi querela dilectorum filiorum . . abbatis 
et fratrum monasterii de tali loco Cisterciensis ordinis . . diocesis a ) 
frequenter audivimus, nonnulli ecclesiarum prelati et alii clerici, eorum 
privilegia temere contempnentes et contendentes m^litiose eorum per- 
vertere intellectum eosdem multipliciter inquietant. Nam cum sit ipsis 
indultum, ut de novalibus, que propriis manibus aut sumptibus ex- 
colunt, sive de ortis virgultis et piscationibus suis vel de suorum ani- 
malium nutrimentis nullus ab eis decimas exigere vel extorquere pre- 
sumat, quidam perverso intellectu conficto dicentes, quod hec non 
possunt nee debent intelligi, nisi de hiis, que sunt ante generale con- 
cilium acquisita, ipsos super hiis multiplici vexatione fatigant. Nos 
igitur eorum quieti paterna sollicitudine providere volentes, universitati 
vestre per apostolica scripta mandamus, quatenus dictos fratres a 
prestatione deeimarum tarn de possessionibus habitis ante concilium 
memoratum, ante quod b ) suseeperunt eiusdem ordinis instituta, quam 
de novalibus sive ante sive post idem concilium acquisitis, que propriis 
manibus aut sumptibus exeolunt, de quibus novalibus aliquis bactenus 
non pereepit, nee non de ortis virgultis piscationibus suis et de .suorum 
animalium nutrimentis singuli vestrum omnino servetis immunes. Con- 
tradictores etc. 

XXIX. 

Eisdem prelatis ut in alia precedenti. ) 

Non absque dolore cordis et plurima turbatione didieimus, quod 

ita in plerisque partibus ecclesiastica censura dissolvitur et canonice 

sententie severitas enervatur, ut viri religiosi et hii maxime, qui per 

sedis apostolice privilegia maiori donati sunt libertate, passim a male- 

*) . . magistri et fratrum hoapitalis Ierosolimitani E. b ) Istud »ante 

quod* non ponatur, nisi quando datur CistercienflibuB ; si vero dicatur, tunc 
ponatur tantum de novalibus H. 

XXIX. H p. 47, E f. 44; Erler 82. 

c ) So die Überschrift in H. Dazu Randvermerk : Sic ponitur in salutatione, 
quando conceditur templariis et hospitalariis Ierosolimitanie, de Altopassu, saneti 
Spiritus de Urbe et Roscidevallis ; si vero aliis concedatur, fit mentio de una 
provincia tantum. 



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IV. Formulae. 263 

factoribus suis iniurias sustineant et rapinas, dum vix invenitur, qui 
congrua Ulis protectione subveniat et pro fovenda pauperum innocentia 
se murum defensionis opponat. 

Specialiter autem dilecti filii . . abbas et . . fratres monasterii . . 
Cisterciensis ordinis tarn de frequentibus iniuriis quam de ipso coti- 
diano defectu iustitie conquerentes universitatem vestram litteris petierunt 
apostolicis excitari, ut ita videlicet eis in tribulationibus suis contra 
malefactores eorum prompta debeatis magnanimitate consurgere, quod 
ab angustiis quas sustinent et pressuris vestro possint presidio respirare. 

Ideoque universitati vestre per apostolica scripta mandamus atque 
precipimus, quatenus illos, qui possessiones vel res seu domos predic- 
torum fratrum vel hominum suorum irreverenter invaserint aut ea 
iniuste detinuerint, que predictis fratribus ex testamento decedentium 
relinquuntur, seu in fratres ipsos vel ipsorum aliquem contra apostolice 
sedis indulta sententiam excommunicationis aut interdicti presumpserint 
promulgare vel decimas laborum de terris habitis ante concilium ge- 
nerale/) ante quod susceperunt eiusdem ordinis iustituta, quas propriis 
manibus aut sumptibus excolunt, seu nutrimentis animalium suorum 
spretis apostolice sedis privilegiis extorquere, si de hiis vobis manifeste 
constiterit, canonica monitione premissa, si laici fuerint, publice can- 
delis accensis singuli vestrum in diocesi et ecclesiis vestris excommuni- 
cationis sententia percellatis, si vero clerici vel canonici reguläres seu 
monachi extiterint, eos appellatione femota ab officio et beneficio 
suspendatis, neutram relaxaturi sententiam, donec predictis fratribus 
plenarie satisfaciant et tarn laici quam clerici seculares qui pro violenta 
manuum iniectione in fratres eosdem vel ipsorum aliquem anathematis 
vinculo fuerint innodati, cum diocesani episcopi litteris ad sedem 
apostolicam venientes ab eodem vinculo mereantur absolvi. 

XXX. 

Archiepiscopis et episcopis abbatibus prioribus et 
universis ecclesiarum prelatis, ad quos littere iste per- 
venerint etc. 



*) Dazu Randvermerk in H: Pro monasteriis, que de novo receperunt in- 
stituta Cisterciensis ordinis, non ponitur usque ibi »seu« [sc. de nutrimentis etc.], 
sed simpliciter dicitur »vel decimas de nutrimentis« etc.; sed si ad instar, ser- 
vetur instar. Pro Templariis et Hospitalariis dicatur , hominum suorum«, pro 
Cisterciensibus vero non; item ubi dicitur »de terris habitis ante concilium ge- 
nerale« pro Cisterciensibus ponatur »ante quod« pro Templariis et Hospitalariis 
non, sed dicatur »quas propriis manibus« etc. 

XXX. H p. 54, E f. 44'; Erler 83. 



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264 IV. Formulae. 

1. Cum dilectis filiis fratribus Ierosolimitanis fuerit a predeces- 
soribus nostris indultum et a nobis postmodom confirmatum, ut semel 
in anno recipiantur in ecclesiis ad elemosinas colligendas, quidam 
vestrum avaritie ardore succensi confratrias suas confratrie illorum 
eadem die in ipsorum adventu jpreponunt, et sie fratres ipsi confusi aut 
nichil exinde ant modicum coüsequuntur. 

2. Quia igitur hoc indecens est et in contemptum dei et ecclesie 
Komaneredundat: predecessorum nostrorum vestigiis inherentes univer- 
sitati vestre per apostolica scripta mandamus, quatinus, cum fratres 
ipsi ad loca vestra pro elemosinis accesserint colligendis, benigne in 
ecclesiis vestris reeipientes eosdem ipsos in ecclesiis ammonere populum 
et elemosinas libere querere permittatis, confratrias vestras, quas facere 
potestis cotidie, ipsorum confratriis, que semel in anno fiunt, nulla- 
tenus preponentes, ne occasione illarum elemosine pauperum Christi 
depereant et impediantur opera pietatis. 

3. Sane quoniam a nostris predecessoiibus est statutum et inno- 
vatum a nobis, ut nemo exeommunieet fratres ipsos vel ipsorum ora- 
toria interdicat sine mandato sedis apostolice speciali : preeipimus vobis 
auetoritate presentium, ut ipsos exeommunicare aut eorum ecclesias 
interdicere nullatenus presumatis. 

4. De parrochianis autem vestris, qui domos illorum invadunt per 
violentiam vel infringunt aut indebitis molestiis opprimunt fratres ipsos 
et tarn deposita quam res diripiunt eorundem, cum exinde querimoniam 
deposuerint coram vobis, tarn distrietam eis iustitiam faciatis et ita 
iura eorum defendere ac manutenere curetis, quod ipsi ad nos pro 
defectu iustitie sepe recurrere non cogantur, sed nos solicitudinem et 
obedientiam vestram debeamus merito commendare vosque beneficiorum, 
que in saneta domo illa fuerint, partieipes existatis. 

5. Preterea liberas et absolutas personas, que se domui eorum in 
sanitate vel infirmitate reddiderint, libere ac sine molestia reeipi per- 
mittatis ab eis nee ipsos super hoc temptetis aliquatenus impedire. 

6. Illud autem non medioeriter movet nos nee modicum eccle- 
siastice derogat honestati, quod quidam vestrum contra institutionem 
sanetorum patrum in Turonensi concilio editam fratrum ipsorum 
corpora, cum decedunt, nolunt sine pretio sepelire. Unde quia tarn 
prava exaetio et iniqua non est aliquatenus toleranda, in obedientie 
vobis virtute preeipimus, ut nullo modo a fratribus ipsis vel aliis pro 

1) Randvermerk : Hec verba et alia multa compet enter mutantur, cum aliis 
de novo conceditur. 3) Am unteren Rand: Istud capitulum »Sane* etc. ali- 

quibus comp et it, aliquibus vero non, utpote non exemptis. Am linken Rand: 
Precepit^dominus, quod capitulum istud nemini detur de cetero, quia non apparet 
statutum. Hieher gehört wohl auch der Vermerk : Additio Cle[mentisj. 



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IV. Formulae. 265 

sepultura quicquam exigere aut recipere, nisi quod spontanea deceden- 
tium liberalitas vel parentum seu aliorum fidelium pura devotio vobis 
contulerit attemptetis, sed absque ullo pretio sepeliatis eorpora mor- 
tuorum. Et si quis hoc ulterius attemptarit, taliter animadvertatis in 
eum, quod amplius similia non presumat. 

7. Ad hec presentium vobis auctoritate precipimus, ne ab eis 
contra tenorem privilegiorum apostolice sedis de nutrimentis animalium 
suorum sive de ipsis animalibus decimas exigere presumatis. 

8. Cum atitem oratoria vel cimiteria, secundum quod eis est be- 
neficio privilegiorum ecolesie Romane concessum, duxerint construenda, 
vos, fratres archiepiscopi et episcopi, eis pro se ac familia sua tantum 
oratoria dedicare ac cimiteria benedicere procuretis ; nee aliquis vestrum 
contra tenorem privilegiorum ipsorum id impedire audeat aliquatenus 
vel turbare. 

9. De cetero quoque fratres hospitalis Ierosolimitani in vestris 
episcopatibus constitutos, qui crucem et suum habitum deponentes 
per illecebras seculi et vieiorum arrupta vagantur, et illos etiam, qui 
prioribu8 suis contumaces et rebelles existunt et balivas detinent contra 
voluntates ipsorum, moneatis instanter et pro vestri officii debito com- 
pellatis, ut habitum depositum resumentes in obedientia prelatorum 
suorum devote ac humiliter perseverent et balivas sive alia officia per 
violentiam nullo modo detinere presumant. Quicunque autem man- 
datorum nostrorum extiterint contemptores, exeommunicationis eos 
sententia percellatis, quam faciatis usque ad satisfactionem condignam 
inviolabiliter observari. 

10. Preterea quicunque de facultatibus sibi collatis a deo congrue 
fratribus subvenerint hospitalis et in tarn saneta fraternitate statuerint 
se collegas eisque beneficia persolverint annuatim, eis de beatorum 
Petri et Pauli apostolorum auctoritate confisi, dummodo de peccatis 
suis vere contriti fuerint et confessi, septimam partem iniunete peni- 
tentie relaxamus. 

11. Apostolica quoque auctoritate ob reverentiam ipsius venera- 
bilis domus statuimus, ut hiis qui eorum fraternitatem assumpserint, 
si forsan ecclesie, ad quas pertinent, a divinis fuerint offieiis interdicte 
ipsosque mori contigerit, pretermissa tarnen in hoc solemnitate solita, 
sepultura ecclesiastica non negetur, nisi exeommunicati vel nominatim 
fuerint interdicti aut etiam publice usurarii vel alias eis a iure eadem 
sepultura fuerit interdieta. Volumus autem, ut liceat eis confratres 
suos, quos ecclesiarum prelati [apud ecclesias suas maliciose non per- 
miserint sepeliri, nisi exeommunicati vel nominatim fuerint interdicti 
aut etiam publice usurarii, tumulandos deferre ad ecclesias hospitalis 



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266 rV\ Formulae. 

et oblationes tarn pro eis quam pro aliis, qui in eorum cimiteriis 
requiescunt, exhibitas sine alieni iuris preiudicio retinere, hoc etiam 
addito, ut receptores fraternitatis eiusdem seu etiam collectarum salvo 
iure dominorum suorum sub beati Petri et nostra protectione consi- 
stant. Adicimus iusuper, ut, si qui eorundem fratrum, qui ad easdem 
fraternitates missi fuerint vel collectas, in quamlibet civitatem castellum 
vel vicum advenerint, si forte locus ille a divinis fuerit officiis inter- 
dictus, in eorum iocundo adventu semel aperiantur ecclesie annuatim 
et excommunicatis et nominatim interdictis eiectis divina ibi officia 
celebrentur ; salva in omnibus supradictis declaratione concilii generalis. 
12. Ad maiorem quoque vestre mercedis cumulum nichilominus 
vobis mandando precipimus, quatinus hanc nostram Constitutionen! per 
parrochias vestras nuntiari propriis litteris faciatis. Mandamus siqui- 
dem, ut, si qui de clericis ecclesiarum vestrarum prefati hospitalis fratribus 
cum licentia prelati et capituli sui sponte ac gratis per annum vel 
biennium decreverint deservire, nequaquam impediantur et interim sua 
beneficia non amittant. 

XXXI. 

Venerabilibus fratribus archiepiscopis et episcopis 
per Angliam constitutis. 

Dilecti filii fratres militie templi in Anglia gravem nobis queri- 
moniam destinarunt, quod quidam eorum vicarii, qui tenentur in suis 
ecclesiis personaliter deservire, contra voluntatem ipsorum et inhibi- 
tionem sedis apostolice vicarios alios in eisdem ecclesiis instituere non 
formidant, bona illa, que de suis percipiunt vicariis, in usus extra- 
ordinarios expendentes. Quia vero sicut temporalia metimus, ita spiritu- 
alia serere nos oportet, discretioni vestre per apostolica scripta man- 
damus, quatinus in singulis vestris diocesibus dictos vicarios, ut in 
ecclesiis eorundem fratrum vicarios alios contra formam iuhibitionis 
dudum a predecessoribus nostris facte instituere non presumant, imo 
persoualiter ut tenentur deserviant in eisdem, monitione premissa per 
ipsius beneficii subtractionem appellatione remota cogatis nullis, lit- 
teris etc. 

XXXII. 

Archiepiscopis et episcopis abbatibus prioribus de- 
canis archidiaconis et aliis ecclesiarum prelatis, adquos 
littere iste pervenerint. 

XXxTh p. 55, E f. 46 ; Erler 86. XXXII. H p. 56, E f. 46 ; Erler 87. 

Band vermerk: Hec dependet a superiori »Cum dilectie« etc. [o. No. XXX], .quia 
niei illa detur primo, hec locura non habet. 



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IV. F o r in u 1 a e. 267 

Querelam gravem recepiraus dilectorum filiorum fratrum Ierosoli- 
mitani hospitalis, quam pre magnitudine culpe ac pauperum dispendio 
dissimulare nee volumus nee debemus. Proposuerunt siquidem iamdicti 
fratres, quod, cum pro confratriis et elemosinis pauperum requirendis 
iuxta consuetudinem suam auetoritate apostolica confirmatam ad eccle- 
sias quorundam presbiterorum accedunt, eos reeipere Dolunt sed, quod 
gravius est, ab ecclesiis ipsis predictos fratres eicere non verentur, cum 
deberent eos benigne ac pacienter audire et parrochianos suos ad con- 
ferendas pauperibus elemosinas attentius exhortari. Accedit ad hec, 
quod iidem presbiteri quandam partem elemosinarum pauperum exigunt 
impudenter et, ut possint extorquere quod poseunt, parrochianis suis 
reclamantibus pauperum obsequium impedire pro sue voluntatis arbitrio 
non formidant. Unde quoniam tantum predictorum fratrum gravamen 
et pauperum dispendium clausis non debemus oculis pertransire, quibus 
ex debito pastoralis officii patrocinium tenemur contra omnium in- 
solentiam impertiri : universitati vestre per apostolica scripta mandamus 
atque preeipimus, quatinus universis presbiteris vestre potestati sub- 
iectis sub pena officii et beneficii iniungatis, ut predictos fratres, dum- 
modo idonei et bone opinionis existant, in ecclesiis suis ad opus 
pauperum predicare et elemosinas querere, iuxta quod eis apostolica 
sedes indulsit, sine qualibet contradictione permittant, salva moderatione 
concilii generalis, nee aliquid ab eis exigere vel extorquere presumant. 
Si vero postmodum de iam dictis presbiteris ad audientiam vestram 
querela pervenerit, in transgressores preeepti nostri iuxta modum culpe 
taliter vindicetis, quod eos sue temeritatis peniteat et fratres pro defectu 
iugtitie non cogantur ad nostram presentiam laborare. 

Pervenit preterea ad audientiam nostram, quod, si quando parro- 
chiani vestri prefatis fratribus de rebus suis quiequam in testamento 
relinquunt, heredes eorum vel illi, qui res ipsas penes se habent, 
ipsum legatum eis solvere contradieunt. Quia vero gravem culpe 
maculam contrabunt et non medioeriter oculos divine maiestatis offen- 
dunt, qui ea, que sacris dei ecclesiis et viris religioni et honestati 
deditis rationabiliter in testamento legantur, temeritate qualibet detinere 
presumunt: universitati vestre per apostolica scripta mandamus atque 
preeipimus, quatinus, si quando predicti fratres exinde apud vos queri- 
moniam deposuerint, illos, quos vobis nominaverint, si vobis ita esse 
constiterit, moneatis attentius et districtius compellatis, ut ea, que 
predictis fratribus sunt in testamento legata, remoto appellationis ob- 
staculo sine malitiosa dilatione absque diminutione persolvant vel in 
presentia vestra appellatione remota exhibeant iustitie complementum. 
Quod si monitis vestris parere contempserint, eos appellatione cessante 



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268 IV - Formulae. 

usque ad condignam satisfactionem excommunicationis vinculo astrin- 
gatis. 

XXXIII. 

Archiepiscopis episcopis et archidiaconis, ad quos 
littere iste pervenerint. 

Cum dilecti filii . . fratres Ierosolimitani hospitalis nulluni habeant 
episcopum vel prelatum preter Komanum pontificem et speciali prero- 
gativa gaudeant libertatis: non decet vos in eos vel clericos aut eccle- 
sias eorum, in quibus potestatem ecclesiasticam non habetis, absque 
mandato nostro excommunicationis vel interdicti sententiam promulgare. 
Sed si quando vos vel subditos vestros iidem fratres iniuste gravave- 
rint, per vos aut nuntios vestros id Romano pontifici significare curetis 
ac per ipsum de memoratis fratribus iusticiam obtinere. Inde est, 
quod universitati vestre per apostolica scripta mandamus atque preci- 
pimus, quatinus in predictos fratres sive clericos aut ecclesias eorum, 
in quibus auctoritatem nequaquam habetis, excommunicationis vel inter- 
dicti sententiam promulgare nullatenus presumatis nee eos alias inde- 
biti vexatione gravetis, sed erga ipsos vos taliter habeatis, quod non 
habeant adversus vos materiam querelandi, scituri, quod, si mandatum 
nostrum neglexeritis in hac parte, dimittere non poterimus, quin eis- 
dein fratribus in sua iustitia, si apud nos querelam iterum deposuerint, 
efficaciter providere curemus. 

XXXIV. 

Archiepiscopis et episcopis, ad quos littere iste per- 
venerint. 

Dilecti filii fratres Ierosolimitani hospitalis transmissa nobis in- 
sinuatione monstrarunt, quod archidiaconi et decani in vestris partibus 
constituti tarn per se quam per officiales suos homines predictorum 
fratrum pro excessibus suis ad ecclesiasticum iudicium pertrahunt, ut 
eorum potius peeuniam tollant, quam ut dignam eis penitentiam pro 
peccatis iniungant, cum indignum sit, ut predicti fratres, qui ad defen- 
sionem orientalis ecclesie piäs elemosinas querunt, dispendium aliquod 
vel gravamen in rebus, que ad eos pertinent, patiantur. Ideoque frater- 
nitati vestre per apostolica scripta mandamus atque preeipimus, quatinus 
predictos . . archidiaconum et decanum seu quoslibet officiales eorum 
appellatione et excusatione cessantibus per censuram ecclesiasticam 



XXXill. H p. 56, E f. 47; Erler 88. XXXIV. H p. 57 E f. 47; 

Erler 89. 



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IV. Formulae. 269 

compescatis, he homines predictorum fratrum pro excessibus suis pena 
pecuuiaria puniant, sed alia eis imposita penitentia bona eorura ad 
usus predictorum fratrum in pace ac quiete dimittant. 

XXXV. 

Eisdem. 

Querela dilectorum filiorum . . magistri et fratrum Ierosolimitani 
hospitalis ad nos transmissa pervenit, quod homines eorum, quos adul- 
terio vel alio crimine deprehenditis irretitos, contra libertates a regibus 
et aliis principibus ipsis indultas pecuniaria pena punitis, presbiteros 
etiam ecclesiarum suarum et omnes ecclesius quas tenent non dubi- 
tatis ut dicitur indebitis exactionibus fatigare. Quoniam igitur gra- 
vamen predictorum fratrum dissimulare nee possumus nee debemus, 
quos propter pauperes Christi, quorum sunt obsequiis maneipati, in 
suis volumus iustieiis confovere: fraternitati vestre per apostolica 
scripta iuhibemus, quatinus homines ipsorum contra libertatem eis in- 
dultam pena pecuniaria non muletetis nee ecclesiis eorum aut presbi- 
teris exaetiones indebitas imponatis, sed ab eorum moleatiis desistentes 
contra iniurias malignantium vestrum curetis patrocinium exhibere, ita 
quod querela super hoc ad audientiam nostram iterata venire non 
debeat nee vos possitis de avaritia merito vel contemptu sedis apostolice 
reprehendi. 

XXXVI. 

Archiepiscopis 6t episcopis abbatibus prioribus de- 
canis archidiaconis et aliis ecclesiarum prelatis, ad quos 
presentes littere pervenerint. 

Si discrimina, que dilecti filii . . fratres Ierosolimitani hospitalis 
pro defensione christiauitatis continue sustinent in partibus transraa- 
rinis, et beneficia, que pauperibus subministrant, consideratione solicita 
pensaretis, non solum ab illorum cessaretis molestiis sed et alios 
studeretis districtiua cohibere. Ceterum audivimus et audientes nequi- 
vimus non mirari, quod eos quidam vestrum solito durius persequentes 
non solum querelas eorum dissimulant, sed ipsos gravibus iniuriis ve- 
xaverunt et in dampnabili adhuc proposito perseverant, litteras nostras 
generales et quandoque speciales legere contempnentes ; quas siinterdum 
legerint, vilipendunt. Unde clerici et laici sumentes audaciam versus 
eos 8ecurius insolescunt, x ) elemosinas et beneficia subtrahunt consueta, 
invasores quoque bonorum ipsorum fratrum non arguunt sed in sua 

XXXV. H p. 57, E f. 47' ; Erler 89. XXX VI. H p. 57, E f. 47' ; Erler 90. 

') Auf diese seit Alexander III. abgeänderte Stelle dürfte sich der Rftnd- 
vermerk beziehen: »Additio Urbani.* 



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270 *V- Formulae. 

familiaritate recipiunt, fratres ipsos intolerabiliter deprimentes, quos 
pro sue religionis honestate deberent attentius sustentare. Unde quo- 
niam gravainen eorum tanto minus volumus in patientia sustinere, 
quanto gravius iusto dei iudicio permittente iugiter ipsos inimici Chri- 
stiani nominis persecuntur: universitati vestre per apostolica scripta 
mandainus et in obedientie virtute precipimus, quatinus litteras, quas 
pro eis dirigimus, sive generales fuerint sive etiam speciales, recipiatis 
humiliter et fideliter exponatis, subiectos vestros ad solitas elemosinas 
et beueficia solicitis monitis et exhortationibus inducentes; fratres 
autem benigne recipiatis attentius provisuri, ut de parrochianis vestris 
yel de subditis aliis si querelam detulerint, ipsos ad exhibendam iu- 
stitiam omni gracia et timore postpositis canonica severitate cogatis, 
ita quod fratres ipsi ex negligentia vestra ad sedem apostolicam non 
laborent, scituri, quod si precepto nostro presumpseritis contraire ulterius, 
in vos sicut inobedientes animadvertere severius compellemur. 

XXXVII. 

E i s d e m. 

Keligiosos viros fratres domus hospitalis Ierosolimitani pro religione 
et honestate sua tanto propensius a malignorum incursibus protegere 
volumus et tueri, quanto puriorem devotionem circa nos et Romanam 
ecclesiam habere noscuntur. Inde est, quod vobis per apostolica scripta 
precipiendo mandamus, quatinus universis parrochianis vestris sub inter- 
minatione anathematis prohibere curetis, ne a prefatis fratribus vel 
eorum hominibus de victualibus vestimentis pecudibus seu de aliis 
rebus eorundem fratrum usibus deputatis pedagium vendam passagium 
caucagium seu aliam quamlibet constitutionem exigere vel extorquere 
presumant. Si qui autem contra prohibitionein nostram venire pre- 
sumpserint, eos a presumptione sua monitione precedente non differatis 
per excommunicationis sententiam cohercere et in terris eorum, si 
quas habent, omnia divina preter baptisma parvulorum et penitentias 
morientium prohibeatis appellatione remota officia celebrari. Ad hec 
quia, sicut predicti fratres asserunt, quidam presbiteri et alii clerici 
vestre iurisdictionis in ecclesiis illis, que pro excessibus in domum pre- 
dictorum fratrum commissis sub interdicto tenentur, divina celebrare 
presumunt, eos, si res ita se habet, a sue presumptionis audatia per 
suspensionis et excommunicationis sententiam appellatione postposita 
compescatis. 



XXXVII. H p. 68, E f. 48'; Erler 90. 

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IV. Formulae. 271 

XXXVIII. 
Eisdem. 

Si diligenter attenditis, quanta dilectis filiis fratribus Ierosolimi- 
tani hospitalis reverentia debeatur, numquam hiis inveniemini graves 
existere vel molesti, qui sustentationi et refrigerio pauperum pia 
noscuntur solicitudine mancipati. Quoniam igitur iidem fratres ad hoc 
principaliter elaborant, ut se pariter et omnia, que acquirunt, devotis 
obsequiis pauperum undique confluentium diligenter impendant: uni- 
versitatem vestram monemus attentius et per apostolica scripta pre- 
cipiums et mandamus, quatenus ab eorum gravaminibus abstinentes ad 
solatia, que ad pauperum consolationem requirunt, vestram potius 
curam et solicitudinem convertatis et in hiis, que domui hospitalis ab 
aliquibus fidelibus sanis vel egrotantibus conferuntur, sive convalescant 
sive apud alios recipiant sepulturam, nihil vobis in ipsius hospitalis 
preiudic'ium vendicetis. Pro parrochianis autem vestris, qui videlicet 
ad extrema deducti in cimiteriis hospitalis elegerint sepeliri, sicut a 
felicis memorie Innocentio papa predecessore nostro noscitur institutum, 
quarta tantum oblationum locorum et aliorum, que defunctus in ultima 
voluntate relinquit, sitis testamenti portione contenti nee aliud pro 
ipsis a iam dictis fratribus exigatis non impedientes occasione qua- 
libet sepulturam, quam eis a sede apostolica misericorditer constat esse 
indultam, ex quo pretaxatam partem pro Ulis ecclesiis, a quibus mor- 
tuorum corpora assumuntur, fideliter resignarint. In hiis autem ele- 
mosinis, que pietatis intuitu predicte domui hospitalis a sanis et 
benevalentibus conferuntur, nemo vestrum presumat aliquam sibi ex- 
igere portionem. Ex illa vero quarta, que vobis conceditur exigenda, 
arma et equos excipi volumus et mandamus, quod domui hospitalis ad 
defensionem terre Ierosolimitane a quibuslibet decedentibus dimittuntur. 
Liceat autem fratribus supradictis eos, qui apud ipsos elegerint sepeliri, 
ad confessionem de oecultis peccatis reeipere per sacerdotes suos et per 
eosdem illis viaticum ministrare, si eis a propriis sacerdotibus premissa 
malitiose fuerint denegata, atque cum cruce et processione ad eimite- 
rium suum corpora eorum libere et sine impedimento tumulanda deferre. 

XXXIX. 

Eisdem. 

Milites templi Ierosolimitani novi sub tempore gracie Machabei 
abnegantes secularia desideria et propria relinquentes, tollentes crucem 



XXXVIII. H p. 58, E f. 48'; Erler 91. XXXIX. H p. 59, E f. 49'; 

Erler 92. 



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272 ^ Formulae. 

suara dominum sunt secuti. Ipsi sunt, per quos deus orientalem eccle- 
siam a paganorum spurcitia liberat et christiani Hominis inimicos ex- 
pugnat. Ipsi pro fratribus aniraas ponere non formidant et peregrinos 
ad sancta loca proficiscentes tarn in eundo quam redeundo defensant 
ab incursibus paganorum. Et quoniam ad tarn sanctum et pium opus ex- 
plendum eis proprie non suppetunt facultates, universitatem vestram 
presentibus litteris exhortamur, quatiuus populum vobis a deo com- 
missum collectas facere moneatis, ex quibus eorum inopia suppleatur. 
Quicunque vero de facultatibus sibi a deo collatLs ipsis subvenerit et 
in tarn sancta fraternitate statuerit se collegam eisque beneficia per- 
solverit annuatini, dummodo de peccatis suis etc. ut supra „Cum di- 
lectis*, 1 ) septimam ei partem iniuncte penitentie confisi de boatorum 
Petri et Pauli apostolorum meritis indulgemus. Cui etiam, cum eum 
mori contigerit, si tarnen nee exeommunicatus nee nominatim fuerit 
interdictus aut etiam usurarius manifestus aut alias ei a iure sepultura 
ecclesiastica non fuerit interdieta, eadem sepultura, pretermissa tarnen 
in hoc solemnitate solita, ecclesiastica non negetur. Cum autem fratres 
ipsius templi, qui ad collectam suseipiendam destinati fuerint, in civi- 
tatem castellum vel vicum advenerint, si forte locus ipse interdictus 
sit, in ioeundo eorum adventu pro templi honore et eorundem militum 
reverentia semel in anno aperiantur ecclesie et exeommunicatis et 
nominatim interdictis exclusis divina officia celebrentur. Que vero 
de non exeommunicatis et nominatim interdictis vel eciam publice 
usurariis eorundem militum fratribus ecclesiastice sepulture tradendis 
et ecclesiis in eorum adventu exeommunicatis et nominatim interdictis 
exclusis semel aperiendis statuta sunt, vobis . . archiepiscopis et epi- 
scopis mandando preeipimus, ut per vestras parrochias f'aeiatis irre- 
fragabiliter observari, salva in Omnibus premissis moderatione concilii 
generalis. Preterea fraternitati vestre rogando mandamus, quatinus 
personas eorum et bona pro reverentia beati Petri et nostra manu- 
teneatis et nullam eis irrigori lesionem vel iniuriam permittatis. 

XL. 

Archiepiscopis et episcopis abbatibus etc. 

Paci et quieti religiosorum virorum fratrum militie templi aposto- 
lica nos convenit solicitudine providere et tarn ipsos quam eorum bona 
tanto solicitius a malignorum incursibus et rapinis tenemur protegere, 
quanto pro fide christiani nominis se diuturuioribus exponunt periculis 
et adversus pravas et exteras nationes labores subeunt graviores. Inde 

') Vgl. o. XXX. 10. XL. H p. 59, E f. 49' ; Erler 93. 

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IV. Formulae. 273 

est, quod tarn fortes athletas Christi in suo sancto proposito volentes 
attentius confovere ad defensionem sui solicitudinem vestram duximus 
commonendam, ut raagis ac magis possint ad promovendum propo- 
situm quod sumpserunt intendere, cum fuerint solicitudine prelatorum 
ecclesie a malignantium inquietacione securi. Monemus itaque univer- 
sitatem vestram atque precipimus, quatinus, si quando clerici vel laici 
parrochiani vestri in aliquem predictorum fratrum capiendo vel de 
suis equitaturis deiciendo aut alias inhoneste tractando violentas manus 
iniciunt, huiusmodi presumptores sublato appellationis obstaculo accen- 
sis candelis dilatione et occasione postposita excommunicatos publice 
denuncietis et tarn diu facialis sicut excommunicatos artius evitari, 
donec passo iniuriam congrue satisfaciant et pro absolutionis beneficio 
impetrando apostolico se conspectui representent. Eos vero, qui in 
predictos fratres manus non iniciunt violentas, sed eos verbis contu- 
meliosis afficiunt et equitaturas aut alia eorum bona violenter diripiunt, 
si a vobis commoniti ablata eis noluerint restituere et de illatis iniuriis 
satisfactionem congruam exhibere, vinculo anathematis astringatis, quo 
ipsos usque ad dignam satisfactionem teneatis astrictos. 

XLI. 
Eisdem. 
Militum templi professio, sicut in scriptis eorum et privilegiis con- 
tinetur, est talis, ut ne cui post factam professionem semel assumptam 
crucem dominicam vel habitum ipsius abicere vel ad alium locum seu 
etiam monasterium maioris sive minoris religionis obtentu invitis sive 
inconsultis fratribus aut eo, qui magister extiterit, liceat transmigrare 
nullique ecclesiastice secularive persone ipsos suscipere liceat vel tenere. 
Cum enim ipsi ad defendendam orientalem ecclesiam et paganorum 
seviciam reprimendam relictis pompis secularibus dei sint servitio man- 
cipatio si transeundi ad alia loca et sumptum habitum relinquendi 
daretur eis licentia, magnum ecclesie dei possit exinde contingere detri- 
mentum. Ideoque universitati vestre per apostolica scripta precipientes 
mandamus, quatinus, si quis ex ipsis in parrochiis vestris vel locis 
vobis commissis id attemptare presumpserit, tarn ipsum quam qui eum 
ausu temerario retinere temptaverit, omni occasione remota excom- 
municationis vinculo innodetis. 

XLH. 
Patriarchis et episcopis abbatibus prioribus decanis 
archidiaconis et aliis ecclesiarum prelatis clericis et 
laicis, ad quos littere presentes pervenerint. 

XLI. H p. 60, E f. 5C; Erler 94. XLIL H p. 60, E f. 50*; Erler 94. 

T a n g 1 , P&psU Kanzleiordnungen. 18 

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274 IV. Formulae. 

Militia dei, que dicitur templi, quam sit orientali ecclesie commoda 
digna meritis deo grata, universitati vestre credimus non latere. Fraterna 
igitur Caritas nos hortatur, ut, in quantum possumus, necessaria eis 
subsidia ministremus. Et quoniam religiöse viventes devote student 
divinis officiis interesse, ad exemplar felicis recordationis Alexandri 
pape predecessoris nostri liberam eis concedimus facultatem idoneos 
presbiteros ad suum servitium assamere undecumque, qui tarnen rite 
sint in presbiteros ordinati et a propriis episcopis licentiam impetra- 
rint. Ad hec eisdem fratribus cupientes commodius providere minuere 
tarnen nullius vestrum ius parrochiale volentes vel decimas vel obla- 
tiones aut sepulturas auferre, in locis sibi collatis, ubi fratrum familia 
videlicet habitat eorundem, construendi eis oratoria licentiam dedimus, 
in quibus celebrationi divinorum intersint. Est enim indecens et parit 
interdum periculura animanim, si viri religiosi occasione ecclesie ade- 
unde se virorum turbis et frequentationibus immisceant mulierum. 
Quapropter universitati yestre per apostolica scripta mandamus atque 
precipimus, quatenus, cum vos, fratres patriarche arcbiepiscopi vel epi- 
scopi, ab eisdem fratribus fueritis requisiti, oratoria eorundem dedicetis 
absque aliqua pravitate, presbiteros quoque manere siuatis in pace, 
quos ipsi pro exhibendo sibi divino servitio sociarunt. Ad hoc ergo 
complendum vestra fraternitas opem et consilium prebeat et assensum 
nee eos in oratoriis construendis impediat aut impedire permittat. 

XLIIL 
Archiepiscopis et episcopis abbatibus prioribus de- 
canis archidiaconis et aliis ecclesiarum prelatis, ad quos 
littere iste pervenerint. 

Cum de viris ecclesiasticis, quibus plurimum expedire dinoscitur, ut 
in eunetis actibus suis modum ordinemque conservent, uobis aliqua 
referuntur, que illos reprehensibiles reddant, paterno dolemus affectu 
et de ipsorum emendatione curam volumus gerere pastoralem. Signi- 
ficantibus sane dilectis filiis . . fratribus militie templi aeeepimus, quod 
de possessionibus, que ipsis a vivis sive defiinctis rationabiliter con- 
feruntur, pro vestris expeditionibus et exeubiis faciendis vicesimam 
questam et exaetiones ab ipsis indebitas presumitis extorquere. Quo- 
circa universitati vestre per apostolica scripta precipimus et mandamus, 
quatinus ab huiusmodi exaetionibus penitus desistentes iura predictorum 
fratrum in aliquo ledere nullatenus presumatis, sed ita ipsos sua per- 
mittatis libertate gaudere, quod nee ipsi de vobis iustam babeant ma- 
teriam conquerendi nee nos ea districtius requirere compellamur. 

XLUL H p. 61, E f. 50* ; Erler 95. 

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IV. Formulae. 275 

XLIV. 

Archiepiscopis et episcopis ad quos littere iste per- 
venerint. 

Dilecti filii fratres militie templi in Provincia constituti nostro 
apostolatui coquesti fuerunt, quod quidam magnates comites et alii 
nobiles in vestris diocesibiis constituti de possessionibus, que ipsia a 
vivis sive defunctis rationabiliter conferuntur, pro suis expediüonibus 
et excubiis faciendis vicesimam questam et exactiones ab ipsis inde- 
bitas extorquere presumunt. Quocirca universitati vestre per apostolica 
scripta mandamus et districtius precipimus, quatinus iam dictos niole- 
statores, ut ab huiusmodi exactionibus omnino desistant et iura pre- 
dictorum fratrum in aliquo ledere non presumant, monitione premissa 
per censuram ecclesiasticani, prout ad officium vestrum pertinet, appel- 
latione postposita compellatis. 

XLV. 
Eisdem. 

Dilecti filii fratres militie templi post concilium multipliciter fati- 
gati ut asserunt graves queriraonias coguntur in nostro auditorio 
replicare. A capellanis quidem illorum fidelitatem et obedientiam 
preter solitum queritis et, quia vestre nolunt satisfacere voluntati, eos 
pro vestre voluntatis arbitrio molestatis non attendentes, quantum sit 
iam dictis fratribus consideratione obsequii, quod christianitati in 
partibus trausmarinis exhibent, deferendum. Quia igitur gravamen 
eorum sustinere in pacientia non debemus, quibus, quantum cum deo 
possumu8, prescripti obsequii et sue devotionis intuitu in sua tenemur 
iustitia providere: universitati vestre per apostolica scripta mandamus 
atque precipimus, quatinus a capellanis ecclesiarum, que pleno iure 
iam dictis fratribus sunt concesse, nee fidelitatem nee obedientiam 
exigatis, quia Komano tantum poutifici sunt subiecti, ab aliis vero 
iuramentum fidelitatis non queratis sed obedientie sitis promissione 
contenti, scituri, quod, si eos post prohibitionem nostram indebite grava- 
veritis, non sine rubore vestro ipsorum curabimus auetore domino iu- 
sticie providere. Privilegium quidem meretur amittere, qui permissa 
sibi abutitur potestate. 1 ) 



XLIV. XLV. H p. 61, E f. 51; Erler 96. 

l ) In E folgt im Context: Sequitur aliud concessura per dementem etc. 

Devotionis vestre promeretur aftectus, ut, quod a nobis suppliciter petitis, 

ad exauditionis gratiam quantum cum deo possumus favorabiliter admittamus. 

Fapropter dilecti in domino filii vestris supplicationibus inclinati, ut ab aliquibus 

18 # 



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276 IV. Formulae. 

XLVI. 

Archiepiscopis et episcopis abbatibus prioribus 
decanis archidiaconis et aliis ecclesiarum prelatis ad 
quo 8 etc. 

Pervenit ad nos ex conquestione religiosorum virorum fratrum 
hospitalis Ierosolimitani, quod, cum aliqui ad domos eorum pro salute 
sua se transferunt aut res suas deponunt, hostes eorum infra ambitum 
domorum ipsarum eos aut res suas dei reverentia et timore postposito 
capiunt et captos incarcerant et ad redemptionem compellunt. Quo- 
niam igitur id indignum est penitus et absurdum et fidelium saluti 
prorsus contrarium, ad exemplar felicis recordationis Alexandri pape 
predecessoris nostri universitati vestre per apostolica scripta precipientes 
mandamus, quatiuus universos generalis sub excommunicatiouis inter- 
minatione prohibere curetis, ne qui in ullos, qui ad domos predictorum 
fratrum pro salute sua confugiunt, vel in res eorum infra ambitum 
domorum ipsarum manus iniciant violentas. Si qui autein nostre pro- 
hibitionis fuerint transgressores, ipsos contradictione et appellatione 
cessante, vinculo anatheraatis astringatis et faciatis usque ad dignam 
satisfactionem sicut excommunicatos ab omnibus evitarL Provideant 
tarnen fratres, ut bomicidis et pestilentibus hominibus ad dispendium 
pacis atque iustitie sub hac indulgentia nisi forte intercedendo presi- 
dium non impendant. 

XLVH. 
Eisdem. 
Cum a religiosorum yirorum pressuris et molestiis illi, quorum 
pedes sunt veloces ad malum, severitate debeant ecclesiastica cohibere 
et inferiorum culpe merito ad prelatos desides referantur, quia facientis 
culpam habet, qui quod potest corrigere negligit emendare, miramur 
sicut possumus de ratione mirari, quod, sicut dilectis filiis fratribus 
Ierosolimitani hospitalis significantibus accepimus, parrochianos vestros, 
de quibus apud vos querelam deponunt, non compellitis ad iustitiam 
exhibendam; si vero aliquos interdum excommunicationi yel interdicto 
supponitis, sententiam vestram remittitis fratribus inconsultis satis- 



in causam trabi per litteras apostolicas, nisi plenam et expressam et de hac in- 
dulgentia et ordine vestro fecerint mentionem, niinime valeatis, auctoritate vobis 
presentium indulgemus. Nulli ergo etc. nostre concessionis etc. Datum etc. 

Die Eintragung fehlt in H und ergibt sich auch aus dem von den nächst- 
stehenden Formeln völlig verschiedenen Inhalt als späterer Nachtrag. 

XLVI. H p. 61, E f. 51'; Erler 97. JXLVil. H p. 62, E f. 51'; Erler 97. 



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rV. Formulae. 277 

factione congrua pretermissa. Quia igitur sustiuere nolumus incor- 
rectum, quod in vestrum et subiectorum vestrorum periculum attemp- 
tatur, uuiveraitati vestre per apostolica scripta mandamus atque pre- 
cipiraus, quatinus, cum a iam dictis fratribus de parrochianis vestris 
querelam acceperitis, eos ad exhibendam iustitiara omni gratia et 
timore postposito contradictione quoque et appellatione remota eccle- 
siastica districtione cogatis, attentius provisuri, ne sententiam quam 
tuleritis fratribus ignorantibus absque satisfactione congrua relaxetis, 
scituri a vobis damna ipsorum districtius requirenda, si preceptum 
nostrum neglexeritis, quod non credimus, adiraplere. 

XLVm. 
Eisdem. 
Querelam dilectorum filiorum fratrum militie templi de Guasco- 
nia a ) recepimus continentem, quod, cum contingat interdum servientes 
eorum laicos inferre aliquibus damna, ipsis fratribus inconsultis ac ipsi 
propter hoc eosdem abiciant servientes offensi tarnen nichilominus 
occasionem frivolam mendicantes eos sub tali pretextu contra iustitiam 
aggravant et molestant. Cum igitur fratres ipsi a nobis et predeces- 
soribu8 nostris specialibus privilegiis sint donati ac ipsorum molestiam 
non possimus gerere non molestam: discretioni vestre per apostolica 
scripta mandamus, quatinus, si qui premissorum occasione molestare 
presumpserint fratres ipsos, eos ut ab ipsorum molestatione indebita 
conquiescant, monitione preraissa per censuram ecclesiasticam sicut 
iustum fuerit compellatis. 

XLIX. 

Magistro et fratribus hospitalis Ierosolimitani. 

Iustis petentium etc. usque assensu ad exemplar felicis recorda- 
tionis Alexandri pape predecessoris nostri auctoritate vobis apostolica 
duximus indulgendum, ut in causis vestris fratres vestros possitis ad 
testimQnium ferendum producere nee pro eo, quod fratres vestri sunt, 
si alia causa racionabilis et manifesta non obstat, a ferendo testimonio 
repellantur, dummodo, sicut censura canonum et legum sancit auetoritas, 
velint testimonium perhibere. Nulli ergo etc. nostre concessionis etc. 

" XLVIII. H p. 62, E f. 52'; Erler 98. 

») Gervascone E. 

XLJX. H p. 62, E f. 52'; Erler 98. Die volle Formel lautet: Iustis peten- 
tium desiderii8 dignum est nos facilem prebere consensum et vota, que a rationis 
tramite non discordant, effectu prosequente complere. Eapropter, dilecti in domino 
filii, vestris iustis postulationibus grato coneurrentes assensu etc. 



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278 IV. Formulae. 



Archiepiscopis et episcopis abbatibus prioribus de- 
canis arch idiaconis etc. ad quos presentes littere etc. 

Decet pastoralis solicitudinem dignitatis pravas et enormes iniqui- 
tates evellere et vitia, que periculum pariunt animarum, radicitus am- 
putare. Detestandum siquidem facinus et plurimum abhorrendum per 
diversas mundi partes accepimus pullulare, quod quidam avaritie amore 
cecati potius quam zelo religionis accensi albas cruces, quas fratres 
Ierosolimitani hospitalis deferunt, sibi imponere et eas portare minime 
verentur, ut sie possint sub tali velamento elemosinas pauperibus de- 
putatas colligere et sibi animarum perniciem generare. Quocirca uni- 
versitati vestre per apostolica scripta mandamus, quatinos eos, qui 
crucem albam portandam assumunt aut signum, quod dictorum fratrum 
homines deferunt et oblati, cum non sint de professioue ac collegio 
ipsorum fratrum, omni cum districtione compellere studeatis, ut a 
tanta stultitia et errore desistaut et crucem aut dictum signum nulla 
ratione ulterius deferre presumant. Si quis vero a vobis commonitus 
a sua uoluerit temeritate cessare, in eum ecclesiastice animadversionis 
gladium auetoritate nostra omni occasione et appellatione postposita 
exeratis. 

LI. 

Magistro et fratribus hospitalis Ierosolimitani. 

Quanto maiora pro defensione christianitatis'discrimina sustinetis, 
tanto benigniori vos debemus oculo intueri et libentius, ubi cum iu- 
stitia possumus, vestris et vestrorura commodis providere. Eapropter 
dilecti in domiuo filii vestris iustis postulationibus annuentes ad exem- 
plar felicis recordationis Alexandri Lucii et Urbani paparum prede- 
cessorum nostrorum Komanorum pontificum presentibus vobis litteris 
indulgemus, ut in locis, que de Sarracenorum manibus poteritis cum 
auxilio celestis gratie liberare, in quibus nondum eultus Christiane 
religionis fuerit introduetus, ecclesias construatis, que soli Eomane 
ecclesie debeant subiacere, ita ut a nullo prelatorum ecclesie post Eo- 
manum pontificem aliquid iuris in eis valeat vendicari. Nulli ergo etc. 
nostre concessionis etc. 

LH. 
Eisdem. 

Quanto per graciam dei obsequio pauperum et solatio infirlnorum 
attentius insudatis et de die iu diem proficitis circa opera pietatis 

~ L. H p. 62, E f. 52'; Erler 99. LI. H p. 63, E f. 52'; Erler 99. 

LIL H p. 63, E f. 52'; Erler 100. 



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IV. Formulae. 279 

extendentes yos ad anteriore posteriorum obliti, tanto sincerius reli- 
gionera vestram diligimus et petitiones vestras, que iuri conveniunt 
et con8onant pietati, facilius debemus et volumus exaudire, ut eo devo- 
tras regule yestre observantie insistatis, quo magis eam noveritis a 
sede apostolica roboratam. Eapropter dilecti in domino filii vestris 
iustis postulationibus clementer annuimus et regulam, quam pie recor- 
dationis Baymundus magister vester de communi consilio et yoluntate 
capituli salubriter ordinavit et felicis memorie Eugenius papa prede- 
cessor noster ut accepimus confirmavit, auctoritate apostolica commu- 
nimus. Fiduciam quidem habemus per Christum ad deum, ut, quemad- 
modum canonicis regularibus beati Augustini regula concessa est ad 
salutem, ita vestram custodientes regulam ad etepie beatitudinis bravium 
pertingatis. Eemedia preterea ad infirmorum curam deliberatione pro- 
vida constituta videlicet ut in domo hospitalis semper quinque medici 
et tres sint cyrurgi, ad quorum dispositionem ea, que in cibariis aut 
aliis infirmis necessaria fuerint, ministrentur, et alia plura, que in 
scriptis vestris redigentes utiliter ordinastis, nichilominus approbantes 
revocari a quoquam districtius inhibeinus, nisi forte in melius augendo 
mutentur. Nulli ergo etc. nostre confirmationis et prohibitionis etc. 

LEI. 

Archiepiscopis et 'episcopis abbatibus prioribus de- 
canis etc. ut supra. 

Evangelice doctrine, que prohibet alterum alteri facere, quod fieri 
sibi nollet, et honestati ecclesiastice contradicit aliquam religiosam 
domum in immensa multitudine visitare et lautas epulas querere ülum, 
qui in domo propria procurationes sobrias vix interdum sine scandalo 
aliis exhiberet. Accepimus autem ; quod quidam vestrum domos dilec- 
torum filiorum fratrum Ierosolimitani hospitalis in magna multitudine 
equorum et hominum adeuntes in eis, fratribus contradicentibus, hospi- 
tantur et expensis gravissimis inquietant, quos deberent ob reverentiam 
nostram, ad cuius defensionem specialiter pertinent et consideratione 
obsequii, quod defensioni christianitatis exhibent in partibus transma- 
rinis contra alios solicite adiuvare. Quia igitur tolerare in patientia 
non debemus, ut in diebus nostris onera predictis fratribus imponantur, 
que antea non portarunt: universitati vestre auctoritate apostolica 
districtius inhibemus, ne in domibus eorum ipsis queratis renitentibus 
cum eorum gravamine hospitari, nisi forte id in concessione ipsarum 
domorum vobis vestrisque successoribus manifeste apparuerit reservatum, 



LUL H p. 63, E f. 53'; Erler 100. 



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280 IV. Formulae. 

sed ea potius reverentia et obsequio sitis contenti, quod per scriptum 
autenticum declaratur. Datum etc. 

LIV. 

Magistro et fratribus hospitalis Ierosolimitani. 

Quieti vestre providere yolentes auctoritate vobis presentium tn- 
dulgemus, ut, &i contra vos super hiis, que ordini vestro a sede apo- 
stolica sunt indulta, contra tenorem privilegiorum vestrorum apostolicas 
litteras impetrari contigerit, que de ordine vestro non faciant mentionem, 
per eas non teneamini respondere. Nulli ergo etc. nostre conces- 
sionis etc. 

LV. 

Hermanno magistro et fratribus' hospitalis sancte 
Marie Theotonicorum Ierosolimitani. 

Vestra religio, cuius bonus odor longe lateque diflunditur, spe- 
cialem apostolice sedis favorem et gratiam promeretur. Cum igitur 
ordinem fratrum hospitalis Ierosolimitani circa pauperes et infirmos, 
fratrum vero milicie templi circa clericos et milites ac alios fratres in 
domo yestra provide institutum laudabiliter observetis, nos volentes, 
ut sitis pares in assecutione apostolici beneficii, quibus in operatione 
virtutum pio studetis proposito adequari, omnes libertates immunitates 
ac indulgentias venerandis domibus predictorum hospitalis et templi 
ab apostolica sede concessas ad exemplar felicis memorie Honorii pape 
predecessoris nostri domui vestre concedimus, ut eis utamini libere 
sicut illi, vobis auctoritate presentium indulgemus. Nulli ergo etc. 
nostre concessionis etc. 

LVI. 

Universis Christi fidelibus ad quos littere iste per- 
venerint. 

Si iuxta sententiam sapientis inter tempus seminandi discernimus 
et metendi, seminare debemus in terris, quod cum multiplicato fructu 
recolligere debeamus in celis, facientes nobis de mammone iniquitatis 
anricos, qui, cum defecerimus, in eterna tabernacula nos admittant. 
Sic enim thesaurizamus nobis thesauros in celo, ubi fures non effo- 
diunt nee furantur. Sic terrena in celestia et transitoria in eterna 
felici commercio commutamus. Licet autem indigentibus universis 
aperire teneamur viscera caritatis, illis tarnen specialius et habundantius 

LLV. LV. H p. 64, E f. 53'; Erler 101. LVI. H p. 64, E f. 53' J 

Erler 102. 



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IV. Formulae. 281 

quodammodo liberalitatis debemus gratiam exhibere, qui, cum sint 
pauperes spiritu, sponte subeunt onera paupertatis, ut pauperibus possint 
copiosius subyenire, dum tamquam nichil habentes et omnia possidentes 
velut penuriam pati et habundare didicerint, habundant pauperibus, 
sibi egent et in se aliorum egestatem assuraunt, ut ex indigentia 
liberali liberalius ministrent hospitibus et egenis. Hoc vero quamvis 
multi laudabiliter exequantur, illi tarnen student laudabilius adimplere, 
qui hospitalitati vacantes non solum recipiunt hospites sed et trahunt, 
illud propheticum exequentes: „Frange esurienti panem tuum et ege- 
nos vagosque induc in domum tuam, cum videris nudum, operi eum et 
carnem suam ne despexeris ". Hü enim, cum pascunt esurientes sitientes 
potant colligunt hospites nudos vestiunt et non solum infirmos yisitant 
sed eorum in se infirmitates assumunt ministrant in carcere positis et 
quibus in infirmitate participant communicant in sepultura defunctis, 
illa omnia exequuntur, propter que dominus in ultimo destrictionis 
examine remuneraturum se bonos et malos asserit puniturum. 

Cum igitur dilecti filii magister et fratres hospitales de Altopassu 
ad hoc totis viribus elaborent, ut undique confluentium egenorum 
pariter et egrorum necessitatibus se exponant: monemus universitatem 
vestram et hortamur in domino et in remissionem vobis iniungimus 
peccatorum, quatinus ut cooperatores sitis operum pietatis, accedentes 
ad vos eorum nuntios, dummodo non sint questuarii, benigne recipere 
ac honeste tractare curetis, eis grata subsidia et pias elemosinas con- 
ferentes, ut, quod pauperibus contuleritis per manus eorum in terris, 
vobis per manus pauperum thesaurizetis in celis cum apostolo sen- 
tientes, quoniam, qui parce seminat, parce et metet, et qui seminat in 
benedictionibus, de benedictionibus et metet vitam eternam. Nos 
autem de omnipotentis dei misericordia et beatorum Petri et Pauli 
apostolorum eius auctoritate ac ea, quam dominus nobis indulsit, 
potestate confisi Omnibus, qui de facultatibus suis ipsis subvenerint et 
in tarn sancta fraternitate statuerint se collegas eisque beneficia pre- 
stiterint annuatim, dummodo de peccatis suis contriti fuerint et ore 
confessi, septimam partem iniuncte penitentie relaxamus auctoritate 
apostolica statuentes, ut hiis qui eorum fraternitatem assumpserint, si 
ecclesie ad quas pertinent fuerint interdicte ipsosque mori contigerit, 
nisi excommunicati vel nominatim interdicti fuerint aut etiam publice 
usurarii aut alias eis a iure sepultura ecclesiastica fuerit interdicta, 
eadem sepultura, pretermissa tarnen in hoc solemnitate solita, non 
negetur. Receptores quoque fraternitatis et collectarum ipsorum, salvo 
iure dominorum suorum, sub beati Petri et nostra protectione suscipi- 
mus statuentes, ut si qui firatrum ipsorum qui ad easdem fraternitates 



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282 IV. Formulae. 

missi fuerint vel collectas, in quamlibet civitatem castellum vel vicum 
interdictum advenerint, in eorum iocundo adventu semel aperiantur 
ecclesie annuatim et excommunicatis et nominatim interdictis eiectis 
divina ibi officia celebrentur, ut super elemosinis acquirendis per lo- 
corum diocesanos aut vestrarum ecclesiarum rectores vel eosdem fratres, 
dummodo idonei et bone conversationis existant, verbum exhortationis 
ad populum proponatur, salva in omnibus supradictis declaratione con- 
cilii generalis. Date igitur elemosinam, ut omnia munda sint yobis, 
quoniam elemosina a morte liberat et ipsa est, que purgat peccata et 
facit invenire vitam eternam, quia, sicut aqua ignem ardentem extin- 
guit, sie elemosina peccato resistit. 

LVII. 

Archiepiscopis et episcopis abbatibus prioribus de- 
canis archidiaconis plebanis archipresbiteris et aliisetc. 
ad quos etc. 

Querelam gravem reeepimus dilectorum filiorum . . magistri et 
fratrum hospitalis Altipassus, quam pre magnitudine eulpe etc. = o. 
Formel XXXIL 

LVIE. 

Archiepiscopis et episcopis abbatibus prioribus de- 
canis archidiaconis plebanis archipresbiteris et aliis 
ecclesiarum prelatis, ad quos littere iste pervenerint. 

Circa opera pietatis vos non credimus difficiles invenire, ad que 
tenemini per vos ipsos tarn exemplo quam verbo vestros subditos in- 
vitare. Licet autem debeatis omnibus benignitatis vestre gratiam ex- 
hibere ac in pio eos proposito adiuvare, dilectis tarnen filiis magistro 
et fratribus hospitalis de Altopassu tanto tenemini ampliorem prestare 
favorem, quanto iidem per hospitalitatis opera, quibus sunt dediti, 
debent dei et hominum gratiam plenius obtinere. Monemus insuper 
universitatem vestram et exhortamur attente per apostolica vobis scripta 
preeipiendo mandantes, quatinus singuli vestrum parrochianos suos 
moneant diligentius et inducant et ex parte nostra in remissionem eis 
peccatorum iniungant, ut nuntiis hospitalis ipsius, qui pro elemosinis 
fidelium et sustentationem infirmorum et pauperum colligendis ad par- 
tes vestras accedunt, grata subsidia et pias elemosinas largiantur, ita 
quod, ut pauperibus contulerint per manus eorum in terris, sibi 
per manus pauperum thesaurizent in celis. Litteras etiam, quas 



LVIL H p. 65, E f. 54'; Erler 104. LV1H. H p. 66, E f. 55'; Erler 105. 

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IV. Formulae. 283 

ftatribus ipsis concessimus, parrochianis vestris diligenter et fideliter 
exponatis, raandatum nostrum taliter impleturi, quod ex hoc preter 
divine retributionis gratiam nos vobis et eeclesiis vestris fortius obligetis. 

LIX. 
Pro hospitali sancti Spiritus in Saxia de Urbe. Ar- 
chiepiscopis et episcopis abbatibus prioribus decanis 
archidiaconis plebanis archipresbiteris et aliis ecclesia- 
mm prelatis etc. 

Si iuxta sententiam sapientis inter tempus seminandi discernimus 
et metendi etc. tisque puniturum. l ) 

Cum igitur dilecti filii . . magister et fratres hospitalis saucti 
Spiritus in Saxia de Urbe 2 ), quod felicis recordationis Innocentius papa 
predecessor noster ad receptionem pauperum et infirmorum ecclesie 
Romane sumptibus prope basilicam principis apostolorum fecit in 
strata publica construi, ad hoc totis viribus elaborent, ut undique con- 
fluentium egenorum pariter et egrorum necessitatibus se exponant: 
monemus universitatem vestram et exhortamur in domino et in remis- 
sionem vobis iniungimus peccatorum, quatinus ut cooperatores sitis etc. 
= o. Formel LVL 

LX. 

Pro eodem hospitali eisdem prelatis. 

Querelam gravem recepimus dilectorum filiorum magistri et fratrum 
hospitalis sancti Spiritus in Saxia de Urbe, quod felicis recordationis 
Innocentius papa predecessor noster prope basilicam principis aposto- 
lorum fecit in strata publica construi, quam pre magnitudine etc. — 
o. Formel XXXII und LVII. 

LXI. 
Eisdem. 
Circa opera pietatis etc. = o. Formel LVIII. 
Licet autem debeatis omnibus benignitatis vestre gratiam exhibere 
ac in pio eos proposito adiuvare, dilectis tarnen filiis . . magistro et 
fratribus hospitalis sancti Spiritus in Saxia de Urbe, quod felicis recor- 
dationis Innocentius papa predecessor noster prope basilicam aposto- 
lorum principis fecit in strata publica ecclesie Romane sumptibus 
construi, tenemini tanto ampliorem prestare favorem, quanto ex hoc 

LIX. H p. 66, E f. 56; Erler 106. 

*) Vgl. o. LVI. 2 ) E statt dessen allgemein hospitalis ecclesie . . 

LX. LXI. H p. 66, E f. 56>; Erler 106. 



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284 Forniulae. 

gratiam uostram poteritis plenius promereri, si in tarn laudabili opere 
membra consenserint capiti et partes faverint suo toti. Monemus igi- 
tur discretionem vestram et exhortamur attentius et per apostolica 
vobis scripta precipiendo mandamus, quatinus singuli vestrum parro- 
chianos suos moneant diligentius et inducant et ex parte nostra in 
remissionem eis peccatorum iniungant, ut nuntiis bospitalis ipsius 
grata subsidia et pias elemosinas largiantur, ita ut, quod pauperibus 
contulerint per manus eorum in terris, sibi per manus pauperum 
thesaurizent in celis. Litteras etiam etc. = o. Formel LVI1I. 

LXII. 

Pratribus ordinis predicatorum. 

Ne pro eo, quod diocesanis episcopis debitam obedientiam et 
reverentiam exhibetis, iustitutiones vestri ordinis subverti contingat in 
grave ipsius ordinis detrimentum: volumus, ut episcopis vestris im- 
peudatis obedientiam et reverentiam debitam et devotam, salvis maxime 
circa institutionem et destitutioneiu priorum vestrorum eiusdem ordinis 
inslitutis. Nulli ergo etc. nostre concessionis etc. 

LXIII. 
Eisdem. 

Cum paupertatem et vitam profiteamini regulärem insistentes ex 
pio, quem vobis dominus inspiravit, affectu evangelizationi verbi dei, 
quo populus Christianus numero et merito ampliatur: auctoritate 
presentium inhibemus, ne quis post ordinis vestri professionein ab or- 
dine ipso sine sui prioris discedat licentia, discedentem vero absque 
cautione litterarum vestrarum auctoritate alicuius privilegii ab apo- 
stolica sede indulti nullus audeat retinere. Quod si quis forte retinere 
presumpserit, licitum vobis sit in ipsos fratres regulärem sententiam 
promulgare. Nulli ergo etc. nostre inhibitionis et concessionis etc. 

LXIV. 
Eisdem. 

Cum tamquam veri et fideles Christi ministri elegeritis vobis in 
domo domini mansioues, digaum esse credimus, ut habitacula vestra 
inter alias honorabiles congregationes fidelium statuamus. Hinc est 
igitur, quod vestris supplicationibus inclinati presentium auctoritate 
decernimus, ut ecclesie vestre omnes, ubi conventus existunt, conven- 

LXII. LXni. H p. 67 t E f. 56'; Erler 107. LXIV. H p. 67, E f. 56'; 

Erler 108. 



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IV. Formulae. 285 

tuales vocentur, concedentes vobis nichilominus licentiam, ut in 
ipsis ecclesiis ad opus fratnim et conversorura vestrorum habere 
libere cimiteria valeatis. Nulli ergo etc. nostre cönstitutionis et con- 
cesaionis etc. 

LXV. 

Eisdem. 

Quieti vestre providere volentes auctoritate vobis presentium in- 
dulgemus, ut commissiones causarum vel sententiarum executiones a 
sede apostolica vel delegatis eius seu a quibuslibet aliis factas vobis 
sine vestra non teneamini recipere voluntate, nisi in litteris aposto- 
licis de concessione huiusmodi mentio habeatur. Nulli ergo etc. 
nostre concessionis etc. 

LXVI. 

Archiepiscopis et episcopis abbatibus prioribus etc. 

Cum dilectorum filioruni magistri et fratrum ordinis predicatorum 
precibus inclinati per nostras inhibuerimus litteras, ne quis post pro- 
fessionem eidem ordini factam ab ordine ipso sine sui prioris discedat 
licentia et discedentem absque cautione communium litterarum . . 
prioris et fratrum ipsorum auctoritate alicuius privilegii ab apostolica 
sede indulti nullus audeat retinere : universitati vestre per apostolica 
scripta mandamus, quatinus quoslibet contra inhibitionem nostram ab 
ipsorum fratrum ordine discedentes et propter hoc excommunicatos ab 
ipsis usque ad satisfactionem condignam artius evitetis et faciatis ab 
omnibus evitari. 

Lxvn. 

Eisdem. 

Quoniam habunda^it iniquitas et refriguit Caritas plurimorum, 
ecce ordinem dilectorum filioruni fratrum predicatorum dominus susci- 
tavit, qui non que sua sed que sunt Christi querentes tarn contra profli- 
gandas hereses quam contra pestes alias mortiferas extirpandas se 
dedicarunt evangelizationi verbi dei in abiectione voluntarie pauper- 
tatis. Nos igitur eorum sanctum propositum et necessarium ministe- 
rium favore benivolo prosequentes universitati vestre ipsos affectuose 
duximus commendandos, caritatem vestram rogantes et exhortantes in 
domino ac per apostolica vobis scripta mandantes, quatiuus dilectos 



LXV. H p. 67, E f. 56'; Erler 108. LXVI. LXVIL H p. 67, E f. 57; 

Erler 108. 



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286 *V« Formulae. 

filios fratres ordinis memorati pro reverentda divina et nostra ad offi- 
cium predicandi, ad quod sunt ex professioue sui ordinis deputati, 
benigne recipere procuretis ac populos yobis commissos, ut ex ore 
ipsorum verbi dei semen devote suscipiant, ammonentes in suis eis 
necessitatibus liberaliter assistatis nee impediatis, quominus illi, qui 
ad eorum predicationem accesserint, tunc eorum sacerdotibus valeant 
confiteri, quatinus ad predieta suseipienda vestris exhortationibus populi 
preparati tamquam bona et fruetifera terra pro vitiorum tribulis in- 
cipiant segeteni germinare virtutum et dicti fratres per cooperationem 
vestram suseepti ministerii cursum felicius consummando optatum re- 
portent sui laboris fruetum et finem, salutem videlicet animarum. 
Quia vero sepe vitia sub specie virtutum oeculte subintrant et angelus 
sathane in angelum lucis se plerumque simulate transformat : presen- 
tium vobis auetoritate mandamus, quatinus, si qui de predictorum fra- 
trum ordine se dicentes in vestris partibus predieaverint, ad questum 
se peeuniarium convertendo, per quod religionem eorum, qui pauper- 
tatem professi sunt, contingeret infamari, vos tamquam falsarios capiatis 
et condempnetis eosdera. 

LXVIII. 

Magistro et . . prioribus ordinis predicatorum. 

Auetoritate vobis presentium indulgemus, ut, si contigerit aliquos 
ordinis vestri religionem intrare volentes in eanouem late sententie in- 
eidisse, ne pium eorum propositum possit ullatenus impediri, si eos 
ad sedem apostolicam laborare oporteat, eis absolutionis beneficium 
impendatis, dummodo dampna passis et iniuriam satisfaciant compe- 
tenter, nisi forte usque adeo gravis fuerit et enormis eorum excessus, 
quod sint merito ad sedem apostolicam transmittendi. Nulli ergo etc. 
nostre concessionis etc. 

LXIX. 

Fratribus de ordine predicatorum. 

Postulastis a nobis, ut cum extra civitates et villas frequentius 
existatis nee vobis expediat per huiusmodi loca discurrere pro divinis 
offieiis audiendis, celebrandi vobis, ubi conventus de ordine vestro 
fuerit, super altare portatile liceutiam preberemus. Nos autem id 
vestris postulationibus inclinati concedimus sine iuris preiudicio alieni. 
Kulli ergo etc. nostre concessionis etc. 



LXVÜt. H p. 68, K f. 57'; Erler 109. LXIX. H p. r>8, E f. 57'; 

Erler HO. 



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IV. Formulae. 287 



LXX. 



Magistro et universis fratribus ordinis predica- 
torum. 

Cum iam per eius gratiam, qui, que mundus abhoniinatur, assu- 
mit, vestri titulus ordinis adeo sit insignis, quod vix creditur ab hiis, 
qui contra vos litteras impetrant, sine malitia subticeri: nos et 
illorum obviare fraudibus et vestram innocentiam favorabiliter con- 
fovere volentes auctoritate vobis presentium indulgemus, ut nequea- 
tis per litteras apostolicas conveniri, que de hac indulgentia et ve- 
stro non fecerint ordine mentionem. Nulli ergo etc. nostre conces- 
sionis etc. 

LXXI. 

Magistro et prioribus provincialibus ordinis fra- 
trum predicatorum presentes litteras inspecturis. 

In iure canonico reperitur expressnm, ut si quisquam eorum, qui 
simul vivunt, pro manus iniectione in socium a communione meruerit 
fieri alienus, prelatus eiusdem reconciliandi et penitentiam imponendi 
plenariam habeat potestatem, nisi forte atrocitas facti graviorem penam 
expectet. Habetur etiam in eodem, quod de seculo fugientes, qui reli- 
gionis habitum in monasterio receperunt et inter cetera postmodum 
confitentur se tale commisisse delictum, per quod ipso actu ex- 
communicationis sententiam incurrerunt, in religionis favorem et ut 
subtrahatur vagandi materia, per suos prelatos absolutionis beneficium 
consequantur. Verum cum proveniat ex vestre ac fratrum vestrorum 
conversationis pie meritis, per quam ubique terrarum nomen attolitur 
omnium conditoris, ut, quam cum ipso possumus vobis pro animarum 
salute gratiam faciamus: devotioni vestre presentium auctoritate con- 
cedimus, ut eos ex fratribus vestris, qui pro iniectione maouum in se 
ipsos incurrerunt excommunicationis vinculum vel incurrent aut in 
illud ante susceptum habitum incidernnt nee non ut eos, qui relicta 
vanitati seculi cupientes vestre humilitatis collegio aggregari, se asse- 
runt exeommunicatione ligatos, ne ipsorum ad deum possit impediri 
conversio, absolvere valeatis, dummodQ iniuriam et damna passis satis- 
faciant competenter, illis tarnen exceptis, quorura adeo gravis fuerit 
et enormis excessus, quod merito sint ad sedem apostolicam desti- 
nandi. Nulli ergo etc. nostre concessionis etc. 



LXX. H p. 68, E f. 57'; Erler 110. LXXI. H p. 68, E f. 68; 

Erler 110. 



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2gg IV. Formulae. 

LXXII. 

Magistro et fratribus ordinis predicatorum. 

Cum a nobis petitur etc. usque assensu, sepulturam ecclesiarura 
vestrarum liberam esse decernimus, ut eorum devotioni et extreme 
voluntati, qui se illic sepeliri deliberaverint, nisi excommunicati yel 
interdicti sint aut etiam publice usurarii, nullus obsistat; salva tarnen 
iustitia illarum ecclesiarum, a quibus mortuorum corpora assumuntur. 
Nulli ergo etc. nostre concessionis etc. 

LXX1H. 

Magistro et fratribus ordinis predicatorum. 

Quia confusio habitus sepe confusionem inducit ordinum et etiam 
animorum: auctoritate presentium districtius inhibemus, ut nulli, sive 
sit in religionis ordine yel extra ordinem constitutus, habitum vestrum 
aut ita consimilem, quod propter eum frater predicator credi posöit, 
deferre liceat absque mandato sedis apostolice speciali. Ceterum ut 
dicta inhibitio maiorem consequatur efFectum: statuimus, ut hü, qui 
habitum vestrum vel sibi predicto modo consimilem deferre presump- 
serint, ad deponendum ipsum per diocesanos locorum, cum a vobis 
requisiti fuerint, monitione premissa per censuram ecclesiasticam appel- 
latione postposita compescendo compellantur. Nulli ergo etc. nostre 
concessionis etc. 

LXXIV. 

Archiepiscopis et episcopis presentes litteras in- 
specturis. 

Quia confusio etc. = o. Formel LXXIII. usque animorum: auctori- 
tate apostolica districtius duximus inhibendum, ut nulli etc. usque 
constitutus, habitum dilectorum filiorum fratrum predicatorum aut ita 
sibi consimilem etc. usque speciali. Volumus igitur et fraternitati 
vestre per apostolica scripta mandamus, quatinus singuli vestrum in 
suis civitatibus et diocesibus illos, qui prefatum habitum vel sibi pre- 
dicto modo consimilem contra inhibitiones nostras deferre presumpserint 
ad deponendum ipsum, cum ab eisdem fratribus requisiti fueritis, 

LXXII. H p. 68, E f. 59>; Erler 114. Zur Ergänzung der Formel vgl. Ri- 
poll Bullarium ordin. fratrum Praedicatorum 1,25: Cum a nobis petitur, quod 
iustum est et honestum, tarn vigor equitatis quam ordo exigit rationiß, ut id 
per Bolicitudinem officii nostri ad debitum perducatur effectum. Eapropter di- 
lecti in domino filii vestris iustis postulationibus grato concurrentes assensu etc. 
LXXIII. H p. 69, E f. 58; Erler 111. LXXIV. H p. 69, E f. 58'; 

Erler 111. 



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IV. Formulae. 289 

monitione precedente per censuram ecclesiasticam suMato appellationis 
obstaculo compellatis. 

LXXV. 

Magistro et fratribus ordinis fratrum predicatorum. 

Inspirationis divine gratia faciente vos, quos in lucem gentium 
dei sapientia dedisse dinoscitur, ad hoc continuis desudatis affectibus, 
ut spiritualem conseqnendo letitiam, que per quietem contemplationis 
acquiritur et predicationis sacre Studium obtinetur, sie decurratis pre- 
sentis vite spatium, quod annuente Jesu Christi dementia vobis tandem 
ac proximis proveniat gloria perpetue claritatis. Digne igitur, quia 
per ea que vobis a sede apostolica committuntur, principalis vestri 
propositi nonnunquam executio impeditur et non modicum saluti de- 
trahitur animarum: auetoritate vobis presentium indulgemus, ut ad 
correctionis seu visitationis officium mpnasteriis vel ecclesiis impenden- 
dum nee non ad executiones causarum et denuntiationes exeommuni- 
catorum procedere vel reeipere curara monialium seu religiosarum 
quarumlibet nulli fratrum vestrorum de cetero per litteras apostolicas 
teneantur, nisi expresse de hac indulgentia fecerint mentionem. Nulli 
ergo etc. nostre concessionis etc. 

LXXVI. 

Archiepiscopis et episcopis ad quos littere iste per- 
venerint. 

Quia proni sunt ab adolescentia hominis sensus ad malum et caro 
semper vergit in eulpara, quantumeunque fratres ordinis predicatorum 
pro sua sanete religionis observantia in ecclesiam dei splendere noscan- 
tur, ex humana tarnen fragilitate contingit, quod interdum quidam eorum 
excedunt in casibus, iu quibus exeommunicationis sententiam et notam 
irregularitatis ineurrunt. Quare nobis fuit humiliter supplicatum, ut, 
cum omnino non expediat talibus pro absolutionis beneficio et dispen- 
sationis gratia obtinendis discurrere, ne vel eis detur vagandi materia 
vel aliis contra ipsos occasio murmurandi, providere super hoc miseri- 
corditer dignaremur. Nos igitur de discretioue vestra plenam in domino 
fiduciam obtinentes, fraternitati vestre per apostolica scripta mandamus, 
quatinus singuli vestrum in propriis diocesibus fratribus ordinis supra- 
dicti constitutis ibidem absolutione ac dispensatioue indigentibus sive 
antequam ad religionem huiusmodi convolarint sive postea excesserint 
in casibus supradictis, cum ab eis fiieritis requisiti, auetoritate nostra 



LXXV. LXXVI. H p. C9, E f. 58'; Erler 112. 
Tang], Pipstl» Kanzleiordnnngen. 

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290 ^* Formulae. 

impendatis absolutionis beneficiura et, prout secundum deum expedire 
videritis, dispensetis, uisi adeo esset difficilis et enorniis excessus, quod 
merito pro hiis deberent ad sedem apostolicam destinari. Datum etc. 

LXXVII. 

Magistro et universis prioribus prov incialibus or- 
dinis fratrum predicatorum presentes litteras inspec- 
turis. 

Licet ad hoc fratrum vestri ordinis pia desudet intentio, ut ab eis 
in hiis que faciunt prudenter et provide procedatur, per hoc et sue 
religioni proficere et dei cupientes ecclesiam honorare, tarnen aliquando 
ex conditionis humane fragilitate contingit, quod quidam ex ipsis ex- 
cedunt in casibus, in quibus excommunicationis sententiam et notam 
irregularitatis incurrunt. Quare a nobis supplicatione humili postu- 
lastis, ut cum viri contemplationi dediti sint in religionis favorem a 
discursibus cohibendi ac propter viarum pericula eisdem fratribus ad 
nostram et diocesanorum presentiam impediatur accessus, super hoc 
providere de benignitate solita curaremus. Nos itaque pie volentes, 
quod vestra devotio in hiis, que digne possumus, sedem apostolicam 
reperisse gaudeat gratiosam, ut singuli vestrum in provinciis sibi com- 
missis predictis fratribus constitutis ibidem absolutione ac dispensatione 
indigentibus, sive priusquam ordinem intraverint sive postea in casibus 
excesserint memoratis, de consilio discretorum fratrum vestrorum, qui 
litterati sint et deum timentes, impertiri valeant absolutionis benefi- 
cium et dispensare cum eis iuxta formam archiepiscopis et episcopis 
super hoc ab apostolica sede traditam vobis auctoritate presentium 
concedimus facultatem, nisi adeo gravis fuerit et enormis excessus, 
quod merito sint ad sedem apostolicam destinandi. Nulli ergo etc. 
nostre concessionis etc. 

LXXVIII. 
Magistro et universis fratribus ordinis fratrum pre- 
dicatorum presentes litteras inspecturis. 

Vobis extremam patientibus pro Christi nomine paupertatem digne 
conceditur ab apostolice sedis gratia, per quod et necessitati vestre 
consulitur et benefactoribus vestris salutis meritum procuratur. Hinc 
est quod nos, quorum deposcit officium iustis annuere desideriis devo- 
torum, vestre precibus humilitatis inducti, ut vos, qui exhortationia 



LXXVII. H p. 69, E f. 59'; Erler 113. LXXVIIL H p. 70, E f. 69'; 

Erler 113. 



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IV. Formuiae. 291 

pie studio bonos ad potiora dirigitis et errantes in rectitudinis semitam 
laudabiliter revocatis, in excommunicatorum terris libere commorari 
et ab eis tunc ac etiam, quando vos per ipsas transire conti ngit, 
necessaria vite deposcere ac recipere valeatis, vobis auctoritate presen- 
tium concedimus facultatem. Nulli ergo etc. nostre concessionis etc. 

LXXIX. 

Magistro et prioribus ac fratribus ordinis predica- 
torum. 

Provisionis nostre cupimus provenire subsidiis, ut religio vestra 
semper in melius deo propitiante proficiat et, si quid obstare dinosci- 
tur, sollicite corrigatur. Vobis itaque, quos in divini nominis amore 
vigiles delectat extirpare vitia et plantare virtutes, ut apostatas vel 
insolentes vestri ordinis, nisi vestris salubribus monitis acquiescant 
excommunicare capere ac ligare et carceri tradere, si videbitur expedire, 
possitis, auctoritate presentium concedimus facultatem. Nulli ergo etc. 
nostre concessionis etc. 

LXXX. 

Episcopo quondam Bosnensi magistro et fratribus 
ordinis predicatorum. 

Odore suavi ordinis vestri continue recreati eum non immerito 
favore speciali prosequimur et ipsius exaltationem plenis desideriis 
affectamus, quietem ei et alia diligenti procurare solertia intendentes, 
per que semper optatum auctore domino suscipere valeat incrementum. 
flinc est quod nos vestris supplicationibus annuentes, ut tu, frater 
episcope ac magister, tuique successores fratres tui ordinis, qui ad pre- 
dicandum crucem vel inquirendum contra pravitatem hereticam sunt 
vel fuerunt ubicunque a sede apostolica deputati, removere seu revo- 
care penitus transferre ipsisque quod supersedeant iniungere aliosque 
substituere, cum expedire videritis, licite ac libere valeatis et in eos si 
contravenerint censuram ecclesiasticam exercere ac quilibet prior pro- 
vincialis eiusdem ordinis id ipsum in sua provincia circa fratres ipsius 
ordinis, quibus nulla similia contiugit ab eadem sede committi, facere 
possit, auctoritate presentium indulgemus. Nulli ergo etc. nostre con- 
cessionis etc. 

LXXXI. 
Magistro et prioribus ac fratribus ordinis predi- 
catorum. 



LXXIX. H p. 70 E f. 59'; Erler 114. LXXX. H p. 70, E f. 60; 

Erler 114. LXXXI. H p. 70, E f. 60; Erler 115. 

19 • 

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292 r^- Formulaö. 

Vobis assidue regnum dei querentibus id a sede apostolica digne 
conceditur, per quod spirifcuale gaudium vestris cordibus oriatur. Nos 
itaque vestre precibus devotionis inducti presentium vobis auctoritate 
concedimus, ut, cum ad loca perveneritis ecclesiastico supposita inter- 
dicto, divina in ecclesiis, in quibus illa ex indulto sedis apostolice 
celebrantur, excommunicatis et interdictis exclusis non pulsatis cam- 
panis clausis ianuis et voce suppressa celebrare possitis, nisi contingat 
id vobis specialiter interdici. Nulli ergo etc. nostre concessionis etc. 

LXXXII. 

Eiadem. 

Vestra semper in amore virtutam delectatur humilitas et cuncta 
solicite refugit, que sibi aliquod fame vel conscientie illatura dispen- 
dium pertimescit. Ob hoc enim sicut accepimus, quod a nullo vestrum 
alicuius specialis loci vel persone pretextu verbum exhortationis de 
colligenda pecunia proponatur, in ordine vestro laudabiliter statuistis 
pie cogitantes et provide, quod, dum simpliciter ab hiis immunes vivi- 
tis, ad vestram et proximorum salutem predicationis officium liberius 
exercetis. Nos itaque vota salubria devotorum benignis affectibus 
prosequi delectantes: quod nullus ex vobis per litteras apostolicas de 
cetero impetrandas seu de mandato alicuius ad pecuniam colligendam 
cogi possit invitus, nisi littere ipse de hac indulgentia plenam fecerint 
mentionem, vobis auctoritate predicta indulgemus. Nulli ergo etc. 
nostre concessionis etc. 

LXXXIII. 

E i s d e m. 

Qui postposita vanitate seculi elegerunt virtutum domino sab 
paupertatis habitu famulari, a nobis illa confovendi sunt gratia, que 
ipsorum saluti no&citur oportuna. Cum igitur ad hoc semper vestre 
humilitas conversationis invigilet, ut deo placeat per devote laudis ob- 
sequium et fructum proferat animarum : nos devotionis vestre precibus 
inclinati, quod ad recipiendum commissiones causarum aut sententiarum 
executiones vel alia contingentia causas ipsas sive quod sitis in causis 
aliquibus assessores, illis que fidem respiciunt dumtaxat exceptis, per 
litteras sedis apostolice aut legatos seu delegatos ipsius vel quoslibet 
alios cogi non possitis inviti, nisi plena in eisdem litteris de conces- 
sione huiusmodi mentio habeatur, vobis auctoritate presentium indul- 
gemus. Nulli ergo etc. nostre concessionis etc. 

LXXXII. H p. 71, E f. 60; Eiler 115. LXXXIII. H p. 7l t E f. 60>; 

Erler 116. 



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IV. Formulae. 293 

LXXXIV. 

Eisdem. 
Qui deutn tota niente diligitis et animarum profectui continua 
diligentia desudatis, debetis ad condignatn gratiam experiri promptam 
et facilem sedis apostolice pietatem. Cum igitur humilitas vestra sibi 
de latitudine orbis terre nichil preter domos et ortos cum virgultis 
premiorum obtentu celestium duxerit reseiTandum : nos pie volentes, 
quod illorum fructus integre vestre paupertatis usibus applicentur, ut 
de ortis et virgultis vestris nullus a vobis decimas exigere vel extor- 
quere presumat, auctoritate presentium districtius inhibemus. Ceterum 
ut hü, qui vestris immorantur obsequiis, divine intuitu pietatis, quod 
in salutera animarum vertitur, de vestris mauibus assequantur, vobis 
de speciali gratia indulgemus, ut eis libere cuncta ministrare possitis 
ecclesiastica sccramenta et eosdem cum decedunt in vestris cimiteriis 
sepelire. Nulli ergo etc. nostre inhibitionis et concessionis etc. 

LXXXV. 

Magistro et fratribus ordinis predicatorum. 

Precibus vestris benignum impertientes assensum auctoritate vobis 
presentium indulgemus, ut, cum generale fuerit interdictum, liceat 
vobis in ecclesiis et oratoriis vestris clausis ianuis excommunicatis 
et interdictis exclusis non pulsatis campanis submissa voce divina 
officia celebrare, dummodo causam non dederitis interdicto. Nulli 
ergo etc. nostre concessionis etc. 

LXXXVI. 

Magistro etprioribus ordinis fratrum predicatorum. 

Celestis amor patrie mentes vestras sie allexisse prespicitur, ut 
quasi hoc solum delectationem vobis tribuat, quod divine voluntati 
sit placitum et salutem proferat animarum. Procedit ex hoc, quod 
nos vestris piis petitionibus favorem largiri benivolum delectantes, 
maxime cum ex apostolici cura teneamur officii circa religionis aug- 
mentum attenti et vigiles inveniri, vobis auctoritate presentium indul- 
gemus, ut volentibus vestro aggregari collegio, qui suspensionis aut 
interdicti vel exeommunicationum sententiis sunt ligati, absolutionis 
beneficium iuxta formara ecclesie impertiri et ipsos in fratres reeipere 
ac eos, qui post assumptum habitum recoluerint se talibus in seculo 



LXXXIV. H p. 71, E f. 60'; Erler 116. LXXXV. LXXXVI. H p. 70, 

E f. 61'; Erler 117. 



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294 1V - Formulae. 

fuisse seiitentiis innodatos, secundum formam ipsam absolvere valeatis, 
ita tarnen quod, si aliqui ex eisdem huiusraodi seiitentiis propter de- 
bitum sunt astricti, satisfaciant ut tenentur. Nulli ergo etc. nostre 
concessionis etc. 

lxxxve. 

Generali ministro et fratribus ordinis fratrum mi- 
norum. 

Meminimu8 vobis olira in virtute obedientie per nostras litteras 
precepisse, ut fratres predicatorum et eorum ordini voto vel iuramento 
etiam obligatos nullatenus de cetero pretextu indulgentie alicuius seu 
aliquarum litterarum obtentarum a sede apostolica vel etiam obtinen- 
darum in posterum, que de illis expressam non fecerint mentionem, 
presumeritis recipere, nisi prius prioris sui petita foret licentia et ob- 
tenta. Decrevimus etiam irritum et inane quicquid per vos in hac 
parte contra preceptum nostrum contingeret attemptari, statuentes, ut 
huiusmodi presumptores incurrerent excommunicationis sententiam ipso 
facto, a qua nequaquam absolvi possent, nisi se apud sedem aposto- 
stolicam ab ea sicut visum foret absolvendi personaliter presentarent 
Verum quia postmodum per quasdam alias litteras vobis et eisdem 
fratribus districtius duximus inhibendura, ne ante annum probationis 
elapsum, qui est maxime in subsidium fragilitatis humane regulariter 
institutus, quemquam ad professionem vestrorum ordinum presumeritis 
recipere seu ad renuntiationem seculi faciendam nee constitutum in 
probatione novitium aliquatenus impedire, quominus infra eundem 
annum probationis ad aliam religionem quam mallet transiret, sicut 
de sua procederet libera voluntate, non obstantibus statuto contrario, 
si quod a vobis esset editum, quod irritum decrevimus et inane, vel 
aliquibus litteris a sede apostolica impetratis seu etiam impetrandis, 
que de premissis expressam non facerent mentionem ; et si forte con- 
tra huiusmodi nostram inhibitionem quemquam vos vel dicti fratres 
reeiperetis, qui taliter reeeptus existeret, nullatenus vestro esset nee 
eorundem fratrum ordini alligatus vosque ac ipsi a reeeptione quorum- 
libet ad professionem dictorum ordinum essetis ipso facto suspensi et 
insuper pene deberetis subici, que fratribus ipsorum ordinum pro cul- 
pis infligi gravioribus consuevit, nos, quod de obligatis ordini predic- 
torum fratrum in premissis nostris diximus litteris, ne ipsos recipere 
presumatis, statuendo ut huiusmodi presumptores ipso facto sententiam 
excommunicationis ineurrant, de illis tantum intelligi volumus, quos 



LXXXVII. H p. 78, E f. 61'; Erler 117. 

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IV. Formulae. 295 

post predictum annum probationis elapsum eorum esse constiterit 
ordini alligatos. Nulli ergo etc. 

In eodem modo pro predicatoribus niagistro et fratribus ordinis 
fratrum predicatorum,*) 

LXXXVin. 

Generali ministro et fratribus ordinis fratrum mi- 
norum. b ) 

Non solum in favorem conversi sed etiam monasterü probationis 
tempus a sanctis patribus est indultum, ut ille asperitates istius et 
istud mores illius valeat experiri. In regula quoque beati Benedicti 
precipitur, ut ad conversionem noviter venienti non facilis tribuatur 
ingressus sed, sicut docet apostolus, an sit ex deo Spiritus, comprobe- 
tur et dura et aspera, per que itur ad dominum, exponantur. Pre- 
terea in eadem regula subiungitur, ut dicatur „Ecce lex, sub qua 
militare desideras; si eam observare potes, ingredere; alioquin liber 
venisti, liber discede." Insuper felicis recordationis Qregorius papa 
predecessor noster statuit, ut positi in probatione novitii ante susceptum 
religionis habitum, qui dari profitentibus consuevit, seu ante professio- 
nem emissam ad statum pristinum redire possint libere infra annum 
et ad omnem ambiguitatem penitus amovendam, cum in quibusdam 
locis religiosis novitiorum habitus non distinguatur ab habitu profes- 
sorura, professionis tempore benedicantur vestes, que profitentibus 
conceduntur, ut novitiorum ac professorum habitus discernatur. Licet 
igitur zelum animarum habentes eas lucrari domino solicite cupiatis, 
quia tarnen decet et expedit, ut conscientie puritati non desit iudicium 
rationis, -ne, unde spiritualis profectus queritur, inde salutis dispendium 
subsequatur, vobis de fratrum nostrorum consilio in virtute obedientie 
sub pena excommunicationis auctoritate presentium districtius inhibe- 
mus, ne ante annum probationis elapsum, qui est maxime in subsidium 
fragilitatis humane regulariter institutus, quemquam ad professionem 
vestri ordinis seu renuntiationem seculi faciendam recipere presumatis 
nee constitutum in probatioue novitium aliquatenus impedire, quo- 
minus infra eundem annum probationis äd aliam religionem quam 
maluerit transeat, sicut de sua processerit libera voluntate, non ob- 



a ) Von Erler irrthümlich als Überschrift zur folgenden Formel gesetzt ; vgl. 
znr sachlichen Richtigstellung die Bullen Innocenz IV. vom 24. Juni 1244, Sba- 
ralea, Bullarium Franciscanum 1, 345 und 346 und Ripoll, Bullar. ord. fratrum 
Praedicatorum 1, 144. 

LXXXVIIL H p. 78, E f. 61'; Erler 118. 

b ) Überschrift aus Sbaralea 1, 342 ergänzt. 



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296 i v - Formuiae. 

stantibus statuto contrario, si quod a vobis sit editum, quod irritum 
decernimus et inane, vel aliquibus litteris a sede apostolica impetratis 
seu etiam impetrandis, que de premissis expressam non fecerint men- 
tionem. Quod si forte contra huiusmodi nostram inhibitionem quem- 
quam recipere presumpseritis , decernimus eum , qui taliter receptus 
fuerit, nullatenus esse vestro ordini alligatum vosque a receptione 
quorumlibet ad professionem eiusdem ordinis fore ipso facto suspensos 
et insuper pene subiciendos, que fratribus ipsius ordinis pro culpis 
infligi gravioribus consuevit. Nulli ergo etc. nostre inhibitionis et 
constitutionis etc. 

In eundem modum pro minoribus fratribus magistro et fratribus 
ordinis predicatorum. a ) 

LXXXIX. 

Magistro et fratribus ordinis fratrum predicatorum. b ) 

Quo vos in Christo sinceriori caritate diligimus, eo plenius, ut in 
cunctis providi sitis et vigiles, affectamus, turbacionis non modice 
spiritum assumentes, si de vobis quandoque contrarium ad nos relatu 
perveniat aliquorum. Sane ammirantes accepimus, quod vos non abs- 
que offensa rectitudinis que in actibus vestris debet haberi continue, 
specialiter fratres minores et eorum ordini obligatos frequenter ad 
vestrum recipitis unitatem spiritus in pacis vinculo non servantes. 
Verum cum ex hoc scissure pössit et scandali exoriri materia, que 
solatium pacis eterne querentibus debet omnimodis existere peregrina: 
universitati vestre per apostolica scripta in virtute obedientie preci- 
piendo mandamus, quatenus tarn fratres eosdem quam eorum ordini 
voto vel iuramento etiara obligatos nullatenus de cetero pretextu in- 
dulgentie alicuius seu aliquarum litterarum obtentarum a sede aposto- 
lica vel etiam obtinendarum imposterum, que de presentibus expressam 
non fecerint mentionem, nisi prius ministri sui petita fuerit et obtenta 
licentia, recipere presumatis. Alioquin decernentes irritum et inane, 
quicquid in hac parte per vos contra preceptum nostrum contigerit 
attemptari, presentium auctoritate statuimus, ut huiusmodi presumptores 
incurrant excommunicationis sententiara ipso facto, a qua nequaquam 
absolvi valeant, nisi se apud sedem apostolicam personaliter represen- 
tent ab ea sicut sibi visum fuerit absolvendi. Nulli ergo etc. nostre 



») Vgl. die Bullen Innocenz' IV. vom 17. Juni 1244, Sbaralea 1, 342. Ri- 
poll 1, 144. 

LXXXIX. fehlt in H. E f. 62'; Erler 119. 
b ) Adresse aus Sbaralea 1, 327 ergänzt. 



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IV. Formulae. 297 

constitutionis etc. Datum Laterani XI. kal. maii pontiBcatus nostri 
anno primo. 

In eundem modum generali ministro et fratribus minoribus pro 
predicatoribus. a ) 

XC. 

Generali ministro et universis fratribus ordinis 
fratrum minorum. 

Quieti vestre providere yolentes etc. = o. Formel LXV. 

XCI. 
Eisdem. 
Cum iam per eius gratiam etc. = o. Formel LXX. 

xcn. 

Ministro et fratribus ordinis fratrum minorum. 

Devotionis yestre precibus inclinati, ut tempore generalis inter- 
dicti non pulsatis campanis excommunicatis et interdictis exclusis 
ianuis clausis et submissa voce in ecclesiis vestris divina possitis officia 
celebrare,- auctoritate vobis presentium indulgemus. Nulli ergo etc. 
nostre concessionis etc. 

XC1II, 

Generali et ceteris ministris provincialibus ordinis 
fratrum minorum presentes litteras inspecturis. 

In iure canonico etc. = o. Formel LXXL 

XCIV. 

Magistro et fratribus ordinis fratrum minorum. b ) 

Quia confusio habitus etc. = o. Formel LXXIII. aber quod propter 
eum frater minor credi possit. 



a ) Bei Erler irrthümlich als Überschrift zur nächsten Formel behandelt; vgl. 
zur Richtigstellung die Bullen Innocenz' IV. vom 21. April 1244. Sbaralea 1, 
327 und Ripoll 1, 141. 

XC. XCI. H p. 79, E f. 63; Erler 120. XCII. H p. 79, E £ 63 ; Erler 121. 

XCIIL H p. 79, E f. 63; Erler 121. XCIV. H p. 79, E f. 63' ; Erler 122. 

b ) predicatorum E. . 



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298 IV. Formulae. 

xcv. 

Archiepiscopis et episcopis presentes litteras in- 
specturis. 

Quia confu8io habitus etc. = o. Formel LXXIV. aber habitum 
dilectorum filiorum fratrum minor um aut ita sibi similem. 

XCVI. 

Ministris provincialibus ordinis fratrum minorum 
presentes litteras etc. 

Prohibente regula vestra nulli fratrum vestrorum est licitum pre- 
dicare populo, nisi a generali ministro vestri ordinis examinatus et 
approbatus fuerit et sibi predicationis officium ab ipso concessum. 
Verum cum pium sit, ut pro dictorum fratrum laboribus ac pericu- 
losis discursibus evitandis nee non quod animarum salus possit pro- 
venire facilius, apostolice sedis circumspectio super prohibitione huius- 
modi oportune remedium provisionis apponat: nos devotionis vestre 
preeibus inclinati, ut singuli vestrum in suis provineiis cum diffini- 
toribus in provincialibus capitulis congregatis fratres in sacra pagina 
eruditos examinare ac approbare et eis officium predicationis deum 
habendo pre oculis committere valeant, yobis auetoritate presentium 
concedimus facultatem. Nulli ergo etc. nostre concessionis etc. 

XCVII. 

Fratribus minoribus. 

Nos attendentes vestrarum orationum suffragia plurimum opor- 
tuna, quoniam eo ef ficacior . esse debet vestra intercessio apud deum, 
quo perfecte viventes eius digni estis gratia potiori, considerantes 
quoque vobis negandum non esse, unde nemini derogatur, dum vestra 
exposcit religio, ut que sunt etiam de gratia speciali, vobis concedere 
debeamus: devotioni vestre auetoritate presentium vestris iuclinati pre- 
eibus indulgemus, ut in locis, in quibus degitis, liceat vobis habere 
oratoria, in quibus cum viatico altari possitis missarum solemnia et 
alia divina officia celebrare, omni parrochiali iure parrochialibus eccle- 
siis reservato; et ne de hoc iure possit questio suboriri, illud circa 
oblationes deeimas et primitias intelligimus, que a laicis solent clericis 
exhiberi, quibus defraudari nolumus parrochiales ecclesias occasione 



XCV. H. p. 80, E f. 63*; Erler 122. XCVI. H p. 80, E f. 64; Erler 122. 

XCVII. H p. 80, E f. 64; Erler 123. 



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IV. Formulae. 299 

indulgentie supradicte. Nulli ergo etc. nostre concessionis et volun- 
tatis infriugere etc. 

XCVII1. 

Generali et universis ministris provincialibus ordi- 
nis fratrum minorum presentes litteras inspecturis. 

Licet ad hoc etc. = o. Formel LXXV1I. 

XCIX. 

Generali ministro et universis fratribus de ordine 
fratrum minorum presentes litteras inspecturis. 

Qui postposita vanitate etc. = o. Formel LXXXIII. 

C 

Generali ministro etuniversis fratribus ordinis fra- 
trum minorum presentes litteras inspecturis etc. 

Vobis extremam patientibus etc. = o. Formel LXXVIII. 

CI. 

1. Dominus Innocentius papa quartus primo anno pontificatus sui 
mandavit, ut magistri et fratres hospitalis cruciferorum Bononiensis de 
cetero habeant indulgentiam subscriptam, sicut habent eam Templarii 
Hospitalarii et fratres sancte Marie Theotonicorum Ierosolimitane, 
cuius titulus sie ineipit: 

Archiepiscopis et episcopis ac dilectis filiis abbatibus prioribus 
decanis archidiaconis et aliis ecclesiarura prelatis, ad quos presentes 
littere pervenerint. 

Cum dilectis filiis fratribus hospitalis crueiferorum Bononiensis 
fuerit a predecessoribus nostris indultum et a nobis postmodum con- 
firmatum etc. = o. Formel XXX. 

2. Item idem dominus Innocentius papa quartus apud Asisium IUI. 
nonas iulii undeeimo anno pontificatus sui mandavit, tä magister et 
fratres hospitalis saneti Lazari leprosorum Ierosolimitani de cetero 
habeant subscriptam indulgentiam, cuius titulus talis est: 

Archiepiscopis etc. 

Cum dilectis filiis fratribus hospitalis saneti Lazari leprosorum 
Ierosolimitani duximus indulgendum, ut semel in anno reeipiantur in 

XCVni. H p. 80, E f. 64'; Erler 123. XCIX. H p. 81, E f. 64>; Erler 124. 

C. H p. 81, E f. 65; Erler 124. CI. Fehlt in H, E f. 65; Erler 125. 



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300 IV- Formulae. 

ecclesiis ad elemosinas colligendas : universitati vestre per apostolica 
scripta precipientes mandamus, quatenus cum fratres ipsi etc. — o. 
Formel XXX. 2 — pietatis. De parrochianis autem vestris qui domos 
etc. = o. Formel XXX. 4. 

3. Dominus vero Alexander papa IUI. X kcU. iulii apud Ana- 
gniam primo anno pontificatus sui precepit, ut dicti magister et fratres 
hospitalis sancti Lazari leprosorum Ierosdimitani de cetero habeant 
subscriptas indtdgentias cum suis tüulis viddicet: 

„Querelam gravem" (= o. Formel XXX II), „Non absque dolore" 
(— o. Formel XXIX) et „Circa opera pietatis u (— o. Formel L VIII.) 

4. Item idem dominus Alexander papa primo anno pontificatus sui 
apud Neapolim VI. idus martii precepit, quod magister et fratres 
hospitalis beate Marie ad sanctum Gallum Florentini de cetero habeant 
subscriptas indtdgentias cum suis titulis viddicet: „Si iuxta sententiam 
sapientW (o. Formel LVI). „Querdam gravem" (o. Formel XXXII) et 
„Circa opera pietatis" (o. Formel LVIII), prout habent magister et 
fratres hospitalus de Altopassu. 

5. Item dominus Innocentius papa IUI. apud Urbem undecimo 
anno pontificatus sui precepit, ut prior et fratres ecclesie sancte Marie 
Magdalene pontis et hospitalis de Lavania Ianuensis diocesis habeant 
subscriptas indulgentias cum suis titulis, viddicet „Si iuxta a , „Querdam*', 
„Circa opera pietatis t< cum suis adiectionibus, quas idem papa precepit 
apponi: 

Si iuxta sententiam etc. (= o. Formel LVI) usque exhibere, qui 
cum vacant pietatis operibus hospitalitatem sectando et etiam utilitati 
pontis videlicet insistendo edificiis deservire laborani Cum igitur 
dilecti filii prior et fratres fecclesie sancte Marie Magdalene pontis et 
hospitalis de Lavania Ianuensis diocesis ad servandam hospitalitatem 
in eodem hospitali et ad man utenen dura pontem de Lavania totaliter 
se exponant: moneraus universitatem vestram et hortamur in domino 
etc. usque conferentes, ut subveniendo talibus seminetis in terris, quod 
reddente domino cum multiplicato fructu recolligatis in celis cum 
apostolo sentientes etc. usque confisi omnibus vere penitentibus et con- 
fessis, qui de facultatibus suis etc. usque statuentes, ut, si qui fratrum 
vel nuntiorum suorum, qui ad easdem fraternitates missi fuerint etc. 
usque in finem. 

Querelam gravem recepimus dilectorum filiorum . . prioris et 
fratrum ecclesie sancte Marie Magdalene pontis et hospitalis de Lava- 
nia Ianuensis diocesis, quam pre magnitudine culpe etc. (= o. For- 
mel XXXII) usque dicti fratres vel eorum nuntii, quod cum pro 
confratriis et elemosinis pauperum etc. usque accedunt, eos vel eorum 



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IV. Formulae. $Q\ 

nuntios recipere nolunt etc. usque predictos fratres vel eorum nuntios 
etc. usque in finem. 

Circa opera pietatis etc. (= o. Formel LVIII) usque dilectis tarnen 
filiis . . priori et fratribus ecclesie sancte Marie Magdalene pontis et 
hospitalis de Lavania Ianuensis diocesis tanto tenemini etc. usque ob- 
tinere ac quanto etiam ipsis ad manutenendum pontem de Lavania 
sunt inagis Christi fidelium subsidia oportuna. Monemus etc. usque 
nuntiis ecclesie ac pontis et hospitalis ipsorum etc. usque infirmorum 
et pauperum et ad manutenendum pontem eundem etc. usque largian- 
tur. Litteras etc. usque in finem. 

6. Item dominus Alexander papa IUI. apud Urbem secundo anno 
pontificatus sui precepit, ut magister et fratres ordinis militie sancti 
Iacobi haberent de cetero subscripias indulgentias cum suis titidis vide- 
licet: „Cum dilectis filiis?' preter UHud capitulum „Sane quoniam a 
nostris predecessoribus est statutum a (o. Formel XXX. 3) „Querelam u 
(o. Formel XXXII) et „Circa opera pietatis' ' (o. Formel LVIII), se- 
cundum quod sunt in provinciali. Precepit etiam, ut gauderent induU 
gentiis sibi competentibus, quibus fratres militie templi et hospitalis 
Ierosolimitani gaudent, sicut sunt in provinciali. 

7. Eodem anno precepit, ut . . magister et fratres hospitalis sancti 
Spiritus in Saxia de Urbe haberent de cetero indulgentiam subscriptam 
cum suo titulo videlicet: „Cum dilectis filiitf' (o. Formel XXX) , secun- 
dum quod habent Hospitalarii et Templarii in provinciali verbis com- 
petenter mutatis. 

8. Eodem etiam anno secundo apud Urbem precepit idem dominus 
Alexander papa IUI., ut de cetero magister et fratres hospitalis sancti 
Antonii Viennensis haberent illam indulgentiam cum suo titulo videlicet 
„Cum dilectis filiW 1 (o. Formel XXX), secundum quod habent Hospi- 
talarii et Templarii, totam et integram ut est in provinciali, verbis 
tarnen competenter mutatis. Habent etiam „Si iuxta sententiam sapien- 
tis" (o. Formel LVI) „Querelam gravem u (o. F&rmel XXXII) et „Non 
absque dolore cordte 1 (o. Formel XXIX). 

9. Item tertio anno pontificatus domini Alexandri pape IUI. III. 
idus martii precepit idem dominus papa, ut magister et fratres hospi- 
talis Altipassus de cetero haberent illam indulgentiam cum suo titulo 
videlicet „Cum dilectis filiis . . magistro et fratribus hospitalis de 
Altopassu" (o. Formel XXX), secundum quod habent Hospitalarii et 
Templarii, totam et integram ut est in provinciali verbis tarnen compe- 
tenter mutatis. 

. 10. Item idem dominus Alexander papa Uli. tercio anno pontifi- 
catus sui apud Urbem IUI. idus aprilis precepit, ut indulgentia quedam 



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302 W' Formulae. 

concessa . . magistro et fratribus hospitalis sancti Antonii Viennensis 
per dominum Innocentium papam IUI. predecessorem suum poneretur 
in provinciali cuius tenor talis est: 

Venerabilibus fratribus archiepiscopis et episcopis et dilectis filiis 
abbatibus prioribus decanis archidiaconis prepositis archipresbiteris et 
aliis ecclesiarum prelatis ad quos littere iste etc. 

Preces que continent opera pietatis eo vobis fiducialius porrigimus, 
quo vos operibus ipsis intentos eas credimus facilius exaudire, ad que 
teneamini etiam non rogati. Licet autem debeatis omnibus benigni- 
tatis vestre gratiam exhibere, Ulis tarnen specialius et habundantius 
liberales esse vos convenit, qui divino occnlto tantum iudicio sibi et 
aliis effecti inutiles subsidio iudigent aliorum. Cum igitur ad hospi- 
tale sancti Antonii Viennensis diocesis infirmorum diversarum infirmi- 
tatum et egenorum undique non modica confiuat multitudo, quorum 
quidam sie membroruin omnium sunt officio destituti, ut potius mon- 
stra horribilia quam homines videantur et ad sustentationes ipsorum 
proprie ipsius hospitalis non sufficiant facultates : universitatem vestram 
ad instar felicis recordationis Innocentii pape predecessoris nostri 
monemus et hortamur attente ac per apostolica vobis scripta districte 
preeipiendo mandamus, quatinus, ut sitis partieipes operum pietatis, 
accedentes ad vos nuntios magistri et fratrum hospitalis eiusdem pro 
elemosinis fidelium ad sustentationem infirmorum et pauperum colli- 
gendis reeipientes ylariter ac honeste traetantes parrochianos vestros 
luoneatis attentius et efficaciter inducatis in remissionem eis ex parte 
nostra peccaminum iniungendo, ut nuntiis ipsis grata subsidia et pias 
elemosinas largiantur, ita ut, quod pauperibus contulerint, in Celestes 
thesauros per manus eorundem pauperum deferantur, legata et fidei 
commissa eis a decedentibus in testamento vel ultima voluntate relicta 
faciatis eisdem cum integritate persolvi, contradictores etc. usque com- 
pescendo; mandatum nostrum taliter impleturi, quod preter divine 
retributionis gratiam, quam ex hoc poteritis promereri, nos vobis et 
ecciesiis vestris constituetis exinde debitores. Datum etc. 

11. Metise decembris deeimo kal. ianuarii apud Viterbium dominus 
Alexander papa IUI. anno quarto pontificatus sui preeepit, ut fratres 
hospitalis domus sanete Marie de Monte Cinisio \ordinisjancti Augu~ 
stini Taurinensis diocesis haberent de cetero ülam indulgentiam : „Cum 
dilectis filiis (o. Formel XXX) cum suo titulo verbis competenter mu- 
tatis sineillo tarnen capituloquod sie ineipit „Sane quoniam" (o.'XXX.3). 

12. Mense maii nono kal. iunii apud Anagniam dominus Alexan- 
der papa IUI. VI. anno pontificatus sui preeepit Jut preeeptor et 
fratres hospitalis misericordie Pisani, quod pape Alexandri dicüur, 



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IV. tormulae. 303 

habeant de cetero indulgentias in provincicdi cancellarie scriptae, vide- 
licet „Cum dilectis fliis" (o. Formel XXX) maiares cum omnibus suis 
capitulis, prout Templarii et Hospitalarii lerosolimitani habent in eodem 
provinciali, „Si iuxta sententiam sapientis" (o. Formel LVI) „Quere- 
lam" (o. Formel XXXII) „Non absque dolore cordis" (o. Formel XXIX) 
et „Circa opera pidatis" (o. Formel LVIII). 

13. Anno domini miUesimo ducentesimo sexagesimo quinto mense 
decembri VIIL kal. ianuarii apud Perusias dominus Clemens papa IUI. 
primo anno pontificacus sui precepit, ut episcopus et capitulum ecclesie 
Bethleemitane ordinis sancti Augustini de cetero habeant subscriptas 
indulgentias cum suis titulis videlicet „Cum düectis" sine Mo capitulo 
„Sane quoniam (i (o. XXX. 3) „Si iuxta sententiam", „Non absque 
dolore", „Querelam gravem" et „Circa opera pietatis". 

CIL 
De privilegiis domini pape scribendis. 
Forina scribendi Privilegium commune talis est 

1. Nomen pape debet esse de grossis litteris ut sunt minee. 

2. B Servus servornm dei* usque ad locum „in perpetuum* debet 
scribi [...;„ in perpetuum * scribi] debet abbreviatuni de litteris mi- 
niatis ut est hie: INPPM, et in fine prime linee debet compleri sci- 
licet imperpetuum ut est supra. 

CH. Cod. Barberin. XXXV. 69 p. 1 (B.) Cod. Vat. lat. 3984 f. 48. (V.); ans 
B abgeleitet Cod. Paris, lat. 4172 f. 1 (P.) — Aus P. gedruckt bei Delisle, Me- 
moire sur les actes d'Innoc4nt III. Bibl. de l'lcole desjehartes 19. Jahrgang 1857 
und Separatabdruck S. 73.»= Winkelmann, Sicilischä und päpstliche Kanzlei- 
ordnungen S. 34. 

Über die Gruppe CII — CV vgl. oben die Vorbemerkung. 
2. „In perpetuum debet scribi debet 44 übereinstimmend in allen Hss. In B hat 
eine spätere Hand das erste „debet 44 durchstrichen und durch „quod 44 ersetzt, wodurch 
die Sache nicht besser wurde. Dass eine Verderbung vorliegt, hat bereits Delisle er- 
kannt und a. a. 0. P. 73 A. 2 durch Umstellung der Worte eine Emendation versucht : 
„debet scribi de litteris miniatis ut est hie ; imperpetuum debet esse abbreviatum 
et in fine prime linee debet compleri scilicet INPPM ut et supra. 44 Mich dünkt 
dieser Ausweg nicht glücklich ; die dreifache Vorschrift, dass „in perpetuum 14 er- 
stens gekürzt, zweitens verziert zu schreiben sei und drittens den verfügbaren 
Rest der ersten Zeile zu füllen habe, stimmt so sehr zur wirklichen Ausstattung 
der grossen Privilegien, dass es nicht angeht, die eine Bestimmung, die des Ver- 
zierens der Buchstaben, hier wegzulassen und zu den Worten „servus servorum 
dei 4i etc. zu stellen, auf deren Schreibweise sie in Wahrheit gar nicht passt. Mir 
scheint vielmehr eine Auslassung vorzuliegen, verschuldet dadurch, dass „servus 
servorum dei usque ad locum inperpetuum debet scribi« .... und andererseits 
„inperpetuum scribi debet abbreviatum 44 etc. Zeile über Zeile standen, wobei der 
Schreiber vom ersten „scribi 41 zum zweiten übersprang. Die Ergänzung der 
Lücke lässt sich mit Rücksicht auf die bekannten Vorschriften über die Aus* 



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304 tV. tormuläö. 

3. Tenor deinde privilegii scribi debet, ut alie littere ad sericuin 
scribuntur, excepto quod prima littera cuiuslibet orationis privilegii 
debet esse miniata. 

4. Et precavendum est, quod ultima linea privilegii sit tota 
scripta, videlicet quod „amen amen* continuata scriptum eiusdem ultime 
linee veniat in finem ipsius linee. 

5. Rota vero fiat cum subscriptione et aliis ut scriptum est et 
depictnm in forma sequenti; tarnen predicta rota pingatur quasi in 
medio carte, non dimissa nisi una linea vacua integra inter litteram 
privilegii et rotam. 

6. In rota nichil scribatur, quousque sit lectum Privilegium et 
signatum per papam signo crucis. Postea scribantur omnia inter rotam 
et crucem primo. factam, ut in sequenti rota scriptum est. 

7. Et ponatur data in fine iuxta caudam sive plicaturam sub 
signis omnium cardinalium ut in sequenti folio scripta est. 

8. Subscriptiones vero cardinalium episcoporum fieri debent recte 
sub scriptione pape qui dicit »Ego Clemens" etc. ut in sequenti forma; 
a sinistra vero parte videlicet a principio scripture debent se subscri- 
bere presbiteri cardinales, in alia parte dextra debent se subscribere 
dyaconi cardinales. Quilibet cardinalis debet se subscribere manu 
propria cum signo crucis depicto vel alio signo si alio est usus. 

Subscriptio cardinalium: 



f Ego Ant. tt. sancte 
Lucie presbyter cardi- 
nalis ss. 



f Ego Odo episcopus 
Tusculanus ss. 



f Ego B. sancti An- 
geli dyaconus cardi- 
nalis ss. 



9. Dat. etc. ut in sequenti carta et semper debet continere unam 
integram lineam ut dictum est. 

CHI. 

Privilegium commune pro ordine sancti Benedicti. 

Clemens episcopus servus servorum dei dilectis filiis Petro abbati 
monasterii sancti Arnulphi Metensis eiusque fratribus tarn presentibus 
quam futuris regulärem vitam professis in perpetuum. 

stattung der litterae cum filo serico (Delisle a. a. 0. S. 23 Anm.], auf die ja 
auch § 3 unserer Verfügung verweist, mit einiger Wahrscheinlichkeit herstellen. 
Mit Beziehung auf die Fassung von § 2 und 4 der genannten Regeln möchte 
ich den Text etwa folgendermassen reconstruiren : »Servus servorum dei usque 
ad locum inperpetuum debet scribi totum de litteris magnis et de linea ad li- 
neam attingentibus«. In perpetuum scribi debet abbreviatum« etc. Die erste 
Zeile ganz in verlängerter Schrift, Papstname und »in perpetuum« noch beson- 
ders hervorgehoben, das entspricht wenigstens der thatsächlichen Ausstattung der 
Privilegien. 

5. Rota non fiat V. 



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tV. frormuiae. &Ö6 

i. = in. 1 = 1. 1. 

2. = III. 2 = I. 2 aber inonasterium sancti Petri Metensis or- 
dinis sancti Benedicts 

3. [vgl. III. 3 und I. 3.] Inprimis siquidem statuentes, ut ordo 
monasticus, qui secundum deum et beati Benedipti regulam in eodem 
monasterio institutus esse dinoscitur, perpetuis ibidem temporibus in- 
violabiliter observetur. 

4. 5 = HI. 4, 5 = I. 4, 5 mit Aufzählung der Besitzungen. 

6. [vgl. HI. 6, L 6.] Sane novalium vestrorum, que propriis 
manibus aut sumptibus Colitis, de quibus aliquis hactenus non perce- 
pit, sive de vestrorum animalium nutrimentis nullns a vobis decimas 
exigere vel extorquere presnmat. 

7. = m. 7 = 1. 7. 
8—14 = IIL 8—14. 

15 = III. 15 . . secundum deum et beati Benedicti regulam . . 

16, 17 — HI. 16, 17 = I. 21, 22. 

18 = III. 18 [vgl. I. 23] aber salva sedis apostolice auctoritate 
et dyocesani episcopi canonica iustitia et in predictis decimis 
moderatione concilii generalis. 

19, 20 = IIL 19, 20 = I. 24, 25. 

Bota continet X vel Villi lineas privüegii, ut scribi possint latius 
nomina interiora. 

Dominus Iohannes papa XXII. elegit versum in rota ponendum, 
videlicet qui ponitur in presenti rota, et illam vel consimilem faciet 
dominus papa. 

(R.) Ego Iohannes catholice ecclesie episcopus ss. (BV.) 

In den Quadranten der Bota: Sanctus Petrus. Sanctus Paulus. 
Iohannes papa XXIL 

Bundschrift: f In te domine speravi, non confundar in eternum. 

Datum Avinione per manum Petri episcopi Prenestini sancte 
Komane ecclesie vicecancellarii U. non. aprilis, indictione XII, incar- 
nationis dominice anno MCCCXLffl, pontificatus vero domini Clementis 
pape VL anno primo. 

CIV. 

Privilegium commune pro monialibus sancti Au- 
gustini. 

Iohannes episcopus servus servorum dei dilectis in Christo filia- 
bus . . priorisse monasterii sancte Marie Magdalene de Valle eiusque 

19 — 20. Zum Schlußs dreimaliges amen, das mittlere zur Füllung der Zeile 
in die Länge gezogen, und verschnörkeltes Schlusszeichen. 
CIV. B. p. 6 V. f. 49. 

T »n g 1 , Päpstl. KanzleiordnungeQ. 20 



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306 IV. Formulae. 

sororibus tarn presentibus quam futuris regulärem vitam professis in 
perpetuum. 

1. = EI. 1 = I. 1. 

2. = III. 2 = I. 2. ... et monasterium sancte Marie Magda- 
lene de Yalle ordinis saocti Augustüii Anicieosis diocesis . . 

3. = III. 3. . . ut ordo monasticus, qui secundum deum et beati 
Augustini regulam in eodera monasterio institutus esse dinoscitur. . . 

4. 5. = III. 4, 5 = I. 4, 5 mit Aufzählung der Besitzungen. 

6. [Vgl. III. 6, I. 6.] Saue laborum vestrorum, que propriis sump- 
tibas Colitis, de quibus aliquis hactenus non percepit, sive de ortis 
virgultis et piscationibus ve^tris vel de nutrimentis animalium vestro- 
rum nullus a vobis decimas exigere seu extorquere presumat. 

7. [Vgl. III. 7, I. 7.] Liceat quoque vobis personas liberas et 
absolutas e seculo fugientes ad conversionem recipere et eas absque 
coutradictione aliqua retinere. 

8. [Vgl. III. 8, I. 8.] Prohibemus insuper, ut nulli sororum 
vestrarum post factam in monasterio vestro professionem fas sit, sine 
priorisse sue licentia de eodem loco discedere ; discedeuteni autem abs- 
que communium litterarum vestrarum cautione nullus audeat retinere. 

9—11. = I. 15-17. 

12, 13 = III. 9, 13. 

14. [Vgl. III. 15.] Obeunte vero te nunc eiusdem loci priorissa 
vel earum aliqua, que tibi successerint, nulla ibi qualibet surreptionis 
astutia vel violentia preponatur, nisi quam sorores communi consensu 
vel earum maior pars consilii sanioris secundum deum et predictam 
regulam providerint eligendam. 

15—19. = in. 16—20 [vgl. I. 21—25.] 

CV. 

Dominus Innocentius papa VI. mandavit et voluit, quod in pri- 
vilegiis communibus per eum concedendis ponantur infra rotam magnam 
verba scilicet: Fac mecum domine signum in bonum. 

Dominus Urbanus papa V. mandavit IL kal. dtcembris pontifi- 
catuä sui anno secundo et voluit, quod in privilegiis communibus per 
eum concedendis ponantur infra rotam magnam verba videlicet: 

Domine opera manuum tuarum ne despicias. 

Dominus*) Urbanus papa VI. elegit sibi versum in rota privilegio- 
rum per ipsum concedendorum ponmdum qui sequitur: Fortitudo mea 
et laus mea dominus et factus est mihi in salutem. 



CV. B. p. 8 V. f. 49'. 

a ) In ß mit lichterer Tinte und in kleinerer Schrift; in V von gleicher 
Hand und Tinte. 



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IV. formulae. g()? 

Ineipiunt diverse forme litteraram domlnl pape. 1 ) 

CVL 

Indulgetur, ut confessor quem elegerit possit ei 
semel in articulo mortis plenam etc. 

Dilecto filio . . de . . canonico et operario ecclesie Buthenensis. 

Provenit ex tue devotionis affectu quo nos et Roman am ecclesiam 
revereris, ut petitiones tuas, illas presertim que anime tue salutem 
respiciunt, ad exauditionis gratiam adroittamus. Hinc est quod nos 
tuis supplicationibus inclinati, ut confessor tuus, quem duxeris eligen- 
dum, omnium peccatorum tuorum, de quibus corde contritus et ore 
confessus fueris, semel tantum in mortis articulo plenam remissionem 
tibi in sinceritate fidei unitate sancte Romane ecclesie ac obedientia 
et devotione nostra vel successorum nostrorum Romanorum pontificura 
canonice intrantium persistenti auctoritate apostolica concedere valeat, 
devotioni tue tenore presentium indulgemus , sie tarnen quod idem 
confessor de hiis, de quibus fuerit alteri satisfactio impendenda, eam 
tibi per te si supervixeris vel per heredes tuos, si tunc forte transieris, 
faciendam iniungat, quam tu vel illi facere teneamini ut prefertur. 
Et ne quod absit propter huiusmodi gratiam reddaris proelivior ad 
illicita postmodum committenda: volumus, quod si ex confidentia re- 
missionis huiusmodi aliqua forte committeres, quoad illa predieta 
remissio tibi nullatenus sufiragetur. Nulli ergo etc. 2 ) 

Ordinatio domini Gregorii XL de clausula addenda. 

Sequens clausula fiiit ordinata per dominum Gregorium papam XL 
III. kal. iulii pontificatus sui anno tertio ponenda in indulgentiis in 
articulo mortis: 

Volumus autem, quod per unum annum a tempore, quo presens 
nostra concessio ad tuam notitiam pervenerit, conputandum singulis 



l ) Incipit formularium alias quaternus cancellarie V. Über die Überliefe- 
rung der hienrit beginnenden Formelsammlung aus Avignonesiscber Zeit siehe 
die Vorbemerkung zu dieser Abtheilung. 

CVL B. p. 9. V. f. 50. 
*) in V. f. 50 folgt folgender in B fehlender Zusatz: Item quando ponitur 
ista clausula „tociens quociens", additur ista clausula : Quodque si tibi de morte 
verosimiliter trepidanti semel aut pluries concessionem huiusmodi concedi con- 
tigerit, si tunc mors non fuerit subsecuta, propterea indultum huiusmodi non 
expiret, sed tunc dumtaxat et non alias remissionem predietam effectum sortiri 
volumus, cum post concessionem huiusmodi te migrare contigerit ab hac luce. 
Nulli ergo etc. 

20* 



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308 &. Formulae. 

sextis feriis infirmitate cessante ieianes; alioquin presens concessio 
nullius sit roboris vel momenti. 

Volumus autem, quod per unum annum a tempore, quo presens 
nostra concessio ad tuam notitiam pervenerit, conputandum singulis 
sextis feriis impedimento legitimo cessante ieiunes. Quod si predictis 
diebus ex precepto ecclesie regulari observantia iniuncta penitentia voto 
vel alias ieiunare tenearis, una alia die singularum septimanarum eius- 
dem anni, qua ad ieiunandum ut premittitur non sis astrictus, ieiunes ; 
et si in dicto anno vel aliqua eius parte esses legitime impeditus, anno 
sequenti yel alias quam primum poteris modo simili supplere huius- 
modi ieiunium tenearis; alioquin huiusmodi nostra presens concessio 
nullius sit roboris yel momenti. 

Es ist von Interesse, die Entwicklung dieser Formel an einem Beispiel aus dem 
späteren Kanzleibuch zu verfolgen. Im Codex Barberin. XXXV. 69 p. 398 (= Cod. 
Paris, lat 4172 f. 269 / ) steht die Verfügung Paul's IL über die casus reservati 
und die Kosten der darüber auszufertigenden Bullen: Sanctisaimus in Christo 
pater et dominus noster dominus Paulus divina Providentia papa secundus etc. 

— a suis officiis suspendantur = dem von mir in Mittheil, des Instituts f. Ost. 
GF. 13, 69 A. 1 veröffentlichten Text. Die Eintragung fährt dann fort: 

Tenor vero seu forma tarn absolutionis in mortis articulo in forma „Pro- 
venit" quam de reservatis semel in vita que incipit „Devotionis" infra subicitur, 
quas formas idem sanctissimus dominus noster in quinterno cancellarie mandat 
inscribi. 

Provenit etc. = Formel C VI mit folgenden Varianten : confessor i d o n e u s 
(statt tuus), quem duxeris eligendum, omnium peccatorum tuorum etiam sedi 
apostolice reservatorum, de quibus etc. = F. CVI. — nullatenus suffra- 
getur, quod que per unnum annum etc. (angefügt der zweite Zusatz Gregors XI.) 

— huiusmodi ieiunium tenearis. Porro si forsan alias prelibatum 
ieiunium in toto vel in parte quomodocunque adimplere 
nequiveris, eo casu confessor predictuß, quem ad hoc elegeris, 
ieiunium ipaum in alia pietatis opera commutare valeat, prout 
anime tue saluti viderit expedire, que tu pari modo debeas ad- 
implere; alioquin etc. — momenti = o. Schluss des zweiten Zusatzes 
Gregors XL 

In der nun folgenden Formel „Devotionis tue" werden die casus reservati 
in derselben Weise aufgezählt, wie in der 1474 durch den päpstlichen Legaten, 
Patriarchen Marcus von Aquileja, dem Kloster Melk mitgetheilten Kanzleiregel 
Pauls IL (Chron. Mellicense, Pez, SS. rr. Austr. 1, 264). 

Devotionis tue sinceritas promeretur, ut vobis tuis in hiis preserüm, que 
ad anime tue salutein cedere valeant quantum cum deo possumus favorabiliter 
annuamus. Hinc est, quod nos tuis devotis supplicationibus inclinati, ut sacer- 
dotem idoneum secularem vel regulärem in tuum possis eligere confessorem, qui 
confessione tua diligenter audita pro commissis per te criminibus excessibus et 
peccatis etiam in ßingulis sedi apostolice reservatis casibus preterquam offense 
ecclesiastice libertatis, violationis interdicti ab eadem sede impositi, criminum 



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IV. Formulae. 309 

hereais, cuiuavis offense inobedientie seu rebellionia aut conapirationis in per- 
8onam vel statum Romani pontificia seu aedem apostolicam, preabitericidii, offense 
peraonalia in epiacopum vel alium prelatum, invaaionia depredationia vel occu- 
pationis aut devastationis terrarum Romane ecclesie mediate vel immediate aub- 
iectarum ac etiam invasionis Romipetarum seu quorumcunque aliorum ad Ro- 
manam curiam venientium, prohibitionia devolutionis causanim ad dictam 
curiam, delationis armorum et aliorum prohibitorum ad partes infidelium, impo- 
aitionis novorum onerum realium vel personalium ecclesiis et ecclesiaaticis peraonia, 
aymonie 8uper ordinibua vel beneficiia assequendis in eadem curia vel extra 
contracte et generalitor in caaibus contentis in bulla, que consuevit in die cene 
domini per predecessores nostros Romanos pontificea publicari, semel dumtaxat 
tibi debitam absolutionem in forma ecclesie consueta impendere et penitentiam 
salutarem iniungere valeat. Et insuper, quod confesaor predictus vel aliua, 
quem duxeris eligendum, omnium peccatorum tuorum, de quibus corde contritus 
et ore confeaaus fueris, etiam semel dumtaxat in mortia articulo etc. = Formel CVI. 
Placet quod publicetur et deacribatur in cancellaria P. 

cvn. 

Indulgetur eidem, ut possit eligere confessorem qui 
audita confessione eum absolvat etc. nisi talia etc. 

Dilecto filio nobili viro . . de . . militi . . et dilecte in Christo filie 
nobili mulieri . . eius uxori . . diocesis salutem etc. Benigno sunt vobis 
illa concedenda favore, per que sicut pie desiderare videmini consci- 
entie pacem et salutem anime deo propitio consequi valeatis. Hinc 
est quod nos vestris supplicationibus devotis inclinati vobis et vestrura 
cuilibet auctoritate apostolica indulgemus, ut aliquem idoneum et dis- 
cretum presbiterum in vestrum possitis eligere confessorem, qui, quo- 
tiens vobis fuerit oportunum, confessionibus vestris diligenter auditis 
pro commissis debitam vobis absolutionem impendat et iniungat peni- 
tentiam salutarem, nisi forsan talia fuerint, propter que sedes apostolica 
sit merito consulenda. Nulli ergo etc. 

cvm 

Eidem indulgetur, ut liceat ei habere altare portatile. 

Dilecto filio nobili viro . . domino de . . diocesis . . salutem etc. 

Sincere devotionis affectus, quem ad nos et Eomanam geris eccle- 
siam, non indigne meretur, ut petitionibus tuis, illis presertim quas 
ex devotionis fervore prodire conspicimus, quantum cum deo possumus 
favorabiliter annuamus. Hinc est quod nos tuis devotis supplicatio- 
nibus inclinati, ut liceat tibi habere altare portatile cum debita reve- 
rentia et honore, super quo in locis ad hoc congruentibus et honestis 
possis per proprium sacerdotem ydoneura missam et alia divina officia 

CVII. B. p. 10. V. f. 50. CVin. B. p. 10. V. f. 50. 

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310 JV- Formulae. 

sine iuris alieni preiudicio in tua presentia facere celebrari, devotioni 
tue tenore presentium indulgemus. Nulli ergo etc. 

CIX. 
Indulgetur eidem, quod possit facere celebrari mis- 
sam ante diem. 

Eidem. Sincere devotionis affectus, quem ad nos et Romanam geris 
ecclesiam,promeretur, ut votis tuis favorabiliter ännuamus, illis presertim 
per que sicut pie desideras divinis officiis intentus existas ac spiritualis 
salutis tibi proveniat incrementum. Hinc est quod nos tuis devotis 
precibus inclinati, ut missam antequam illucescat dies circa tarnen 
diurnam lucem, cum qualitas negotiorum pro tempore ingruentium id 
exegerit, liceat tibi per proprium vel alium sacerdotem ydoneum facere 
celebrari, ita quod id nee tibi nee sacerdoti taliter celebranti ad cul- 
pam valeat imputari, devotioni tue auetoritate presentium de speciali 
gratia indulgemus, proviso quod parce huiusmodi concessione utaris, 
quia, cum in altaris officio immoletur dominus noster dei filius Iesus 
Christus, qui candor est lucis eterue, congruit hoc non noctis tenebris 
fieri sed in luce. Nulli ergo etc. 

CX. 

Indulgetur eidem, quod possit facere celebrari in 
locis interdictis. 

Eidem. Devotionis tue sinceritas promeretur, ut votis tuis, in hiis 
presertim que ad tue salutem anime cedere valeant, quantum cum 
deo possumus favorabiliter ännuamus. Tuis itaque supplicationibus 
inclinati auetoritate tibi presentium indulgemus, ut, si forsan ad loca 
ecciesiastico interdicto supposita te contigerit declinare, liceat tibi in 
illis clausis ianuis exeommunicatis et interdictis exclusis non pulsatis 
campanis et submissa voce in tua et etiam familiarium tuorum dome- 
sticorum presentia missam et alia divina officia facere celebrari, dum- 
modo tu vel illi causam non dederitis interdicto nee id tibi vel illis 
contigerit specialiter interdici. Nulli ergo etc. 

CXI. 
Datur facultas cardinali, quod possit testari. 

Dilecto filio Petro tituli saneti Martini in Montibus presbitero 
cardinali salutem etc. 



CIX. B. p. 10. V. f. 50*. CX. B. p. 11. V. f. 50'. CXI. B. p. IL 

V. f. 51. 



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IV. Formulae. 311 

Cum nichil sit, quod magis hominibus debeatur quam ut supreme 
voluntatis über sit stilus et liberum quod iterum non redit arbitrium : 
nos tuis supplicationibus inclinati, teatandi ordinandi et disponendi 
libere de omnibus bonis ad te pertinentibus, cuiuscunque quantitatis 
seu valoris fuerint etiam si illa ex proventibus ecclesiasticis seu eccle- 
siis tibi commissis vel alias persone tue vel tui cardinalatus intuitu 
aut contemplatione ad te pervenerunt et pervenient in futurum, prius 
tarnen de omnibus predictis bonis ere alieno et hiis, que pro i;epa- 
randis domibus seu edificiis ft ) consistentibus in locis ecclesiarum vel 
beneficiorum tuorum